(19)
(11) EP 0 855 253 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
21.03.2001  Patentblatt  2001/12

(21) Anmeldenummer: 98100296.7

(22) Anmeldetag:  09.01.1998
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7B26B 3/03

(54)

Küchengerät zum Schneiden von Gut, insbesondere Obst, Gemüse oder Kartoffeln in Scheiben

Kitchen appliance to cut matter, in particular fruits, vegetables or potatoes, into slices

Dispositif de cuisine pour couper des matières, en particulier des fruits, légumes ou pommes de terre, en tranches


(84) Benannte Vertragsstaaten:
CH DE FR GR IT LI NL

(30) Priorität: 20.01.1997 DE 29700883 U

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
29.07.1998  Patentblatt  1998/31

(73) Patentinhaber: Alfred Börner Kunststoff- und Metallwarenfabrik GmbH
54526 Niederkail (DE)

(72) Erfinder:
  • Börner, Jürgen
    54526 Niederkail (DE)

(74) Vertreter: Goddar, Heinz J., Dr. 
FORRESTER & BOEHMERT Franz-Joseph-Strasse 38
80801 München
80801 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
CH-A- 230 043
DE-C- 590 101
GB-A- 657 683
DE-C- 537 437
DE-U- 9 418 421
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Küchengerät zum Schneiden von Gut, insbesondere Obst, Gemüse oder Kartoffeln, in Scheiben, mit einer Grundplatte, welche zwei sich auf einer Oberseite der Grundplatte befindende Anlaufflächen aufweist, zwischen denen zumindest ein im wesentlichen quer zur Bewegungsrichtung des zu schneidenden Gutes verlaufendes Messer angeordnet ist (siehe DE-C-537437).

    [0002] Die Bewegungsrichtung des zu schneidenden Gutes soll dabei im wesentlichen mit der Längsabmessung des im allgemeinen rechteckigen Küchengerätes übereinstimmen.

    [0003] Mit den eingangs beschriebenen Küchengeräten kann Obst, Gemüse oder Kartoffeln zu einer Vielfalt von Produkten verarbeitet werden, beispielsweise in Schnitzelform, je nachdem, wie das Messer gestaltet ist. Während es keine Probleme macht, das zu schneidende Gut in relativ feine Teile zu schneiden, ist es schwierig, ein handhabbares und stabiles Küchengerät zu erhalten, mit dem beispielsweise Kartoffeln in Scheiben geschnitten werden können. Da dazu eine relativ große freiliegende Schneidkante erforderlich ist, wird das Messer oftmals instabil und das Schneidergebnis kann nicht befriedigen.

    [0004] Eine aus dem Stand der Technik bekannte Lösung, die auch auf dem Markt befindlich ist, sieht vor, eine Schneidkante in einer Metallplatte auszubilden, wobei die Länge der Schneidkante aber lediglich auf einen Teil der entsprechenden Abmessung der Anlauffläche begrenzt ist, so daß ein genaues Führen des zu schneidenden Gutes erforderlich ist.

    [0005] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Küchengerät zum Schneiden von Gut, insbesondere Obst, Gemüse oder Kartoffeln, in Scheiben so zu gestalten, daß bei maximalem Schneidbereich ein gutes Schneidergebnis erzielt wird.

    [0006] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, daß im Bereich des zumindest einen Messers ein mit der Grundplatte verbundener Steg vorgesehen ist, an dem das jeweilige Messer gehalten ist. Damit kann das Messer über seine gesamte Länge, die im wesentlichen der Breite einer Anlauffläche entspricht, abgestützt werden, so daß unerwünschte Verformungen der Schneidkanten nicht mehr auftreten können. Es kann somit die gesamte Breite der Anlauffläche zum Schneiden ausgenutzt werden.

    [0007] Vorteilhaft ist das Messer aus einem Metallband gebildet, bei dem sehr scharfe Schneidkanten gearbeitet werden können.

    [0008] Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist das Messer zumindest eine Öffnung auf, durch die das Material des Steges greift. Somit wird das Messer mit dem Steg verankert.

    [0009] Obwohl grundsätzlich auch glatte Scheiben geschnitten werden können, bietet die Erfindung die Möglichkeit, die Schneidkante des Messers in vielfältiger Weise zu gestalten, um unterschiedlich profiliertes Schnittgut zu erhalten. Ein Beispiel wäre es, die Schneidkante des Messers als Wellenprofil auszubilden.

    [0010] Um die Arbeitsgeschwindigkeit zu erhöhen, sollte das Mes-ser zwei einander in Bewegungsrichtung des zu schneidenden Gutes gegenüberliegende Schneidkanten aufweisen, so daß auch bei der Rückführung des Schneidgutes ein Schnitt durchgeführt wird.

    [0011] Zur Stabilität der Anordnung kann beitragen, wenn ein Bereich des Messers zwischen den Schneidkanten zur Unterseite der Grundplatte abgesenkt ist. Bevorzugt sollte sich dann die mindest eine Öffnung in diesem abgesenkten Bereich des Messers befinden. Dann nämlich kann der Steg so gestaltet werden, daß er das Messer zumindest teilweise einschließt, genauer gesagt, daß der Steg das Messer im abgesenkten Bereich zumindest teilweise einschließt.

    [0012] Insbesondere bei einer Ausgestaltung wie vorstehend beschrieben, aber auch bei anderen Ausführungsformen, kann der Steg zumindest teilweise auf der Oberseite des Messers verlaufens ausgebildet sein.

    [0013] Dabei müssen keine Einbußen des Schneidbereiches hingenommen werden, wenn der Teil des Steges, der auf der Oberseite des Messers verläuft, entsprechend der/den Schneidkan-te(n) des Messer konturiert ist. Insbesondere trifft dies auf die Ausführungsform der Erfindung zu, bei der das Mes-ser den oben erwähnten abgesenkten Bereich aufweist.

    [0014] Das Schneidgut wird optimal geführt, wenn die Anlaufflächen zumindest in einem Bereich, der sich an das/die Mes-ser anschließt, ein Profil aufweisen, das im wesentlichen der Kontur der Schneidkante(n) entspricht.

    [0015] Im folgenden soll die Erfindung anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert werden. Es zeigt:
    Figur 1
    eine Draufsicht auf ein Küchengerät gemäß der vorliegenden Erfindung; und
    Figur 2
    eine Längsschnittansicht in der Symmetrieebene des Gerätes nach Figur 1.


    [0016] Das in Figur 1 in Draufsicht dargestellte Küchengerät weist eine Grundplatte 2 auf, auf deren Sichtseite, die als Oberseite des Küchengerätes bezeichnet werden soll, zwei Anlaufflächen 4, 6 aufweist. Zwischen diesen Anlaufflächen 4, 6 ist ein Messer 20 derart angeordnet, daß, wenn das zu schneidende Gut in Richtung der Pfeile A geführt wird, das Messer quer zu dieser Richtung liegt. Die Grundplatte 2 weist benachbart der Anlauffläche 4 einen Griff 8 auf.

    [0017] Das Messer 20 ist, wie es besser in Figur 2 zu erkennen; ist, mit zwei Schneidkanten 24, 26 versehen, die jede der benachbarten Anlauffläche 4 bzw. 6 zugewandt sind. Die Schneidkanten 24, 26 liegen dabei oberhalb der jeweiligen Anlauffläche 4, 6. Zwischen den Schneidkanten 24, 26 befindet sich ein in Richtung zur Unterseite der Grundplatte 2 abgesenkter Bereich 28, in dem eine Vielzahl von Öffnungen 22 vorgesehen sind.

    [0018] Das Messer 20 wird von einem Steg 10 gehalten, der quer oberhalb und unterhalb des Messers 20 verläuft und dieses hält und stützt. Der Steg 10 ist an den Randbereichen der Grundplatte 2 mit dieser verbunden, wie es in Figur 1 gezeigt ist. Das Material des Steges greift durch die Öffnungen 22, so daß eine praktisch unlösbare Verankerung von Messerband 20 und Steg erreicht wird.

    [0019] Auf der Oberseite des Messers 20 ist der Steg so konturiert, daß sich über den Bereich des Messers 20 eine im wesentlichen glatte und stufenfreie Konturierung ergibt, die der Konturierung jeder der Schneidkanten 24, 26 entspricht, im dargestellten Beispiel einem Wellenprofil. Das sich ergebende Schnittgut weist dann eben dieses Wellenprofil auf. Um beim Weiterführen des Schneidvorganges eine an der Oberseite und der Unterseite entsprechend ausgebildete Konturierung des Schneidgutes zu erhalten, sind die Anlaufflächen 4, 6 mit Rillen 12, besonders gut in Figur 1 zu erkennen, versehen, die in ihrer Breite und Teilung dem Wellenprofil der Schneidkanten 24 bzw. 26 entsprechen.

    [0020] Die in der Beschreibung, in der Zeichnung sowie in den Ansprüchen offenbarten Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination für die Verwirklichung der Erfindung wesentlich sein.

    BEZUGSZEICHENLISTE



    [0021] 
    2
    Grundplatte
    4
    Anlauffläche
    6
    Anlauffläche
    8
    Griff
    10
    Steg
    12
    Rillen
    20
    Messer
    22
    Öffnung
    24
    Schneidkante
    26
    Schneidkante
    28
    Abgesenkter Bereich



    Ansprüche

    1. Küchengerät zum Schneiden von Gut, insbesondere Obst, Gemüse oder Kartoffeln, in Scheiben, mit einer Grundplatte (2), welche zwei sich auf einer Oberseite der Grundplatte befindende Anlaufflächen (4, 6) aufweist, zwischen denen zumindest ein im wesentlichen quer zur Bewegungsrichtung (A) des zu schneidenden Gutes verlaufendes Messer (20) angeordnet ist,
    dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich des zumindest einen Messers (20) ein mit der Grundplatte (2) verbundener Steg (10) vorgesehen ist, an dem das jeweilige Messer (20) gehalten ist.
     
    2. Küchengerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Messer (20) aus einem Metallband gebildet ist.
     
    3. Küchengerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Messer (20) zumindest eine Öffnung (22) aufweist, durch die das Material des Steges (10) greift.
     
    4. Küchengerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneidkante (24, 26) des Messers (20) als Wellenprofil ausgebildet ist.
     
    5. Küchengerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Messer (20) zwei aneinander in Bewegungsrichtung (A) des zu schneidenden Gutes gegenüberliegende Schneidkanten (24, 26) aufweist.
     
    6. Küchengerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein Bereich (28) des Messers (20) zwischen den Schneidkanten (24, 26) zur Unterseite der Grundplatte (2) abgesenkt ist.
     
    7. Küchengerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß sich die mindestens eine Öffnung (22) im abgesenkten Bereich (28) des Messers (20) befindet.
     
    8. Küchengerät nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Steg (10) das Messer (20) zumindest teilweise einschließt.
     
    9. Küchengerät nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Steg (10) das Messer (20) im abgesenkten Bereich (28) zumindest teilweise einschließt.
     
    10. Küchengerät nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Steg (10) zumindest teilweise auf der Oberseite des Messers (20) verlaufend ausgebildet ist.
     
    11. Küchengerät nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Teil des Steges (10) der auf der Oberseite des Messers (20) verläuft, entsprechend der/den Schneid-kante(n) (24, 26) des Messers (20) konturiert ist.
     
    12. Küchengerät nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Anlaufflächen (4, 6) zumindest in einem Bereich, der sich an das/die Messer (20) anschließt, ein Profil aufweisen, das im wesentlichen der Kontur der Schneidkante(n) (24, 26) entspricht.
     


    Claims

    1. A kitchen implement for cutting material, particularly fruit, vegetables or potatoes, into slices, comprising a baseplate (2), formed on top with two guide surfaces (4, 6) between which at least one cutter (20) is disposed substantially transversely to the direction (A) of motion of the material for cutting, characterised in that a web (10) connected to the baseplate (2) is provided in the neighbourhood of at least one cutter (20) and the respective cutter (20) is held against it.
     
    2. A kitchen implement according to claim 1, characterised in that the cutter (20) is a metal strip.
     
    3. A kitchen implement according to claim 1 or 2, characterised in that the cutter (20) has at least one opening (22) through which the material of the web (10) extends.
     
    4. A kitchen implement according to any of claims 1 to 3, characterised in that the cutting edge (24, 26) of the cutter (20) is in the form of a corrugated profile.
     
    5. A kitchen implement according to any of claims 1 to 4, characterised in that the cutter (20) has two cutting edges (24, 26) opposite one another in the direction (A) of motion of the material for cutting.
     
    6. A kitchen implement according to claim 5, characterised in that a region (28) of the cutter (20) is recessed towards the underside of the baseplate (2) between the cutting edges (24, 26).
     
    7. A kitchen implement according to claim 6, characterised in that the at least one opening (22) is situated in the recessed region (28) of the cutter (20).
     
    8. A kitchen implement according to any of claims 1 to 7, characterised in that the web (10) at least partly encloses the cutter (20).
     
    9. A kitchen implement according to any of claims 6 to 8, characterised in that the web (10) at least partly encloses the cutter (20) in the recessed region (28).
     
    10. A kitchen implement according to any of claims 1 to 9, characterised in that the web (10) extends at least partly on the top of the cutter (20).
     
    11. A kitchen implement according to claim 10, characterised in that the part of the web (10) which extends on the top of the cutter (20) is contoured to correspond to the cutting edge or edges (24, 26) of the cutter (20).
     
    12. A kitchen implement according to any of claims 1 to 11, characterised in that the guide surfaces (4, 6), at least in a region adjoining the cutter or cutters (20), have a profile which substantially corresponds to the contour of the cutting edge or edges (24, 26).
     


    Revendications

    1. Ustensile de cuisine pour couper en tranches un produit, notamment des fruits, des légumes ou des pommes de terre, comportant une plaque de base (2) qui présente deux surfaces d'appui (4, 6) se trouvant sur une face supérieure de la plaque de base, entre lesquelles est disposée au moins une lame (20) qui s'étend sensiblement transversalement à la direction de déplacement (A) du produit à couper, caractérisé en ce qu'il est prévu dans la zone de la ou des lame(s) (20) une entretoise (10) reliée à la plaque de base (2), à laquelle est fixée la lame (20) concernée.
     
    2. Ustensile de cuisine selon la revendication (1), caractérisé en ce que la lame (20) est formée par une bande métallique.
     
    3. Ustensile de cuisine selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la lame (20) présente au moins une ouverture (22) à travers laquelle passe la matière de l'entretoise (10).
     
    4. Ustensile de cuisine selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'arête de coupe (24, 26) de la lame (20) présente un profil ondulé.
     
    5. Ustensile de cuisine selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la lame (20) présente deux arêtes de coupe (24, 26) se faisant face l'une l'autre dans la direction de déplacement (A) du produit à couper.
     
    6. Ustensile de cuisine selon la revendication 5, caractérisé en ce qu'une zone (28) de la lame (20), entre les arêtes de coupe (24, 26), est abaissée vers la face inférieure de la plaque de base (2).
     
    7. Ustensile de cuisine selon la revendication 6, caractérisé en ce que la ou les ouverture(s) (22) se trouve(nt) dans la zone abaissée (28) de la lame (20).
     
    8. Ustensile de cuisine selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que l'entretoise (10) enferme au moins partiellement la lame (20).
     
    9. Ustensile de cuisine selon l'une des revendications 6 à 8, caractérisé en ce que l'entretoise (10) enferme au moins partiellement la lame (20) dans la zone abaissée (28).
     
    10. Ustensile de cuisine selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que l'entretoise (10) s'étend au moins partiellement sur la face supérieure de la lame (20).
     
    11. Ustensile de cuisine selon la revendication 10, caractérisé en ce que la partie de l'entretoise (10) qui s'étend sur la face supérieure de la lame (20), présente un contour qui correspond à la/aux arête(s) de coupe (24, 26) de la lame (20).
     
    12. Ustensile de cuisine selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que les surfaces d'appui (4, 6) présentent un profil, au moins dans une zone qui fait suite à la/aux lame(s) (20), qui correspond sensiblement au contour de la/des arête(s) de coupe (24, 26).
     




    Zeichnung