[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Sanitäranordnung gemäß den im Oberbegriff des
Patentanspruchs 1 angegebenen Merkmalen.
[0002] Aus der französischen Anmeldung gemäß FR-A-2 214 795 ist eine derartige Sanitäranordnung
mit einem Installationselement bekannt, welches Leitungen für Frischwasser, sei es
kaltes oder warmes Wasser, sowie Rohre für Abwasser enthält. Das Installationselement,
welches auch als Installationsblock oder Installationsmodul bezeichnet werden kann,
enthält ferner Befestigungselemente und Armaturen für Waschbecken, WC-Schüsseln, Bidet
oder Badewannen. Das Installationselement der vorbekannten Sanitäranordnung besitzt
einen im wesentlichen quadratischen Grundriß und ermöglicht an seinen vier Seitenflächen
bedarfsweise die Anordnung des Waschbeckens, der Badewanne oder des Bidets. Die Armatur
für das Waschbecken ist an der Seitenwand des Installationselements angeordnet, welches
oben einen Schrank mit einem Spiegel, Ablageflächen oder dergleichen aufweist. Das
an der Seitenwand des Installationselements befestigte Waschbecken ragt entsprechend
seiner Tiefe von der Seitenwand des Installationselements ab, so daß ein nicht unerheblicher
Platzbedarf vor allem im Hinblick auf die Gesamttiefe von Waschbecken und Installationselement
zu berücksichtigen ist. In kleinen Badezimmern mit geringer Stell- bzw. Grundfläche
ist der Einsatz dieser Sanitäranordnung nicht ohne weiteres möglich.
[0003] Ferner ist aus dem österreichischen Patent gemäß AT-B-172 460 eine Sanitäranordnung
mit einem Installationselement bekannt, welches eine rechteckförmige Grundfläche aufweist.
Das Sanitärelement ist mit einer Schmalseite an einer Raumwand eines Badezimmers befestigt
und an den einander gegenüberliegenden Längsseiten sind zum einen nebeneinander die
Badewanne und das Waschbecken und zum anderen nebeneinander die WC-Schüssel und das
Bidet angeordnet. Die Breite des Installationselements ist vergleichsweise groß und
das Installationselement ragt weit in das Badezimmer hinein, so daß der Einsatz in
engen bzw. kleinen Badezimmern nicht ohne weiters möglich ist.
[0004] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die Sanitäranordnung der genannten
Art dahingehend weiterzubilden, daß bei geringem Platzbedarf mit dem Installationselement
verschiedene Sanitärbauteile kombiniert werden können. Die Sanitäranordnung soll insbesondere
in kleinen Badezimmern oder Duschräumen zum Einsatz gelangen und eine hohe Flexibilität
hinsichtlich der Anschlußmöglichkeiten der gewünschten Sanitärbauteile aufweisen.
Die Verbindung mit Badewannen oder Duschwannen sowie korrespondierenden Duschtrennwänden
soll problemlos durchführbar sein.
[0005] Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt gemäß den im Patentanspruch 1 angegebenen Merkmalen.
[0006] Die vorgeschlagene Sanitäranordnung zeichnet sich durch eine hohe Funktionalität
aus und ermöglicht die Anordnung unterschiedlicher Sanitärbauteile wie Waschbecken,
WC-Schüssel, Wanne und Duschabtrennung auf kleinstem Raum. Das Installationselement
besitzt eine rechteckförmige Grundfläche und ist selbsttragend ausgebildet und für
den freistehenden Aufbau geeignet. Das Waschbecken in zweckmäßiger Weise im Bereich
der einen Schmalseite des Installationselements angeordnet und teilweise in dieses
integriert. An der einen Brustseite des Installationselements, welches einen rechteckförmigen
Grundriß aufweist, ist wahlweise eine WC-Schüssel oder ein Bidet angeordnet, während
an der anderen Brustseite eine Wanne, und zwar wahlweise eine Badewanne oder eine
Duschwanne, mit zugehörender Armatur angeordnet ist. Durch die Anordnung des Waschbeckens
an der einen Schmalseite, zweckmäßig in einem Eckbereich, wird eine optimale Raumausnutzung
ermöglicht. Oben auf dem Installationselement ist eine Abdeckplatte oder eine Abdeckung
angeordnet, wobei die Oberkante des Waschbeckens in zweckmäßiger Weise bündig mit
der Oberfläche der Abdeckplatte ausgebildet ist. So schließt das teilweise in das
Installationselement integrierte Waschbecken nahtlos an die Abdeckplatte an, wodurch
nicht nur ein ansprechendes Design, sondern insgesamt eine hygienische und leicht
zu reinigende Anordnung geschaffen ist. Die Armatur für das Waschbecken bzw. die Armaturenanschlüsse
sind in zweckmäßiger Weise der Oberfläche des Installationselements angeordnet. Die
Waschbecken-Armatur ist somit auf der genannten Abdeckplatte angeordnet, welche eine
großzügige Ablagefläche neben dem Waschbecken somit bildet. Das Waschbecken weist
bevorzugt eine runde oder ovale Form auf und ist in zweckmäßiger Weise im Eckbereich
der frei in das Bade- oder Duschzimmer hineinragenden Schmalseite des Installationselements
angeordnet. Durch die teilweise Integration des Waschbeckens ragt dieses dennoch nicht
allzuweit in das Bade- oder Duschzimmer hinein, so daß für einen Benutzer auch bei
kleiner Grundfläche des Badezimmers ein großer Bewegungsfreiraum verbleibt.
[0007] Das Installationselement enthält nicht nur auf einer Seite, sondern an wenigstens
zwei Seiten die Anschlußteile für unterschiedliche Sanitärbauteile. So sind beispielsweise
an der einen Seite die Anschlüsse für eine WC-Schüssel vorgesehen und an der gegenüberliegenden
Seite die Anschlüsse für die Armatur einer Badewanne oder einer Dusche. Das Installationselement
ist als ein weitestgehend freistehender Block, vorzugsweise mit rechteckförmiger,
kastenartiger Außenkontur ausgebildet. Zweckmäßig ist eine der Schmalseiten der Wand
eines Badezimmers oder Duschraumes zugeordnet, so daß die vergleichsweise breiten
Vorder- und Rückseiten frei im Raum und im wesentlichen orthogonal zur Raumwand angeordnet
sind. An den Breitseiten bzw. den Vorder- und Rückseiten können somit die gewünschten
Sanitärbauteile angeordnet werden. Das Installationselement ist mit Platten, vorzugsweise
aus Glas, abgedeckt, wodurch ein ansprechendes Design gewährleistet ist und die Anpassung
an die geforderte Inneneinrichtung des Badezimmers problemlos gewährleistet ist. In
zweckmäßiger Weise wird auf der der Wanne zugewandten Breitseite des Installationselements
eine Platte, insbesondere eine Glasplatte angeordnet, welche als Spritzschutz dient
und/oder Bestandteil einer Duschabtrennung ist. Diese Platte besitzt im Bereich der
Anschlüsse der Armatur Öffnungen für den Anschluß von Wasserleitungen.
[0008] Weiterbildungen und besondere Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
sowie der weiteren Beschreibung angegeben.
[0009] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele
näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Aufsicht auf die erfindungsgemäße Sanitäranordnung,
- Fig. 2
- eine perspektivische Ansicht einer weiteren Ausgestaltung,
- Fig. 3
- eine Ansicht des Installationselements mit Waschbecken,
- Fig. 4
- eine Ansicht des Installationselements entsprechend Fig. 3 in Kombination mit einer
Duschwanne und einer Platte als Spritzschutz,
- Fig. 5
- eine Aufsicht auf eine weitere Ausführungsform der Sanitäranordnung.
[0010] Fig. 1 zeigt in einer Aufsicht die Sanitäranordnung mit einem Installationselement
2, welches einen rechteckförmigen Grundriß aufweist und mit einer Schmalseite 4 an
einer Raumwand 6 eines Dusch- oder Badezimmers befestigt ist. Das Installationselement
2 ist auf dem Boden des Dusch- oder Baderaumes 8 freistehend montiert und enthält
im Bereich seiner zweiten frei in den Raum 8 hineinragenden Schmalseite 5 ein Waschbecken
10. Das Installationselement 2 ist derart ausgebildet, daß es das Waschbecken 10 ebenso
wie eine WC-Schüssel 12, welche an der einen Breitseite oder Vorderseite 14 montiert
ist, funktionssicher aufnehmen kann. In zweckmäßiger Weise enthält das Installationselement
2 die Leitungen samt Anschlüssen für Frischwasser, sei es Warmwasser oder Kaltwasser,
welches über eine hier nicht weiter dargestellte Armatur dem Waschbecken 10 zuführbar
ist. Des weiteren enthält das Installationselement einen Spülkasten 26 und zugeordnete
Wasseranschlüsse für die WC-Schüssel 12. Im Bereich der anderen Breitseite oder Rückseite
16 des Installationselements ist eine Duschwanne 18 angeordnet. Das Waschbecken 10
ist an der freien Schmalseite 5 des Installationselements 2 angeordnet und teilweise
in dieses integriert. An der einen Breitseite bzw. Vorderseite 14 des Installationselements
ist die WC-Schüssel 12 angeordnet und ersichtlich ist in Kombination mit dem im Endbereich
der einen Schmalseite 5 angeordneten Waschbecken 10 ein recht geringer Platzbedarf
erforderlich.
[0011] Mit strichpunktierten Linien 20, 22 sind Leitungen für Warmwasser und Kaltwasser
angedeutet, welche zu Anschlüssen 22, 23 des Waschbeckens 10 sowie Anschlüssen 24,
25 für eine Armatur der Duschwanne 18 geführt sind. Ferner ist die Kaltwasserleitung
21 mit einem Spülkasten verbunden, welchem in bekannter Weise ein Auslaßventil 28
zum Auslösen eines Spülvorganges zugeordnet ist. Des weiteren enthält das Installationselement
2 ein Abflußrohr 30, zum Ableiten des in den genannten drei Sanitärbauteilen, nämlich
Waschbecken 10, WC-Schüssel 12 und Duschwanne 18 abzuleitende Abwasser. Dem Abflußrohr
30 sind im Installationselement 2 geeignete Anschlüsse für die genannten Sanitärbauteile
zugeordnet.
[0012] Im Gegensatz zu vorbekannten Anordnungen ist das Waschbecken 10 nicht an einer Breit-
oder Längsseite des Installationsblocks oder Installationselements 2 angeordnet, sondern
an der freien Schmalseite 5, und zwar insbesondere in dem Eckbereich, welcher der
WC-Schüssel 12 zugewandt ist. Es sei hier festgehalten, daß anstelle der WC-Schüssel
12 alternativ im Rahmen der Erfindung ein Bidet vorgesehen sein kann. Das Waschbecken
10 steht mit einer vorgegebenen Tiefe 31 über die eine Breitseite bzw. die Vorderseite
14 vor. Der andere Teil des Waschbeckens 10 liegt im Rahmen dieser Erfindung hingegen
hinter der genannten Breitseite bzw. Vorderseite 14 des Installationselements 2. Durch
die teilweise Integration des Waschbeckens in den Bereich des Installationselements
wird in zweckmäßiger Weise eine optimale Platz- und Raumausnutzung erreicht. Des weiteren
steht das Waschbecken 10 mit einem Überstand 32 über die Schmalseite 5 des Installationselements
vor. Unter dem derart im Eckbereich des Sanitärelements angeordneten Waschbecken 10
ist somit ein großzügiger freier Raum vorhanden, so daß ein Benutzer nahe an den Waschbeckenrand
herantreten kann und gleichwohl seine Füße an das Installationselement 2 nicht anstoßen.
[0013] Fig. 2 zeigt eine weitere Ausgestaltung, gemäß welcher dem Installationselement 2
zum einen das bereits erläuterte Waschbecken 10 und zum anderen anstelle der Duschwanne
eine Badewanne 33 zugeordnet ist. Am Installationselement 2 ist eine Armatur 34 für
Frischwasser angeordnet, welche an die genannten Anschlüsse für Frischwasser angeschlossen
ist. Das Waschbecken 10 ist zweckmäßig einteilig mit einer Abdeckung 36 ausgebildet,
welche plattenförmig oben auf dem Installationselement 2 befestigt ist. Die Oberkante
11 des Waschbeckens 10 bzw. dessen Randes liegt in besonders zweckmäßiger Weise bündig
mit der Oberfläche der Abdeckung oder Abdeckplatte 36. Das Waschbecken 11 und die
Abdeckplatte 36 bestehen in zweckmäßiger Weise aus dem gleichen Material. Darüberhinaus
hat sich die einteilige Ausbildung und gegenseitige Integration des Waschbeckens 10
und der Abdeckplatte 36 als besonders zweckmäßig erwiesen. Zur Raumwand schließt sich
eine weitere, gleichfalls oben auf dem Installationselement 2 befestigte Abdeckung
37 an. Die Abdeckung 36 mit dem Waschbecken 10 ist vorzugsweise quadratisch ausgebildet,
so daß durch einfaches Drehen um 90° das Waschbecken an der anderen Ecke, welche hier
der Badewanne 32 zugekehrt ist, angeordnet werden kann. Die Kanten 35 und 35' sind
im wesentlichen gleich lang. Wesentlich ist, daß unterhalb des Waschbeckens 10 das
Installationselement 2 oder ein mit demInstallationsinstrument 2 verbundener Schrank
eine Ausnehmung 40 aufweist. In diese Ausnehmung 40 greift das Waschbecken 10 teilweise
ein. Alternativ können im Rahmen der Erfindung die Abdeckungen 36, 37 auch einteilig
aus einem einzigen Stück bestehen, wobei in zweckmäßiger Weise ferner das Waschbecken
10 in dieses eine Bauteil integriert ist. Durch diese einteilige integrierte Ausgestaltung
wird durch Vermeidung von Trennfugen eine besonders hygienische und praxisgerechte
Konstruktion gewährleistet.
[0014] Das Installationselement ist in zweckmäßiger Weise an den sichtbaren Oberflächen
mit Platten 38, 39 verkleidet. Es versteht sich, daß auch auf der anderen Seite, welche
der Badewanne 32 gegenüberliegt und an welcher insbesondere die WC-Schüssel oder das
Bidet angeordnet ist, eine weitere Platte zugeordnet ist. Diese Verkleidungsplatten
bestehen vorteilhaft aus Glas, welches durch entsprechende Bearbeitung der Rückseite
oder Ausbildung als Spiegel die Einzelteile des Installationselements 2 nach außen
hin abdeckt. Die Verkleidungsplatte 38 enthält für die Wasseranschlüsse der Armatur
34 korrespondierende Durchbrechungen. Dies gilt entsprechend auch für die an der gegenüberliegenden
Längsseite vorgesehene Platte oder Verkleidung für die dort vorgesehene WC-Schüssel
bzw. das Bidet.
[0015] Fig. 3 zeigt ohne Badewanne das Installationselement 2 mit der Badewannenarmatur
34. Die Tiefe 41 des Installationselements 2 liegt bevorzugt im Bereich von 20 bis
30 cm. Das Installationselement 2 besitzt eine Höhe 42, welche zweckmäßig im Bereich
zwischen 70 und 100 cm, vorzugsweise zwischen 80 und 90 cm, beträgt. Bei dem hier
dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Gesamtbreite 44 gegenüber Fig. 2 vergrößert,
da unterhalb des Waschbeckens 10 ein Teil der Platten bzw. Verkleidung Bestandteil
einer Tür 46 sind, welche gemäß Pfeil 48 aufgeschwenkt werden kann. Ferner kann zumindest
teilweise unterhalb des Waschbeckens 10 ein mit dem Installationselement verbundener
Schrank vorgesehen sein, dessen Tür in der erläuterten Weise aufgeschwenkt werden
kann. Der Raum unterhalb des Waschbeckens 10 und das dort vorgesehene Abflußsyphon
ist somit problemlos zugänglich. Des weiteren kann mittels der Tür 46 ein kleines
integriertes Regal verschlossen werden. Die Gesamtbreite liegt bei dieser Ausführungsform
mit Tür und Regal in der Größenordnung von 100 cm, während die Breite des Installationsbauteils
allein im Rahmen der Erfindung im Bereich zwischen 70 und 90 cm vorgegeben ist. Durch
die Wahl und Vorgabe der Verkleidung, vor allem in Kombination mit der genannten Tür
46, kann die Gesamtbreite ohne besonderen Aufwand den Erfordernissen entsprechend
vorgegeben werden.
[0016] Dem Waschbecken 10 ist eine zweite, hier nur schematisch angedeutete Armatur 49 zugeordnet.
Diese zweite Armatur 49 ist als Waschtischarmatur und/oder Mischbatterie ausgebildet
und enthält in bekannter Weise die notwendigen Ventile mit Einstellhähnen für Warm-
und Kaltwasser. Wie ersichtlich, ist die zweite Armatur 49 an der Oberseite des Installationselements
2 bzw. der Abdeckplatte 36 angeordnet. Im Rahmen der Erfindung ist diese zweite Armatur
49 im Bereich der Breitseite 16 vorgesehen, an welcher die Wannenarmatur 34 angeordnet
ist. Die Waschbecken-Armatur 49 ist also nicht der Vorderseite 14 zugeordnet, über
welche das Waschbecken 10 vorsteht, sondern näher der anderen Breitseite bzw. Rückseite
16. Hierdurch wird eine besonders platzsparende Anordnung und Integration auch der
Waschbecken-Armatur 49 erreicht.
[0017] Fig. 4 zeigt eine Ausgestaltung der Erfindung mit einer rechteckförmigen Duschwanne
50 am unteren Ende der Rückseite 16 des Installationselements 2. Ferner ist zusätzlich
oder alternativ zu der oben erwähnten Verkleidung des Installationselements 2 eine
Trennwand 52 vorgesehen, welche über die Oberkante des Installationselements 2 hinausgeführt
ist. Diese Trennwand 52 ist bevorzugt als eine einzige durchgehende Platte ausgebildet,
welche eine Haltestange 54 für eine Handbrause 56 trägt. Die Trennwand 52 ist insbesondere
als eine transparente Glasplatte ausgebildet und enthält geeignete Durchbrechungen
für die Wannenarmatur 34. Es sei festgehalten, daß dem Installationselement 2 wahlweise
die eingangs erläuterte Badewanne oder aber die Duschwanne 50 zugeordnet wird. Die
Trennwand 52 ist auf ihrer der Wanne 50 abgewandten Seite insbesondere undurchsichtig
ausgebildet, sei es durch Aufrauhen oder durch eine Farbschicht oder eine Spiegelschicht
oder dergleichen. Somit sind in vorteilhafter Weise die Einzelheiten des Installationselements
2 verdeckt oder unsichtbar, auch wenn oberhalb des Installationselements 2 im übrigen
die Trennwand 52 transparent ausgebildet ist und nicht als störender Fremdfaktor im
Dusch- oder Badezimmer nachteilig in Erscheinung tritt.
[0018] Fig. 5 zeigt eine Aufsicht einer weiteren Sanitäranordnung, ähnlich Fig. 1, wobei
nunmehr die Duschwanne 50 den Grundriß etwa eines Viertelkreises aufweist. Mit dem
Sanitärelement ist ferner die Trennwand 52 verbunden. Die Trennwand 52 ist hier als
ein einfaches, feststehendes Wandteil ausgebildet, doch können im Rahmen der Erfindung
auch andere Duschtrennwände vorgesehen sein. Wesentlich ist, daß die Trennwand 52
mit dem Installationselement 2 verbunden ist. Das Gewicht der Trennwand wird maßgeblich
vom Installationselement 2 aufgenommen, welches erfindungsgemäß zur Befestigung und
Verbindung mit der Trennwand ausgerüstet ist. Der untere Teil der Trennwand, welcher
Teil vom Wannenrand nach oben bis zur Höhe des Installationselements 2 reicht, dient
bei dieser Ausgestaltung gleichzeitig auch als Verkleidung des Installationselements.
[0019] Die Trennwand 52 erstreckt sich nach oben über das Installationselement 2 hinaus
und in diesem Teil ist die Haltestange 54 für die Handbrause 56 vorgesehen. Die Haltestange
54 ist an der vorzugsweise aus Glas bestehenden Trennwand 52 befestigt und ermöglicht
das vertikale Verschieben und Ausrichten einer Halterung, in welche die Handbrause
56 in bekannter Weise einsetzbar ist. Mittelbar über die Trennwand 52 wird somit im
Rahmen der Erfindung vom Installationselement 2 die Haltestange 54 getragen. Ein Anbohren
der Raumwände, welche im Duschbereich üblicherweise gekachelt sind, entfällt folglich
in besonders zweckmäßiger Weise.
[0020] Die vorstehend erläuterten Ausführungsformen zeigen, daß in der erfindungsgemäßen
Sanitäranordnung im Bereich der einen Breitseite oder Vorderseite 14 eine WC-Schüssel
oder wahlweise ein Bidet angeordnet ist, während an der gegenüberliegenden Breitseite
oder Rückseite 16 eine einzige Wanne, und zwar wahlweise eine Badewanne oder eine
Duschwanne vorgesehen ist. Wie erläutert, weist das Installationselement eine vorgegebene
Breite derart auf, welche vergleichsweise gering ist und / oder an die Breite einer
Badewanne oder Duschwanne angepaßt ist. Das Waschbecken ist hingegen im Bereich der
einen Schmalseite angeordnet und dort teilweise in den Eckbereich des Installationselements
integriert. Somit können auf engstem Raum mittels des erfindungsgemäßen Installationselements
drei Sanitärelemente angeordnet werden, und zwar das Waschbecken im Bereich der Schmalseite,
und an den Breitseiten die eine Wanne, sei es eine Badewanne oder eine Duschwanne,
sowie gegenüberliegend die einzige Schüssel, sei es eine WC-Schüssel oder ein Bidet.
Das Waschbecken schließt unmittelbar an die Abdeckung an der Oberseite des Installationselements
2 an, wobei der Beckenrand in zweckmäßiger Weise in der gleichen Horizontalebene liegt
wie die Oberfläche der genannten Abdeckung.
Bezugszeichen
[0021]
- 2
- Installationselement
- 4, 5
- Schmalseite von 2
- 6
- Raumwand
- 8
- Raum
- 10
- Waschbecken
- 11
- Beckenrand
- 12
- WC-Schüssel
- 14
- Vorderseite von 2
- 16
- Rückseite von 2
- 18
- Duschwanne
- 20, 21
- Kalt- und Warmwasserleitung
- 22 - 25
- Anschluß
- 26
- Spülkasten
- 28
- Auslaßventil
- 30
- Abflußrohr
- 31
- Tiefe von 10
- 32
- Überstand von 10
- 33
- Badewanne
- 34
- Armatur
- 35, 35'
- Kante
- 36, 37
- Abdeckung
- 38, 39
- Platte / Verkleidung
- 40
- Ausnehmung
- 41
- Tiefe von 2
- 42
- Höhe von 2
- 44
- Breite von 2
- 46
- Tür
- 48
- Pfeil
- 49
- zweite Armatur
- 50
- Duschwanne
- 52
- Trennwand
- 54
- Haltestange
- 56
- Handbrause
1. Sanitäranordnung mit einem Installationselement (2), welches Leitungen (20, 21) für
Frischwasser sowie ein Abflußrohr (30) enthält, wobei dem Installationselement (2)
ein Sanitärbauteil, vorzugsweise ein Waschbecken (10), eine Wanne (18) oder eine Schüssel
(12) eines WC oder eines Bidet, zugeordnet sind und wobei das Installationselement
an wenigstens zwei Seiten (5, 14, 16) Anschlüsse für wenigstens zwei Sanitärbauteile
(10, 12, 18) und Anschlüsse (22 - 25) für deren Armaturen an die Leitungen (20, 21)
und / oder für das Abwasserrohr (30) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß an der einen vorderen Breitseite (14) des Installationselements
(2) wahlweise die Schüssel (12) des WC oder des Bidet angeordnet ist, daß an der gegenüberliegenden
Breitseite (16) die einzige Wanne, und zwar wahlweise eine Badewanne (33) oder eine
Duschwanne (50), angeordnet ist und daß das Installationselement (2) eine rechteckförmige
Grundfläche besitzt.
2. Sanitäranordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Waschbecken (10)
an der freien Schmalseite (5) des Installationselements (2) angeordnet ist und teilweise
in das Installationselement (2) integriert ist und / oder daß das Waschbecken (10)
im Eckbereich zwischen der freien Schmalseite (5) und der vorderen Breitseite (14)
angeordnet ist.
3. Sanitäranordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Waschbecken
(10) mit einem Teil über die vordere Breitseite (14) in einer Tiefe (31) vorsteht
und / oder daß das Waschbecken (10) in einem Überstand (32) über die freie Schmalseite
(5) in einem vorgegebenen Überstand (32) vorsteht, während das Waschbecken (10) im
übrigen im Bereich des Installationselements (2) angeordnet ist.
4. Sanitäranordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das
Installationselement (2) mit einer Schmalseite (4) an einer Raumwand (6) angeordnet
ist, daß im Bereich der anderen Schmalseite (5), welche frei in den Raum (8) hineinragt,
das Waschbecken (10) angeordnet ist und / oder daß an der vorderen Breitseite (14)
die Schüssel (12) und / oder daß an der anderen Breitseite (16) die Wanne (18 oder
33) einschließlich zugeordneter Armatur (34) angeordnet sind.
5. Sanitäranordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß an
den sichtbaren und in den Raum (8) hineinragenden Seiten, insbesondere der freien
Schmalseite (5), der vorderen Breitseite (14) oder der gegenüberliegenden Breitseite
(16), Verkleidungen, insbesondere Platten (38, 39), angeordnet sind und / oder daß
die Verkleidungen aus Glas bestehen.
6. Sanitäranordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß auf
dem Installationselement (2) eine Abdeckung (36, 37) angeordnet ist und / oder daß
der Beckenrand (11) des Waschbeckens (10) im wesentlichen bündig mit der Oberfläche
der Abdeckung (36, 37) angeordnet ist und / oder daß das Waschbecken (10) und die
Abdeckung (36, 37) aus dem gleichen Material bestehen und / oder daß das Waschbecken
(10) und die Abdeckung (36) einteilig ausgebildet sind.
7. Sanitäranordnung, insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die der Duschwanne (18) oder der Badewanne (32) zugewandte Seite mit einer als
Trennwand (52) ausgebildeten Platte verkleidet ist, wobei die Trennwand (52) nach
oben über das Installationselement (2) hinausragt und / oder daß an der Trennwand
(52) eine Haltestange (54) angeordnet ist, an welcher vorzugsweise eine Handbrause
(56) in vertikaler Höhe verschiebbar und / oder einstellbar angeordnet ist.
8. Sanitäranordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das
Installationselement (2) in seinem oberen Endbereich, insbesondere im Bereich der
freien Schmalseite (5), eine Ausnehmung (40) für das Waschbecken (10) aufweist.
9. Sanitäranordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das
Waschbecken (10) im Eckbereich der Abdeckung (36) angeordnet ist und / oder daß die
beiden vom Waschbecken (10) freien Kanten (35, 35') im wesentlichen die gleiche Länge
aufweisen und im wesentlichen orthogonal zueinander ausgerichtet sind.
10. Sanitäranordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb
des Waschbeckens (10) eine in die Verkleidung des Installationselements (2) integrierte
Tür (46) und / oder ein Regal oder ein Schrank vorgesehen sind.