[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Saugvorrichtung für eine Papiermaschine,
mit einem Anlageabschnitt, zur Anlage an einem Bahnabschnitt der Papiermaschine und
mit einem Saugkasten, an den ein Unterdruck anlegbar ist, um den Bahnabschnitt zu
entwässern.
[0002] Die Erfindung betrifft ferner eine Pressenpartie einer Papiermaschine, mit wenigstens
einer Gewebebahn, in die Feuchtigkeit aus einer herzustellenden Papierbahn gepreßt
wird, wobei eine Saugvorrichtung an einem Bahnabschnitt der Gewebebahn angeordnet
ist, um die Gewebebahn anschließend zu entwässern.
[0003] Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zum Besaugen eines Bahnabschnittes einer
Papiermaschine, mit den Schritten:
- Anordnen eines Anlageabschnittes einer Saugvorrichtung an dem Bahnabschnitt,
- Anlegen eines Unterdruckes an die Saugvorrichtung, um den Bahnabschnitt zu besaugen
und
- Anfahren der Papiermaschine, so daß der Bahnabschnitt an dem Anlageabschnitt entlang
geführt wird, wobei die Bahn durch Unterdruck an den Anlageabschnitt angedrückt wird.
[0004] Eine derartige Saugvorrichtung und Pressenpartie sowie ein derartiges Verfahren zum
Besaugen eines Bahnabschnittes ist beispielweise aus US-A-3 420 736 bekannt.
[0005] Saugvorrichtungen werden in Papiermaschinen hauptsächlich dazu eingesetzt, Gewebebahnen
der Papiermaschine mit oder ohne aufliegender Papierbahn zu besaugen, um die Gewebebahn
und/oder die Papierbahn zu entfeuchten. Sie werden aber auch eingesetzt, um die Papierbahn
von einer anderen Gewebebahn zu übernehmen.
[0006] Unter einer Gewebebahn soll im vorliegenden Zusammenhang typischerweise eine Filzbahn
verstanden werden. Der Begriff soll jedoch auch Formier- und Trockensiebe umfassen.
[0007] Durch den an die Saugvorrichtung angelegten Unterdruck wird zwischen einem Anlageabschnitt
der Saugvorrichtung und der Gewebebahn eine Normalkraft erzeugt, die zu einer vergleichsweise
starken Reibung zwischen der Gewebebahn und dem Anlageabschnitt führt. Diese Reibung
bringt naturgemäß einen hohen Verschleiß der Gewebebahn und des Anlageabschnittes
mit sich.
[0008] Zur Verringerung der Reibung ist es bekannt, die Saugvorrichtung an Filzen in Pressenpartien
gegenüber der geraden Walzenverbindung geringfügig zurückzusetzen. Bei dieser bekannten
Saugvorrichtung wird jedoch beim Anfahren Luft angesaugt, so daß der Filz von Hand
an die Saugvorrichtung angelegt werden muß. Durch die Auslenkung des Gewebebahnabschnittes
gegenüber der geraden Walzenverbindung wird eine gegen die oben beschriebene Normalkraft
wirkende Kraft erzeugt, so daß die Reibung verringert ist.
[0009] Das Anlegen des Bahnabschnittes von Hand ist jedoch mühsam und aufgrund des Einsatzes
von Fachpersonal kostenintensiv.
[0010] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Saugvorrichtung für eine
Papiermaschine, eine Pressenpartie einer Papiermaschine sowie ein Verfahren zum Besaugen
eines Bahnabschnittes einer Papiermaschine anzugeben, wobei die Reibung zwischen einem
Anlageabschnitt an der Saugvorrichtung und dem Bahnabschnitt verringert ist, ohne
hierzu Fachpersonal einsetzen zu müssen.
[0011] Diese Aufgabe wird bei der eingangs erwähnten Saugvorrichtung dadurch gelöst, daß
die Saugvorrichtung eine Steuereinrichtung und einen von der Steuereinrichtung derart
angesteuerten Entlastungsmechanismus aufweist, daß die Saugvorrichtung im Betrieb
bei angelegtem Unterdruck gegenüber dem Bahnabschnitt entlastet ist, so daß die Reibung
zwischen dem Bahnabschnitt und dem Anlageabschnitt verringert ist. Bei der oben erwähnten
Pressenpartie wird die Aufgabe durch die Verwendung der erfindungsgemäßen Saugvorrichtung
gelöst.
[0012] Bei dem oben erwähnten Verfahren zum Besaugen eines Bahnabschnittes einer Papiermaschine
wird die Aufgabe durch den Schritt gelöst, die Saugvorrichtung mit oder nach dem Anlegen
des Unterdruckes gegenüber dem Bahnabschnitt zu entlasten, so daß der Bahnabschnitt
mit einer verringerten Reibung an dem Anlageabschnitt entlanggeführt wird, ohne daß
sie der Bahnabschnitt von dem Anlageabschnitt löst.
[0013] Die Aufgabe wird somit vollkommen gelöst.
[0014] Durch die Maßnahme, die Saugvorrichtung gegenüber dem Bahnabschitt erst dann zu entlasten,
wenn ein Unterdruck an dieser Vorrichtung angelegt ist, wird die Reibung verringert,
ohne daß es notwendig ist, den Bahnabschnitt von Hand gegen den Anlageabschnitt der
Saugvorrichtung zu drücken. Unter einem Entlastungsmechanismus soll in diesem Zusammenhang
jede Art von Mechanismus verstanden werden, der es gestattet, die durch den Unterdruck
hervorgerufene Normalkraft zwischen Anlageabschnitt und Bahnabschnitt zu verringern,
so daß sich auch die Reibung verringert. Der Entlastungsmechanismus ist mit anderen
Worten ein Mechanismus, der eine dieser Normalkraft entgegengesetzte Kraft erzeugt.
Es versteht sich, daß die Steuereinrichtung zur Ansteuerung des Entlastungsmechanismus
Teil der übergeordneten Papiermaschinensteuerung sein kann. Unter einer Steuereinrichtung
soll im vorliegenden Zusammenhang jede Art von Einrichtung verstanden werden, die
die Steuerung ermöglicht, die Normalkraft zwischen Anlageabschnitt und Bahnabschnitt
erst dann zu verringern, wenn bereits ein Unterdruck an die Saugvorrichtung angelegt
ist, wenn also nicht mehr die Möglichkeit besteht, daß sich der Bahnabschnitt wieder
von dem Anlageabschnitt löst. Hierdurch kann sicher vermieden werden, daß die Saugvorrichtung
Luft ansaugt und ihre bestimmungsgemäße Funktion nicht mehr ausüben kann. Durch die
geringere Reibung ist zum Antreiben der Papiermaschine eine geringere Leistung erforderlich.
[0015] Vorzugsweise wirkt der Entlastungsmechanismus auf die Saugvorrichtung kraftgesteuert,
um diese gegenüber dem Bahnabschnitt zu entlasten.
[0016] Hierdurch wird erreicht, daß die durch den Entlastungsmechanismus erzeugte, gegen
die Normalkraft wirkende Kraft direkt eingestellt werden kann. Der Bahnabschnitt löst
sich von dem Anlageabschnitt bei Unterschreiten einer bestimmten Differenz zwischen
der Normalkraft und der durch den Entlastungsmechanismus erzeugten Kraft. Da bei dieser
Ausführungsform diese Differenz direkt einstellbar ist, kann die Differenz zwischen
der Normalkraft und der durch den Entlastungsmechanismus erzeugten Kraft maximiert
werden. Hierdurch wird einerseits eine sehr geringe Reibung erreicht. Andererseits
kann sicher ausgeschlossen werden, daß sich der Bahnabschnitt von dem Anlageabschnitt
löst.
[0017] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist der Entlastungsmechanismus als
Verstellmechanismus für die Saugvorrichtung ausgebildet, wobei die Steuereinrichtung
den Verstellmechanismus im Betrieb bei angelegtem Unterdruck so ansteuert, daß die
Saugvorrichtung gegenüber dem Bahnabschnitt um einen solchen Betrag abgehoben ist,
daß die Reibkraft zwischen dem Anlageabschnitt und dem Bahnabschnitt verringert ist,
ohne daß sich der Bahnabschnitt von dem Anlageabschnitt löst.
[0018] Bei dieser Ausführungsform erfolgt die Erzeugung der gegen die Normalkraft gerichteten
Kraft dadurch, daß die Saugvorrichtung durch den Verstellmechanismus gegenüber dem
Bahnabschnitt bei gerader Walzenverbindung abgehoben wird.
[0019] Vorzugsweise ist der Verstellmechanismus durch einen Mechanismus gebildet, mittels
dessen die Saugvorrichtung zu Wartungszwecken von dem Bahnabschnitt abhebbar ist.
[0020] Derartige Wartungsmechanismen sind bekannt und dienen dazu, die Saugvorrichtung gegenüber
dem Bahnabschnitt abzuheben, um die Saugvorrichtung warten oder reinigen zu können.
Durch die Verwendung dieses Mechanismus für den Verstellmechanismus kann die Papiermaschine
sehr viel kompakter gebaut werden, da kein zusätzlicher Mechanismus eingebaut werden
muß. Es ist allein notwendig, die Steuereinrichtung mit dem bereits vorhandenen Wartungsmechanismus
so zu koppeln, daß der Wartungsmechanismus im Betrieb bei angelegtem Unterdruck um
einen bestimmten Betrag abgehoben wird, um die Reibung zwischen dem Bahnabschnitt
und dem Anlageabschnitt zu verringern.
[0021] Es ist weiterhin von Vorzug, wenn der Verstellmechanismus in der abgehobenen Stellung
verrastbar oder selbsthaltend ist.
[0022] Durch diese Maßnahme wird vermieden, während des gesamten Betriebs dem Verstellmechanismus
Leistung zuzuführen. Der Energieverbrauch der Papiermaschine kann hierdurch gesenkt
werden. Besonders bevorzugt ist die Verwendung eines Spindelmechanismus für den Verstellmechanismus,
da ein Spindelmechanismus einerseits besonders gut ansteuerbar ist, beispielsweise
durch einen Elektromotor, und da ein Spindelmechanismus andererseits selbsthaltend
ist. Alternativ ist es auch möglich, für den Verstellmechanismus eine hydraulische
oder pneumatische Kolben/Zylinderanordnung vorzusehen. In diesem Fall könnte die Verrastung
in der abgehobenen Stellung durch das Umlegen eines Ventils erfolgen.
[0023] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform greift der Verstellmechanismus zu
beiden Seiten des Bahnabschnittes an der Saugvorrichtung an, wobei der Anlageabschnitt
mit einer konkaven Bombierung versehen ist.
[0024] Durch die konkave Bombierung wird die konvexe Durchbiegung ausgeglichen, die dadurch
erzeugt wird, daß der Verstellmechanismus zu beiden Seiten des Bahnabschnittes an
der Saugvorrichtung angreift, die durch den Unterdruck erzeugte Normalkraft jedoch
im Bereich des Bahnabschnittes wirkt.
[0025] Vorzugsweise steuert die Steuereinrichtung den Entlastungsmechanismus in Abhängigkeit
von Betriebsparametern der Papiermaschine an.
[0026] Diese Betriebsparameter können sein die Gewebebahnspannung, der Differenzdruck an
der Saugvorrichtung, die Gewebebahnart, die Gewebebahnlaufzeit, die Saugvorrichtungslänge,
um nur einige Beispiele zu nennen.
[0027] Vorzugsweise weist der Entlastungsmechanismus eine druckangetriebene Balgenanordnung
auf.
[0028] Durch diese Maßnahme ist es nicht notwendig, für den Entlastungsmechanismus eine
eigene Antriebsquelle vorzusehen, da für die Saugvorrichtung ohnehin ein Unterdruck
bereitgestellt wird.
[0029] Dabei ist es bevorzugt, wenn die Balgenänordnung auf der dem Anlageabschnitt abgewandten
Seite an der Saugvorrichtung angreift und wenn die Balgenanordnung durch den Unterdruck
angetrieben wird, der an der Saugvorrichtung angelegt ist.
[0030] Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß die Balgenanordnung die Saugvorrichtung mit einer
um so größeren Kraft von dem Bahnabschnitt abhebt, um so größer der angelegte Unterdruck
ist.
[0031] Es ist weiterhin von Vorzug, wenn die Balgenanordnung eine Reihe von Einzelbalgen
aufweist, die quer zur Bahnlaufrichtung verteilt angeordnet sind.
[0032] Hierdurch wird die durch die Balgenanordnung auf die Saugvorrichtung ausgeübte Kraft
gleichmäßig über die Länge der Saugvorrichtung verteilt. Daher wird vermieden, daß
sich die Saugvorrichtung quer zur Bahnlaufrichtung durchbiegt, so daß eine über die
Breite des Bahnabschnittes gleichmäßige Saugleistung erzielt wird.
[0033] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist der Anlageabschnitt zwei Saugerleisten
auf, zwischen denen eine Saugöffnung ausgebildet ist, wobei die Saugerleisten um einen
Winkel zueinander geneigt sind.
[0034] Durch das Anheben der Saugvorrichtung von dem Bahnabschnitt ist der zur Saugvorrichtung
hinführende Teil des Bahnabschnittes gegenüber dem von der Saugvorrichtung wegführenden
Teil stumpfwinklig geneigt. Durch die Maßnahme, die Saugerleisten um einen entsprechenden
Winkel zueinander zu neigen, liegen die entsprechenden Teile des Bahnabschnittes jeweils
großflächig an den Saugerleisten an, so daß sich die durch den Unterdruck erzeugte
Normalkraft auf eine größere Fläche verteilt, was insgesamt zu weniger Reibung führt.
[0035] Es ist weiterhin von Vorzug, wenn der Anlageabschnitt zwei Saugerleisten aufweist,
zwischen denen eine Saugöffnung ausgebildet ist, und wenn die Saugerleisten an ihren
Außenkanten abgerundet sind.
[0036] Insbesondere bei zueinander um einen Winkel geneigten Saugerleisten ist dies von
Vorteil, da die Saugerleisten im nicht abgehobenen Zustand mit ihren Außenkanten an
dem Bahnabschnitt angreifen. Durch das Abrunden der Außenkanten wird die Gefahr von
Beschädigungen des Bahnabschnittes vermieden.
[0037] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist der Anlageabschnitt zwei Saugerleisten
auf, zwischen denen eine Saugöffnung ausgebildet ist, wobei die Saugerleisten in Bezug
auf den Bahnabschnitt konkav gewölbt sind.
[0038] Hierdurch ist es möglich, die Saugvorrichtung direkt einem Bahnabschnitt zuzuordnen,
der eine Walze der Papiermaschine umschlingt. Die konkave Wölbung ist dabei vorzugsweise
an den Radius der Walze angepaßt.
[0039] Es versteht sich, daß die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden
Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen
Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden
Erfindung zu verlassen.
[0040] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden in
der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Seitenansicht eines Ausschnittes aus einer Pressenpartie einer Papiermaschine
mit einer erfindungsgemäßen Saugvorrichtung;
- Fig. 2
- eine Ausführungsform der Saugvorrichtung von Fig. 1 in einer nicht gegenüber dem Bahnabschnitt
abgehobenen Stellung;
- Fig. 3
- die Saugvorrichtung von Fig. 2 in einer gegenüber dem Bahnabschnitt abgehobenen Stellung;
- Fig. 4
- eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Saugvorrichtung;
- Fig. 5
- eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Saugvorrichtung zur Verwendung
an einem Bahnabschnitt an einer Walze;
- Fig. 6
- eine Draufsicht auf eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Saugvorrichtung;
- Fig. 7
- eine weitere alternative Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Saugvorrichtung;
und
- Fig. 8
- eine weitere alternative Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Saugvorrichtung.
[0041] In Fig. 1 ist ein Ausschnitt aus einer Pressenpartie einer Papiermaschine generell
mit der Bezugsziffer 10 bezeichnet.
[0042] In diesem Abschnitt der Pressenpartie wird eine Papierbahn 12 zwischen einem Unterfilz
14 und einem Oberfilz 16 in einen Preßspalt 18 geführt, der durch zwei Preßwalzen
20, 22 gebildet wird.
[0043] Die Papierbahn 12 läuft auf dem Unterfilz 14 in den Preßspalt 18 ein. Der Oberfilz
16 ist um eine Reihe von Filzleitwalzen 24 geführt. In dem Preßspalt 18 wird mittels
der Preßwalzen 20, 22 in der Papierbahn vorhandene Feuchtigkeit in die Filze 14, 16
gedrückt. Zur Entwässerung des Oberfilzes 16 wird der Oberfilz 16 um zwei dem Preßspalt
18 nachgeordnete Filzleitwalzen 24 geführt, zwischen denen eine Saugvorrichtung angeordnet
ist, die generell mit der Bezugsziffer 30 angegeben ist.
[0044] Die Saugvorrichtung 30 weist einen Anlageabschnitt 34 zur Anlage an dem zwischen
den zwei Filzleitwalzen 24 gebildeten Bahnabschnitt 32 des Oberfilzes 16 und einen
Saugkasten 36 auf, an den ein Unterdruck anlegbar ist.
[0045] Die Saugvorrichtung 30 kann, was den Anlageabschnitt 34 und den Saugkasten 36 angeht,
von einer herkömmlichen Bauart sein, so daß auf eine detaillierte Beschreibung vorliegend
verzichtet wird.
[0046] Im Gegensatz zu herkömmlichen Saugvorrichtungen ist ein Entlastungsmechanismus 38
vorgesehen, der von einer Steuereinrichtung 40 angesteuert wird.
[0047] Der Entlastungsmechanismus 38 wirkt im allgemeinsten Fall so, daß er auf die Anordnung
aus Saugkasten 36 und Anlageabschnitt 34 eine Kraft aufbringt. Die durch den Entlastungsmechanismus
38 erzeugte Kraft wirkt gegen eine Normalkraft, die durch den an den Saugkasten 36
angelegten Unterdruck erzeugt wird und die den Bahnabschnitt 32 gegen den Anlageabschnitt
34 preßt. Durch die von dem Entlastungsmechanismus 38 erzeugte Gegenkraft ergibt sich
eine geringere resultierende Kraft, die zwischen Bahnabschnitt 32 und Anlageabschnitt
34 wirkt, so daß die Reibung zwischen diesen beiden Teilen vermindert ist. Durch diese
Entlastung der Saugvorrichtung 30 gegenüber dem Bahnabschnitt 32 wird daher der Verschleiß
sowohl an dem Filz 16 als auch an dem Anlageabschnitt 34 verringert.
[0048] Entscheidend ist, wie gesagt, daß durch den Entlastungsmechanismus 38 eine der durch
den Unterdruck erzeugten Normalkraft entgegenwirkende Kraft erzeugt wird. In der Regel
ist es hierzu notwendig, die Saugvorrichtung 30 gegenüber dem Bahnabschnitt 32 anzuheben.
Das Anheben kann dabei senkrecht zur Bahnlaufrichtung oder schräg zu dieser erfolgen.
Es kann jedoch auch möglich sein, die Saugvorrichtung 30 gegenüber dem Bahnabschnitt
32 durch Aufbringen beispielsweise einer Kolbenkraft zu entlasten, wobei die Saugvorrichtung
30 nicht nennenswert gegenüber dem Bahnabschnitt 32 angehoben wird.
[0049] In Fig. 1 ist weiterhin ein Sensor 42 für die Bahnspannung angedeutet, der mit der
Steuereinrichtung 40 verbunden ist. Bei dieser Konfiguration ist es möglich, die Entlastung
der Saugvorrichtung 30 gegenüber dem Bahnabschnitt 32 in Abhängigkeit von der Bahnspannung
zu regeln. Darüber hinaus ist es auch möglich, die Funktion des Entlastungsmechanismus
38 in Abhängigkeit von anderen Betriebsparametern einzustellen oder zu regeln. Diese
Betriebsparameter können beispielsweise sein: die verwendete Filzart, die Filzlaufzeit,
die Saugvorrichtungslänge, der Differenzdruck an der Saugvorrichtung.
[0050] Die Steuereinrichtung 40 kann als separate, dezentrale Steuerungseinrichtung oder
als Teil eines zentralen, nicht dargestellten Papiermaschinensteuerungssystems vorgesehen
sein.
[0051] In den Figuren 2 und 3 ist eine Ausführungsform der Erfindung dargestellt, bei der
der Entlastungsmechanismus 38 als Verstellmechanismus 44 ausgebildet ist. Der Verstellmechanismus
44 weist einen Hebel 46 auf, der an einem Drehpunkt 48 an der feststehenden Stuhlung
der Papiermaschine schwenkbar gelagert ist. Ein mittlerer Teil des Hebels 46 ist über
einen Drehpunkt 52 mit dem Saugkasten 36 verbunden. Das freie Ende des Hebels 46 ist
mit einem Antrieb 54 gekoppelt, mittels dessen der Hebel um den Drehpunkt 48 herum
verschwenkt werden kann. Der Antrieb 54 ist mit der (in Fig. 2 und 3 nicht dargestellten)
Steuereinrichtung 40 verbunden.
[0052] Vor dem Anlegen eines Unterdruckes an den Saugkasten 36 der Saugvorrichtung 30 befindet
sich der Hebel 46 in einer solchen Stellung, daß der Anlageabschnitt 34 an dem eine
gerade Walzenverbindung bildenden Bahnabschnitt 32 anliegt. Mit oder nach dem Anlegen
des Unterdruckes wird der Hebel 46 um einen Winkel 56 verschwenkt, wobei er die Saugvorrichtung
30 mitnimmt. Durch den Unterdruck löst sich der Bahnabschnitt 32 nicht von dem Anlageabschnitt
34, so daß der Bahnabschnitt 32 im Ergebnis um einen Betrag 58 ausgelenkt wird. Die
durch die Auslenkung des Bahnabschnittes 32 hervorgerufene Zugspannung erzeugt eine
Kraft 60, die gegen die von dem Unterdruck erzeugte Normalkraft wirkt, mit der der
Bahnabschnitt 32 gegen den Anlageabschnitt 34 gepreßt wird. Somit ergibt sich zwischen
dem Bahnabschnitt 32 und dem Anlageabschnitt 34 eine geringere Reibung, was insgesamt
zu einem geringeren Verschleiß und zu einem geringeren Leistungsverbrauch der Papiermaschine
führt.
[0053] Der durch den Hebel 46 gebildete Teil des Verstellmechanismus 44 kann Teil eines
herkömmlichen, bei vielen Papiermaschinen ohnehin vorhandenen Wartungsmechanismus
sein, mittels dessen die Saugvorrichtung zu Wartungs- oder Reinigungszwecken bei Stillstand
der Papiermaschine 10 von dem Bahnabschnitt 32 abgehoben werden kann. In diesem Fall
muß zur Realisierung des Verstellmechanismus 44 lediglich ein Antrieb 54 mit einer
geeignet programmierten Steuereinrichtung 40 vorgesehen werden.
[0054] In Fig. 4 ist eine weitere Ausführungsform einer Saugvorrichtung 64 gezeigt. Der
Entlastungsmechanismus 38 ist in Fig. 4 lediglich schematisch angedeutet.
[0055] Die Saugvorrichtung 64 weist zwei in Bahnlaufrichtung versetzt angeordnete Saugerleisten
66, 68 auf, zwischen denen eine Saugöffnung 69 ausgebildet ist. Die Saugerleisten
66, 68 sind unter einem Winkel 70 gegeneinander geneigt. Die Außenkanten 72 der Saugerleisten
66, 68 sind jeweils abgerundet.
[0056] Durch die winklige Anordnung der zwei Saugerleisten 66, 68 wird erreicht, daß der
zu der Saugvorrichtung 64 hinlaufende Teil des Bahnabschnittes 32 und der von der
Saugvorrichtung 64 ablaufende Teil des Bahnabschnittes 32 bei abgehobener Saugvorrichtung
64 parallel zu den Saugerleisten 66, 68 ausgerichtet sind. Hierdurch wird die Reibung
zwischen den Saugerleisten 66, 68 und dem Bahnabschnitt 32 aufgrund der flächigen
Anlage weiter verringert.
[0057] Im nicht abgehobenen Zustand wird der Bahnabschnitt 32 ausschließlich von den Außenkanten
72 der Saugerleisten 66, 68 berührt. Durch deren Abrundung werden Beschädigungen des
Bahnabschnittes 32 vermieden.
[0058] Eine weitere Ausführungsform einer Saugvorrichtung ist in Fig. 5 generell mit der
Bezugsziffer 76 angegeben. Der Entlastungsmechanismus 38 ist wiederum lediglich schematisch
dargestellt. Der Anlageabschnitt der Saugvorrichtung 76 besteht aus zwei Saugerleisten
80, 82, zwischen denen eine Saugöffnung 83 ausgebildet ist. Die Unterseite der Saugerleisten
80, 82 ist konkav mit einem Radius ausgebildet, der dem Radius einer belüfteten Walze
78 entspricht, um die der Bahnabschnitt 32 bei dieser Ausführungsform herumgeschlungen
ist. Somit eignet sich die Saugvorrichtung 76 insbesondere zur Besaugung von Bahnabschnitten,
die Walzen umschlingen.
[0059] In den Figuren 6, 7 und 8 sind drei unterschiedliche Ausführungsformen von Entlastungsmechanismen
38 bzw. Verstellmechanismen 44 dargestellt.
[0060] In Fig. 6 ist durch Pfeile 86 angedeutet, wie der Unterdruck an dem Saugkasten 36
der Saugvorrichtung 30 angelegt wird.
[0061] Der Entlastungsmechanismus 38 ist durch zwei Kolben/Zylinderanordnungen 90 gebildet,
die an dem Saugkasten 36 beidseits des Bahnabschnittes 32 angreifen.
[0062] In Fig. 7 ist ein Verstellmechanismus 44 gezeigt, der durch zwei Spindelanordnungen
92 gebildet ist, die beidseits des Bahnabschnittes 32 (in Fig. 7 nicht dargestellt)
angreifen. Den Spindelmechanismen 32 ist jeweils ein Motor 94 zugeordnet.
[0063] In Fig. 7 ist weiterhin gezeigt, daß der Anlageabschnitt 34 mit einer quer zum Bahnabschnitt
32 verlaufenden Bombierung 96 versehen ist. Aufgrund des seitlichen Angreifens der
Spindelmechanismen 92 wird die Saugvorrichtung 30 bei angelegtem Unterdruck 86 durchgebogen.
Diese Durchbiegung wird im angehobenen Zustand durch die Bombierung 96 kompensiert,
so daß eine flächige Anlage des Anlageabschnittes an dem Bahnabschnitt 32 gewährleistet
ist. Die Bombierung 96 ist in Fig. 7 aus Darstellungsgründen übertrieben dargestellt.
[0064] Bei der Ausführungsform von Fig. 8 ist der Entlastungsmechanismus 38 durch eine Balgenanordnung
98 gebildet. Die Balgenanordnung 98 ist zwischen dem Saugkasten der Saugvorrichtung
30 und der Stuhlung der Papiermaschine 10 auf einer dem Anlageabschnitt 34 gegenüberliegenden
Seite angeordnet.
[0065] Die Balgenanordnung 98 wird durch Unterdruck angetrieben, um die Saugvorrichtung
gegenüber dem (in Fig. 8 nicht dargestellten) Bahnabschnitt 32 abzuheben. Zu diesem
Zweck ist die Balgenanordnung 98 über einen Kanal 100 mit der Quelle für den Unterdruck
86 verbunden, der an die Saugvorrichtung 30 zum Besaugen des Bahnabschnittes 32 angelegt
wird. Dies hat den Vorteil, daß die von der Balgenanordnung 98 auf die Saugvorrichtung
30 ausgeübte Kraft direkt von der Größe des Unterdruckes 86 abhängt, der an die Saugvorrichtung
30 angelegt wird. Bei dieser Ausführungsform ist keine gesonderte Steuereinrichtung
40 notwendig. Die Steuerung der Balgenanordnung 98 erfolgt automatisch dadurch, daß
die Balgenanordnung über den Kanal 100 mit dem Unterdruck 86 verbunden ist. Liegt
kein Unterdruck 86 an, ist die Balgenanordnung 98 entspannt und der Anlageabschnitt
34 liegt an dem eine gerade Walzenverbindung bildenden Bahnabschnitt 34. Sobald ein
Unterdruck 86 angelegt wird, wird die Saugvorrichtung 30 mit steigendem Unterdruck
86 immer mehr von der geraden Walzenverbindung abgehoben, wodurch eine Kraft erzeugt
wird, die der durch den Unterdruck 86 zwischen Anlageabschnitt 34 und Bahnabschnitt
32 erzeugten Normalkraft entgegenwirkt. Diese Kraft ist direkt proportional zu der
Normalkraft. Falls keine direkte Proportionalität gewünscht ist, kann auch bei dieser
Ausführungsform eine Steuereinrichtung 40 vorgesehen sein, die über ein an dem Kanal
100 angreifendes pneumatisches Stellglied eine gewünschte Kennlinie einstellt.
[0066] Zur gleichmäßigen Verteilung der durch die Balgenanordnung 98 ausgeübten Kraft kann
es sinnvoll sein, eine Reihe von verteilt über die Länge der Saugvorrichtung 30 angeordnete
Einzelbalgen 102 vorzusehen, die in Fig. 8 lediglich schematisch angedeutet sind.
[0067] Entsprechend hierzu kann statt der in den Figuren 6 und 7 gezeigten, beidseits des
Bahnabschnittes 32-an der Saugvorrichtung 30 angreifenden Mechanismen ein Mechanismus
vorgesehen sein, der gleichmäßig über die Länge der Saugvorrichtung 30 an dieser angreift,
um Durchbiegungen zu vermeiden. In diesem Fall wäre es auch nicht notwendig, den Anlageabschnitt
mit einer Bombierung 96 zu versehen, wie es in Fig. 7 gezeigt ist.
1. Saugvorrichtung (30; 64; 76) für eine Papiermaschine (10), mit einem Anlageabschnitt
(34; 66; 68; 80; 82) zur Anlage an einem Bahnabschnitt (32) und mit einem Saugkasten
(36), an den ein Unterdruck (86) anlegbar ist, um den Bahnabschnitt (32) zu entwässern,
wobei die Bahn (32) durch den Unterdruck (86) an den Anlageabschnitt (34; 66; 68;
80; 82) angedrückt wird,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Saugvorrichtung (30; 64; 76) eine Steuereinrichtung (40) und einen von der Steuereinrichtung
(40) derart angesteuerten Entlastungsmechanismus (38), welcher eine durch den Unterdruck
hervorgerufene Normalkraft zwischen dem Anlageabschnitt (34; 66; 68; 80; 82) und dem
Bahnabschnitt (32) durch Erzeugen einer entgegengesetzten Kraft verringert, aufweist,
daß die Saugvorrichtung (30; 64; 76) im Betrieb bei angelegtem Unterdruck (86) gegenüber
dem Bahnabschnitt (32) entlastet ist, so daß die Reibung zwischen dem Bahnabschnitt
(32) und dem Anlageabschnitt (34; 66; 68; 80; 82) verringert ist, ohne daß sich der
Bahnabschnitt (32) von dem Anlageabschnitt (34; 66; 68; 80; 82) löst.
2. Saugvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Entlastungsmechanismus (38) kraftgesteuert auf die Saugvorrichtung (30; 64; 76)
wirkt, um diese gegenüber dem Bahnabschnitt (32) zu entlasten.
3. Saugvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Entlastungsmechanismus (38) als Verstellmechanismus (44) für die Saugvorrichtung
(30; 64; 76) ausgebildet ist, wobei die Steuereinrichtung (40) den Verstellmechanismus
(44) im Betrieb bei angelegtem Unterdruck (86) so ansteuert, daß die Saugvorrichtung
(30; 64; 76) gegenüber dem Bahnabschnitt (32) um einen Betrag (58) abgehoben ist,
so daß die Reibkraft zwischen dem Anlageabschnitt (34; 66, 68; 80, 82) und dem Bahnabschnitt
(32) verringert ist, ohne daß sich der Bahnabschnitt (32) von dem Anlageabschnitt
(34; 66, 68; 80, 82) löst.
4. Saugvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Verstellmechanismus (44) durch einen Mechanismus gebildet ist, mittels dessen
die Saugvorrichtung (30; 64; 76) zu Wartungszwecken von dem Bahnabschnitt (32) abhebbar
ist.
5. Saugvorrichtung nach Anspruch 3 oder Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Verstellmechanismus (44) in der abgehobenen Stellung verrastbar oder selbsthaltend
ist.
6. Saugvorrichtung nach einem der Ansprüche 3 - 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Verstellmechanismus (44) zu beiden Seiten des Bahnabschnittes an der Saugvorrichtung
(30; 64; 76) angreift und daß der Anlageabschnitt (34) mit einer konkaven Bombierung
versehen ist.
7. Saugvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtung (40) den Entlastungsmechanismus (38) in Abhängigkeit von Betriebsparametern
der Papiermaschine (10) ansteuert.
8. Saugvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Entlastungsmechanismus (38) eine druckangetriebene Balgenanordnung (98) aufweist.
9. Saugvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Balgenanordnung (98) auf der dem Anlageabschnitt (34; 66, 68; 80, 82) abgewandten
Seite an der Saugvorrichtung (30; 64; 76) angreift und durch den Unterdruck (86) angetrieben
wird, der an der Saugvorrichtung (30; 64; 76) angelegt ist.
10. Saugvorrichtung nach Anspruch 8 oder Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Balgenanordnung (98) eine Reihe von Einzelbalgen (102) aufweist, die quer zur
Bahnlaufrichtung verteilt angeordnet sind.
11. Saugvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Anlageabschnitt (66, 68) zwei Saugerleisten (66, 68) aufweist, zwischen denen
eine Säugöffnung (69) ausgebildet ist, und daß die Saugerleisten (66, 68) um einen
Winkel (70) zueinander geneigt sind.
12. Saugvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Anlageabschnitt (66, 68) zwei Saugerleisten (66, 68) aufweist, zwischen denen
eine Saugöffnung (69) ausgebildet ist, und daß die Saugerleisten (66, 68) an ihren
Außenkanten (72) abgerundet sind.
13. Saugvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Anlageabschnitt (80, 82) zwei Saugerleisten (80, 82) aufweist, zwischen denen
eine Saugöffnung (83) ausgebildet ist, und daß die Saugerleisten (80, 82) in Bezug
auf den Bahnabschnitt (32, 78) konkav gewölbt sind.
14. Pressenpartie (10) einer Papiermaschine, mit wenigstens einer Gewebebahn (14, 16),
in die Feuchtigkeit aus einer herzustellenden Papierbahn (12) gepreßt wird, wobei
eine Saugvorrichtung (30; 64; 76) an einem Bahnabschnitt (32) der Gewebebahn (14,
16) angeordnet ist, um die Gewebebahn (14, 16) anschließend zu entwässern, dadurch gekennzeichnet, daß die Saugvorrichtung eine Saugvorrichtung (30; 64; 76) nach einem der Ansprüche 1
- 13 ist.
15. Verfahren zum Besaugen eines Bahnabschnittes (32) einer Papiermaschine (10), mit den
Schritten:
- Anordnen eines Anlageabschnittes (34; 66; 68; 80; 82) einer Saugvorrichtung (30;
64; 76) an dem Bahnabschnitt (32),
- Anlegen eines Unterdrucks (86) an die Saugvorrichtung (30; 64; 76), um den Bahnabschnitt
(32) zu besaugen und
- Anfahren der Papiermaschine (10), so daß der Bahnabschnitt (32) an dem Anlageabschnitt
(34; 66; 68; 80; 82) entlang geführt wird, wobei die Bahn (32) durch den Unterdruck
(86) an den Anlageabschnitt (34; 66; 68; 80; 82) angedrückt wird,
gekennzeichnet durch den Schritt, die Saugvorrichtung (30; 64; 76) mit oder nach dem Anlegen des Unterdrucks
(86) gegenüber dem Bahnabschnitt (32) mit einem, von einer Steuereinrichtung (40)
angesteuerten Entlastungsmechanismus (38), welcher die
durch den Unterdruck hervorgerufene Normalkraft zwischen Anlageabschnitt (34; 66; 68; 80;
82) und Bahnabschnitt (32)
durch Erzeugen einer entgegengesetzten Kraft verringert, zu entlasten, so daß der Bahnabschnitt
(32) mit einer verringerten Reibung an dem Anlageabschnitt (34; 66; 68; 80; 82) entlanggeführt
wird, ohne daß sich der Bahnabschnitt (32) von dem Anlageabschnitt (34; 66; 68; 80;
82) löst.
1. Suction apparatus (30; 64; 76) for a papermaking machine (10), having a contact section
(34; 66, 68; 80, 82) to make contact with a web section (32), and having a suction
box (36) to which a vacuum (86) can be applied in order to dewater the web section
(32), the web being pressed against the contact section (34; 66, 68; 80, 82) by the
vacuum (86), characterized in that the suction apparatus (30; 64; 76) has a control device (40) and a relief mechanism
(38), which reduces a normal force, caused by the vacuum, between the contact section
(34; 66, 68; 80, 82) and the web section (32) by producing an opposing force and is
driven by the control device (40) in such a way that the suction apparatus (30; 64;
76) is relieved of load with respect to the web section (32) during operation with
a vacuum (86) applied, so that the friction between the web section (32) and the contact
section (34; 66, 68; 80, 82) is reduced without the web section (32) being separated
from the contact section (34; 66, 68; 80, 82).
2. Suction apparatus according to Claim 1, characterized in that the relief mechanism (38) acts on the suction apparatus (30; 64; 76) under force
control, in order to relieve the latter of load with respect to the web section (32).
3. Suction apparatus according to Claim 1, characterized in that the relief mechanism (38) is constructed as an adjusting mechanism (44) for the suction
apparatus (30; 64; 76), the control device (40) driving the adjusting mechanism (44)
during operation with vacuum (86) applied in such a way that the suction apparatus
(30; 64; 76) is raised with respect to the web section (32) by an amount (58), so
that the frictional force between the contact section (34; 66, 68; 80, 82) and the
web section (32) is reduced without the web section (32) being separated from the
contact section (34; 66, 68; 80, 82).
4. Suction apparatus according to Claim 3, characterized in that the adjusting mechanism (44) is formed by a mechanism by means of which the suction
apparatus (30; 64; 76) can be raised off the web section (32) for maintenance purposes.
5. Suction apparatus according to Claim 3 or Claim 4, characterized in that the adjusting mechanism (44) can be latched or is self-retaining in the raised position.
6. Suction apparatus according to one of Claims 3 - 5, characterized in that the adjusting mechanism (44) acts on the suction apparatus (30; 64; 76) on both sides
of the web section, and in that the contact section (34) is provided with concave cambering.
7. Suction apparatus according to one of Claims 1 - 6, characterized in that the control device (40) drives the relief mechanism (38) as a function of operating
parameters of the papermaking machine (10).
8. Suction apparatus according to one of Claims 1 - 7, characterized in that the relief mechanism (38) has a pressure-driven bellows arrangement (98).
9. Suction apparatus according to Claim 8, characterized in that the bellows arrangement (98) acts on the suction apparatus (30; 64; 76) on the side
which faces away from the contact section (34; 66, 68; 80, 82) and is driven by the
vacuum (86) which is applied to the suction apparatus (30; 64; 76).
10. Suction apparatus according to Claim 8 or Claim 9, characterized in that the bellows arrangement (98) has a row of individual bellows (102) which are arranged
distributed transversely with respect to the web running direction.
11. Suction apparatus according to one of Claims 1 - 10, characterized in that the contact section (66, 68) has two suction strips (66, 68), between which a suction
opening (69) is formed, and in that the suction strips (66, 68) are inclined at an angle (70) to each other.
12. Suction apparatus according to one of Claims 1 - 11, characterized in that the contact section (66, 68) has two suction strips (66, 68), between which a suction
opening (69) is formed, and in that the suction strips (66, 68) are rounded off at their outer edges (72).
13. Suction apparatus according to one of Claims 1 - 10, characterized in that the contact section (80, 82) has two suction strips (80, 82), between which a suction
opening (83) is formed, and in that the suction strips (80, 82) are curved concavely in relation to the web section (32,
78).
14. Press section (10) of a papermaking machine, having at least one fabric web (14, 16)
into which moisture from a paper web (12) to be produced is pressed, a suction apparatus
(30; 64; 76) being arranged on a web section (32) of the fabric web (14, 16) in order
subsequently to dewater the fabric web (14, 16), characterized in that the suction apparatus is a suction apparatus (30; 64; 76) according to one of Claims
1 - 13.
15. Method of applying suction to a web section (32) of a papermaking machine (10), having
the following steps:
- arranging a contact section (34; 66, 68; 80, 82) of a suction apparatus (30; 64;
76) on the web section (32),
- applying a vacuum (86) to the suction apparatus (30; 64; 76) in order to apply suction
to the web section (32), and
- starting up the papermaking machine (10) so that the web section (32) is guided
along on the contact section (34; 66, 68; 80, 82), the web (32) being pressed against
the contact section (34; 66, 68; 80, 82) by the vacuum (86),
characterized by the step of relieving the load on the suction apparatus (30; 64; 76) with respect
to the web section (32), with or following the application of the vacuum (86), by
a relief mechanism (38) which is driven by a control device (40) and which reduces
the normal force caused by the vacuum between the contact section (34; 66, 68; 80,
82) and web section (32) by producing an opposing force, so that the web section (82)
slides along on the contact section (34; 66, 68; 80, 82) with reduced friction without
the web section (32) being separated from the contact section (34; 66, 68; 80, 82).
1. Dispositif d'aspiration (30 ; 64 ; 76) pour une machine à papier (10), comprenant
une portion de contact (34 ; 66 ; 68 ; 80 ; 82) destinée à s'appliquer contre une
portion de bande (32) et comprenant une caisse aspirante (36), à laquelle on peut
appliquer une dépression (86) pour déshumidifier la portion de bande (32), la bande
(32) étant pressée par la dépression (86) contre la portion de contact (34 ; 66 ;
68 ; 80 ; 82), caractérisé en ce que
le dispositif d'aspiration (30 ; 64 ; 76) présente un dispositif de commande (40)
et un mécanisme de déchargement (38) commandé par le dispositif de commande (40),
qui réduit une force normale provoquée par la dépression entre la portion de contact
(34 ; 66 ; 68 ; 80 ; 82) et la portion de bande (32) en produisant une force opposée,
de telle sorte que le dispositif d'aspiration (30 ; 64 ; 76) soit déchargé en fonctionnement,
lorsque la dépression est appliquée (86), par rapport à la portion de bande (32),
de sorte que le frottement entre la portion de bande (32) et la portion de contact
(34 ; 66 ; 68 ; 80 ; 82) soit réduit, sans que la portion de bande (32) se détache
de la portion de contact (34 ; 66 ; 68 ; 80 ; 82).
2. Dispositif d'aspiration selon la revendication 1, caractérisé en ce que le mécanisme de déchargement (38) agit de manière commandée par force sur le dispositif
d'aspiration (30 ; 64 ; 76) afin de décharger celui-ci par rapport à la portion de
bande (32).
3. Dispositif d'aspiration selon la revendication 1, caractérisé en ce que le mécanisme de déchargement (38) est réalisé en tant que mécanisme de réglage (44)
pour le dispositif d'aspiration (30 ; 64 ; 76), le dispositif de commande (40) commandant
le mécanisme de réglage (44) en fonctionnement lorsque la dépression (86) est appliquée
de telle sorte que le dispositif d'aspiration (30 ; 64 ; 76) soit soulevé par rapport
à la portion de bande (32) d'une mesure (58) telle que la force de frottement entre
la portion de contact (34 ; 66 ; 68 ; 80 ; 82) et la portion de bande (32) soit réduite
sans que la portion de bande (32) ne se détache de la portion de contact (34 ; 66
; 68 ; 80 ; 82).
4. Dispositif d'aspiration selon la revendication 3, caractérisé en ce que le mécanisme de réglage (44) est formé par un mécanisme au moyen duquel le dispositif
d'aspiration (30 ; 64 ; 76) peut être soulevé de la portion de bande (32) à des fins
d'entretien.
5. Dispositif d'aspiration selon la revendication 3 ou la revendication 4, caractérisé en ce que le mécanisme de réglage (44) peut être encliqueté ou maintenu automatiquement dans
la position soulevée.
6. Dispositif d'aspiration selon l'une quelconque des revendications 3 à 5, caractérisé en ce que le mécanisme de réglage (44) vient en prise des deux côtés de la portion de bande
sur le dispositif d'aspiration (30 ; 64 ; 76) et en ce que la portion de contact (34) est pourvue d'un bombement concave.
7. Dispositif d'aspiration selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le dispositif de commande (40) commande le mécanisme de déchargement (38) en fonction
de paramètres de fonctionnement de la machine à papier (10).
8. Dispositif d'aspiration selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que le mécanisme de déchargement (38) présente un agencement de soufflet (98) commandé
par pression.
9. Dispositif d'aspiration selon la revendication 8, caractérisé en ce que l'agencement de soufflet (98) vient en prise du côté opposé à la portion de contact
(34 ; 66 ; 68 ; 80 ; 82) sur le dispositif d'aspiration (30 ; 64 ; 76) et est entraîné
par la dépression (86) qui est appliquée au dispositif d'aspiration (30 ; 64 ; 76).
10. Dispositif d'aspiration selon la revendication 8 ou la revendication 9, caractérisé en ce que l'agencement de soufflet (98) présente une rangée de soufflets individuels (102)
qui sont répartis transversalement à la direction d'avance de la bande.
11. Dispositif d'aspiration selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que la portion de contact (66, 68) présente deux barres d'aspiration (66, 68) entre lesquelles
est réalisée une ouverture d'aspiration (69), et en ce que les barres d'aspiration (66, 68) sont inclinées d'un angle (70) l'une par rapport
à l'autre.
12. Dispositif d'aspiration selon l'une quelconque des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que la portion de contact (66, 68) présente deux barres d'aspiration (66, 68) entre lesquelles
est réalisée une ouverture d'aspiration (69) et en ce que les barres d'aspiration (66, 68) sont arrondies au niveau de leurs arêtes extérieures
(72).
13. Dispositif d'aspiration selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que la portion de contact (80, 82) présente deux barres d'aspiration (80, 82) entre lesquelles
est réalisée une ouverture d'aspiration (83), et en ce que les barres d'aspiration (80, 82) ont une courbure concave par rapport à la portion
de bande (32, 78).
14. Section de pressage (10) d'une machine à papier, comprenant au moins une bande de
tissu (14, 16) dans laquelle l'humidité est extraite par pressage hors d'une bande
de papier à fabriquer (12), un dispositif d'aspiration (30 ; 64 ; 76) étant disposé
sur une portion de bande (32) de la bande de tissu (14, 16), afin de déshydrater ensuite
la bande de tissu (14, 16), caractérisée en ce que le dispositif d'aspiration est un dispositif d'aspiration (30 ; 64 ; 76) selon l'une
quelconque des revendications 1 à 13.
15. Procédé d'aspiration d'une portion de bande (32) d'une machine à papier (10), comprenant
les étapes suivantes :
- agencement d'une portion de contact (34 ; 66 ; 68 ; 80 ; 82) d'un dispositif d'aspiration
(30 ; 64 ; 76) sur la portion de bande (32) ;
- application d'une dépression (86) sur le dispositif d'aspiration (30 ; 64 ; 76)
afin d'aspirer la portion de bande (32) et
- mise en marche de la machine à papier (10) de telle sorte que la portion de bande
(32) soit guidée le long de la portion de contact (34 ; 66 ; 68 ; 80 ; 82), la bande
(32) étant pressée par la dépression (86) contre la portion de contact (34 ; 66 ;
68 ; 80 ; 82),
caractérisé par l'étape consistant à décharger le dispositif d'aspiration (30 ; 64 ; 76) avec ou
après l'application de la dépression (86) par rapport à la portion de bande (32) avec
un mécanisme de déchargement (38) commandé par un dispositif de commande (40), qui
réduit la force normale provoquée par la dépression entre la portion de contact (34
; 66 ; 68 ; 80 ; 82) et la portion de bande (32) en produisant une force opposée,
de sorte que la portion de bande (32) soit guidée le long de la portion de contact
(34 ; 66 ; 68 ; 80 ; 82) avec un frottement réduit, sans que la portion de bande (32)
ne se détache de la portion de contact (34 ; 66 ; 68 ; 80 ; 82).