[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Verankerung von schallerzeugenden Maschinenbauteilen
in Gebäuden.
[0002] Wenn in Gebäudewänden, Gebäudedecken, Gebäudeböden oder sonstigen Bauteilen -im Folgenden
kurz
BT genannt- technische Einrichtungen und Maschinenbauteile zu befestigen sind,
beispielsweise Aufzuganlagen, dann entsteht in die BT eine störende Körperschall-Übertragung,
die den Komfort beeinträchtigt.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, für die Befestigung von schallerzeugenden
Maschinenbauteilen in Gebäuden eine Vorrichtung vorzuschlagen, die die Fortleitung
des durch das Maschinenteil erzeugten Körperschalls in die BT sicher unterbindet.
[0004] Gelöst wird diese Aufgabe nach der Erfindung durch eine Vorrichtung zur Verankerung
von schallerzeugenden Maschinenbauteilen in Gebäuden, welche sich kennzeichnet durch
ein in die Schalung für ein aus Ortbeton herzustellendes BT eingesetzes Konstruktionsteil
(Körperschallentkoppelungselement) -im Folgenden kurz
KE genanntaus Beton (Fertigteil), Stahlblech oder anderen geeigneten Materialien, in
das Ankerschienen oder andere Befestigungsmittel eingelassen sind und das an fünf
der sechs Außenflächen mit Schalldämm-Matten vollflächig beklebt ist.
[0005] Die Außenflächen des durch Patent zu schützenden KE werden wie folgt bezeichnet.
[0006] Die Außenfläche, die die Befestigungsmittel trägt, nicht in den Ortbeton eingebunden
und nicht mit Dämm-Matten beklebt ist, wird im Folgenden mit A1 bezeichnet,
die gegenüberliegende parallele Fläche mit A2,
die in den Zeichnungen (Ansichten) obere Fläche mit AO,
die untere Fläche mit AU,
die rechte Fläche mit AR
und die linke Fläche mit AL.
[0007] Die Winkel zwischen den Flächen werden wie folgt bezeichnet.
[0008] Der Winkel zwischen Fläche A1 und AO mit a,
der Winkel zwischen Fläche A1 und AU mit b,
der Winkel zwischen Fläche A1 und AR mit c
und der Winkel zwischen Fläche A1 und AL mit d.
[0009] Das KE wird dann so hergestellt, dass gilt:
0° < c < 90°
0° < d < 90°
0° < a < 180°
0° < b < 180°
[0010] Wahlweise wird das KE so hergestellt, dass gilt:
0° < c < 180°
0° < d < 180°
0° < a < 90°
0° < b < 90°
[0011] Die genauen Winkel a, b, c und d werden innerhalb dieser Festlegungen entsprechend
der statischen Berechnung, der Schallschutzberechnung und den baulichen Notwendigkeiten
bestimmt in der Form, daß das KE in allen Bewegungsebenen in das BT sicher eingebunden
ist.
[0012] Eine erste abgewandelte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist so
aufgebaut. Als Schutz vor zu großen Einfederungen bei Überlastung des KE werden pro
Fläche AO, AU, AL, AR und A2 mindestens je ein Anschlagepunkt vorgesehen. Diese Anschlagepunkte
sind in der Form ausgebildet, dass in die Dämm-Matten (3) Aussparungen geschnitten
werden, in die hutförmige Kappen (7) aus Metall, Kunststoff oder einem anderen betonresistenten
Stoff eingesetzt werden. Die Kappen (7) sind so bemessen, dass zwischen Kappe und
KE ein Luftzwischenraum verbleibt und die Kappe beim Betoniervorgang gefüllt wird.
Dadurch ist die Kappe fest verankert. Der Zwischenraum zwischen KE und Kappe definiert
den maximal zulässigen Spielraum bei den Einfederungen.
[0013] Eine zweite abgewandelte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung die eine
Komprimierung der Dämm-Matten erlaubt, wie es die Lasteinleitungen und die Federkonstanten
der Dämm-Matten erfordern, kennzeichnet sich durch an die Dämm-Matten von vier Außenflächen
des KE angelegten Vorspannplatten und an den Vorspannplatten angreifende, das KE durchgreifende
Vorspannschrauben, deren Spannschrauben nach dem Einbau des Bauteils im Ortbeton und
dessen Erhärten entfernbar sind.
[0014] Eine dritte abgeänderte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung bei welcher
die Vorspannschrauben im Ortbeton verbleiben, kennzeichnet sich durch an die Dämm-Matten
von vier Außenflächen des KE angelegte Vorspannplatten und an den Vorspannplatten
angreifende, einen im Ortbeton verbleibenden Vorspannrahmen aus Profilstahl durchgreifende
Vorspannschrauben.
[0015] Nachfolgend werden anhand der Zeichnung die Ausführungsformen der Erfindung in den
Figuren 1 bis 16 näher erläutert und beschrieben.
[0016] Die in den Figuren 1 bis 4 dargestellte erste Ausführungsform der Erfindung zeigt
ein KE (1) aus Beton (Fertigteil), Stahlblech oder anderen geeigneten Materialien,
in das Ankerschienen oder andere Befestigungsmittel (2) eingelassen sind.
[0017] Wenn das KE aus Stahlblech hergestellt wird, kann es wahlweise bauseits innen durch
eine Öffnung in der Frontseite mit Ortbeton verfüllt werden.
[0018] An fünf der sechs Außenflächen des KE (1) ist dieses mit Schalldämm-Matten (3) vollflächig
beklebt.
[0019] Das KE (1) wird in BT (Stahlbetonwände, Stahlbetondecken, Stahlbetonfußböden oder
sonstige Bauteile) als sogenannte

verlorene Schalung" eingesetzt, indem es mit den Ankerschienen (3) über Ankerschrauben
oder andere Befestigungsmittel an der Schalung oder einer schalungsähnlichen Einrichtung
an seiner genauen Position arretiert und in den Ortbeton eingegossen wird.
[0020] Die für alle Lastfälle sichere Verankerung des KE (1) erfolgt im Ortbeton in folgender
Weise:
[0021] Die obere und untere Außenfläche (AO und AU) werden zur Ansichtsfläche (A1) geneigt
hergestellt. Die rechtsseitige und linksseitige Außenfläche des KE (1) werden ebenfalls
geneigt zur Ansichtsfläche hergestellt, aber in solcher Weise, daß durch entgegengesetzte
Neigungswinkel das KE (1) in allen Bewegungsrichtungen in den Ortbeton verankert ist.
[0022] Durch die Dämm-Matten (3) allseitig vom Bauwerk getrennt, wird eine Körperschall-Übertragung
sicher unterbunden.
[0023] Die Befestigung der Maschinenbauteile erfolgt über die Ankerschienen (2) oder andere
Befestigungstechniken am KE (1).
[0024] Die Dimensionierung des KE (1), der Befestigungsmittel (2) und der Dämm-Matten (3),
sowie die Festlegung der Neigungswinkel der Außenflächen AO, AU, AR und AL erfolgt
entsprechend der statischen Berechnung, der Schallschutzberechnung sowie den baulichen
Anforderungen.
[0025] Bei der ersten, in den Figuren 5 bis 8 dargestellten, abgewandelten Ausführungsform
wird die Einfederung des Elements in folgender Weise auf ein individuell vorgegebenes
Maß begrenzt. In Aussparungen der Schalldämm-Matten (3) sind Kappen (7) eingelegt,
die sich beim Betoniervorgang mit Beton füllen. Zu große Einfederungen bei Überlastung
werden durch die Kappen (7) verhindert.
[0026] Bei der zweiten in den Figuren 9-12 abgewandelten Ausführungsform der Erfindung treten
zusätzlich vier an die Außenflächen AO, AU, AR und AL des KE (1) angelegte Vorspannplatten
(4) hinzu, an denen das KE (1) durchgreifende Vorspannschrauben (5) angreifen, die
die Dämm-Matten (3) so weit komprimieren, wie es die Lasteinleitungen und die Federkonstanten
der Dämm-Matten erfordern.
[0027] Dies geschieht in der Weise, daß die Dämm-Matten vor Einbau des Körperschallentkoppelungselements
KE (1) über das dosierte Anziehen der Vorspannschrauben (5) mittels der Vorspannplatten
(4) auf das errechnete Maß komprimiert werden.
[0028] Nach Einbau und Erhärten des elementumgebenden Ortbetons werden die Vorspannschrauben
(5) entfernt.
[0029] Bei der dritten abgewandelten in den Figuren 13 bis 16 dargestellten Ausführungsform
der Erfindung tritt ein im Ortbeton verbleibender Vorspannrahmen aus Profilstahl (6)
hinzu, den Vorspannschrauben (5) durchgreifen, die jedoch ebenfalls im Ortbeton verbleiben.
1. Vorrichtung zur Verankerung von schallerzeugenden Maschinenbauteilen in Gebäuden (Körperschallentkoppelungselement
-KE- genannt), bestehend aus
- einem in die Schalung für ein aus Ortbeton herzustellendes Bauteil (Gebäudewand,
Gebäudedecke, Gebäudeboden, Fertigteil oder sonstiges Bauteil -BT genannt-) eingesetztes
KE (1) aus Beton, Stahlblech oder anderen geeigneten Materialien
- in das Ankerschienen oder andere Befestigungsmittel (2) eingelassen sind
gekennzeichnet dadurch,
- dass das KE an fünf der sechs Außenflächen mit Schalldämm-Matten (3) vollflächig
beklebt ist
- wobei die vier Außenflächen AO, AU, AR und AL in Neigungswinkeln zu der Außenfläche
A1 verlaufen
und zwar
- mit dem Winkel a zwischen den Flächen A1 und AO,
mit dem Winkel b zwischen den Flächen A1 und AU,
mit dem Winkel c zwischen den Flächen A1 und AR,
mit dem Winkel d zwischen den Flächen A1 und AL,
so dass gilt
0° < c < 90°
0° < d < 90°
0° < a < 180°
0° < b < 180°
oder wahlweise
0° < c < 180°
0° < d < 180°
0° < a < 90°
0° < b < 90°
und die jeweilige Festlegung der Winkel innerhalb dieser Grenzen nach auf den individuellen
Lastfall bezogener statischer Berechnung, Schallschutzanforderung und baulicher Notwendigkeit
erfolgt
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
gekennzeichnet dadurch
daß das Element mit einem oder mehreren Anschlagspunkten pro Fläche AO, AU, AR,
AL und A2 in der Form versehen wird, dass der jeweilige Anschlagspunkt durch eine
in einen Ausschnitt des Dämmstoffs einzusetzende Kappe (7) aus einem betonresistenten
Werkstoff (z.B. Metall oder Kunststoff) gebildet wird,
so dass ein individuell zu wählender Zwischenraum zwischen dem KE und der Kappe entsteht
und die Kappe beim Betoniervorgang mit Beton gefüllt wird.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1,
gekennzeichnet durch
- an die Dämm-Matten (3) von vier Außenflächen des KE (1) angelegte Vorspannplatten
(4)
und
- an den Vorspannplatten angreifende, das Bauteil durchgreifende Vorspannschrauben
(5),
- deren Spannschrauben nach dem Einbau des Bauteils im Ortbeton entfernbar sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1,
gekennzeichnet durch
- an die Dämm-Matten (3) von vier Außenflächen des KE (1) angelegte Vorspannplatten
(4)
und
- an den Vorspannplatten angreifende, einen im Ortbeton verlaufenden Vorspannrahmen
aus Profilstahl (6) durchgreifende Vorspannschrauben (5),
- die im Ortbeton verbleiben.