[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Verbinden flächiger Betonbauteile, insbesondere
in Form von Doppel- oder Hohlwänden, mit einem im Zwischenraum zwischen den zu verbindenden
Bauteilen angeordneten Verbindungsmittel.
[0002] Vorrichtungen zum Verbinden flächiger Betonbauteile der in Rede stehenden Art sind
seit langem aus der Praxis bekannt und existieren in den unterschiedlichsten Ausführungsformen.
Dabei ist unter Verbinden sowohl ein körperliches Festlegen der Bauteile zueinander
durch ggf. ein Verspannen als auch die Bildung eines Überganges für Bewehrungselemente
der zu verbindenden Bauteile im Sinne eines Bewehrungsanschlusses zu verstehen.
[0003] Derartige Vorrichtungen gewinnen zunehmend an Bedeutung, da aufgrund von verbesserten
Schall und Wärmeisolationseigenschaften insbesondere Doppel- oder Hohlwände sowohl
im privaten als auch im gewerblichen Baubereich eine immer größere Anwendung finden.
Da bei den Kosten für die Gebäudeerrichtung die Lohnkosten einen wesentlichen Teil
bilden, ist es erforderlich, Bauelemente zur Verfügung zu stellen, die ein rationelles
und schnelles und dennoch sicheres Arbeiten ermöglichen.
[0004] Eine bekannte Vorrichtung, die ein flexibles und schnelles Verbinden von Betonbauteilen
ermöglicht, umfaßt aus den Stirnflächen der Betonbauteile - d.h. im Zwischenraum -
herausklappbare Seilschlaufen, die im eingeklappten Zustand gemeinsam mit einem Aufnahmeelement
in das Betonbauteil eingegossen sind. Die Herstellung derartiger Verbindungsmittel
ist jedoch teuer.
[0005] Des weiteren ist es bekannt, starre Stahlschlaufen mit den Betonbauteilen zu vergießen.
Die Ausbildung eines derartigen Verbindungsmittels ist zwar preisgünstig, jedoch behindern
sich die Stahlschlaufen gegenüberliegender Bauteile während der Montage gegenseitig
und machen somit das Einpassen von Betonbauteilen sehr schwierig. Eine sichere Anordnung
und damit Verbindung der Betonbauteile ist dabei häufig nicht erreichbar.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum
Verbinden flächiger Betonbauteile der eingangs genannten Art anzugeben, bei der eine
sichere Verbindung mit konstruktiv einfachen und preisgünstigen Mitteln ermöglicht
ist.
[0007] Erfindungsgemäß wird die voranstehende Aufgabe durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen
des Patentanspruches 1 gelöst. Danach ist die in Rede stehende Vorrichtung zum Verbinden
flächiger Betonbauteile derart ausgestaltet und weitergebildet, daß das Verbindungsmittel
ein Seil mit einem zumindest an einem Ende des Seils angeordneten Eingriffselement
umfaßt und daß das Eingriffselement im verbundenen Zustand einem der Bauteile zugeordnet
ist.
[0008] In erfindungsgemäßer Weise ist zunächst erkannt worden, daß eine Verbindung flächiger
Betonbauteile nicht zwingend über eine Seilschlaufe erfolgen muß. Es ist vielmehr
völlig ausreichend, daß das Verbindungsmittel ein Seil umfaßt, falls zumindest an
einem Ende des Seils ein Eingriffselement angeordnet ist. Das Eingriffselement beugt
einerseits dem Zerfasern des meist aus mehreren Litzen aufgebauten Seils vor und dient
andererseits zur einfachen Verbindung mit einem der Bauteile. Dabei ist das dem Eingriffselement
abgewandte Ende des Seils einem anderen Bauteil zugeordnet.
[0009] Das erfindungsgemäße Verbindungsmittel mit einem Seil zeichnet sich einerseits durch
seinen einfachen Aufbau aus, der geringe Herstellungskosten ergibt, und stellt andererseits
ein Verbindungsmittel dar, das bspw. im Vergleich zu herkömmlichen starren Stahlschlaufen
erheblich flexibler ist und daher keine wesentliche Behinderung beim Einpassen von
Betonbauteilen darstellt. Eine sichere Verbindung der zu verbindenden Betonbauteile
ist folglich problemlos erreichbar.
[0010] Folglich ist mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung eine Vorrichtung angegeben, bei
der eine sichere Verbindung mit konstruktiv einfachen und preisgünstigen Mitteln ermöglicht
ist.
[0011] Im Hinblick auf eine besonders sichere und gleichzeitig einfache Verbindung zwischen
dem Eingriffselement und dem Seil könnte das Eingriffselement mit dem Seil verpreßt
sein.
[0012] Zur einfachen Bereitstellung der Vorrichtung bzw. des Verbindungsmittels bei der
Montage der Bauteile könnte das andere Ende des Seils mit einem anderen Bauteil verbunden
sein. Diese Verbindung könnte bereits vor dem Verbinden der flächigen Betonbauteile
erfolgen. Eine konstruktiv besonders einfache Verbindung zwischen dem anderen Ende
des Seils mit einem anderen Bauteil könnte durch ein Vergießen erfolgen.
[0013] In einer hinsichtlich der Sicherheit der Verbindung des anderen Endes des Seils mit
dem anderen Bauteil besonders vorteilhaften Ausführung könnte an dem anderen Ende
des Seils ein weiteres Eingriffselement angeordnet sein. Dabei wäre auch ein Verpressen
des Eingriffselements mit dem Seil denkbar.
[0014] Je nach Erfordernis könnte das andere Ende des Seils zur Bildung einer Seilschlaufe
ebenfalls dem Eingriffselement zugeordnet und/oder mit dem Eingriffselement verpreßt
sein. Dabei wäre eine Seilschlaufe mit nur einem Seilstück und einem einzelnen Eingriffselement
gebildet. Insbesondere durch ein Verpressen des Eingriffselements mit den Enden des
Seils ist eine besonders einfache und gleichzeitig stabile Schlaufenbildung erreicht.
Beim Vergießen einer derart gebildeten Seilschlaufe könnte das Eingriffselement eine
besonders sichere Verankerung der Schlaufe in dem Bauteil bilden.
[0015] Im Hinblick auf eine besonders stabile Verbindung der Betonbauteile könnte das Verbindungsmittel
zumindest zwei Seile aufweisen, wobei an jeweils zwei Enden der Seile ein gemeinsames
Eingriffselement angeordnet und/oder mit den Enden verpreßt sein könnte. Bei Zuordnung
der Eingriffselemente zu den zu verbindenden Bauteilen wäre dabei gleichzeitig eine
aus den Seilsträngen gebildete Aufnahme für bpsw. einen Verbindungsstab gebildet.
Ausgestaltungen mit mehreren Seilen und Eingriffselementen für Knotenpunktverbindungen
mehrerer Bauteile sind dabei denkbar.
[0016] Eine besonders sichere und dabei einfache Verbindung der Bauteile könnte dadurch
erreicht sein, daß das Verbindungsmittel ein zumindest einem Baute zugeordnetes Aufnahmeelement
zur Aufnahme des anderen Endes des Seils oder des Eingriffselements aufweist. Hierbei
ist eine spezielle Abstimmung an entweder das Eingriffselement oder das Seilende vorzunehmen.
Hinsichtlich eines besonders einfachen Einpassens bzw. Anordnens der Bauteile könnte
jedem Bauteil ein Aufnahmeelement zugeordnet sein. In diesem Falle könnte das Seil
mit den ggf. mehreren Eingriffselementen auch nach dem Einpassen der Bauteile an diesen
angeordnet werden. Eine Behinderung durch Verbindungsmittel wäre damit ausgeschlossen.
[0017] Hinsichtlich einer sehr sicheren Verbindung zwischen dem Aufnahmeelement und einem
Bauteil könnte das Aufnahmeelement in das jeweilige Bauteil eingegossen sein. Hierzu
könnte das Aufnahmeelement Verankerungsmittel und/oder Haftrippen aufweisen.
[0018] Im Rahmen einer konstruktiv besonders einfachen und dennoch stabilen Ausgestaltung
könnte das Aufnahmeelement aus glasfaserverstärktem Kunststoff hergestellt sein.
[0019] Im Hinblick auf die Kopplung zwischen dem Aufnahmeelement und dem anderen Ende des
Seils oder dem Eingriffselement könnte das Aufnahmeelement zur Verrastung mit dem
jeweiligen Bauelement ausgebildet sein. Dabei ist eine Schnappverbindung denkbar.
[0020] Im Hinblick auf eine konstruktiv besonders einfache Verbindung zwischen dem Aufnahmeelement
und dem Seil oder dem Eingriffselement könnte das Aufnahmeelement einen rohrförmigen
Abschnitt mit einem nicht kreisförmigen, vorzugsweise ovalen Querschnitt und ein hohles,
den rohrförmigen Abschnitt einseitig verschließendes Abschlußstück mit einem gegenüber
dem Abschnitt erweiterten Innenraum aufweisen. Der rohrförmige Abschnitt könnte dabei
quasi als eine Ovalhülse ausgebildet sein. Das Abschlußstück mit dem erweiterten Innenraum
würde dann zur Aufnahme des Seils oder des Eingriffselements dienen. Das Eingriffselement
könnte dabei eine Hammerkopfform aufweisen.
[0021] In einer konstruktiv besonders einfachen Ausgestaltung könnte das Abschlußstück integral
mit dem Abschnitt ausgebildet sein. Alternativ hierzu könnte das Abschlußstück jedoch
auch im wesentlichen formschlüssig auf den Abschnitt aufsteckbar oder in den Abschnitt
einsteckbar sein. Bei einer derartigen Ausgestaltung könnte die Länge des rohrförmigen
Abschnitts durch Kürzen individuell an die gewünschte Verwendung angepaßt werden.
Das Abschlußstück würde dann nach dem Kürzen bzw. Anpassen auf den Abschnitt aufgesteckt
oder in den Abschnitt eingesteckt werden.
[0022] Im Falle eines Vergießens des Aufnahmeelements in eine massive Wandplatte könnte
der Abschnitt im Hinblick auf eine sichere Positionierung des Aufnahmeelements an
dem dem Abschlußstück abgewandten Ende einen von dem rohrförmigen Bereich nach außen
abragenden Kragen aufweisen. Ein ungewolltes Versinken des Aufnahmeelements während
des Vergießens in bspw. Beton wäre damit vermieden.
[0023] In besonders einfacher Weise finden in der Praxis häufig Seile oder Seilschlaufen
ihre Anwendung, wobei an dem Ende eines Seils bzw. an den die Seilschlaufe bildenden
Enden des Seils ein Eingriffselement angeordnet ist, das mit den Enden verpreßt ist.
Hinsichtlich eines besonders einfachen Verbindens des Seils bzw. des Eingriffselements
mit dem Aufnahmeelement könnte das Eingriffselement derart ausgebildet sein, daß es
in einer Orientierung relativ zu dem vorzugsweise ovalen rohrförmigen Abschnitt in
den Abschnitt bis in das Abschlußstück hinein einsteckbar und in einer um die Rohrachse
gedrehten Orientierung von innen an den Abschnitt oder an einen Bereich des Abschlußstücks
anlegbar ist. Bspw. kann eine Seilschlaufe mit entsprechend orientiertem Eingriffselement
in den rohrförmigen Abschnitt hineingesteckt werden, dann zur Bildung einer länglichen
Schlaufe zusammengedrückt werden und anschließend derart gedreht werden, daß das Eingriffselement
von innen an den Abschnitt oder an einen Bereich des Abschlußstücks angelegt ist.
Ein Herausziehen der Schlaufe aus dem Abschnitt ist dann nicht mehr möglich. Gleichzeitig
verklemmt die vom Zusammendrücken entlastete Seilschlaufe in dem rohrförmigen Abschnitt,
wodurch eine automatische Selbstzentrierung der Seilschlaufe in dem Aufnahmeelement
an den breiteren Innenseiten des rohrförmigen Abschnitts realisiert ist.
[0024] Zur Zentrierung der Seilschlaufe in dem Aufnahmeelement könnte das Aufnahmeelement
bzw. der rohrförmige Bereich des Aufnahmeelements Ausnehmungen zur Positionierung
der Seilschlaufe in dem endmontierten Zustand aufweisen.
[0025] Das Abschlußstück könnte kastenförmig, pilzförmig oder auch zylinderförmig ausgebildet
sein. Zum Verschließen des Abschlußstücks an der dem rohrförmigen Abschnitt abgewandten
Seite könnte das Abschlußstück einen Deckel aufweisen. Der Deckel könnte über ein
Verbindungselement mit dem Abschlußstück unverlierbar verbunden sein.
[0026] Hinsichtlich einer variablen Verbindung zwischen dem Aufnahmeelement und dem Seil
oder dem Eingriffselement könnte das Aufnahmeelement auch eine Schiene sein. Hierdurch
wäre ein gewisser Positionierspielraum bei der Verbindung zweier Bauteile gegeben.
Hierbei könnte die Schiene im Hinblick auf eine homogene Integration in das Bauteil,
insbesondere bei Doppel- oder Hohlwänden, im wesentlichen vertikal angeordnet sein.
[0027] Hinsichtlich einer konstruktiv besonders einfachen Ausgestaltung könnte die Schiene
ein im wesentlichen U-förmiges Profil aufweisen. Dabei könnten die Schenkel des U-förmigen
Profils zur Gewährleistung eines sicheren Eingriffs mit dem Eingriffselement oder
dem Seil ggf. in Richtung ihrer freien Enden aufeinanderzu geneigt sein. Eine weiter
erhöhte Eingriffssicherheit könnte dadurch erreicht sein, daß die Schiene von den
Schenkein nach innen abragende Anlagebereiche für das Eingriffselement aufweist. Derartige
Anlagebereiche könnten zur weiteren Verbesserung des Eingriffs mit dem Eingriffselement
eine nach innen offene Nut aufweisen. Aus Materialersparnisgründen könnten die Anlagebereiche
lediglich bereichsweise ausgebildet sein. Im Hinblick auf eine einfache Herstellung
könnten die Anlagebereiche jedoch auch entlang der gesamten Schiene ausgebildet sein.
[0028] Zum einfachen Verbinden der Betonbauteile ist es wesentlich, daß das Eingriffselement
in einer bestimmten Position in die Schiene einsteckbar und nach Einstecken derart
bewegbar ist, daß es mit der Schiene bzw. den Anlagebereichen in Eingriff gelangt.
Hierzu ist das Eingriffselement derart ausgebildet, daß es in einer Orientierung relativ
zu den Anlagebereichen an den Anlagebereichen vorbei in die Schiene einführbar und
in einer anderen Orientierung von innerhalb der Schiene an die Anlagebereiche anlegbar
ist. In diesem Zusammenhang wäre auch eine Verrastung des Eingriffselements in der
Schiene denkbar.
[0029] Zur Erhöhung der Stabilität des durch die verbundenen Betonbauteile gebildeten Gesamtaufbaus
könnte das Verbindungsmittel mit einem Anker oder einem Transport- und Verlegeanker
verbunden sein. Eine homogene und durchgehende Bewehrung des Gesamtaufbaus wäre dann
die Folge. Hierzu könnte das Seil oder das Eingriffselement mit dem Anker oder dem
Transport- und Verlegeanker in einfacher Weise verschweißt sein. Gleichermaßen könnte
das Verbindungsmittel auch mit einem Bewehrungselement verbunden und ggf. über das
Seil oder das Eingriffselement mit dem Bewehrungselement verschweißt sein.
[0030] Im Hinblick auf eine konstruktiv besonders einfache Ausgestaltung könnte das Eingriffselement
als Hammerkopf ausgebildet sein. Bei einer derartigen Ausbildung ist eine besonders
einfache Verbindung mit einem als Schiene ausgebildeten Aufnahmeelement möglich.
[0031] In einer ebenfalls außerordentlich universell einsetzbaren Ausgestaltung könnte das
Eingriffselement als Haken ausgebildet sein. Bei dieser Ausgestaltung wäre eine einfache
Adaption an Verbindungsvorrichtungen mit schlaufenartigen Verbindungsmitteln realisiert.
[0032] Hinsichtlich einer besonders preisgünstigen Ausgestaltung der Vorrichtung könnte
das Seil aus Stahl hergestellt sein. Eine aufwendigere, korrosionssichere Ausgestaltung
könnte durch ein verzinktes Seil oder gar ein Seil aus Edelstahl realsisiert sein.
Bei der Materialauswahl ist darauf abzustellen, ob das Seil auf Dauer Umgebungsluft
und damit Feuchtigkeit ausgesetzt ist oder ob ein Vergießen des Seils im endmontierten
Zustand vorgesehen ist.
[0033] Zum Erreichen einer weiter erhöhten Verbindungssicherheit zwischen den Betonbauteilen
könnte das Verbindungsmittel eine Spanneinrichtung zum Spannen des Seils im verbundenen
Zustand aufweisen. Je höher die erreichte Spannung in dem Seil ist, desto sicherer
ist die resultierende Verbindung.
[0034] Im Hinblick auf eine konstruktiv besonders einfache Spanneinrichtung könnte die Spanneinrichtung
ein Rohr mit zwei im Rohrmantel gegenüberliegend ausgebildeten Durchgängen oder mit
einem an einem Ende des Rohres ausgebildeten, senkrecht zum Rohrquerschnitt ausgebildeten
Schlitz zur Aufnahme des Seils aufweisen. Bei jeder derartigen Ausgestaltung ist sicherzustellen,
daß ein sicherer Eingriff zwischen Rohr- und Seil erreicht ist. Zum Spannen des Seils
mit einem Rohr mit Schlitz könnte das Rohr von oben auf das zwischen den Bauteilen
angeordnete und mit diesen verbundene Seil aufgesetzt werden, so daß sich das Seil
in dem Schlitz befindet. Jedoch ist auch ein seitlicher Ansatz an das Seil denkbar.
[0035] Zum einfachen Spannen des Seils könnte das Rohr ein Betätigungselement zum Drehen
des Rohres um seine Achse aufweisen. Dabei sind unterschiedlich ausgestaltete Betätigungselemente
wie bspw. ein in dem Rohr ausgebildeter Innensechskant, ein Außensechskant, eine aufgeschweißte
Mutter oder ein an dem Rohr drehfest anordenbares oder in das Rohr schraubbares und
von dem Rohr dann abragendes Ringelement denkbar. Zur Betätigung des Innensechskants
könnte ein entsprechendes Werkzeug in das Rohr eingesteckt werden. Ein Außensechskant
und eine aufgeschweißte Mutter könnten über einen Gabelschlüssel betätigt werden.
Zur Betätigung eines Ringelements könnte eine durch das Ringelement steckbare Stange
dienen. Dabei müßte sichergestellt sein, daß das Ringelement derart orientiert ist,
daß ein Drehen des Rohres um seine Achse ermöglicht ist.
[0036] Zum sicheren Festlegen des Rohres nach dem Spannen und zum Aufrechterhalten der mittels
des Rohrs erreichten Spannung könnte das Rohr einen den Rohrmantel umgreifenden, frei
um das Rohr drehbaren Ring mit zumindest einem radial von dem Ring abragenden Kopplungselement
für ein Verbindungsglied mit einem Anker aufweisen. Damit wäre ein Festlegen des Rohres
über den Ring bzw. das Kopplungselement mit einem in dem Betonbauteil vorhandenen
Anker über ein zwischen dem Kopplungselement und dem Anker wirkendes Verbindungsglied
ermöglicht. Hinsichtlich eines besonders einfachen Festlegens des Rohres könnte das
Rohr im Bereich des Ringes ein Außengewinde aufweisen. Damit wäre ein Verspannen des
Rohres zwischen dem Seil und dem Ring über eine auf dem Gewinde sitzende Kontermutter
ermöglicht.
[0037] Zur sicheren Verbindung des Rings mit dem Anker könnte der Ring zwei sich in entgegengesetzte
Richtungen erstreckende, parallel zueinander ausgebildete Kopplungselemente aufweisen.
Bei dieser Ausgestaltung wäre ein Verbinden des Rings mit sowohl einem Anker in dem
einen Bauteil als auch einem Anker in dem anderen Bauteil realisierbar. Die Kopplungselemente
sind dabei quasi in einem Winkel von 180□ zueinander angeordnet. Je nach Winkel, in
dem die zu verbindenden Betonbauteile aufeinanderstoßen, könnten die Kopplungselemente
auch in entsprechenden Winkeln zueinander ausgebildet sein.
[0038] Bei einer konstruktiv besonders einfachen Ausgestaltung könnte das Kopplungselement
eine um ihre Achse frei drehbare und relativ zu dem Ring ortsfest angeordnete Hülse
mit einem Innengewinde aufweisen. Die Hülse wäre dabei an dem Ring oder ggf. an ein
von dem Ring abragendes Kopplungsglied aufpreßbar. Das Verbindungsglied zur Verbindung
mit einem Anker könnte dann an einem Ende ein komplementär zur Hülse ausgebildetes
Außengewinde und am anderen Ende einen Haken aufweisen. Durch die Verbindung des Verbindungsglieds
mit der Hülse über den Gewindeeingriff könnte das an einem Steg des Ankers eingehakte
Verbindungsglied über den Ring mit dem Rohr verspannt werden. Zum einfachen Drehen
der Hülse könnte die Hülse Durchgänge zum Eingriff mit einem Stab oder andere, den
Betätigungselementen des Rohrs entsprechende Betätigungselemente aufweisen.
[0039] Alternativ zu der Anordnung der Hülse an dem Ring könnte die Hülse auch dem Verbindungsglied
zugeordnet sein. Dabei wäre die freie Drehbarkeit der Hülse um ihre Achse und die
ortsfeste Anordnung der Hülse relativ zu dem Verbindungsglied zu gewährleisten. Dies
könnte ebenfalls durch ein Verpressen der Hülse mit dem Verbindungsglied erfolgen.
In analoger Weise müßte der Ring dann ein radial abragendes Gewinde bzw. einen radial
abragenden Gewindestab zum Eingriff mit dem Hülsengewinde aufweisen.
[0040] Im Hinblick auf ein besonders einfaches Positionieren des Eingriffselements in einem
Aufnahmeelement könnte das Eingriffselement ein elastisches Mittel zur Festlegung
bzw. Verklemmung in dem Aufnahmeelement aufweisen. Damit wäre ein Verrutschen des
Eingriffselements in dem Aufnahmeelement vermieden.
[0041] Bei einer Ausbildung des Aufnahmeelements als U-förmige Schiene mit von den Schenkeln
nach innen abragenden Anlagebereichen für das Eingriffselement könnte das elastische
Mittel in besonders praktischer Weise derart ausgebildet sein, daß das Eingriffselement
an die Anlagebereiche gepreßt ist.
[0042] Hinsichtlich der konstruktiven Ausgestaltung des elastischen Mittels könnte dieses
im Hinblick auf eine besonders flächige Anlage in dem Aufnahmeelement aus einer elastischen
Substanz aufgebaut sein. Im einfachsten Fall wäre hierbei ein Aufbau aus Schaumstoff
denkbar. Alternativ hierzu könnte das elastische Mittel auch eine Feder sein. Dabei
wäre die Verwendung einer Schraubenfeder besonders einfach und preisgünstig.
[0043] Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann grundsätzlich an allen erforderlichen Positionen
der Betonbauteile eingesetzt werden. Beim kombinierten Einsatz mit einer Spanneinrichtung
ist es jedoch besonders praktisch, das Verbindungsmittel mit Seil und ggf. Aufnahmeelement
im unteren Bereich bspw. einer Doppel- oder Hohlwand anzuordnen und die ggf. rohrförmige
Spanneinrichtung im oberen Bereich des Bauteils festzulegen.
[0044] Es gibt nun verschiedene Möglichkeiten, die Lehre der vorliegenden Erfindung in vorteilhafter
Weise auszugestalten und weiterzubilden. Dazu ist einerseits auf die dem Patentanspruch
1 nachgeordneten Patentansprüche, andererseits auf die nachfolgende Erläuterung von
fünf bevorzugten Ausführungsbeispielen der Erfindung anhand der Zeichnung zu verweisen.
In Verbindung mit der Erläuterung der bevorzugten Ausführungsbeispiele der Erfindung
anhand der Zeichnung werden auch im allgemeinen bevorzugte Ausgestaltungen und Weiterbildungen
der Lehre erläutert. In der Zeichnung zeigen
- Fig. 1
- in einer schematischen Darstellung ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung zum Verbinden flächiger Betonbauteile,
- Fig. 2
- in einer schematischen Darstellung ein zweites Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung zum Verbinden flächiger Betonbauteile,
- Fig. 3
- in einer schematischen Darstellung ein drittes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung zum Verbinden flächiger Betonbauteile,
- Fig. 4
- in einer schematischen Darstellung ein viertes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung zum Verbinden flächiger Betonbauteile mit einer Spanneinrichtung zum Spannen
des Seils und
- Fig. 5
- in einer perspektivischen und schematischen Darstellung ein fünftes Ausführungsbeispiel
einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Verbinden flächiger Betonbauteile.
[0045] Fig. 1 zeigt in einer schematischen Darstellung ein erstes Ausführungsbeispiel einer
erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Verbinden flächiger Betonbauteile, insbesondere
in Form von Doppel- oder Hohlwänden. Die Vorrichtung weist ein im Zwischenraum zwischen
den zu verbindenden Bauteilen anzuordnendes Verbindungsmittel 1 auf. Im Hinblick auf
eine sichere Verbindung mit konstruktiv einfachen und preisgünstigen Mitteln weist
das Verbindungsmittel 1 lediglich ein Seil 2 mit einem zumindest an einem Ende des
Seils 2 angeordneten Eingriffselement 3 auf. Im verbundenen Zustand ist das Eingriffselement
3 einem der Bauteile und das andere Ende des Seils 2 dem anderen Bauteil zugeordnet.
[0046] Bei dem in Fig. 1 dargestellten Verbindungsmittel 1 ist das Eingriffselement 3 mit
dem Seil 2 zur Realisierung einer besonders sicheren Verbindung dieser Elemente verpreßt.
[0047] Zur Verbindung der zu verbindenden Bauteile kann das dem Eingriffselement 3 abgewandte
Ende des Seils 2 mit einem Bauteil vergossen sein. Das Vergießen kann dabei schon
vor dem Endmontieren bzw. Einpassen der Bauteile stattfinden. Eine Behinderung beim
Einpassen der Bauteile ist durch das erfindungsgemäße Verbindungsmittel 1 nicht gegeben.
[0048] Zur Herstellung der Verbindung kann das Eingriffselement 3, bspw. beim Einsatz bei
Doppel- oder Hohlwänden, beim Ausgießen der Doppel- oder Hohlwände mit dem entsprechenden
Bauteil vergossen werden. Eine Verbindung kann jedoch auch über einen Rastmechanismus
erfolgen. Dabei könnte das jeweilige Bauteil einen Schnappmechanismus zur Aufnahme
des Eingriffselements 3 aufweisen.
[0049] Fig. 2 zeigt in einer schematischen Darstellung ein zweites Ausführungsbeispiel einer
erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Verbinden flächiger Betonbauteile. Dabei ist ein
Verbindungsmittel 1 dargestellt, bei dem beide Enden des Seils 2 zur Bildung einer
Seilschlaufe mit demselben Eingriffselement 3 verpreßt sind. Das Eingriffselement
3 ist hammerkopfförmig ausgebildet, um sicher von einem als Schiene 6 ausgebildeten
Aufnahmeelement 4 aufgenommen zu werden. Die Schiene 6 weist ein im wesentlichen U-förmiges
Profil mit parallel zueinander angeordneten Schenkeln 7 auf. Die Schenke 7 weisen
nach innen abragende Anlagebereiche 8 für das hammerkopfförmige Eingriffselement 3
auf.
[0050] Das schienenförmige Aufnahmeelement 4 kann in den Oberflächenbereich eines zu verbindenden
Betonbauteils an der Verbindungsseite eingegossen werden. Entsprechend kann die Seilschlaufe
im Schlaufenbereich in das korrespondierende Baute eingegossen sein. Dabei könnte
die Seilschlaufe um Anker- oder Bewehrungselemente geführt sein, so daß das Anker-
oder Bewehrungselement durch die Schlaufe hindurch verläuft. Mit einer derartigen
Seilschlaufe und einer korrespondierenden Schiene 6 könnte in einfacher Weise eine
Verbindung zwischen Betonbauteilen durch Einführen des Eingriffselements 3 in die
Schiene 6 erreicht sein. Hierzu könnte das Eingriffselement 3 derart ausgebildet sein,
daß es in einer Orientierung relativ zu den Anlagebereichen 8 an den Anlagebereichen
8 vorbei in die Schiene 6 einführbar und in einer anderen Orientierung von innerhalb
der Schiene 6 an die Anlagebereiche 8 anlegbar sein.
[0051] Zur Gewährleistung einer sicheren Positionierung des Aufnahmeelements 4 in dem Betonbauteil
könnte das Aufnahmeelement 4 Verankerungsmittel 5 und/oder Haftrippen aufweisen.
[0052] Fig. 3 zeigt in einer schematischen Darstellung ein drittes Ausführungsbeispiel einer
erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Verbinden flächiger Betonbauteile. Das in Fig. 3
dargestellte Ausführungsbeispiel demonstriert die Vielseitigkeit des erfindungsgemäßen
Verbindungsmittels 1. Dabei weist das Verbindungsmittel 1 zur Verbindung mehrerer
aufeinanderstoßender Bauteile vier Seile 2 auf, wobei jeweils zwei Enden der Seile
2 gemeinsam mit einem Eingriffselement 3 verpreßt sind. Die hammerkopfförmigen Eingriffselemente
3 können in einfacher Weise in in den Bauteilen eingegossene Schienen 6 eingefügt
werden.
[0053] Das in Fig. 3 dargestellte dritte Ausführungsbeispiel eines Verbindungsmittels 1
ist auch zur Kombination mit an weiteren Betonbauteilen angeordneten Seilschlaufen
geeignet. Hierzu könnte die Seilschlaufe derart in den Bereich des Verbindungsmittels
1 gebracht werden, daß ein Hindurchstecken eines Verbindungsstabs sowohl durch die
Seilschlaufe als auch durch den durch die Seile 2 des Verbindungsmittels 1 gebildeten
Durchgang ermöglicht ist. Insoweit könnte eine besonders einfache Knotenpunktverbindung
realisiert werden.
[0054] Fig. 4 zeigt in einer schematischen Darstellung ein viertes Ausführungsbeispiel einer
erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Verbinden flächiger Betonbauteile. Dabei weist das
Verbindungsmittel 1 eine Spanneinrichtung 9 zum Spannen des Seils 2 auf, wobei das
Seil 2 an seinen beiden Enden jeweils ein Eingriffselement 3 in Form eines Hammerkopfs
aufweist, welche in als Schienen 6 ausgebildeten Aufnahmeelementen 4 angeordnet sind.
[0055] Die Spanneinrichtung 9 umfaßt ein Rohr 10, welches in seinem Rohrmantel gegenüberliegend
ausgebildete Durchgänge 11 zum Durchführen des Seils 2 aufweist. Alternativ hierzu
könnte das Rohr 10 auch einen senkrecht zum Rohrquerschnitt ausgebildeten Schlitz
zur Aufnahme des Seils 2 aufweisen. Dabei würde das Rohr 10 zur Verbindung mit dem
Seil 2 von oben auf das Seil 2 aufgesteckt werden.
[0056] Ein Spannen des Seils 2 erfolgt durch Drehen des Rohres 10 um seine Achse. Hierzu
weist das Rohr 10 ein als Ringelement 13 ausgebildetes Betätigungselement 12 auf.
Das Ringelement 13 ist in das Rohr 10 von oben bis zu einem Anschlag eingeschraubt.
Durch weiteres Drehen des Ringelements 13 wird das Rohr 10 mitgedreht, wodurch das
Seil 2 gespannt wird.
[0057] Das Rohr 10 verläuft während des Spannens im wesentlichen vertikal und parallel zu
den Stirnflächen der Wandelemente 22 und 23 einer beispielhaft skizzierten Doppelwand.
[0058] Nach dem Spannen des Seils 2 läßt sich das Rohr 10 über einen den Rohrmantel umgreifenden,
frei um das Rohr 10 drehbaren Ring 14 festlegen, wobei der Ring 14 zwei sich in entgegengesetzte
Richtungen erstreckende, parallel zueinander ausgebildete Kopplungselemente 15 für
ein Verbindungsglied 17 mit einem Anker 18 aufweist. Die Verbindungsglieder 17 werden
dabei zunächst an Stegen eines Ankers 18 mit ihren Haken 21 eingehängt und anschließend
über ein Gewinde mit den als Hülsen 16 ausgebildeten Kopplungselementen 15 verschraubt.
Die Kopplungselemente 15 sind hierzu um ihre Achse frei drehbar und relativ zu dem
Ring 14 ortsfest angeordnet. Des weiteren weisen die Hülsen 16 ein Innengewinde und
die Verbindungsglieder 17 ein Außengewinde auf. Durch Drehen der Hülsen 16 wird eine
Spannverbindung des Rings 14 und damit des Rohrs 10 mit den Ankern 18 erzeugt. In
diesem Zustand ist das Rohr 10 jedoch innerhalb des Rings 14 frei drehbar. Durch ein
an dem Rohr 10 im Bereich des Ringes 14 ausgebildetes Außengewinde 19 läßt sich das
Rohr 10 jedoch über eine Mutter 20 zwischen dem Ring 14 und dem Seil 2 verspannen.
Falls das Rohr 10 keine Durchgänge 11, sondern einen Schlitz zum Aufstecken auf das
Seil 2 aufweist, müßte das Außengewinde 19 zum Verspannen des Rohrs 10 nicht wie in
der Fig. 4 gezeigt oberhalb des Rings 14 ausgebildet sein, sondern zwischen dem Ring
14 und dem Seil 2. Somit wäre auch bei dieser alternativen Ausgestaltung des Rohrs
10 ein Verspannen des Rohrs 10 gegen ein Drehen innerhalb des Rings 14 ermöglicht.
[0059] Die Wandelemente 22 und 23 der beispielhaft dargestellten Doppelwand sind der Übersichtlichkeit
halber lediglich durch gestrichelte Linien skizziert.
[0060] Fig. 5 zeigt in einer schematischen Darstellung ein fünftes Ausführungsbeispiel einer
erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Verbinden flächiger Betonbauteile. Die Vorrichtung
umfaßt ein Verbindungsmittel 1 mit einem Aufnahmeelement 4. Das Aufnahmeelement 4
umfaßt einen rohrförmigen Abschnitt 24 mit einem ovalen Querschnitt und ein hohles,
den rohrförmigen Abschnitt 24 einseitig verschließendes Abschlußstück 25 mit einem
gegenüber dem Abschnitt 24 erweiterten Innenraum. Das Abschlußstück 25 ist integral
mit dem Abschnitt 24 verbunden.
[0061] Der Abschnitt 24 weist an dem dem Abschlußstück 25 abgewandten Ende einen von dem
rohrförmigen Bereich 26 nach außen abragenden Kragen 27 auf. Der Kragen 27 kann entweder
entlang des gesamten Umfangs des Bereichs 26 oder auch nur abschnittsweise ausgebildet
sein. Beim gezeigten Ausführungsbeispiel ist der Kragen 27 lediglich abschnittsweise
an den Schmalseiten der Ovalhülse ausgebildet.
[0062] Ein längliches, an den ovalen Querschnitt des Abschnitts 24 angepaßtes Eingriffselement
ist in einer bestimmten Orientierung relativ zu dem ovalen Abschnitt 24 in den Abschnitt
24 bis in das Abschlußstück 25 hinein einsteckbar. Anschließend kann das mit einer
Seilschlaufe verpreßte Eingriffselement nach Zusammendrücken der Seilschlaufe um die
Rohrachse gedreht werden, so daß das Eingriffselement von innen an den Abschnitt 24
oder an einen Bereich 28 des Abschlußstücks 25 anlegbar ist. Damit ist das Eingriffselement
bzw. die Seilschlaufe in dem Aufnahmeelement 4 verrastet, wobei das dem Eingriffselement
abgewandte Ende der Seilschlaufe aus dem rohrförmigen Abschnitt 24 herausragt.
[0063] Der Abschnitt 24 bzw. der rohrförmige Bereich 26 weist an seinem dem Abschlußstück
25 abgewandten Ende Ausnehmungen 29 auf, die in den Längsseiten des Bereichs 26 ausgebildet
sind. Die Ausnehmungen 29 dienen der Positionierung der Seilschlaufe im endmontierten
Zustand der Vorrichtung.
[0064] Das Abschlußstück 25 weist an seinem dem Abschnitt 24 abgewandten Ende einen Deckel
30 auf, der über ein Verbindungselement 31 unverlierbar mit dem Abschlußstück 25 verbunden
ist.
[0065] Zur Vermeidung von Wiederholungen wird hinsichtlich weiterer Ausgestaltungen der
erfindungsgemäßen Vorrichtung auf die beigefügten Patentansprüche sowie auf den allgemeinen
Teil der Beschreibung verwiesen.
[0066] Abschließend sei ganz besonders hervorgehoben, daß die zuvor rein willkürlich gewählten
Ausführungsbeispiele lediglich zur Erläuterung der erfindungsgemäßen Lehre dienen,
diese jedoch nicht auf diese Ausführungsbeispiele einschränken.
1. Vorrichtung zum Verbinden flächiger Betonbauteile, insbesondere in Form von Doppel-
oder Hohlwänden, mit einem im Zwischenraum zwischen den zu verbindenden Bauteilen
angeordneten Verbindungsmittel (1),
dadurch gekennzeichnet, daß das Verbindungsmittel (1) ein Seil (2) mit einem zumindest an einem Ende des
Seils (2) angeordneten Eingriffselement (3) umfaßt und daß das Eingriffselement (3)
im verbundenen Zustand einem der Bauteile zugeordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das andere Ende des Seils
(2) zur Bildung einer Seilschlaufe ebenfalls dem Eingriffselement (3) zugeordnet und/oder
mit dem Eingriffselement (3) verpreßt ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Verbindungsmittel
(1) ein zumindest einem Bauteil zugeordnetes Aufnahmeelement (4) zur Aufnahme des
anderen Endes des Seils (2) oder des Eingriffselements (3) aufweist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Aufnahmeelement (4) einen
rohrförmigen Abschnitt (24) mit einem nicht kreisförmigen, vorzugsweise ovalen Querschnitt
und ein hohes, den rohrförmigen Abschnitt (24) einseitig verschließendes Abschlußstück
(25) mit einem gegenüber dem Abschnitt (24) erweiterten Innenraum aufweist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Abschlußstück (25) integral
mit dem Abschnitt (24) ausgebildet oder im wesentlichen formschlüssig auf den Abschnitt
(24) aufsteckbar oder in den Abschnitt (24) einsteckbar ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Abschnitt (24)
an dem dem Abschlußstück (25) abgewandten Ende einen von dem rohrförmigen Bereich
(26) nach außen abragenden Kragen (27) aufweist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Eingriffselement
(3) derart ausgebildet ist, daß es in einer Orientierung relativ zu dem rohrförmigen
Abschnitt (24) in den Abschnitt (24) bis in das Abschlußstück (25) hinein einsteckbar
und in einer um die Rohrachse gedrehten Orientierung von innen an den Abschnitt (24)
oder an einen Bereich (28) des Abschlußstücks (25) anlegbar ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Aufnahmeelement (4) eine
Schiene (6) ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Eingriffselement
(3) ein elastisches Mittel zur Festlegung bzw. Verklemmung in dem Aufnahmeelement
(4) aufweist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Verbindungsmittel
(1) eine Spanneinrichtung (9) zum Spannen des Seils (2) im verbundenen Zustand aufweist.