[0001] Die vorliegende Anmeldung bezieht sich auf eine Bedien- und Anzeigeanordnung für
einen Herd, insbesondere für einen Harnshaltsherd mit einer Mehrzahl von Heizstellen
im Bereich des Kochfeldes und einer Mehrzahl von Heizfunktionen im Bereich des Backofens,
wobei im Bedien- und Anzeigebereich neben Anzeigedisplays und Anzeigeleuchten zur
Anzeige von Betriebsarten und Betriebszuständen, neben Eingabeelementen zur Auswahl
von Eingabearten weitere Eingabeelemente zur Eingabe von Eingabewerten in Verbindung
mit einer aktivierten Eingabeart angeordnet sind.
[0002] Derartige Bedien- und Anzeigeanordnungen sind für Herde hinreichend bekannt und werden
in mannigfacher Ausgestaltung genutzt. Verbreitet ist es, zumindest jeder Funktionsstelle
im Herd beispielsweise den einzelnen Kochstellen in der Herdmulde ein separates Eingabeelement
und Anzeigeelement, das mit dem Eingabeelement verknüpft sein kann oder diesem zugeordnet
ist, innerhalb des Bedienungsfeldes zuzuordnen. Es ist aber auch bekannt, Auswahl-Eingabeelemente
für die einzelnen Kochstellen vorzusehen und die Eingabewerte, z.B. Leistungswerte
oder Temperaturwerte, über ein gemeinsames Eingabeelement zu steuern. Für Backöfenfunktionen
ist es bekannt, beispielsweise zwischen einzelnen Heizstellen und Heizarten, z.B.
konventionelle Strahlungsheizung mit Ober- und Unterhitze und/oder Umluftheizung über
einen Wahlschalter eine Auswahl zu treffen und über einen gesonderten Schalter den
Temperaturwert einzugeben.
[0003] Aufbauend auf diesem Stand der Technik ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung
eine Bedien- und Anzeigeanordnung für insbesondere einen Haushaltsherd bereitzustellen,
welcher durch seine Bedienlogik und seine Anordnung seiner Eingabeelemente ein einfaches
Bedienen der einzelnen Funktionsstellen und Funktionsarten ermöglicht. Diese Bedien-
und Anzeigeanordnung soll auch die Möglichkeit für die Einbeziehung einer Zeitsteuereinrichtung
für die Funktionen ermöglichen.
[0004] Eine Bedien- und Anzeigeanordnung für insbesondere einen Haushaltsherd, die diesen
Anforderungen gerecht wird, ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß ein in
zwei Koordinatenrichtungen verstellbares Eingabelelement über eine durch Betätigung
und/oder Verstellung der Eingabeelemente beeinflußbare Schaltungsanordnung zur Steuerung
der Herdfunktionen eingabeseitig mit den Eingabeelementen für die jeweiligen Funktionsarten
bzw. Funktionsstellen verknüpft ist und als Haupt-Ein/Aus-Schalter und in der anderen
Einstellkoordinate als Eingabeorgan für die analoge und/oder digitale Eingabewerte
in Verbindung mit betätigten Eingabeelementen für die die jeweiligen Eingabearten
angeordnet ist.
[0005] Bevorzugterweise ist das in zwei Koordinatenrichtungen verstellbare Eingabeelement
als Versenk-Drehknebel ausgebildet. Die nach den erfindungsgemäßen Merkmalen ausgestattete
Bedien- und Anzeigeanordnung zeichnet sich dadurch aus, daß durch das in den zwei
Koordinatenrichtungen verstellbare Eingabeelement z.B. durch den Versenk-Drehknebel
durch die Verstellung in der einen Koordinatenrichtung respektive durch die Axialverstellung
des Versenk-Drehknebels für die gesamte Anordnung, d.h. für den gesamten Herd die
Ein- bzw. Aus-Schaltung einheitlich durchführbar ist und daß genauso einheitlich durch
die Verstellung in der zweiten Einstellkoordinate die Einstellwerte für die verschiedenen
Funktionsarten und Funktionsstellen durchführbar sind. Die Auswahl der Funktionsarten
und Funktionsstellen erfolgt dagegen über sinnfällig angeordnete gesonderte Eingabeorgane.
[0006] In Verbindung mit einer die Erfindung weiterbildenden Maßnahme ist die Eingabeschaltungsanordnung
unter Zuhilfenahme von Zwischenspeichern derart ausgestattet, daß bei Betätigung des
Haupt-Ein/Aus-Schalters in die Aus-Stellung die zu diesem Zeitpunkt vorhandenen Einstellwerte
in der Eingabeschaltungsanordnung über eine vorgegebene Zeitspanne z.B. 30 Sekunden
erhalten bleiben, deren Auswirkung auf die Heizelemente und die sonstigen Funktionsorgane
innerhalb des Herdes jedoch unterbrochen werden. Durch Wiedereinschalten des Haupt-Ein/Aus-Schalters
innerhalb dieser vorgegebenen Zeitspanne können die ursprünglich eingestellten Werde
somit wieder aktiviert werden. Damit kann beispielsweise einem versehentlichen Ausschalten
entgegengewirkt werden.
[0007] Durch eine andere bevorzugte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Bedien- und Anzeigeanordnung
ist innerhalb der Eingabeschaltung realisierbar, daß bei Betätigung des Haupt-Ein/Aus-Schalters
über eine vorbestimmte Zeitspanne, z.B. drei Sekunden oder durch Mehrfachbetätigung
dieses Schalters innerhalb einer vorbestimmten Zeitspanne in die Aus-Stellung die
Eingabeschaltung bei Einfach-Ein-Schaltung für Eingaben blockiert ist. Diese Maßnahme
wird beispielsweise als Kindersicherung bezeichnet. Diese Kindersicherung kann beispielsweise
dadurch überwunden werden, daß die Betätigung des Haupt-Ein/Aus-Schalters in die Aus-Stellung
wiederholt bzw. über eine vorgegebene Zeitspanne hinaus erfolgt.
[0008] Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, daß
die den Eingabeelementen für die Auswahl der Funktionsarten bzw. Funktionsstellen
und dem Haupt-Ein/Aus-Schalter jeweils eigene Anzeige- bzw. Signalleuchten zugeordnet
sind und daß bei Auswahl einer Funktionsstelle bzw. einer Funktionsart durch Betätigung
des zugeordneten Eingabeelements dessen zugeordnete Leuchte sowohl als auch die dem
Haupt-Ein/Aus-Schalter zugeordnete Leuchte als Aufforderung für die Eingabe von Eingabewerten
blinkt, und zwar für eine vorgegebene Zeit, die für diese Eingabe als Höchstmaß vorgesehen
ist. Dieses Blinken der beiden Leuchten kann - optisch effektiv - im Gegentakt durchgeführt
sein.
[0009] Ein nach den Merkmalen der Erfindung ausgestattetes Ausführungsbeispiel wird anhand
der Zeichnung im folgenden näher erläutert.
[0010] Die Figur zeigt eine Frontansicht eines Herdes mit einem Bedien-Anzeigefeld. Oberhalb
der Tür 1 des Backofens ist analog zu bekannten Anordnungen das Bedien-Anzeigefeld
angeordnet. Unterhalb des Anzeigefeldes 3, in welchem Symbole 4 Positionsleuchten
sowie Anzeigen 5 für Einstellwerte und Anzeigen 6 für Zeitwerte und dergleichen liegen,
ist zentral ein Versenk-Drehknebel 7 und sind beidseitig von diesem in dessen Nahbereich
Eingabeelemente 8 angeordnet, von denen jeweils eins lagekonform einer Heizstelle
im Kochfeld zugeordnet ist. Über Eingabeelemente 9 sind Zusatzheizelemente zuschaltbar.
Weitere Eingabeelemente 10 auf der linken Seite des Eingabeanzeigefeldes dienen der
Auswahl von Funktionsarten innerhalb des Backofens auf der rechten Seite des Bedienanzeigefeldes
sind weitere Eingabeelement 11 angeordnet, welche der Zeitsteuerungeingabe dienen.
Hier kann ausgewählt werden zwischen der Eingabe der Uhrzeit eines Garzeitendes, einer
Garzeitdauer oder einer Kurzzeitweckerfunktion und dergleichen.
[0011] Durch Betätigung einer dieser Eingabeelemente 8 bis 11 kann also ausgewählt werden,
ob eine Eingabe für eine der Kochstellen des Kochfeldes erfolgen soll oder ob eine
bestimmte Funktion für den Backofen gewünscht wird oder ob eine Timerfunktion eingegeben
oder verändert werden soll. Bei Betätigung einer dieser Eingabeelemente 8 bis 10 leuchtet
im Anzeigefeld das diesem Eingabeelement zugeordneter Anzeigelement auf, und zwar
blinkend. Gleichzeitig blinkt auch eine Anzeigesymbolik im Bereich des Versenk-Drehknebels
7. Dieses Blinken - bevorzugt im Gegentakt - fordert dazu auf, über den Versenk-Drehknebel
durch dessen Drehung im oder entgegen dem Uhrzeigersinn eine Werteeinstellung vorzunehmen.
Bei Betätigung eines Eingabeelementes 8 können beispielsweise für die ausgewählte
Kochstelle Ein-Stellwerte zwischen 1 und 8 und der Aus-Stellwert 0 eingegeben werden,
wobei an der Heizstelle entsprechende Heizleistungen durch die Heizwendel realisiert
werden. Es kann aber auch ermöglicht werden durch anhaltendes Betätigen eines der
Eingabeelemente 8 aus der gerade vorliegenden Eingabesituation den Wert positiv oder
negativ zu verändern und zwar abhängig davon, welche Betätigungsrichtung vorab gewählt
worden war. Kurzzeitig nach einer Verstellung bleibt die Eingabebereitschaft in der
gleichen Ein-Stellrichtung erhalten. Danach dreht die Einstellbereitschaft bei einer
neuerlichen Betätigung des Eingabeelements um.
[0012] Die Eingabeschaltung kann so ausgestattet sein, daß eine Erstbetätigung oder bei
einer Wiederholungsbetätigung einer der Eingabeelemente 8 oder 10 ein bevorzugter
Eingabewert anstelle des Eingabewerts 0 vorgebbar ist, aus dem dann über den Versenk-Drehknebel
7 oder gegebenenfalls auch durch andauernde Betätigung des jeweiligen Eingabeelements
8 eine Werteverstellung vorgenommen werden kann.
1. Bedien- und Anzeigeanordnung für einen Herd, insbesondere für einen Haushaltsherd
mit einer Mehrzahl von Heizstellen im Bereich des Kochfeldes und einer Mehrzahl von
Heizfunktionen im Bereich des Backofens, wobei im Bedien- und Anzeigebereich neben
Anzeigedisplays und Anzeigeleuchten zur Anzeige von Betriebsarten und Betriebszuständen,
neben Eingabeelementen zur Auswahl von Eingabearten weitere Eingabeelemente zur Eingabe
von Eingabewerten in Verbindung mit einer aktivierten Eingabeart angeordnet sind,
dadurch gekennzeichnet, daß ein in zwei Koordinatenrichtungen verstellbares Eingabelelement über eine durch
Betätigung und/oder Verstellung der Eingabeelemente beeinflußbare Schaltungsanordnung
zur Steuerung der Herdfunktionen eingabeseitig mit den Eingabeelementen für die jeweiligen
Funktionsarten bzw. Funktionsstellen verknüpft ist und als Haupt-Ein/Aus-Schalter
und in der anderen Einstellkoordinate als Eingabeorgan für die analoge und/oder digitale
Eingabewerte in Verbindung mit betätigten Eingabeelementen für die die jeweiligen
Eingabearten angeordnet ist.
2. Bedien- und Anzeigeanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Eingabeschaltungsanordnung mit einer Speicherstufe für eine Haltefunktion
ausgestattet ist über die nach Betätigung des Haupt-Ein/Aus-Schalters in die Aus-Stellung
die eingestellten Werte über eine vorgegebene Zeitspanne gespeichert werden und durch
Betätigung dieses Haupt-Ein/Aus-Schalters in die Ein-Stellung innerhalb dieser Zeitspanne
wieder aktivierbar sind.
3. Bedien- und Anzeigeanordnung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Eingabeschaltungsanordnung derart ausgestattet ist, daß bei Betätigung eines
Eingabeelements für eine Funktionsart oder Funktionsstelle über eine vorgegebene Zeitspanne
in die Eingabeschaltung Ein für dieses Eingabeelement vorgegebener Wert übernommen
wird.
4. Bedien- und Anzeigeanordnung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Eingabeschaltungsanordnung derart ausgestattet ist, daß bei vorgegebener
Mehrfachbetätigung dieses Eingabeelements innerhalb einer vorgegebenen Zeitspanne
in die Eingabeschaltung Ein für dieses Eingabeelement vorgegebener Wert übernommen
wird.
5. Bedien- und Anzeigeanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Eingabeschaltungsanordnung derart ausgestattet ist, daß bei Betätigung des
Haupt-Ein/Aus-Schalters über eine vorgegebene Zeitspanne die Aus-Schaltefunktion eine
Einfachbetätigung dieses Schalters in die Ein-Stellung blockiert überdauert.
6. Bedien- und Anzeigeanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Eingabeschaltungsanordnung derart ausgestattet ist, daß bei vorgegebener
Mehrfachbetätigung dieses Schalters innerhalb einer vorgegebenen Zeitspanne die Aus-Schaltefunktion
eine Einfachbetätigung dieses Schalters in die Ein-Stellung blockiert überdauert.
7. Bedien- und Anzeigeanordnung nach einem der Ansprüche 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Eingabeschaltungsanordnung derart ausgestattet ist, daß bei Blockierung
der Eingabeschaltungsanordnung durch Betätigung des Haut-Ein/Aus-Schalters in die
Aus-Stellung über eine vorgegebene Zeitspanne bzw. bei vorgegebener Mehrfachbetätigung
dieses Schalters innerhalb einer vorgegebenen Zeitspanne durch Betätigung des Haupt-Ein/Aus-Schalters
in die Ein-Stellung über eine vorgegebene Zeitspanne hinaus die Blockierung überwunden
und die Einstellfunktionen des Herdes wiederherstellbar werden.
8. Bedien- und Anzeigeanordnung nach einem der Ansprüche 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Eingabeschaltungsanordnung derart ausgestattet ist, daß bei Blockierung
der Eingabeschaltungsanordnung durch Betätigung des Haut-Ein/Aus-Schalters in die
Aus-Stellung über eine vorgegebene Zeitspanne bzw. bei vorgegebener Mehrfachbetätigung
dieses Schalters innerhalb einer vorgegebenen Zeitspanne durch Mehrfachbetätigung
dieses Haupt-Ein/Aus-Schalters innerhalb einer vorgegebenen Zeitspanne die Blockierung
überwunden und die Einstellfunktionen des Herdes wiederherstellbar werden.
9. Bedien- und Anzeigeanordnung nach einem der Ansprüche 1 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Eingabeschaltungsanordnung derart ausgestattet ist, daß das als Haut-Ein/Aus-Schalter
dienende Eingabeelement als Versenk-Drehknebel ausgebildet ist dessen eingerückte
(versenkte) Stellung die Aus-Funktion und dessen ausgerückte Stellung die Ein-Funktion
repräsentiert und beeinflußt und über dessen Drehbewegung die Eingabewerte in Verknüpfung
mit einem betätigten Eingabeelement für die Funktionsart oder Funktionsstelle in die
Eingabeschaltungsanordnung eingebbar sind.
10. Bedien- und Anzeigeanordnung nach einem der Ansprüche 1 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß dem den Eingabeelementen zugeordnete Anzeigeelemente bei Betätigung eines Eingabeelements
für eine Funktionsart oder eine Funktionsstelle die Empfangsbereitschaft der Eingabeschaltung
über die Eingabeschaltungsanordnung derart angesteuert werden, daß das dem betätigten
Eingabeelement für die Funktionsart bzw. Funktionsstelle zugeordnete Anzeigeelement
und ein dem Haupt-Ein/Aus-Schalter zugeordnetes Anzeigeelement blinkend angesteuert
werden.
11. Bedien- und Anzeigeanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Eingabeschaltungsanordnung derart ausgestattet ist, daß bei andauernder
Betätigung eines Eingabeelements für die Funktionsart Eingabewerte auf- und/oder abwärtszählend
in die Schaltungsanordnung eingebbar sind.