[0001] Die Erfindung betrifft eine Maschine zur Herstellung einer Faserstoffbahn, insbesondere
Papier- und/oder Kartonbahn.
[0002] Bei höheren Entwässerungsgeschwindigkeiten kann es an der Oberfläche der Faserstoffbahn
zu der Ausbildung einer dichten Schicht kommen, die einen weiteren Wasserdurchtritt
durch die Bahnoberfläche behindert. Beispielsweise in der Pressenpartie oder der Siebpartie
kann dies nicht nur zu erwünschten Effekten wie beispielsweise zu einer geringen Rückbefeuchtung,
sondern auch zu unerwünschten Effekten wie insbesondere einem Verdrücken der Bahn
führen. Dabei liegen in der Siebpartie und in der Pressenpartie zumindest im wesentlichen
die gleichen Verhältnisse vor.
[0003] Ziel der Erfindung ist es, eine Maschine der eingangs genannten Art zu schaffen,
die insbesondere hinsichtlich der Erzielung eines möglichst hohen Trockengehalts sowie
einer möglichst schonenden Behandlung der Faserstoffbahn weiter optimiert ist.
[0004] Die Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß sie zumindest zwei in Bahnlaufrichtung
aufeinanderfolgende Entwässerungszonen umfaßt, in denen die Faserstoffbahn jeweils
mit in Bahnlaufrichtung von einem Anfangs- bis zu einem Enddruck steigendem Druck
einseitig entwässert wird, daß die Entwässerung der Faserstoffbahn in der in Bahnlaufrichtung
betrachtet ersten der beiden Entwässerungszonen zu einer Bahnseite hin und in der
zweiten Entwässerungszone zu der anderen Bahnseite hin erfolgt und daß der Anfangsdruck
in der zweiten Entwässerungszone niedriger ist als der Enddruck in der ersten Entwässerungszone.
[0005] In Bahnlaufrichtung vor der ersten und der zweiten, jeweils eine einseitige Entwässerung
bewirkenden Entwässerungszone kann eine weitere Entwässerungszone vorgesehen sein,
in der die Faserstoffbahn gleichzeitig zu beiden Bahnseiten hin entwässert wird. Dabei
wird die Faserstoffbahn in der eine zweiseitige Entwässerung bewirkenden weiteren
Entwässerungszone vorzugsweise zwischen zwei Siebbändern, zwischen zwei Filzbändern
und/oder zwischen einem Sieb- und einem Filzband entwässert.
[0006] Von besonderem Vorteil ist, wenn der auf die Faserstoffbahn wirkende Druck in zumindest
einer Entwässerungszone durch den Bahnzug wenigstens eines Sieb- und/oder Filzbandes
erzeugt ist. Dabei können zur Erhöhung des Bahnzuges mehrere Sieb- bzw. Filzbänder
vorgesehen sein.
[0007] Bei einer in der Praxis bevorzugten Ausführungsform ist ein den Druck erzeugendes
Sieb- und/oder Pilzband über eine Walze mit starrem Walzenmantel oder eine Schuhpreßeinheit
gefuhrt, die gerillt oder besaugt sein können.
[0008] Vorzugsweise ist ein Siebband über einen Sauger geführt.
[0009] Bei einer in der Praxis bevorzugten Ausführungsform erfolgt die Entwässerung der
Faserstoffbahn in zumindest einer Entwässerungszone durch einen angelegten Differenzdruck.
[0010] Der Druckanstieg in der zweiten Entwässerungszone ist zweckmäßigerweise etwas steiler
oder gleich dem Druckanstieg in der ersten Entwässerungszone.
[0011] Grundsätzlich ist es auch möglich, die Bahnoberfläche durch einen hohen Enddruck
bewußt zu verdichten.
[0012] Vorzugsweise ist die Faserstoffbahn in zumindest einer Entwässerungszone durch wenigstens
einen Preßspalt einer mechanischen Presse geführt. Dabei ist vorteilhafterweise wenigstens
ein Preßspalt ein in Bahnlaufrichtung verlängerter, durch eine Schuhpresse gebildeter
Preßspalt.
[0013] Zweckmäßigerweise ist wenigstens ein einfach befilzter Preßspalt vorgesehen, wobei
die Faserstoffbahn vorzugsweise zwischen dem Filz und einer insbesondere durch eine
Walze, den Mantel einer Schuhpreßeinheit und/oder ein Band gebildeten glatten Fläche
durch diesen Preßspalt geführt ist.
[0014] Der Enddruck in einer in Bahnlaufrichtung vor einer ersten Entwässerungszone angeordneten,
eine zweiseitige Entwässerung bewirkenden weiteren Entwässerungszone ist vorzugsweise
niedriger oder gleich dem Anfangsdruck in der ersten Entwässerungszone.
[0015] Gemäß einer besonders vorteilhaften, in der Praxis bevorzugten Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Maschine ist der Anfangsdruck in einer ersten oder zweiten jeweils
eine einseitige Entwässerung bewirkenden Entwässerungszone zumindest im wesentlichen
gleich groß wie der Enddruck in der letzten vorangehenden, eine einseitige Entwässerung
zu der gleichen Bahnseite hin bewirkenden Entwässerungszone.
[0016] Der Enddruck in der letzten eine einseitige Entwässerung zu einer Bahnseite hin bewirkenden
Entwässerungszone ist zweckmäßigerweise zumindest im wesentlichen gleich dem Enddruck
in der letzten eine einseitige Entwässerung zu der anderen Bahnseite hin bewirkenden
Entwässerungszone.
[0017] Zur Erzeugung einer mehrlagigen Faserstoffbahn kann die Maschine einen Mehrlagenstoffauflauf
umfassen. Es ist somit insbesondere auch ein unterschiedlicher Stoffeintrag möglich.
[0018] Der Blattbildungsstoff kann h-frei oder auch h-haltig sein.
[0019] Insbesondere bei h-freiem Papier trat bisher im ersten Preßspalt häufig eine Oberflächenverdichtung
auf, die dazu führte, daß das Wasser in darauffolgenden Preßspalten nicht mehr aus
der Bahn entweichen konnte. Dieser Nachteil wird erfindungsgemäß insbesondere dadurch
vermieden, daß der maximale Druck in dem Preßspalt der in Bahnlaufrichtung betrachtet
ersten Schuhpresse kleiner oder gleich etwa 15 bar ist. Hierbei liegt der maximale
Druck vorteilhafterweise in einem Bereich von etwa 2 bis etwa 15 bar und zweckmäßigerweise
in einem Bereich von etwa 2 bis etwa 8 bar, wobei er vorzugsweise 8 bar beträgt.
[0020] Bei einer in der Praxis bevorzugten Ausführungsform ist die in dem Preßspalt der
ersten Schuhpresse erzeugte Linienkraft kleiner als 300 kN/m und vorzugsweise kleiner
oder gleich 150 kN/m.
[0021] Die in Bahnlaufrichtung betrachtete Länge des der ersten Schuhpresse zugeordneten
Preßschuhes liegt vorteilhafterweise in einem Bereich von etwa 200 bis etwa 350 mm.
[0022] Die der Schuhpreßeinheit der ersten Schuhpresse zugeordnete Gegenwalze kann beispielsweise
eine Saugwalze sein. Diese kann zusätzlich mit Blindbohrungen versehen und/oder gerillt
sein. Anstelle einer Saugwalze kann aber auch eine einfache, mit Blindbohrungen versehene
Walze vorgesehen sein. Bei der Gegenwalze kann es sich jedoch auch um eine Profilwalze
handeln.
[0023] Bei einer vorteilhaften praktischen Ausführungsform ist in Bahnlaufrichtung hinter
der ersten Schuhpresse eine zweite Schuhpresse vorgesehen, wobei der maximale Druck
in dem Preßspalt dieser zweiten Schuhpresse etwa dreimal so groß ist wie der in dem
Preßspalt der ersten Schuhpresse und vorzugsweise in einem Bereich von etwa 15 bar
bis etwa 30 bar liegt. Die in dem Preßspalt der zweiten Schuhpresse erzeugte maximale
Linienkraft beträgt vorzugsweise etwa 450 kN/m.
[0024] Hinter der ersten Schuhpresse kann eine Walzenpresse mit einem zwischen zwei starren
Walzenmänteln liegenden Preßspalt vorgesehen sein, wobei der maximale Druck in diesem
Preßspalt in einem Bereich von etwa 8 bis etwa 20 bar, insbesondere in einem Bereich
von etwa 8 bis etwa 15 bar liegt und vorzugsweise 10 bar beträgt.
[0025] Die während des Betriebs in dem Preßspalt der Walzenpresse erzeugte Linienkraft liegt
vorteilhafterweise in einem Bereich von etwa 10 bis etwa 30 kN/m, wobei sie vorzugsweise
etwa 20 kN/m beträgt.
[0026] In Bahnlaufrichtung hinter der ersten Schuhpresse bzw. hinter der zweiten Schuhpresse
bzw. hinter der Walzenpresse kann eine weitere Schuhpresse vorgesehen sein, wobei
die in dem verlängerten Preßspalt der weiteren Schuhpresse erzeugte maximale Linienkraft
insbesondere in einem Bereich von etwa 600 bis 1200 kN/m liegen und vorzugsweise etwa
800 kN/m betragen kann.
[0027] In Bahnlaufrichtung hinter der weiteren Schuhpresse kann eine zusätzliche Presse
vorgesehen sein. In diesem Fall ist gemäß einer besonders vorteilhaften praktischen
Ausführungsform vorgesehen, daß die Preßspalte der weiteren Schuhpresse und der zusätzlichen
Presse auf unterschiedlichen Bahnseiten befilzt sind und daß der maximale Druck in
dem Preßspalt der zusätzlichen Presse etwa gleich dem in dem Preßspalt der weiteren
Schuhpresse ist. Bei der zusätzlichen Presse kann es sich beispielsweise um eine Schuhpresse
oder auch um eine einfache Walzenpresse handeln.
[0028] Der Preßspalt der ersten Schuhpresse ist vorzugsweise doppelt befilzt.
[0029] Gemäß einer besonders vorteilhaften, in der Praxis bevorzugten Ausführungsvariante
umfaßt die Maschine wenigstens eine Schuhpresse mit einem in Bahnlaufrichtung verlängerten
Preßspalt, in dem die maximale Linienkraft kleiner als 150 kN/m, vorzugsweise kleiner
als 100 kN/m ist. Eine solche Schuhpresse kann somit als Ersatz für eine Walzenpresse
verwendet werden. Dadurch ist es möglich, auch Schuhpreßeinheiten kleineren Durchmessers
von beispielsweise 600 mm herzustellen, die problemlos in die jetzigen Pressen einbaubar
sind. Eine solche Schuhpreßeinheit ist zur Qualitätsverbessserung insbesondere bei
Kartonmaschinen, aber auch zur Herstellung von graphischen Papieren und für andere
Qualitäten einsetzbar.
[0030] In den Unteransprüchen sind weitere vorteilhafte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen
Maschine angegeben.
[0031] Die Erfindung wird im folgenden anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme
auf die Zeichnung näher erläutert; in dieser zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Darstellung einer durch einen doppelt befilzten Walzenspalt geführten
Faserstoffbahn,
- Figur 2
- eine schematische Darstellung eines eine Faserstoffbahn abstützenden Siebbandes, an
das ein Differenzdruck angelegt ist,
- Figur 3
- eine schematische Darstellung des Druckverlaufs in drei in Bahnlaufrichtung hintereinander
liegenden Entwässerungszonen einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen, zur Herstellung
einer Faserstoffbahn dienenden Maschine,
- Figur 4
- eine schematische Darstellung des Druckverlaufs in drei in Bahnlaufrichtung hintereinander
liegenden Entwässerungszonen einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Maschine,
- Figur 5
- eine schematische Darstellung zweier über eine gekrümmte Fläche geführter Sieb- und/oder
Filzbänder,
- Figur 6
- eine schematische Darstellung eines einfach befilzten Preßspaltes einer Schuhpresse,
- Figur 7
- eine schematische Seitenansicht einer Ausführungsform einer zur Herstellung einer
Faserstoffbahn dienenden erfindungsgemäßen Maschine,
- Figur 8
- eine schematische Darstellung des Druckverlaufs in mehreren in Bahnlaufrichtung hintereinander
liegenden Entwässerungszonen der in Figur 7 gezeigten Ausführungsform,
- Figur 9
- eine schematische Seitenansicht einer Pressenanordnung einer weiteren Ausführungsform
einer zur Herstellung einer Faserstoffbahn dienenden erfindungsgemäßen Maschine,
- Figur 10
- eine schematische Seitenansicht einer Pressenanordnung einer weiteren Ausführungsform
einer zur Herstellung einer Faserstoffbahn dienenden erfindungsgemäßen Maschine und
- Figur 11
- eine schematische Seitenansicht einer Pressenanordnung einer weiteren Ausführungsform
einer zur Herstellung einer Faserstoffbahn dienenden erfindungsgemäßen Maschine.
[0032] Figur 1 zeigt in schematischer Darstellung eine durch einen Walzenspalt geführte
Faserstoffbahn 10. Der Walzenspalt ist doppelt befilzt, wobei die Faserstoffbahn 10
beidseitig durch die beiden Filze 13 entwässert wird. Bei höheren Entwässerungsgeschwindigkeiten
kann es hierbei an der Bahnoberfläche zu der Ausbildung einer dichten Schicht 12 kommen,
die den weiteren Wasserdurchtritt durch die Bahnoberfläche behindert.
[0033] In Figur 2 ist schematisch ein eine Faserstoffbahn 10 abstützendes Siebband 14 dargestellt,
auf dessen einer Seite die Stoffsuspension 16 aufgebracht und auf dessen anderer Seite
ein Differenzdruck -Δp angelegt ist. Wie anhand von Figur 2 zu erkennen ist, kann
es auch in diesem Fall zur Ausbildung einer dichten Schicht 12 kommen. Die Oberflächenverdichtung
ist u.a. vom jeweiligen Stoff, dem jeweiligen Flächengewicht und dem jeweiligen Trockengehalt
abhängig.
[0034] Zur Vermeidung der mit einer solchen Oberflächenverdichtung einhergehenden Nachteile
sind bei einer ersten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Maschine zur Herstellung
einer Faserstoffbahn, bei der es sich insbesondere um eine Papier- und/oder Kartonbahn
handeln kann, zumindest zwei in Bahnlaufrichtung L aufeinanderfolgende Entwässerungszonen
I, II (vgl. z.B. Figuren 3, 4 und 8) vorgesehen, in denen die Faserstoffbahn 10 jeweils
mit in Bahnlaufrichtung L von einem Anfangs- bis zu einem Enddruck p
1, p
3 bzw. p
2, p
4 (vgl. z.B. Figur 3) steigendem Druck p einseitig entwässert wird, wobei die Entwässerung
der Faserstoffbahn 10 in der in Bahnlaufrichtung L betrachtet ersten I der beiden
Entwässerungszonen I, II zu einer Bahnseite hin und in der zweiten Entwässerungszone
II zu der anderen Bahnseite hin erfolgt und der Anfangsdruck p
3 in der zweiten Entwässerungszone II niedriger ist als der Enddruck p
2 in der ersten Entwässerungszone I. Beim in Figur 8 dargestellten Ausführungsbeispiel
sind zwei weitere solche Entwässerungszonen I', II' vorgesehen.
[0035] Figur 3 zeigt eine schematische Darstellung des Druckverlaufs in drei in Bahnlaufrichtung
L hintereinander liegenden Entwässerungszonen einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen,
zur Herstellung einer Faserstoffbahn 10 dienenden Maschine. Hierbei ist in Bahnlaufrichtung
L vor der ersten und der zweiten jeweils eine einseitige Entwässerung bewirkenden
Entwässerungszone I bzw. II eine weitere Entwässerungszone Z vorgesehen, in der die
Faserstoffbahn 10 gleichzeitig zu beiden Bahnseiten hin entwässert wird.
[0036] Wie anhand von Figur 3 zu erkennen ist, ist der Anfangsdruck p
3 in der zweiten Entwässerungszone II deutlich niedrigerer als der Enddruck p
2 in der ersten Entwässerungszone I.
[0037] Im vorliegenden Fall erfolgt die Entwässerung in der ersten Entwässerungszone I nach
oben, während sie in der zweiten Entwässerungszone II nach unten erfolgt.
[0038] Dasselbe trifft auch auf das in Figur 4 dargestellte Ausführungsbeispiel zu, bei
der in der weiteren Zone Z jedoch lediglich nach oben eine mit steigendem Druck erfolgende
Entwässerung stattfindet.
[0039] Sowohl in der ersten als auch in der zweiten jeweils eine einseitige Entwässerung
bewirkenden Entwässerungszone I bzw. II ist der Anfangsdruck p
1 bzw. p
3 kleiner als der Enddruck p
2 bzw. p
4.
[0040] Beim Ausführungsbeispiel gemäß Figur 3 ergibt sich in den beiden Entwässerungszonen
I und II ein zumindest im wesentlichen gleicher Druckanstieg. Demgegenüber ist beim
in Figur 4 gezeigten Ausführungsbeispiel der Druckanstieg in der zweiten Entwässerungszone
II steiler als in der ersten Entwässerungszone I.
[0041] Insbesondere Figur 3 kann ferner entnommen werden, daß der Enddruck in der eine zweiseitige
Entwässerung bewirkenden Zone Z im wesentlichen gleich dem Anfangsdruck p
1 in der ersten eine einseitige Entwässerung bewirkenden Zone I ist. Der Enddruck einer
vorhergehenden zweiseitigen Entwässerung kann auch geringfügig niedriger als der Anfangsdruck
der folgenden einseitigen Entwässerung sein.
[0042] Die zweiseitige Entwässerung der Faserstoffbahn kann z.B. zwischen zwei Siebbändern,
zwei Filzbändern und/oder zwischen einem Sieb- und einem Filzband erfolgen.
[0043] Beim Ausführungsbeispiel gemäß Figur 5 wird der auf die Faserstoffbahn 10 wirkende
Druck durch den Bahnzug zweier über eine gekrümmte Fläche geführter Bänder 18, 20
erzeugt, bei denen es sich jeweils um ein Sieb- und/oder Filzband handeln kann. Im
vorliegenden Fall ist das Band 18 unmittelbar über eine Walze 22 mit starrem Walzenmantel
geführt. Grundsätzlich ist es jedoch auch möglich, das Band 18 z.B. über eine Schuhpreßeinheit
zu führen. Die Walze 22 bzw. die Schuhpreßeinheit kann gerillt oder besaugt sein.
[0044] Ein Sieb kann über einen oder mehrere Sauger laufen.
[0045] Zudem kann die Entwässerung durch Anlegen eines Differenzdruckes erfolgen, wie dies
beispielsweise in Figur 2 angedeutet ist.
[0046] In zumindest einer Entwässerungszone kann die Faserstoffbahn 10 durch wenigstens
einen Preßspalt einer mechanischen Presse geführt sein. So ist beispielsweise in Figur
6 eine schematische Darstellung eines einfachen befilzten Spaltes einer Schuhpresse
dargestellt. Hierbei ist die Faserstoffbahn 10 zwischen dem Filz 24 und einer umlaufenden
glatten Fläche durch den Preßspalt geführt, die im vorliegenden Fall durch eine der
Schuhpreßeinheit 26 zugeordnete glatte Gegenwalze 28 gebildet ist.
[0047] Figur 7 zeigt eine schematische Seitenansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels
einer zur Herstellung einer Faserstoffbahn dienenden erfindungsgemäßen Maschine mit
mehreren in Bahnlaufrichtung hintereinander liegenden Entwässerungszonen Z, I, II,
I' und II', deren Druckverlauf schematisch in Figur 8 dargestellt ist.
[0048] Danach sind in Bahnlaufrichtung L hinter den beiden Entwässerungszonen I und II zwei
weitere, ebenfalls jeweils einer einseitigen Entwässerung dienende Entwässerungszonen
I' und II' vorgesehen, in denen die Entwässerung wiederum zu unterschiedlichen Bahnseiten
hin erfolgt. Zudem erfolgt die Entwässerung in der Zone I' in einer zu der der Zone
II entgegengesetzten Richtung.
[0049] Der Anfangsdruck in der eine einseitige Entwässerung nach unten bewirkenden Entwässerungszone
I' ist zumindest im wesentlichen gleich groß wie der Enddruck der letzten vorangehenden,
eine einseitige Entwässerung zu der gleichen Bahnseite hin bewirkenden Entwässerungszone
I. Zudem ist der Anfangsdruck der eine einseitige Entwässerung nach oben bewirkenden
Entwässerungszone II' zumindest im wesentlichen gleich groß wie der Enddruck in der
letzten vorangehenden, eine einseitige Entwässerung zu der gleichen Bahnseite hin
bewirkenden Entwässerungszone II. Schließlich ist der Enddruck in der letzten eine
einseitige Entwässerung nach oben bewirkenden Entwässerungszone II' zumindest im wesentlichen
gleich dem Enddruck in der letzten eine einseitige Entwässerung nach unten bewirkenden
Entwässerungszone I'.
[0050] Die in Figur 7 dargestellte Ausführungsform umfaßt zur Erzeugung einer mehrlagigen
Faserstoffbahn einen Mehrlagenstoffauflauf 30.
[0051] In der Blattbildungszone 32 sind in der Schlaufe des oberen Siebbandes 34 Wasserabführmittel
36 vorgesehen. Diesen gegenüberliegend ist ein erster Sauger 38 vorgesehen, der in
der Schlaufe des unteren Siebbandes 40 angeordnet ist. Im Bereich dieses Saugers 38
wird ein relativ niedriger Differenzdruck Δp erzeugt, der beispielsweise im Bereich
von etwa 0,1 bis etwa 0,5 bar liegen kann. Im Bereich des Saugers 38 ergibt sich im
vorliegenden Fall die Entwässerungszone Z (vgl. auch Figur 8).
[0052] Anschließend sind die beiden Siebbänder 40, 34 um eine Saugwalze 42 geführt, in deren
Bereich die eine einseitige Entwässerung nach unten bewirkende Entwässerungszone I
gebildet wird. Der in diesem Fall erzeugte Differenzdruck ist relativ hoch. Er kann
beispielsweise bei etwa 0,6 bar liegen.
[0053] Dagegen ergibt sich im Bereich eines sich daran anschließenden zweiten Saugers 44
wiederum ein relativ geringer Differenzdruck, der beim vorliegenden Ausführungsbeispiel
zwischen etwa 0,1 und etwa 0,5 bar liegt. Dieser oben liegende Sauger 44 bewirkt eine
einseitige Entwässerung nach oben, die, wie in Figur 8 zu erkennen ist, geringer ist
als die sich anschließende ebenfalls nach oben gerichtete einseitige Entwässerung
im Bereich einer weiteren Saugwalze 46, um die wiederum beide Siebbänder 34, 40 geführt
sind. Im Bereich des zweiten Saugers 44 sowie der weiteren Saugwalze 46 wird somit
die entsprechend einen gestuften Druckverlauf aufweisende Entwässerungszone II gebildet
(vgl. auch Figur 8). Nach der Saugwalze 46 werden die beiden Siebbänder 34, 40 voneinander
gebrennt.
[0054] Im Bereich der Saugwalze 46 wird wiederum ein relativ hoher Differenzdruck erzeugt,
der wie bei der Saugwalze 42 beispielsweise etwa 0,6 bar betragen kann.
[0055] Wie der Figur 7 zudem entnommen werden kann, umfaßt die sich an die Siebpartie anschließende
Pressenpartie zwei Schuhpressen 48, 50, durch die die beiden ebenfalls in Figur 8
dargestellten Entwässerungszonen I' und II' gebildet werden.
[0056] In bestimmten Anwendungsfällen kann die Bahnoberflache durch einen hohen Enddruck
bewußt verdichtet werden.
[0057] In den Figuren 9 bis 11 ist in schematischer Seitenansicht jeweils eine Pressenanordnung
einer weiteren Ausführungsform einer zur Herstellung einer Faserstoffbahn dienenden
erfindungsgemäßen Maschine dargestellt.
[0058] Jede dieser Pressenanordnungen umfaßt mehrere Schuhpressen. Dabei ist der maximale
Druck in dem Preßspalt der in Bahnlaufrichtung L betrachtet ersten Schuhpresse 52
kleiner oder gleich etwa 15 bar.
[0059] Der maximale Druck liegt im vorliegenden Fall in einem Bereich von etwa 2 bis etwa
15 bar, wobei er zweckmäßigerweise in einem Bereich von etwa 2 bis etwa 8 bar liegen
und vorzugsweise 8 bar betragen kann.
[0060] Zudem ist bei den vorliegenden Ausführungsbeispielen die während des Betriebs in
dem Preßspalt der ersten Schuhpresse 52 erzeugte Linienkraft kleiner als 300 kN/m
und vorzugsweise kleiner oder gleich 150 kN/m. Die in Bahnlaufrichtung L betrachtete
Länge des dieser Schuhpresse 52 zugeordneten Preßschuhes 54 liegt beispielsweise in
einem Bereich von etwa 200 bis etwa 350 mm.
[0061] Beim in Figur 9 gezeigten ausführungsbeispiel umfaßt die Schuhpresse 52 eine Schuhpreßeinheit
56 sowie eine Saugwalze 58. Der durch diese Schuhpresse 52 gebildete Preßspalt A ist
doppelt befilzt.
[0062] Gemäß dieser Figur 9 ist in Bahnlaufrichtung L hinter der ersten Schuhpresse 52 eine
zweite Schuhpresse 60 vorgesehen, wobei zwischen den beiden Schuhpressen 52 und 60
eine Walzenpresse 62 gebildet ist, die eine Walze 64 sowie die zentrale Saugwalze
58 umfaßt, um dazwischen den Preßspalt B zu bilden. Die Walze 64 bildet gleichzeitig
die Gegenwalze zu einer der zweiten Schuhpresse 60 zugeordneten Schuhpreßeinheit 66,
um den dritten Preßspalt C zu bilden.
[0063] Die Saugwalze 58 kann zusätzlich mit Blindbohrungen versehen und/oder gerillt sein,
wie dies beim Ausführungsbeispiel gemäß Figur 10 dargestellt ist. Bei diesem Ausführungsbeispiel
gemäß Figur 10 ist der Saugwalze 58 zudem eine weitere Schuhpreßeinheit 56' zugeordnet,
um mit dieser Saugwalze 58 einen weiteren in Bahnlaufrichtung verlängerten Preßspalt
zu bilden.
[0064] Zudem ist beim Ausführungsbeispiel gemäß Figur 10 die zweite Schuhpresse 60 so ausgelegt,
daß sich in dem durch diese Presse gebildeten Preßspalt C ein maximaler Druck ergibt,
der etwa dreimal so groß ist wie der in der ersten Schuhpresse. Dieser maximale Druck
im Preßspalt C kann beispielsweise in einem Bereich von etwa 15 bar bis etwa 30 bar
liegen. Dabei kann der maximale Liniendruck beispielsweise etwa 450 kN/m betragen.
[0065] Insbesondere bei der Ausführungsform gemäß Figur 9 kann die auf die erste Schuhpresse
52 folgende Walzenpresse 62 so ausgelegt sein, daß sich im betreffenden Preßspalt
B ein geringerer Druck ergibt, wobei der maximale Druck in diesem Preßspalt B beispielsweise
in einem Bereich von etwa 8 bis etwa 15 bar liegen kann. Die Linienkraft liegt beispielsweise
in einem Bereich von etwa 10 bis etwa 30 kN/m, wobei sie bevorzugt etwa 20 kN/m beträgt.
[0066] Grundsätzlich kann hinter einer ersten Schuhpresse, hinter einer zweiten Schuhpresse
oder hinter einer beispielsweise auf eine erste Schuhpresse folgenden Walzenpresse
eine weitere Schuhpresse vorgesehen sein, wobei die in dem verlängerten Preßspalt
dieser weiteren Schuhpresse erzeugte maximale Linienkraft z.B. in einem Bereich von
etwa 600 bis 1200 kN/m liegen kann und vorzugsweise etwa 800 kN/m beträgt. So kann
beispielsweise die den Preßspalt C aufweisende Schuhpresse 60 beim in Figur 9 gezeigten
Ausführungsbeispiel entsprechend ausgebildet sein.
[0067] In der Praxis kann es von Vorteil sein, wenn beim in Figur 9 dargestellten Ausführungsbeispiel
der maximale Druck im Preßspalt A in einem Bereich von 2 bis 15 bar liegt und beispielsweise
8 bar beträgt, der maximale Druck in dem Preßspalt B in einem Bereich von 8 bis 20
bar liegt und beispielsweise 10 bar beträgt und der maximale Druck in dem Preßspalt
C in einem Bereich von 30 bis 100 bar liegt.
[0068] Das in Figur 11 dargestellte Ausführungsbeispiel unterscheidet sich von dem der Figur
9 im wesentlichen dadurch, daß in Bahnlaufrichtung L hinter der zweiten Schuhpresse
60 eine zusätzliche Presse 70, im vorliegenden Fall wieder eine Schuhpresse, vorgesehen
ist. Hierbei sind die Preßspalte C, D der zweiten Schuhpresse 60 und der zusätzlichen
Presse 70 auf unterschiedlichen Bahnseiten befilzt. Der maximale Druck in dem Preßspalt
D der zusätzlichen Presse 70 ist vorzugsweise etwa gleich dem in dem Preßspalt C der
zweiten Schuhpresse 60.
[0069] Bei sämtlichen in den Figuren 9 bis 10 dargestellten Ausführungsbeispielen ist der
Preßspalt A der ersten Schuhpresse 52 doppelt befilzt.
[0070] Grundsätzlich ist es möglich, wenigstens eine Schuhpresse mit einer maximalen Linienkraft,
die kleiner als 150 kN/m und vorzugsweise kleiner als 100 kN/m ist, als Ersatz für
Walzenpressen einzusetzen. Dadurch können Schuhpreßeinheiten kleineren Durchmessers
von beispielsweise 600 mm hergestellt werden, die dann problemlos auch in die derzeitigen
Pressen einbaubar sind. Eine entsprechende Schuhpresse kann zur Qualitätsverbesserung
insbesondere bei Vorraummaschinen, aber auch für graphische Papiere und andere Qualitäten
eingesetzt werden.
Bezugszeichenliste
[0071]
- 10
- Faserstoffbahn
- 12
- dichte Schicht
- 13
- Filz
- 14
- Siebband
- 16
- Stoffsuspension
- 18
- Band
- 20
- Band
- 22
- Walze
- 24
- Filz
- 26
- Schuhpreßeinheit
- 28
- Gegenwalze
- 30
- Mehrlagenstoffauflauf
- 32
- Blattbildungszone
- 34
- Siebband
- 36
- Wasserabführmittel
- 38
- Sauger
- 40
- Siebband
- 42
- Saugwalze
- 44
- Sauger
- 46
- Saugwalze
- 48
- Schuhpresse
- 50
- Schuhpresse
- 52
- Schuhpresse
- 54
- Preßschuh
- 56
- Schuhpreßeinheit
- 56'
- Schuhpreßeinheit
- 58
- Saugwalze
- 60
- zweite Schuhpresse
- 62
- Walzenpresse
- 64
- Walze
- 66
- Schuhpreßeinheit
- 70
- Presse
- A
- Preßspalt
- B
- Preßspalt
- C
- Preßspalt
- I
- erste Entwässerungszone
- I'
- erste Entwässerungszone
- II
- zweite Entwässerungszone
- II'
- zweite Entwässerungszone
- Z
- weitere Entwässerungszone
1. Maschine zur Herstellung einer Faserstoffbahn (10), insbesondere Papier- und/oder
Kartonbahn, in der eine Entwässerung der vorgebildeten Faserstoffbahn (10) erfolgt,
dadurch gekennzeichnet,
daß sie zumindest zwei in Bahnlaufrichtung (L) aufeinanderfolgende Entwässerungszonen
(I, II) umfaßt, in denen die Faserstoffbahn (10) jeweils mit in Bahnlaufrichtung (L)
von einem Anfangs- bis zu einem Enddruck (p1, p3 bzw. p2, p4) steigendem Druck einseitig entwässert wird,
daß die Entwässerung der Faserstoffbahn (10) in der in Bahnlaufrichtung (L) betrachtet
ersten (I) der beiden Entwässerungszonen (I, II) zu einer Bahnseite hin und in der
zweiten Entwässerungszone (II) zu der anderen Bahnseite hin erfolgt und daß der Anfangsdruck
(p3) in der zweiten Entwässerungszone (II) niedriger ist als der Enddruck (p2) in der ersten Entwässerungszone (I).
2. Maschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß in Bahnlaufrichtung (L) vor der ersten und der zweiten Entwässerungszone (I bzw.
II) eine weitere Entwässerungszone (Z) vorgesehen ist, in der die Faserstoffbahn (10)
gleichzeitig zu beiden Bahnseiten hin entwässert wird.
3. Maschine nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Faserstoffbahn (10) in der eine zweiseitige Entwässerung bewirkenden weiteren
Entwässerungszone (Z) zwischen zwei Siebbändern, zwischen zwei Filzbändern und/oder
zwischen einem Sieb- und einem Filzband entwässert wird.
4. Maschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der auf die Faserstoffbahn (10) wirkende Druck in zumindest einer Entwässerungszone
durch den Bahnzug wenigstens eines Sieb- und/oder Filzbandes (18, 20) erzeugt ist.
5. Maschine nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein den Druck erzeugendes Sieb- bzw. Filzband (18) über eine Walze (22) mit starrem
Walzenmantel oder eine Schuhpreßeinheit geführt ist.
6. Maschine nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Walze (22) bzw. Schuhpreßeinheit gerillt oder besaugt ist.
7. Maschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Siebband über einen Sauger geführt ist.
8. Maschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Entwässerung der Faserstoffbahn (10) in zumindest einer Entwässerungszone
durch einen angelegten Differenzdruck erfolgt.
9. Maschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Differenzdruck in einem Bereich von etwa 0,2 bis etwa 0,9 bar liegt.
10. Maschine nach Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet
daß der maximale Differenzdruck in einem Bereich von etwa 0,7 bis etwa 0,95 bar liegt.
11. Maschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Druckanstieg in der zweiten Entwässerungszone (II) steiler oder gleich dem
Druckanstieg in der ersten Entwässerungszone (I) ist.
12. Maschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Faserstoffbahn (10) in zumindest einer Entwässerungszone durch wenigstens
einen Preßspalt einer mechanischen Presse geführt ist.
13. Maschine nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß wenigstens ein Preßspalt ein in Bahnlaufrichtung verlängerter, durch eine Schuhpresse
gebildeter Preßspalt ist.
14. Maschine nach Anspruch 12 oder 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß wenigsten ein Preßspalt einfach befilzt ist.
15. Maschine nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Faserstoffbahn zwischen dem Filz (24) und einer insbesondere durch eine Walze
(28), den Mantel einer Schuhpreßeinheit und/oder ein Band gebildeten glatten Fläche
durch den betreffenden Preßspalt geführt ist.
16. Maschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Enddruck in einer in Bahnlaufrichtung (L) vor einer ersten Entwässerungszone
(I) angeordneten, eine zweiseitige Entwässerung bewirkenden weiteren Entwässerungszone
(Z) niedriger oder gleich dem Anfangsdruck (p1) in der ersten Entwässerungszone (I) ist.
17. Maschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Anfangsdruck in einer ersten oder zweiten jeweils eine einseitige Entwässerung
bewirkenden Entwässerungszone (I' bzw. II') zumindest im wesentlichen gleich groß
ist wie der Enddruck in der letzten vorangehenden, eine einseitige Entwässerung zu
der gleichen Bahnseite hin bewirkenden Entwässerungszone (I bzw. II).
18. Maschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Enddruck in der letzten eine einseitige Entwässerung zu einer Bahnseite hin
bewirkenden Entwässerungszone (II') zumindest im wesentlichen gleich dem Enddruck
in der letzten eine einseitige Entwässerung zu der anderen Bahnseite hin bewirkenden
Entwässerungszone (I') ist.
19. Maschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß sie zur Erzeugung einer mehrlagigen Faserstoffbahn (10) einen Mehrlagenstoffauflauf
(30) umfaßt.
20. Maschine zur Herstellung einer Faserstoffbahn (10), insbesondere Papier- und/oder
Kartonbahn, mit wenigstens einer Schuhpresse mit einem in Bahnlaufrichtung (L) verlängerten
Preßspalt, durch den die Faserstoffbahn (10) geführt ist, insbesondere nach einem
der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der maximale Druck in dem Preßspalt der in Bahnlaufrichtung (L) betrachtet ersten
Schuhpresse (52) kleiner oder gleich etwa 15 bar ist.
21. Maschine nach Anspruch 20,
dadurch gekennzeichnet,
daß der maximale Druck in einem Bereich von etwa 2 bis etwa 15 bar, zweckmäßigerweise
in einem Bereich von etwa 2 bis etwa 8 bar liegt und vorzugsweise 8 bar beträgt.
22. Maschine nach Anspruch 20 oder 21,
dadurch gekennzeichnet,
daß die während des Betriebs in dem Preßspalt (A) der ersten Schuhpresse (52) erzeugte
Linienkraft kleiner als 300 kN/m und vorzugsweise kleiner oder gleich 150 kN/m ist.
23. Maschine nach einem der Ansprüche 20 bis 22,
dadurch gekennzeichnet,
daß die in Bahnlaufrichtung (L) betrachtete Länge des der ersten Schuhpresse (52)
zugeordneten Preßschuhes (54) in einem Bereich von etwa 200 bis etwa 350 mm liegt.
24. Maschine nach einem der Ansprüche 20 bis 22,
dadurch gekennzeichnet,
daß in Bahnlaufrichtung (L) hinter der ersten Schuhpresse (52) eine zweite Schuhpresse
(60) vorgesehen ist und daß der maximale Druck in dem Preßspalt (C) dieser zweiten
Schuhpresse (60) etwa dreimal so groß ist wie der in dem Preßspalt (A) der ersten
Schuhpresse (52) ist sowie vorzugsweise in einem Bereich von etwa 15 bar bis etwa
30 bar liegt.
25. Maschine nach Anspruch 24,
dadurch gekennzeichnet,
daß die in dem Preßspalt (C) der zweiten Schuhpresse (60) erzeugte maximale Linienkraft
etwa 450 kN/m betragt.
26. Maschine nach einem der Ansprüche 20 bis 25,
dadurch gekennzeichnet,
daß in Bahnlaufrichtung (L) hinter der ersten Schuhpresse (52) eine Walzenpresse (62)
mit einem zwischen zwei starren Walzenmänteln liegenden Preßspalt (B) vorgesehen ist
und daß der maximale Druck in diesem Preßspalt (B) in einem Bereich von etwa 8 bis
etwa 20 bar, insbesondere in einem Bereich von etwa 8 bis etwa 15 bar liegt und vorzugsweise
10 bar beträgt.
27. Maschine nach Anspruch 26,
dadurch gekennzeichnet,
daß die während des Betriebs in dem Preßspalt (B) der Walzenpresse (62) erzeugte Linienkraft
in einem Bereich von etwa 10 bis etwa 30 kN/m liegt und vorzugsweise etwa 20 kN/m
beträgt.
28. Maschine nach einem der Ansprüche 20 bis 27,
dadurch gekennzeichnet,
daß die in Bahnlaufrichtung (L) hinter der ersten Schuhpresse (52) bzw. hinter der
Walzenpresse (62) vorgesehene zweite Schuhpresse (60) bzw. eine hinter der zweiten
Schuhpresse vorgesehene weitere Schuhpresse so ausgebildet ist, daß die in dem verlängerten
Preßspalt (B) der zweiten bzw. weiteren Schuhpresse erzeugte maximale Linienkraft
in einem Bereich von etwa 600 bis 1200 kN/m liegt und vorzugsweise etwa 800 kN/m beträgt.
29. Maschine nach Anspruch 28,
dadurch gekennzeichnet,
daß in Bahnlaufrichtung (L) hinter der zweiten (60) bzw. weiteren Schuhpresse eine
zusätzliche Presse (70) vorgesehen ist, daß die Preßspalte (C, D) der zweiten (60)
bzw. weiteren Schuhpresse und der zusätzlichen Presse (70) auf unterschiedlichen Bahnseiten
befilzt sind und daß der maximale Druck in dem Preßspalt (D) der zusätzlichen Presse
(70) etwa gleich dem in dem Preßspalt (C) der zweiten (60) bzw. weiteren Schuhpresse
ist.
30. Maschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Preßspalt (A) der ersten Schuhpresse (52) doppelt befilzt ist.
31. Maschine zur Herstellung einer Faserstoffbahn, insbesondere Papier- und/oder Kartonbahn,
insbesondere nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß sie wenigstens eine Schuhpresse mit einem in Bahnlaufrichtung verlängerten Preßspalt
umfaßt, in dem die maximale Linienkraft kleiner als 150 kN/m, vorzugsweise kleiner
als 100 kN/m ist.
32. Maschine nach Anspruch 31,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schuhpresse eine Schuhpreßeinheit umfaßt, deren Durchmesser etwa 600 mm beträgt.