[0001] Die Erfindung betrifft einen Behälter jeder Art für` Lebensmittel mit einem Verschlußdeckel,
dessen umlaufender Rand von einem den oberen Rand der Behälterschale umlau-fenden,
mit der Wand letzterer einstückig ausgebildeten Schutzelement abgedeckt so umfaßt
ist, daß die Abnahme des Deckels behindert ist, und mit einer Abreißlasche, die über
Sollbruchstellen mit dem schutzelement halterungsmäßig verbunden ist und an ihrer
Unterkante mindestens eine Auskragung aufweist, die in eine entsprechende Ausnehmung
des Schutzelementes des Behälters eingepaßt und mit diesem über Sollbruchstellen verbunden
ist, wobei nach Entfernung der Abreißlasche und damit der Auskragung aus der ent-sprechenden
Ausnehmung des Schutzelementes der Deckelrand dem Öffnungsgriff zugänglich ist.
[0002] Insbesondere in der Lebensmittelindustrie ist es erwünscht, das Risiko unbefugter
Erstöffnungen von mit Lebensmitteln, z.B. mit Salaten gefüllten, verschlossenen Behältern
wie schalen oder Becher klein zu halten und zugleich für eine schnelle Erkennbarkeit
zu sorgen, wenn derartige Behälter unbefugt einer Erstöffnung ausgesetzt worden sind.
[0003] Zur Lösung dieses Problems dient ein nach der DE 44 18 935 A1 bekannter Behälter
der eingangs erwähnten Art in ausgezeichneter Weise, da zum einen das einstückig mit
der Behälterwand ausgebildete Schutzelement und die mit dieser halterungsmäßig verbundene
Abreißlasche die Abnahme des Deckels behindern, und zum anderen bei Beschädigung der
Sollbruchstellen zwischen der Abreißlasche und dem Behälter eine Manipulation an diesem
bzw. eine unbefugte Erstöffnung des verschlossenen Behälters deutlich und schnell
erkennbar ist. Will hingegen ein Benutzer den Behälter nach Erwerb öffnen, so braucht
er nur an der Abreißlasche in Behälterumfangsrichtung zu ziehen, wobei die letztere
und den Behälter verbindenden Sollbruchstellen durchtrenntund die in die Ausnehmung
in dem Schutzelement des Behälters eingepaßte Austragung der Abreißlasche aus der
Ausnehmung gezogen werden, so daß der Benutzer beguem mit dem Finger in die freigelegte
Ausnehmung des Schutzelementes eingreifen und damit unter den Deckel fassen kann,
um diesen nach oben vom Behälter zu ziehen. Die Abreißlasche kann bevorzugt bekannterweise
bei Rundschalen mit entsprechendem Deckel mit ihrer Außenfläche schlüssig mit der
Außenfläche des Schutzelementes verlaufend so angeordnet sein, daß die obere und-
die untere Kante des Schutzelementes mit der oberen bzw. der unteren Kante der Abreißlasche
fluchten, wobei die Enden der Abreißlasche teilweise frei beweglich sind (DE 1 95
12 108 A1).
[0004] Für den Erwerber derartiger mit Lebensmitteln gefüllter Behälter ist oft die schnelle
Verfügbarkeit eines EinwegBestecks bzw. Einweg-Besteckteils, wie z.B. eines Löffels
oder einer Gabel erwünscht. Häufig wird ein solches Besteckteil getrennt gelagert
und dem Benutzer auf Anforderung überreicht. Jedoch ist es auch üblich, z .B bei tiefgefrorenen
Eisbechern, einen in Folie verpackten Löffel auf den Becherdeckel aufzukleben.
[0005] Bei einem bekannten Behälter ähnlich der eingangs erwähnten Art (DE-GM 297 02 676.3),
der auch auf die Anmelderin der vorliegenden Erfindung zurückgeht, ist der Boden des
Deckels des Behälters verhältnismäßig stark tiefgezogen und mit im Abstand zueinander
angeordneten Halterungselementen versehen, zwischen denen mindestens ein Besteckteil
entfernbar im Deckel aufgenommen und gehaltert ist, wobei eine das Besteckteil überdeckende,
in einer umlaufenden Rasterung an der Innenwand des Deckelrandes abnehmbar gehalterter
Abdeckplatte vorgesehen ist, die nur bei Entfernung der Abreißlasche von dem Schutzelement
und damit bei Entfernung der mindestens einen Auskragung der Abreißlasche aus der
entsprechenden Ausnehmung des Schutzelementes aus der Rasterung der Innenwand des
Deckelrandes abnehmbar ist.
[0006] Vorteilhaft ist bei diesem bekannten Behälter, daß das unerwünschte getrennte Lagern
des Besteckteils in bezug auf den Behälter nicht gegeben ist. Jedoch ist das Herausnehmen
der Abdeckplatte des einen tiefgezogenen Boden aufweisenden Behälterdeckels nach Entfernen
der Abreißlasche zwecks Zugriffs auf das Besteckteil vor oder nach dem Abheben des
Deckels vom Behälter verhältnismäßig unpraktisch, und die gesamte Anordnung der Behälterelemente
genügt insbesondere bei flüssigem Behälterinhalt dichtungsmäßig nicht den gewünschten
Anforderungen.
[0007] Häufig ist bei mit Lebensmitteln wie z.B. mit Salaten oder Suppen gefüllten Behältern
die Verfügbarkeit von Ingredienzen wie Salz, Pfeffer und/oder andere Gewürzen erwünscht.
Für gewöhnlich werden diese Zutaten jeweils in gesonderten, verhältnismäßig kleinen
Kunststoffverpackungen vom Behälter getrennt beigefügt.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Behälter der zuvor genannten Art
dahingehend zu verbessern, daß bei Aufrechterhaltung der Sicherung gegen unbefugte
Erstöffnung des Behälters bzw. der zuverlässigen Kontrollmöglichkeit einer unbefugten
Erstöffnung bei vereinfachter funktionaler Zueinanderordnung der Behälterelemente
und deren erhöhter Abdichtung zueinander den bei Lebensmittelverpackungen herrschenden
Hygieneanforderungen überdimensional genügt wird. Zusätzlich soll die Möglichkeit
der Verfügbarkeit von Zutaten ohne deren getrennte Lagerung vom Behälter gegeben sein.
[0009] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß in die Behälteröffnung ein
einen tiefgezogenen Boden aufweisender Einsatz herausnehmbar eingepaßt ist, dessen
zum oberen Behälterinnenmantel parallel verlaufende Außenfläche der Wand des Einsatzes
an ihrem unteren Ende eine umfangsmäßig umlaufende, eine Auflage bildende Ausnehmung
aufweist, die auf einer an dem Behälterinnenmantel ausgebildeten, innenumfangsmäßig
umlaufenden entsprechenden Auflagefläche aufliegt, auf dem Boden des Einsatzes mindestens
ein an sich bekanntes Besteckelement entfernbar gehaltert ist, und an der Innenwand
des Einsatzes mindestens ein Griffelement vorgesehen ist, an dem der in die Behälteröffnung
eingepaßte Einsatz nur bei Entfernung der Abreißlasche von dem Schutzelement und damit
der Auskragung der Abreißlasche aus der entsprechenden Ausnehmung des Schutzelementes
sowie des den Einsatz abdeckenden Deckels vom Behälter aus diesem herausnehmbar ist.
[0010] Vorteilhafte Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Behälters ergeben sich aus den
Patentansprüchen 2 bis 13.
[0011] Bevorzugt liegt die obere Kante der Wand des in die Behälteröffnung eingepaßten Einsatzes
in der Ebene der oberen Kante der Behälterwand, und es können zwei einander gegenüberliegende
Grifflaschen an der Innenwand des Einsatzes ausgebildet sein, die zugleich Halterungselemente
für das im Einsatz angeordnete Besteckelement bilden.
[0012] Bevorzugt ist auf dem Boden des Einsatzes mindestens eine Vertiefung ausgebildet,
in der ein formenmäßig angepaßter Abschnitt des Besteckelementes aufnehmbar ist, und
bei Auslegung des Einsatzes mit verhältnismäßig großer Tiefe kann der Einsatz mit
mindestens einem kammerartigen Abteil für die Aufnahme von viskosen, flüssigen, körnigen
und/oder pulverförmigen Ingredienzen geeignet versehen sein.
[0013] Geeigneterweise kann der Behälterdeckel zumindest auf einem Abschnitt des Besteckteils
mit seiner unteren Fläche aufliegen, wodurch eine zusätzliche Sicherung des Besteckteils
auf dem Boden des Einsatzes gegeben ist.
[0014] Ist der Behälter in Form einer Ovalschale mit im Grundriß ellipsenförmigem Deckel
und Einsatz ausgebildet, so umfaßt die Abreißlasche vorzugsweise eine Stirnseite des
Deckelrandes derart, daß die Hauptachse der Ellipse - gesehen im Grundriß - mittig
durch die in die Ausnehmung des Schutzelementes der Ovalschale eingepaßte Auskragung
verläuft, wobei beidseitig der Hauptachse der Ellipse jeweils drei der Halterungselemente
in vertikaler Anordnung zur Hauptachse in Abstand zueinander auf dem Boden des Einsatzes
so vorgesehen sind, daß das Besteckteil zwischen den Halterungselementen im wesentlichen
längs der Hauptachse gehaltert ist.
[0015] Der Behälter kann auch in Form einer Rundschale mit entsprechendem Deckel und Einsatz
ausgeführt sein.
[0016] Vorzugsweise entspricht die Höhe der Abreißlasche der Höhe des Schutzelementes, wobei
die Außenfläche der Abreißlasche schlüssig mit der Außenfläche des Schutzelementes
verlaufend so angedordnet ist, daß die obere und die untere Kante des Schutzelementes
mit der oberen bzw. der unteren Kante der Abreißlasche fluchten, und daß die Enden
der Abreißlasche teilweise frei beweglich sind.
[0017] Behälterschale, Deckel, Einsatz und das Besteckteil können aus Kunststoff im Spritzgußverfahren
hergestellt sein. Das Besteckteil kann hierbei mit dem Boden des Einsatzes und/oder
den Halterungselementen über Sollbruchstellen verbunden hergestellt sein.
[0018] Der erfindungsgemäße Behälter sorgt nicht nur für eine Einsparung hinsichtlich des
Lagerraums für Besteckteile und Verpackungen für Zutaten, sondern gewährleistet dem
Erwerber des Behälters stets eine einfache, schnelle und sichere Verfügbarkeit des
Besteckteils und von Zutaten, wobei garantiert ist, daß eine Manipulation bzw. eine
unzulässige Benutzung oder Entwendung des Besteckteils und der Zutaten insoweit unterbunden
ist, daß das Besteckteil und die Zutaten praktisch nur bei befugter Erstöffnung des
durch die Abreißlasche gesicherten Behälters zugänglich ist und eine unbefugte Erstöffnung
des Behälters signalartig durch die in diesem Fall unzulässig entfernte Abreißlasche
optisch gut erfaßbar signalisiert wird.
[0019] Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Behälters werden nun anhand der Zeichnungen
erläutert. In diesen sind:
- Fig. 1
- eine Aufrißansicht einer ersten Ausführungsform des Behälters in Gestalt einer Rundschale
mit entsprechendem Deckel und Einsatz, wobei die Abreißlasche, die in das Schutzelement
umfangsmäßig integriert ist, nicht zu sehen ist, und
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf eine zweite Ausführungsform des Behälters in Form einer Ovalschale
mit entsprechendem Einsatz, wobei der Deckel weggelassen ist.
[0020] Bei der ersten Ausführungsform weist der mit Lebensmitteln, wie z.B. Salaten zu füllende
Behälter 1 eine Rundschale mit einem entsprechend geformten Deckel 2 auf (Fig. 1).
Der umlaufende Rand 4 des Deckels 2 ist von einem Schutzelement 6, das den Behälterrand
40 umläuft und mit der Wand 7 des Behälters 1 einstückig ausgebildet ist, abgedeckt
so umfaßt, daß die Abnahme des Deckels 2 behindert ist. Weiterhin ist eine Abreißlasche
vorgesehen, die in der Aufrißdarstellung nach Fig. 1 nicht sichtbar und in den Umfang
des Schutzelementes integriert ist. Bei der zweiten Ausführungsform nach Fig. 2 ist
deutlich zu sehen, daß die Abreißlasche das Schutzelement 6 an einer Stirnseite 32
der Ellipse umfaßt und mit dem Schutzelement 6 über Sollbruchstellen 9 halterungsmäßig
verbunden ist. Die Abreißlasche 8 ist bei beiden Ausführungsformen in Umfangsrichtung
des Behälters 1 perforationsmäßig mit einer zackartigen Bewegung vom Schutzelement
6 abreißbar und weist an ihrer Unterkante 10 eine Auskragung 11 auf, die in eine entsprechende
Ausnehmung 12 des Schutzelementes 6 eingepaßt ist und mit der Wand 7 der Rundschale
1 bzw. der Ovalschale 1 über Sollbruchstellen 9 verbunden ist. Bei der zweiten Ausführungsform
sind die Auskragung 11 und die zugeordnete Ausnehmung 12 behälterumfangsmäßig so angeordnet,
daß sie - gesehen im Grundriß gemäß Fig. 2 - mittig zur Hauptachse 35 der Ellipse
34 an der Stirnseite 32 der Ellipse 34 liegen. Beim Abreißen der Abreißlascne 8 wird
deren Auskragung 11 zugleich aus der Ausnehmung 12 entfernt, wobei der Deckelrand
40 dem Öffnungszugriff zugänglich wird. Die Enden 31 der Abreißlasche 8 sind frei
beweglich, wie Fig. 2 zeigt.
[0021] Wie aus Fig. 1 am besten hervorgeht, ist in die Behälteröffnung 3 ein einen tiefgezogenen
Boden 17 aufweisender Einsatz 15 herausnehmbar eingepaßt. Am unteren Ende 20 der Außenfläche
19 der Wand 18 des Einsatzes 15, die zum oberen Behälterinnenmantel 5 parallel verläuft,
ist eine umfangsmäßig umlaufende Ausnehmung 21 vorgesehen, die eine Auflagefläche
bildet. Diese Auflagefläche liegt bei in die Behälteröffnung 3 eingepaßter Stellung
des Einsatzes 15 auf einer entsprechenden Auflagefläche 22 auf, die innenumfangsmäßig
umlaufend an dem Behälterinnenmantel 5 ausgebildet ist.
[0022] Die obere Kante 24 der Wand 18 des in die Behälteröffnung 3 eingepaßten Einsatzes
15 liegt bevorzugt in der Ebene der oberen Kante 36 der Behälterwand 7.
[0023] Auf dem Boden 17 des Einsatzes 15 ist ein Besteckelement 14 entfernbar gehaltert,
und zwar bei der ersten Ausführungsform des Behälters nach Fig. 1 durch Halterrungselemente
13, die auf dem Boden 17 des Einsatzes 15 im Abstand zueinander angeordnet sind und
das Besteckteil 14 zwischen sich aufnehmen, und zugleich durch zwei Griffelemente
23, die an der Innenwand 16 einander gegenüber angeordnet sind. Der in die Behälteröffnung
3 eingepaßte Einsatz ist durch Hochziehen an den Griffelementen 23 bequem aus der
Behälteröffnung 3 entfernbar.
[0024] Bei der ersten Ausführungsform des Behälters nach Fig. 1 ist weiterhin auf dem Boden
17 des Einsatzes eine Vertiefung 38 ausgebildet, in die der konkave Abschnitt des
hier von einem Löffel gebildeten Besteckteils 14 angepaßt ist.
[0025] Bei der zweiten Ausführungsform des Behälters gemäß Fig. 2 ist auf dem Boden 17 des
Einsatzes 15 als Besteckteil 14 eine drei Zinken aufweisende Gabel mit zum Boden 17
hin gerichteter- Aufnahmewölbung längs der Hauptachse 35 der Ellipse 34 zwischen den
Halterungselementen 13 vorgesehen, die im Abstand zueinander angeordnet und einstückig
mit dem Boden 17 des Einsatzes 15 ausgebildet sind. Jeweils drei dieser Halterungselemente
13 sind in vertikaler Ausrichtung zur Hauptachse 35 der Ellipse 34 so beabstandet
zueinander vorgesehen, daß die Gabel 14 bezüglich einer Bewegung parallel zum Boden
17 des Einsatzes 15 sicher und bequem entnehmbar gehaltert ist.
[0026] Wie Fig. 2 weiterhin zu entnehmen ist, weist der Einsatz 15 auf seinem Boden 17 ein
zwischen den Halterungselementen 13 ausgebildetes kammerartiges Abteil 39 für die
Aufnahme von viskosen, flussigen, körnigen und/oder pulverförmigen Ingredienzen auf.
Der Einsatz 15 und der Deckel 2 des Behälters 1 können so ausgelegt sein, daß die
untere Fläche 37 des Behälterdeckels zunächst auf einem Abschnitt 25 des Besteckteils
14 (Fig. 2) aufliegt, wodurch die Halterung des letzteren noch verstärkt wird.
Liste der Bezugszeichen
[0027]
- 1
- Behälter
- 2
- Deckel
- 3
- Behälteröffnung
- 4
- Deckelrand
- 5
- Behälterinnenmantel
- 6
- Schutzelement
- 7
- Behältervand
- 8
- Abreißlasche
- 9
- Sollbruchstellen
- 10
- Unterkante der Abreißlasche
- 11
- Auskragung
- 12
- Ausnehmung
- 13
- Halterungselemente
- 14
- Besteckteil
- 15
- Einsatz
- 16
- Innenwand des Einsatzes
- 17
- Boden des Einsatzes
- 18
- Wand des Einsatzes
- 19
- Außenfläche der Wand, des Einsatzes
- 20
- Unteres Ende der Wand
- 21
- Ausnehmung der Wand
- 22
- Auflagefläche am Behälterinnenmantel
- 23
- Griffelement
- 24
- Obere Kante der Wand des Einsatzes
- 25
- Abschnitt des Besteckteils
- 26
- Außenfläche der Abreißlasche
- 27
- Außenfläche des Schutzelementes
- 28
- Untere Kante des Schutzelementes
- 29
- Obere Kante des Schutzelementes
- 30
- Obere Kante der Abreißlasche
- 31
- Enden der Abreißlasche
- 32
- Stirnseite der Außenfläche des Deckels
- 33
- Außenfläche des Deckels
- 34
- Ellipse
- 35
- Hauptachse der Ellipse
- 36
- Obere Kante der Behälterwand
- 37
- Untere Fläche des Behälterdeckels
- 38
- Vertiefung
- 39
- Kammerartiges Abteil
- 40
- Behälterrand
1. Behälter jeder Art für Lebensmittel mit einem Verschlußdeckel, dessen umlaufender
Rand von einem den oberen Rand der Behälterschale umlaufenden, mit der Wand letzterer
einstückig ausgebildeten Schutzelement abgedeckt so umfaßt ist, daß die Abnahme des
Deckels behindert ist, und mit einer Abreißlasche, die über Sollbruchstellen mit dem
Schutzelement halterungsmäßig verbunden ist und an ihrer Unterkante mindestens eine
Auskragung aufweist, die in eine entsprechende Ausnebmung des Schutzelementes des
Behälters eingepaßt und mit diesem über Sollbruchstellen verbunden ist, wobei nach
Entfernung der Abreißlasche und damit der Auskragung aus der entsprechenden Ausnehmung
des Schutzelementes der Deckelrand dem Öffnungsgriff zugänglich ist, dadurch gekennzeichnet, daß in die Behälteröffnung (3) ein einen tiefgezogenen Boden (17) aufweisender Einsatz
(15) herausnehmbar eingepaßt ist, dessen zum oberen Behälterinnenmantei (5) parallel
verlaufende Außenfläche (19) der Wand (18) des Einsatzes (15) an ihrem unteren Ende
(20) eine umfangsmäßig umlaufende, eine Auflage bildende Ausnehmung (21) aufweist,
die auf einer an dem Behälterinnenmantel (5) ausgebildeten, innenumfangsmaßig umlaufenden
entsprechenden Auflagefläche (22) aufliegt,
auf dem Boden (17) des Einsatzes (15) mindestens ein an sich bekanntes Besteckelement
(14) entfernbar gehaltert ist, und
an der Innenwand (16) des Einsatzes (15) mindestens ein Griffelement (23) vorgesehen
ist, an dem der in die Behälteröffnung (3) eingepaßte Einsatz (15) nur bei Entfernung
der Abreißlasche (8) von dem Schutzelement (6) und damit der Auskragung (11) der Abreißlasche
(8) aus der entsprechenden Ausnehmung (12) des Schutzelementes (6) sowie des den Einsatz
(15) abdeckenden Deckels (2) vom Behälter (1) aus diesem herausnehmbar ist.
2. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die obere Kante (24) der Wand (18) des in die Behälteröffnung (3) eingepaßten
Einsatzes (15) in der Ebene der oberen Kante (36) der Behälterwand (7) liegt.
3. Behälter nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß Zwei einander gegenüber angeordnete Griffelemente (23) an der Innenwand (16)
des Einsatzes (15) ausgebildet sind, die zugleich Halterungselemente für das im Einsatz
(15) angeordnete Besteckelement (14) bilden.
4. Behälter nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Boden (17) des Einsatzes (15) im Abstand zueinander angeordnete Halterungselemente
(13) vorgesehen sind, zwischen denen das Besteckteil (14) entfernbar im Einsatz (15)
aufgenommen und gehaltert ist.
5. Behälter nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Besteckteil (14) mit dem Boden (17) des Einsatzes (15) und/oder den Halterungselementen
(13) über Sollbruchstellen verbunden ist.
6. Behälter nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die untere Fläche (37) des Behälterdeckels (2) zumindest auf einem Abschnitt
(25) des Besteckteils (14) aufliegt.
7. Behälter nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Boden (17) des Einsatzes (15) mindestens eine Vertiefung (38) ausgebildet
ist, in der ein formenmäßig angepaßter Abschnitt des Besteckteils (14) aufnehmbar
ist.
8. Behälter nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Einsatz (15) mindestens ein kammerartiges Abteil (39) für die Aufnahme
von viskosen, flüssigen, körnigen und/oder pulverförmigen Ingredienzen vorgesehen
ist.
9. Behälter nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhe der Abreißlasche (8) der Höhe des Schutzelementes (6) des Behälters
(1) entspricht, daß die Außenfläche (26) der Abreißfläche (8) schlüssig mit der Außenfläche
(27) des Schutzelementes (6) verlaufend so angeordnet ist, daß die obere und die untere
Kante (28 bzw. 29) des Schutzelementes (6) mit der oberen bzw. der unteren Kante (30
bzw. 10) der Abreißlasche (8) fluchten, und daß die Enden (31) der Abreißlasche (8)
teilweise frei beweglich sind.
10. Behälter in Form einer Ovalschale mit im Grundriß ellipsenförmigem Deckel nach Anspruch
1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Abreißlasche (8) eine Stirnseite (32) der Außenfläche (33) des Deckelrandes
(4) derart umfaßt, daß die Hauptachse (35) der Ellipse (34) - gesehen im Grundriß
- mittig durch die in die Ausnehmung (12) des Schutzelementes (6) der Ovalschale (1)
eingepaßte Auskragung (11) verläuft, und daß beidseitig der Hauptachse (35) der Ellipse
(34) jeweils drei der Halterungselemente (13) in vertikaler Anordnung zur Hauptachse
(35) im Abstand zueinander auf dem Boden (3) des ellipsenförmigen Einsatzes (15) so
vorgesehen sind, daß das Besteckteil (14) zwischen den Halterungselementen (13) im
wesentlichen längs der Hauptachse (35) gehaltert ist.
11. Behälter nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Behälterschale (1) die Form einer Rundschale mit entsprechendem Deckel (2)
und Einsatz (15) hat.
12. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Besteckteil (14) eine Gabel, ein Messer, ein Löffel oder ein Stäbchenpaar
ist.
13. Behälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Behälterschale (1), der Deckel (2), der Einsatz (15) und das mindestens
eine Besteckteil (14) spritzgußmäßig aus Kunststoff hergestellt sind.