[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Bereitstellen und Verarbeiten einer Zweikomponentenmasse
und eine Mühle zur Durchführung des Verfahrens.
[0002] Zweikomponentenmassen weisen als erste Komponente einen Klebstoff, eine Füllmasse,
eine Spachtelmasse o.dgl. und als zweite Komponente einen Härter auf. Durch Vermischen
der beiden Komponenten entsteht ein aushärtendes Gemisch. Das Verwenden von Zweikomponentenmassen
hat jedoch den Nachteil, daß die Zweikomponentenmasse nach dem Mischen der beiden
Komponenten nur innerhalb eines begrenzten Zeitraums verarbeitbar ist. Um ein Aushärten
der Zweikomponentenmasse in einem Vorratsbehälter zu vermeiden, kann nur eine geringe
Menge gemischt werden. Ein kontinuierliches Verarbeiten einer gemischten Zweikomponentenmasse
über einen längeren Zeitraum ist nicht möglich.
[0003] Die beiden Komponenten der Zweikomponentenmasse müssen stets unmittelbar vor dem
Verarbeiten gemischt werden, da die gemischte Zweikomponentenmasse nicht lagerfähig
ist. Hierbei ist es nicht oder nur sehr schwer möglich, stets das exakte Mischungsverhältnis
der beiden Komponenten einzuhalten. Von dem Mischungsverhältnis ist jedoch die Festigkeit
der ausgehärteten Zweikomponentenmasse sowie die maximale Verarbeitungszeit abhängig.
Bei einer Abweichung von dem entsprechenden Mischungsverhältnis ist beispielsweise
die Festigkeit einer Verbindung zweier Bauteile nicht gewährleistet.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zum Bereitstellen und Verarbeiten einer
Zweikomponentenmasse zu schaffen, bei dem eine Zweikomponentenmasse im richtigen Mischungsverhältnis
vorbereitet werden kann, lange bevor das Auftragen und Aushärten erfolgt.
[0005] Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß durch die Merkmale des Patentanspruchs
1 bzw. 6.
[0006] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zum Bereitstellen und Verarbeiten einer Zweikomponentenmasse
ist eine der beiden Komponenten verkapselt. Eine Reaktion und damit ein Aushärten
der Zweikomponentenmasse findet erst statt, wenn die verkapselte Komponente, vorzugsweise
der Härter, aufgebrochen wird. Die Verkapselung erfolgt vorzugsweise durch Mikrokapseln,
d.h. Hohlkörper, die beispielsweise aus Wachs oder Kunststoff bestehen und in welchen
der Härter enthalten ist.
[0007] Durch das Verkapseln einer der beiden Komponenten ist die vorgemischte Zweikomponentenmasse
lagerfähig. Somit können die beiden Komponenten auf industriellem Wege gemischt werden
und ein Mischungsverhältnis der beiden Komponenten kann genau eingestellt werden.
Erfindungsgemäß wird die verkapselte Komponente erst direkt vor dem Auftragen der
Zweikomponentenmasse in einer Mühle aufgebrochen und vermischt.
[0008] In einem Vorratsbehälter kann eine sehr große Menge einer bereits vorgemischten Zweikomponentenmasse
bereitgestellt werden, da diese nicht aushärtet, so lange eine der beiden Komponenten
verkapselt ist. Zum Verarbeiten wird die vorgemischte Zweikomponentenmasse aus dem
Vorratsbehälter in die Mühle gefördert. In dieser werden die Kapseln aufgebrochen
und die beiden Komponenten vermischt, so daß eine aushärtende Zweikomponentenmasse
zum Auftragen bereitsteht. Um eine große Menge der Zweikomponentenmasse kontinuierlich
verarbeiten zu können, wird die vorgemischte Zweikomponentenmasse aus dem Vorratsbehälter
unter Druck kontinuierlich der Mühle zugeführt. Am Auslaß der Mühle ist ein Werkzeug
zum Auftragen der Zweikomponentenmasse, wie beispielsweise eine Spritzvorrichtung,
vorgesehen, mit der die kontinuierlich von der Mühle bereitgestellte Zweikomponentenmasse
verarbeitet wird.
[0009] Zum Aufbrechen der Kapseln ist die Mühle so aufgebaut, daß auf die Kapseln Scherkräfte
wirken. Vorzugsweise werden von einem Mahlkörper zusätzlich axiale Stoßbewegungen
ausgeführt, um sicherzustellen, daß sämtliche Kapseln in der Mühle aufgebrochen werden.
[0010] Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren werden vorzugsweise Zweikomponentenmassen auf
Epoxydharz-, Polyurethan-, Polyester- oder Acrylharzbasis eingesetzt. Solche Zweikomponentenmassen
können beispielsweise als Spachtelmasse, als Füllmasse oder als Klebstoff eingesetzt
werden.
[0011] Zur Durchführung des Verfahrens kann eine Mühle verwendet werden, die einen in einer
Kammer rotierenden Mahlkörper aufweist, von dem in der Kammer die verkapselte der
beiden der Mühle zugeführten Komponenten aufgebrochen wird. Die Kammer ist mit einem
Zuführkanal und einem Auslaßkanal verbunden, wobei durch den Zuführkanal die vorgemischte
Zweikomponentenmasse der Kammer zugeführt und durch den Auslaßkanal die nach dem Aufbrechen
der Kapseln aushärtbare Zweikomponentenmasse zum Auftragen abgeführt wird.
[0012] Vorzugsweise ist der Auslaßkanal der Mühle komplementär zu der Form eines rotierenden
Mahlkörpers und so angeordnet, daß zwischen dem Auslaßkanal und dem Mahlkörper ein
enger Spalt entsteht. Die Breite des Spalts ist kleiner als der minimale Kapseldurchmesser.
Ferner haben ggf. in der unverkapselten Komponente der Zweikomponentenmasse enthaltene
Füllstoffe kleinere Abmessungen als die Kapseln, so daß sichergestellt ist, daß sämtliche
Kapseln aufgebrochen werden und nach dem Aufbrechen der Kapseln ein definiertes Mischungsverhältnis
der beiden Komponenten vorliegt.
[0013] Der rotierende Mahlkörper kann zusätzlich mittels eines Vibrators axial bewegt werden.
Durch die axialen Stoßbewegungen wird zusätzlich sichergestellt, daß sämtliche Kapseln
in der Mühle aufgebrochen werden. Vorzugsweise ist der Auslaßkanal konisch, damit
in dem Auslaßkanal ausgehärtete Zweikomponentenmasse auf einfache Weise von im nächsten
Verarbeitungszyklus nachdrückender Zweikomponentenmasse aus dem Auslaßkanal ausgedrückt
wird. Im Normalfall sind diese geringen Mengen ausgehärtete Masse nicht störend. Sollte
dies der Fall sein, kann die bereits ausgehärtete Masse in einen Auffangbehälter ausgedrückt
werden, so daß keine ausgehärtete Masse zur Verarbeitungsstelle gelangt.
[0014] Um das Aufbrechen der Kapseln in der Mühle zu erleichtern, kann nicht nur zwischen
dem Auslaßkanal und dem Mahlkörper, sondern auch im Bereich des Auslaßkanals zwischen
dem Mahlkörper und der Kammerinnenwand der Mühle ein enger Mahlspalt ausgebildet sein.
Der Mahlspalt verengt sich vorzugsweise in Richtung Auslaßkanal, wobei der Mahlspalt
in dem dem Auslaßkanal abgewandten Bereich breiter ist als der Kapseldurchmesser.
[0015] Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Mühle ist das dem Mahlkörper zugewandte
Ende des Zuführkanals entsprechend dem Auslaßkanal komplementär zu dem Mahlkörper
ausgebildet, so daß zwischen Mahlkörper und Zuführkanal ein enger Mahlspalt ausgebildet
ist. Dadurch werden die Kapseln bereits beim Eintritt in die Mühle aufgebrochen und
die Zweikomponentenmasse wird in der Mühle homogen vermischt. Vorzugsweise weist die
Mühle zusätzlich ein Gegenstück auf, in welches der Mahlkörper in eine Ausnehmung
eingesetzt ist. Die Ausnehmung ist derart ausgebildet, daß zwischen dem Mahlkörper
und dem Gegenstück ein enger Mahlspalt ausgebildet ist. Dies hat den Vorteil, daß
nur eine geringe Menge aushärtbarer Zweikomponentenmasse in der Mühle ist.
[0016] Das erfindungsgemäße Verfahren eignet sich insbesondere zur Rohrsanierung, beispielsweise
zur Sanierung von Abwasserkanälen. Um Kanalrohre, die Leckagen aufweisen, nicht auswechseln
zu müssen, ist es bekannt, die entsprechenden Stellen mittels Dichtmasse abzudichten.
Hierzu werden bei nicht begehbaren Kanalrohren Roboter eingesetzt, die in dem Kanalrohr
verfahrbar sind und mittels einer Kamera die abzudichtende Stelle feststellen. Von
dem Roboter wird die Dichtmasse mitgeführt und von einem entsprechenden Verspritzwerkzeug
in die abzudichtende Stelle eingebracht. Bei Einsatz des erfindungsgemäßen Verfahrens
kann die Zweikomponentenmasse vom Roboter mitgeführt oder über einen Schlauch dem
Roboter zugeführt werden. Die verkapselte Komponente der Zweikomponentenmasse wird
mittels einer am Roboter vorgesehenen Mühle aufgebrochen und vermischt. Es ist daher
möglich, bei der Kanalrohrsanierung eine sehr große Menge bereits vorgemischter Zweikomponentenmasse
bereitzustellen oder in einem am Roboter vorgesehenen Vorratsbehälter mitzuführen
und erst unmittelbar vor dem Verarbeiten zu vermischen.
[0017] Nachfolgend wird die Erfindung anhand bevorzugter Ausführungsformen unter Bezugnahme
auf die anliegenden Zeichnungen näher erläutert.
[0018] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Schnittansicht einer ersten bevorzugten Ausführungsform einer Mühle
und
- Fig. 2
- eine schematische Schnittansicht einer zweiten bevorzugten Ausführungsform der Mühle.
[0019] Eine in Fig. 1 dargestellte erste Ausführungsform einer Mühle weist einen mit einem
Vorratsbehälter verbundenen Zuführkanal 21 auf. Die in dem Vorratsbehälter vorhandene
vorgemischte Zweikomponentenmasse, deren eine Komponente verkapselt ist, wird der
Mühle in Richtung des Pfeils a zugeführt. Das einem Mahlkörper 22 zugewandte Ende
des Zuführkanals 21 ist komplementär zu dem kegelstumpfförmigen Mahlkörper 22 ausgebildet.
Somit ist ein enger Mahlspalt zwischen dem Zuführkanal 21 und dem Mahlkörper 22 ausgebildet.
Die Spaltbreite ist kleiner als der durchschnittliche Kapseldurchmesser. Ferner weist
die Mühle in ihrem Gehäuse 23,24,25 ein Gegenstück 26 mit kegelstumpfförmiger Ausnehmung
auf, die derart ausgebildet ist, daß bei in das Gegenstück 26 eingesetztem Mahlkörper
22 ein Mahlspalt zwischen dem Mahlkörper 22 und dem Gegenstück 26 entsteht, der dem
Mahlspalt zwischen dem Zuführkanal 21 und dem Mahlkörper 22 entspricht. Der Mahlspalt
zwischen dem Mahlkörper 22 und dem Gegenstück 26 bildet eine Kammer 26a aus, in der
die verkapselte Komponente der Zweikomponentenmasse aufgebrochen und die beiden Komponenten
vermischt werden. Das Gegenstück 26 ist so ausgebildet, daß im Mahlbereich des Mahlkörpers
22 stets ein gleichmäßiger Spalt gebildet ist.
[0020] Der Mahlbereich des Mahlkörpers 22 ist durch Dichtringe 27,28 begrenzt. Der Mahlkörper
22 wird über eine Welle 29, die über eine Nut 30 mit dem Mahlkörper 22 formschlüssig
verbunden ist, mittels eines Motors angetrieben. Mittels Tellerfedern 31 wird der
Mahlkörper 22 gegen die Dichtringe 27,28 gedrückt, um ein Austreten der Zweikomponentenmasse
aus dem Mahlbereich zu verhindern. Hierzu drücken die Tellerfedern 31 gegen ein in
dem Mahlkörper 22 angeordnetes Axialkugellager 32. Ferner ist die Druckkraft der Tellerfedern
31 über eine Mutter 33, die in einem Teil 24 des Mühlengehäuses angeordnet ist, einstellbar.
Ferner kann an der Welle 29 ein Vibrator angeschlossen sein, der eine Axialbewegung
des Mahlkörpers 22 in Richtung des Pfeils b und damit eine Änderung des Mahlspalts
zwischen dem Mahlkörper 22 und dem Gegenstück 26 bewirkt. Hierbei wird die Frequenz
der Stoßbewegung so gewählt, daß die Kapseln möglichst direkt nach dem Eintritt in
die Mühle aufgebrochen werden, um sicherzustellen, daß am Ausgang der Mühle ein homogenes
Gemisch vorliegt.
[0021] Die in dem Mahlspalt zwischen dem Mahlkörper 22 und dem Gegenstück 26 gemischte Zweikomponentenmasse
wird durch einen Auslaßkanal 34 in Richtung des Pfeils c zu einem Werkzeug zum Auftragen
der Zweikomponentenmasse befördert.
[0022] Zur Verbesserung der Fördereigenschaften der Mühle ist der Auslaßkanal 34 an einem
kleineren Durchmesser des Mahlkörpers 22 angeordnet als der Zuführkanal 21.
[0023] Die in Fig. 2 dargestellte zweite Ausführungsform der Mühle weist entsprechend der
ersten Ausführungsform einen Mahlkörper 40 auf, der in einer Ausnehmung 41 eines Gehäuses
42 angeordnet ist. Die Ausnehmung 41 ist im wesentlichen zylindrisch ausgebildet,
wobei die im Innern des Gehäuses 42 angeordneten Stirnfläche 43 der Ausnehmung 41
bzgl. der Ausnehmung 41 konvex ausgebildet ist. Im zylindrischen Bereich der Ausnehmung
41 weist das Gehäuse 42 einen Zuführkanal 44 auf, der mit einem Vorratsbehälter verbunden
ist, in dem die vorgemischte Zweikomponentenmasse, deren eine Komponente verkapselt
ist, enthalten ist. Symmetrisch zur Mittelachse 45 des Gehäuses 42 ist ein Auslaßkanal
46 ausgebildet, dessen dem Mahlkörper 40 zugewandtes Ende in der konkaven Stirnfläche
43 der Ausnehmung 41 angeordnet ist. Der Auslaßkanal 46 ist konisch ausgebildet, wobei
der Durchmesser des Auslaßkanals 46 ausgehend von der Ausnehmung 41 nach außen zunimmt.
[0024] Der in der Ausnehmung 41 angeordnete Mahlkörper 40 ist im wesentlichen zylindrisch
ausgebildet, wobei der Durchmesser im zylindrischen Bereich des Mahlkörpers 40 kleiner
ist als der Durchmesser des zylindrischen Bereichs der Ausnehmung 41, so daß zwischen
dem Mahlkörper 40 und dem Gehäuse 42 eine Kammer 47 ausgebildet ist. Die in Richtung
des Auslaßkanals 46 weisenden Stirnfläche 50 des Mahlkörpers 40 ist konvex ausgebildet.
Der Krümmungsradius der konvexen Stirnfläche 50 des Mahlkörpers 40 ist kleiner als
der Krümmungsradius der konvexen Stirnfläche 43 der Ausnehmung 41, so daß zwischen
den beiden konvexen Stirnflächen 43,50 ein Mahlspalt ausgebildet ist, der sich in
Richtung des Auslaßkanals 46 verengt. Die Breite des Mahlspalts ist so wählbar, daß
er im äußeren Bereich des Mahlkörpers 40 größer ist als der durchschnittliche Kapseldurchmesser
und im inneren Bereich kleiner ist als der minimale Kapseldurchmesser. Dadurch entsteht
innerhalb des Mahlspalts zwischen den beiden konvexen Stirnflächen 43,50 eine Förderwirkung
in Richtung des Auslaßkanals 46.
[0025] Die Kammer 47 ist durch eine Dichtung 51 begrenzt, die zwischen dem Mahlkörper 40
und dem Gehäuse 42 angeordnet ist. Die Dichtung 51 wird in axialer Richtung durch
einen in Richtung der Kammer 47 weisenden Ansatz 52 des Mahlkörpers 40 und durch einen
auf der gegenüberliegenden Seite der Dichtung 51 angeordneten zylindrischen Fortsatz
53, der fest mit dem Mahlkörper 40 verbunden ist, gehalten. Der zylindrische Fortsatz
53 ist mit einer Welle 54 fest verbunden, die mittels eines Motors in Richtung des
Pfeils d drehbar ist. Somit kann der Mahlkörper 40 mittels des Motors gedreht werden.
[0026] Die Welle 54 ist in einer Aufnahmeeinrichtung 55 angeordnet. Die Aufnahmeeinrichtung
55 weist eine mit einem Innengewinde 56 versehene Öffnung 57 auf, deren Innendurchmesser
dem Außendurchmesser des zylindrischen Gehäuses 42 entspricht. Mittels eines an dem
zylindrischen Gehäuse 42 vorgesehenen Gewindes 60 ist das Gehäuse 42 über das Innengewinde
56 fest mit der Aufnahmeeinrichtung 55 verbunden. Ferner weist die Aufnahmeeinrichtung
55 einen Steg 61 mit einer runden Öffnung 62 auf, durch die die Welle 54 ragt. Auf
der dem zylindrischen Fortsatz 53 des Mahlkörpers 40 zugewandten Seite des Stegs 62
stützt sich ein Federpaket 63 ab, das gegen ein Axiallager 64 drückt, das in dem zylindrischen
Fortsatz 53 des Mahlkörpers 40 angeordnet ist. Durch das Federpaket 63 wird der Mahlkörper
40 in Richtung des Auslaßkanals 46 gedrückt, so daß auf die in dem Mahlspalt zwischen
den beiden konvexen Stirnflächen 43,50 vorhandenen Kapseln eine zum Aufbrechen der
Kapseln ausreichende Kraft ausgeübt wird. Zum Einstellen dieser Kraft kann der Abstand
zwischen dem zylindrischen Fortsatz 53 des Mahlkörpers 40 und dem Steg 62 der Aufnahmeeinrichtung
55 verändert werden, indem das Gehäuse 42 in die zylindrische Öffnung 57 der Aufnahmeeinrichtung
55 eingeschraubt oder herausgeschraubt wird.
[0027] Ferner ist mit der Welle 54 ein Vibrator verbunden, so daß die Welle 54 und damit
der mit der Welle 54 fest verbundene Mahlkörper 40 in Richtung des Pfeils e bewegt
werden kann. Durch die Bewegungen des Vibrators wird der Spalt zwischen den beiden
konvexen Stirnflächen 43,50 zyklisch verändert, so daß zum Aufbrechen der Kapseln
auf diese eine Druckkraft ausgeübt werden kann.
[0028] Zum Reinigen der Mühle kann das Gehäuse 42 beispielsweise vollständig aus der Aufnahmeeinrichtung
55 herausgeschraubt werden, so daß der Mahlkörper 40 aus der Ausnehmung 41 des Gehäuses
herausgezogen und die Ausnehmung 41 des Gehäuses gereinigt werden kann. Soll lediglich
vermieden werden, daß sich in dem Spalt zwischen den beiden konvexen Stirnflächen
43,50 aushärtbare Zweikomponentenmasse befindet, so ist es ausreichend, das Gehäuse
42 so weit aus der Aufnahmeinrichtung 55 herauszuschrauben, bis der Spalt zwischen
den beiden konvexen Stirnflächen 43,50 größer als der maximale Durchmesser der Kapsel
ist. Anschließend kann die in dem Spalt befindliche Menge aushärtender Zweikomponentenmasse
über den Auslaßkanal 46 aus der Mühle herausgedrückt werden, indem über den Zuführkanal
44 Komponentenmasse mit einer verkapselten Komponente in die Kammer 47 gepreßt wird.
1. Verfahren zum Bereitstellen und Verarbeiten einer Zweikomponentenmasse, deren Komponenten
unmittelbar vor dem Auftragen vermischt werden, bei welchem die Zweikomponentenmasse
eine der beiden Komponenten in verkapselter Form enthält und das Vermischen dadurch
erfolgt, daß die Zweikomponentenmasse einer Mühle zugeführt wird, in der die verkapselte
Komponente aufgebrochen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, bei welchem die Zweikomponentenmasse der Mühle kontinuierlich
unter Druck zugeführt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, bei welchem die Kapseln überwiegend durch Scherkräfte
aufgebrochen werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-3, bei welchem von einem Mahlkörper eine axiale
Stoßbewegung ausgeführt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-4, bei welchem mindestens eine Komponente der
Zweikomponentenmasse auf Epoxydharz oder auf Polyuretan oder auf Polyester oder auf
Acrylharz basiert.
6. Mühle mit einem in einer Kammer (26a,47) rotierenden Mahlkörper (22,40), einem in
die Kammer (26a,47) führenden Zuführkanal (21,44) und einem aus der Kammer (26a,47)
führenden Auslaßkanal (34,46), gekennzeichnet durch ihre Verwendung in einem Verfahren
nach einem der Ansprüche 1-5.
7. Mühle nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das dem Mahlkörper (22,40) zugewandte
Ende des Auslaßkanals (34,46) zu dem Mahlkörper (22,40) komplementär ist und so angeordnet
ist, daß zwischen dem Auslaßkanal (34,46) und dem Mahlkörper (22,40) ein enger Spalt
ausgebildet ist.
8. Mühle nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Mahlkörper (22,40) mit
einem Vibrator verbunden ist.
9. Mühle nach einem der Ansprüche 6-8, dadurch gekennzeichnet, daß der Auslaßkanal (34,46)
konisch ist.
10. Mühle nach einem der Ansprüche 6-9, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich des Auslaßkanals
(46) zwischen Mahlkörper (40) und Kammerinnenwand (43) ein sich in Richtung des Auslaßkanals
(46) verengender Mahlspalt vorgesehen ist.
11. Mühle nach einem der Ansprüche 6-10, dadurch gekennzeichnet, daß das dem Mahlkörper
(22,40) zugewandte Ende des Zuführkanals (21,44) zu dem Mahlkörper (22,40) komplementär
ist.
12. Mühle nach einem der Ansprüche 6-11, dadurch gekennzeichnet, daß der Mahlkörper (22)
in einer Ausnehmung eines Gegenstücks (26) derart angeordnet ist, daß zwischen dem
Mahlkörper (22) und dem Gegenstück (26) ein enger Mahlspalt ausgebildet ist.
13. Mühle nach einem der Ansprüche 6-12, dadurch gekennzeichnet, daß der Mahlkörper (22)
kegelstumpfförmig ist.
14. Mühle nach einem der Ansprüche 6-13, dadurch gekennzeichnet, daß der Auslaßkanal (34)
an einem kleineren Durchmesser des Mahlkörpers (22) angeordnet ist als der Zuführkanal
(21).
15. Mühle nach einem der Ansprüche 6-14, gekennzeichnet durch ihre Verwendung bei der
Kanalrohrsanierung, wobei die Mühle an einem Roboter vorsehbar ist.