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(11) |
EP 0 855 950 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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15.01.2003 Patentblatt 2003/03 |
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Anmeldetag: 17.10.1996 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: B25D 17/02 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE9601/967 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9701/5421 (01.05.1997 Gazette 1997/19) |
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VERFAHREN ZUR VERBESSERUNG DER HALTBARKEIT VON HYDRAULIKMEISSELN
PROCESS FOR IMPROVING THE DURABILITY OF HYDRAULIC CHISELS
PROCEDE PERMETTANT D'AMELIORER LA DURABILITE DE TREPANS HYDRAULIQUES
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR IT |
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Priorität: |
17.10.1995 DE 19538535
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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05.08.1998 Patentblatt 1998/32 |
| (73) |
Patentinhaber: Hunger, Christian |
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84137 Vilsbiburg (DE) |
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Erfinder: |
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- HUNGER, Christian
84137 Vilsbiburg (DE)
- FISCHER, Hans-Gerd
D-34125 Kassel (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
AT-A- 377 207
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DE-U- 29 516 413
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 018, no. 243 (M-1602), 10.Mai 1994 & JP 06 031653 A
(NIPPON PNEUMATIC), 8.Februar 1994, in der Anmeldung erwähnt
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 010, no. 355 (C-388), 29.November 1986 & JP 61 153231
A (DAIDO STEEL), 11.Juli 1986,
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 94, no. 0010 & JP 06 297164 A (MITSUBISHI STEEL), 25.Oktober
1994,
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Beim Einsatz des Meissels erfolgt die Übertragung der Schlagkraft über den Schlagkopf
(2), den Kern (4) auf die Arbeitsspitze (1). Für diese Anforderung sind hohe Härtewerte
von 50-53 HRc notwendig. Eine Verformung (Stauchung mit Gratbildung) am Schlagkopf
wird vermieden. Die Arbeitsspitze (1) erhält einen hohen Verschleisswiederstand, welcher
bei der Abnutzung über den gesamten Arbeitsbereich erhalten bleibt.
[0002] An der Oberfläche (3) des Meissels und der Einfräsung (6) zum Halten des Meissels
im Hammer ergeben sich Beschädigungen. Bei hoher Härte und seitlicher Krafteinwirkung
auf den Meissel beim Einsatz führen diese Beschädigungen zu Anrissen und dann kurzfristig
durch Dauerbruch zum Ausfall des Meissels. Bei den bisher angewandten Härten von 46-48
HRc wird versucht, mit hohen Nickelgehalten von bis zu 4,5 % den Einfluss von Beschädigungen
zu mindern.
Durch die Anlassbehandlung des schraffierten Bereiches (5) auf Härtewerte von 40-43
HRc an der Oberfläche (3+6) wird der Einfluss der Beschädigungen auch ohne Nickelzusatz
zum Stahl praktisch aufgehoben.
Mit der durchgängigen Anlassbehandlung werden die negativen Einflüsse von partiellen
Oberflächenbehandlungen (japan. Patent JP-A-6 031 653; Aktenzeichen: Appl. No. 4-195386;
Offenlegungschrift: M-1602 May 10, 1994 Vol. 18/No 243; Int. Cl. B25D17/02; Anmelder:
Nippon Pneumatic MFG CO LTD) gerade in kritischen Bereichen vermieden.
[0003] In der Einfräsung (6) ergeben sich zwischen Meisseloberfläche und Haltekeil hohe
Flächenpressungen mit geringer Relativbewegung. Eine gleichmässige Schmierung ist
sehr prolematisch und deshalb garantieren nur niedrige Oberflächenhärtewerte von 40-43
HRc die Vermeidung von Pittings, Anfressungen und Rissbildung mit Meisselausfall.
Ein Meisselbruch in diesem Bereich kann darüber hinaus zu starker Zerstörung im Hammer
führen.
Der Auslauf der Glühbehandlung, beim japan. Patent, in den Bereich der Einfräsung
(6) ist bei hohen Härtewerten aufgrund der Kerbwirkung von hart/weicher Oberfläche
von negativem Einfluss. Die vorgenannten Probleme im Bereich der Einfräsung (6) werden
im japan. Patent überhaupt nicht behandelt.
[0004] In der Meisselführung (7) führt eine nachlässige Schmierung zu ähnlichen Problemen
wie bei der Einfräsung. Eine Glühbehandlung auf Härtewerte von 20 HRc (japan. Patent)
dürfte nicht die ideale Lösung sein. Durch die sehr niedrige Festigkeit sind durch
seitliche Krafteinwirkung beim Arbeitseinsatz Materialstauchungen und -verschiebungen
möglich. Diese führen jedoch zu einer weiteren Verschlechterung der Schmierung und
somit letztlich zum Ausfall des Meissels. Zur Lösung obengenannter Probleme wird ein
Verfahren gemäß Anspruch 1 vorgeschlagen.
Die angeführten 40-43 HRc der vorliegenden Anmeldung sind eindeutig die bessere Lösung.
Sie vermeiden die Pittingbildung und - die Schmierung wird nicht behindert.
[0005] Ein weiteres Verfahren wird in Anspruch 2 vorgeschlagen.
[0006] An der Oberfläche (3) des Meissels, im Arbeitsbereich, lassen sich Beschädigungen
beim Arbeitseinsatz nicht vermeiden. Bei hoher Härte (50-53 HRc) führen diese Beschädigungen
durch seitliche Krafteinwirkung (praktisch nicht vermeidbar) auf den Meissel zu Anrissen,
welche letztlich in kurzer Zeit zum Dauerbruch führen. Das gleiche gilt für den Übergang
hart/weich an der Oberfläche beim Auslauf der Glühbehandlung des japan Patentes.
Härtewerte von 40-43 HRc verhindern diese Anrissbildung und somit den vorzeitigen
Ausfall des Meissels.
Bei entsprechender Einstellung der Tiefe der angelassenen Schicht (5) führen selbst
leichte Durchbigungen des Meissels nicht zur Anrissbildung.
Theoretisch ergibt sich bei entsprechender Einstellung von hartem Kern und abfallender
Härte zur Oberfläche eine gewisse selbstschärfung der Arbeitsspitze.
Zusammenfassend kann man sagen:
[0007]
= Höhere Standzeit durch die hohe Arbeitshärte von 50-53 HRc über die gesamte Arbeitslänge
des Meissels.
= Durch die niedrige Oberflächenhärte von 40-43 HRc werden vorzeitige Meisselausfälle
wegen Schädigungen vermieden.
= Verwendung kostengünstiger Stähle wegen Wegfall oder Reduzierung des Nickels.
1. Verfahren zur Verbesserung der Haltbarkeit von Hydraulikmeisseln, dadurch gekennzeichnet, dass der Meissel nach dem Härten und Anlassen auf 50-53 HRc, am Aussendurchmesser (3)
inklusive der Einfräsung (6) über einen Tiefenbereich (5) nochmals bei höheren Temperaturen
angelassen wird auf Oberflächenhärten von 40-43 HRc.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass am Hydraulikmeissel vor dem Härten und Anlassen am Aussendurchmesser inklusive der
Einfräsung (3+6) im Tiefenbereich (5) eine gezielte Randabkohlung erfolgt wobei sich
beim nachfolgenden Härten und Anlassen aufgrund des abgesenkten Kohlenstoffgehaltes
an der Oberfläche (3+6) eine Härte von 40-43 HRc und an Schlagkopf (2), Arbeitsspitze
(1) und Kern (4) eine Härte von 50-53 HRc ergibt.
1. Une méthode pour améliorer la durabilité de trépans hydrauliques, caractérisée du
fait que le trépan est fait revenir encore une fois avec des températures plus élevées
aux duretés de surface de 40-43 HRC, après la trempe et revenu aux 50-53 HRC au diamètre
extérieur (3), fraisage (6) compris.
2. Méthode selon revendication-1, caractérisée du fait qu'une décarburation du bord partielle
et appropriée est fait au trépan hydraulique avant la trempe et revenu au diamètre
extérieur, fraisage compris (3+6). Pendant la trempe et revenu suivants, une dureté
de 40-43 HRC est apportée à la surface (3+6) et à la tête de coup (2), au côté de
travail (1) et à l'intérieur (4) une dureté de 50-53 HRC est apportée à cause de la
teneur en carbone du bord diminuée.
1. A process is disclosed for improving the durability of hydraulic chisels, characterised by the fact that, after hardening and tempering the chisel to up to 50-53 HRc, the outer
diameter (3), including the cut-out (6), is once again tempered at high temperatures
to achieve a surface hardness of 40-43 HRc.
2. Process after claim 1, characterised by the fact that the hydraulic chisel, before hardening and tempering, is subjected
to a specific surface decarbonization on the outer diameter including the cut-out
(3+6). During the following hardening and tempering, the decreased carbon content
on the surface (3+6) will cause a hardness of 40-43 HRc on the surface, and a hardness
of 50-53 HRc on the shock head (2), the working end (1) and the centre in hardness.