[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Bandpreßeinheit und ein Verfahren zum Betrieb
einer Bandpreßeinheit mit einem im Bereich eines Preßspaltes durch Stützmittel gelagerten
umlaufenden Preßmantel, wobei ein aufbereitetes Fluid zum Kühlen des Preßmantels und
zum Schmieren des zwischen dem Preßmantel und den Stützmitteln gebildeten Gleitlagers
auf den Preßmantel aufgebracht und Fluid an einer Abstreifstelle vom Preßmantel abgenommen
wird. Außerdem betrifft die vorliegende Erfindung eine Fluidabstreifvorrichtung für
die Bandpreßeinheit.
[0002] Eine derartige Bandpreßeinheit und ein Verfahren zum Betrieb der Bandpreßeinheit
ist aus der DE 33 17 456 bekannt. Die bekannte Bandpreßeinheit zum Entwässern von
Faserstoffbahnen weist einen elastischen, schlauchförmigen Preßmantel auf, der um
ein als Preßschuh ausgebildetes Stützmittel und um einen Träger der Bandpreßeinheit
umläuft. Zwischen dem Preßschuh und einer Gegenwalze ist ein Preßspalt gebildet. Um
die Reibungswärme des auf dem Preßschuh gleitenden Preßmantels abzuführen, wird auf
der Innenseite des Preßmantels ein Kühl- und Schmierfluid aufgebracht. Das Kühl- und
Schmierfluid soll eine möglichst große Strecke am Innenumfang des Preßmantels umlaufen,
so daß das Fluid eine große Wärmemenge vom Preßmantel aufnehmen kann. Während ein
Teil des Fluids vor dem Preßspalt vom Preßmantel entfernt wird, läuft ein anderer
Teil des Fluids zwecks Schmierung des zwischen dem Preßschuh und dem Preßmantel gebildeten
Gleitlagers durch den Preßspalt hindurch. Um die Kühl- und Schmierwirkung im Bereich
des Preßspalts zu erhöhen, muß zusätzlich Fluid unmittelbar vor dem Einlauf des Preßmantels
in den Preßspalt zugeführt werden, das sich dort mit dem erwärmten Fluid vermischt.
[0003] Die bekannte Bandpreßeinheit weist eine Fluidzuführvorrichtung auf, die, bezogen
auf die Bandlaufrichtung, hinter dem Preßspalt angeordnet ist. Sie stellt den überwiegenden
Teil des Kühl- und Schmierfluids am Preßmantel bereit, während eine zweite Fluidzuführvorrichtung
unmittelbar an der Preßmanteleinlaufseite des Preßspaltes zusätzliches Kühl- und Schmierfluid
bereitstellt.
[0004] Bei der bekannten Bandpreßeinheit wird nach dem Preßspalt am Preßmantel ein gekühltes
Fluid zugeführt. Dort vermischt sich das Fluid mit dem durch die Reibungswärme im
Preßspalt erwärmten Fluid und läuft mit dem Preßmantel zur Kühlung weiter um. Ein
Teil dieses Gemisches aus dem erwärmten Fluid und dem nach dem Preßspalt bereitgestellten
Fluid wird an einer Abstreifstelle durch eine Fluidabstreifvorrichtung vom Preßband
abgenommen. Dem nach der Abstreifstelle verbleibenden erwärmten Fluid kann vor dem
Preßspalt zusätzlich aufbereitetes und gekühltes Fluid beigemischt werden. Um eine
ausreichende Kühlung des Preßbandes im Preßspalt vorzusehen, ist bei diesem Verfahren
eine große Menge an Fluid notwendig. Außerdem kommt es durch die verschiedenen Fluidzuführvorrichtungen
zu erhöhter Ölnebelbildung.
[0005] In bezug auf eine Fluidabstreifvorrichtung zeigt die DE 33 17 456 ein als Kante an
einem Dichtungsträger des Preßschuhs ausgebildetes Abstreifelement, das in direktem
Kontakt mit dem Fluid steht. Ferner sind auch Schaber bekannt, deren scharfkantige
Klingen direkt mit dem Preßmantel in Kontakt steht. Dadurch kommt es sowohl beim Preßmantel
als auch bei den Schabern zu erhöhtem mechanischem Abrieb und übermäßiger Erwärmung.
Gerade deswegen stoßen derartige Fluidabstreifvorrichtungen auch an Grenzen, wenn
es darum geht, eine möglichst große Menge des Fluids vom Preßmantel abzustreifen.
[0006] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die für den Kühl- und Schmiervorgang des
Preßmantels benötigte Menge des Fluids so gering wie möglich zu halten:
[0007] Diese Aufgabe wird in bezug auf ein Verfahren zum Betrieb einer Bandpreßeinheit dadurch
gelöst, daß das durch die Kühlung des Preßmantels erwärmte Fluid an der Abstreifstelle
zumindest weitgehend und vorzugsweise vollständig vom Preßmantel abgenommen wird,
bevor in Umlaufrichtung des Preßmantels hinter der Abstreifstelle aufbereitetes Fluid
aufgebracht wird um ein Vermischen des erwärmten Fluids mit dem aufbereiteten Fluid
zu verhindern.
[0008] Vorteilhafterweise kommt es bei dem erfindungsgemäßen Verfahren nicht zu einer Vermischung
des vom Preßspalt kommenden erwärmten Fluids mit dem nach der Abstreifstelle auf den
Preßmantel aufgebrachten Fluid. Im Vergleich zu herkömmlichen Kühl- und Schmierverfahren
bei der dem erwärmten Fluid lediglich neues, gekühltes Fluid beigemischt wird, kann
beim erfindungsgemäßen Verfahren die aufzubringende Menge des Fluids deutlich verringert
werden, um die gleiche Kühlwirkung zu erzielen. Deswegen kommt es auch in geringerem
Um-fang zu Ölnebelbildungen.
[0009] Erfindungsgemäß wird das Fluid gekühlt bevor es auf den Preßmantel aufgebracht wird.
Das derart aufbereitete Fluid muß jedoch nicht so stark gekühlt werden, wie bei dem
bekannten Verfahren. Da es gemäß der vorliegenden Erfindung nicht zur Vermischung
des erwärmten mit dem aufbereiteten Fluid kommt, gleicht sich deswegen die Temperatur
des aufbereiteten Fluid nicht der Temperatur des erwärmten Fluid an. Deswegen kann
das bei der Aufbereitung gekühlte Fluid seine volle Kühlwirkung entfalten.
[0010] Im Vergleich zum bekannten Verfahren kann deswegen bei gleicher Menge des erwärmten
Fluid die Temperatur des aufbereiteten Fluids höher liegen, um die gleiche Kühlwirkung
zu entfalten. Wird bei dem bekannten und dem erfindungsgemäßen Verfahren die gleiche
Menge aufbereiteten Fluids auf den Preßmantel aufgebracht, so ist die Erfindung umso
vorteilhafter, je mehr erwärmtes Fluid im Verhältnis zur Menge des aufbereiteten Fluid
im Umlauf ist. Beispielsweise kann beim erfindungsgemäßen Verfahren die Temperatur
des aufbereiteten Fluids um 10 Kelvin höher gewählt werden, als beim bekannten Verfahren.
[0011] Bei einer ersten Weiterbildung der Erfindung wird das Fluid in der Nähe der Preßmantelaustrittsseite
des Preßspaltes vom Preßmantel abgenommen. Der Vorteil liegt darin, daß das im Preßspalt
stark erwärmte Fluid nur kurze Zeit auf der Innenseite des Preßmantels vorhanden ist,
und diesen somit nicht übermäßig erwärmt. Ist dabei die Bandpreßeinheit eine Preßwalze,
bspw. mit verlängertem Preßspalt, oder eine Durchbiegungsausgleichswalze mit einem
schlauchförmigen, einen geschlossenen Raum begrenzenden Preßmantel, so befindet sich
die Abstreifstelle und/oder der Ort, an dem das aufbereitete Fluid auf den Preßmantel
aufgebracht wird, innerhalb eines Preßmantel-Umlaufwinkels kleiner als 90°. Folglich
hat der Preßmantel maximal ein Viertel seiner Umlaufstrecke um seinen Träger zurückgelegt,
bevor das erwärmte Fluid abgenommen und das aufbereitete Fluid auf der Innenseite
des Preßmantels bereitsgestellt wird.
[0012] Bei einer zweiten Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird das erwärmte
Fluid vor dem Stützmittel, bevorzugt in der Nähe der Preßmanteleinlaufseite des Preßspaltes,
vom Preßmantel abgenommen, und vor dem Preßspalt wird aufbereitetes Fluid auf den
Preßmantel aufgebracht. Das Fluid kann aber auch erst im Einlaufspalt des Preßschuhs
auf den Preßmantel aufgespritzt werden. Darüber hinaus kann das Fluid auch durch eine
vor dem Einlaufspalt ausgebildete Fluidabstreifvorrichtung, zum Beispiel eine Kante
am Preßschuh, vom Preßmantel abgenommen werden.
[0013] Die Aufgabe wird in bezug auf eine Bandpreßeinheit dadurch gelöst, daß die Fluidabstreifvorrichtung
das durch die Kühlung des Preßmantels erwärmte Fluid vollständig vom Preßmantel abnimmt
und in Umlaufrichtung des Preßmantels direkt vor der Fluidzuführvorrichtung angeordnet
ist, so daß sich das erwärmte Fluid nicht mit dem aufbereiteten Fluid vermischt.
[0014] Die erfindungsgemäße Bandpreßeinheit weist eine Fluidabstreifvorrichtung auf, die
das erwärmte Fluid in vollem Umfang vom Preßmantel abnimmt. Eine direkt dahinter angeordnete
Fluidzuführvorrichtung stellt am Preßmantel ein aufbereitetes, bspw. gereinigtes und
gekühltes Fluid zur Verfügung. Die Bandpreßeinheit ist mit einer sehr effektiven Fluidabstreifvorrichtung
ausgestattet, die das Fluid vollständig vom Preßmantel abnimmt, so daß es zu keiner
Vermischung zwischen dem erwärmten und dem aufbereiteten Fluid kommt. Vorteilhafterweise
nimmt deswegen die Temperatur des bei der Aufbereitung gekühlten Fluids nicht beim
Kontakt mit dem erwärmten Fluid zu. Dadurch ist das aufbereitete Fluid in bezug auf
die Kühlung des Preßmantels sehr effektiv. Es kann entweder der Aufwand der Kühlung
verringert oder bis zur Hälfte des Fluids eingespart werden.
[0015] Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der als Preßwalze ausgeführten Bandpreßeinheit
ist die Fluidabstreifvorrichtung in der Nähe der Preßmantelaustrittsseite des Preßspaltes
angeordnet. Dadurch ist das erwärmte Fluid in Umlaufrichtung des Preßmantels nach
dem Preßspalt vollständig vom Preßmantel abnehmbar. An der Preßmantelaustrittsseite
des Preßspaltes ist wegen der erhöten Reibungswärme im Preßspalt die Temperatur des
Preßmantels am höchsten. Infolgedessen ist die Kühlwirkung durch das aufbereitete
Fluid an dieser Stelle am größten.
[0016] Die Fluidabstreifvorrichtung ist bei einem schlauchförmigen, einen geschlossenen
Raum begrenzenden Preßmantel innerhalb eines Preßmantel-Umlaufwinkels kleiner als
90° vor der Fluidzuführvorrichtung angeordnet. Bei einer Preßwalze hat der Preßmantel
von der Abstreifstelle zu dem Ort an dem das aufbereitete Fluid zugeführt wird, maximal
ein Viertel seines gesamten Umlaufweges zürückgelegt. Dadurch bleibt der Preßmantel
nicht zu lange ohne die Kühlwirkung des aufbereiteten Fluids.
[0017] Die Bandpreßeinheit weist als Fluidabstreifvorrichtung Abschab- oder Saugmittel auf,
die in der Nähe der Fluidzuführvorrichtung angeordnet sind. Ein Abschabmittel kann
als getrennte Schaberleiste im Bereich des Preßmantels angeordnet und über Befestigungsmittel
an einem Preßschuh, an einer als Ölzuspritzrohr ausgeführten Fluidzuführvorrichtung
oder an einer Mantelleitleiste angebracht sein. Die Mantelleitleiste dient zur Fixierung
des Preßmantels für einen auf der Außenseite des schlauchförmigen Preßmantels angeordneten
Wasserabstreifer. Die Schaberleiste ist an den Preßmantel elastisch anpreßbar und
arbeitet bei einem Anpreßdruck von 0,5 bis 5,0 bar. Als Fluidabstreifvorrichtung können
aber auch Saugmittel in ähnlicher Weise am Preßmantel angeordnet sein wie die Schaberleiste.
Die Fluidabstreifvorrichtung ist bevorzugt auch an der Fluidzuführvorrichtung befestigt.
[0018] Die Fluidabstreifvorrichtung kann bei einer anderen vorteilhaften Weiterbildung an
einem als Preßschuh ausgebildeten Stützmittel befestigt oder in den Preßschuh integriert
sein. Dabei ist die Fluidabstreifvorrichtung bevorugt als am Preßschuh vorstehende
Kante ausgebildet. Die Fluidabstreifvorrichtung kann aber auch in der Nähe der Preßmanteleinlaufseite
oder vor dem Preßspalt angeordnet sein. Die Fluidzuführvorrichtung ist dann direkt
dahinter im Einlaufspalt des Preßschuhs angeordnet. Das Fluid in Form von Kühl- und
Schmieröl wird dann beispielsweise im Einlaufspalt eines Preßschuhs auf den Preßmantel
aufgespritzt.
[0019] Die Erfindung ist sowohl auf Durchbiegungsausgleichswalzen als auch auf Preßwalzen
mit verlängertem Preßspalt oder Profilwalzen mit hartem Preßmantel anwendbar. Außerdem
ist die Erfindung aber auch auf Schuhpressen anwendbar, deren Preßmantel über Leitwalzen
geführt ist und deswegen nicht wie bei der Preßwalze kreisförmig umläuft. Dabei wird
das erwärmte Fluid vorteilhafterweise zwischen Preßspalt und der in Umlaufrichtung
des Preßmantels nachfolgenden Leitwalze von der Innenseite des Preßmantel vollständig
abgenommen und danach aufbereitetes Fluid auf den Preßmantel aufgebracht. Unter dem
Begriff Stützmittel wird sowohl das bei der Durchbiegungsausgleichswalze eingesetzte
hydrostatische oder hydrodynamische Stützmittel als auch der Preßschuh einer Schuhpresse
verstanden.
[0020] Schließlich kann auch eine erste Fluidabstreifvorrichtung vor dem Preßspalt angeordnet
sein, die einen Teil des Fluids vor dem Preßspalt abnimmt, und eine zweite Fluidabstreifvorrichtung
kann hinter dem Preßspalt angeordnet sein, die daß erwärmte Fluid vollständig vom
Preßmantel abnimmt.
[0021] Die Fluidabstreifvorrichtung für die Bandpreßeinheit weist ein Abstreifelement auf,
das direkt in Kontakt mit dem Fluid steht. Der Querschnitt des Abstreifelements im
Bereich des Preßmantels ist kreis-, ellipsenförmig oder besitzt eine beliebig daran
angenäherte Freiform. Eine derartige Fluidabstreifvorrichtung ermöglicht es, das Fluid
effektiv und vollständig vom Preßmantel abzunehmen. Im Gegensatz zu den bekannten
Fluidabstreifvorrichtungen wird das Fluid nicht mechanisch abgeschabt, so daß sowohl
die Wärmeentwicklung geringer ist als auch der Abrieb verbessert wird.
[0022] Bei einer vorteilhaften Ausführungsform besitzt das Abstreifelement eine konvexe
am Preßmantel anliegende Kontaktfläche mit einem Krümmungsradius von 2 mm bis 5 mm.
[0023] Bei einer besonders vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist das Abstreifelement
als Rundstab mit 5 mm bis 10 mm Durchmesser ausgebildet. Durch das Andrücken des Abstreifelements
an den Preßmantel, gleitet das Abstreifelement durch die im Vergleich zu Schaberleisten
vergrößerte konvexe Kontaktfläche auf dem Fluidfilm auf. Der Preßmantel fördert in
Umlaufrichtung das erwärmte Fluid in Richtung des Abstreifelements heran. Das Fluid
wird vor dem in Kontakt mit dem Fluid stehenden Abstreifelement aufgestaut, so daß
sich dort ein Überdruckprofil ausbildet. Hinter dem Abstreifelement entsteht wegen
der geringeren Fluidmenge ein Unterdruck, der das Abstreifelement zusätzlich gegen
den Preßmantel ansaugt. Bei Versuchsreihen und Simulationen hat sich gezeigt, daß
durch die erfindungsgemäße Fluidabstreifvorrichung ein Ölfilm bis auf eine auf dem
Preßmantel verbleibende Schicht von etwa 10 µm abnehmbar ist.
[0024] Erfindungsgemäß ist das Abstreifelement über Anpreßmittel an den Preßmantel andrückbar.
Als Anpreßmittel können neben einem Federmechanismus auch Pneumatikzylinder dienen.
Vorteilhafterweise sind dabei entlang der Achse durch das Abstreifelement mehrere
Pneumatikzylinder angeordnet, um die Durchbiegung des Abstreifelements gering zu halten.
Die Anpreßmittel drücken das Abstreifelement mit einer Anpreßkraft zwischen 100 und
1000 N/m an den Preßmantel an.
[0025] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im folgenden unter Bezug auf die beigefügten
Zeichnungen näher beschrieben. Es zeigen, jeweils in schematischer Darstellung,
- Figur 1
- einen Querschnitt durch eine erfindungsgemäße Bandpreßeinheit gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel,
- Figur 2
- einen Querschnitt durch eine erfindungsgemäße Bandpreßeinheit gemäß einem zweiten
Ausführungsbeispiel,
- Figur 3
- einen Querschnitt durch eine erfindungsgemäße Bandpreßeinheit gemäß einem dritten
Ausführungsbeispiel,
- Figur 4
- einen Querschnitt durch eine erfindungsgemäße Bandpreßeinheit gemäß einem vierten
Ausführungsbeispiel,
- Figur 5
- einen Querschnitt durch eine erfindungsgemäße Bandpreßeinheit gemäß einem fünften
Ausführungsbeispiel,
- Figur 6
- einen Querschnitt durch eine erfindungsgemäße Bandpreßeinheit gemäß einem sechsten
Ausführungsbeispiel,
- Figur 7
- eine teilweise geschnittene Darstellung einer erfindungsgemäßen Fluidabstreifvorrichtung.
[0026] Die in Fig. 1 dargestellte Bandpreßeinheit 1 bildet zwischen einer Preßwalze 2 und
einer Gegenwalze 3 einen Preßspalt 4. Dem Preßspalt 4 wird eine zu pressende Papierbahn
6 zwischen zwei Hilfbändern 7, 8, beispielweise Filzbänder, zugeführt.
[0027] Ein als Preßschuh ausgebildetetes Stützmittel 9 lagert im Bereich des Preßspaltes
4 einen am Umfang der Preßwalze 2 umlaufenden Preßmantel 11. Die Bandpreßeinheit 1
ist eine extended nip press (ENP) mit einem verlängerten Preßspalt 4. Die Preßwalze
2 ist dabei an einem nicht dargestellten stationären Träger gelagert. Der Preßmantel
11 ist flexibel ausgeführt, so daß er im erweiterten Preßspalt 4 an der konkaven Oberfläche
des Preßschuhs 9 gleitend anliegt.
[0028] Ein aufbereitetes Fluid 12'ist zur Kühlung und zum Schmieren des zwischen dem Preßmantel
11 und dem Preßschuh 9 im erweiterten Preßspalt 4 gebildeten Gleitlagers auf der Innenseite
des Preßmantels 11 in Form eines Kühl- und Schmieröls vorgesehen. Das aufbereitete
Fluid 12' kühlt außerdem den durch die erhöhte Reibungswärme beim Durchlauf durch
den Preßspalt 4 erwärmten Preßmantel 11 und erwärmt sich dabei.
[0029] Erfindungsgemäß wird das erwärmte Fluid 12 durch eine Fluidabstreifvorrichtung 13
in der Nähe der Preßmantelaustrittsseite 14 des Preßspaltes 4 von der Innenseite des
Preßmantels 11 abgenommen. Die Fluidabstreifvorrichtung 13 ist dabei als vom Preßschuh
9 unabhängig vorgesehene Schaberleiste 16 ausgebildet. Die Fluidabstreifvorrichtung
13 ist bei diesem Ausführungsbeispiel in Umlaufrichtung des Preßmantels 11 nach dem
Preßspalt 4 angeordnet, wo das erwärmte Fluid 12 die höchste Temperatur hat. Die Fluidabstreifvorrichtung
13 kann beispielsweise innerhalb eines Viertels der vollen Preßmantel-Umlaufstrecke
um den Träger hinter dem Preßspalt 4 angeordnet sein. Die Fluidabstreifvorrichtung
13 nimmt das erwärmte Fluid 12 von der Innenseite des Preßmantels 11 vollständig ab
und führt es einem Auffangbehälter 17 zu.
[0030] Vom Auffangbehälter 17 wird das erwärmte Fluid 12 einer nicht dargestellten Aufbereitungsvorrichtung
zugeführt, wo es gereinigt und gekühlt wird. Das auf diese Weise aufbereitete Fluid
12' wird durch eine Fluidzuführvorrichtung 18 auf die Innenseite des Preßmantels 11
zugeführt. Die Fluidzuführvorrichtung 18 ist in diesem Ausführungsbeispiel in Umlaufrichtung
des Preßmantels 11 hinter der Fluidabstreifvorrichtung 13 angeordnet. Ein zwischen
der Abstreifstelle und der Fluidzuführvorrichtung 18 gebildeter Umlaufwinkel α des
Preßmantels 11 soll dabei erfindungsgemäß maximal 90° betragen. Zwischen der Abstreifstelle
und der Fluidzuführvorrichtung 18 liegt an der Innenseite des Preßmantels 11 kein
erwärmtes Fluid 12 an. Deswegen kommt es nicht zu einer Vermischung des vom Preßspalt
4 kommenden erwärmten Fluids 12 mit dem von der Fluidzuführvorrichtung 18 bereitgestellten
aufbereiteten Fluid 12'. Das aufbereitete Fluid 12' mit seiner gegenüber dem erwärmten
Fluid 12 kühleren Temperatur läuft mit dem Preßmantel 11 um und kühlt dabei den Preßmantel
11. Je größer die Umlaufstrecke des aufbereiteten Fluids 12', umso effektiver ist
die Kühlung des Preßmantels 11. Nachdem das aufbereitete Fluid 12' den Preßspalt 4
durchlaufen hat und dort erwärmt wurde, wird das erwärmte Fluid 12 an der Abstreifstelle
wieder durch die Schaberleiste 16 vom Preßmantel 11 vollständig abgenommen.
[0031] In den folgenden Ausführungsbeispielen zur Bandpreßeinheit 1 werden nur für Elemente
neue Bezugszeichen vergeben, die sich gegenüber dem ersten Ausführungsbeispiel ändern.
Die in Fig. 2 dargestellte Bandpreßeinheit 20 unterscheidet sich von der bisher beschriebenen
Bandpreßeinheit 1 nur dadurch, daß die Fluidabstreifvorrichtung 21 durch ein Befestigungsmittel
22 an der Preßmantelaustrittsseite des Preßspaltes 4 am Preßschuh 9 befestigt ist.
Das erwärmte Fluid 12 wird wie beim ersten Ausführungsbeispiel dem Auffangbehälter
17 zugeführt und danach aufbereitet.
[0032] Bei der in Figur 3 dargestellten Bandpreßeinheit 30 ist die Fluidabstreifvorrichtung
31 im Preßschuh 9 integriert. Dabei ist die Fluidabstreifvorrichtung 31 als an der
Preßmantelaustrittsseite des Preßspaltes 4 ausgebildete Kante 32 am Preßschuh 9 angeordnet.
Das erwärmte Fluid 12 wird vom Preßmantel 11 durch die Kante 32 am Preßschuh 9 abgestreift
und einem im Preßschuh 9 integrierten Auffangbehälter 33 zugeführt. Von dort gelangt
das erwärmte Fluid 12 über eine Leitung 34 zu einer Aufbereitsungsvorrichtung und
wird anschließend dem Preßmantel 11 als aufbereitetes Fluid 12' zugeführt.
[0033] Die in Figur 4 dargestellte Bandpreßeinheit 40 weist eine in der Nähe der Preßmantelaustrittsseite
14 angeordnete Fluidabstreifvorrichtung 41 auf. Die Fluidabstreifvorrichtung 41 ist
an einer Mantelleitleiste 42 befestigt. Die Mantelleitleiste 42 dient zur Führung
des Preßmantels 11 im Bereich eines Wasserabstreifers 43. Der Wasserabstreifer 43
entfernt das auf der Außenseite des Preßmantels 11 aufgrund des Preßvorgangs verbliebene
Wasser. Das durch die Fluidabstreifvorrichtung 41 auf der Innenseite des Preßmantel
11 abgenommene erwärmte Fluid 12 wird dem Auffangbehälter 17 zugeführt, wo es anschließend
aufbereitet und gekühlt wird. Das aufbereitete Fluid 12' wird dann am Preßmantel 11
über eine Fluidzuführvorrichtung 44 bereitgestellt.
[0034] Bei der in Figur 5 dargestellten Bandpreßeinheit 50 ist als Fluidabstreifvorrichtung
51 ein Schaber und als Fluidzuführvorrichtung 52 ein Ölzuspritzrohr vorgesehen. Der
Schaber 51 ist am Ölzuspritzrohr 52 befestigt, wodurch eine Kombination aus beiden
Vorrichtungen entsteht. Der Schaber 51 ist in seiner Position zum Ölzuspritzrohr 52
derart angeordnet, daß das erwärmte Schmier- und Kühlöl 12 vollständig vom Preßmantel
11 abnehmbar und dem Auffangbehälter 17 zuführbar ist, bevor in Umlaufrichtung des
Preßmantels 11 das aufbereitete Schmier- und Kühlöl 12' wieder auf den Preßmantel
11 aufgesprüht wird.
[0035] Auch bei der Bandpreßeinheit 60 ist eine Fluidabstreifvorrichtung 61 mit einer Fluidzuführvorrichtung
62 derart kombiniert, daß zunächst das vom Preßspalt 4 kommende erwärmte Fluid 12
vollständig vom Preßmantel 11 abgenommen wird, bevor das aufbereitete Fluid 12' von
der Fluidzuführvorrichtung 62 wieder auf den Preßmantel 11 aufgesprüht wird. Im Gegensatz
zu den bisher beschriebenen Ausführungsbeispielen ist sowohl die Fluidabstreifvorrichtung
61 als auch die Fluidzuführvorrichtung 62 in der Nähe der Preßmanteleinlaufseite des
Preßspaltes 4 angeordnet. Bei der Bandpreßeinheit 60 wird vor dem Durchlauf durch
den Preßspalt 4 das aufbereitete Fluid auf den Preßmantel 11 aufgebracht. Dadurch
gelangt das aufbereitete Fluid 12' kurz nach dem Aufbringen auf den Preßmantel 11
zu dem zwischen dem Preßmantel 11 und dem Preßschuh 9 gebildeten Gleitlager, um dieses
zu schmieren. Das erwärmte Fluid 12 tritt an der Preßmantelaustrittsseite 14 aus dem
Preßspalt 4 aus und läuft mit dem Preßmantel 11 um, bis das erwärmte Fluid 12 durch
die Fluidabstreifvorrichtung 61 vom Preßmantel 11 abgenommen wird.
[0036] In Figur 7 ist eine Bandpreßeinheit 70 mit einer Fluidabstreifvorrichtung 71 dargestellt.
Die Bandpreßeinheit 70 weist einen durch einen Preßschuh 72 und einer Gegenwalze 73
gebildeten Preßspalt 74 auf. Um den Preßschuh 72 und einen Träger 76 läuft ein Preßmantel
77 um. Auf der Innenseite des Preßmantels 77 ist ein Fluid 78 zum Kühlen und Schmieren
vorgesehen.
[0037] Die Fluidabsteifvorrichtung 71 weist ein als Rundstab ausgebildetes Abstreifelement
81 und ein als Pneumatikzylinder ausgebildetes Anpreßmittel 82 auf. Das Abstreifelement
81 besitzt einen kreisförmigen Querschnitt mit einem Durchmesser von 5 mm, und die
Länge in Axialrichtung entspricht der Breite des Preßmantels 77. Das Abstreifelement
81 ist über eine Halterung 83 mit der Kolbenstange 84 des Pneumatikzylinders 82 verbunden.
Der Pneumatikzylinder 82 ist über eine Schraubverbindung 86 am Träger 76 der Bandpreßeinheit
70 befestigt. Der Pneumatikzylinder 82 wird über eine Druckölleitung 87 mit Drucköl
versorgt, so daß die Kolbenstange 84 mit dem Abstreifelement 81 in Richtung des Preßmantels
77 auslenkbar ist.
[0038] Wird der Pneumatikzylinder 82 entsprechend mit Drucköl versorgt, so wird das Abstreifelement
81 an den Preßmantel 77 herangeführt und liegt dann am umlaufenden Preßmantel 77 gleitend
auf dem Fluid 78 auf. Dabei beträgt die durch den Pneumatikzylinder 82 ausgeübte Anpreßkraft
an den Preßmantel 77 zwischen 100 und 1000 N/m. Dadurch, daß das Fluid in Umlaufrichtung
des Preßmantels 77 vor dem Abstreifelement 81 aufgestaut wird, entsteht vor dem Abstreifelement
81 ein Überdruckprofil und hinter dem Abstreifelement 81 wegen der geringeren Fluidmenge
ein Unterdruckprofil, wodurch das Abstreifelement 81 stärker gegen den Preßmantel
77 angesaugt wird. Das Fluid 78 läßt sich dadurch bis auf eine Fluidschichtdicke von
etwa 10 µm vom Preßmantel 77 abnehmen.
[0039] Die Bandpreßeinheit 70 weist einen Auffangbehälter 88 auf, dem das abgestreifte Fluid
78 vom Abstreifelement 81 zugeführt wird. Der Auffangbehälter 88 ist am Träger 76
über eine Schraubverbindung 89 befestigt.
[0040] Von Vorteil ist es im Rahmen einer Ausführungsform der Erfindung, wenn zwischen Abstreifstelle
und Fluidaufbringungsstelle kein weiteres Mantelleitelement angeordnet ist. Mantelleitelemente
werden bei derartigen Anordnungen benötigt, um den Mantel auf seinem Umlauf an vorgebbaren
Stellen zu führen.
Bezugszeichenliste
[0041]
- 1
- Bandpreßeinheit
- 2
- Preßwalze
- 3
- Gegenwalze
- 4
- Preßspalt
- 5
- 6
- Faserstoffbahn, Papierbahn
- 7
- Hilfsband, Filzband
- 8
- Hilfsband, Filzband
- 9
- Stützmittel, Preßschuh
- 10
- 11
- Preßmantel
- 12, 12'
- erwärmtes Fluid, aufbereitetes Fluid
- 13
- Fluidabstreifvorrichtung
- 14
- Preßmantelaustrittsseite
- 15
- 16
- Schaberleiste
- 17
- Auffangbehälter
- 18
- Fluidzuführvorrichtung
- 19
- 20
- Bandpreßeinheit
- 21
- Fluidabstreifvorrichtung
- 22
- Befestigungsmittel
- 30
- Bandpreßeinheit
- 31
- Fluidabstreifvorrichtung
- 32
- Kante
- 33
- Auffangbehälter
- 34
- 40
- Bandpreßeinheit
- 41
- Fluidabstreifvorrichtung
- 42
- Mantelleitleiste
- 43
- Wasserabstreifer
- 44
- Fluidzuführvorrichtung
- 50
- Bandpreßeinheit
- 51
- Fluidabstreifvorrichtung, Schaber
- 52
- Fluidzuführvorrichtung, Ölzuspritzrohr
- 60
- Bandpreßeinheit
- 61
- Fluidabstreifvorrichtung
- 62
- Fluidzuführvorrichtung
- 70
- Bandpreßeinheit
- 71
- Fluidabstreifvorrichtung
- 72
- Preßschuh
- 73
- Gegenwalze
- 74
- Preßspalt
- 75
- 76
- Träger
- 77
- Preßmantel
- 78
- Fluid
- 79
- 80
- 81
- Abstreifelement
- 82
- Anpreßmittel, Pneumatikzylinder
- 83
- Halterung
- 84
- Kolbenstange
- 85
- 86
- Schraubverbindung
- 87
- Druckölleitung
- 88
- Auffangbehälter
- 89
- Schraubverbindung
- α
- Umlaufwinkel des Preßmantels
1. Verfahren zum Betrieb einer Bandpreßeinheit (1; 20; 30; 40; 50; 60; 70) mit einem
im Bereich eines Preßspaltes (4; 74) durch Stützmittel (9; 72) gelagerten umlaufenden
Preßmantel (11; 77), wobei ein aufbereitetes Fluid (12'; 78) zum Kühlen des Preßmantels
(11; 77) und zum Schmieren des zwischen dem Preßmantel (11; 77) und den Stützmitteln
(9; 72) gebildeten Gleitlagers auf den Preßmantel (11; 77) aufgebracht und Fluid (12;
78) an einer Abstreifstelle vom Preßmantel (11; 77) abgenommen wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß das durch die Kühlung des Preßmantels (11; 77) erwärmte Fluid (12; 78) an der
Abstreifstelle vollständig oder zumindest weitgehend vom Preßmantel (11; 77) abgenommen
wird, bevor in Umlaufrichtung des Preßmantels (11; 77) hinter der Abstreifstelle aufbereitetes
Fluid (12'; 78) aufgebracht wird, um ein Vermischen des erwärmten Fluids (12; 78)
mit dem aufbereiteten Fluid (12'; 78) zu verhindern.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das aufbereitete Fluid (12'; 78) auf eine geringere Temperatur als die des erwärmten
Fluids (12; 78) gekühlt und anschließend auf den Preßmantel (11; 77) aufgebracht,
insbesondere aufgesprüht, wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das erwärmte Fluid (12; 78) in der Nähe der Preßmantelaustrittsseite (14) des
Preßspaltes (4; 74) vom Preßmantel (11; 77) abgenommen wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das aufbereitete Fluid (12'; 78) bei einem schlauchförmigen, einen geschlossenen
Raum begrenzenden Preßmantel (11; 77) innerhalb eines Umlaufwinkels (α) kleiner als
90° hinter der Abstreifstelle auf die Innenseite des Preßmantels (11; 77) aufgebracht
wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß in der Nähe der Preßmanteleinlaufseite des Preßspaltes (4; 74) das erwärmte Fluid
(12; 78) abgenommen und aufbereitetes Fluid (12'; 78) aufgebracht wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das erwärmte Fluid (12; 78) durch eine Fluidabstreifvorrichtung (13; 21; 31; 41;
51; 61; 71), die an einem als Preßschuh ausgebildeten Stützmittel (9; 72) angeordnet
ist, vollständig abgenommen und das aufbereitete Fluid (12'; 78) im Einlaufspalt des
Preßschuhs (9; 72) auf der Innenseite des Preßmantels (11; 77) aufgebracht wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das erwärmte Fluid (12; 78) bei einer Schuhpresse, deren Preßmantel über Leitwalzen
geführt ist, zwischen dem Preßspalt und der benachbarten Leitwalze abgenommen und
anschließend das aufbereitete Fluid auf den Preßmantel aufgebracht wird.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen Abstreifstelle und Fluidaufbringungsstelle kein weiteres Mantelleitelement
angeordnet ist.
9. Bandpreßeinheit zum Entwässern von Faserstoffbahnen (6) mit einem umlaufenden Preßmantel
(11; 77), der im Bereich eines Preßspaltes (4; 74) durch Stützmittel (9; 72) gelagert
ist, mit einer Fluidzuführvorrichtung (18; 44; 52; 62), die ein aufbereitetes Fluid
(12'; 78) zum Schmieren des zwischen dem Preßmantel (11; 77) und den Stützmitteln
(9; 72) gebildeten Gleitlagers und zum Kühlen des Preßmantels (11; 77) bereitstellt,
und mit einer Fluidabstreifvorrichtung (13; 21; 31; 41; 51; 61; 71),
dadurch gekennzeichnet,
daß die Fluidabstreifvorrichtung (13; 21; 31; 41; 51; 61; 71) das durch die Kühlung
des Preßmantels (11; 77) erwärmte Fluid (12; 78) vollständig vom Preßmantel (11; 77)
abnimmt und in Umlaufrichtung des Preßmantels (11; 77) direkt vor der Fluidzuführvorrichtung
(18; 44; 52; 62) angeordnet ist, so daß sich das erwärmte Fluid (12; 78) nicht mit
dem aufbereiteten Fluid (12'; 78) vermischt.
10. Bandpreßeinheit nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Fluidabstreifvorrichtung (13; 21; 31, 41; 51; 61; 71) in der Nähe der Preßmantelaustrittsseite
(14) des Preßspaltes (4; 74) angeordnet ist.
11. Bandpreßeinheit nach Anspruch 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Fluidabstreifvorrichtung (13; 21; 31; 41; 51; 61; 71) bei einem schlauchförmigen,
einen geschlossenen Raum begrenzenden Preßmantel (11; 77) innerhalb eines Umlaufwinkels
(α) kleiner als 90° vor der Fluidzuführvorrichtung (18; 44; 52; 62) angeordnet ist.
12. Bandpreßeinheit nach einem der Ansprüche 9 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Fluidabstreifvorrichtung (13; 21; 31; 41; 51; 61; 71) Abschab- oder Saugmittel
aufweist, die in der Nähe der Fluidzuführvorrichtung (18; 44; 52; 62) angeordnet oder
mit dieser kombiniert sind.
13. Bandpreßeinheit nach einem der Ansprüche 9 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Fluidabstreifvorrichtung (13; 21; 31; 41; 51; 61; 71) an einem als Preßschuh
(9; 72) ausgebildeten Stützmittel (9; 72) befestigt oder in den Preßschuh (9; 72)
integriert ist.
14. Bandpreßeinheit nach einem der Ansprüche 9 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Fluidzuführvorrichtung (18; 44; 52; 62) im Einlaufspalt des Preßschuhs (9;
72) angeordnet ist.
15. Bandpreßeinheit nach Anspruch 9 oder 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Fluidabstreifvorrichtung (13; 21; 31; 41; 51; 61; 71) in der Nähe der Preßmanteleinlaufseite
des Preßspaltes (4; 74) angeordnet ist.
16. Bandpreßeinheit nach einem der Ansprüche 9 bis 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Fluidabstreifvorrichtung (13; 21; 31; 41; 51; 61; 71) bei einer Schuhpresse,
deren Preßmantel über Leitwalzen geführt ist, zwischen dem Preßspalt und der benachbarten
Leitwalze angeordnet ist.
17. Bandpreßeinheit nach einem der Ansprüche 9 bis 16,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Fluidabstreifvorrichtung vor dem Preßspalt (4; 74) angeordnet ist, die einen
Teil des Fluids (12; 78) abnimmt, und eine zweite Fluidabstreifvorrichtung (13; 21;
31; 41; 51; 61; 71) hinter dem Preßspalt angeordnet ist, die daß erwärmte Fluid (12;
78) vollständig vom Preßmantel (11; 77) abnimmt.
18. Fluidabstreifvorrichtung für die Bandpreßeinheit nach Anspruch 9 mit einem direkt
in Kontakt mit dem Fluid (78) stehenden Abstreifelement (81) und mit Anpreßmitteln
(82), die das Abstreifelement (81) an einen Preßmantel (77) andrücken,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Querschnitt des Abstreifelements (81) im Bereich des Preßmantels (77) kreis-,
ellipsenförmig oder eine beliebig daran angenäherte Freiform ist.
19. Fluidabstreifvorrichtung nach Anspruch 18,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Querschnitt des Abstreifelements (81) im Bereich des Preßmantels (77) einen
Krümmungsradius von 2 mm bis 5 mm aufweist.
20. Fluidabstreifvorrichtung nach Anspruch 18 oder 19,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Abstreifelement (81) ein Rundstab ist.
21. Fluidabstreifvorrichtung nach einem der Ansprüche 18 bis 20, dadurch gekennzeichnet,
daß die Anpreßmittel (82) zumindest einen Federmechanismus oder Pneumatikzylinder
aufweisen.
22. Fluidabstreifvorrichtung nach einem der Ansprüche 18 bis 21, dadurch gekennzeichnet,
daß die Anpreßmittel (82) das Abstreifelement (81) mit einer Anpreßkraft zwischen
100 und 1000 N/m an den Preßmantel (77) andrücken.