(19)
(11) EP 0 857 655 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
12.08.1998  Patentblatt  1998/33

(21) Anmeldenummer: 98101638.9

(22) Anmeldetag:  30.01.1998
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)6B65D 5/02, B65D 3/08
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL LT LV MK RO SI

(30) Priorität: 30.01.1997 AT 1899/97

(71) Anmelder: Surlina, Zoran
1070 Wien (AT)

(72) Erfinder:
  • Surlina, Zoran
    1070 Wien (AT)

(74) Vertreter: Patentanwälte Leinweber & Zimmermann 
Rosental 7
80331 München
80331 München (DE)

   


(54) Verpackung in Form eines Behälters aus Karton, Wellpappe od. dgl.


(57) Die Verpackung in Form eines Behälters aus Karton, Wellpappe od. dgl. besitzt eine ebene untere Standfläche, eine von dieser ausgehende Mantelfläche (7) und eine sich an die Mantelfläche anschließende Deckfläche (6). Eine optisch ansprechende auffällige Verpackung ergibt sich, wenn erfindungsgemäß die die ebene untere Standfläche umfassende Grundfläche (1) von der Mantelfläche (7) ausgehende Bodenteile (8, 9) umfaßt und ferner die Deckfläche (6) aus mindestens zwei mit der Mantelfläche (7) jeweils über einen kurvenförmigen Falz (12) verbundenen einstückigen Flügeln (10, 11) gebildet ist, deren freie Ränder in aufgefaltetem Zustand einander arretierend hintergreifen.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft eine Verpackung in Form eines Behälters aus Karton, Wellpappe od. dgl. mit einer ebenen unteren Standfläche, einer von dieser ausgehenden Mantelfläche und einer sich an die Mantelfläche anschließenden Deckfläche.

[0002] Es sind quaderförmige Verpackungen dieser Art bekannt, deren Grund- und Deckfläche in Form eines Rechtecks oder eines Quadrats ausgebildet sind, die sich dadurch auszeichnen, daß die gesamte Verpackung in einem Stück aus Karton gestanzt werden kann. Andererseits sind diese Verpackungen optisch nicht ansprechend und entbehren jeglicher Originalität. Weiterhin sind Verpackungen bekannt, die die Form eines Zylinders besitzen, so daß deren Grund- und Deckfläche kreisförmig sind. Dabei müssen die Grund- und Deckfläche jedoch gesondert angefertigt werden und mit der Mantelfläche zusammengesetzt werden. Ihr Aussehen ist dann jedoch wesentlich auffälliger und ansprechender. Zu erwähnen ist, daß auch Verpackungen bekannt sind, die an die Mantelfläche angeformte linsenförmige Grund- und Deckflächen haben. Dabei ergibt sich jedoch eine gewölbte Grund- und Deckfläche, so daß eine solche Verpackung nicht auf ihre Grund- oder Deckfläche gestellt werden kann, sondern auf ihrer Mantelfläche liegen muß. Insbesondere für zu verpackende Ware, die nicht liegend gelagert werden soll, ist dies sehr nachteilig, wenn auch das äußere Erscheinungsbild originell und ansprechend ist.

[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine optisch ansprechende, auffällige Verpackung zu schaffen, die dennoch stehend gelagert werden kann.

[0004] Diese Aufgabe wird im wesentlichen dadurch gelöst, daß die die ebene untere Standfläche umfassende Grundfläche von der Mantelfläche ausgehende Bodenteile umfaßt und daß die Deckfläche aus mindestens zwei mit der Mantelfläche jeweils über einen kurvenförmigen Falz verbundenen einstückigen Flügeln gebildet ist, deren freie Ränder in aufgefaltetem Zustand einander arretierend hintergreifen. Dabei ist die durch die Flügel in ausgefaltetem Zustand gebildete Deckfläche linsenförmig, elliptisch oder kreisförmig.

[0005] Somit kann die Verpackung gut auf der ebenen Standfläche stehen und hat dennoch eine optisch ansprechende, originelle, gewölbte Deckfläche.

[0006] Vorzugsweise sind zur gegenseitigen Arretierung am Rand des einen Flügels eine mittlere Lasche und am Rand desselben und/oder des anderen Flügels zwei seitliche Laschen angeformt.

[0007] Dabei ergibt sich ein Verschluß zwischen den beiden Flügeln, so daß die Verpackung nicht unabsichtlich geöffnet werden kann.

[0008] Dabei hat es sich als sehr vorteilhaft erwiesen, wenn die den Behälterboden bildende, drei oder mehr Ecken aufweisende Grundfläche die an die Mantelfläche angeformten Bodenteile in Form von miteinander verklebten Bodenlaschen umfaßt.

[0009] Der Behälter kann folglich in einem Stück aus Karton oder einem anderen geeigneten blattförmigen Material gestanzt werden.

[0010] Nach einem besonderen Ausführungsbeispiel der Erfindung ist an der Mantelfläche zwischen den Flügeln jeweils ein Streifen angeformt, die jeweils selbst einen Henkel bilden, oder an denen ein Henkel, eine Trageschnur oder dergleichen befestigt ist. Die Verpackung läßt sich somit leicht tragen und der Henkel sowie die Trageschnur können auch als zusätzliche Verschönerung der Verpackung angesehen werden.

[0011] Weitere Einzelheiten, Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung anhand der Zeichnungen und zwar zeigend:
Fig. 1
einen Zuschnitt der Verpackung und
Fig. 2
die zusammengeklebte und gefaltete Verpackung.


[0012] Der die Verpackung bildende Behälter hat eine Mantelfläche 7, an die Bodenlaschen 8, 9 sowie Flügel 10, 11 für die Deckfläche angeformt sind. Zur Bildung der Grundfläche 1 werden die Abschnitte 8a der Flügel 8 auf die Flügel 9 geklebt. Dabei entsteht eine quadratische Grundfläche mit vier Eckpunkten 2, 3, 4, 5. Die Kante 18 der Mantelfläche wird an die gedachte Linie 19 angelegt, und die Verpackung wird der Höhe nach verklebt. Die Flügel 10, 11 sind über einen kurvenförmigen Falz 12 mit der Mantelfläche 7 verbunden und weisen an ihren den kurvenförmigen Falzen 12 abgewandten Rändern seitliche Laschen 14, 15 auf. Zusätzlich ist der Flügel 10 mit einer mittleren Lasche 13 versehen. Die zusammengesetzte Verpackung wird folgendermaßen geschlossen. Einer der Flügel wird zur Mitte geklappt, der andere Flügel wird darübergeklappt, bis die Lasche 13 im Flügel 11 einrastet. Entweder liegen die Laschen 14 oben, dann wird die Lasche 13 nach innen geschoben, oder die Flügel 15 liegen oben, dann wird die Lasche 13 nach oben geschoben. Zwischen den Flügeln 10, 11 sind Streifen 16 angeformt. Die Streifen 16 weisen jeweils eine kreisförmige Öffnung 21 auf, durch die eine Trageschnur 17, wie in Fig. 2 dargestellt, gezogen werden kann. Die Verpackung hat im zusammengesetzten Zustand im Bereich ihrer Grundfläche die Form eines Quaders mit quadratischem Querschnitt und im Bereich ihrer Deckfläche in etwa die Form eines elliptischen Zylinders. Die im dargestellten Beispiel gezeigte Verpakkung eignet sich z. B. für das Verpacken von Flaschen. Die Verpackung ist auffallend und originell und kann dennoch stehend auf ihrer Grundfläche 1 gelagert werden.


Ansprüche

1. Verpackung in Form eines Behälters aus Karton, Wellpappe od. dgl. mit einer ebenen unteren Standfläche, einer von dieser ausgehenden Mantelfläche und einer sich an die Mantelfläche anschließenden Deckfläche, dadurch gekennzeichnet, daß die die ebene untere Standfläche umfassende Grundfläche (1) von der Mantelfläche (7) ausgehende Bodenteile (8, 9) umfaßt und daß die Deckfläche (6) aus mindestens zwei mit der Mantelfläche (7) jeweils über einen kurvenförmigen Falz (12) verbundenen einstückigen Flügeln (10, 11) gebildet ist, deren freie Ränder in aufgefaltetem Zustand einander arretierend hintergreifen.
 
2. Verpackung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die durch die Flügel (10) in ausgefaltetem Zustand gebildete Deckfläche (6) linsenförmig, elliptisch oder kreisförmig ist.
 
3. Verpackung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur gegenseitigen Arretierung am Rand des einen Flügels (10) eine mittlere Lasche (13) und am Rand desselben (10) und/oder des anderen Flügels (11) zwei seitliche Laschen (14, 15) angeformt sind.
 
4. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die den Behälterboden bildende, drei oder mehr Ecken (2, 3, 4, 5) aufweisende Grundfläche die an die Mantelfläche (7) angeformten Bodenteile in Form von miteinander verklebten Bodenlaschen (8, 9) umfaßt.
 
5. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß an der Mantelfläche (7) zwischen den Flügeln (10, 11) jeweils ein Streifen (16) angeformt ist, die jeweils selbst einen Henkel bilden oder an denen ein Henkel, eine Trageschnur (17) o. dgl. befestigt ist.
 




Zeichnung










Recherchenbericht