[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von rieselfähigen amorphen Alkalisilikaten
durch Sprühtrocknung, wobei das Alkalisilikat anschließend mit Inhaltsstoffen von
Wasch- oder Reinigungsmitteln imprägniert wird.
[0002] Es ist bekannt, daß sich durch Sprüh- oder Walzentrocknung von Wasserglaslösungen
hydratisierte wasserlösliche Silikate in Teilchenform erhalten lassen, die noch etwa
20 Gew.-% Wasser enthalten (vgl. Ullmanns Enzyclopädie der technischen Chemie, 4.
Auflage 1982, Band 21, Seite 412). Solche Produkte sind für verschiedene Zwecke im
Handel. Derartige Pulver weisen aufgrund der Sprühtrocknung eine sehr lockere Struktur
auf; ihre Schüttgewichte liegen im allgemeinen deutlich unter 700 g/l, beispielsweise
bei 300 g/l oder noch darunter.
[0003] Alkalisilikate in granularer Form mit höheren Schüttgewichten können gemäß der Lehre
der europäischen Patentanmeldung EP-A-0 526 978 erhalten werden, wobei man eine Alkalisilikat-Lösung
mit einem Feststoffgehalt zwischen 30 und 53 Gew.-% in eine beheizte Trommel einbringt,
in deren Längsachse eine Welle mit einer Vielzahl von nahe an die Innenfläche der
Trommel reichenden Armen rotiert, wobei die Trommelwand eine Temperatur zwischen 150
und 200 °C aufweist und der Trockenvorgang durch ein in die Trommel eingespeistes
Gas mit einer Temperatur zwischen 175 und etwa 250 °C unterstützt wird. Nach diesem
Verfahren wird ein Produkt erhalten, dessen mittlere Teilchengröße im Bereich zwischen
0,2 und 2 mm liegt. Ein bevorzugtes Trocknungsgas ist beheizte Luft.
[0004] Die europäische Patentanmeldung EP-A-0 542 131 beschreibt ein Verfahren, bei dem
man ein in Wasser bei Raumtemperatur vollständig lösliches Produkt mit einem Schüttgewicht
zwischen 500 und 1200 g/l erhält. Die Trocknung erfolgt vorzugsweise unter Verwendung
von erhitzter Luft. Auch hierbei wird mit einem zylindrischen Trockner mit beheizter
Wand (160 bis 200 °C) gearbeitet, in dessen Längsachse ein Rotor mit schaufelförmigen
Blättern sich mit einer derartigen Geschwindigkeit dreht, daß aus der Silikatlösung
mit einem Feststoffgehalt zwischen 40 und 60 Gew.-% eine pseudoplastische Masse mit
einem
freien Wassergehalt zwischen 5 und 12 Gew.-% entsteht. Die Trocknung wird durch einen heißen
Luftstrom (220 bis 260°C) unterstützt.
[0005] Die ältere, nicht vorveröffentlichte deutsche Patentanmeldung
DE-A-44 19 745 beschreibt ebenfalls ein wasserlösliches, amorphes und granulares Alkalisilikat,
welches auf ähnliche Weise wie in der EP-A-0 526 978 beschrieben hergestellt wird,
jedoch kieselsäurehaltig ist. Mit dem Begriff "amorph" ist "röntgenamorph" gemeint.
Dies bedeutet, daß die Alkalisilikate bei Röntgenbeugungsaufnahmen keine scharfen
Reflexe liefern, sondern allenfalls eine oder mehrere breite Maxima, deren Breite
mehrere Gradeinheiten des Beugungswinkels beträgt. Damit ist jedoch nicht ausgeschlossen,
daß bei Elektronenbeugungsexperimenten Bereiche gefunden werden, die scharfe Elektronenbeugungsreflexe
liefern. Dies ist so zu interpretieren, daß die Substanz mikrokristalline Bereiche
in einer Größenordnung bis zu ca. 20 nm (max. 50 nm) aufweist.
[0006] Granulare amorphe Natriumsilikate, welche durch Sprühtrocknung wäßriger Wasserglaslösungen,
anschließendes Mahlen und nachfolgendes Verdichten und Abrunden unter zusätzlichem
Wasserentzug des Mahlgutes erhalten werden, sind Inhalt der US-amerikanischen Patentschriften
3,912,649, 3,956,467, 3,838,193 und 3,879,527. Der Wassergehalt der erhaltenen Produkte
liegt bei etwa 18 bis 20 Gew.-% bei Schüttgewichten deutlich oberhalb 500 g/l.
[0007] Weitere granulare Alkalisilikate mit Sekundärwaschvermögen sind aus den europäischen
Patentanmeldungen EP-A-0 561 656 und EP-A-0 488 868 bekannt. Es handelt sich hierbei
um Compounds von Alkalisilikaten mit bestimmten Q-Verteilungen und Alkalicarbonaten.
[0008] In dem amerikanischen Patent US 3,920,586 werden granulare Waschmittel beschrieben,
die aus 2 Granulaten zusammengesetzt sind. Bei dem Basisgranulat handelt es sich um
ein Aniontensid-haltiges sprühgetrocknetes Granulat, zusätzlich enthält das Waschmittel
ein Silikatgranulat auf dem Niotenside absorbiert sind. Die Silikatgranulate können
aus wäßrigen Slurries hergestellt werden, wobei bevorzugte Granulate durch Blitztrocknung
der Silikat-Slurries erhalten werden.
[0009] Die ältere, nicht vorveröffentlichte deutsche Patentanmeldung
DE-A-44 46 363 beschreibt ein amorphes Alkalisilikat mit Sekundärwaschvermögen und einem Molverhältnis
von M
2O:SiO
2 zwischen 1:1,5 und 1:3,3, welches mit Inhaltsstoffen von Wasch- oder Reinigungsmitteln
imprägniert ist und ein Schüttgewicht von 300 g/l aufweist. Das zu imprägnierende
silikatische Trägerkorn liegt vorzugsweise in granularer Form und/oder als Compound
mit Alkalicarbonaten vor und kann durch Sprühtrocknung, Granulierung und/oder Kompaktierung,
beispielsweise Walzenkompaktierung, hergestellt werden. In einer bevorzugten Ausführungsform
wird das Silikat mit Tensiden und insbesondere mit nichtionischen Tensiden imprägniert.
Durch die Aufnahme des Imprägnierungsmittels verringert sich die Rieselfähigkeit des
silikatischen Materials, wobei diese jedoch wiederhergestellt werden kann, wenn das
imprägnie/rte Material noch nachträglich mit einer wäßrigen Lösung nachbehandelt wird.
[0010] Es hat sich jedoch herausgestellt, daß sprühgetrocknete amorphe Alkalisilikate, welche
frei sind von zusätzlich eingesetzten Alkalicarbonaten, nach der Imprägnierung und
der anschließenden Umhüllung mit einer wäßrigen Lösung keine ausreichende Rieselfähigkeit
aufweisen.
[0011] Die Aufgabe der Erfindung bestand deshalb darin, ein Verfahren zu entwikkeln, bei
dessen Anwendung sprühgetrocknete amorphe Silikate hergestellt werden, die - auch
wenn sie keine zusätzlich eingesetzten Alkalicarbonate im sprühzutrocknenden Ansatz
enthalten - ohne einen gravierenden Verlust der Rieselfähigkeit imprägniert werden
können.
[0012] Gegenstand der Erfindung ist dementsprechend ein Verfahren zur Herstellung eines teilchenförmigen amorphen Alkalisilikats mit einem Molverhältnis M
2O : SiO
2 (M = Alkalimetall) zwischen 1:1,5 und 1:3,3, wobei
a) ein wäßriger Ansatz, enthaltend als Aktivsubstanz im wesentlichen ein amorphes
Alkalisilikat der angegebenen Zusammensetzung, sprühgetrocknet wird, das dadurch gekennzeichnet ist, daß anschließend
b) mit einer wäßrigen Dispersion von Inhaltsstoffen von Wasch- oder Reinigungsmitteln
imprägniert, wobei mindestens ein organischer Inhaltsstoff von Wasch- oder Reinigungsmitteln
in Wasser oder einer wäßrigen Lösung dispergiert vorliegt, sowie
c) gegebenenfalls getrocknet wird.
[0013] Bevorzugt eingesetzte amorphe Alkalisilikate weisen ein Molverhältnis M
2O : SiO
2 (M = Alkalimetall) zwischen 1:1,9 und 1:3, insbesondere bis 1:2,8 auf. Hierbei kommen
insbesondere Natrium- und/oder Kaliumsilikat in Betracht. Aus ökonomischen Gründen
sind die Natriumsilikate bevorzugt. Legt man aus anwendungstechnischen Gründen jedoch
auf eine besonders hohe Lösegeschwindigkeit in Wasser Wert, so empfiehlt es sich,
Natrium mindestens anteilsweise durch Kalium zu ersetzen. Beispielsweise kann die
Zusammensetzung des Alkalisilikats so gewählt werden, daß das Silikat einen Kalium-Gehalt,
berechnet als K
2O, von bis zu 5 Gew.-% aufweist. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, daß alle
amorphen Alkalisilikate des angegebenen Moduls, neben den bekannten Wassergläsern
also auch im Handel erhältliche granulare Silikate oder Carbonat-Silikat-Compounds,
geeignete Ausgangsstoffe im Sinne dieser Erfindung sind. Diese Silikate können bereits
selber durch Sprühtrocknung, Granulierung und/oder Kompaktierung, beispielsweise durch
Walzenkompaktierung hergestellt worden sein, wenn eine derartige Herstellung der silikatischen
Ausgangsprodukte auch nicht immer sinnvoll ist, da diese Produkte in einem wäßrigen
Ansatz wieder aufgelöst werden müssen.
[0014] Der sprühzutrocknende wäßrige Ansatz enthält im wesentlichen die genannten Alkalisilikate
als Aktivsubstanz, wobei es insbesondere bevorzugt ist, daß ein Slurry hergestellt
wird, der keine Alkalicarbonate oder Alkalicarbonate nur in Gewichtsverhältnissen
Alkalisilikat (bezogen auf wasserfreie Aktivsubstanz) : Alkalicarbonat von 3:1 bis
20:1 enthält. In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden sprühgetrocknete
silikatische Compounds (a) hergestellt, welche 55 bis 95 Gew.-%, vorzugsweise 60 bis
90 Gew.-% Alkalisilikat (bezogen auf wasserfreie Aktivsubstanz), 0 bis 15 Gew.-%,
vorzugsweise 2 bis 10 Gew.-% Alkalicarbonat sowie 5 bis 22 Gew.-%, vorzugsweise 10
bis 20 Gew.-% und insbesondere mindestens 15 Gew.-% Wasser enthalten.
[0015] In den sprühzutrocknenden Ansatz können jedoch auch noch weitere Inhaltsstoffe, insbesondere
Inhaltsstoffe von Wasch- oder Reinigungsmitteln eingearbeitet werden. Ihr Gehalt beträgt,
bezogen auf das sprühgetrocknete silikatische Produkt der Verfahrensstufe (a), vorzugsweise
0,5 bis 20 Gew.-% und insbesondere 1 bis 15 Gew.-%. Es kann sich hierbei beispielsweise
um Tenside, vor allem um anionische Tenside wie Alkylbenzolsulfonate, Alkylsulfate,
2,3-Alkylsulfate, Alkylethersulfate und Seifen, aber auch um Neutralsalze wie Natrium-
oder Kaliumsulfate, um Vergrauungsinhibitoren oder nichtionische Tenside wie Alkylpolyglykoside
oder ggf. alkoxylierte Polyhydroxyfettsäureester handeln. In einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung werden in den sprühzutrocknenden Slurry Aniontenside und/oder organische
Cobuilder (Beschreibung siehe unten), vorzugsweise in Mengen von 1 bis 15 Gew.-%,
bezogen auf das sprühgetrocknete silikatische Produkt der Verfahrensstufe (a), eingesetzt.
[0016] Sprühgetrocknete Produkte zeichnen sich im Gegensatz zu granularen Produkten äquivalenter
Zusammensetzung üblicherweise aufgrund der gesinterten Oberfläche der sprühgetrockneten
Beads durch ein relativ geringes Aufnahmevermögen für bei den üblichen Verarbeitungstemperaturen
flüssigen bis wachsartigen Inhaltsstoffen von Wasch- oder Reinigungsmitteln auf. Damit
derartige Inhaltsstoffe auf die sprühgetrockneten Beads aufgebracht werden können,
muß zunächst deren Oberflächenstruktur zerstört bzw. die Oberfläche entsprechend vergrößert
werden. Vorzugsweise werden die sprühgetrockneten silikatischen Produkte (a) mit Mengen
von 3 bis 40 Gew.-% und insbesondere von 5 bis 35 Gew.-%, jeweils bezogen auf das
imprägnierte und ggf. noch abschließend getrocknete silikatische Produkt, einer wäßrigen
Dispersion von Inhaltsstoffen von Wasch- oder Reinigungsmitteln imprägniert. Als Imprägnierungsmittel
eignen sich beispielsweise Tenside, Schauminhibitoren auf Silikon- und/oder Paraffinbasis
oder textilweichmachende Verbindungen wie Kationtenside. Insbesondere bevorzugt sind
Tenside und Schauminhibitoren. Insbesondere bevorzugte Imprägnierungsmittel sind hierbei
wiederum nichtionische Tenside, beispielsweise alkoxylierte, vorzugsweise ethoxylierte
und/oder ethoxylierte und propoxylierte aliphatische C
8-C
22-Alkohole. Hierzu zählen insbesondere primäre Alkohole mit vorzugsweise 8 bis 18 C-Atomen
und durchschnittlich 1 bis 12 Mol Ethylenoxid (EO) pro Mol Alkohol, in denen der Alkoholrest
linear oder bevorzugt in 2-Stellung methylverzweigt sein kann bzw. lineare und methylverzweigte
Reste im Gemisch enthalten kann, so wie sie üblicherweise in Oxoalkoholresten vorliegen.
Ebenso sind jedoch Alkoholethoxylate mit linearen Resten aus Alkoholen nativen Ursprungs
mit 12 bis 18 C-Atomen, z.B. aus Kokos-, Palm-, Talgfett- oder Oleylalkohol, und durchschnittlich
2 bis 8 EO pro Mol Alkohol bevorzugt. Zu den bevorzugten ethoxylierten Alkoholen gehören
beispielsweise C
12-C
14-Alkohole mit 3 EO oder 4 EO, C
9-C
11-Alkohol mit 7 EO, C
13-C
15-Alkohole mit 3 EO, 5 EO, 7 EO oder 8 EO, C
12-C
18-Alkohole mit 3 EO, 5 EO oder 7 EO und Mischungen aus diesen, wie Mischungen aus C
12-C
14-Alkohol mit 3 EO und C
12-C
18-Alkohol mit 5 EO. Die angegebenen Ethoxylierungsgrade stellen statistische Mittelwerte
dar, die für ein spezielles Produkt eine ganze oder eine gebrochene Zahl sein können.
Bevorzugte Alkoholethoxylate weisen eine eingeengte Homologenverteilung auf (narrow
range ethoxylates, NRE). Zusätzlich zu diesen nichtionischen Tensiden können auch
Fettalkohole mit mehr als 12 EO eingesetzt werden. Beispiele hierfür sind Talgfettalkohol
mit 14 EO, 25 EO, 30 EO oder 40 EO. Eine weitere Klasse bevorzugt eingesetzter nichtionischer
Tenside, die entweder als alleiniges nichtionisches Tensid oder in Kombination mit
anderen nichtionischen Tensiden, insbesondere zusammen mit alkoxylierten Fettalkoholen,
eingesetzt werden, sind alkoxylierte, vorzugsweise ethoxylierte oder ethoxylierte
und propoxylierte Fettsäurealkylester, vorzugsweise mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen
in der Alkylkette, insbesondere Fettsäuremethylester, wie sie beispielsweise in der
japanischen Patentanmeldung JP 58/217598 beschrieben sind oder die vorzugsweise nach
dem in der internationalen Patentanmeldung WO-A-90/13533 beschriebenen Verfahren hergestellt
werden.
[0017] Außerdem können als weitere nichtionische Tenside auch Alkylglykoside der allgemeinen
Formel RO(G)
x eingesetzt werden, in der R einen primären geradkettigen oder methylverzweigten,
insbesondere in 2-Stellung methylverzweigten aliphatischen Rest mit 8 bis 22, vorzugsweise
12 bis 18 C-Atomen bedeutet und G das Symbol ist, das für eine Glykoseeinheit mit
5 oder 6 C-Atomen, vorzugsweise für Glucose, steht. Der Oligomerisierungsgrad x, der
die Verteilung von Monoglykosiden und Oligoglykosiden angibt, ist eine beliebige Zahl
zwischen 1 und 10.
[0018] Die genannten nichtionischen Tenside können allein oder in Abmischung mit den anderen
genannten nichtionischen Tensiden oder auch in Kombination mit anderen nicht wasserlöslichen
organischen Bestandteilen eingesetzt werden, wobei vorteilhafterweise als organischer
Dispersionsbestandteil neben den alkoxylierten Fettalkoholen auch die genannten alkoxylierten,
vorzugsweise ethoxylierten oder ethoxylierten und propoxylierten Fettsäurealkylester
eingesetzt werden.
[0019] Werden Schauminhibitoren als Imprägnierungsmittel eingesetzt, so enthalten die silikatischen
Produkte vorzugsweise 70 bis 90 Gew.-% amorphe Silikate, 0,1 bis 2 Gew.-% schauminhibierende
Öle und/oder Wachse auf Silikon- und/oder Paraffin-Basis und Rest Wasser. Gegebenenfalls
können diese silikatischen Produkte auch noch weitere Inhaltsstoffe aufweisen, beispielsweise
Aniontenside, insbesondere Alkylbenzolsulfonate und/oder Alkylsulfate, und/oder Cobuilder,
insbesondere (polymere) Polycarboxylate, und/oder Phosphonate. Der Gehalt dieser weiteren
Inhaltsstoffe liegt vorzugsweise unter 20 Gew.-%, insbesondere unter 15 Gew.-% , mit
besonderer Bevorzugung sogar unter 10 Gew.-%.
[0020] Überraschenderweise wurde festgestellt, daß sprühgetrocknete silikatische Produkte,
die mit organischen Inhaltsstoffen von Wasch- oder Reinigungsmitteln imprägniert sind,
nur dann eine genügende Rieselfähigkeit aufweisen, wenn das Imprägnierungsmittel in
Form einer wäßrigen Dispersion und insbesondere in Form einer Emulsion aufgebracht
wird. Dabei wird in einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung eine Emulsion
aus einem oder mehreren nichtionischen Tensiden und Wasser oder einer wäßrigen Lösung
eines oder mehrerer anorganischer Salze eingesetzt. In vielen Fällen reicht eine Dispersion
aus Niotensiden mit Wasser allein nicht aus, um eine zufriedenstellende Rieselfähigkeit
der Produkte zu erreichen. Insbesondere beim Einsatz von alkoxylierten Alkoholen,
insbesondere Fettalkoholen als Imprägnierungsmittel werden Dispersionen eingesetzt,
welche wäßrige Lösungen von anorganischen Salzen beinhalten. Es wird vermutet, daß
durch den Einsatz der wäßrigen Salzlösung die Viskosität der Dispersion entsprechend
erhöht wird, so daß eine verbesserte Rieselfähigkeit des fertigen Produkts bewirkt
wird.
[0021] In allen Fällen, in denen die Dispersion nicht durch anorganische Salze verdickt
werden muß, reichen auch Dispersionen aus nichtionischem Tensid und Wasser aus. Dabei
kann der Fachmann durch einen einfachen Test (Überprüfung der Rieselfähigkeit) feststellen,
ob er in der Dispersion eine wäßrige Salzlösung einsetzen sollte oder ob Wasser als
alleiniger anorganischer Bestandteil der Dispersion ausreicht. In einer bevorzugten
Ausführungsform wird deshalb eine Dispersion eingesetzt, welche als organischen Inhaltsstoff
von Wasch- oder Reinigungsmitteln ethoxylierte oder ethoxylierte und propoxylierte
Fettsäurealkylester der angegebenen Art, als anorganischen Bestandteil jedoch keine
Salzlösungen, sondern nur Wasser enthalten, eingesetzt.
[0022] Vorzugsweise werden jedoch in der wäßrigen Dispersion Salzlösungen, insbesondere
von Silikaten, Carbonaten, Bicarbonaten und/oder Sulfaten eingesetzt. Dabei werden
Silikate und (Bi-)Carbonate besonders bevorzugt eingesetzt, Sulfate werden nur in
geringeren Mengen verwendet.
[0023] So beträgt der Gehalt an Sulfat, bezogen auf die gesamte Dispersion, vorzugsweise
nur 2 bis 10 Gew.-%, während der Gehalt der Dispersion an Silikat und/oder (Bi-)Carbonat
durchaus auch bis zu 40 oder sogar 50 Gew.-% betragen kann. In einer weiteren bevorzugten
Ausführungsform der Erfindung wird dabei ein silikatisches Produkt eingesetzt, daß
entweder als Ausgangsstoff für den Verfahrensschritt (a) gedient hat oder als sprühgetrocknetes
Produkt gemäß dem Verfahrensschritt (a) erhalten wurde. Besonders vorteilhaft ist,
wenn in der wäßrigen Dispersion eine Lösung aus dem sprühgetrockneten Produkt (a)
in Wasser, vorzugsweise in Mengen von 10 bis 40 Gew.-% und insbesondere in Mengen
von 15 bis 35 Gew.-%, jeweils bezogen auf die gesamte Dispersion, eingesetzt wird.
[0024] Der Wassergehalt der Dispersionen liegt vorzugsweise in einem Bereich von 10 bis
40 Gew.-%, insbesondere von 15 bis 35 Gew.-%.
[0025] Bevorzugt eingesetzte Dispersionen weisen dabei vorzugsweise mindestens 40 Gew.-%
und insbesondere 50 bis 85 Gew.-% an dispergierten organischen Inhaltsstoffen von
Wasch- oder Reinigungsmitteln.
[0026] Die Menge an Wasser kann in Abhängigkeit von dem eingesetzten Imprägnierungsmittel
und ebenfalls in Abhängigkeit von dem Wassergehalt des sprühgetrockneten silikatischen
Produkts (a) einen kritischen Faktor im Hinblick auf die Rieselfähigkeit des fertigen
Produkts darstellen; vorzugsweise wird deshalb bei der Imprägnierung Wasser nicht
in Mengen oberhalb 20 Gew.-%, bezogen auf das imprägnierte und nicht abschließend
getrocknete Produkt eingesetzt.
[0027] Der Wassergehalt der fertigen silikatischen Produkte liegt vorzugsweise nicht oberhalb
22 und insbesondere nicht oberhalb 20 Gew.-%. Falls also durch den Wassergehalt des
sprühgetrockneten Produktes und die Nachbehandlung mit der wäßrigen Dispersion ein
Wassergehalt oberhalb der genannten Grenzen im Produkt erreicht wird, wird in einer
bevorzugten Ausführungsform der Erfindung eine abschließende Trocknung an die beiden
ersten Verfahrensschritte angeschlossen, wobei diese Trocknung vorteilhafterweise
in einen kontinuierlichen Prozeß eingebunden ist.
[0028] Der Verfahrensschritt der Imprägnierung (b) kann beispielsweise so durchgeführt werden,
daß zunächst die wäßrige Dispersion und vorzugsweise die wäßrige Dispersion aus nichtionischem
Tensid und Wasser oder wäßriger anorganischer Salzlösung durch intensives Vermischen
des nichtionischen Tensids und Wasser oder der wäßrigen Lösung oder des nichtionischen
Tensids, des anorganischen festen Salzes und Wasser hergestellt wird. Der eigentliche
Vorgang der Imprägnierung kann in üblichen Mischern/Granulatoren vom Typ der Hochgeschwindigkeitsmischer,
beispielsweise einem Recycler CB30
(R) der Firma Lödige, Bundesrepublik Deutschland, einem Flexomix
(R) der Firma Schugi, Bundesrepublik Deutschland, oder einem Fukae GS30-Mischer, aber
auch in langsamer laufenden Mischern, beispielsweise Pflugscharmischern der Firma
Lödige, auf herkömmliche Weise erfolgen.
[0029] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird im Verfahrensschritt
(b) nicht nur das silikatischen Produkt (a) vorgelegt. Vielmehr sieht die Erfindung
hier vor, daß ein sprühgetrocknetes silikatisches Produkt (a) und mindestens ein weiteres
festes, pulverförmiges oder granulares Produkt, welches ein einzelner Rohstoff oder
ein Compound aus mindestens 2 verschiedenen Rohstoffen ist, gemeinsam im Verfahrensschritt
(b) imprägniert werden. Dabei hat es sich als besonders vorteilhaft erwiesen, als
weiteres Compound ein alkalicarbonathaltiges Compound, welches auch organische Cobuilder
der oben beschriebenen Art enthält, einzusetzen. Vorzugsweise werden 60 bis 80 Gew.-Teile
des sprühgetrockneten silikatischen Produkts (a) und 5 bis 20 Gew.-Teile mindestens
eines weiteren festen pulverförmigen oder granularen Produkts gemeinsam gemäß Verfahrensschritt
(b) imprägniert.
[0030] Die Erfindung sieht in einer weiteren Ausführungsform vor, daß das gemäß Verfahrensschritt
(b) erhaltene Produkt vor einer gegebenenfalls abschließend durchgeführten Trocknung
mit einer weiteren flüssigen Zubereitungsform nachbehandelt wird. In diesem Fall werden
vorzugsweise 60 bis 85 Gew.-Teile eines sprühgetrockneten silikatischen Produkts (a)
zunächst mit 5 bis 38 Gew.-Teilen einer wäßrigen Dispersion (b) imprägniert und anschließend
mit 2 bis 15 Gew.-Teilen einer weiteren flüssigen Zubereitungsform, vorzugsweise einer
wäßrigen Lösung von organischen Cobuildern, nachbehandelt. Derartige organische Cobuilder-Lösungen
weisen vorzugsweise mindestens 20 Gew.-% an Feststoffen, vorzugsweise 25 bis 50 Gew.-%
an Feststoffen auf, um den Wassergehalt in dem silikatischen Produkt nicht zu stark
zu erhöhen. Auch in diesem Fall gilt, daß der maximale Wassergehalt vorzugsweise nicht
über 22 Gew.-% und insbesondere nicht über 20 Gew.-% hinausgehen soll, falls keine
Trocknung angeschlossen werden soll. Ein derartiges Verfahren bietet sich deshalb
insbesondere dann an, wenn entweder im Verfahrensschritt (b) eine Dispersion eingesetzt
wird, die hohe Mengen, beispielsweise mehr als 50 Gew.-%, an organischem dispergierten
Inhaltsstoff und/oder geringe Mengen, beispielsweise weniger als 20 Gew.-%, Wasser
enthält oder wenn nur relativ geringe Mengen der wäßrigen Dispersion, beispielsweise
weniger als 25 Gew.-% und insbesondere deutlich weniger als 20 Gew.-%, jeweils bezogen
auf das fertige und nicht abschließend getrocknete Produkt, eingesetzt werden.
[0031] Falls gewünscht oder aufgrund der eingesetzten höheren Mengen an Wasser während der
Imprägnierung mit der wäßrigen Dispersion oder während der Imprägnierung mit einer
wäßrigen Dispersion und einer weiteren Nachbehandlung wird eine Trocknung, vorzugsweise
in einer Wirbelschicht, durchgeführt. Diese wird vorzugsweise direkt im Anschluß an
die oben beschriebenen Verfahrensschritte ohne vorherige Lagerung des silikatischen
Produkts durchgeführt. Vorzugsweise wird dann eine Trocknung durchgeführt, wenn der
Wassergehalt nach den ersten beiden Verfahrensschritten sowie der gegebenenfalls durchgeführten
weiteren Nachbehandlung als Summe aus dem sprühgetrockneten Silikat, der wäßrigen
Dispersion und gegebenenfalls der wäßrigen Zubereitungsform aus der Nachbehandlung
oberhalb von 22 Gew.-%, insbesondere oberhalb von 20 Gew.-% liegt.
[0032] Die Schüttdichte der erfindungsgemäß hergestellten silikatischen Produkte liegt im
allgemeinen zwischen 300 und 650 g/l und kann durch kompaktierende Maßnahmen bekannter
Art, beispielsweise durch Walzenkompaktierung oder Extrusion, weiter erhöht werden.
Die Teilchengrößenverteilung (Siebanalyse) ist im allgemeinen so ausgeprägt, daß keine
Staubanteile (Teilchen mit einem Durchmesser unterhalb 0,1 mm) erhalten werden und
vorzugsweise 60 bis 100 Gew.-% der Teilchen, insbesondere 80 bis 100 Gew.-% der Teilchen
einen Teilchendurchmesser von mindestens 0,2 mm und maximal 1,6 mm aufweisen.
[0033] Falls gewünscht können die erfindungsgemäß hergestellten silikatischen Produkte,
die nach dem Verfahrensschritt (b), einer weiteren Nachbehandlung oder (c) erhalten
werden, zur weiteren Erhöhung der Schüttdichte mit feinteiligen Trockenpulvern nachbehandelt
werden. Hierbei werden insbesondere 1 bis 5 Gew.-Teile des Trockenpulvers auf 100
Gew.-Teile des silikatischen Produkts eingesetzt. Beispiele für derartige Trockenpulver
sind Zeolith, Kieselsäuren, Salze von Fettsäuren, wie Calciumstearat, aber auch Bleichaktivatoren
und feinteilige Alkylsulfate, oder Mischungen von Zeolith oder Kieselsäure mit mindestens
einem weiteren der genannten Pulver.
[0034] Die erfindungsgemäß hergestellten amorphen und imprägnierten Alkalisilikate können
als Zumischkomponente in pulverförmigen bis granularen Wasch- oder Reinigungsmitteln
oder als Bestandteil bei der Herstellung der granularen Wasch- oder Reinigungsmittel,
vorzugsweise bei der Granulierung und/oder Kompaktierung, verwendet werden. Derartige
Wasch- oder Reinigungsmittel können eine Schüttdichte zwischen 300 und 1200 g/l, vorzugsweise
von 500 bis 1000 g/l, aufweisen und enthalten die erfindungsgemäß hergestellten imprägnierten
Silikate vorzugsweise in Mengen von 5 bis 50 Gew.-%, insbesondere in Mengen von 10
bis 40 Gew.-%. Ihre Herstellung kann nach jedem der bekannten Verfahren wie Mischen,
Sprühtrocknung, Granulieren, Kompaktieren wie Walzenkompaktierung und Extrudieren
erfolgen.
[0035] Geeignet sind insbesondere solche Verfahren, in denen mehrere Teilkomponenten, beispielsweise
sprühgetrocknete Komponenten und granulierte und/oder extrudierte Komponenten miteinander
vermischt werden. Dabei ist es auch möglich, daß weitere sprühgetrocknete oder granulierte
Komponenten nachträglich in der Aufbereitung beispielsweise mit nichtionischen Tensiden,
insbesondere ethoxylierten Fettalkoholen, nach den üblichen Verfahren beaufschlagt
werden. Insbesondere in Granulations- und Extrusionsverfahren ist es bevorzugt, die
gegebenenfalls vorhandenen Aniontenside in Form eines sprühgetrockneten, granulierten
oder extrudierten Compounds entweder als Zumischkomponente in dem Verfahren oder als
Additiv nachträglich zu anderen Granulaten einzusetzen. Ebenso ist es möglich und
kann in Abhängigkeit von der Rezeptur von Vorteil sein, wenn weitere einzelne Bestandteile
des Mittels, beispielsweise Carbonate, Citrat bzw. Citronensäure oder andere Polycarboxylate
bzw. Polycarbonsäuren, polymere Polycarboxylate, Zeolith und/oder Schichtsilikate,
beispielsweise schichtförmige kristalline Disilikate, nachträglich zu sprühgetrockneten,
granulierten und/ oder extrudierten Komponenten, die gegebenenfalls mit nichtionischen
Tensiden und/ oder anderen bei der Verarbeitungstemperatur flüssigen bis wachsartigen
Inhaltsstoffen beaufschlagt sind, hinzugemischt werden. Bevorzugt ist dabei ein Verfahren,
bei dem die Oberfläche von Teilkomponenten des Mittels oder des gesamtem Mittels zur
Reduzierung der Klebrigkeit der an Niotensiden reichen Granulate und/oder zu ihrer
verbesserten Löslichkeit nachträglich behandelt wird. Geeignete Oberflächenmodifizierer
sind dabei aus dem Stand der Technik bekannt. Neben weiteren geeigneten sind dabei
feinteilige Zeolithe, Kieselsäuren, amorphe Silikate, Fettsäuren oder Fettsäuresalze,
beispielsweise Calciumstearat, insbesondere jedoch Mischungen aus Zeolith und Kieselsäure,
insbesondere im Gewichtsverhältnis Zeolith zu Kieselsäure von mindestens 1:1, oder
Zeolith und Calciumstearat besonders bevorzugt.
[0036] Besonders bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind extrudierte Wasch- oder
Reinigungsmittel mit einer Schüttdichte oberhalb 600 g/l, welche anionische sowie
gegebenenfalls nichtionische Tenside sowie ein amorphes und imprägniertes Alkalisilikat
der erfindungsgemäß hergestellten Art im Extrudat enthalten. Dabei können die erfindungsgemäß
hergestellten teilchenförmigen Alkalisilikate einmal - wie auch bei anderen Herstellverfahren
- als Zumischkomponente dienen, es ist aber insbesondere bevorzugt, diese Alkalisilikate
in das zu extrudierende Vorgemisch einzuarbeiten und eine Coextrusion dieser Silikate
durchzuführen.
[0037] Zur Herstellung dieser extrudierten Wasch- oder Reinigungsmittel wird auf die bekannten
Verfahren zur Extrusion, insbesondere auf das europäische Patent 486 592 verwiesen.
Dabei werden ein festes und rieselfähiges Vorgemisch bei Drucken bis 200 bar strangförmig
verpreßt, der Strang nach dem Austritt aus der Lochform mittels einer Schneidevorrichtung
auf die bestimmte Granulatdimension zugeschnitten sowie das plastische und gegebenenfalls
noch feuchte Rohextrudat einem weiteren formgebenden Verarbeitungsschritt zugeführt
und anschließend getrocknet, wobei die erfindungsgemäß hergestellten imprägnierten
Alkalisilikate in dem Vorgemisch eingesetzt werden.
[0038] Die fertigen Wasch- oder Reinigungsmittel können zusätzlich zu den erfindungsgemäß
hergestellten imprägnierten Alkalisilikaten die nun folgenden Inhaltsstoffe enthalten.
Die folgende Liste enthält auch genauere Beschreibungen für einige der in den erfindungsgemäß
hergestellten silikatischen Additiven vorkommenden Inhaltsstoffe.
[0039] Zu diesen zählen insbesondere Tenside, vor allem Aniontenside sowie gegebenenfalls
nichtionische Tenside, aber auch kationische, amphotere oder zwitterionische Tenside.
[0040] Als Aniontenside vom Sulfonat-Typ kommen vorzugsweise C
9-C
13-Alkylbenzolsulfonate, Olefinsulfonate, d.h. Gemische aus Alken- und Hydroxyalkansulfonaten
sowie Disulfonaten, wie man sie beispielsweise aus C
12-C
18-Monoolefinen mit end- oder innenständiger Doppelbindung durch Sulfonieren mit gasförmigem
Schwefeltrioxid und anschließende alkalische oder saure Hydrolyse der Sulfonierungsprodukte
erhält, in Betracht. Geeignet sind auch Alkansulfonate, die aus C
12-C
18-Alkanen beispielsweise durch Sulfochlorierung oder Sulfoxidation mit anschließender
Hydrolyse bzw. Neutralisation gewonnen werden. Geeignet sind auch die Ester von α-Sulfofettsäuren
(Estersulfonate), z.B. die α-sulfonierten Methylester der hydrierten Kokos-, Palmkern-
oder Talgfettsäuren. Weitere geeignete Aniontenside sind die durch Esterspaltung der
α-Sulfofettsäurealkylester erhältlichen α-Sulfofettsäuren bzw. ihre Di-Salze. Die
Mono-Salze der α-Sulfofettsäurealkylester fallen schon bei ihrer großtechnischen Herstellung
als wäßrige Mischung mit begrenzten Mengen an Di-Salzen an. Der Disalz-Gehalt solcher
Tenside liegt üblicherweise unter 50 Gew.-% des Aniontensidgemisches, beispielsweise
bis etwa 30 Gew.-%.
[0041] Weitere geeignete Aniontenside sind sulfierte Fettsäureglycerinester, welche Mono-,
Di- und Triester sowie deren Gemische darstellen, wie sie bei der Herstellung durch
Veresterung durch ein Monoglycerin mit 1 bis 3 Mol Fettsäure oder bei der Umesterung
von Triglyceriden mit 0,3 bis 2.Mol Glycerin erhalten werden.
[0042] Geeignete Tenside vom Sulfat-Typ sind die Schwefelsäuremonoester aus primären Alkoholen
natürlichen und synthetischen Ursprungs. Als Alk(en)ylsulfate werden die Alkali- und
insbesondere die Natriumsalze der Schwefelsäurehalbester der C
12-C
18-Alkohole beispielsweise aus Kokosfettalkohol, Talgfettalkohol, Lauryl-, Myristyl-,
Cetyl- oder Stearylalkohol oder der C
10-C
20-Oxoalkohole und diejenigen Halbester sekundärer Alkohole dieser Kettenlänge bevorzugt.
Weiterhin bevorzugt sind Alk(en)ylsulfate der genannten Kettenlänge, welche einen
synthetischen, auf petrochemischer Basis hergestellten geradkettigen Alkylrest enthalten,
die ein analoges Abbauverhalten besitzen wie die adäquaten Verbindungen auf der Basis
von fettchemischen Rohstoffen. Aus waschtechnischem Interesse sind C
16-C
18-Alk(en)ylsulfate insbesondere bevorzugt. Dabei kann es auch von besonderem Vorteil
und insbesondere für maschinelle Waschmittel von Vorteil sein, C
16-C
18-Alk(en)ylsulfate in Kombination mit niedriger schmelzenden Aniontensiden und insbesondere
mit solchen Aniontensiden, die einen niedrigeren Krafft-Punkt aufweisen und bei relativ
niedrigen Waschtemperaturen von beispielsweise Raumtemperatur bis 40 °C eine geringe
Kristallisationsneigung zeigen, einzusetzen. In einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung enthalten die Mittel daher Mischungen aus kurzkettigen und langkettigen
Fettalkylsulfaten, vorzugsweise Mischungen aus C
12-C
14-Alkylsulfaten oder C
12-C
18-Alkylsulfaten mit C
16-C
18-Alkylsulfaten und insbesondere C
12-C
16-Alkylsulfaten mit C
16-C
18-Alkylsulfaten. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden
jedoch nicht nur gesättigte Alkylsulfate, sondern auch ungesättigte Alkenylsulfate
mit einer Alkenylkettenlänge von vorzugsweise C
16 bis C
22 eingesetzt. Dabei sind insbesondere Mischungen aus gesättigten, überwiegend aus C
16 bestehenden sulfierten Fettalkoholen und ungesättigten, überwiegend aus C
18 bestehenden sulfierten Fettalkoholen bevorzugt, beispielsweise solche, die sich von
festen oder flüssigen Fettalkoholmischungen des Typs HD-Ocenol
(R) (Handelsprodukt des Anmelders) ableiten. Dabei sind Gewichtsverhältnisse von Alkylsulfaten
zu Alkenylsulfaten von 10:1 bis 1:2 und insbesondere von etwa 5:1 bis 1:1 bevorzugt.
[0043] Auch 2,3-Alkylsulfate, welche beispielsweise gemäß den US-Patentschriften 3,234,258
oder 5,075,041 hergestellt werden und als Handelsprodukte der Shell Oil Company unter
dem Namen DAN
(R) erhalten werden können, sind geeignete Aniontenside.
[0044] Auch die Schwefelsäuremonoester der mit 1 bis 6 Mol Ethylenoxid ethoxylierten geradkettigen
oder verzweigten C
7-C
21-Alkohole, wie 2-Methyl-verzweigte C
9-C
11-Alkohole mit im Durchschnitt 3,5 Mol Ethylenoxid (EO) oder C
12-C
18-Fettalkohole mit 1 bis 4 EO, sind geeignet. Sie werden in Waschmitteln aufgrund ihres
hohen Schaumverhaltens nur in relativ geringen Mengen, beispielsweise in Mengen von
1 bis 5 Gew.-%, eingesetzt.
[0045] Bevorzugte Aniontenside sind auch die Salze der Alkylsulfobernsteinsäure, die auch
als Sulfosuccinate oder als Sulfobernsteinsäureester bezeichnet werden und die Monoester
und/oder Diester der Sulfobernsteinsäure mit Alkoholen, vorzugsweise Fettalkoholen
und insbesondere ethoxylierten Fettalkoholen darstellen. Bevorzugte Sulfosuccinate
enthalten C
8- bis C
18-Alkoholreste oder Mischungen aus diesen. Insbesondere bevorzugte Sulfosuccinate enthalten
einen Fettalkoholrest, der sich von ethoxylierten Fettalkoholen ableitet, die für
sich betrachtet nichtionische Tenside darstellen (Beschreibung siehe unten). Dabei
sind wiederum Sulfosuccinate, deren Fettalkohol-Reste sich von ethoxylierten Fettalkoholen
mit eingeengter Homologenverteilung ableiten, besonders bevorzugt. Ebenso ist es auch
möglich, Alk(en)ylbernsteinsäure mit vorzugsweise 8 bis 18 Kohlenstoffatomen in der
Alk(en)ylkette oder deren Salze einzusetzen.
[0046] Zusätzlich zu den anionischen Tensiden können die Mittel auch Seifen, vorzugsweise
in Mengen von 0,2 bis 5 Gew.-%, enthalten. Geeignet sind gesättigte Fettsäureseifen,
wie die Salze der Laurinsäure, Myristinsäure, Palmitinsäure, Stearinsäure, hydrierte
Erucasäure und Behensäure sowie insbesondere aus natürlichen Fettsäuren, z.B. Kokos-,
Palmkern- oder Talgfettsäuren, abgeleitete Seifengemische.
[0047] Die anionischen Tenside und Seifen können in Form ihrer Natrium-, Kalium- oder Ammoniumsalze
sowie als lösliche Salze organischer Basen, wie Mono-, Di- oder Triethanolamin, vorliegen.
Vorzugsweise liegen die anionischen Tenside in Form ihrer Natrium- oder Kaliumsalze,
insbesondere in Form der Natriumsalze vor.
[0048] In einer Ausführungsform der Erfindung werden Wasch- oder Reinigungsmittel, insbesondere
extrudierte Wasch- oder Reinigungsmittel bevorzugt, welche 10 bis 30 Gew.-% anionische
Tenside enthalten. Vorteilhafterweise sind davon vorzugsweise mindestens 3 Gew.-%
und insbesondere mindestens 5 Gew.-% sulfatische Tenside. In einer vorteilhaften Ausführungsform
sind in den Mitteln - bezogen auf die anionischen Tenside insgesamt - mindestens 15
Gew.-%, insbesondere 20 bis 100 Gew.-% sulfatische Tenside enthalten.
[0049] Als nichtionische Tenside werden vorzugsweise alkoxylierte, vorteilhafterweise ethoxylierte,
insbesondere primäre Alkohole mit vorzugsweise 8 bis 18 C-Atomen und durchschnittlich
1 bis 12 Mol Ethylenoxid (EO) pro Mol Alkohol eingesetzt, in denen der Alkoholrest
linear oder bevorzugt in 2-Stellung methylverzweigt sein kann bzw. lineare und methylverzweigte
Reste im Gemisch enthalten kann, so wie sie üblicherweise in Oxoalkoholresten vorliegen.
Insbesondere sind jedoch Alkoholethoxylate mit linearen Resten aus Alkoholen nativen
Ursprungs mit 12 bis 18 C-Atomen, z.B. aus Kokos-, Palm-, Talgfett- oder Oleylalkohol,
und durchschnittlich 2 bis 8 EO pro Mol Alkohol bevorzugt. Zu den bevorzugten ethoxylierten
Alkoholen gehören beispielsweise C
12-C
14-Alkohole mit 3 EO oder 4 EO, C
9-C
11-Alkohol mit 7 EO, C
13-C
15-Alkohole mit 3 EO, 5 EO, 7 EO oder 8 EO, C
12-C
18-Alkohole mit 3 EO, 5 EO oder 7 EO und Mischungen aus diesen, wie Mischungen aus C
12-C
14-Alkohol mit 3 EO und C
12-C
18-Alkohol mit 5 EO. Die angegebenen Ethoxylierungsgrade stellen statistische Mittelwerte
dar, die für ein spezielles Produkt eine ganze oder eine gebrochene Zahl sein können.
Bevorzugte Alkoholethoxylate weisen eine eingeengte Homologenverteilung auf (narrow
range ethoxylates, NRE). Zusätzlich zu diesen nichtionischen Tensiden können auch
Fettalkohole mit mehr als 12 EO eingesetzt werden. Beispiele hierfür sind Talgfettalkohol
mit 14 EO, 25 EO, 30 EO oder 40 EO.
[0050] Auch nichtionische Tenside vom Typ der Aminoxide, beispielsweise N-Kokosalkyl-N,N-dimethylaminoxid
und N-Talgalkyl-N,N-dihydroxyethylaminoxid, und der Fettsäurealkanolamide können geeignet
sein. Die Menge dieser nichtionischen Tenside beträgt vorzugsweise nicht mehr als
die der ethoxylierten Fettalkohole, insbesondere nicht mehr als die Hälfte davon.
[0051] Weitere geeignete Tenside sind Polyhydroxyfettsäureamide der Formel (I),

in der R
2CO für einen aliphatischen Acylrest mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen, R
3 für Wasserstoff, einen Alkyl- oder Hydroxyalkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen
und [Z] für einen linearen oder verzweigten Polyhydroxyalkylrest mit 3 bis 10 Kohlenstoffatomen
und 3 bis 10 Hydroxylgruppen steht.
[0052] Bei den Polyhydroxyfettsäureamiden handelt es sich um bekannte Stoffe, die üblicherweise
durch reduktive Aminierung eines reduzierenden Zuckers mit Ammoniak, einem Alkylamin
oder einem Alkanolamin und nachfolgende Acylierung mit einer Fettsäure, einem Fettsäurealkylester
oder einem Fettsäurechlorid erhalten werden können. Hinsichtlich der Verfahren zu
ihrer Herstellung sei auf die US-Patentschriften US-A-1,985,424, US-A-2,016,962 und
US-A-2,703,798 sowie die Internationale Patentanmeldung WO-A-92/06984 verwiesen. Vorzugsweise
leiten sich die Polyhydroxyfettsäureamide von reduzierenden Zuckern mit 5 oder 6 Kohlenstoffatomen,
insbesondere von der Glucose ab.
[0053] Nichtionische Tenside sind in den erfindungsgemäßen Mitteln vorzugsweise in Mengen
von 0,5 bis 15 Gew.-%, insbesondere in Mengen von 2 bis 10 Gew.-% enthalten.
[0054] Neben den amorphen und imprägnierten Alkalisilikaten können die Mittel auch noch
weitere, zusätzliche Buildersubstanzen und Cobuilder enthalten. Zu den letzteren zählen
in erster Linie die bereits obengenannten Inhaltsstoffe, beispielsweise Polycarboxylate
und polymeren Polycarboxylate. Diese Cobuilder sind in den Mitteln vorzugsweise in
Mengen von 2 bis 20 Gew.-% und insbesondere von 5 bis 15 Gew.-% enthalten.
[0055] Aber auch übliche Buildersubstanzen wie Phosphate, Zeolithe und kristalline Schichtsilikaten
können in den Mitteln enthalten sein. Der eingesetzte, synthetische Zeolith ist vorzugsweise
feinkristallin und enthält gebundenes Wasser. Geeignet sind beispielsweise Zeolith
A, jedoch auch Zeolith X und Zeolith P sowie Mischungen aus A, X und/oder P. Der Zeolith
kann als sprühgetrocknetes Pulver oder auch als ungetrocknete, von ihrer Herstellung
noch feuchte, stabilisierte Suspension zum Einsatz kommen. Für den Fall, daß der Zeolith
als Suspension eingesetzt wird, kann diese geringe Zusätze an nichtionischen Tensiden
als Stabilisatoren enthalten, beispielsweise 1 bis 3 Gew.-%, bezogen auf Zeolith,
an ethoxylierten C
12-C
18-Fettalkoholen mit 2 bis 5 Ethylenoxidgruppen, C
12-C
14-Fettalkoholen mit 4 bis 5 Ethylenoxidgruppen oder ethoxylierten Isotridecanolen.
Ebenso ist es auch möglich, Zeolith-Suspensionen und Zeolith-Pulver einzusetzen. Geeignete
Zeolith-Pulver weisen eine mittlere Teilchengröße von weniger als 10 µm (Volumenverteilung;
Meßmethode: Coulter Counter) auf und enthalten vorzugsweise 18 bis 22 Gew.-%, insbesondere
20 bis 22 Gew.-% an gebundenem Wasser.
[0056] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung enthalten Wasch- oder Reinigungsmittel
0 bis 16 Gew.-% Zeolith (bezogen auf wasserfreie Aktivsubstanz) und 10 bis 40 Gew.-%
eines erfindungsgemäß hergestellten imprägnierten Alkalisilikats, wobei insbesondere
sichergestellt sein soll, daß das fertige Mittel mindestens 15 Gew.-% an diesen genannten
Buildersubstanzen aufweist.
[0057] In weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung enthalten die Wasch- oder Reinigungsmittel
daher 0 bis 5 Gew.-% Zeolith (bezogen auf wasserfreie Aktivsubstanz) und 15 bis 40
Gew.-% eines erfindungsgemäß hergestellten imprägnierten alkalisilikathaltigen Additivs
oder 10 bis 30 Gew.-% Zeolith (bezogen auf wasserfreie Aktivsubstanz) und 15 bis 40
Gew.-% eines erfindungsgemäß hergestellten silikathaltigen Additivs. Dabei ist es
möglich, daß der Zeolith nicht nur coextrudiert wird, sondern daß der Zeolith teilweise
oder ganz nachträglich, also nach dem Extrusionsschritt in das Wasch- oder Reinigungsmittel
eingebracht wird. Besonders bevorzugt sind hierbei Wasch- oder Reinigungsmittel, welche
ein Extrudat enthalten, das im Inneren des Extrudatkorns frei von Zeolith ist.
[0058] Als Ersatzstoffe für den Zeolith können auch kristalline Schichtsilikate und/oder
herkömmliche Phosphate eingesetzt werden. Dabei ist es jedoch bevorzugt, daß Phosphate
nur in geringen Mengen, insbesondere bis maximal 10 Gew.-%, in den Wasch- oder Reinigungsmitteln
enthalten sind.
[0059] Als kristalline Schichtsilikate sind insbesondere kristalline, schichtförmige Natriumsilikate
der allgemeinen Formel NaMSi
xO
2x+1·yH
2O, wobei M Natrium oder Wasserstoff bedeutet, x eine Zahl von 1,9 bis 4 und y eine
Zahl von 0 bis 20 ist und bevorzugte Werte für x 2, 3 oder 4 sind, geeignet. Derartige
kristalline Schichtsilikate werden beispielsweise in der europäischen Patentanmeldung
EP-A-0 164 514 beschrieben. Bevorzugte kristalline Schichtsilikate der angegebenen
Formel sind solche, in denen M für Natrium steht und x die Werte 2 oder 3 annimmt.
Insbesondere sind sowohl β- als auch δ-Natriumdisilikate Na
2Si
2O
5·yH
2O bevorzugt. Diese kristallinen Schichtsilikate sind jedoch in den erfindungsgemäßen
Extrudaten vorzugsweise lediglich in Mengen von nicht mehr als 10 Gew.-%, insbesondere
von weniger als 8 Gew.-%, vorteilhafterweise von maximal 5 Gew.-% enthalten.
[0060] Brauchbare organische Cobuilder sind beispielsweise die bevorzugt in Form ihrer Natriumsalze
eingesetzten Polycarbonsäuren, wie Citronensäure, Adipinsäure, Bernsteinsäure, Glutarsäure,
Weinsäure, Zuckersäuren, Aminocarbonsäuren, Nitrilotriessigsäure (NTA), sofern ein
derartiger Einsatz aus ökologischen Gründen nicht zu beanstanden ist, sowie Mischungen
aus diesen. Bevorzugte Salze sind die Salze der Polycarbonsäuren wie Citronensäure,
Adipinsäure, Bernsteinsäure, Glutarsäure, Weinsäure, Zuckersäuren und Mischungen aus
diesen.
[0061] Insbesondere bevorzugt sind jedoch polymere Polycarboxylate, beispielsweise die Natriumsalze
der Polyacrylsäure oder der Polymethacrylsäure, beispielsweise solche mit einer relativen
Molekülmasse von 800 bis 150000 (auf Säure bezogen). Geeignete copolymere Polycarboxylate
sind insbesondere solche der Acrylsäure mit Methacrylsäure und der Acrylsäure oder
Methacrylsäure mit Maleinsäure. Als besonders geeignet haben sich Copolymere der Acrylsäure
mit Maleinsäure erwiesen, die 50 bis 90 Gew.-% Acrylsäure und 50 bis 10 Gew.-% Maleinsäure
enthalten. Ihre relative Molekülmasse, bezogen auf freie Säuren, beträgt im allgemeinen
5000 bis 200000, vorzugsweise 10000 bis 120000 und insbesondere 50000 bis 100000.
Insbesondere bevorzugt sind auch biologisch abbaubare Terpolymere, beispielsweise
solche, die gemäß der DE-A-43 00 772 als Monomere Salze der Acrylsäure und der Maleinsäure
sowie Vinylalkohol bzw. Vinylalkohol-Derivate oder gemäß der DE-C-42 21 381 als Monomere
Salze der Acrylsäure und der 2-Alkylallylsulfonsäure sowie Zucker-Derivate enthalten.
Weitere bevorzugte Copolymere sind solche, die in den deutschen Patentanmeldungen
DE 43 03 320 und DE 44 17 734 beschrieben werden und als Monomere vorzugsweise Acrolein
und Acrylsäure/Acrylsäuresalze bzw. Acrolein und Vinylacetat aufweisen.
[0062] Zusätzlich können die Mittel auch Komponenten enthalten, welche die Ö1- und Fettauswaschbarkeit
aus Textilien positiv beeinflussen. Dieser Effekt wird besonders deutlich, wenn ein
Textil verschmutzt wird, das bereits vorher mehrfach mit einem erfindungsgemäßen Waschmittel,
das diese öl- und fettlösende Komponente enthält, gewaschen wird. Zu den bevorzugten
öl- und fettlösenden Komponenten zählen beispielsweise nichtionische Celluloseether
wie Methylcellulose und Methylhydroxypropylcellulose mit einem Anteil an Methoxyl-Gruppen
von 15 bis 30 Gew.-% und an Hydroxypropoxyl-Gruppen von 1 bis 15 Gew.-%, jeweils bezogen
auf den nichtionischen Celluloseether, sowie die aus dem Stand der Technik bekannten
Polymere der Phthalsäure und/oder der Terephthalsäure bzw. von deren Derivaten, insbesondere
Polymere aus Ethylenterephthalaten und/oder Polyethylenglykolterephthalaten oder anionisch
und/oder nichtionische modifizierten Derivaten von diesen.
[0063] Die Mittel können außerdem Bestandteile enthalten, welche die Löslichkeit insbesondere
der schweren Granulate noch weiter verbessern. Derartige Bestandteile und das Einbringen
derartiger Bestandteile werden beispielsweise in der internationalen Patentanmeldung
WO-A-93/02176 und in der deutschen Patentanmeldung DE 42 03 031 beschrieben. Zu den
bevorzugt eingesetzten Bestandteilen gehören insbesondere Fettalkohole mit 20 bis
80 Mol Ethylenoxid pro Mol Fettalkohol, beispielsweise Talgfettalkohol mit 30 EO und
Talgfettalkohol mit 40 EO, aber auch Fettalkohole mit 14 EO sowie Polyethylenglykole
mit einer relativen Molekülmasse zwischen 200 und 2000.
[0064] Unter den als Bleichmittel dienenden, in Wasser H
2O
2 liefernden Verbindungen haben das Natriumperborattetrahydrat und das Natriumperboratmonohydrat
besondere Bedeutung. Weitere brauchbare Bleichmittel sind beispielsweise Natriumpercarbonat,
Peroxypyrophosphate, Citratperhydrate sowie H
2O
2 liefernde persaure Salze oder Persäuren, wie Perbenzoate, Peroxophthalate, Diperazelainsäure
oder Diperdodecandisäure. Der Gehalt der Mittel an Bleichmitteln beträgt vorzugsweise
5 bis 25 Gew.-% und insbesondere 10 bis 20 Gew.-%, wobei vorteilhafterweise Perboratmonohydrat
eingesetzt wird. Percarbonat ist als Bestandteil ebenfalls bevorzugt. Jedoch wird
Percarbonat vorzugsweise nicht coextrudiert, sondern gegebenenfalls nachträglich zugemischt.
[0065] Um beim Waschen bei Temperaturen von 60 °C und darunter eine verbesserte Bleichwirkung
zu erreichen, können Bleichaktivatoren in die Präparate eingearbeitet werden. Beispiele
hierfür sind mit H
2O
2 organische Persäuren bildende N-Acyl- bzw. 0-Acyl-Verbindungen, vorzugsweise N,N'-tetraacylierte
Diamine, p-(Alkanoyloxy)benzolsulfonate, ferner Carbonsäureanhydride und Ester von
Polyolen wie Glucosepentaacetat.
[0066] Weitere bekannte Bleichaktivatoren sind acetylierte Mischungen aus Sorbitol und Mannitol,
wie sie beispielsweise in der europäischen Patentanmeldung EP-A-0 525 239 beschrieben
werden. Der Gehalt der bleichmittelhaltigen Mittel an Bleichaktivatoren liegt in dem
üblichen Bereich, vorzugsweise zwischen 1 und 10 Gew.-% und insbesondere zwischen
3 und 8 Gew.-%. Besonders bevorzugte Bleichaktivatoren sind N,N,N',N'-Tetraacetylethylendiamin
(TAED), 1,5-Diacetyl-2,4-dioxo-hexahydro-1,3,5-triazin (DADHT) und acetylierte Sorbitol-Mannitol-Mischungen
(SORMAN).
[0067] Es kann von Vorteil sein, den Mitteln übliche Schauminhibitoren zuzusetzen. Als Schauminhibitoren
eignen sich beispielsweise Seifen natürlicher oder synthetischer Herkunft, die einen
hohen Anteil an C
18-C
24-Fettsäuren aufweisen. Geeignete nichttensidartige Schauminhibitoren sind beispielsweise
Organopolysiloxane und deren Gemische mit mikrofeiner, ggf. silanierter Kieselsäure
sowie Paraffine, Wachse, Mikrokristallinwachse und deren Gemische mit silanierter
Kieselsäure oder Bistearylethylendiamid. Mit Vorteilen werden auch Gemische aus verschiedenen
Schauminhibitoren verwendet, z.B. solche aus Silikonen, Paraffinen oder Wachsen. Vorzugsweise
sind die Schauminhibitoren, insbesondere Silikon- und/oder Paraffin-haltige Schauminhibitoren,
an eine granulare, in Wasser lösliche bzw. dispergierbare Trägersubstanz gebunden.
Insbesondere sind dabei Mischungen aus Paraffinen und Bistearylethylendiamiden bevorzugt.
[0068] Als Enzyme kommen solche aus der Klasse der Proteasen, Lipasen, Amylasen, Cellulasen
bzw. deren Gemische in Frage. Besonders gut geeignet sind aus Bakterienstämmen oder
Pilzen, wie Bacillus subtilis, Bacillus licheniformis, Streptomyces griseus und Humicola
insolens gewonnene enzymatische Wirkstoffe. Vorzugsweise werden Proteasen vom Subtilisin-Typ
und insbesondere Proteasen, die aus Bacillus lentus gewonnen werden, eingesetzt. Dabei
sind Enzymmischungen, beispielsweise aus Protease und Amylase oder Protease und Lipase
oder Protease und Cellulase oder aus Cellulase und Lipase oder aus Protease, Amylase
und Lipase oder Protease, Lipase und Cellulase, insbesondere jedoch Protease- und/oder
Lipase-haltige Mischungen von besonderem Interesse. Auch Peroxidasen oder Oxidasen
haben sich in einigen Fällen als geeignet erwiesen. Die Enzyme können an Trägerstoffen
adsorbiert und/oder in Hüllsubstanzen eingebettet sein, um sie gegen vorzeitige Zersetzung
zu schützen. Der Anteil der Enzyme, Enzymmischungen oder Enzymgranulate kann beispielsweise
etwa 0,1 bis 5 Gew.-%, vorzugsweise 0,1 bis etwa 2 Gew.-% betragen.
[0069] Als Stabilisatoren kommen die Salze von Polyphosphonsäuren, insbesondere 1-Hydroxyethan-1,1-diphosphonsäure
(HEDP), Diethylentriaminpentamethylenphosphonsäure (DETPMP) oder Ethylendiamintetramethylenphosphonsäure
in Betracht.
[0070] Die Mittel können auch weitere Enzymstabilisatoren enthalten. Beispielsweise können
0,5 bis 1 Gew.-% Natriumformiat eingesetzt werden. Möglich ist auch der Einsatz von
Proteasen, die mit löslichen Calciumsalzen und einem Calciumgehalt von vorzugsweise
etwa 1,2-Gew.-%, bezogen auf das Enzym, stabilisiert sind. Besonders vorteilhaft ist
jedoch der Einsatz von Borverbindungen, beispielsweise von Borsäure, Boroxid, Borax
und anderen Alkalimetallboraten wie den Salzen der Orthoborsäure (H
3BO
3), der Metaborsäure (HBO
2) und der Pyroborsäure (Tetraborsäure H
2B
4O
7).
[0071] Vergrauungsinhibitoren haben die Aufgabe, den von der Faser abgelösten Schmutz in
der Flotte suspendiert zu halten und so das Vergrauen zu verhindern. Hierzu sind wasserlösliche
Kolloide meist organischer Natur geeignet, beispielsweise die wasserlöslichen Salze
polymerer Carbonsäuren, Leim, Gelatine, Salze von Ethercarbonsäuren oder Ethersulfonsäuren
der Stärke oder der Cellulose oder Salze von sauren Schwefelsäureestern der Cellulose
oder der Stärke. Auch wasserlösliche, saure Gruppen enthaltende Polyamide sind für
diesen Zweck geeignet. Weiterhin lassen sich lösliche Stärkepräparate und andere als
die obengenannten Stärkeprodukte verwenden, z.B. abgebaute Stärke, Aldehydstärken
usw.. Auch Polyvinylpyrrolidon ist brauchbar. Bevorzugt werden jedoch Celluloseether,
wie Carboxymethylcellulose (Na-Salz), Methylcellulose, Hydroxyalkylcellulose und Mischether,
wie Methylhydroxyethylcellulose, Methylhydroxypropylcellulose, Methylcarboxymethylcellulose
und deren Gemische, sowie Polyvinylpyrrolidon beispielsweise in Mengen von 0,1 bis
5 Gew.-%, bezogen auf die Mittel, eingesetzt.
[0072] Die Mittel können als optische Aufheller Derivate der Diaminostilbendisulfonsäure
bzw. deren Alkalimetallsalze enthalten. Geeignet sind z.B. Salze der 4,4'-Bis(2-anilino-4-morpholino-1,3,5-triazinyl-6-amino)stilben-2,2'-disulfonsäure
oder gleichartig aufgebaute Verbindungen, die anstelle der Morpholino-Gruppe eine
Diethanolaminogruppe, eine Methylaminogruppe, eine Anilinogruppe oder eine 2-Methoxyethylaminogruppe
tragen. Weiterhin können Aufheller vom Typ der substituierten Diphenylstyryle anwesend
sein, z.B. die Alkalisalze des 4,4'-Bis(2-sulfostyryl)-diphenyls, 4,4'-Bis(4-chlor-3-sulfostyryl)-diphenyls,
oder 4-(4-Chlorstyryl)-4'-(2-sulfostyryl)-diphenyls. Auch Gemische der vorgenannten
Aufheller können verwendet werden.
Beispiele
Beispiel 1:
[0073] In einem 3-Liter-Mischer der Firma Lödige (Lödige FM) wurden 70 Gew.-Teile eines
sprühgetrockneten Granulats aus 80 Gew.-% eines Natriumsilikats mit dem Modul 2,4,
5 Gew.-% Natriumcarbonat und 15 Gew.-% Wasser mit 30 Gew.-Teilen einer wäßrigen Dispersion
aus 50 Gew.-% C
12-C
18-Alkohol mit 7 EO, 25 Gew.-% Wasser und 25 Gew.-% eines sprühgetrockneten silikatischen
Granulats der oben angegebenen Zusammensetzung vermischt. Es wurde 1 Minute nachgerührt.
Die Schüttdichte betrug 550 g/l. Das Rieselverhalten lag bei 67 % (Testmethode: siehe
unten).
[0074] Zum Vergleich wurden 70 Gew.-Teile des oben angegebenen granularen Silikats mit 15
Gew.-Teilen eines reinen C
12-C
18-Alkohols mit 7 EO vermischt. Anschließend sollte das Produkt mit 15 Gew.-Teilen einer
50 Gew.-%igen wäßrigen Lösung des sprühgetrockneten silikatischen Granulats vermischt
werden. Das vorgelegte silikatische Granulat war jedoch nach dem Vermischen mit dem
Niotensid allein nicht mehr rieselfähig (nicht meßbar!) und bereits so klebrig bis
breiförmig, daß eine weitere Beaufschlagung mit der wäßrigen Lösung nicht mehr durchgeführt
werden konnte.
Beispiel 2:
[0075] Beispiel 1 wurde mit 83 Gew.-Teilen eines sprühgetrockneten silikatischen Granulats
mit der in Beispiel 1 angegebenen Zusammensetzung mit 10 Gew.-Teilen einer wäßrigen
Dispersion aus 72 Gew.-% C
12-C
18-Alkohol mit 7 EO, 24 Gew.-% Wasser und 4 Gew.-% Natriumsulfat wiederholt. Anschließend
erfolgte eine Nachbehandlung mit 7 Gew.-Teilen einer 30 Gew.-%igen wäßrigen Lösung
von Sokalan CP5
(R) (copolymeres Natriumsalz der Acrylsäure und der Maleinsäure, Handelsprodukt der BASF,
Bundesrepublik Deutschland). Die Schüttdichte betrug 468 g/l. Das Rieselverhalten
lag bei 79 %.
[0076] Zum Vergleich wurden 83 Gew.-Teile des angegebenen sprühgetrockneten silikatischen
Granulats mit 10 Gew.-Teilen C
12-C
18-Alkohol mit 7 EO vermischt. Das silikatische Granulat war jedoch nach dem Vermischen
mit dem Niotensid allein nicht mehr rieselfähig (nicht meßbar!) und bereits so klebrig
bis breiförmig, daß eine weitere Beaufschlagung mit der wäßrigen Sokalan-Lösung nicht
mehr durchgeführt werden konnte.
[0077] Auch die Reduzierung der Menge an Niotensid, mit dem das silikatische Granulat vermischt
wurde, auf 7,2 Gew.-Teile führte zu einem nicht rieselfähigen Produkt, das ebenfalls
nicht weiter mit einer wäßrigen Lösung behandelt werden konnte.
Beispiel 3:
[0078] Der Austausch von C
12-C
18-Alkohol mit 7 EO durch C
12-C
18-Fettsäuremethylester mit 12 EO in den Beispielen 1 und 2 führte bezüglich des Rieselverhaltens
zu vergleichbaren Ergebnissen.
Methode für die Bestimmung des Rieselverhaltens
[0079] Zur Bestimmung des Rieselverhaltens wurden jeweils 1 Liter der gemäß den erfindungsgemäßen
Beispielen 1 bis 3 in einen an seiner Auslauföffnung zunächst verschlossenen Pulvertrichter
gefüllt und dann die Auslaufzeit der silikatischen Produkte im Vergleich zu trockenem
Seesand gemessen. Die Auslaufzeit des trockenen Seesands nach Freigabe der Auslauföffnung
(13 Sekunden) wurde auf 100 % gesetzt.
1. Verfahren zur Herstellung eines teilchenförmigen amorphen Alkalisilikats mit einem
Molverhältnis M
2O : SiO
2 (M = Alkalimetall) zwischen 1:1,5 und 1:3,3, wobei
a) ein wäßriger Ansatz, enthaltend als Aktivsubstanz im wesentlichen ein amorphes
Alkalisilikat der angegebenen Zusammensetzung, sprühgetrocknet wird, dadurch gekennzeichnet,
daß anschließend
b) mit einer wäßrigen Dispersion von Inhaltsstoffen von Wasch- oder Reinigungsmitteln
imprägniert, wobei mindestens ein organischer Inhaltsstoff von Wasch- oder Reinigungsmitteln
in Wasser oder einer wäßrigen Lösung dispergiert vorliegt, sowie
c) gegebenenfalls getrocknet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein wäßriger Ansatz hergestellt
wird, der keine Alkalicarbonate oder Alkalicarbonate nur in Gewichtsverhältnissen
Alkalisilikat (bezogen auf wasserfreie Aktivsubstanz) : Alkalicarbonat von 3:1 bis
20:1 enthält.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein sprühgetrocknetes
silikatisches Compound (a) hergestellt wird, welches 55 bis 95 Gew.-%, vorzugsweise
60 bis 90 Gew.-% Alkalisilikat (bezogen auf wasserfreie Aktivsubstanz), 0 bis 15 Gew.-%,
vorzugsweise 2 bis 10 Gew.-% Alkalicarbonat sowie 5 bis 22 Gew.-%, vorzugsweise 10
bis 20 Gew.-% und insbesondere mindestens 15 Gew.-% Wasser enthält.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in den sprühzutrocknenden
Ansatz weitere Inhaltsstoffe, insbesondere Inhaltsstoffe von Wasch- oder Reinigungsmitteln
eingearbeitet werden, wobei ihr Gehalt, bezogen auf das sprühgetrocknete silikatische
Produkt der Verfahrensstufe (a), vorzugsweise 0,5 bis 20 Gew.-% beträgt.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß in dem sprühzutrocknenden
Ansatz Aniontenside und/oder organische Cobuilder, vorzugsweise in Mengen von 1 bis
15 Gew.-%, bezogen auf das sprühgetrocknete silikatische Produkt der Verfahrensstufe
(a), eingesetzt werden.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die sprühgetrockneten
silikatischen Produkte mit einer wäßrigen Dispersion von Inhaltsstoffen von Wasch-
oder Reinigungsmitteln in Mengen von 3 bis 40 Gew.-% und insbesondere von 5 bis 35
Gew.-%, jeweils bezogen auf das imprägnierte und ggf. noch abschließend getrocknete
silikatische Produkt, imprägniert werden.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß als wäßrige
Dispersion eine Emulsion aus einem oder mehreren nichtionischen Tensiden und Wasser
oder einer wäßrigen Lösung eines oder mehrerer anorganischer Salze eingesetzt wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß als wäßrige
Lösung in der Dispersion Salzlösungen von Silikaten, Carbonaten, Bicarbonaten und/oder
Sulfaten eingesetzt werden.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß in der wäßrigen
Dispersion eine Lösung aus dem sprühgetrockneten Produkt (a) in Wasser, vorzugsweise
in Mengen von 10 bis 40 Gew.-% und insbesondere in Mengen von 15 bis 35 Gew.-%, jeweils
bezogen auf die gesamte Dispersion, eingesetzt wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß als organischer
Dispersionsbestandteil ethoxylierte oder ethoxylierte und propoxylierte Fettsäurealkylester
allein oder in Kombination mit anderen nicht wasserlöslichen organischen Bestandteilen
eingesetzt wird.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß in der wäßrigen Dispersion
als anorganischer Bestandteil keine Salzlösungen, sondern nur Wasser eingesetzt wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß ein sprühgetrocknetes
silikatisches Produkt (a) und mindestens ein weiteres festes, pulverförmiges oder
granulares Produkt, welches ein einzelner Rohstoff oder ein Compound aus mindestens
2 verschiedenen Rohstoffen ist, gemeinsam im Verfahrensschritt (b) imprägniert werden.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß als weiteres Compound ein
Compound, welches Alkalicarbonat und organische Cobuilder enthält, eingesetzt wird.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß 60 bis 85
Gew.-Teile eines sprühgetrockneten silikatischen Produkts (a) zunächst mit 5 bis 38
Gew.-Teilen einer wäßrigen Dispersion (b) imprägniert und anschließend mit 2 bis 15
Gew.-Teilen einer weiteren flüssigen Zubereitungsform, vorzugsweise einer wäßrigen
Lösung von organischen Cobuildern, nachbehandelt wird.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß eine abschließende
Trocknung durchgeführt wird, falls der Wassergehalt nach den ersten beiden Verfahrensschritten
sowie der gegebenenfalls durchgeführten weiteren Nachbehandlung als Summe aus dem
sprühgetrockneten Silikat, der wäßrigen Dispersion und gegebenenfalls der wäßrigen
Zubereitungsform aus der Nachbehandlung oberhalb von 22 Gew.-%, vorzugsweise oberhalb
von 20 Gew.-% liegt.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß das silikatische
Produkt, das nach dem Verfahrensschritt (b), einer weiteren Nachbehandlung oder (c)
erhalten wird, zur weiteren Erhöhung der Schüttdichte mit feinteiligen Trockenpulvern
nachbehandelt wird.
1. A process for the production of a particulate amorphous alkali metal silicate with
a molar ratio of M
2O to SiO
2 (M = alkali metal) of 1:1.5 to 1:3.3,
a) an aqueous mixture essentially containing an amorphous alkali metal silicate with
the composition indicated above as active substance being spray-dried
characterized in that
b) the spray-dried mixture is subsequently impregnated with an aqueous dispersion
of ingredients of detergents or cleaners, at least one organic ingredient of detergents
or cleaners being present in the form of a dispersion in water or an aqueous solution,
and
c) is optionally dried.
2. A process as claimed in claim 1, characterized in that an aqueous mixture which contains
no alkali metal carbonates or which only contains alkali metal carbonates in ratios
by weight of alkali metal silicate (expressed as water-free active substance) to alkali
metal carbonate of 3:1 to 20:1 is prepared.
3. A process as claimed in claim 1 or 2, characterized in that a spray-dried silicate-containing
compound (a) containing 55 to 95% by weight and preferably 60 to 90% by weight of
alkali metal silicate (expressed as water-free active substance), 0 to 15% by weight
and preferably 2 to 10% by weight of alkali metal carbonate and 5 to 22% by weight,
preferably 10 to 20% by weight and more particularly at least 15% by weight of water
is prepared.
4. A process as claimed in any of claims 1 to 3, characterized in that other ingredients,
particularly ingredients of detergents or cleaners, are incorporated in the mixture
to be spray dried, their content - based on the spray-dried silicate-containing product
of step (a) - preferably being from 0.5 to 20% by weight.
5. A process as claimed in any of claims 1 to 4, characterized in that anionic surfactants
and/or organic co-builders are used in the mixture to be spray dried, preferably in
quantities of 1 to 15% by weight, based on the spray-dried silicate-containing product
of step (a).
6. A process as claimed in any of claims 1 to 5, characterized in that the spray-dried
silicate-containing products are impregnated with an aqueous dispersion of ingredients
of detergents or cleaners in quantities of 3 to 40% by weight and, more particularly,
5 to 35% by weight, based on the impregnated and optionally dried silicate-containing
product.
7. A process as claimed in any of claims 1 to 6, characterized in that an emulsion of
one or more nonionic surfactants and water or an aqueous solution of one or more inorganic
salts is used as the aqueous dispersion.
8. A process as claimed in any of claims 1 to 7, characterized in that salt solutions
of silicates, carbonates, bicarbonates and/or sulfates are used as the aqueous solution
in the dispersion.
9. A process as claimed in any of claims 1 to 8, characterized in that a solution of
the spray-dried product (a) in water is used in the aqueous dispersion, preferably
in quantities of 10 to 40% by weight and more particularly in quantities of 15 to
35% by weight, based on the dispersion as a whole.
10. A process as claimed in any of claims 1 to 9, characterized in that ethoxylated or
ethoxylated and propoxylated fatty acid alkyl esters are used on their own or in combination
with other water-insoluble organic components as the organic dispersion component.
11. A process as claimed in claim 10, characterized in that water only and not a salt
solution is used as an inorganic component in the aqueous dispersion.
12. A process as claimed in any of claims 1 to 11, characterized in that a spray-dried
silicate-containing product (a) and at least one other solid, powder-form or granular
product, which is a single raw material or a compound of at least two different raw
materials, are impregnated together in step (b) of the process.
13. A process as claimed in claim 12, characterized in that a compound containing alkali
metal carbonate and organic co-builders is used as the other compound.
14. A process as claimed in any of claims 1 to 13, characterized in that 60 to 85 parts
by weight of a spray-dried silicate-containing product (a) are first impregnated with
5 to 38 parts by weight of an aqueous dispersion (b) and then aftertreated with 2
to 15 parts by weight of another liquid preparation, preferably an aqueous solution
of organic co-builders.
15. A process as claimed in any of claims 1 to 14, characterized in that a concluding
drying step is carried out if the water content after the first two steps of the process
and the optional aftertreatment (expressed as the total water content of the spray-dried
silicate, the aqueous dispersion and optionally the aqueous preparation from the aftertreatment)
is above 22% by weight and preferably above 20% by weight.
16. A process as claimed in any of claims 1 to 15, characterized in that the silicate-containing
product obtained after step (b), another aftertreatment or step (c) of the process
is aftertreated with fine-particle dried powders in order further to increase its
bulk density.
1. Procédé pour la préparation d'un silicate alcalin amorphe particulaire ayant un rapport
molaire M
2O:SiO
2 (M = métal alcalin) compris entre 1:1,5 et 1:3,3, dans lequel
a) une charge aqueuse de départ, contenant essentiellement comme substance active
un silicate alcalin amorphe de la composition indiquée, est séchée par atomisation,
caractérisé en ce que
cette charge est ensuite
b) imprégnée avec une dispersion aqueuse de composants de produits de lavage ou de
nettoyage, au moins un composant organique de produits de lavage ou de nettoyage étant
dispersé dans de l'eau ou dans une solution aqueuse, et
c) éventuellement séchée.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce qu'
on prépare une charge aqueuse de départ qui ne contient pas de carbonates alcalins
ou ne contient des carbonates alcalins qu'en rapports en poids silicate alcalin (sur
la base de la substance active anhydre) : carbonate alcalin de 3:1 à 20:1.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce qu'
on prépare un mélange (a) de type silicate séché par atomisation, qui contient 55
à 95 % en poids, de préférence 60 à 90 % en poids, de silicate alcalin (sur la base
de la substance active anhydre), 0 à 15 % en poids, de préférence 2 à 10 % en poids,
de carbonate alcalin, ainsi que 5 à 22 % en poids, de préférence 10 à 20 % en poids,
et en particulier au moins 15 % en poids d'eau.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce qu'
on incorpore dans le mélange à sécher par atomisation d'autres composants, en particulier
des composants de produits de lavage ou de nettoyage, leur teneur, par rapport au
produit de type silicate séché par atomisation de l'étape (a) du procédé, allant de
préférence de 0,5 à 20 % en poids.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce qu'
on utilise dans la charge de départ à sécher par atomisation des tensioactifs anioniques
et/ou des co-adjuvants actifs organiques de détergence, de préférence en proportions
de 1 à 15 % en poids, par rapport au produit de type silicate séché par atomisation
de l'étape (a) du procédé.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que
les produits de type silicate séchés par atomisation sont imprégnés avec une dispersion
aqueuse de composants de produits de lavage ou de nettoyage en proportions de 3 à
40 % en poids, et en particulier de 5 à 35 % en poids, dans chaque cas par rapport
au produit de type silicate imprégné et éventuellement enfin séché.
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce qu'
on utilise en tant que dispersion aqueuse une émulsion à base d'un ou plusieurs tensioactifs
non ioniques et d'eau ou d'une solution d'un ou plusieurs sels minéraux.
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 7,
caractérisé en ce qu'
en tant que solution aqueuse dans la dispersion, on utilise des solutions de sels
qui sont des silicates, carbonates, bicarbonates et/ou sulfates.
9. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 8,
caractérisé en ce qu'
on utilise dans la dispersion aqueuse une solution du produit (a) séché par atomisation,
dans de l'eau, de préférence en proportions de 10 à 40 % en poids, et en particulier
en proportions de 15 à 35 % en poids, dans chaque cas par rapport à la dispersion
totale.
10. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 9,
caractérisé en ce qu'
en tant que composant organique de dispersion on utilise des esters alkyliques d'acides
gras oxyéthylés ou oxyéthylés et oxypropylés, seuls ou en association avec d'autres
composants organiques insolubles dans l'eau.
11. Procédé selon la revendication 10,
caractérisé en ce que
comme composant minéral dans la dispersion aqueuse, on n'utilise pas de solutions
de sels mais seulement de l'eau.
12. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 11,
caractérisé en ce qu'
on imprègne conjointement dans l'étape (b) du procédé un produit de type silicate
(a) séché par atomisation et au moins un autre produit solide, pulvérulent ou granulaire,
qui est une matière première brute individuelle ou un mélange d'au moins deux matières
premières différentes.
13. Procédé selon la revendication 12,
caractérisé en ce qu'
on utilise comme autre mélange un mélange qui contient un carbonate alcalin et un
co-adjuvant actif organique de détergence.
14. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 13,
caractérisé en ce que
60 à 85 parties en poids d'un produit de type silicate (a) séché par atomisation sont
d'abord imprégnées avec 5 à 38 parties en poids d'une dispersion aqueuse (b) et ensuite
post-traitées par 2 à 15 parties en poids d'une autre forme de préparation liquide,
de préférence une solution aqueuse de co-adjuvants actifs organiques de détergence:
15. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 14,
caractérisé en ce qu'
on effectue un séchage final si la teneur en eau, après les deux premières étapes
de processus ainsi que l'autre post-traitement éventuellement effectué, en tant que
somme du silicate séché par atomisation, de la dispersion aqueuse et éventuellement
de la forme de préparation aqueuse provenant du post-traitement, est supérieure à
22 % en poids, de préférence supérieure à 20 % en poids.
16. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 15,
caractérisé en ce que
le produit de type silicate qui est obtenu après l'étape (b) du procédé, un autre
post-traitement ou (c), est post-traité par des poudres sèches finement divisées,
pour augmenter encore la densité apparente.