(19)
(11) EP 0 858 957 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
19.08.1998  Patentblatt  1998/34

(21) Anmeldenummer: 97122474.6

(22) Anmeldetag:  19.12.1997
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)6B65D 77/24, B65D 51/24
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL LT LV MK RO SI

(30) Priorität: 16.02.1997 DE 29702676 U

(71) Anmelder: Spritzgusswerk KG Richard Rassbach GmbH & Co.
13509 Berlin (DE)

(72) Erfinder:
  • Hellwig, Herbert
    13509 Berlin (DE)

(74) Vertreter: Hoffmann, Klaus-Dieter, Dipl.-Ing. 
Kurfürstendamm 182
10707 Berlin
10707 Berlin (DE)

   


(54) Behälter jeder Art für Lebensmittel mit einem Verschlussdeckel und einer Abreisslasche


(57) Die Erfindung betrifft einen Behälter (1) mit einem Deckel (2) und einem Schutzelement (6), das den oberen Rand (40) der Behälterschale umläuft, mit der Behälterwand (7) einstückig ausgebildet ist und den umlaufenden Deckelrand (4) abdeckend so umfaßt, daß die Abnahme des Behälters behindert ist, wobei eine Abreißlasche (8) über Sollbruchstellen (9) mit dem Schutzelement halterungsmäßig verbunden ist und an seiner Unterkante (10) mindestens eine Auskragung (11) aufweist, die in eine entsprechende Ausnehmung (12) in dem Schutzelement eingepaßt und über Sollbruchstellen mit der Behälterwand verbunden ist. Ein solcher Behälter soll mit mindestens einem an sich bekannten Besteckteil (14) sicher und bequem verfügbar ausgerüstet werden. Zu diesem Zweck wird das Besteckelement in einem in die Behälteröffnung (3) eingepaßten, entfernbaren Einsatz (15) auf dessen Boden (17) über Halterungselemente (13) sicher gehaltert und durch den Verschlußdeckel geschützt so abgedeckt, daß es nur nach Entfernung der Abreißlasche und der dadurch möglichen Entfernung des Deckels vom Behälter aus seiner gesicherten Lagerung in dem Einsatz entfernbar ist.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft einen Behälter jeder Art für` Lebensmittel mit einem Verschlußdeckel, dessen umlaufender Rand von einem den oberen Rand der Behälterschale umlau-fenden, mit der Wand letzterer einstückig ausgebildeten Schutzelement abgedeckt so umfaßt ist, daß die Abnahme des Deckels behindert ist, und mit einer Abreißlasche, die über Sollbruchstellen mit dem schutzelement halterungsmäßig verbunden ist und an ihrer Unterkante mindestens eine Auskragung aufweist, die in eine entsprechende Ausnehmung des Schutzelementes des Behälters eingepaßt und mit diesem über Sollbruchstellen verbunden ist, wobei nach Entfernung der Abreißlasche und damit der Auskragung aus der ent-sprechenden Ausnehmung des Schutzelementes der Deckelrand dem Öffnungsgriff zugänglich ist.

[0002] Insbesondere in der Lebensmittelindustrie ist es erwünscht, das Risiko unbefugter Erstöffnungen von mit Lebensmitteln, z.B. mit Salaten gefüllten, verschlossenen Behältern wie schalen oder Becher klein zu halten und zugleich für eine schnelle Erkennbarkeit zu sorgen, wenn derartige Behälter unbefugt einer Erstöffnung ausgesetzt worden sind.

[0003] Zur Lösung dieses Problems dient ein nach der DE 44 18 935 A1 bekannter Behälter der eingangs erwähnten Art in ausgezeichneter Weise, da zum einen das einstückig mit der Behälterwand ausgebildete Schutzelement und die mit dieser halterungsmäßig verbundene Abreißlasche die Abnahme des Deckels behindern, und zum anderen bei Beschädigung der Sollbruchstellen zwischen der Abreißlasche und dem Behälter eine Manipulation an diesem bzw. eine unbefugte Erstöffnung des verschlossenen Behälters deutlich und schnell erkennbar ist. Will hingegen ein Benutzer den Behälter nach Erwerb öffnen, so braucht er nur an der Abreißlasche in Behälterumfangsrichtung zu ziehen, wobei die letztere und den Behälter verbindenden Sollbruchstellen durchtrenntund die in die Ausnehmung in dem Schutzelement des Behälters eingepaßte Austragung der Abreißlasche aus der Ausnehmung gezogen werden, so daß der Benutzer beguem mit dem Finger in die freigelegte Ausnehmung des Schutzelementes eingreifen und damit unter den Deckel fassen kann, um diesen nach oben vom Behälter zu ziehen. Die Abreißlasche kann bevorzugt bekannterweise bei Rundschalen mit entsprechendem Deckel mit ihrer Außenfläche schlüssig mit der Außenfläche des Schutzelementes verlaufend so angeordnet sein, daß die obere und- die untere Kante des Schutzelementes mit der oberen bzw. der unteren Kante der Abreißlasche fluchten, wobei die Enden der Abreißlasche teilweise frei beweglich sind (DE 1 95 12 108 A1).

[0004] Für den Erwerber derartiger mit Lebensmitteln gefüllter Behälter ist oft die schnelle Verfügbarkeit eines EinwegBestecks bzw. Einweg-Besteckteils, wie z.B. eines Löffels oder einer Gabel erwünscht. Häufig wird ein solches Besteckteil getrennt gelagert und dem Benutzer auf Anforderung überreicht. Jedoch ist es auch üblich, z .B bei tiefgefrorenen Eisbechern, einen in Folie verpackten Löffel auf den Becherdeckel aufzukleben.

[0005] Bei einem bekannten Behälter ähnlich der eingangs erwähnten Art (DE-GM 297 02 676.3), der auch auf die Anmelderin der vorliegenden Erfindung zurückgeht, ist der Boden des Deckels des Behälters verhältnismäßig stark tiefgezogen und mit im Abstand zueinander angeordneten Halterungselementen versehen, zwischen denen mindestens ein Besteckteil entfernbar im Deckel aufgenommen und gehaltert ist, wobei eine das Besteckteil überdeckende, in einer umlaufenden Rasterung an der Innenwand des Deckelrandes abnehmbar gehalterter Abdeckplatte vorgesehen ist, die nur bei Entfernung der Abreißlasche von dem Schutzelement und damit bei Entfernung der mindestens einen Auskragung der Abreißlasche aus der entsprechenden Ausnehmung des Schutzelementes aus der Rasterung der Innenwand des Deckelrandes abnehmbar ist.

[0006] Vorteilhaft ist bei diesem bekannten Behälter, daß das unerwünschte getrennte Lagern des Besteckteils in bezug auf den Behälter nicht gegeben ist. Jedoch ist das Herausnehmen der Abdeckplatte des einen tiefgezogenen Boden aufweisenden Behälterdeckels nach Entfernen der Abreißlasche zwecks Zugriffs auf das Besteckteil vor oder nach dem Abheben des Deckels vom Behälter verhältnismäßig unpraktisch, und die gesamte Anordnung der Behälterelemente genügt insbesondere bei flüssigem Behälterinhalt dichtungsmäßig nicht den gewünschten Anforderungen.

[0007] Häufig ist bei mit Lebensmitteln wie z.B. mit Salaten oder Suppen gefüllten Behältern die Verfügbarkeit von Ingredienzen wie Salz, Pfeffer und/oder andere Gewürzen erwünscht. Für gewöhnlich werden diese Zutaten jeweils in gesonderten, verhältnismäßig kleinen Kunststoffverpackungen vom Behälter getrennt beigefügt.

[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Behälter der zuvor genannten Art dahingehend zu verbessern, daß bei Aufrechterhaltung der Sicherung gegen unbefugte Erstöffnung des Behälters bzw. der zuverlässigen Kontrollmöglichkeit einer unbefugten Erstöffnung bei vereinfachter funktionaler Zueinanderordnung der Behälterelemente und deren erhöhter Abdichtung zueinander den bei Lebensmittelverpackungen herrschenden Hygieneanforderungen überdimensional genügt wird. Zusätzlich soll die Möglichkeit der Verfügbarkeit von Zutaten ohne deren getrennte Lagerung vom Behälter gegeben sein.

[0009] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß in die Behälteröffnung ein einen tiefgezogenen Boden aufweisender Einsatz herausnehmbar eingepaßt ist, dessen zum oberen Behälterinnenmantel parallel verlaufende Außenfläche der Wand des Einsatzes an ihrem unteren Ende eine umfangsmäßig umlaufende, eine Auflage bildende Ausnehmung aufweist, die auf einer an dem Behälterinnenmantel ausgebildeten, innenumfangsmäßig umlaufenden entsprechenden Auflagefläche aufliegt, auf dem Boden des Einsatzes mindestens ein an sich bekanntes Besteckelement entfernbar gehaltert ist, und an der Innenwand des Einsatzes mindestens ein Griffelement vorgesehen ist, an dem der in die Behälteröffnung eingepaßte Einsatz nur bei Entfernung der Abreißlasche von dem Schutzelement und damit der Auskragung der Abreißlasche aus der entsprechenden Ausnehmung des Schutzelementes sowie des den Einsatz abdeckenden Deckels vom Behälter aus diesem herausnehmbar ist.

[0010] Vorteilhafte Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Behälters ergeben sich aus den Patentansprüchen 2 bis 13.

[0011] Bevorzugt liegt die obere Kante der Wand des in die Behälteröffnung eingepaßten Einsatzes in der Ebene der oberen Kante der Behälterwand, und es können zwei einander gegenüberliegende Grifflaschen an der Innenwand des Einsatzes ausgebildet sein, die zugleich Halterungselemente für das im Einsatz angeordnete Besteckelement bilden.

[0012] Bevorzugt ist auf dem Boden des Einsatzes mindestens eine Vertiefung ausgebildet, in der ein formenmäßig angepaßter Abschnitt des Besteckelementes aufnehmbar ist, und bei Auslegung des Einsatzes mit verhältnismäßig großer Tiefe kann der Einsatz mit mindestens einem kammerartigen Abteil für die Aufnahme von viskosen, flüssigen, körnigen und/oder pulverförmigen Ingredienzen geeignet versehen sein.

[0013] Geeigneterweise kann der Behälterdeckel zumindest auf einem Abschnitt des Besteckteils mit seiner unteren Fläche aufliegen, wodurch eine zusätzliche Sicherung des Besteckteils auf dem Boden des Einsatzes gegeben ist.

[0014] Ist der Behälter in Form einer Ovalschale mit im Grundriß ellipsenförmigem Deckel und Einsatz ausgebildet, so umfaßt die Abreißlasche vorzugsweise eine Stirnseite des Deckelrandes derart, daß die Hauptachse der Ellipse - gesehen im Grundriß - mittig durch die in die Ausnehmung des Schutzelementes der Ovalschale eingepaßte Auskragung verläuft, wobei beidseitig der Hauptachse der Ellipse jeweils drei der Halterungselemente in vertikaler Anordnung zur Hauptachse in Abstand zueinander auf dem Boden des Einsatzes so vorgesehen sind, daß das Besteckteil zwischen den Halterungselementen im wesentlichen längs der Hauptachse gehaltert ist.

[0015] Der Behälter kann auch in Form einer Rundschale mit entsprechendem Deckel und Einsatz ausgeführt sein.

[0016] Vorzugsweise entspricht die Höhe der Abreißlasche der Höhe des Schutzelementes, wobei die Außenfläche der Abreißlasche schlüssig mit der Außenfläche des Schutzelementes verlaufend so angedordnet ist, daß die obere und die untere Kante des Schutzelementes mit der oberen bzw. der unteren Kante der Abreißlasche fluchten, und daß die Enden der Abreißlasche teilweise frei beweglich sind.

[0017] Behälterschale, Deckel, Einsatz und das Besteckteil können aus Kunststoff im Spritzgußverfahren hergestellt sein. Das Besteckteil kann hierbei mit dem Boden des Einsatzes und/oder den Halterungselementen über Sollbruchstellen verbunden hergestellt sein.

[0018] Der erfindungsgemäße Behälter sorgt nicht nur für eine Einsparung hinsichtlich des Lagerraums für Besteckteile und Verpackungen für Zutaten, sondern gewährleistet dem Erwerber des Behälters stets eine einfache, schnelle und sichere Verfügbarkeit des Besteckteils und von Zutaten, wobei garantiert ist, daß eine Manipulation bzw. eine unzulässige Benutzung oder Entwendung des Besteckteils und der Zutaten insoweit unterbunden ist, daß das Besteckteil und die Zutaten praktisch nur bei befugter Erstöffnung des durch die Abreißlasche gesicherten Behälters zugänglich ist und eine unbefugte Erstöffnung des Behälters signalartig durch die in diesem Fall unzulässig entfernte Abreißlasche optisch gut erfaßbar signalisiert wird.

[0019] Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Behälters werden nun anhand der Zeichnungen erläutert. In diesen sind:
Fig. 1
eine Aufrißansicht einer ersten Ausführungsform des Behälters in Gestalt einer Rundschale mit entsprechendem Deckel und Einsatz, wobei die Abreißlasche, die in das Schutzelement umfangsmäßig integriert ist, nicht zu sehen ist, und
Fig. 2
eine Draufsicht auf eine zweite Ausführungsform des Behälters in Form einer Ovalschale mit entsprechendem Einsatz, wobei der Deckel weggelassen ist.


[0020] Bei der ersten Ausführungsform weist der mit Lebensmitteln, wie z.B. Salaten zu füllende Behälter 1 eine Rundschale mit einem entsprechend geformten Deckel 2 auf (Fig. 1). Der umlaufende Rand 4 des Deckels 2 ist von einem Schutzelement 6, das den Behälterrand 40 umläuft und mit der Wand 7 des Behälters 1 einstückig ausgebildet ist, abgedeckt so umfaßt, daß die Abnahme des Deckels 2 behindert ist. Weiterhin ist eine Abreißlasche vorgesehen, die in der Aufrißdarstellung nach Fig. 1 nicht sichtbar und in den Umfang des Schutzelementes integriert ist. Bei der zweiten Ausführungsform nach Fig. 2 ist deutlich zu sehen, daß die Abreißlasche das Schutzelement 6 an einer Stirnseite 32 der Ellipse umfaßt und mit dem Schutzelement 6 über Sollbruchstellen 9 halterungsmäßig verbunden ist. Die Abreißlasche 8 ist bei beiden Ausführungsformen in Umfangsrichtung des Behälters 1 perforationsmäßig mit einer zackartigen Bewegung vom Schutzelement 6 abreißbar und weist an ihrer Unterkante 10 eine Auskragung 11 auf, die in eine entsprechende Ausnehmung 12 des Schutzelementes 6 eingepaßt ist und mit der Wand 7 der Rundschale 1 bzw. der Ovalschale 1 über Sollbruchstellen 9 verbunden ist. Bei der zweiten Ausführungsform sind die Auskragung 11 und die zugeordnete Ausnehmung 12 behälterumfangsmäßig so angeordnet, daß sie - gesehen im Grundriß gemäß Fig. 2 - mittig zur Hauptachse 35 der Ellipse 34 an der Stirnseite 32 der Ellipse 34 liegen. Beim Abreißen der Abreißlascne 8 wird deren Auskragung 11 zugleich aus der Ausnehmung 12 entfernt, wobei der Deckelrand 40 dem Öffnungszugriff zugänglich wird. Die Enden 31 der Abreißlasche 8 sind frei beweglich, wie Fig. 2 zeigt.

[0021] Wie aus Fig. 1 am besten hervorgeht, ist in die Behälteröffnung 3 ein einen tiefgezogenen Boden 17 aufweisender Einsatz 15 herausnehmbar eingepaßt. Am unteren Ende 20 der Außenfläche 19 der Wand 18 des Einsatzes 15, die zum oberen Behälterinnenmantel 5 parallel verläuft, ist eine umfangsmäßig umlaufende Ausnehmung 21 vorgesehen, die eine Auflagefläche bildet. Diese Auflagefläche liegt bei in die Behälteröffnung 3 eingepaßter Stellung des Einsatzes 15 auf einer entsprechenden Auflagefläche 22 auf, die innenumfangsmäßig umlaufend an dem Behälterinnenmantel 5 ausgebildet ist.

[0022] Die obere Kante 24 der Wand 18 des in die Behälteröffnung 3 eingepaßten Einsatzes 15 liegt bevorzugt in der Ebene der oberen Kante 36 der Behälterwand 7.

[0023] Auf dem Boden 17 des Einsatzes 15 ist ein Besteckelement 14 entfernbar gehaltert, und zwar bei der ersten Ausführungsform des Behälters nach Fig. 1 durch Halterrungselemente 13, die auf dem Boden 17 des Einsatzes 15 im Abstand zueinander angeordnet sind und das Besteckteil 14 zwischen sich aufnehmen, und zugleich durch zwei Griffelemente 23, die an der Innenwand 16 einander gegenüber angeordnet sind. Der in die Behälteröffnung 3 eingepaßte Einsatz ist durch Hochziehen an den Griffelementen 23 bequem aus der Behälteröffnung 3 entfernbar.

[0024] Bei der ersten Ausführungsform des Behälters nach Fig. 1 ist weiterhin auf dem Boden 17 des Einsatzes eine Vertiefung 38 ausgebildet, in die der konkave Abschnitt des hier von einem Löffel gebildeten Besteckteils 14 angepaßt ist.

[0025] Bei der zweiten Ausführungsform des Behälters gemäß Fig. 2 ist auf dem Boden 17 des Einsatzes 15 als Besteckteil 14 eine drei Zinken aufweisende Gabel mit zum Boden 17 hin gerichteter- Aufnahmewölbung längs der Hauptachse 35 der Ellipse 34 zwischen den Halterungselementen 13 vorgesehen, die im Abstand zueinander angeordnet und einstückig mit dem Boden 17 des Einsatzes 15 ausgebildet sind. Jeweils drei dieser Halterungselemente 13 sind in vertikaler Ausrichtung zur Hauptachse 35 der Ellipse 34 so beabstandet zueinander vorgesehen, daß die Gabel 14 bezüglich einer Bewegung parallel zum Boden 17 des Einsatzes 15 sicher und bequem entnehmbar gehaltert ist.

[0026] Wie Fig. 2 weiterhin zu entnehmen ist, weist der Einsatz 15 auf seinem Boden 17 ein zwischen den Halterungselementen 13 ausgebildetes kammerartiges Abteil 39 für die Aufnahme von viskosen, flussigen, körnigen und/oder pulverförmigen Ingredienzen auf. Der Einsatz 15 und der Deckel 2 des Behälters 1 können so ausgelegt sein, daß die untere Fläche 37 des Behälterdeckels zunächst auf einem Abschnitt 25 des Besteckteils 14 (Fig. 2) aufliegt, wodurch die Halterung des letzteren noch verstärkt wird.

Liste der Bezugszeichen



[0027] 
1
Behälter
2
Deckel
3
Behälteröffnung
4
Deckelrand
5
Behälterinnenmantel
6
Schutzelement
7
Behältervand
8
Abreißlasche
9
Sollbruchstellen
10
Unterkante der Abreißlasche
11
Auskragung
12
Ausnehmung
13
Halterungselemente
14
Besteckteil
15
Einsatz
16
Innenwand des Einsatzes
17
Boden des Einsatzes
18
Wand des Einsatzes
19
Außenfläche der Wand, des Einsatzes
20
Unteres Ende der Wand
21
Ausnehmung der Wand
22
Auflagefläche am Behälterinnenmantel
23
Griffelement
24
Obere Kante der Wand des Einsatzes
25
Abschnitt des Besteckteils
26
Außenfläche der Abreißlasche
27
Außenfläche des Schutzelementes
28
Untere Kante des Schutzelementes
29
Obere Kante des Schutzelementes
30
Obere Kante der Abreißlasche
31
Enden der Abreißlasche
32
Stirnseite der Außenfläche des Deckels
33
Außenfläche des Deckels
34
Ellipse
35
Hauptachse der Ellipse
36
Obere Kante der Behälterwand
37
Untere Fläche des Behälterdeckels
38
Vertiefung
39
Kammerartiges Abteil
40
Behälterrand



Ansprüche

1. Behälter jeder Art für Lebensmittel mit einem Verschlußdeckel, dessen umlaufender Rand von einem den oberen Rand der Behälterschale umlaufenden, mit der Wand letzterer einstückig ausgebildeten Schutzelement abgedeckt so umfaßt ist, daß die Abnahme des Deckels behindert ist, und mit einer Abreißlasche, die über Sollbruchstellen mit dem Schutzelement halterungsmäßig verbunden ist und an ihrer Unterkante mindestens eine Auskragung aufweist, die in eine entsprechende Ausnebmung des Schutzelementes des Behälters eingepaßt und mit diesem über Sollbruchstellen verbunden ist, wobei nach Entfernung der Abreißlasche und damit der Auskragung aus der entsprechenden Ausnehmung des Schutzelementes der Deckelrand dem Öffnungsgriff zugänglich ist, dadurch gekennzeichnet, daß in die Behälteröffnung (3) ein einen tiefgezogenen Boden (17) aufweisender Einsatz (15) herausnehmbar eingepaßt ist, dessen zum oberen Behälterinnenmantei (5) parallel verlaufende Außenfläche (19) der Wand (18) des Einsatzes (15) an ihrem unteren Ende (20) eine umfangsmäßig umlaufende, eine Auflage bildende Ausnehmung (21) aufweist, die auf einer an dem Behälterinnenmantel (5) ausgebildeten, innenumfangsmaßig umlaufenden entsprechenden Auflagefläche (22) aufliegt,
auf dem Boden (17) des Einsatzes (15) mindestens ein an sich bekanntes Besteckelement (14) entfernbar gehaltert ist, und
an der Innenwand (16) des Einsatzes (15) mindestens ein Griffelement (23) vorgesehen ist, an dem der in die Behälteröffnung (3) eingepaßte Einsatz (15) nur bei Entfernung der Abreißlasche (8) von dem Schutzelement (6) und damit der Auskragung (11) der Abreißlasche (8) aus der entsprechenden Ausnehmung (12) des Schutzelementes (6) sowie des den Einsatz (15) abdeckenden Deckels (2) vom Behälter (1) aus diesem herausnehmbar ist.
 
2. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die obere Kante (24) der Wand (18) des in die Behälteröffnung (3) eingepaßten Einsatzes (15) in der Ebene der oberen Kante (36) der Behälterwand (7) liegt.
 
3. Behälter nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß Zwei einander gegenüber angeordnete Griffelemente (23) an der Innenwand (16) des Einsatzes (15) ausgebildet sind, die zugleich Halterungselemente für das im Einsatz (15) angeordnete Besteckelement (14) bilden.
 
4. Behälter nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Boden (17) des Einsatzes (15) im Abstand zueinander angeordnete Halterungselemente (13) vorgesehen sind, zwischen denen das Besteckteil (14) entfernbar im Einsatz (15) aufgenommen und gehaltert ist.
 
5. Behälter nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Besteckteil (14) mit dem Boden (17) des Einsatzes (15) und/oder den Halterungselementen (13) über Sollbruchstellen verbunden ist.
 
6. Behälter nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die untere Fläche (37) des Behälterdeckels (2) zumindest auf einem Abschnitt (25) des Besteckteils (14) aufliegt.
 
7. Behälter nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Boden (17) des Einsatzes (15) mindestens eine Vertiefung (38) ausgebildet ist, in der ein formenmäßig angepaßter Abschnitt des Besteckteils (14) aufnehmbar ist.
 
8. Behälter nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Einsatz (15) mindestens ein kammerartiges Abteil (39) für die Aufnahme von viskosen, flüssigen, körnigen und/oder pulverförmigen Ingredienzen vorgesehen ist.
 
9. Behälter nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhe der Abreißlasche (8) der Höhe des Schutzelementes (6) des Behälters (1) entspricht, daß die Außenfläche (26) der Abreißfläche (8) schlüssig mit der Außenfläche (27) des Schutzelementes (6) verlaufend so angeordnet ist, daß die obere und die untere Kante (28 bzw. 29) des Schutzelementes (6) mit der oberen bzw. der unteren Kante (30 bzw. 10) der Abreißlasche (8) fluchten, und daß die Enden (31) der Abreißlasche (8) teilweise frei beweglich sind.
 
10. Behälter in Form einer Ovalschale mit im Grundriß ellipsenförmigem Deckel nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Abreißlasche (8) eine Stirnseite (32) der Außenfläche (33) des Deckelrandes (4) derart umfaßt, daß die Hauptachse (35) der Ellipse (34) - gesehen im Grundriß - mittig durch die in die Ausnehmung (12) des Schutzelementes (6) der Ovalschale (1) eingepaßte Auskragung (11) verläuft, und daß beidseitig der Hauptachse (35) der Ellipse (34) jeweils drei der Halterungselemente (13) in vertikaler Anordnung zur Hauptachse (35) im Abstand zueinander auf dem Boden (3) des ellipsenförmigen Einsatzes (15) so vorgesehen sind, daß das Besteckteil (14) zwischen den Halterungselementen (13) im wesentlichen längs der Hauptachse (35) gehaltert ist.
 
11. Behälter nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Behälterschale (1) die Form einer Rundschale mit entsprechendem Deckel (2) und Einsatz (15) hat.
 
12. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Besteckteil (14) eine Gabel, ein Messer, ein Löffel oder ein Stäbchenpaar ist.
 
13. Behälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Behälterschale (1), der Deckel (2), der Einsatz (15) und das mindestens eine Besteckteil (14) spritzgußmäßig aus Kunststoff hergestellt sind.
 




Zeichnung










Recherchenbericht