[0001] Toilettensitze bestehen in der Regel aus einem Sitzteil und einem Deckelteil, die
beide von wenigstens einem auf der Toilettenschüssel aufliegenden Trägerteil mit Befestigungsmitteln
über zwei Achsteile festgelegt sind, wie dies beispielsweise aus EP-A-0 615 073 bekannt
ist. Es können hierbei, wie aus der genannten Druckschrift ersichtlich, die beiden
Achsteile jeweils mit einem gesonderten Trägerteil versehen sein, oder aber es kann
ein einheitlicher Trägerteil vorgesehen sein, dem zwei Achsteile angeordnet sind.
[0002] Da derartige Toilettensitze im Laufe der Zeit unansehnlich werden oder aber auch
beschädigt werden können, muß eine leichte Auswechselmöglichkeit gegeben sein, wie
sie in der genannten Druckschrift dadurch gegeben ist, daß die beiden Achsteile seitlich
in entsprechende Ausnehmungen von Sitsteil und Deckelteil eingesteckt werden, wobei
die einstückig mit den Achsteilen verbundenen Befestigungsmitteln jeweils in Form
eines Schraubenbolzens über eine Spannmutter an der Toilettenschüssel festgelegt werden.
[0003] Da die Schraubenbolzen wegen der unterschiedlichen Dickenabmessungen der Befestigungsränder
der Toilettenschüssel relativ lang gestaltet sein müssen, zeigt die genannte Druckschrift
eine Schnellwechselmöglichkeit, die dadurch gegeben ist, daß der Schraubkanal der
Schraubenmutter seitlich geöffnet ist, so daß diese dicht an der Befestigungsstelle
seitlich auf den Schraubenbolzen aufgeklipst werden kann und nur noch über eine geringe
Länge eine Drehbewegung ausgeführt werden muß. Über einen konischen Ansatz an der
Schraubenmutter, der in einen entsprechenden Druckring mit konischer Ausnehmung eingreift,
soll sichergestellt werden, daß unter dem Einfluß der Anzugskräfte die Mutter nicht
aufgespreizt wird. Diese Sicherung ist jedoch nur bedingt funktionsfähig, da der Sicherungskonus
nur im Bereich der letzten Schraubenwindungen wirksam sein kann, so daß hier die Gefahr
besteht, daß die Mutter trotzdem aufgespreizt wird und sich löst. Die Montagearbeiten
sind bei dieser Bauform relativ aufwendig.
[0004] Aus DE-U-89 03 752.9 ist eine Befestigungsanordnung bekannt, die eine durchgehende
Trägerbrücke aufweist, die über Schraubenbolzen mit entsprechenden Schraubmuttern
an der Toilettenschüssel festgelegt ist. Sitzteil und Deckelteil sind über eine federbelastete
Schnappachse mit dem Trägerteil verbunden. Der Vorteil dieser Anordnung besteht grundsätzlich
darin, daß zum Auswechseln von Sitzteil und Deckelteil die Schnappachsen gegen die
Kraftwirkung der Feder zurückgezogen werden und anschließend Deckelteil und Sitzteil
abgenommen werden können. Die Anordnung ist jedoch in ihrem Aufbau verhältnismäßig
kompliziert und durch die Verwendung von Federn nur bedingt korrosionsbeständig. Durch
Ablagerungen läßt es sich nicht vermeiden, daß die Schnappachsen nach einiger Zeit
überhaupt nicht zurückgezogen werden kann.
[0005] Aus DE-U-90 13 917.8 ist eine Anordnung bekannt, bei der wiederum zwei einzelne Gelenkteile
an der Toilettenschüssel festgelegt werden können, deren Befestigungsmuttern als sogenannte
Kippmutter ausgebildet sind. Hierbei ist der Schraubkanal unvollständig ausgebildet,
so daß die Mutter unter Schrägstellung auf den zugehörigen Schraubenbolzen zunächst
bis nahe zum Anschlag aufgeschoben werden kann, dann achsrichtig ausgerichtet wird,
und dann in üblicher Weise drehend verspannt werden kann. Bei dieser Ausführungsform
ist der Achsteil so ausgebildet, daß zumindest der Sitzteil im Gelenkbereich mit einem
klauenförmigen Gelenk versehen ist, das seitlich auf den Achsteil aufgeklipst werden
kann.
[0006] Eine ähnliche Befestigungsmöglichkeit ist aus DE-A-43 39 200 bekannt. Es sind zwei
gesonderte Gelenkteile vorgesehen sind, die in die Befestigungslöcher an der Toilettenschüssel
eingesteckt werden und in die dann von unten ein konischer, mit Rasten versehener
Klemmkeil eingedrückt wird. Der Gelenkteil besitzt eine klauenförmige Aufnahme, in
die Sitzteil und Deckelteil mit entsprechenden Achselementen eingeklipst werden. Damit
ist die Möglichkeit gegeben, daß der Sitzteil und/oder der Deckelteil ausgewechselt
werden können, ohne daß der mit der Toilettenschüssel fest verbundene Gelenkteil gelöst
werden muß. Der Nachteil dieser Anordnung besteht darin, daß durch eine unachtsame
Belastung von Sitzteil und/oder Deckelteil bei der Handhabung sich ein oder beide
Teile vom Gelenkteil lösen können.
[0007] Eine andere Befestigungsform ist in EP-B-0 156 967 angegeben. Bei dieser Bauform
sind an der Toilettenschüssel jeweils zwei gesonderte Trägerteile jeweils über eine
Schraubenbolzen-Spannmutter-Verbindung festgelegt. Die beiden Trägerteile weisen eine
obere Ausnehmung auf, in die ein Achsteil von oben eingesteckt werden kann, nachdem
der Achsteil in entsprechende Gelenkbohrungen an Sitzteil und Deckelteil jeweils eingeschoben
worden ist. Das in den Trägerteil einzusteckende Ende des Achsteils weist eine umlaufende
Nut auf, so daß in den Trägerteil über eine seitliche Öffnung ein Sperrstift eingesteckt
werden kann, durch den der Achsteil formschlüssig am Trägerteil gesichert wird. Auch
hier ist ein Auswechseln von Sitzteil und Deckelteil möglich, ohne daß die zugehörigen
Trägerteile von der Toilettenschüssel gelöst werden müssen. Der Nachteil dieser Bauform
besteht jedoch darin, daß beim Auswechseln jeweils vor Ort die betreffenden Achsteile
eingefädelt werden müssen und dann in der durch die Einfädelung vorgegebenen Zuordnung
in die Trägerteile eingesteckt werden und mit diesen verriegelt werden müssen. Sowohl
bei der Neumontage als auch beim Auswechseln erfordert dies einen erheblichen Montageaufwand.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Befestigungsanordnungen zu schaffen, die
eine einfachere Montage und eine betriebssichere Fixierung gewährleisten.
[0009] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Befestigungsanordnung für einen
Toilettensitz, mit wenigstens einem an der Toilettenschüssel festlegbaren Gelenkteil,
an dem ein Sitzteil und ein Deckelteil angelenkt sind, das wenigstens einen auf der
Toilettenschüssel aufliegenden Trägerteil mit Befestigungsmitteln und zwei Achsteile
aufweist, die jeweils mit zwei gleichachsig ausgerichteten Achsansätzen versehen sind,
die jeweils einen Halteteil seitlich überragen, wobei die nach innen gegeneinander
gerichteten Achsansätze den Sitzteil und die nach außen gerichteten Achsansätze den
Deckelteil halten, wobei ferner der Sitzteil und der Deckelteil jeweils mit einer
Bohrung zur Aufnahme der zugehörigen Achsansätze versehen sind und daß eine Bohrung
in wenigstens einem der beiden Teile, vorzugsweise dem Deckelteil, eine seitliche
Öffnung aufweist, deren lichter Querschnitt geringfügig kleiner ist als der Durchmesser
des zugehörigen Achsansatzes.
[0010] Eine derartige Befestigungsanordnung hat den Vorteil, daß bei einem einstückigen
Trägerteil mit entsprechend zwei Achsteilen, insbesondere aber auch bei zwei gesonderten
Trägerteilen, die jeweils einen Achsteil aufweisen, zur Montage Sitzteil und Deckelteil
auf die Achsansätze des einen Achsteils axial aufgeschoben werden können und anschließend
durch einen Schwenkvorgang aufgeklipst werden. Da hierzu ein Verschwenken des Deckelteils
in seiner Erstreckungsebene erforderlich ist, wird zugleich sichergestellt, daß bei
den Belastungen im normalen Gebrauch ein Lösen der Gelenkverbindung ausgeschlossen
ist. Besonders zweckmäßig ist diese Anordnung jedoch dann, wenn für einen derartigen
Toilettensitz zwei gesonderte Gelenkteile jeweils mit eigenem Trägerteil vorgesehen
sind. Bei einer derartigen Ausführungsform erlaubt die vorbeschriebene Verbindungsmöglichkeit
eine fabrikmäßige Fertigung in der Weise, daß Sitzteil und Deckelteil mit Hilfe einfacher
Fügeeinrichtungen zusammengesteckt werden konnen und als gschlossenes Bauelement zur
Verfügung gestellt werden können. Ein Gelenkteil ist hierbei mit seinen Achsansätzen
vollständig durch "Einfädeln" zusammengesteckt, während das andere Gelenkteil mit
einemnach innen gerichteten Achsansatz in den Sitzteil eingesteckt ist, so daß nur
noch der Deckelteil durch die vorbeschriebene Schwenkbewegung auf den nach außen weisenden
Achsansatz aufgeklipst wird.
[0011] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist insbesondere für eine Befestigungsanordnung
der vorstehend beschriebenen Art vorgesehen, daß der Trägerteil auf seiner Oberseite
mit wenigstens einem Zapfen versehen ist, der eine Hinterschneidung aufweist und daß
der jeweils zugehörige Achsteil an seiner Unterseite mit einer Aufnahmeöffnung für
den Zapfen versehen ist, die an wenigstens einem Teil ihrer Wandung mit einem Vorsprung
versehen ist, der bei eingeschobenem Zapfen in dessen Hinterschneidung eingreift.
Sowohl bei einem Trägerteil mit zwei Achsteilen als auch bei Systemen, bei denen jeder
Trägerteil mit einem Achsteil versehen ist, bietet diese Ausgestaltung die Möglichkeit,
den Sitzteil und den Deckelteil mit ihren Achsteilen als vorgefertigtes Element herzustellen,
das dann durch ein Aufstecken auf den Zapfen des Trägerteils montiert, aber auch zum
Auswechseln demontiert werden kann, ohne daß das Trägerteil selbst von der Toilettenschüssel
gelöst werden muß. Bei dieser Konzeption macht man mit Vorteil von der Tatsache Gebrauch,
daß zumindest die Achsteile aus einem Kunststoff gefertigt werden, so daß hier eine
gewisse Elastizität im Bereich der Aufnahmeöffnung im Zapfen gegeben ist, so daß die
Verbindung zwischen Toilettensitz und Toilettenschüssel nach Art einer Druckknopfverbindung
erfolgt.
[0012] In weiterer erfindungsgemäßer Ausgestaltung, insbesondere für die vorstehend genannten
Befestigungsanordnungen ist vorgesehen, die Trägerplatte auf ihrer Unterseite mit
wenigstens einer hinterschnittenen Nut für die Aufnahme einer Halteplatte an den Befestigungsmitteln
versehen ist. Die Trägerplatte kann wiederum als gemeinsame Basisplatte für zwei Achsteile
konzipiert sein oder aber als gesondert montierbare Trägerplatte für jeweils einen
Achsteil konzi- auf der Unterseite ist in Verbindung mit der eingesetzten Halteplatte
des Befestigungsmittels, das beispielsweise durch einen Schraubenbolzen gebildet wird,
die Möglichkeit gegeben, den Toilettensitz vor dem endgültigen Verspannen der Befestigungsmittel
genau auszurichten und zu justieren. Zweckmäßig ist es hierbei, wenn der Schraubenbolzen
asymmetrisch mit der Halteplatte verbunden ist, so daß durch ein Umsetzen der Halteplatte
in der hinterschnittenen Nut der Trägerplatte unterschiedliche Ausrichtungen der Achse
des Schraubenbolzens zu der durch die Anordnung des Achsteiles bzw. des Zapfens auf
dr Oberseite der Halteplatte vorgegebenen Ausrichtung möglich ist.
[0013] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist für Befestigungsanordnungen von Toilettensitzen,
insbesondere in den vorstehend beschriebenen erfindungsgemäßen Ausgestaltungen, aber
auch für konventionelle Befestigungsanordnung ein auf den Schraubenbolzen aufschiebbarer
Druckring vorgesehen, der eine sich bis zum freien Ende des Schraubenbolzens hin konisch
erweiternde Durchstecköffnung aufweist, und für den Schraubenbolzen eine Spannmutter
vorgesehen, die einen mit einer glatten Durchgangsbohrung versehenen Grundkörper aufweist,
an den sich ein Gewindeteil anschließt, der wenigstens eine federnde, auf ihrer Innenseite
mit einem Teil des Gewindes versehene Zunge aufweist, die auf ihrer Außenseite mit
einer zum freien Ende der Zunge zulaufenden konischen Andruckfläche versehen ist.
Das Gewinde an der federnden Zunge befindet sich in üblicher Form mit dem Gewinde
des Schraubenbolzens im Eingriff, so daß die Spannmutter normal aufgeschraubt werden
kann. Die Ausgestaltung hat jedoch den Vorteil, daß für die Montage die Spannmutter
ohne zu drehen auf den Schraubenbolzen axial soweit aufgeschoben werden kann, bis
das freie Ende der federnden, mit dem Gewinde versehenen Zunge in die konische Erweiterung
der Durchstecköffnung am Druckring eingreift. Die Spannmutter wird hierbei in axialer
Richtung zunächst nach Art einer Federratsche gehalten. Erst wenn bei Anlage der konischen
Andruckfläche der Zunge an der entsprechenden Gegenfläche am Druckring die Zunge nicht
mehr nach außen ausweichen kann, wird die Spannmutter in üblicher Weise geschraubt,
wobei über die konische Fläche des Druckringes einerseits und die konische Andruckfläche
an der Zunge andererseits in zunehmendem Maße eine radial nach innen wirkende Anpreßkraft
zwischen dem Schraubenbolzen und dem Gewindeteil der Zunge der Spannmutter wirksam
wird, so daß eine zuverlässige Verschraubung gegeben ist. Zweckmäßigerweise ist die
Spannmutter so ausgebildet, daß zwei in Achsrichtung gesehen diametral gegenüberliegende
Zungen mit einem Gewindeteil vorgesehen sind, so daß zum einen eine einwandfreie Steckbarkeit
der Spannmutter bis zum Anschlag am Druckring gewährleistet ist und zum anderen aber
eine wirksame Verschraubung möglich ist.
[0014] Zum Lösen genügt es, wenn die Spannmutter um einige Gewindedrehungen freigeschraubt
wird, so daß anschließend die Spannmutter in einer einfachen axialen Bewegung abgezogen
werden kann.
[0015] Die Erfindung wird anhand schematischer Zeichnungen von Ausführungsbeispielen näher
erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Vertikalschnitt durch einen Toilettensitz,
- Fig. 2
- eine Ansicht in Richtung A auf den Toilettensitz gem. Fig. 1,
- Fig. 3
- eine Befestigungsanordnung in größerem Maßstab in einer Rückansicht gem. Fig. 2,
- Fig. 4
- die Befestigungsanordnung gem. Fig. 3 in einer Seitenansicht,
- Fig. 5
- eine Trägerplatte in Aufsicht, Seitenansicht und Untersicht,
- Fig. 6
- ein als Schraubenbolzen ausgeführtes Befestigungsmittel mit Druckring und Spannmutter.
[0016] Wie Fig. 1 erkennen läßt, weist der Toilettensitz 1 einen Sitzteil 2 und einen Deckelteil
3 auf. Diese beiden Teile des Toilettensitzes sind an einen Gelenkteil 4 angelenkt,
das einen auf der Toilettenschüssel 5 aufliegenden Trägerteil 6 mit Befestigungsmitteln
7 aufweist. Bei dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel ist ein Achsteil 8 lösbar
mit dem Trägerteil 6 verbunden. Die Verbindung der beiden Teile erfolgt, wie nachstehend
noch näher erläutert werden wird, über einen mit dem Trägerteil 6 verbundenen Zapfen
9, auf den der Achsteil 8 nach Art eines Druckknopfes aufsteckbar ist. Hierdurch ist
die Möglichkeit gegeben, daß der Toilettensitz 1 von der Toilettenschüssel gelöst
werden kann, ohne daß hier die Befestigungsmittel 7 gelöst werden müssen.
[0017] Fig. 2 zeigt die Ansicht der Befestigungsanordnung gem. Fig. 1 in Richtung des Pfeiles
A in Fig. 1. Hier ist zu erkennen, daß die Befestigung des Toilettensitzes 1 über
zwei getrennte Gelenkteile 4 erfolgt. Es besteht gleichwohl die Möglichkeit, die Befestigungsanordnung
so zu gestalten, daß nur ein einziger Trägerteil 6.1 vorgesehen ist, wie hier strichpunktiert
angedeutet, der entsprechend über zwei Befestigungsmittel an der Toilettenschüssel
5 festgelegt ist. Im übrigen ist der Aufbau der Gesamtanordnung unverändert.
[0018] Wie Fig. 2 und die vergrößerten Ansichten in Fig. 3 und 4 erkennen lassen, weisen
die beiden Achsteile 8 eine nach unten offene Aufnahmeöffnung 10 auf, die wenigstens
an einem Teil ihrer Wandung mit einem Vorsprung 11 versehen ist, der beim Aufstecken
auf den Zapfen 9 in eine entsprechende Hinterschneidung 12 des Zapfens 9 eingreift,
so daß der Toilettensitz fest, aber lösbar mit den Gelenkteilen 4 verbunden ist.
[0019] Der Achsteil 8 ist mit zwei seitlichen Achsansätzen 8.1 und 8.2 versehen, von denen
der Achsansatz 8.1 in eine entsprechende Bohrung am Sitzteil 2 eingesteckt ist, während
der Achsteil 8.2, der bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel konisch ausgebildet
ist, in eine entsprechende Bohrung im Deckelteil 3 eingesteckt ist.
[0020] Um die beiden Teile 2 und 3 des Toilettensitzes 1 montieren zu können, wird zunächst
der eine Achsteil 8, wie aus der Schnittdarstellung ersichtlich, jeweils in die entsprechenden
Bohrungen eingefädelt.
[0021] Der andere Achsteil 8.4 wird dann mit seinem Achsansatz 8.1 in den Sitzteil 2 eingefädelt.
Die Bohrung im Deckelteil 3 besitzt an einer Seite, hier auf der dem Achsteil 8.4
zugeordneten Seite, eine seitliche Öffnung 13, deren lichter Querschnitt geringfügig
kleiner ist als der Durchmesser des zugehörigen Achsansatzes. Damit ist dann die Möglichkeit
gegeben, den Deckelteil 3 unter Verschwenken in seiner Gestaltebene auf den Achsansatz
8.2 des Achsteils 8.4 seitlich aufzuklipsen. Der Toilettensitz bildet damit eine komplette
Baueinheit, die nach entsprechender Befestigung der Gelenkteile 4 an der Toilettenschüssel
5 auf die Zapfen 9 "aufgeknöpft" werden kann oder aber auch zu Reinigungs- und Reparaturzwecken
abgenommen werden kann.
[0022] Fig. 3 und 4 zeigen den Gelenkteil 4 in vergrößerter Darstellung mit aufgesetztem
Achsteil 8. Aus der vergrößerten Darstellung ist zu erkennen, daß der Zapfen 9 eine
Hinterschneidung 12 aufweist, in die ein entsprechender Vorsprung 11 an der Wandung
der Aufnahmeöffnung im Achsteil 8 eingreift. Die Anordnung ist hierbei so getroffen,
daß die Aufnahmeöffnung 10 eine seitliche Öffnung 14 aufweist (Fig. 3), so daß bei
der Herstellung des Achsteils 8 aus Kunststoff hier ein entsprechender Schieber eingeführt
werden kann, durch den der Vorsprung 11 in die Aufnahmeöffnung 10 eingeformt werden
kann. Während der Zapfen 9 mit seiner Hinterschneidung drehsymmetrisch ausgebildet
ist, genügt es, wenn in der Aufnahmeöffnung 10 der Vorsprung 11 nur an einer Wandung
der Aufnahmeöffnung in Form einer Rippe oder dergl. angeformt ist. Bei entsprechender
Dimensionierung reicht selbst bei stabilen Kunststoffmaterialien die Elastizität des
Kunststoffmaterials aus, um hier eine zuverlässige feste Rastverbindung zwischen Achsteil
und Zapfen zu bewirken, die den Toilettensitz bei normalem Gebrauch sicher an der
Toilettenschüssel hält.
[0023] Der Gelenkteil 4 mit seiner Trägerplatte 6 und seinem Befestigungsmittel 7 kann hierbei
einstückig ausgebildet sein. Zweckmäßig ist es jedoch, wie in Fig. 5 in drei Ansichten
dargestellt, wenn die Trägerplatte 6 mit ihrem Zapfen 9 auf der Unterseite mit einer
hinterschnittenen Nut 15 versehen ist, in die das Befestigungsmittel 7, das in Form
eines Schraubenbolzens ausgeführt ist, eingesetzt werden kann. Hierzu ist, wie Fig.
5 zeigt, der Schraubenbolzen 7 mit einer Halteplatte 16 versehen, die asymmetrisch
zur Achse 17 des Schraubenbolzens angeordnet ist, wie dies auch in Fig. 5.3 angedeutet
ist. Da der Zapfen 9, wie Fig. 5.1 erkennen läßt, exzentrisch an der Trägerplatte
6 angeordnet ist, ergibt sich somit die Möglichkeit, durch ein entsprechendes Einsetzens
des Schraubenbolzens 7 in die hinterschnittene Nut 15 die Anordnung so zu treffen,
daß die Achse des Schraubenbolzens 17 mit der Achse des Zapfens 9 zusammenfällt. Setzt
man den Schraubenbolzen 7 um 180° verdreht in die hinterschnittene Nut 15 ein, dann
steht die Achse 17 des Schraubenbolzens mit Abstand zur Achse des Zapfens 9. Durch
die Hinterschneidung ist gewährleistet, daß der Schraubenbolzen 7 mit seiner Halteplatte
16 in Richtung des Pfeiles 18 (Fig. 5.3) auch noch seitlich verschoben werden kann,
so daß eine exakte Ausrichtung des Gelenkteils 4 auf der Toilettenschüssel möglich
ist.
[0024] Zur Befestigung des Gelenkteils 4 an der Toilettenschüssel 5 wird auf den Schraubenbolzen
7, wie in Fig. 1 aber auch in Fig. 3 und Fig. 6 in einer Sprengdarstellung dargestellt,
zunächst ein Druckring 19 aufgeschoben. Wie Fig. 6 erkennen läßt, weist der Druckring
19 eine sich nach unten konisch erweiternde Durchstecköffnung 20 auf. Zur Vereinfachung
der Montage kann der vorzugsweise aus Kunststoff gefertigte Druckring 19 im Bereich
seines engsten Durchmessers mit zwei dünnen Nasen 21 versehen sein, deren lichter
Abstand etwas geringer ist als der Spitzdurchmesser des Gewindes des Schraubenbolzens
7. Damit besteht die Möglichkeit, zur Montage den Druckring 19 auf den Schraubenbolzen
aufzuschieben, wobei über die Nasen 21 gewährleistet ist, daß der Druckring 19 nicht
mehr von dem Schraubenbolzen 7 herunterrutschen kann, jedoch von Hand leicht abgezogen
werden kann.
[0025] Zur Fixierung des Gelenkteils 4 ist die in Fig. 6 dargestellte Spannmutter 22 vorgesehen,
die einen Grundkörper 23 aufweist, der mit einer glatten Durchgangsbohrung 24 versehen
ist, deren Durchmesser an der engsten Stelle größer ist als der Außendurchmesser des
Gewindes am Schraubenbolzen 7. Am Grundkörper 23 sind zwei federnde Zungen 25 vorgesehen,
die auf ihrer Innenseite jeweils mit einem Teil des Gewindes 26 versehen sind. Das
Gewinde 26 an den beiden Zungen 25 ist als normales Mutterngewinde in bezug auf das
Gewinde am Schraubenbolzen 7 ausgelegt, so daß die Spannmutter 22 grundsätzlich auf
den Schraubenbolzen in üblicher Weise aufgeschraubt werden kann.
[0026] Da das Gewinde 26 jedoch ausschließlich im Bereich der federnden Zungen 25 angeordnet
ist, kann die Spannmutter 22 zum Zwecke der Montage zunächst von unten durch eine
rein axiale Bewegung auf den Schraubenbolzen 7 aufgeschoben werden, wobei die gegenseitigen
Gewinde nach Art einer Ratsche funktionieren. Die Spannmutter 22 wird so weit aufgeschoben,
bis die an den federnden Zungen 25 auf ihrer Außenseite vorgesehenen konischen Andruckflächen
27 an der konischen Innenfläche der Durchstecköffnung 20 des Druckringes 19 zur Anlage
kommen. Erst von diesem Moment an muß die Spannmutter in üblicher Weise gedreht werden,
um hier die Anzusgkräfte zur Befestigung des zugehörigen Gelenkteiles aufbringen zu
können. Beim Drehen der Spannmutter 22 wird hierbei die Anpreßkraft erhöht, mit der
die federnden Zungen 25 an das Gewinde am Schraubenbolzen 7 angedrückt werden. Zum
Lösen wird die Spannmutter 22 zunächst in umgekehrter Richtung so weit gedreht, bis
die federnden Zungen von der konischen Durchgangsöffnung des Druckringes 19 freikommen.
Dann kann die Spannmutter 22 ohne weitere Drehung in axialer Richtung einfach abgezogen
werden.
1. Befestigungsanordnung für einen Toilettensitz (1), mit wenigstens einem an der Toilettenschüssel
(5) festlegbaren Gelenkteil (4), an dem ein Sitzteil (2) und ein Deckelteil (3) angelenkt
sind und das wenigstens einen auf der Toilettenschüssel (5) aufliegenden Trägerteil
(6) mit Befestigungsmitteln (7) und zwei Achsteilen (8) aufweist, die jeweils mit
zwei gleichachsig ausgerichteten Achsansätzen (8.1, 8.2) versehen sind, die jeweils
einen Halteteil seitlich überragen, wobei die nach innen gegeneinander gerichteten
Achsansätze (8.1) den Sitzteil (2) und die nach außen gerichteten Achsansätze (8.2)
den Deckelteil (3) halten, wobei ferner der Sitzteil (2) und der Deckelteil (3) jeweils
mit Bohrungen zur Aufnahme der zugehörigen Achsansätze (8.1, 8.2) versehen sind und
wobei eine Bohrung in wenigstens einem der beiden Teile, vorzugsweise im Deckelteil
(3) eine seitliche Öffnung (13) aufweist, deren lichter Querschnitt geringfügig kleiner
ist als der Durchmesser des zugehörigen Achsansatzes.
2. Befestigungsanordnung für einen Toilettensitz (1), mit wenigstens einem an der Toilettenschüssel
(5) festlegbaren Gelenkteil (4), das wenigstens einen auf der Toilettenschüssel (5)
aufliegenden Trägerteil (6) mit Befestigungsmitteln (7) und zwei Achsteilen (8) aufweist,
an denen der Sitzteil (2) und der Deckelteil (3) angelenkt sind, insbesondere Befestigungsanordnung
nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Trägerteil (6) an seiner Oberseite
mit wenigstens einem Zapfen (9) versehen ist, der eine Hinterschneidung (12) aufweist
und daß der jeweils zugehörige Achsteil (8) an seiner Oberseite mit einer Aufnahmeöffnung
(10) für den Zapfen (9) versehen ist, die an wenigstens einem Teil ihrer Wandung mit
einem Vorsprung (11) versehen ist, die bei eingeschobenem Zapfen (9) in dessen Hinterschneidung
(12) eingreift.
3. Befestigungsanordnung für einen Toilettensitz (1) mit wenigstens einem an der Toilettenschüssel
(5) festlegbaren Gelenkteil (4), an dem der Sitzteil (2) und der Deckelteil (3) angelenkt
sind und das mit einer Trägerplatte (6) versehen ist, insbesondere Befestigungsanordnung
nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägerplatte (6)
auf ihrer Unterseite mit wenigstens einer hinterschnittenen Nut (15) für die Aufnahme
einer Halteplatte (16) an dem Befestigungsmittel (7) versehen ist.
4. Befestigungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der mit der Trägerplatte
(6) verbindbare Teil des Befestigungsmittels (7) als Schraubenbolzen ausgebildet ist
und asymmetrisch mit der Halteplatte (16) verbunden ist.
5. Befestigungsanordnung für einen Toilettensitz (1) mit wenigstens einem Gelenkteil
(4), der an der Toilettenschüssel (5) durch Befestigungsmittel (7) festlegbar ist,
die jeweils als Schraubenbolzen (7) ausgebildet sind, insbesondere Befestigungsanordnung
nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein auf den Schraubenbolzen
(7) aufschiebbarer Druckring (19) vorgesehen ist, der eine sich konisch erweiternde
Durchstecköffnung (20) aufweist und daß für das Befestigungsmittel eine Spannmutter
(22) vorgesehen ist, die einen mit einer glatten Durchgangsbohrung (24) versehenen
Grundkörper aufweist, an die sich ein Gewindeteil (26) anschließt, der wenigstens
eine federnde auf ihrer Innenseite mit einem Teil des Gewindes versehene Zunge aufweist,
die auf ihrer Außenseite mit einer zum freien Ende zulaufenden konischen Andruckfläche
(27) versehen ist.