GEBIET DER ERFINDUNG
[0001] Die Schublade, die den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet, ist eine
Schublade, wie sie in Möbeln verwendet wird und bei der zumindest zwei Seitenteile
aus Metallblech bestehen und mit ihrem Rückseitenteil derart verbunden werden, daß
sie nach der Herstellung der Verbindung einen Boden und eine Schubladenfront aufnehmen
können, wobei diese Art von Schubladen an ihren Seitenteilen jeweilige hintere Räder
aufweist, vor denen jeweilige gewölbte Schienen angeordnet sind und die in komplementäre
C-förmige Führungen einführbar sind, die an dem Möbelstück befestigt sind, wobei sich
die gewölbten Schienen gleitend an jeweiligen vorderen Räder abstützen, die in diesen
C-förmigen Führungen vorgesehen sind.
STAND DER TECHNIK
[0002] Die Herstellung von Schubladen beliebiger Art, bei denen die Seitenteile und das
Rückseitenteil vollständig miteinander vereinigt sind, ist sinnvoll, wenn nach Lösungen
gesucht wird, die sowohl einfach als auch wirtschaftlich sind, die leicht für eine
sichere Lagerung und einen sicheren Transport zu verpacken sind und die sehr einfach
und schnell montierbar sind, und zwar sowohl in der Zwischenstufe beim Hersteller
von Möbeln sowie an der eigentlichen Einbaustelle seitens des Handwerkers oder durch
den Endanwender in Heimarbeit. Diese bekannten integrierten Konstruktionen bestehen
aus Preßholz, das mit einem Kunststofffilm beschichtet ist, der ein Scharnier bildet,
wobei eine Monage, eine Verstärkung durch Leimen und die zusätzliche Einfügung von
Führungsschienen erforderlich ist, was nicht zu einer befriedigenden Lösung führt.
In gleicher Weise erfordern die bekannten integrierten Konstruktionen aus Kunststoff
die Hinzufügung von Führungsschienen- und Radelementen und in allen diesen Fällen
ist die Befestigung der Schubladenfront mühsam und langwierig.
[0003] Bei den bisher bekannten Ausführungsformen wurden Probleme und Nachteile verschiedener
Art festgestellt, die nachfolgend erläutert werden und die im vorliegenden Fall mit
einer aus Metall bestehenden Schublade gelöst werden sollen, die zusätzlich eine vollständige
Lieferung der gesamten Einheit mit einer Schnellbefestigungsvorrichtung für die Schubladenfront
ermöglicht.
[0004] Ein erstes Problem besteht darin, daß bisher die Seitenteile auf der Grundlage eines
geometrischen Konzeptes mit rechtwinkliger Form hergestellt werden, wobei sie als
unabhängige Teile hergestellt werden, und es sind keine Herstellungsverfahren bekannt,
bei denen die Teile vollständig miteinander vereinigt sind und Räder an diesen vorgesehen
sind. Aus diesem Grund erfolgt die Befestigung der Räder an der Gesamtkonstruktion
mit der bisher bekannten Technik unter der Annahme von rechtwinkligen Seitenteilen
und der Anbringung der hinteren Räder an den Seitenteilen notwendigerweise vor der
hinteren Kante der Schublade, was in unerwünschter Weise das gewünschte Ausmaß des
Herausziehens der Schublade gegenüber deren Gesamtlänge verringert, wodurch die Zugänglichkeit
des Innenraumes der Schublade und deren Brauchbarkeit verringert wird.
[0005] Ein weiteres Problem bezieht sich auf die schnelle Befestigung der Schubladenfront.
Dieser Vorgang muß die Möglichkeit einer Einstellung der Höhenposition dieser Schubladenfront
gegenüber den Seitenteilen ermöglichen, um die erforderliche Ausrichtung mit dem übrigen
Teil der Möbelfront zu erzielen. Die in dieser Hinsicht bekannten Vorrichtungen beruhen
alle auf der Verwendung von aufspreizbaren Dübeln, die in eingestellter Weise in Blindbohrungen
eingesetzt werden, die in der zu befestigenden Schubladenfront ausgebildet sind, wobei
diese Dübel mit Hilfe eines drehbaren Nockens aufspreizbar sind, der durch Verschwenken
eines Hebels beweglich ist, wobei anschließend bei bereits an der Vorrichtung befestigter
Schubladenfront die Schublade an der Vorrichtung in einer zweiten Befestigung verbunden
wird, wobei weitere Zuhehörteile für diese zweite Befestigung und für die vertikale
Einstellung der Position der Schubladenfront erforderlich sind.
[0006] Bei den bekannten Befestigungsvorrichtungen ist die Funktion der Befestigung der
Schubladenfront zur späteren Befestigung an der Schublade von der Funktion der vertikalen
Einstellung getrennt, wobei diese Trennung einen schwerwiegenden Nachteil darstellt,
wenn vorgesehen ist, daß alle Teile für einen Versand der montierten Einheit miteinander
vereinigt werden sollen.
ERLÄUTERUNG DER ERFINDUNG UND DER VORTEILE
[0007] Ein erstes Merkmal der neuartigen Schublade besteht darin, daß die Seitenteile unter
Bildung von jeweiligen Laschen verlängert sind, die ausgehend von der gewölbten Schiene
ausgebildet sind und sich über die Hinterkante des Seitenteils hinaus erstrecken.
Diese Laschen weisen hintere und untere Kanten auf, deren Umriß durch eine Aussparung
zur Trennung gegenüber der Hinterkante des Seitenteils bestimmt ist, wobei diese Laschen
eine Öffung für den Einbau der Achse der hinteren Räder in über die Rückseitenwand
der Schublade vorspringender Weise aufweisen. Die Seitenteile weisen jeweilige Schnellbefestigungsvorrichtungen
für die Schubladenfront auf. Diese Schnellbefestigungsvorrichtungen werden in trennbarer
Weise in jeweiligen Vorderflanschen angebracht, die von den eigentlichen Seitenteilen
aus rechtwinklig nach außen hin abgewinkelt sind. Diese Schnellbefestigungsvorrichtungen
sind immer mit allen ihren festen und beweglichen Teilen gegenüber der Seitenkante
dieser Vorderflansche zurückversetzt und sind zwischen jeweiligen Montage-Freigabe-
und Blockierstellungen betätigbar, die durch jeweilige Positionen eines Betätigungshebels
bestimmt sind, dessen drehbarer Nocken gegen eine eingefügte Klemmbacke drückt und
eine Zugkraft auf eine Querstrebe ausübt, die gleichzeitig zwei verschiebbare Kerne
bewegt. Die Drehbewegungen des Hebels erfolgen in einer Ebene parallel zu den Seitenteilen,
und der Hebel springt bei dieser Handhabung nicht gegenüber der seitlichen Erstreckung
vor, die durch die Vorderflansche gebildet ist. Mit dem gleichen Hebel wird damit
sowohl die Befestigung der Schubladenfront als auch deren Verbindung mit der Schublade
erreicht, wobei die Verbindung für die Höheneinstellung lösbar ist. Jede Schnellbefestigungsvorrichtung
weist zwei aufspreizbare Dübel auf, die in Aufnahmesitze in der Schubladenfront einsetzbar
sind, und diese aufspreizbaren Dübel weisen jeweilige vertikale Nuten auf, deren Abmessungen
ein gleitendes Einsetzen in jeweilige vertikale Führungen ermöglichen, die die Vorderflansche
durchbrechen und die ihrerseits am oberen Ende in jeweiligen Erweiterungen mit einem
Umfang enden, der an den Umriß der aufspreizbaren Dübel in deren nicht aufgespreiztem
Zustand angepaßt ist, wobei auf diese Weise eine Liefereinheit gebildet wird, die
alle erforderlichen Elemente für den Einbau enthält, ohne daß Werkzeuge erforderlich
sind.
[0008] Ein erster Vorteil ergibt sich daraus, daß eine einzige von Hand biegbare Einheit
geschaffen wird, die zwei Befestigungsvorrichtungen für die Schubladenfront enthält,
die beide für den Versand bereits vormontiert sind, wobei der gleiche Mechanismus
sowohl für die Befestigung der Schubladenfront als auch für dessen Befestigung der
Schublade verwendet wird. Diese Befestigungsvorrichtungen sind für die Höheneinstellung
lösbar, mit der Besonderheit, daß die Sperr- und Freigabestellungen des Hebels der
Befestigungsvorrichtung und der Übergang von einer Stellung zur anderen erfolgen können,
ohne daß zu irgendeinem Zeitpunkt die seitliche Erstreckung der Schale der Schublade
überschritten wird, die durch die Vorderflansche der Seitenteile festgelegt ist. Diese
Anordnung, die es ermöglicht, daß bei der Positionseinstellung der Schubladenfront
diese an der Vorderfront des Möbelstückes anliegt, erleichtert andererseits die Verpackung,
die Lagerung und den Transport bei in den Seitenteilen der Schublade befestigten Schnellbefestigungsvorrichtungen
in deren Freigabestellung.
[0009] Die Möglichkeit der Erzielung dieser Einstellung der Schubladenfront bei geschlossener
Schublade ergibt sich aus dem Gleitsitz, mit dem die vertikalen Nuten der aufspreizbaren
Dübel in die jeweiligen Führungsschlitze eingesetzt sind, die die Vorderflansche der
Seitenteile durchbrechen. Auf diese Weise reicht dieser Gleitsitz aus, um eine Relativstellung
der Dübel in diesen vertikalen Führungsschlitzen aufrechtzuerhalten, selbst wenn sich
der Hebel in der Freigabestellung befindet, d.h. es wird eine eingestellte Höhenlage
der Schubladenfront aufrechterhalten, bevor die abschließende Blockierung durch die
Betätigung dieses Hebels erfolgt. Auf diese Weise ist ein Einstellvorgang der Schubladenfront
in der Höhe gemaß einer Arbeitsfolge möglich, bei der 1) die Schublade vollständig
geschlossen wird, während sich der Hebel in der Freigabestellung befindet, 2) die
Höhenlage der Schubladenfront eingestellt wird und 3) die Schublade herausgezogen
wird und der Hebel auf die Sperrstellung bewegt wird.
[0010] In diesem Zusammenhang sind gemäß der Erfindung am Boden dieser vertikalen Nuten
der aufspreizbaren Dübel Vorsprünge vorgesehen, die in gegenseitiger Beziehung zu
entsprechenden Aussparungen in den vertikalen Führungen ausgebildet sind, und diese
Vorsprünge und Aussparungen sind derart angeordnet, daß sich ihre Kopplung in einer
Mittelstellung des möglichen vertikalen Einstellbereiches ergibt, die als die theoretisch
ideale Höheneinstellung der Schubladenfront betrachtet wird. Diese Vorrichtung ergibt
eine größere Klemmung zwischen den aufspreizbaren Dübeln und den vertikalen Führungen
in der Freigabestellung und markiert eine Einraststellung in einer Höhe der Schubladenfront,
die für den größten Teil der Fälle richtig ist.
[0011] Der Aufspreizvorgang der aufspreizbaren Dübel erfolgt gleichzeitig, weil diese aufspreizbaren
Dübel jeweilige starre Kerne aufweisen, die in Axialrichtung verschiebbar sind und
mit einem gemeinsamen Quersteg überbrückt sind, der in seinem Mittelpunkt eine Drehachse
eines drehbaren Nockens aufweist, dessen aktives Profil sich gegen die eingefügte
Klemmbacke abstützt, die gegen die Innenfläche des jeweiligen Vorderflansches derart
anliegt, daß der kleinere und größere Radius dieser Abstützung der Freigabestellung
bzw. der Sperrstellung des Betätigungshebels entspricht. Die verschiebbaren Kerne
weisen ein Längsprofil auf, das an der Spitze erweitert ist und das reziprok zu der
axialen Ausnehmung ist, die die aufspreizbaren Dübel in ihrem nicht aufgespreitzten
Zustand haben.
[0012] Der Vorgang der Blockierung durch Aufspreizen der aufspreizbaren Dübel wird zur Erzielung
einer zusätzlichen Halterung zwischen der Schnellbefestigungsvorrichtung und dem zugehörigen
Vorderflansch des Seitenteils der Schublade ausgenutzt und stellt eine weitere Verbesserung
der Festlegung der eingestellten Position der Schubladenfront selbst bei häufigen
Schlagkräften im Gebrauch der Schublade sicher. Zu diesem Zweck weist die Klemmbacke
eine gerippte Vorderfläche mit einer ersten Vielzahl von feinen horizontal verlaufenden
Rippen auf, und diese Klemmbacke ist querverschiebbar in einer Ausnehmung angeordnet,
die in der Grundflache der Halterung ausgebildet ist und eine Öffnung aufweist, die
von dieser gerippten Vorderfläche durchquert wird und die zwischen dieser gerippten
Vorderfläche und einer gerippten Rückseite angeordnet ist, die in reziproker Weise
in den Vorderflanschen in Form einer zweiten Vielzahl von feinen horizontalen Rippen
ausgebildet ist. Diese Klemmbacke kann sich zwischen jeweiligen zurückgezogenen und
vorgeschobenen Stellungen verschieben, die jeweils mit der Freigabestellung bzw. der
Sperrstellung des Betätigungshebels zusammenfallen.
[0013] Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Ausgestaltung besteht darin, daß die neuartige
Konstruktion der Seitenteile das übliche Konzept der Rechtwinkligkeit durchbricht
und eine nach hinten versetzte Position der Laschen ergibt, in denen die Wellen der
hinteren Räder eingebaut sind, so daß diese hinteren Räder gegenüber der Schale der
Schublade nach hinten versetzt sind, was es ermöglicht, daß die Schublade in größerem
Ausmaß herausgezogen werden kann, als dies der Fall ist, wenn die hinteren Räder in
der üblichen Position vor der Hinterkante der Schublade angeordnet sind. Auf diese
Weise ist die Zugänglichkeit des Inneren der Schublade und die Brauchbarkeit der Schublade
beträchtlich verbessert.
[0014] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform sind die beiden Seitenteile und das Rückseitenteil
in einem einstückigen Profil vereinigt, wobei im nicht gebogenen Zustand dieses einstückigen
Profils die zur Bildung der Seitenteile und des Rückseitenteils bestimmten längsgerichteten
Teile durch einen schmalen Streifen mit verringerter Stärke getrennt sind, der durch
Prägung derjenigen Fläche des einstückigen Profils gebildet ist, die im gebogenen
Zustand auf der Außenseite der Seitenteile und des Rückseitenteils zu liegen kommt.
Dieser in seiner Stärke verringerte Streifen ist symmetrisch bezüglich einer Längsebene
ausgebildet, die im gebogenen Zustand mit der Winkelhalbierungsebene zusammenfällt,
die die Spitze des Winkels enthält, der zwischen dem Rückseitenteil und jedem Seitenteil
gebildet ist. Dies erweist sich als äußerst vorteilhaft, weil das Scharniergelenk,
das durch diesen in seiner Stärke verringerten Streifen gebildet ist, ein Biegen von
Hand mit wesentlich geringerer Kraft ermöglicht, ohne daß dauerhafte Verformungen
hervorgerufen werden, die zu Rissen führen können, wenn versucht wird, das Profil
teilweise aufzubiegen. Die an diesem Scharnier (Streifen mit verringerter Stärke)
zusammenlaufenden Wände können praktisch frei von Biegespannungen sein, und das Biegen
erfolgt mit großer Präzision an der vorgesehenen Linie. Eine genauso vorteilhafte
Alternative besteht in einer Mikroperforationslinie, die den in seiner Stärke verringerten
Streifen ersetzt.
[0015] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist in dem Profil des aus Metall bestehenden
Rückseitenteils an dessen Unterkante ein Falz ausgebildet, der aufeinanderfolgend
einen längs verlaufenden Kanal, dessen Öffnung auf die Mitte der Schublade gerichtet
ist, und einen längsverlaufenden horizontalen Flansch bildet, der als Verlängerung
der unteren Seitenwand des Kanals ausgebildet ist. Dieser Kanal weist eine Breite
auf, die an eine genormte Dicke des Bodens der Schublade angepaßt ist, der aus einer
Holzplatte gebildet ist. Der horizontale Flansch ist mit Bohrungen für eventuell vorgesehene
Befestigungsschrauben für einen Boden aus Preßmaterial oder dergleichen versehen.
Der Kanal weist in seiner Bodenwand eine Vielzahl von ausgestanzten elastischen Zungen
auf, die sich in Richtung auf die Schubladenfront erstrecken. Damit dient der Kanal
zum Einsetzen der Hinterkante eines Bodens aus einer Holzplatte oder einer vorspringenden
Lippe, die durch Verringerung der Wandstärke einer Preßmaterialplatte oder dergleichen
dient, während die horizontalen Flansche zur Abstützung und eventuellen Befestigung
der Kante des Bodens dienen, wenn dieser Boden eine größere Stärke aufweist, als die
Breite des Kanals. Das gleiche gilt für die Seitenkanten des Bodens bezüglich der
jeweiligen metallischen Seitenteile, die das gleiche Profil aufweisen, wie dies für
das metallische Rückseitenteil beschrieben ist. Weiterhin erzeugen die genannten elastischen
Zungen in dem Kanal des metallischen Rückseitenteils (auf die ggf. eingesetzte Hinterkante
des Bodens der Schublade) eine Druckkraft in Richtung auf die Schubladenfront, was
zweckmäßig ist, um kleine Abmessungsunterschiede hinsichtlich der Konstruktion oder
bei der Montage auszugleichen, insbesondere dann, wenn in der Schubladenfront kein
Aufnahmesitz für die Vorderkante des Bodens der Schublade vorgesehen ist. Für den
Fall eines Bodens aus einer Holzplatte ist gemäß einem weiteren bevorzugten Merkmal
der Erfindung auf der Rückseite der Schubladenfront eine Aussparung vorgesehen, deren
vordere Breite geringfügig größer als die des Bodens ist und deren Höhe etwas größer
als die Summe der Stärke des Bodens und des Ausmaßes ist, das für den Einstellbereich
der Schubladenfront gegenüber der Schubladenschale in der Höhe vorgesehen ist. Diese
Lösung reicht für Böden mit geringer Breite aus, doch ergibt sich bei großer Breite
eine erhebliche und unerwünschte Wölbung des Bodens, und zwar aufgrund des Übermaßes,
die die Aussparung der Schubladenfront haben muß, um den Höheneinstellbereich der
Schubladenfront zu ermöglichen.
[0016] Erfindungsgemäß wird dieses Problem dadurch gelöst, daß auf der Rückseite dieser
Schubladenfront in horizontaler Ausrichtung eine Vielzahl von Halterungen eingesetzt
sind, die jeweilige horizontale Nuten mit gleitend an die Dicke des Bodens aufweisende
Breite aufweisen und die unter gleichen gegenseitigen Abständen und bezüglich der
Seitenkanten des Bodens angeordnet sind. Auf diese Weise führt die Einstellung der
Schubladenfront in der Höhe zu einer möglichen Wölbung von schmalen Streifen des Bodens,
die zwischen den eingespannten Seitenkanten und der nächstgelegenen dieser Halterungen
liegen können, während der mittlere und größere Teil des Bodens vollständig eben ist.
[0017] Damit ergibt sich eine neuartige Konstruktion der Schublade, die mit großer Einfachheit
die verschiedenen, bereits mehrfach erwähnten Probleme hinsichtlich der Position der
hinteren Räder und der dauerhafte Einfügung von Schnellbefestigungsvorrichtungen löst,
die eine präzise und dauerhafte Einstellung ermöglichen. Ausgehend hiervon ist es
möglich, die Vielseitigkeit der Anwendung auf Fälle zu erweitern, in denen das noch
nicht gebogene einstückige Profil eine zu große Abmessung aufweist, als das die zerlegte
Schubladeneinheit in einem kompakten Paket geliefert werden könnte, oder wenn Rückseitenteile
aus anderen Materialien oder mit anderen Kosten verwendet werden sollen. Zu diesem
Zweck ist eine Konstruktion mit unabhängigen getrennten Seitenteilen mit gleicher
Konfiguration wie die beschriebenen Seitenteile aus einstückigem Profil vorgesehen,
und die Hinterkanten dieser getrennten Seitenteile sind mit Verbindungseinrichtungen
zur Verbindung mit einem getrennten Rückseitenteil verschiedener Art und Ausgestaltung
versehen. Wenn dieses getrennte Rückseitenteil ein Rückseitenteil aus Metallblech
ist, so ist dieses mit dem gleichen Querprofil versehen, wie es das Rückseitenteil
des einstückigen Profils hat. Diese einzelnen Seitenteile und das metallische Rückseitenteil
sind miteinander über jeweilige nach unten gerichtete Haken und erste nach oben gerichtete
Haken verbindbar, die in reziproker Weise in den jeweiligen Kanten der getrennten
Seitenteile und des metallischen Rückseitenteils ausgebildet und beim gegenseitigen
Zusammenbau gegeneinander verschiebbar sind. Diese ineinandergreifenden Kanten weisen
Spitzen auf, die bei dem Vorgang des Zusammenbaus vor der abschließenden Kopplung
zwischen den nach unten gerichteten Haken und den ersten nach oben gerichteten Haken
übereinandergreifen. Diese zu Beginn der Verbindung gegenseitig übereinandergreifenden
Spitzen verhindern die zufällige Entkopplung der aus Metall bestehenden Seitenteile
und des Rückseitenteils, während die Schublade durch Anbringen des entsprechenden
Bodens vervollständigt und abschließend versteift wird.
[0018] Erfindungsgemäß ist weiterhin die Möglichkeit vorgesehen, daß das unabhängige Rückseitenteil
ein Rückseitenteil aus Preßholz oder dergleichen ist, wobei in diesem Fall die voneinander
getrennten Seitenteile und das Rückseitenteil aus Holz miteinander über die genannten
nach unten gerichteten Haken in den getrennten Seitenteilen und zweiten nach oben
gerichteten Haken verbindbar sind, die in jeweiligen Beschlägen ausgebildet sind,
die bezüglich der vertikalen Kanten des getrennten Holz-Rückseitenteils befestigt
sind, die mit den Kanten der getrennten Seitenteile zusammenfallen. Diese Beschläge
bestehen aus an der Rückseite des getrennten Holz-Rückseitenteils befestigten Platten,
die bezüglich einer längsverlaufenden Querebene symmetrisch sind und koplanar die
genannten zweiten nach oben gerichteten Haken und spitzenförmige Vorsprünge in ihren
vertikalen Kanten sowie senkrecht hierzu eine untere Abbiegung und jeweilige Paare
von Dornen in den vertikalen Kanten aufweisen. Diese spitzenförmigen Vorsprünge ragen
über die Spitzen der getrennten Seitenteile etwas vor, bevor beim Vorgang des Zusammenbaus
sich die abschließende Kopplung zwischen den nach unten gerichteten Haken und den
zweiten nach oben gerichteten Haken erfolgt. Die untere Abbiegung kann an der Unterkante
des getrennten Holz-Rückseitenteils anliegen, und von den Paaren von Dornen kann eines
zur Anlage an die entsprechende der vertikalen Seitenkanten des getrennten Holz-Rückseitenteils
gebracht werden, während das andere Paar von Dornen in die Rückseite dieses Holz-Rückseitenteils
eingepreßt werden kann. Die korrekte Positionierung der Beschläge erfolgt daher in
einfacher Weise durch Anlage der unteren Abbiegung und des einen Paares von Dornen
an der jeweiligen Unterkante bzw. der vertikalen Kante des getrennten Rückseitenteils.
Dann werden durch einen Schlag die beiden Dorne der anderen vertikalen Kante des Beschlages
eingeschlagen und es er folgt eine abschließende Befestigung des Beschlages durch
Verschraubung. Die spitzenförmigen Vorsprünge verhindern eine unerwünschte Trennung
in der gleichen Weise, wie dies hinsichtlich der Spitzen des getrennten, aus Metall
bestehenden Rückseitenteils beschrieben wurde.
ZEICHNUNGEN UND BEZUGSZIFFERN
[0019] Um die Eigenart der vorliegenden Erfindung besser zu verstehen, ist in den beigefügten
Zeichnungen eine bevorzugte gewerbliche Ausführungsform dargestellt, die ausschließlich
einen beispielhaften erläuternden, nicht beschränkenden Charakter aufweist.
Die Figur 1 ist eine perspektivische Ansicht, die in auseinandergezogener Form den
Aufbau einer Schublade gemäß der Erfindung zeigt, wobei schematisch der Aufnahmehohlraum
in einem Möbelstück (9) gezeigt ist, während gleichzeitig verschiedene mögliche Böden
(4) dargestellt sind. Eine der Schnellbefestigungsvorrichtungen (14) ist in dem normalen
Lieferzustand (in dem Vorderflansch -15- des jeweiligen Seitenteils -1- befestigt)
gezeigt, während die andere Schnellbefestigungsvorrichtung getrennt (und damit nicht
im normalen Lieferzustand) dargestellt ist, lediglich um klarer die Funktionsweise
ihrer Handhabung zu zeigen.
Die Figur 2 ist eine senkrechte Draufsicht, die seitlich und mit gekürzter Länge das
einstückige Profil (3) ohne die beiden Schnellbefestigungsvorrichtungen (14) zeigt.
Diese Ansicht ist von der Seite aus, die beim Biegen zum Bilden der Schale der Schublade
auf der Außenseite bleibt.
Die Figur 3 ist eine Ansicht von rechts auf Figur 2.
Die Figur 4 ist eine Vergrößerung des Schnittes IV-IV, der in Figur 2 gezeigt ist.
Die Figur 5 ist eine Vergrößerung des Schnittes V-V, der in Figur 2 gezeigt ist.
Die Figur 6 zeigt vergrößert die Einzelheit VI, die mit einem Kreis in Figur 2 umgeben
ist.
Die Figur 7 ist der Schnitt VII-VII, der in Figur 6 gezeigt ist.
Die Figur 8 ist wie die Figur 7, jedoch nach Einfügung des entsprechenden hinteren
Rades (6).
Die Figur 9 ist eine Vergrößerung des Schnitte IX-IX, der in Figur 2 gezeigt ist.
Die Figur 10 zeigt das rechte Ende der Figur 2 in Vergrößerung und in Verbindung mit
der entsprechenden Schnellbefestigungsvorrichtung (14) in der entriegelten Stellung,
wobei ein Teil der Schubladenfront (5) mit dargestellt ist.
Die Figur 11 ist wie die Figur 10, jedoch in der Sperrstellung der Vorrichtung (14).
Die Figur 12 ist der Schnitt XII-XII, der in Figur 10 gezeigt ist.
Die Figur 13 ist eine Vergrößerung der Einzelheit XIII, die in Figur 12 mit einem
Kreis umgeben ist.
Die Figur 14 ist wie die Figur 13, jedoch ohne Darstellung des Vorderflansches (15).
Die Figur 15 zeigt die Vorrichtung (14) im gleichen Zustand wie in Figur 10, jedoch
in vergrößerter Darstellung und mit entlang ihrer Mittelebene geschnittenen aufspreizbaren
Dübeln (17), wobei jedoch die Vorderwand der Halterung (19) fortgelassen ist, um deren
Innenaufbau erkennen zu lassen.
Die Figur 16 ist eine Teilansicht der Figur 15, wobei jedoch die Sperrstellung mit
aufgespreizten Dübeln (17) gezeigt ist.
Die Figuren 17 und 18 sind jeweilige vergrößerte Darstellungen der Einzelheiten XVII
und XVIII, die in den Figuren 15 und 16 gezeigt sind.
Die Figuren 19 und 20 sind entsprechende Ansichten von der Seite bzw. von oben der
aus dem Hebel (16), dem Quersteg (24) und den Kernen (23) bestehenden Einheit, die
aus der Halterung (19) entfernt ist.
Die Figur 21 ist eine Einzelheit des in Figur 19 dargestellten Schnittes entlang der
Schnittlinie XXI-XXI.
Die Figur 22 ist eine der Figur 16 ähnliche Einzelheit, wobei jedoch die Vorrichtung
in einen Aufnahmesitz (18) eingeschoben ist, um die Funktionsbetätigung der seitlichen
Rippen (23a, 23b) erkennen zu lassen.
Die Figur 23 ist eine auseinandergezogene perspektivische Ansicht, die zwei getrennte
Seitenteile (32) bezüglich eines getrennten aus Metall bestehenden Rückseitenteils
(33) und eines getrennten Rückseitenteils (34) aus Holz zeigt.
Die Figur 24 ist eine perspektivische Ansicht, die einen Beschlag (46) zeigt, der
von der Anlageseite gegenüber dem getrennten Rückseitenteil (34) aus Holz dargestellt
ist.
Die Figur 25 zeigt die Schubladenfront (5) von der Rückseite aus, mit drei Halterungen
(53) für einen Boden (4), der strichpunktiert dargestellt ist.
Die Figur 26 zeigt in einer Seitenansicht den vorderen Teil einer Schublade gemäß
der Erfindung, die im unteren Bereich bezüglich einer der Halterungen (53) des Bodens
(4) geschnitten ist.
Die Figur 27 zeigt einen rechten Teil einer Schubladenfront (5) gemäß Figur 25, die
jedoch mit einer Aussparung (32) für die Aufnahme und Einstellung der Höhe des Bodens
(4) versehen ist.
Die Figuren 28, 29 und 30 zeigen jeweilige Befestigungsarten des Bodens (4) in ABhängigkeit
davon, ob der Boden eine Holzplatte (28), ein Schichtkörper mit einem in seiner Dicke
verringerten Rand (Figur 29) oder eine Schichtplatte ist (Figur 20), die mit Schrauben
(43) befestigt ist.
Die Figur 31 zeigt die Schubladenfront (5) entlang des Schnittes XXXI-XXXI nach Figur
27.
Die Figur 32 ist eine vergrößerte Ansicht des Schnittes XXXII-XXXII nach Figur 10.
Die Figur 33 ist eine Vergrößerung der vertikalen Führung und Erweiterung (21, 22),
die in Figur (32) gezeigt ist, wobei der aufspreizbare Dübel (17) in der Erweiterung
(22) angeordnet ist, um in die vertikale Führung (21) eingeschoben zu werden.
[0020] In diesen Figuren sind die folgenden Bezugsziffern angegeben:
- 1.-
- Seitenteile aus einstückigem Profil (3)
- 2.-
- Rückseitenteil aus einstückigem Profil (3)
- 3.-
- einstückiges Profil
- 4.-
- Boden der Schublade
- 5.-
- Schubladenfront
- 6.-
- hintere Räder
- 7.-
- gewölbte Schienen
- 8.-
- C-förmige Führung
- 9.-
- Möbelstück
- 10.-
- vordere Räder
- 11.-
- Schwächungslinie und/oder Hinterkante des Seitenteils (1)
- 12.-
- Lasche
- 12a.-
- Aussparung
- 13.-
- Öffnung
- 14.-
- Schnellbefestigungsvorrichtung
- 15.-
- Vorderflansch
- 16.-
- Betätigungshebel
- 17.-
- aufspreizbare Dübel
- 18.-
- Aufnahmesitz
- 19.-
- Halterung
- 20.-
- vertikale Nuten
- 21.-
- vertikale Führungen
- 22.-
- Erweiterung
- 23.-
- verschiebbarer Kern
- 23a.-
- seitliche Abstützrippe
- 23b.-
- seitliche Zentrierrippe des Dübels
- 23c.-
- erweiterte Spitze des Kerns (23)
- 24.-
- Quersteg
- 25.-
- Achse des Nockens (26)
- 26.-
- drehbarer Nocken
- 27.-
- Klemmbacke
- 28.-
- gerippte Vorderfläche
- 29.-
- Aussparung
- 30.-
- Öffnung
- 31.-
- gerippte Rückseite
- 32.-
- getrennte Seitenteile
- 33.-
- getrenntes aus Metall bestehendes Rückseitenteil
- 34.-
- getrenntes Rückseitenteil aus Holz
- 35.-
- nach unten gerichtete Haken
- 36.-
- erste nach oben gerichtete Haken
- 37.-
- Kante des Seitenteils (32)
- 38.-
- Kante des Rückseitenteils (33)
- 39.-
- Spitzen
- 40.-
- Kanal
- 41.-
- horizontaler Flansch
- 42.-
- Bohrungen
- 43.-
- Schrauben
- 44.-
- elastische Zungen
- 45.-
- zweite nach oben gerichtete Haken
- 46.-
- Beschläge
- 47.-
- vertikale Kante
- 48.-
- spitze Vorsprünge
- 49.-
- vertikale Kanten
- 50.-
- unterer Falz
- 51.-
- Dorn
- 52.-
- Aussparung
- 53.-
- Halterungen
- 54.-
- Nuten
- 55.-
- Vorsprünge
- 56.-
- Schlitze
DARSTELLUNG EINER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORM
[0021] Hinsichtlich der bereits aufgeführten Figuren und Bezugsziffern ist in den beigefügten
Zeichnungen eine bevorzugte Ausführungsform der neuartigen Möbelschublade dargestellt,
die, wie dies in den Figuren 1 und 2 gezeigt ist, aus Metallblech in Form eines einstückigen
Profils (3) gebildet ist, das an vorgegebenen Stellen gebogen ist, um die beiden Seitenteile
(1) und ein Rückseitenteil (2) einer Schale der Schublade zu bilden, die durch Einfügen
eines Bodens (4) und einer Schubladenfront (5) vervollständigt wird, wobei die letztere
eine in der Höhe einstellbare Schnellbefestigung über Vorrichtungen (14) aufweist,
die in den Seitenteilen (1) eingefügt sind. Diese neuartige Schublade ist von der
Art, die an ihren Seitenteilen (1) hintere Räder (6) aufweist, die in einer C-förmigen
Führung (8) laufen, die an dem Möbelstück (9) befestigt ist, wobei die Seitenteile
an ihrem oberen Bereich längsverlaufende gewölbte Schienen (7) aufweisen, die sich
gleitend auf zwei vorderen Rädern (10) der C-förmigen Führung (8) abstützen. Die Figuren
1 bis 18 und 21 bis 29 zeigen die Hauptmerkmale der neuartigen Schublade, die durch
Biegen des einstückigen Profils (3) gebildet sind, wie dies in diesem Abschnitt beschrieben
ist. In den Figuren 19 und 20 sind mehrere Möglichkeiten gezeigt, die verschiedene
der genannten Hauptmerkmale ausnutzen, um auf die Konstruktion von Schubladen aus
getrennten Teilen angewandt zu werden.
[0022] Unter Bezugnahme auf das einstückige Profil (3) ist zu erkennen, daß die Festlegung
der Biegelinien zwischen den Seitenteilen (1) und dem Rückseitenteil (2) durch Schwächung
des Materials in einer Biegelinie (11) (Figuren 2 bis 4) erzielt ist, was ein manuelles
Biegen oder Falten ohne große Kraftanwendung in einer wirkungsvollen Weise und ohne
Erzeugung von Spannungen oder dauernden Verformungen ermöglicht, wobei eine mögliche
Alternative darin besteht, eine (nicht gezeigte) Linie von sehr kleinen Perforationen
vorzusehen.
[0023] Die Seitenteile (1) sind über ihre eigentliche Hinterkante (die mit der Biegelinie
-11- des einstückigen Profils -3- zusammenfällt), hinaus verlängert, um (Figuren 6
bis 8) Laschen (12) zu bilden, die es auf diese Weise ermöglichen, daß die hinteren
Räder (6) hinter dem Rückseitenteil (2) angeordnet sind, wodurch die gesamte mögliche
Strecke für das Herausziehen der Schublade ausgenutzt wird. Im ungefalteten Zustand
des einstückigen Profils (3) (Figur 2) bildet eine Aussparung (12a) eine Trennung
gegenüber dem Rückseitenteil (2) sowie gegenüber der Biegelinie (11), um das Falten
durch diese zu erleichtern. Zur Anbringung der Welle der hinteren Räder (6) weisen
diese Laschen (12) eine Öffnnung (13) auf, deren Mittelpunkt in diesem Fall mit der
längsverlaufenden Symmetrieebene der Biegelinie (11) ausgerichtet ist, die jedoch
auch weiter hinten liegen kann, wenn dies erforderlich ist.
[0024] Die Seitenteile (1) weisen Schnellbefestigungsvorrichtungen (14) gegenüber der Schubladenfront
(5) auf. Zu diesem Zweck weisen sie einen Vorderflansch (15) auf, der mit folgenden
Elementen versehen ist: die vertikalen Führungen (21), die an ihrer Oberseite in Erweiterungen
(22) übergehen, die sich bis zur Biegekante erstrecken, um diesen Biegevorgang zu
erleichtern, indem genau und wirkungsvoll die Biegelinie festgelegt wird; sowie eine
gerippte Rückseite (31) mit einer Vielzahl von horizontalen Rippen.
[0025] Die Schnellbefestigungsvorrichtungen (14) sind in dem seitlichen Bereich angeordnet,
der durch die Vorderflansche (15) umgrenzt ist und arbeiten in diesem Bereich, so
daß sie in den Hohlraum des Möbelstücks (9) eintreten können, wenn die Schubladenfront
(5) gegen dieses Möbelstück anschlägt. Die Anordnung der Vorrichtungen (14) erfolgt
in der durch die Pfeile in Figur 1 gezeigten Weise und ist in den Figuren 32 und 33
erläutert, wobei sich der Hebel (16) in der Freigabestellung befindet und die aufspreizbaren
Dübel (17) gemäß Figur 29 über die Erweiterungen (22) eingesetzt sind, bis die Grundfläche
der Halterung (19) gegen den Vorderflansch (15) anliegt. Dann können die Kanten der
vertikalen Führungen (21) gemäß den Figuren 13 und 14 in die vertikalen Nuten (20)
eingesetzt werden, die zwischen den aufspreizbaren Dübeln (17) und der Halterung (19)
ausgebildet sind, wobei sich ein Gleitsitz gegenüber der Dicke des Vorderflansches
(15) und/oder der Breite der vertikalen Führung (21) ergibt. Daraufhin wird die Halterung
(19) in Längsrichtung in den vertikalen Führungen (21) verschoben, was ausreicht,
damit die Schnellbefestigungsvorrichtungen (14) in den Seitenteilen (1) angeordnet
werden und mit diesen zusammen verpackt werden können. Die Transport- und Verpackungsstellung
dieser Schnellbefestigungsvorrichtungen (14) ist derart, daß (Figur 28) die Vorsprünge
(55) in den den Schlitzen (56) verkeilt sind, um Rüttelbewegungen bei der Handhabung
und beim Transport wiederstehen zu können. Gleichzeitig ist die verkeilte Stellung
die theoretische Stellung, die für die korrekte Positionierung der Schubladenfront
(5) in der Höhe für einen großen Teil der Fälle ist, in denen es nicht erforderlich
ist, eine andere Eeinstellposition aufzufinden, die entlang der Breite der vertikalen
Führungen (31) besser geeignet ist.
[0026] Um die Schnellbefestigung durchzuführen, wird die Schubladenfront (5) derart angesetzt,
daß in die Aufnahmesitze (18) die aufspreizbaren Dübel (17) eingesetzt werden (Figur
10), wobei diese noch nicht aufgespreizt sind. Dann schließt man die Schublade und
stellt die Höhe der Schubladenfront (5) ein, wobei die Vorrichtungen (14) gegenüber
ihren Führungen (21) mitgenommen werden, bis die gewünschte Position erreicht ist.
Dann wird die Schublade herausgezogen und der Hebel (16) auf seine Sperrstellung (Figur
11) bewegt, wobei der Nocken (26) seine größte Abmessung (Figuren 15 und 16) gegenüber
der Grundfläche der Halterung (19) aufweist und eine Zugkraft auf den Quersteg (24)
ausübt, wodurch die Kerne (23) herangezogen werden, die die Aufspreizung der aufspreizbaren
Dübel (17) hervorrufen. Bei diesem Vorgang stützt sich der Nocken (26) gegen die Klemmbacke
(27) (Figuren 17 und 18) ab, die auf diese Weise durch die Öffnung (30) der Aussparung
(29) gedrückt wird, damit ihre gerippte Vorderfläche (28) mit Druck gegen die mit
Rippen versehene Rückseite (31) des Vorderflansches (15) gedrückt wird, wodurch in
dauerhafter Weise die eingestellte Befestigung während der Benutzung der Schublade
sichergestellt wird.
[0027] Jeder verschiebbare Kern (23) weist in der aus den Figuren 19 bis 22 erkennbaren
Weise zusätzlich zu seiner Mittelachse, die in einer Erweitung (23c) an der Spitze
endet, seitliche Rippen (23a und 23b) an diametralen Winkelpositionen auf, die mit
der Drehebene des Hebels (16) zusammenfallen. Von diesen Rippen bildet eine eine seitliche
Zentrierrippe (23b) in dem aufspreizbaren Dübel (17), während die andere eine seitliche
Abstützrippe (23a) ist, die eine größere radiale Abmessung aufweist, die ausreicht,
um in Radialrichtung größer als die Nut des aufspreizbaren Dübels (17) zu sein, und
die sich an der Wand des Aufnahmesitzes (18) der Schubladenfront (5) abstützt. Diese
vorteilhafte Anordnung ermöglicht es, daß bei der Drehbewegung zum Anlegen des Hebels
(16) die verschiebbaren Kerne nicht in unerwünschter Weise gegenüber ihrer zentrierten
Position verschoben werden, weil die seitliche Zentrierrippe (23b) die Achse gegenüber
der Achse des Dübels (17) zentriert hält und außerdem die seitliche Abstützrippe (23a)
über ihre Hauptabmessung den Durchmesser des Dübels (17) übersteigt und sich an der
Wand des Aufnahmesitzes (18) abstützt, wodurch sichergegestellt wird, daß die Bewegung
jedes verschiebbaren Kerns (23) notwendigerweise zentriert ist.
[0028] In dem einstückigen Profil (3) ist zusätzlich zu den oberen gewölbten Schienen (7)
an der Unterseite der Kanal (4) und der horizontale Flansch (41) angeordnet, die beide
die Anbringung verschiedener Arten von Böden (4) ermöglichen, wie dies in den Figuren
1 und 28 bis 30 bezeigt ist. Der Kanal (40) wird zum Einschieben der seitlichen und
der hinteren Kante eines Bodens in Form einer Holzplatte oder einer in ihrer Dicke
veringerten Kante eines Schichtkörpers verwendet, wobei der Flansch (41) zur direkten
Abstützung einer Schichtplatte wirken kann, die zusätzlich mit Hilfe von Schrauben
(43) über Bohrungen festgelegt werden kann, die in dem Flansch vorgesehen sind. In
dem Kanal 40 des Rückseitenteils (2) sind zusätzlich (Figuren 2 bis 5) elastische
Zungen (44) vorgesehen, die den Boden (4) gegen die Schubladenfront (5) beim Einsetzen
drücken, um kleine Unterschiede bei der Konstruktion oder Befestigung auszugleichen.
[0029] Die Schubladenfront (5) kann auf ihrer Rückseite glatt sein oder eine längsverlaufende
Aussparung (52) (in der vorderen Breite) aufweisen, deren Höhe ausreicht, um eine
Beweglichkeit gegenüber der Vorderkante eines Bodens (4) zu ermöglichen, der aus einer
Holzplatte hergestellt ist, und zwar während der Einstellbewegung in der Höhe der
Schubladenfront (5). Wenn es sich um schmale Schubladen handelt, ist dies ausreichend.
Wenn jedoch die Schublade sehr breit ist, verformt sich der Boden (5), wie dies in
den Figuren 25 und 31 gezeigt ist. Es können dann Halterungen (53) verwendet werden,
die (ohne Notwendigkeit einer Aussparung -52-) nach den Figuren 25 und 26 horizontale
Nuten (54) bilden, die den Boden (54) in ausreichender Weise in seinem Mittelteil
haltern und seitliche Schwächungslinien aufweisen, die eine ausreichende Verformung
zur Aufnahme der Höheneinstellbewegung der Schubladenfront (5) aufweisen.
[0030] Die soweit beschriebenen vorteilhaften Hauptmerkmale können verwendet werden, um
Schubladen aus getrennten Teilen aufzubauen, wie dies in den Figuren 23 und 24 gezeigt
ist. In diesem Fall werden getrennte Seitenteile (32), die im wesentlichen gleich
dem einstückigen Profil (3) sind, an ihrer Hinterkante (37) mit nach unten gerichteten
Haken (35) und Spitzen (39) versehen, wodurch man eine einfache Ankopplung an getrennten
Rückseitenteilen aus Metall (33) oder aus Holz (34) erreichen kann, wobei eine große
Vielseitigkeit der Anwendung für andere Materialien, andere Kosten und zur Bildung
von kompakten Paketen erzielt wird, wenn die Schubladen zerlegt geliefert werden sollen
und die Länge des einstückigen Profils (3) übermäßig groß ist.
[0031] Das getrennte, aus Metall bestehende Rückseitenteil (33) kann im wesentlichen gleich
dem einstückigen Profil (3) sein und an seinen Seitenkanten (38) mit ersten nach oben
gerichteten Haken (36) und jeweiligen Spitzen (39) versehen sein. Bei der Verbindung
dieser Haken (35 und 36) der getrennten Seitenteile (32) und des getrennten metallischen
Rückseitenteils (33) liegen die Spitzen (33) der beiden Teile übereinander, derart,
daß ein Anschlag gegen eine versehentliche Entkopplung gebildet wird.
[0032] Im Fall eines getrennten Rückseitenteils (34) aus Holz greifen die Haken (35) der
getrennten Seitenwände (32) in zweite nach oben gerichtete Haken (45) von Beschlägen
(46) ein, die an diesem getrennten Rückseitenteil (34) aus Holz bezüglich deren vertikalen
Kanten (47) angeordnet sind. Bei diesem Vorgang liegen die vorspringenden Spitzen
(48) der vertikalen Kanten (49) der Beschläge (46) über den Spitzen (39) der getrennten
Seitenteile (32), so daß sich die gleiche Funktionsweise ergibt, wie sie für das getrennte
aus Metall bestehende Rückseitenteil (33) beschrieben wurde.
[0033] Die Beschläge (46) sind in Vertikalrichtung symmetrisch und weisen zusätzlich eine
untere Abbiegung (50) auf, die eine richtige Ausrichtung vor der abschließenden Befestigung
des Beschlages (46) ermöglicht, und sie weisen weiterhin Paare von Dornen (51), jeweils
eines in jeder Kante (49) derart auf, daß die Dorne (51) einer Kante (49) die Positionierung
des Beschlages (46) gegenüber der Kante (47) erleichtern, während das andere Paar
von Dornen (51) mit Hilfe eines Schlages in dem getrennten Rückseitenteil (34) aus
Holz vor der abschließenden Befestigung des Beschlages (46) verkeilt wird.
[0034] Die Vielseitigkeit der Anwendung der Ausführungsformen der getrennten Seitenteile
(32) mit dem getrennten Rückseitenteil (33) oder den Beschlägen (46) kann durch Lösungen
ergänzt werden, die sowohl bei der Herstellung als auch beim Transport sicherstellen,
daß alle erforderlichen Teile hergestellt wurden, und beispielsweise mit einer gewünschten
Oberflächenbehandlung (Farbe oder Behandlung).
[0035] Wenn getrennte Seitenteile (32) mit einem getrennten Rückseitenteil (33) oder Beschlägen
(46) vorgesehen sind, können alle Teile durch ein oder mehrere kleine Streifen aus
dem gleichen Material mit zerreißbaren Schwächungslinien verbunden werden, was die
Herstellung in einem Stück und das Falten zum Versand sowie die Trennung an den Schwächungslinien
für die Montage ermöglicht.
1. Schublade für Möbel mit zwei Seitenteilen (2) aus Metallblech, die mit einem Rückseitenteil
(2) verbindbar und nach Herstellung dieser Verbindung einen Boden (4) und eine Schubladenfront
(5) aufnehmen, mit an den Seitenteilen angeordneten hinteren Rädern (6), vor denen
gewölbte Schienen (7) liegen, die an der Oberkante der Seitenteile ausgebildet sind,
wobei die hinteren Räder (6) auf komplementären 'C'-förmigen Führungen (8) laufen,
die an dem Möbelstück (9) befestigt sind, und wobei die gewölbten Schienen (7) sich
gleitend auf vorderen Rädern (10) abstützen, die in den 'C'-förmigen Führungen (8)
angeordnet sind,
dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenteile (1) jeweilige Schnellbefestigungsvorrichtungen
(14) für die Schubladenfront (5) aufweisen, daß die Schnellbefestigungsvorrichtungen
(14) trennbar an jeweiligen Vorderflanschen (15) angekoppelt sind, die von den Seitenteilen
(1) rechtwinklig nach außen abgebogen sind, daß die Schnellbefestigungsvorrichtungen
(14) mit allen festen und beweglichen Teilen gegenüber der Seitenkante der Vorderflansche
(15) dauernd zurückversetzt sind und zwischen jeweiligen Freigabestellungen und Blockierstellungen
betätigbar sind, die durch jeweilige Positionen eines Betätigungshebels (16) bestimmt
sind, der mit einem drehbaren Nocken verbunden ist, dessen Nockenspitze (26) auf eine
Klemmbacke (27) drückt und der einen Quersteg (24) zurückzieht, der gleichzeitig zwei
verschiebbare, in jeweiligen aufspreizbaren Dübeln (17) angeordnete Kerne (23) bewegt,
wenn Drehbewegungen des Hebels (16) in einer Ebene parallel zu den Seitenteilen ausgeführt
werden, ohne bei dieser Betätigung den seitlichen Bereich zu überschreiten, der durch
die Vorderflansche (15) abgegrenzt ist, wobei die aufspreizbaren Dübel (17) durch
Aussparungen in Form von Führungsschlitzen (21, 22) in den Vorderflanschen hindurch
in Aufnahmesitze (18) der Schubladenfront (15) einsetzbar sind und diese an den Seitenteilen
befestigen.
2. Schublade nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die aufspreizbaren Dübel (17) jeweilige vertikale Nuten
(20) aufweisen, deren Abmessungen derart sind, daß sie mit Gleitsitz in die jeweiligen
vertikalen Führungschlitze (21) einsetzbar sind, die am oberen Ende in jeweiligen
Erweiterungen (22) mit einem Umfang enden, der dem Umriß der aufspreizbaren Dübel
(17) in nicht aufgespreiztem Zustand entspricht.
3. Schublade nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenteile (1) in Verlängerung hiervon jeweilige
Laschen (12) bilden, die ausgehend von der gewölbten Schiene (7) ausgebildet sind
und sich über die Hinterkante des Seitenteils (1) hinauserstrecken, wobei die Hinterkante
und Unterkante der Laschen (12) von einer Aussparung (12a) zur Trennung gegenüber
der Hinterkante des Seitenteils umgeben sind und die Laschen (12) eine Öffnung (13)
für den Einbau der Achse der hinteren Räder (6) aufweisen, die über das Rückseitenteil
(2) der Schublade hinaus vorspringen.
4. Schublade nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die aufspreizbaren Dübel (17) jeweilige starre, in Axialrichtung
verschiebbare Kerne (23) aufweisen, die mit einem gemeinsamen Quersteg (24) eine Brücke
bilden, wobei der Quersteg in seiner Mitte eine Drehachse (25) für den drehbaren Nocken
(26) aufweist, der mit seinem aktiven Profil gegen die Klemmbacke (27) abgestützt
ist, die an der Innenseite des jeweiligen Vorderflansches (15) derart anliegt, daß
der kleinere oder größere Radius dieser Abstützung der Freigabe- bzw. Blockierstellung
des Betätigungshebels (16) entspricht, und daß die verschiebbaren Kerne (23) ein Längsprofil
aufweisen, das an der Spitze (23c) erweitert ist und das reziprok zu einem Innenhohlraum
ist, den die aufspreizbaren Dübel (17) im nicht aufgespreizten Zustand haben.
5. Schublade nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich zu der Mittelachse, die in der Erweiterung
der Spitze 23c endet, jeder verschiebbare Kern (23) seitliche Rippen (23a, 23b) in
diametralen Winkelstellungen aufweist, die mit der Drehebene des Hebels (16) zusammenfallen,
und von denen eine Rippe eine seitliche Zentrierrippe (23b) in dem aufspreizbaren
Dübel (17) ist, während die andere Rippe eine seitliche Abstützrippe (23a) ist, die
eine größere radiale Abmessung aufweist, die ausreicht, um in Radialrichtung gegenüber
der Nut des aufspreizbaren Dübels (17) vorzuspringen und sich an der Wand des Aufnahmesitzes
(18) der Vorderfront (5) anzulegen.
6. Schublade nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das aktive Profil des drehbaren Nockens (26) gegen die
Rückseite der Klemmbacke (27) abgestützt ist, die eine gerippte Vorderfläche (28)
mit einer ersten Vielzahl von feinen horizontalen Rippen aufweist, daß die Klemmbacke
(27) querverschiebbar in einer Aussparung (29) eingebaut ist, die in der Grundfläche
einer Halterung (19) der Schnellbefestigungsvorrichtung ausgebildet ist, die eine
Öffnung (30) aufweist, die von der gerippten Vorderfläche (28) durchquert wird, daß
die gerippte Vorderfläche (28) mit einer gerippten Rückseite (31) der Vorderflansche
(15) in Form einer zweiten Vielzahl von feinen horizontalen Rippen zusammenwirkt,
und daß die Klemmbacke (27) zwischen jeweiligen zurückgezogenen und vorgeschobenen
Stellungen verschiebbar ist, die jeweils mit der Freigabestellung bzw. der Blockierstellung
des Betätigungshebels (16) zusammenfallen.
7. Schublade nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Seitenteile (1) und das Rückseitenteil (2)
in einem einstückigen Profil vereinigt sind, daß im nicht gebogenen Zustand des einstückigen
Profils (3) die zur Bildung der Seitenteile (1) und des Rück- seitenteils (2) bestimmten
längsverlaufenden Abschnitte durch einen schmalen Streifen mit verringerter Dicke
(11) getrennt sind, der durch Prägung auf der Seite des einstückigen Profils (3) ausgebildet
ist, die im gebogenen Zustand auf der Außenseite der Seitenteile (1) und des Rückseitenteils
(2) zu liegen kommt, und daß der in seiner Stärke verringerte Streifen (11) symmetrisch
bezüglich einer Längsebene ausgebildet ist, die im gebogenen Zustand mit der winkelhalbierenden
Ebene zusammenfällt, die die Spitze des Winkels bildet, der zwischen dem Rückseitenteil
(2) und jedem Seitenteil (1) gebildet ist.
8. Schublade nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß im nicht gebogenen Zustand des einstückigen Profils (3)
die längsverlaufenden Abschnitte, die zur Bildung der Seitenteile (1) und des Rückseitenteils
(2) bestimmt sind, durch eine Mikroperforationslinie anstelle des Streifens mit verringerter
Dicke (11) getrennt sind.
9. Schublade nach den vorhergehenden Ansprüchen,
dadurch gekennzeichnet, daß das Profil des aus Metall bestehenden Rückseitenteils
einen Falz aufweist, der aufeinanderfolgend einen längsverlaufenden Kanal (40), der
mit seiner Öffnung auf die Mitte der Schublade gerichtet ist, und einen horizontal
verlaufenden Flansch (41) bildet, der als Verlängerung der unteren Seitenwand des
Kanals (40) gebildet ist, daß dieser Kanal (40) eine Weite aufweist, die an eine genormte
Dicke eines Bodens (4) aus einer Holzplatte angepaßt ist, während der Flansch (41)
Bohrungen (42) für eventuelle Befestigungsschrauben (43) für den Boden (4) aufweist,
wenn dieser aus Preßmaterial oder dergleichen hergestellt ist, und daß der Kanal (40)
in seiner Bodenwand eine Vielzahl von elastischen Zungen (44) aufweist, die sich angenähert
in Richtung auf die Vorderfront (5) der Schublade erstrecken.
10. Schublade nach den vorhergehenden Ansprüchen,
dadurch gekennzeichnet, daß für einen Bodens (4) aus einer Holzplatte in der Rückseite
der Schubladenfront (5) eine Aussparung (52) mit einer Breite, die geringfügig größer
als die des Bodens (4) ist, und mit einer Höhe ausgebildet ist, die größer als die
Summe der Dicke des Bodens (4) plus dem Einstellbereich ist, der für die Höheneinstellung
der Vorderfront (5) der Schublade gegenüber deren Schale vorgesehen ist.
11. Schublade nach den vorhergehenden Ansprüchen,
dadurch gekennzeichnet, daß für einen Bodens (4) aus einer Holzplatte in der Rückseite
der Schubladenfront (5) in horizontaler Ausrichtung eine Vielzahl von Halterungen
(53) eingesetzt ist, die jeweilige horizontale Nuten mit einer Weite aufweisen, die
gleitend an die Dicke des Bodens (4) angepaßt ist, und die unter gleichen Abständen
gegeneinander und gegenüber den Seitenkanten des Bodens (4) angeordnet sind.
12. Schublade nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß eine unabhängige Konstruktion von jeweiligen getrennten
Seitenteilen (32) mit gleicher Konfiguration wie die der Seitenteile (1) des einstückigen
Profils (3) vorgesehen ist, daß in den Hinterkanten dieser getrennten Seitenteile
(32) Verbindungseinrichtungen bezüglich eines getrennten Rückseitenteils (33) oder
(34) von unterschiedlicher Art und Ausbildung vorgesehen sind, daß das getrennte Rückseitenteil
bei Ausbildung aus Metallblech mit dem gleichen Querprofil ausgebildet ist, wie es
das Rückseitenteil (2) aus dem einstückigen Profill (3) aufweist, daß die getrennten
Seitenteile (32) und das aus Metall bestehende Rückseitenteil (33) miteinander über
nach unten gerichtete Haken (35) und erste nach oben gerichtete Haken (36) miteinander
verbindbar sind, die reziprok zueinander in jeweiligen Kanten (37) und (38) der getrennten
Seitenteile (32) bzw. des aus Metall bestehenden Rückseitenteils (33) ausgebildet
sind, die beim Zusammenbau ineinander greifen, und daß die ineinandergreifenden Kanten
(37) und (38) Spitzen (39) aufweisen, die bei dem Zusammenbau etwas vor der abschliessenden
Kopplung zwischen den nach unten gerichteten Haken (35) und den ersten nach oben gerichteten
Haken (36) übereinander liegen.
13. Schublade nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, daß, wenn das unabhängige Rückseitenteil ein Rückseitenteil
aus Preßholz (34) oder dergleichen ist, die einzelnen Seitenteile (32) und das aus
Holz bestehende Rückseitenteil (34) miteinander über jeweilige nach unten gerichtete
Haken (35) der getrennten Seitenteile (32) und zweite nach oben gerichtete Haken (45)
miteinander verbindbar sind, die in jeweiligen Beschlägen (46) ausgebildet sind, die
bezüglich der vertikalen Kanten (47) des getrennten, aus Holz bestehenden Rückseitenteils
(34) befestigt sind, und die mit den Kanten (37) der getrennten Seitenteile (32) ineinandergreifen.
14. Schublade nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, daß die Beschläge (46) an der Rückseite des getrennten, aus
Holz bestehenden Rückseitenteils (4) befestigbare Platten sind, die bezüglich einer
transversalen, längsverlaufenden Ebene symmetrisch sind und koplanar die zweiten,
nach oben gerichteten Haken (45) und spitze Vorsprünge (48) in ihren vertikalen Kanten
(49) aufweisen, während sie senkrecht hierzu eine untere Abwinklung (50) und jeweilige
Paare von Dornen (51) in diesen vertikalen Kanten (49) aufweisen, daß die spitzen
Vorsprünge (48) über den Spitzen (39) der getrennten Seitenteile (32) liegen, kurz
bevor bei dem Zusammenbau die abschließende Kopplung zwischen den nach unten gerichteten
Haken (35) und den zweiten, nach oben gerichteten Haken (45) erfolgt, daß die untere
Abbiegung (45) an die Unterkante des getrennten, aus Holz bestehenden Rückseitenteils
(34) anlegbar ist und daß von den Paaren von Dornen (51) eines an die entsprechende
der vertikalen Kanten (47) des getrennten, aus Holz bestehenden Rückseitenteils (34)
anlegbar ist, während das andere Paar von Dornen (51) in der Rückseite des getrennten,
aus Holz bestehenden Rückseitenteils verkeilbar ist.
15. Schublade nach den Ansprüchen 12, 13 und 14,
dadurch gekennzeichnet, daß, wenn getrennte Seitenteile (12) mit einem getrennten
Rückseitenteil (33) oder Beschlägen (46) gebildet sind, vorgesehen ist, daß die Gesamtheit
der Teile miteinander durch einen schmalen Streifen aus dem gleichen Material mit
Schwächungslinien verbunden ist, der trennbar ist, um eine gemeinsame Herstellung,
das Biegen zur Lieferung und die Trennung entlang der Schwächungslinie für die Montage
zu ermöglichen.
16. Schublade nach den vorhergehenden Ansprüchen,
dadurch gekennzeichnet, daß am Boden der vertikalen Nuten (20) der aufspreizbaren
Dübel (17) jeweilige Vorsprünge (55) ausgebildet sind, die reziprok bezüglich der
entsprechenden Schlitze (56) in den vertikalen Führungen (21) ausgebildet sind und
daß die Vorsprünge (55) und die Schlitze (56) derart ausgebildet sind, daß die gegenseitige
Kopplung in einer Zwischenstellung des möglichen vertikalen Einstellbereiches erfolgt,
die als die theoretisch ideale Stellung hinsichtlich der Höhe der Vorderfront (5)
der Schublade betrachtet wird.