[0001] Die Erfindung betrifft eine Zünd- und Einspritzsteuervorrichtung für die Brennkraftmaschine
eines Kraftfahrzeuges mit einer Zündeinheit und einer Einspritzsteuereinheit, die
mit der zentralen Maschinensteuerung verbunden sind.
[0002] Eine derartige Zünd- und Einspritzsteuervorrichtung ist aus der EP 0 640 762 A1 bekannt
und dient dazu, einerseits für die Zündung des Kraftstoffgemisches in den Zylindern
der Brennkraftmaschine über die dort angeordneten Zündkerzen und andererseits für
die Einspritzung des Kraftstoffes in die Brennkraftmaschine jeweils zu den geeigneten
Zeitpunkten zu sorgen. Dabei sind die Zündeinheit und die Einspritzsteuereinheit als
separate Baueinheiten jeweils mit eigener Spannungsversorgung vorgesehen.
[0003] Aufgrund der getrennten Anordnung der Zündeinheit und der Einspritzsteuereinheit
jeweils mit eigener Spannungsversorgung hat die bekannte Vorrichtung jedoch den Nachteil
einer hohen Störanfälligkeit aufgrund der großen Anzahl elektrischer Verbindungsstellen.
Bei der Fertigung einer derartigen Vorrichtung ist darüber hinaus der Montageaufwand
am Fertigungsband auf Seiten des Kraftfahrzeugherstellers sehr groß und entsteht durch
die getrennten Spannungsversorgungen ein erheblicher Kostennachteil.
[0004] Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe besteht daher darin, die Zünd- und Einspritzsteuervorrichtung
der eingangs genannten Art so auszubilden, daß sie eine geringe Störanfälligkeit hat.
[0005] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch ein Netzgerät gelöst, an dem die Bordnetzspannung
des Kraftfahrzeuges liegt und das die Versorgungsspannungen für die Zündeinheit und
die Einspritzsteuereinheit jeweils liefert.
[0006] Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind somit die Zündeinheit und die Einspritzsteuereinheit
einschließlich ihrer Spannungsversorgungen durch das Netzgerät zu einem Montagemodul
zusammengefaßt, was die Anzahl der elektrischen Kontakte erheblich herabsetzt und
dadurch eine geringere Störanfälligkeit der Vorrichtung gewährleistet.
[0007] Die Zünd- und Einspritzsteuervorrichtung gemäß der Erfindung hat den weiteren Vorteil,
daß der Montage- und Verkabelungsaufwand am Fertigungsband des Kraftfahrzeugherstellers
geringer ist, daß aufgrund der Ausbildung in Form eines Montagemoduls der Logistikaufwand
niedriger ist, da kein Handling von Kabeln und Komponenten erforderlich ist, und daß
aufgrund der gemeinsamen Spannungsversorgung der Zündeinheit und der Einspritzsteuereinheit
durch das Netzgerät ein Kostenvorteil entsteht.
[0008] Besonders bevorzugte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung
sind Gegenstand der Patentansprüche 2 und 4.
[0009] Im folgenden wird anhand der zugehörigen Zeichnung ein besonders bevorzugtes Ausführungsbeispiel
der erfindungsgemäßen Vorrichtung näher beschrieben.
[0010] Die einzige Figur zeigt das schematische Schaltbild des Ausführungsbeispiels der
erfindungsgemäßen Vorrichtung.
[0011] Die in der Zeichnung dargestellte Zünd- und Einspritzsteuervorrichtung 9 für die
Brennkraftmaschine eines Kraftfahrzeuges, die mit Zündkerzen 7 und Einspritzventilen
8 ausgestattet ist, umfaßt eine Zündeinheit 3 und eine Einspritzsteuereinheit 2, die
jeweils mit den Zündkerzen 7 und den Einspritzventilen 8 verbunden sind und diese
ansteuern.
[0012] Die Zündeinheit 3 enthält üblicherweise einen Ladekondensator, einen Transformator
oder eine Zündspule, Halbleiterleistungsschalter usw. sowie einen Zündkerzensteckanschluß
zu den Zündkerzen 7 und gegebenenfalls eine Auswerteschaltung für die Zünddiagnose
und die Erkennung von Zündaussetzern. Für das Laden des Ladekondensators werden bei
heutigen nebenschlußfesten Zündungskonzepten auf der Basis von HKZ- oder Wechselspannungszündungen
gegenüber der Bordnetzspannung erhöhte Spannungen von 60 bis 500 V benötigt.
[0013] Auch die Einspritzsteuereinheit 2 benötigt zur Ansteuerung der Einspritzventile 8
auf Piezobasis Kondensatoren mit gegenüber der Bordnetzspannung erhöhter Ladespannung
von 60 bis 500 V. Der Leistungsteil der Einspritzsteuereinheit 2 ist dabei direkt
über einen Steckanschluß mit den Einspritzventilen 8 verbunden.
[0014] Die Zündeinheit 3 und die Einspritzsteuereinheit 2 sind über einen Zentralstecker
4 mit der zentralen Maschinensteuerung ECU 6 verbunden, die für das Maschinenmanagement
sorgt.
[0015] Die erwähnten erhöhten Gleichspannungen von 60 bis 500 V für die Zündeinheit 3 und
die Einspritzsteuereinheit 2 werden von einem einzigen Netzgerät 1 geliefert, das
über den Zentralstecker 4 mit dem Bordnetz 5 verbunden ist, das heißt an dem im wesentlichen
die Batteriespannung des Kraftfahrzeuges liegt.
[0016] Die in Form eines Montagemoduls ausgebildete Zünd- und Einspritzsteuervorrichtung
9 mit einem einzigen Netzgerät 1, das die Versorgungsspannungen für die Zündeinheit
3 und die Einspritzsteuereinheit 2 liefert, ist insbesondere so ausgebildet, daß sie
zur Kontaktierung direkt auf die in die Maschine eingebauten Zündkerzen 7 und die
Einspritzventile 8 aufgesteckt werden kann, ohne daß eine zusätzliche Verkabelung
notwendig ist. Bei Problemen hinsichtlich des Platzangebotes im Maschinenraum kann
es allerdings notwendig sein, das Netzgerät 1 von dem Rest des Montagemoduls 9 zu
trennen.
1. Zünd- und Einspritzsteuervorrichtung für die Brennkraftmaschine eines Kraftfahrzeuges
mit einer Zündeinheit und einer Einspritzsteuereinheit, die mit der zentralen Maschinensteuerung
verbunden sind, gekennzeichnet durch ein Netzgerät (1), an dem die Bordnetzspannung
des Kraftfahrzeuges liegt und das die Versorgungsspannungen für die Zündeinheit (3)
und die Einspritzsteuereinheit (2) jeweils liefert.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zündeinheit (3), die
Einspritzsteuereinheit (2) und das Netzgerät (1) in Form einer Baueinheit ausgebildet
sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß sie so ausgebildet ist, daß
sie direkt auf die Zündkerzen (7) und die Einspritzventile (8) der Brennkraftmaschine
aufsteckbar ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, gekennzeichnet durch einen Zentralstecker (4),
über den das Netzgerät (1) mit dem Bordnetz (5) und die Zündeinheit (3) und die Einspritzsteuereinheit
(2) mit der zentralen Maschinensteuerung (6) verbunden sind.