(19)
(11) EP 0 859 437 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
19.08.1998  Patentblatt  1998/34

(21) Anmeldenummer: 98101913.6

(22) Anmeldetag:  04.02.1998
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)6H01T 21/02
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL LT LV MK RO SI

(30) Priorität: 12.02.1997 DE 19705373

(71) Anmelder: Beru AG
71636 Ludwigsburg (DE)

(72) Erfinder:
  • Knoll, Harald
    71720 Oberstenfeld (DE)
  • Schneck, Erwin
    74626 Bretzfeld-Rappach (DE)

(74) Vertreter: WILHELMS, KILIAN & PARTNER Patentanwälte 
Eduard-Schmid-Strasse 2
81541 München
81541 München (DE)

   


(54) Verfahren zum Anbringen einer Masseelektrode am Zündkerzenkörper einer Zündkerze


(57) Verfahren zum Anbringen einer in Form einer Ringelektrode oder in Form von mehrpoligen Seitenelektroden ausgebildeten Masseelektrode am metallischen Zündkerzenkörper 1 einer Zündkerze mit axial im Zündkerzenkörper 1 angeordneter Mittelelektrode 3. Im Zündkerzenkörper 1 wird eine zur Achse des Zündkerzenkörpers 1 konzentrische Zentrierungsrille 11 vorgesehen, in die die vorgefertigte Masseelektrode 4 mit daran angeformten Schweißnocken eingesetzt und eingeschweißt wird. In dieser Weise ist eine genaue zentrische Anordnung der Masseelektrode 4 am Zündkerzenkörper 1 sichergestellt.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Anbringen einer in Form einer Ringelektrode oder in Form von mehrpoligen Seitenelektroden ausgebildeten Masseelektrode am metallischen Zündkerzenkörper einer Zündkerze mit axial im Zündkerzenkörper angeordneter Mittelelektrode.

[0002] Zündkerzen mit axial in einem metallischen Zündkerzenkörper angeordneter Mittelelektrode und einer Masseelektrode, die dazwischen einen Zündspalt für die Ausbildung eines Zündfunkens bilden, sind an sich bekannt und auf dem Markt erhältlich.

[0003] Bei der Fertigung derartiger Zündkerzen ist es von besonderer Bedeutung, daß die Masseelektrode zentrisch, d.h. konzentrisch zur Achse des Zündkerzenkörpers angebracht wird, da sonst der Elektrodenabstand längs des Umfangs der Masseelektrode ungleichmäßig würde.

[0004] Üblicherweise wird bei der Herstellung von derartigen Zündkerzen die Masseelektrode durch Ausstanzen aus einem metallischen Band und durch eine entsprechende Formgebung vorgefertigt und anschließend an den metallischen Zündkerzenkörper angeschweißt. Dabei muß die Masseelektrode allerdings innen und außen entgratet werden, wobei weiterhin Probleme mit dem zentrischen Ausstanzen und dem zentrischen Aufschweißen der Masseelektrode auf den Zündkerzenkörper auftreten. Diese Probleme führen dazu, daß die Masseelektrode, insbesondere wenigstens die Bohrung einer Ringelektrode nach ihrem Anbringen am Zündkerzenkörper nachgestanzt werden muß, um die Konzentrizität der Masseelektrode insbesondere des Ringes der Ringelektrode zur Achse des Zündkerzenkörpers und damit einen gleichmäßigen Elektrodenabstand sicherzustellen.

[0005] Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht daher darin, das Verfahren der eingangs genannten Art so auszubilden, daß sich ein Nachstanzen der Masseelektrode nach ihrem Anbringen an dem Zündkerzenkörper erübrigt.

[0006] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß im Zündkerzenkörper eine zur Achse des Zündkerzenkörpers konzentrische Zentrierungsrille vorgesehen wird, Schweißnocken an der vorgefertigten Masseelektrode angeformt werden und die Masseelektrode mit den angeformten Schweißnocken in die Zentrierungsrille im Zündkerzenkörper eingesetzt und damit verschweißt wird.

[0007] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ist eine einfache Zentrierung der Masseelektrode auf dem Zündkerzenkörper mittels der darin vorgesehenen Zentrierungsrille möglich, so daß die Masseelektrode fertig vorgestanzt werden kann und ein Nachstanzen nach dem Anbringen der Masseelektrode am Zündkerzenkörper entfällt. Es ist auch kein Entgraten der Schweißstellen der vorgefertigten Masseelektroden notwendig, da das Material der angeformten Schweißnocken beim Schweißen in die Zentrierungsrille fließt.

[0008] Das erfindungsgemäße Verfahren eignet sich für Zündkerzen mit Ringelektrode oder mehrfachen Masseelektroden, insbesondere für zwei-, drei- und vierpolige Zündkerzen.

[0009] Im folgenden wird anhand der zugehörigen Zeichnung ein besonders bevorzugtes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens näher beschrieben. Es zeigen

Fig. 1 eine Teilschnittansicht der zündseitigen Elektrodenkonfiguration einer Zündkerze und

Fig. 2 eine schematische Teilschnittansicht des zündseitigen Teils einer Zündkerze zur Erläuterung des erfindungsgemäßen Verfahrens.



[0010] In Fig. 1 ist in einer Teilschnittansicht die Elektrodenkonfiguration einer Zündkerze mit einem metallischen Zündkerzenkörper 1 dargestellt, in dem zentrisch ein keramischer Isolator 2 angeordnet ist. Der Isolator 2 steht über den vorderen Rand des Zündkerzenkörpers 1 hinaus in den Brennraum der Brennkraftmaschine vor. Im keramischen Isolator 2 ist axial oder mittig eine Mittelelektrode 3 vorgesehen, die zusammen mit einer als Ringelektrode ausgebildeten Masseelektrode 4 einen Zündspalt ZS für die Ausbildung eines Zündfunkens bildet. Die Masseelektrode 4 ist elektrisch mit dem Zündkerzenkörper 1 verbunden und umschließt den gesamten Umfang der Mittelelektrode 3.

[0011] Um einen gleichmäßigen Elektrodenabstand zwischen dem Ring der als Ringelektrode ausgebildeten Masseelektrode 4 und dem gegenüber liegenden Ende der Mittelelektrode 3 zu gewährleisten ist es erforderlich, daß die Masseelektrode 4 genau konzentrisch zur Achse der Zündkerze oder des Zündkerzenkörpers 1 an diesem angebracht ist.

[0012] Wie es in Fig. 2 dargestellt ist, wird zu diesem Zweck im Zündkerzenkörper 1 eine zur Achse des Zündkerzenkörpers 1 und somit zur Achse der Mittelelektrode 3 konzentrische Zentrierungsrille 11 ausgebildet. Die Masseelektrode 4 wird beispielsweise durch Ausstanzen aus einem Metallband vorgefertigt und an ihren Füßen mit Schweißnocken versehen, die daran angeformt werden. Die Masseelektrode 4 wird dann mit den Schweißnocken in die im Zündkerzenkörper 1 vorgesehene Zentrierungsrille 11 eingesetzt und damit verschweißt.

[0013] Durch die Ausbildung der Zentrierungsrille 11 ist eine genaue und einfache Zentrierung der Masseelektrode 4 am Zündkerzenkörper 1 sichergestellt, so daß die Masseelektrode komplett vorgefertigt werden kann und ein Nachstanzen nach ihrem Anbringen am Zündkerzenkörper 1 entfällt.

[0014] Die Schweißstellen an der vorgefertigten Masseelektrode 4 müssen weiterhin nicht entgratet werden, da daran Schweißnocken vorgesehen sind, deren Material beim Schweißen in die Zentrierungsrille 11 fließt.

[0015] Das obige Verfahren umfaßt weniger Arbeitsgänge und führt infolge der zentrischen Montage der Masseelektrode 4 zu einem gleichmäßigen Elektrodenabstand und zu einer gleichmäßigen Wärmeabführung.


Ansprüche

1. Verfahren zum Anbringen einer in Form einer Ringelektrode oder in Form von mehrpoligen Seitenelektroden ausgebildeten Masseelektrode an einen metallischen Zündkerzenkörper eine Zündkerze mit axial im Zündkerzenkörper angeordneter Mittelelektrode, dadurch gekennzeichnet, daß

- im Zündkerzenkörper eine zur Achse des Zündkerzenkörpers konzentrische Zentrierungsrille vorgesehen wird,

- Schweißnocken an der vorgefertigten Masseelektrode angeformt werden und

- die Masseelektrode mit den angeformten Schweißnocken in die Zentrierungsrille im Zündkerzenkörper eingesetzt und damit verschweißt wird.


 




Zeichnung







Recherchenbericht