[0001] Die Erfindung betrifft eine elektrische Haarschneidemaschine nach der Gattung des
Oberbegriffs des Anspruchs 1.
[0002] Eine derartige Haarschneidemaschine ist aus der DE-AS 11 93 834 bekannt. Nachteilig
hierbei ist, daß der Zusammenbau der Messer und der Verstelleinrichtung mit dem Gehäuse
der Haarschneidemaschine recht aufwendig ist durch mehrstufige Montagevorgänge, wodurch
hohe Herstellkosten entstehen. Bedingt durch diesen konstruktiven Aufbau ist eine
zuverlässige Abdichtung zum Gehäuseinnere zwecks Vermeidung einer Verschmutzung durch
abgeschnittene Haarteilchen nicht möglich.
[0003] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine gattungsgleiche Haarschneidemaschine zu
schaffen, die kostengünstiger herstellbar ist, die einen großen konstruktiven Spielraum
einer Verstelleinrichtung und eine zuverlässige Abdichtung zu Gehäuseinnere erreicht.
[0004] Gelöst wird diese Aufgabe nach dem kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1. Weitere
vorteilhafte Weiterbildungen/Ausgestaltungen der Erfindung gehen aus den Unteransprüchen
hervor.
[0005] Dadurch, daß die Verstelleinrichtung im Messerkopf integriert ist und dieser als
eine Baueinheit vorgesehen ist, wird eine erhebliche Herstellkostensenkung erreicht.
Dadurch wird auch eine hohe Abdichtung zum Gehäuseinnere der Haarschneidemaschine
erreicht, so daß eine entsprechende Verschmutzung durch Haarteilchen vermieden wird
(Anspruch 1).
[0006] Die Baueinheit ist durch äußere Manipulation von der Haarschneidemaschine lösbar
(zum Beispiel mittels einer Rast-, Verriegelungs- oder Schraubverbindung) ausgebildet,
um diese warten (Reinigen, Ölen, Reparieren) zu können (Anspruch 2 und 3).
[0007] Eine einfache Konstruktion der Baueinheit ergibt sich dadurch, daß die Verstelleinrichtung
aus einem manuell verschiebbaren Untermesser besteht, wobei das Obermesser in Schneidschwingungen
versetzbar ist (Anspruch 4).
[0008] Vielfältige Konstruktionen einer Verstelleinrichtung sind dadurch gegeben, daß ein
entsprechender Exzenter- oder ein Kulissenkurven- oder ein Gelenk- oder ein Schiebemechanismus
vorgesehen ist (Anspruch 5).
[0009] Zum manuellen Verstellen der zu schneidenden Haarlänge ist ein Hebel oder ein Knopf
oder ein Drehring oder ein Schiebering oder ein Betätigungsabschnitt vorgesehen (Anspruch
6).
[0010] Ein besonders griffiges, manuelles Verstellen der Verstelleinrichtung ist dadurch
erreicht, daß, der Dreh-oder Schiebering um ein Gehäuse der Haarschneidemaschine herum
angeordnet ist, der mit der Verstelleinrichtung kinematisch korrespondiert (Anspruch
7).
[0011] Die Erfindung wird anhand mehrerer Ausführungsbeispiele näher beschrieben.
[0012] Es zeigt:
- Figur 1
- in einer Seitenansicht ein erstes Ausführungsbeispiel eines Schneidkopfes als eine
Baueinheit;
- Figur 2
- in einer Seitenansicht eine elektrische Haarschneidemaschine ohne Schneidkopf;
- Figur 3
- in einer Seitenansicht die Haarschneidemaschine mit einem damit verbundenen Schneidkopf;
- Figur 4
- in einer Draufsicht den Schneidkopf nach der Figur 1;
- Figur 5
- den Schneidkopf nach der Figur 4, jedoch mit einer langen Schnittlängeneinstellung;
- Figur 6
- eine Ansicht nach dem Schnitt XI-XI nach der Figur 4;
- Figur 7 bis 11
- vergrößert dargestellte Einzelteile der Verstelleinrichtung;
- Figur 12
- in einer Draufsicht ein zweites Ausführungsbeispiel eines Schneidkopfes;
- Figur 13
- in einer Seitenansicht ein drittes Ausführungsbeispiel eines Schneidkopfes;
- Figur 14
- in einer Seitenansicht den Schneidkopf nach der Figur 8, der mit einer Haarschneidemaschine
verbunden ist;
- Figur 15 bis 17
- ein viertes Ausführungsbeispiel;
- Figur 18 bis 20
- ein fünftes Ausführungsbeispiel, und
- Figur 21 und 22
- ein sechstes Ausführungsbeispiel.
[0013] Figur 1 bis 3 zeigen ein erstes Ausführungsbeispiel. In der Figur 2 ist eine elektrische
Haarschneidemaschine 1 dargestellt, wobei ein dazugehörender Schneidkopf 16 in der
Figur 1 dargestellt ist. Die Haarschneidemaschine 1 ist mit einem elektrischen Motor
17, einem exzenterartigen Antriebszapfen 18 und einer Schneidkopfaufnahme 19 versehen.
Durch das Mitnehmerteil 21 werden die Drehungen des Antriebszapfens 18 in Schneidschwingungen
des Obermessers 2 übertragen. Der Schneidkopf 16 weist ein Obermesser 2 und ein Untermesser
3 auf, die aufeinanderliegend angeordnet sind, wobei das Obermesser 2 vom Antriebszapfen
18 durch ein Mitnehmerteil 21 in Schneidschwingungen versetzbar ist. Zwecks Schnittlängeneinstellung
sind beide Messer 2, 3 relativ zueinander mittels einer Verstelleinrichtung 4 verstellbar
ausgebildet. Der Schneidkopf 16 ist mit dem Obermesser 2, dem Untermesser 3 und der
Verstelleinrichtung 4 als eine Baueinheit 5 ausgebildet Eine Feder 20 drückt das Obermesser
2 gegen das Untermesser 3. Die Verstelleinrichtung 4 ist mit einem Exzentermechanismus
9 versehen, mit dem das Untermesser 3 mittels eines Hebels 13 in Pfeilrichtung 25
verstellt werden kann, wobei über eine Drehachse 26 ein Exzenterzapfen. 27 über ein
Führungslager 28 das Untermesser 3 in Pfeilrichtung 25 verschieben kann. Durch eine
Trennwand 29, durch die lediglich eine Antriebsachse 32 des Motors 17 geführt ist,
wird eine zuverlässige Abdichtung zum Gehäuseinnere 30 erreicht, so daß von Zeit zu
Zeit nur die Schneidkopfaufnahme 19 von abgeschnittenen Haarteilchen gereinigt werden
muß. Zwecks weiterer Optimierung der Abdichtung kann zwischen der Trennwand 29 und
dem Motor 17 eine Dichtungsscheibe 31 vorgesehen werden.
[0014] In der Figur 3 ist der Schneidkopf 16 mit der Haarschneidemaschine 1 mit der Schneidkopfaufnahme
19 lösbar verbunden, wozu eine Rast-, Verriegelungs- oder Schraubverbindung 6, 7,
8 vorgesehen werden kann.
[0015] Eine Draufsicht I

nach der Figur 1 auf den Schneidkopf 16 (bzw. Baueinheit 5) zeigt die Figur 4, woraus
der Exzentermechanismus 9 besser hervorgeht, der eine Drehbewegung des Hebels 13 in
eine Linearbewegung des Untermessers 3 umsetzt. Die Zwischenstellungen des Hebels
13 sind hier rastbar ausgebildet. Wahlweise kann auch ein Kulissenkurven-, ein Gelenk-
oder Schiebemechanismus 10, 11, 12 vorgesehen werden. Die Verstelleinrichtung 4 ist
hier auf minimale Schnittlänge eingestellt.
[0016] Figur 5 zeigt den Schneidkopf 16 in einer - gegenüber der Figur 4 - maximal eingestellten
Schnittlänge, wobei hier das Untermesser 3 nach oben verstellt ist.
[0017] In der Figur 6 ist der Schnitt XI-XI nach der Figur 4 dargestellt. Insbesondere geht
hier eine Parallelführung 33 des verstellbaren Untermessers 3 näher hervor.
[0018] In der Figur 7 ist der Hebel 13 mit der Drehachse 26 und dem Exzenterzapfen 27 entsprechend
der Figur 4 dargestellt. Eine entsprechende Seitenansicht nach der Figur 6 geht aus
der Figur 8 hervor. In der Figur 9 ist ein Führungsglied 41 mit einem Führungslager
28 der Parallelführung 33 (Figur 6) dargestellt. Das Untermesser 3 ist über Gewindebohrungen
42 mit dem Führungsglied 41 verbunden. Der mit dem Führungslager 28 korrespondierende
Exzenterzapfen 27 ist in der Figur 9 und 10 gestrichelt angedeutet, wobei Figur 10
eine Seitenansicht nach der Figur 9 darstellt. In der Figur 11 ist das Führungsglied
41 entsprechend der Figur 6 dargestellt. Unter 43 sind drei Raststellungen dargestellt
(Figur 7).
[0019] Ein zweites Ausführungsbeispiel einer Baueinheit 5.1 ist in der Figur 12 dargestellt.
Hier ist der Hebelmechanismus 13.1 derart ausgestaltet, daß dieser an beiden Seiten
der Baueinheit 5.1 manuell verstellt werden kann, zum Beispiel an einer Noppe 34.
[0020] Als ein drittes Ausführungsbeispiel ist in der Figur 13 eine Baueinheit 5.2 ähnlich
nach der Figur 1 dargestellt, jedoch mit einem Schiebemechanismus 12 zum Verschieben
des Untermessers 3 mittels eines Betätigungsabschnitts 22. Durch eine Rasteinrichtung
35 (Feder/Kugel/Kugelmulde) kann das Untermesser 3 rastend verstellt werden.
[0021] Figur 14 zeigt die komplette Haarschneidemaschine 1.
[0022] Ein viertes Ausführungsbeispiel einer Baueinheit 5.3 mit einem Drehring 15 am Gehäuse
23 ist in den Figuren 15 bis 17 dargestellt. Ein Verstellen des Untermessers 3 erfolgt
hier durch axiales Drehen eines Drehrings 15, der einen Mitnehmerzapfen 36 des Exzentermechanismus
9 bewegt und dadurch ein Verstellen des Untermessers 3 bewirkt. Der Mitnehmerzapfen
36 ist mit einem Schlitz 37 des Drehrings 15 verrastet, wodurch der Drehring 15 lediglich
vom Gehäuse 23 axial geführt wird.
[0023] Ein fünftes Ausführungsbeispiel einer Baueinheit 5.4 mit einem Schiebering 24 am
Gehäuse 23 ist in den Figuren 18 bis 20 dargestellt. Ein Verstellen des Untermessers
3 erfolgt hier durch axiales Verschieben des Schieberings 24. Hierzu ist der Schiebering
24 drehfest mit dem Gehäuse 23 mittels einer Schieberingführung 39 verbunden. Der
Schiebering 24 ist mit einem schräg angeordneten Führungsschlitz 38 versehen, der
einen Mitnehmerzapfen 36.1 des Exzentermechanismus 9 bewegt und dadurch ein Verstellen
des Untermessers 3 bewirkt.
[0024] Ein sechstes Ausführungsbeispiel einer Baueinheit 5.5 ist in den Figuren 21 und 22
dargestellt. Ähnlich dem Ausführungsbeispiel nach den Figuren 8 und 9 ist hier ein
Verrasten des Untermessers 3 vorgesehen, wobei hier zum Entrasten ein Knopf 14 vorgesehen
ist, wobei eine Rastfeder 40 einstückig mit der Baueinheit 5.5 verbunden ist.
Bezugszeichenliste
[0025]
- 1
- Elektrische Haarschneidemaschine
- 2
- Obermesser
- 3
- Untermesser
- 4
- Verstelleinrichtung
- 5, 5.1 - 5.5
- Baueinheit
- 6
- Rastverbindung
- 7
- Verriegelungsverbindung
- 8
- Schraubverbindung
- 9
- Exzentermechanismus
- 10
- Kulissenkurvenmechanismus
- 11
- Gelenkmechanismus
- 12
- Schiebemechanismus
- 13, 13.1
- Hebel
- 14
- Knopf
- 15
- Drehring
- 16, 16.1
- Schneidkopf
- 17
- Elektrischer Motor
- 18
- Antriebszapfen
- 19
- Schneidkopfaufnahme
- 20
- Feder
- 21
- Mitnehmerteil
- 22
- Betätigungsabschnitt
- 23
- Gehäuse
- 24
- Schiebering
- 25
- Pfeilrichtung
- 26
- Drehachse
- 27
- Exzenterzapfen
- 28
- Führungslager
- 29
- Trennwand
- 30
- Gehäuseinnere
- 31
- Dichtungsscheibe
- 32
- Antriebsachse
- 33
- Parallelführung
- 34
- Noppe
- 35
- Rasteinrichtung
- 36, 36.1
- Mitnehmerzapfen
- 37
- Schlitz
- 38
- Führungsschlitz
- 39
- Schieberingführung
- 40
- Rastfeder
- 41
- Führungsglied
- 42
- Gewindebohrung
- 43
- Raststellungen
1. Elektrische Haarschneidemaschine (1) mit einem Obermesser (2) und einem Untermesser
(3), die aufeinanderliegend angeordnet sind, wobei das Obermesser (2) in Schneidschwingungen
versetzbar ist, und daß zwecks Schnittlängeneinstellung beide Messer (2, 3) relativ
zueinander mittels einer Verstelleinrichtung (4) verstellbar ausgebildet sind, dadurch gekennzeichnet, daß das Obermesser (2), das Untermesser (3) und die Verstelleinrichtung (4) als eine
Baueinheit (5, 5.1 - 5.5) ausgebildet ist.
2. Haarschneidemaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Baueinheit (5, 5.1 - 5.5) durch äußere Manipulation von der Haarschneidemaschine
(1) lösbar ausgebildet ist.
3. Haarschneidemaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Baueinheit (5, 5.1 - 5.5) mit der Haarschneidemaschine (1) mittels einer
Rast-, Verriegelungs- oder Schraubverbindung (6, 7, 8) verbunden ist.
4. Haarschneidemaschine nach mindestens Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstelleinrichtung (4) aus einem manuell verschiebbaren Untermesser (3)
besteht, wobei das Obermesser (2) in Schneidschwingungen versetzbar ist.
5. Haarschneidemaschine nach mindestens Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstelleinrichtung (4) einen Exzenter- oder einen Kulissenkurven- oder einen
Gelenk- oder einen Schiebemechanismus (9, 10, 11, 12) aufweist.
6. Haarschneidemaschine nach mindestens Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum manuellen Verstellen der Haarlänge ein Hebel (13), Knopf (14), Drehring (15),
Schiebering (24) oder ein Betätigungsabschnitt (22) vorgesehen ist.
7. Haarschneidemaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehring (15) oder der Schiebering (24) um ein Gehäuse (23) der Haarschneidemaschine
(1) herum angeordnet ist, der mit der Verstelleinrichtung (4) kinematisch korrespondiert.