[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Breithalten und Quetschen von insbesondere
Schlauch-Wirkware, mit den Merkmalen des Oberbegriffs von Anspruch 1 bzw. Anspruch
3.
[0002] Eine derartige Vorrichtung ist dafür vorgesehen, die Behandlungsflotte schonend und
ohne Bugmarkierungen zu hinterlassen aus der Schlauch-Wirkware auszuquetschen.
[0003] Aus der DE 41 23 477 C2 ist eine derartige Quetschvorrichtung bekannt, wobei nach
dieser Vorrichtung die Schlauch-Wirkware zwischen einem rotierbaren und im Durchmesser
verstellbaren inneren Quetschwalzensystem und einem rotierbaren äußeren Quetschwalzensystem
geführt wird. Der strukturelle Aufbau des inneren Quetschwalzensystems entspricht
dem eines Rundbreithalters gemäß der DE 37 32 754 C1. Allerdings ist bei der Vorrichtung
nach der DE 41 23 477 C2 an den freien Enden der Abstützungen anstelle von Längsführungselementen
jeweils ein Quetschwalzenpaar angeordnet.
[0004] Jedes Quetschwalzenpaar des inneren Systems bildet zusammen mit einer Quetschwalze
des äußeren Systems ein sogenanntes Teilquetschwerk. Beim Abquetschen der Schlauchware
greift zwischen die Quetschwalzen jedes Quetschwalzenpaares jeweils eine drehangetriebene
Quetschwalze des äußeren Systems gesteuert ein. Die Behandlungsflotte wird auf diese
Weise weitgehend aus der Schlauch-Wirkware gequetscht. Die Ware wird durch eine Breithalteeinrichtung
in ihrem Querschnitt breitgehalten, wobei die Breithalteeinrichtung unten und oben
mit Rollenköpfen versehen ist, die in zugeordneten Fixierrollen gelagert sind. Die
Rollenköpfe dienen zur Fixierung der Lage der Breithalteeinrichtung und zu deren motorischer
Breitenverstellung durch eine Hubvorrichtung, mit der die Lagerung des unteren Rollenkopfes
in Verbindung steht.
[0005] Dieses System hat den Nachteil, daß die Ware nach dem Ausquetschen durch die Quetschwerke
den oberen Rollerkopf passieren muß, in dem es zu unregelmäßigen Druckbelastungen
zwischen Rollenkopf und Fixierrolle kommen kann, die sich nachteilig auf die Gleichmäßigkeit
der Warenqualität auswirken können.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Rundquetschwerk der eingangs genannten Art derart
weiterzubilden, daß die Schlauch-Wirkware nach dem Ausquetschen keinen weiteren, für
die Gleichmäßigkeit der Warenqualität schädlichen Druckbelastungen ausgesetzt wird.
[0007] In einer ersten Ausführungsform gemäß Anspruch 1 wird diese Aufgabe dadurch gelöst,
daß die Breithalteeinrichtung 8 allein durch die Quetschwerke 13 in ihrer horizontalen
Lage fixiert ist, und daß das Innenrohr 19b des Trägers 19 über ein Drehlager 22 mit
Stützrollen 9 verbunden ist, wobei zur vertikalen Lageverstellung der Einrichtung
8 die Stützrollen 9 in Fixierrollen 10 einer Hubvorrichtung 17 gelagert sind.
[0008] In einer zweiten Ausführungsform gemäß Anspruch 3 ist vorgesehen, daß die Breithalteeinrichtung
8 allein durch die Quetschwerke 13 in ihrer horizontalen Lage fixiert ist und getragen
wird, und daß wenigstens im oberen Bereich des Außenrohrs 19a des Trägers 19 eine
Kolben-Zylindereinheit mit Kolbenstange angeordnet ist, die in Richtung des Doppelpfeiles
18 wirksam ist. Das freie Ende der Kolbenstange ist gelenkig mit den oberen Abstützungen
20a der Breithalteeinrichtung 8 verbunden. Dadurch kann die Breitenverstellung der
Breithalteeinrichtung 8 erfolgen.
[0009] Mit der erfindungsgemäßen Lösung wird in vorteilhafter Weise erreicht, daß die Ware
nach dem Ausquetschen ungehindert abgezogen werden kann, d.h. diese muß nicht mehr
über einen Breithalterkopf geführt werden, so daß die Gleichmäßigkeit der Warenqualität
gewährleistet ist.
[0010] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnung dargestellt. Es zeigen:
- Figur 1 :
- eine Seitenansicht der Vorrichtung nach dem Stand der Technik;
- Fiugren 1a, 1b:
- einen horizontalten Schnitt durch die Mitte der Vorrichtung nach dem Stand der Technik;
- Figur 2:
- eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung in einer ersten Ausführungsform;
- Figur 3:
- eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung gemäß Figur 2 in einer abgewandelten
Ausführungsform;
- Figur 4:
- eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung in einer zweiten Ausführungsform;
- Figur 5:
- eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung gemäß Figur 4 in einer abgewandelten
Ausführungsform.
[0011] Zum besseren Verständnis der erfindungsgemäßen Lösung und der Vorrichtung insgesamt
ist eine Rundquetschvorrichtung nach dem Stand der Technik in den Figuren 1, 1a und
1b dargestellt. Die Hauptmerkmale eines derartigen bekannten Rundquetschwerks finden
sich bei den erfindungsgemäßen Vorrichtung wieder.
[0012] Die Schlauchware 1 gelangt, getränkt in einer Behandlungsflotte, von unten zu einem
unteren Breithalterkopf 11, bestehend aus paarweise angeordneten Fixierrollen 10 und
diesen paarweise zugeordneten Stützrollen 9. Die Ware 1 läuft zwischen den Stützrollen
9 und den Fixierrollen 10 hindurch und wird von der Breithalteeinrichtung 8 mit Hilfe
von Ausbreitrollen 12 ausgebreitet und durch einzelne Quetschwerke 13 derart geführt,
daß die Flotte nach unten in einen Auffangbehälter (nicht gezeigt) ablaufen kann.
[0013] Nach dem Ausquetschen passiert die Ware 1 einen oberen Breithalterkopf 15, bestehend
aus einem Stützrollenpaar 16 und einem Fixierrollenpaar 14, und wird nach dem Durchlaufen
des Breithalterkopfes 15 in flach ausgebreiteter Form von einer angetriebenen Walzen-Anordnung
(nicht gezeigt), die im oberen Bereich des Gestells 5 vorgesehen ist, abgezogen.
[0014] Im unteren Teil des Gestells 5 ist eine nicht dargestellte Trag- und Hubvorrichtung
17 für das Rundquetschwerk vorgesehen. Die Hubvorrichtung 17 kann in Richtung des
Doppelpfeiles 18 den unteren Breithalterkopf 11 anheben oder absenken. Damit kann
die den unteren Breithalterkopf 11 tragende Vorrichtung 17 das untere teleskopartig
ausgebildete Innenrohr 19b des zentralen Trägers 19, an dem die Abstützungen 20b angelenkt
sind, in der Höhe verstellen. An den freien Enden der Abstützungen 20a,20b,21 ist
jeweils eine Ausbreitrolle 12 angebracht.
[0015] Der zentrale Träger 19 besteht aus einem Außenrohr 19a und einem in dem Außenrohr
19a teleskopartig verschiebbaren Innerrohr 19b. Das freie Ende des Außenrohres 19a
ist mit dem oberen Breithalterkopf 15 und das freie Ende des Innenrohres 19b mit dem
unteren Breithalterkopf 11 über jeweils ein Drehlager 22 verbunden. Die Breithalte-
und Quetscheinrichtung ist damit zwischen den beiden Breithalterköpfen 11, 15 rotierbar
gehalten.
[0016] Die inneren Quetschwalzen 26 der einzelnen Quetschwerke 13 sind stationär und an
dem Teleskoprohr 19a des zentralen Trägers 19 in entsprechenden Walzenaufnahmen 24,
25 drehend gelagert.
[0017] Die Anordnung der einzelnen Quetschwalzen 26 mit der zugehörigen drehangetriebenen
Quetschwalze 23 ist ebenfalls aus Figur 1 ersichtlich. Die auszuquetschende Schlauch-Wirkware
1 ist zum einen über die Ausbreitrollen 12 und zum anderen durch einen einstellbaren
Quetschspalt in jedem Quetschwerk 13 geführt. Der Quetschspalt und damit auch die
auf die Schlauch-Wirkware 1 wirkende Quetschkraft F ist mittels der die jeweilige
Quetschwalze 23 tragenden Kolben-Zylindereinheit 27 einstellbar.
[0018] Die einzelnen Quetschwalzen 23 sind an ihren freien Enden mit der Kolbenstange der
Kolben-Zylindereinheit 27 verbunden. Die Kolben-Zylindereinheiten 27 fungieren dabei
sowohl als Tragorgan für die Quetschwalzen 23 als auch als Mittel zur Erzeugung der
erforderlichen Quetschkraft F.
[0019] Die an den oberen und unteren Enden der Quetschwalze 23 angreifenden Kolben-Zylindereinheiten
27 sind in bekannter Weise mit einem drehangetriebenen Lagerring-Paar 28 verbunden.
Das Lagerring-Paar ist in einen Gestell 5 aufgenommen.
[0020] Mit den vertikalen Trägern 5a des Gestells 5 sind Querträger 5b verbunden, welche
Lagerrollen 30 aufnehmen, die die drehangetriebenen Lagerringe 28, 29 unterstützen.
Auf den Antrieb der Lagerringe durch Antriebsmotoren 2 und 3 soll hier nicht im einzelnen
eingegangen werden, da das Antriebsprinzip bereits in der vorbekannten DE 41 23 477
C2 ausführlich beschrieben wurde.
[0021] In Figur 2 ist eine erste Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung gezeigt.
Im Prinzip entspricht die Anordnung der Anordnung gemäß Figur 1, wobei jedoch ein
oberer Breithalterkopfnicht vorgesehen ist. Die horizontale Fixierung der Breithalteeinrichtung
8 wird weitgehend von den Quetschwerken 13 übernommen. Das Eigengewicht des Breithalters
wird durch einen unterhalb der Breithalteeinrichtung 8 angebrachten stationären Rollenkopf
31 übernommen, der in Fixierrollen 32 gelagert ist. Der Rollenkopf 31 ist über ein
Drehlager 22 mit dem Außenrohr 19a des Trägers 19, an dem die Abstützungen 20b, 21
angelenkt sind, verbunden. Das Innenrohr 19b des Trägers 19, an dem die Abstützungen
20a angelenkt sind, ist durch eine innerhalb des zentralgen Trägers 19 geführte Stange
36, die im Detail nicht dargestellt ist, mit dem unteren Breithalterkopf 11 verbunden,
der Teil der bereits erwähnten motorischen Verstell- oder Hubvorrichtung 17 ist, durch
welche die Breitenverstellung des Breithalters 8 erfolgt.
[0022] Figur 3 zeigt eine gegenüber Figur 2 abgewandelte Ausführung, wobei hier der Übersicht
halber die Quetschwerke und die Ausbreitrollen in eine Ebene geklappt sind. Sie sind
jedoch rundum gleichmäßig verteilt und mehrfach vorhanden, wie in den Figuren 1a und
1b dargestellt.
[0023] Gemäß dieser Ausführungsform wird auf einen zusätzlichen Rollenkopf 31 zur Aufnahme
des Eigengewichts der Breithalteeinrichtung 8 verzichtet. Der zentrale Breithalter
8 wird durch die Quetschwerke 13 in der horizontalen Lage fixiert und das Eigengewicht
des Breithalters durch eine leichte Schrägstellung (V-Stellung) der Quetschwalzen
23a, 26a in einem Winkel α ebenfalls von den Quetschwerken übernommen. Der Breithalter
8 hängt also frei in den äußeren Quetschwalzen 23a. Ein Rollenkopf zur Fixierung und
zur Aufnahme des Eigengewichts des Breithalters 8 ist nicht mehr notwendig.
[0024] Zur motorischen Breitenverstellung des Breithalters ist in bekannter Weise eine Hubvorrichtung
17 mit Fixierrollen 10 vorgesehen, in welchen der Rollenkopf 11 gelagert ist, wobei
der Rollenkopf 11 über ein Drehlager 22 mit dem Innenrohr 19b des Trägers 19 verbunden
ist.
[0025] Durch die Schrägstellung der Quetschwalzen 23a, 26a im Winkel α ist der Umfang der
Ware 1 im unteren Bereich des Quetschwerks etwas kleiner als oben. Dies kann den gleichmäßigen
Transport der Ware stören, so daß die Breitenunterschiede durch eine entsprechende
gegensätzliche Schrägstellung der Ausbreitrollen 12 in einem Winkel β ausgeglichen
werden. Die Schlauch-Wirkware 1 wird nach dem Quetschen über eine Walze 34 nach oben
abgezogen, ohne daß weitere, unerwünschte Drücke auf die Ware wirken.
[0026] Figur 4 zeigt eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung, wobei
wiederum die Quetschwerke und die Ausbreitrollen in eine Ebene geklappt sind. Diese
Anordnung entspricht im wesentlichen der Anordnung gemäß Figur 3, verzichtet jedoch
ganz auf den Breithalterkopf 11 und die Hubvorrichtung 17 zur Breitenverstellung der
Breithalteeinrichtng 8.
[0027] Die Breithalteeinrichtung 8 hängt frei in den äußeren Quetschwalzen 23a. Im oberen
Bereich der Breithalteeinrichtung ist im Außenrohr 19a des Trägers 19 eine Kolben-Zylindereinheit
angeordnet, deren Kolbenstange 33 gelenkig mit den oberen Abstützungen 20a der Breithalteeinrichtung
8 verbunden ist. Durch vertikale Bewegung der mit dem Zylinderkolben verbundenen Kolbenstange
in den Richtungen 18, werden die Abstützungen 20a mehr oder weniger nach oben gezogen
und dadurch die Breite der Breithalteeinrichtung 8 verstellt.
[0028] Figur 5 zeigt wieder die Quetschwerke und die Ausbreitrollen in eine Ebene geklappt.
In den Anordnungen gemäß Figuren 3 und 4 kann es vorkommen, daß die Breithalteeinrichtung
bei zu starker Schrägstellung der Quetschwerke unter dem Druck der Ware hochsteigt,
was natürlich nicht erwünscht ist.
[0029] Um dieses zu verhindern ist es nun vorgesehen, die Quetschwerke in vertikaler Richtung
in zwei Gruppen aufzuteilen. Es sind nun zwei Sätze von Quetschwerken, bestehend aus
Quetschwalzen 23b,26b bzw. 23c,26c, vertikal übereinander angeordnet, von denen die
unteren Quetschwalzen 23c,26c in V-Stellung und die oberen Quetschwalzen 23b,26b in
gegensätzlicher Stellung (umgekehrter V-Stellung) angebracht sind. Dazu ist eine zusätzliche
Walzenaufnahme 35 in der Mitte der Anordnung vorgesehen, welche die beiden Quetschwalzen
26b,26c aufnimmt. Gleichzeitig ist eine zusätzliche Kolben-Zylindereinheit 27a vorgesehen,
an welcher die beiden Quetschwalzen 23b,23c drehangetrieben befestigt sind. Durch
die sich "aufhebende" Schrägstellung der Walzensätze 23b,26b und 23c,26c wird die
Breithalteeinrichtung 8 in den Quetschwerken in allen Richtungen fixiert. Eine zusätzliche
Schrägstellung der Ausbreitrollen 12 ist nicht mehr notwendig.
ZEICHNUNGS-LEGENDE
[0030]
- 01
- Schlauchware
- 02
- Antriebsmotor
- 03
- Antriebsmotor
- 04
- Antriebsriemen
- 05
- Gestell
- 05a
- Längsträger
- 05b
- Querträger
- 08
- Breithalteeinrichtung
- 09
- Stützrollen
- 10
- Fixierrollen
- 11
- Breithalterkopf
- 12
- Ausbreitrolle
- 13
- Quetschwerk
- 14
- Fixierrolle
- 15
- Breithalterkopf
- 16
- Stützrollen
- 17
- Hubvorrichtung
- 18
- Doppelpfeil
- 19
- Träger
- 19a
- Außenrohr
- 19b
- Innenrohr
- 20
- Abstützung
- 21
- Abstützung
- 22
- Drehlager
- 23
- Quetschwalze, 23a, 23b
- 24
- Walzenaufnahme
- 25
- Walzenaufnahme
- 26
- Quetschwalze, 26a, 26b
- 27
- Kolben-Zylindereinheit
- 28
- Lagerring
- 29
- Lagerring
- 30
- Lagerrolle
- 31
- Rollenkopf
- 32
- Fixierrollen
- 33
- Kolbenstange
- 34
- Walze
- 35
- Walzenaufnahme
- 36
- Stange
- α
- Winkelstellung
- β
- Winkelstellung
- F
- Quetschkraft
1. Vorrichtung zum Breithalten und Quetschen von Schlauch-Wirkware bestehend aus:
a) einem Gestell (5,5a,5b) mit mehreren in horizontaler Eben angeordneten, drehangetriebenen
Lagerringen (28,29),
b) einer drehbaren Breithalteeinrichtung (8), bestehend aus einem zentralen Träger
(19), der aus einem Außenrohr (19a) und einem im Außenrohr teleskopartig verschiebbaren
Innenrohr (19b) besteht, wobei am Träger (19) radial spreizbare Abstützungen (20,21)
angelenkt sind, deren freie Enden mit einer Ausbreitrolle (12) verbunden sind,
c) mehreren um den Träger (19) angeordneten Quetschwerken (13), bestehend aus jeweils
wenigstens zwei inneren Quetschwalzen (26), die in am Träger (19) befestigten Walzenaufnahmen
(24,25) gelagert sind, und jeweils wenigstens einer äußeren Quetschwalze (23), die
mit den inneren Quetschwalzen (26) zusammenwirkt und über Kolben-Zylindereinheiten
(27) mit den Lagerringen (28) in Verbindung stehen, dadurch gekennzeichnet, daß
d) die Breithalteeinrichtung (8) allein durch die Quetschwerke (13) in ihrer horizontalen
Lage fixiert ist, und
e) das Innenrohr (19b) des Trägers (19) über ein Drehlager (22) mit Stützrollen (9)
verbunden ist, wobei die Stützrollen zur vertikalen Lageverstellung der Breithalteeinrichtung
(8) in Fixierrollen (10) einer Hubvorrichtung (17) gelagert sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Drehlager (22) mit den Stützrollen (9) ein weiterer Rollenkopf
(31) angeordnet ist, der in mit den Stützrollen verbundenen Fixierrollen (32) gelagert
ist.
3. Vorrichtung zum Breithalten und Quetschen von Schlauch-Wirkware bestehend aus:
a) einem Gestell (5,5a,5b) mit mehreren in horizontaler Ebene angeordneten, drehangetriebenen
Lagerringen (28,29),
b) einer drehbaren Breithalteeinrichtung (8), bestehend aus einem zentralen Träger
(19), der aus einem Außenrohr (19a) und einem im Außenrohr teleskopartig verschiebbaren
Innenrohr (19b) besteht, wobei am Träger (19) radial spreizbare Abstützungen (20,21)
angelenkt sind, deren freie Enden mit einer Ausbreitrolle (12) verbunden sind,
c) mehreren um den Träger (19) angeordneten Quetschwerken (13), bestehend aus jeweils
wenigstens zwei inneren Quetschwalzen (26), die in am Träger (19) befestigten Walzenaufnahmen
(24,25) gelagert sind, und aus jeweils wenigstens einer äußeren Quetschwalze (23),
die mit den inneren Quetschwalzen (26) zusammenwirkt und über Kolben-Zylindereinheiten
(27) mit den Lagerringen (28) in Verbindung stehen,
dadurch gekennzeichnet, daß
d) die Breithalteeinrichtung (8) allein durch die Quetschwerke (13) in ihrer horizontalen
Lage fixiert ist und getragen wird, und
e) im oberen Bereich des Außenrohrs (19a) des Trägers (19) eine Kolben-Zylindereinheit
angeordnet ist, deren Kolbenstange (33) in Richtung des Doppelpfeiles (18) beweglich
ist und die gelenkig mit den oberen Abstützungen (20a) der Breithalteeinrichtung (8)
verbunden ist und dadurch eine Verstellung der Breithalteeinrichtung erfolgen kann.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Quetschwalzen (23a,26a) bezüglich der Vertikalen in einem Winkel (α) schräggestellt
sind.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausbreitrollen (12) bezüglich der Vertikalen in einem zum Winkel (α) entgegengesetzten
Winkel (β) schräggestellt sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Sätze von Quetschwerken (23b,26b; 23c,26c) vertikal übereinander angeordnet
sind, wobei die inneren Quetschwalzen (26b,26c) in am Träger (19) angeordneten Walzenaufnahmen
(24,25,35) drehbar gelagert sind und die äußeren Quetschwalzen (23b,23c) an zugeordneten
Kolben-Zylindereinheiten (27,27a) drehangetrieben gelagert sind.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die unteren Walzenpaare (23c, 26c) bezüglich der Vertikalen in einem Winkel
(α) schräggestellt sind und die oberen Walzenpaare (23b,26b) im gleichen, aber entgegengesetzt
gerichteten Winkel (α) schräggestellt sind.