[0001] Es sind durch Faltböcke getragene Metallplatten zum Bügeln von Kleidungsstücken,
Wäsche und Webwaren im allgemeinen bekannt. Konstruktiv werden diese aus einer gelochten
Metallplatte bestehenden Platten auf bzw. mit einem als Unterlage dienenden, im wesentlichen
rechteckigen Umfangsrand aufgeschweisst bzw. andersartig verbunden, dessen eine schmale
Seite ein eiförmig abgerundetes Profil hat.
[0002] Aus der im Namen derselben Anmelderin lautenden Gebrauchsmusteranmeldung Nr. 52962-B-90
ist eine Bügelplatte bekannt, deren Umfangsrand einstückig mit der Auflageplatte hergestellt
ist, die mehrere kreisrunde Bohrungen zum Durchlass des wegen der vom Bügeleisen ausgeströmten
Wärme entwickelten Dampfes aufweist.
[0003] Zu dem in der obengenannten Anmeldung erwähnten, bekannten Stand der Technik gehören
Bügelplatten mit gitterartiger Fläche. Zugunsten eines wirksameren Auspuffes des durch
das Bügeleisen erzeugten Dampfes ist bekanntlich die Fläche des gelochten Bereiches
grösser als die Fläche des restlichen aus den verschiedenen Maschen des Gitters bestehenden
Bereiches.
[0004] Bei den bisher bekannten Bügelplatten mit gitterartiger Fläche ist die Arbeitsfläche
aus technischen und wirtschaftlichen, mit der Herstellung zusammenhängenden Gründen
auf dem die Unterlage bildenden Umfangsrand aufgeschweisst. Die Platten werden dabei
aus einem Gitterrost nach dem Profil des Umfangsrandes oder Grundrahmens ausgeschnitten
und dann auf denselben aufgeschweisst. Nach diesem Verfahren wird eine Bügelplatte
mit einem zackigen Umfang hergestellt, der schwer zu beseitigen ist. Durch die Schweissnaht
zwischen der gitterartigen Platte und dem tragenden Umfangsrand werden nämlich die
vielen beim Schneiden der die Gittermaschen bildenden Seiten am Umfang entstehenden
Spitzen nicht beseitigt, und zwar welche geometrischen Form auch immer der Umfang
der Maschen aufweisen mag.
[0005] Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, gitterartige Bügelplatten zu schaffen,
die überhaupt keine scharfen Kanten oder zackigen Randabschnitte aufweisen, und zwar
dadurch, dass die Schweissnaht zwischen der Platte und dem die Unterlage bildenden
Umfangfsrand ausfällt und die entsprechende Verbindung in irgendeiner anderen Art
und Weise erfolgt.
[0006] Zur Lösung dieser Aufgabe ist die erfindungsgemässe gitterartige Bügelplatte dadurch
gekennzeichnet, dass sie mit dem die Unterlage bildenden Umfangsrand einstückig formgestanzt
wird und dass während des Formstanzverfahrens die Platte zunächst kastenförmig und
anschliessend oder gleichzeitig gitterförmig ausgebildet wird, wobei nur die Arbeitsfläche
gelocht wird, die sich dabei von einer zunächst dichten Fläche in eine gitterartige
Fläche verwandelt.
[0007] Die erfindungsgemässe Bügelplatte wird nachstehend an Hand der beiliegenden Zeichnungen
nach unterschiedlichem Masstab beispielsweise beschreiben. Es zeigen:
- Figur 1
- eine axonometrische Ansicht einer gitterartigen Bügelplatte samt Faltbock,
- Figur 2
- die Platte nach Figur 1, ohne Bock, in einer Ansicht im Grundriss und von unten,
- Figur 3
- eine Ansicht der teilweise im Querschnitt dargestellten Platte,
- Figur 4
- eine perspektivische Teilansicht eines Paares parallel verlaufender Längsführungen
zur Verbindung mit dem Faltbock,
- Figur 5
- die entgegengesetzten Enden der Platte mit einem Teil des formgestanzten Gitters in
einer Ansicht in vergrössertem Masstab und von oben.
[0008] In Figur 1 bis 4 ist mit 1 die Platte mit dem Bock A bezeichnet, der die gitterartige
Fläche 2 trägt.
[0009] Die in Figur 2, 3 dargestellte Fläche der Platte ist mit dem Umfangsrand 3 und der
Endkante 3a einstückig hergestellt, wobei das Ganze jede andere geeignete Form und
Struktur aufweisen kann. An der der Auflage- und Arbeitsfläche der Platte entgegengesetzten
Fläche ist das Paar parallel verlaufender Führungen 4 einteilig befestigt, die dem
Faltbock A in bekannter Weise zugeordnet sind.
[0010] Figur 5 zeigt, wie der Schnitt, mit dem während des Formstanzverfahren die dichte
Fläche der Platte 5 in eine gitterartige Fläche verwandelt wird, die ganze ebene Fläche
der Platte betrifft, und zwar vorzugsweise mit Ausnahme von zwei beschränkten dreieckigen,
symmetrisch entgegengesetzten und mit 6 bezeichneten Bereichen, die sich am Endabschnitt
befinden, wo die Platte ein eiförmig abgerundetes Profil aufweist. Durch diese Massnahme
lässt sich die mechanische Festigkeit dieses gegenüber dem Bock A auskragenden Endabschnittes
aufrechterhalten, da der Bock bekanntlich oft die Last des Bügeleisens B tragen muss,
Figur 1.
[0011] Die mit dem Umfangsrand 3, 3a einstückig formgestanzte, gitterartige Bügelplatte
weist nicht die kleinste Spur von spitzen, zackigen oder vorspringenden Teilen auf,
bietet dem durch das Bügeleisen erzeugten Dampf weitgehende Auspuffmöglichkeit, bedarf
keiner Fertigbearbeitung und ihre Festigkeit gewährt eine sehr lange Lebensdauer.
1. Bügelplatte aus Blech auf einem Faltbock (A), dadurch gekennzeichnet, dass ihre gitterartige
Arbeitsfläche (5) mit dem Umfangsrand (3) und der Endkante (3a) dieses Randes einstückig
formgestanzt ist.
2. Bügelplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich ihres ein eiförmig
abgerundetes Profil aufweisenden Endabschnittes zwei dreieckige, nicht gitterartig
gelochte Räume verbleiben.
3. Bügelplatte mit einer gitterartig formgestanzten Arbeitsfläche, deren Gittermaschen
jede beliebige, geeignete geometrische Profilform aufweisen kann.