[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Auffangvorrichtung zur Aufnahme ungewollt aus
Fässern auslaufender Flüssigkeiten mit einem Gitterrost zum Abstellen der Fässer oberhalb
einer Auffangwanne mit hinreichendem Aufnahmevolumen.
[0002] Die Beschickung von Gitterrosten mit Auffangwannen mit z. B. 200 l-Fässern stellt
ein Problem dar. Dies gilt insbesondere für Auffangwannen mit grossem Volumen also
mit grösseren Bauhöhen. In Betriebsbereichen, wo keine Gabelstabler mit geeigneten
Anbaugeräten zur Verfügung stehen oder aus räumlichen Gründen nicht eingesetzt werden
können, greift der Anwender oftmals auf teure handbetriebene hydraulische Geräte zurück.
Alternativ kommen herkömmliche Auffahrrampen (Bleche) zum Einsatz, die jedoch je nach
Auffangwannenhöhe eine grosse Ausladung aufweisen und vielfach seitlich von Fass zu
Fass verschoben werden müssen.
[0003] Abhilfe schafft hier die Auffangwanne mit integrierter Auffahrrampe gemäss der Erfindung,
da der Rauminhalt der Auffahrrampe zum Auffangvolumen der Wanne mit beiträgt, kann
die Wanne kleiner und die Rampe entsprechend niedrig gebaut werden. Ausserdem verringert
sich die Tiefe oder Ausladung der Auffahrrampe.
[0004] Das Hauptmerkmal der vorliegenden Erfindung beruht also darin, dass die Auffahrrampe
einen Teil der Auffangwanne bildet und der Rauminhalt der Auffahrrampe dem Auffangvolumen
der Auffangwanne hinzugefügt wird, wodurch sich die Bauhöhe des Gitterostes sowie
die Stellfläche für die Fässer gegenüber herkömmlichen über Rampenbleche zugängliche
Gitterroste mit Auffangwannen verringert.
[0005] Eine Auffangwanne gemäss der Erfindung zur Lagerung von zwei 200 l-Fässern beispielsweise
weist bei einem Auffangvolumen von 220 l bei einer Tiefe von 1400 mm und einer Breite
von 1200 mm lediglich eine Bauhöhe von 190 mm auf. Dies wiederum bedeutet, dass eine
solche Auffangwanne problemlos mit herkömmlichen Fasskarren beschickt werden kann.
Die bereits erwähnten, handhydraulischen Geräte oder Stapelfahrzeuge können entfallen.
[0006] Je nach Anforderung kann die Auffahrrampe ein-, zwei-, drei- oder allseitig in die
Auffangwanne integriert werden. Die optional erhältliche Ausführung mit Stützfüssen
erhält ein an der Auffahrrampe befestigtes Verlängerungsblech. Ausserdem kann die
Auffahrrampe mit einer Anti-Rutschbeschichtung versehen sein. Alternativ hierzu ist
der Einsatz von rutschsicheren Blechen vorgesehen.
[0007] Mehrere Auffangeinrichtungen können nebeneinander gestellt werden und deren Auffangwannen
können miteinander verbunden werden.
[0008] Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung beispielsweise erläutert.
[0009] Die einzige Figur der Zeichnung zeigt eine Seitenansicht einer Auffangvorrichtung
gemäss der Erfindung.
[0010] Die in der Figur gezeigte Auffangvorrichtung besteht im wesentlichen aus einer nach
oben offenen Auffangwanne 10. Es kann sich hierbei um eine Blechwanne mit Bodenblech
und Seitenblechen handeln, wobei die Abmessungen im Bereich zwischen einem und zwei
Metern liegen. Die Höhe der Auffangwanne ist vorgegeben durch diejenige Flüssigkeitsmenge,
die aus einem auslaufenden Fass aufgenommen werden soll, was im allgemeinen über Vorschriften
festgelegt wird.
[0011] Im oberen Bereich oberhalb der Auffangwanne befindet sich ein Gitterrost 11, das
seinerseits auf einer Gitterrostauflage 12 an der Wanne aufliegt. Soweit beschrieben,
handelt es sich bei der Auffangwanne 10 um eine bekannte Ausrüstung, so dass es keiner
weiterer Einzelheiten bei der Beschreibung bedarf.
[0012] Bei der Auffangvorrichtung gemäss der Erfindung ist jedoch die Auffangwanne 10 mit
einer Rampe 20 einstückig verbunden. Diese Rampe erstreckt sich von dem Bodeniveau
bis zu der Höhe der Oberfläche des Gitterrostes 10 nach oben, und zwar so, dass von
der linken Seite her ein Fahrzeug, beispielsweise eine Fasskarre, diesen Weg nehmen
kann, um somit ein Fass auf dem Gitterrost 10 abstellen zu können. Zu diesem Zweck
ist die Rampe also mit einer schräg von unten nach oben laufenden Schrägplatte 13
ausgebildet, die mit einer Antirutschbeschichtung versehen sein kann. Damit eine genügende
Festigkeit vorhanden ist, können in der Mitte der Auffahrtrampe 20 und auch in dem
Bereich, wo die Auffahrtrampe in die eigentliche Wanne 10 übergeht, Stützteile 14
vorhanden sein. Es handelt sich hierbei um im wesentlichen winkelförmig ausgebildete
Stützteile aus einem U-Profil.
[0013] Wie in der Figur zu erkennen, ist der Raum unterhalb der Auffahrtrampe 20 einstückig
mit der Auffangwanne 10 ausgebildet, und zwar so, dass ein insgesamt nach aussen hin
flüssigkeitsdichter Körper gebildet ist. Das Volumen, das aus der den Teilen 10 und
20 bestehenden Auffangvorrichtung gebildet ist, kann so gross gewählt werden, wie
dies durch Vorschriften vorgeschrieben wird. Bei einem fest vorgegebenen Auffangsvolumen
kann die Auffahrthöhe der Vorrichtung gemäss der Erfindung im Vergleich zu bekannten
Vorrichtungen herabgesetzt werden, was die Handhabung erleichtert. Bei einer bevorzugten
Ausführungsform der Vorrichtung gemäss der Erfindung sind die Teile 10 und 20 einstückig
aus Kunststoff gebildet.
1. Auffangvorrichtung zur Aufnahme ungewollt auslaufender Flüssigkeiten, insbesondere
von Öl oder Kraftstoff, aus Vorratsfässern, aufweisend ein horizontal ausgerichtetes
Gitterrost zum Abstellen der Fässer in Entnahmeposition oberhalb einer Auffangwanne
mit hinreichendem Aufnahmevolumen, dadurch gekennzeichnet, dass die Auffangvorrichtung
oder die Auffangwanne (10) mit mindestens einer Auffahrrampe (20) für Transportkarren
für die Fässer ausgebildet ist, deren eingeschlossener Raum unterhalb der Rampe strömungsmässig
oder unmittelbar mit der Auffangwanne einen gemeinsamen Auffangraum bildend verbunden
ist.
2. Auffangvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Auffangwanne
(10) mit der Auffahrrampe (20) einstückig, vorzugsweise aus Kunststoff, ausgebildet
ist.