[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung für die Anpflanzung von Bäumen und dergleichen
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Stand der Technik:
[0002] Bäume in Straßen bzw. auf Platzflächen mit durchweg festen Belägen benötigen zu ihrem
Gedeihen eine ausreichende, den Stamm umgebende Fläche an Erdreich, welche nicht durch
irgendwelche verkehrsbedingten Einflüsse verdichtet oder versiegelt werden darf, damit
der Gas- und Wasseraustausch gewährleistet bleibt. Dies wird in der Regel durch freitragende
Baumschutzroste erreicht, welche auch mechanische Beschädigungen des Wurzelbereichs
verhindern. Roste werden entweder auf die Rostform abgestimmte Ortbetonfundamente,
auf Bordsteine in Rahmenform mit Magerbetonunterbau, auf Punktfundamente der verschiedensten
Art oder auf Kombinationen von Fertigteilen und fertigen Befestigungen aufgelegt.
Es hat sich aber herausgestellt, daß dies den biologischen Bedürfnissen des Baumes
und seinen Wachstumsansprüchen keinesfalls gerecht wird.
[0003] Man ist daher zunehmend dazu übergegangen, sogenannte Baumquartiere, Baumpflanzquartiere,
Baumscheibensysteme, Baumpflanzkörbe oder Baumglocken vorzusehen. Einigen Gestaltungen
liegt z. B. das gemeinsame Prinzip zugrunde, daß für die Stabilisierung der jeweiligen,
nicht in sich variablen Rostform eine in die Rostfläche eingreifende Stahlkonstruktion
vorgesehen ist, welche auf einen den Rost-Außenmaßen entsprechenden, ungeteilten runden
oder quadratischen Betonrahmen verlegt wird. Dieser Betonrahmen genügt nur in wenigen
Fällen dem an ihn gestellten Anspruch, weil die jeweilige Bodenbeschaffenheit auch
für die Tragfähigkeit des Fundamentes (Betonrahmens) maßgebend ist. Ein in sich geschlossener
Rahmen in einer vorgegebenen bestimmten Höhe bedarf in vielen Fällen noch eines zusätzlichen
Unterbaus, welcher die Bodenbeschaffenheit berücksichtigt. Derartige Fundamente können
zudem nur beim Schutz von neugepflanzten Bäumen angewendet werden, nicht aber bei
der Sanierung von Altbaumbeständen, da geschlossene Rahmenteile einmal wegen der undifferenzierten
Höhe des Wurzelwerkes nicht entsprechend den Bedürfnissen variiert werden können und
zum andern um den vorhandenen Baum herum nicht angeordnet werden können.
[0004] In der Patentschrift DE 29 20 873 wird eine Ausführungsform vorgeschlagen, bei der
der Unterbau, anstatt aus einem Rahmen, aus einem trogartigen Betonfertigteil besteht,
das in seiner Wandung und im Boden Durchbrüche ausweist. Die einteilige trogartige
Ausbildung des Unterbaus hat den Vorteil, daß auch bei sehr hohen Belastungen beispielsweise
durch Befahren der Vorrichtung mit schweren Fahrzeugen, der gesamte Trog in seiner
Lage stabil bleibt. Nachteilig ist jedoch, daß für jede Größe eines solchen "Baumquartiers"
ein spezieller Trog angefertigt und auch gelagert werden muß. Darüber hinaus weist
der Trog ein enormes Gewicht auf, so daß er nur mit Maschinenhilfe bewegt werden kann.
[0005] In der DE-OS 25 17 949 wird ein Unterbau vorgeschlagen, der aus einzelnen Fundamenten
besteht. Hierdurch ist zwar eine Anpassung an die gewünschte Größe eines des Baumquartiers
leicht möglich, das exakte Errichten der Einzelfundamente ist jedoch aufwendig und
die Gefahr des Setzens einzelner Fundamente ist erheblich.
Aufgabe und Vorteil der Erfindung:
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, die Nachteile des Standes der Technik
zu vermeiden und ein Baumquartier vorzuschlagen, das hohen Belastungen standhält sowie
die Bereitstellung von unterschiedlichen Abmessungen ohne einen erheblichen Herstellungs-
und Lagermehraufwand bei einfacher Transportierbarkeit ermöglicht.
[0007] Diese Aufgabe wird zunächst durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0008] In den Unteransprüchen sind vorteilhafte und zweckmäßige Weiterbildungen der erfindungsgemäßen
Vorrichtung angegeben.
[0009] Die Erfindung geht von einer Vorrichtung für die Anpflanzung von Bäumen und dergleichen,
insbesondere in Verkehrsbereichen aus, die einen im Boden versenkbaren Unterbau mit
im wesentlich senkrechter Wandung und einer Abdeckeinheit mit einer Aussparung für
den Baumstamm umfaßt, die auf dem Unterbau angeordnet ist. Der Kerngedanke der Erfindung
liegt nun darin, daß der Unterbau aus modularen Bausteinen aufgebaut ist, die an der
Ober- und Unterseite jeweils passend ineinandergreifende Erhebungen und Vertiefungen
aufweisen, so daß auch ohne zusätzliche Bindemittel wie bei einem Trockenmauerwerk
die Bausteine verschiebesicher zueinander angeordnet sind. Auf diese Weise läßt sich
eine enorme Flexibilität erzielen, da durch die Verwendung der modularen Bausteine
nach einem Baukastenprinzip eine Vielfalt von Abmessungen hinsichtlich der Länge und
Breite sowie der Tiefe eines Unterbaus im Untergrund möglich wird. Hierbei reduziert
sich der Herstellungsaufwand und die Lagerhaltung auf lediglich einige "Standardbausteine",
mit welchen der gesamte Unterbau aufgebaut werden kann, was letzten Endes zu einer
erheblichen Kostenersparnis führt. Die Standardgrößen der Bausteine sind vorzugsweise
so ausgeführt, daß ein Einzelbaustein ohne zusätzliche Hilfsmittel von Hand leicht
zu bewegen ist. Außerdem reduziert sich der Lager- und Transportaufwand schon dadurch,
daß die modularen Bausteine sich kompakt und damit platzsparend zusammenstellen lassen.
Darüber hinaus haben bereits erste Untersuchungen ergeben, daß für den Aufbau eines
erfindungsgemäßen Unterbaus in einem durchschnittlichen Untergrund außer einer Nivellierungsschicht
kein Fundament erforderlich ist.
[0010] Bei einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung umfassen die oberste
Lage von modularen Bausteinen (Abschlußsteine) des Unterbaus Mittel zur Positionierung
der Abdeckeinheit. Hierdurch wird das verschiebesichere Zusammenwirken des Unterbaus
und der Abdeckeinheit bei der Kräfteableitung für den Fall von Belastungen durch z.
B. Fahrzeuge gewährleistet.
[0011] Besonders bevorzugt ist, wenn die Mittel wenigstens eine an der Oberseite eines Bausteins
angeordnete zapfen- oder kegelstumpfartige Erhebung umfassen, an die eine Außenkante
der Abdeckeinheit anschlägt. Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß Belastungen, die
die Wandung des Unterbaus nach innen drücken wollen, von der Abdeckeinheit aufgenommen
werden können und somit die Lagestabilität des Unterbaus sichergestellt ist.
[0012] Bei einer weiteren erfindungsgemäßen Ausgestaltung der Erfindung umfassen die Mittel
wenigstens eine an der Oberseite eines Bausteins angeordnete zapfen- oder kegelstumpfartige
Erhebung, die in eine entsprechende Ausnehmung der Abdeckeinheit eingreift. Auch hierdurch
können Kräfte, die die Wandung des Unterbaus nach innen drücken, abgefangen werden,
jedoch auch solche, die die Wandung des Unterbaus nach außen schieben. Insbesondere
eine Kombination von Erhebungen, die als Anschlag dienen mit Erhebungen, die in eine
Ausnehmung der Abdeckeinheit eingreifen, führt zu einer besonders effektiven Möglichkeit,
Kräfte von der Wandung des Unterbaus aufzunehmen und gleichzeitig die Abdeckeinheit
verschiebesicher anzubringen.
[0013] Bei einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung umfassen die Mittel zur
Positionierung wenigstens einen an der Oberseite eines Bausteins ausgebildeten Absatz,
an dem eine Außenkante der Abdeckeinheit anschlägt. Bei dieser Ausführungsform besteht
der Vorteil darin, daß nicht nur Wandkräfte durch die Abdeckeinheit aufgenommen werden
können, sondern zusätzlich und insbesondere dann, wenn der Absatz bündig mit der Oberkante
der Abdeckeinheit ist, ein Übergang zu einem angrenzenden Bodenbelag, beispielsweise
einem Pflaster, geschaffen wird.
[0014] Um dem Wurzelwerk eines Baumes die Möglichkeit zur seitlichen Ausdehnung zu geben,
wird weiterhin vorgeschlagen, daß in der Wandung des Unterbaus wenigstens eine Ausnehmung
vorgesehen ist.
[0015] Zur Bereitstellung eines statisch ausreichenden dimensionierten Unterbaus auch bei
größeren Unterbautiefen wird überdies vorgeschlagen, daß zur Abstützung der Wandung
des Unterbaus wenigstens eine im wesentlichen senkrecht von der Wandung abstehende,
ins Innere des Unterbaus zeigende Querstütze vorgesehen ist.
[0016] Um eine sichere Anbindung der Querstütze an die Wandung herbeizuführen wird darüber
hinaus vorgeschlagen, daß wenigstens ein Baustein der Querstütze in die Wandung eingreift.
Dies ist durch die Verwendung von modularen Bausteinen, beispielsweise nach dem Prinzip
einer Schichtung aus Läufersteinen in besonders einfacher Weise durchführbar.
[0017] Im weiteren ist bevorzugt, wenn im Fall von mehreren Querstützen diese verschiedene
Breiten und Höhen aufweisen. Auf diese Weise wird der Unterbau in Abhängigkeit von
den Kräften, die auf einen Wandungsbereich wirken, in seiner Ausgestaltung speziell
angepaßt.
[0018] Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der Unterbau in
der Draufsicht rechteckig, quadratisch oder rund. Dies stellt eine vergleichsweise
kostengünstige und insbesondere mit modularen Bausteinen einfache Realisierungsmöglichkeit
dar.
[0019] Um ein sicheres Ineinandergreifen der modularen Bausteine zu erreichen, wird außerdem
vorgeschlagen, daß auf einem Baustein mindestens zwei Erhebungen und Vertiefungen
vorgesehen sind. Dabei ist es von Vorteil, wenn die auf der Oberseite der Modulbausteine
angeordneten Erhebungen zapfen- und/oder kegelstumpfartig sind und in dazu passende
Löcher auf der Unterseite der Bausteine eingreifen. Bei dieser Ausgestaltung wird
z. B. vermieden, daß in die Löcher vor dem Aufsetzen des nächsten Steins unerwünschtes
Material eindringt. Jedoch ist es genauso möglich, die Zuordnung der Erhebungen und
Vertiefungen zur Ober- und Unterseite eines Bausteines umzukehren bzw. alternierend
auszugestalten.
[0020] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform besteht die Abdeckeinheit aus einem
Rost, der vorteilhafterweise aus mehreren aneinanderfügbaren Rostabschnitten aus Gußeisen
oder kombiniertem Beton-Gußeisen-Werkstoff hergestellt ist. Derartige Abdeckeinheiten
können enorme Belastungen aufnehmen und sind nahezu unverwüstlich.
[0021] Schließlich zeichnet sich noch eine weitere Ausführungsform der Erfindung dadurch
aus, daß die Abmessungen der modularen Bausteine und die Abmessungen verschiedener
Rostgrößen aufeinander abgestimmt sind. Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß obgleich
der Möglichkeit von vielfältigen Abmessungsvariationen der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
eine Erleichterung bei der Herstellung und der Lagerhaltung mit einer entsprechenden
Kostenersparnis gewährleistet ist.
[0022] Die Lösung der erfindungsgemäßen Aufgabe wird auch durch die Merkmale des Anspruchs
15 gelöst. Anspruch 15 und die daran anschließenden Unteransprüche werden hiermit
wiederholt und sind gleichfalls Gegenstand der Beschreibung. Damit wird zugleich ein
Fertigteilsatz bereitgestellt, der überall dort, wo es um die variable, auch vorübergehende
Gestaltung mit lösbar verbindbaren Teilen geht, z. B. im Landschafts-, Hoch-, Tief-
und Straßenbau, im letzteren Teil etwa zur Absicherung von Verkehrswegen, eingesetzt
werden kann.
[0023] Z. B. kann die Fundamentierung von beliebigen Baumrostgrößen und -formen mit 4 verschiedenen
bogenförmigen und/oder 4 geraden, unterschiedlich langen Verbindungselementtypen (modularen
Bausteinen) vollzogen werden, welche sich an den Berührungsstellen überlappen. Dabei
sind die Elementtypen zur verschiebesicheren Verbindung untereinander als Formteile
für eine unmittelbar lösbare, formschlüssige Verbindung ausgeführt.
[0024] Durch die Anordnung der Einzelteile lassen sich ganz nach Bedarf entweder geschlossene
Fundamentseiten, ganze derartig gestaltete Fronten, z. B. entlang von Leitungsstraßen,
oder aber Wurzelöffnungen unterschiedlichster Anordnung und Querschnitte herstellen.
Obwohl im Vergleich zu anderen Systemen nur eine relativ geringe Zahl von aufeinander
abgestimmten Bauteiltypen bereitgehalten werden muß, können größen- und formverschiedene,
auch in der Höhe, Tiefe, Breite, Länge, Querschnitt variable Fundamente als Randauflage
für freitragende Baumschutzroste beliebiger Abmessungen geschaffen werden. Die Einzelbauteile
weisen eine solche Größe und ein solches Gewicht auf, daß sie ohne Einsatz von Hebegerät
verlegt werden können. Hinsichtlich der Montage ist lediglich zu beachten, daß die
einzelnen Ebenen und die entsprechenden Verbindungen an den Gelenken (Zusammenschlüssen)
von exakten Höhenfestlegungen entsprechend der Einzelteilgröße und der Anzahl der
Teile bestimmt sind.
[0025] Mit der Bereitstellung von Abstandshaltern anzuordnen zwischen den Verbindungselementen
in halber Höhe der Fertigteile, können beabsichtigte Durchwachsöffnungen geschaffen
werden.
[0026] Sofern sich dies als zweckmäßig erweist, können über der oberen Reihe der Verbindungselemente
und/oder noch weitere Zusatzteile aus Stahl oder in Kombination Beton/Stahl so an
den Nahtstellen angebracht werden, daß sie erhöhte Auflagen für den jeweiligen Baumschutzrost
bilden, den Rost nach außen begrenzen sowie einen Anschlußrand für eine geplante oder
vorhandene Flächenbefestigung ergeben.
Zeichnungen:
[0027] Mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und
in der nachfolgenden Beschreibung unter Angabe weiterer Vorteile und Einzelheiten
näher erläutert. Es zeigen
- Fig. 1a - 1c
- ein erstes Ausführungsbeispiel in Schnittansicht entlang der Schnittlinie A-B in einer
Draufsicht sowie in einer Seitenansicht,
- Fig. 2a - 2c
- ein modularer Baustein in der Draufsicht, in der Seitenansicht und in einer vergrößerten
Schnittansicht entlang der Schnittlinie A-B,
- Fig. 3a - 3c
- einen weiteren modularen Baustein in den Ansichten gemäß Fig. 2a - 2c,
- Fig. 4a - 4c
- einen erfindungsgemäßen Abschlußstein in der Draufsicht, in der Seitenansicht und
in einer vergrößerten Schnittansicht entlang der Schnittlinie A-B,
- Fig. 5a - 5b
- eine Anordnung von erfindungsgemäßen Abschlußsteinen mit eingefügtem Abdeckrost in
der Draufsicht und in der Seitenansicht,
- Fig. 6a - 6c
- ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung in den gleichen Ansichten wie in Fig.
1a - 1c mit Querstützen,
- Fig. 7
- die Anordnung eines erfindungsgemäßen Baumquartiers auf einem herkömmlichen Untergrund.
- Fig. 8
- Draufsicht auf einen kombinierten runden und quardratischen Baumschutzrost, dessen
Fundamentierung aus 4 unterschiedlich bogenförmigen und 4 unterschiedlich langen Verbindungselementtypen
(modulare Bausteine) im Verbund gebildet wird,
- Fig. 9
- Draufsicht auf rundes Baumschutzrostsegment, das nur im Randbereich mittig auf einer
aus 2 geraden Verbindungselementtypen und 1 bogenförmigen Verbindungselementtyp gebildeten
Fundamentierung aufliegt,
- Fig. 10
- Isometrische Darstellung einer zur Erfindung alternativen Ausführungsform einer mittels
Abstandshaltern im Abstand angeordneten, durchlaufenden oberen und unteren Reihe,
gebildet aus 2 geraden Verbindungselementtypen, über Pfosten gelenkig verbunden,
- Fig. 11
- Einzelheiten des variablen Fundamiterungssystems nach Fig. 9
a) Ausschnitt in Draufsicht
b) in Seitenansicht,
- Fig. 12
- Draufsicht auf und Seitenansicht von 4 Zusatzteilvarianten a) - d), angeordnet über
der oberen Reihe von Verbindungselementen
e) vergrößerte Seitenansicht der Variante a),
- Fig. 13
- Verbindungspfosten auf Bodenplatte für eine alternative Ausführungsform gemäß Fig.
10
a) in Seitenansicht und Draufsicht
b) mit Dornfortsatz.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele:
[0028] In den Figuren 1a - 1c ist eine erstes Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
Das erfindungsgemäße Baumquartier besteht aus einem Unterbau 1 und einem Abdeckrost
2, der zum Beispiel vier Rostabschnitte und eine Öffnung 2a für einen Baumstamm aufweist.
Der Abdeckrost 2 liegt auf dem Unterbau 1 auf und überlappt dabei die Wandung 3 des
Unterbaus um eine halbe Baustein- und damit Wandbreite b/2.
[0029] Für den Unterbau 1 des ersten Ausführungsbeispiels werden insgesamt vier unterschiedliche
Ausführungsformen 4, 5, 6, 7 von modularen Bausteinen benötigt. In einer untersten
Lage kommt zunächst nur der modulare Baustein 4 (beispielsweise mit dem Rastermaß
b x 3b) zur Verwendung. Die nächsten zwei Bausteinlagen sind deckungsgleich ausgeführt,
wobei der modulare Baustein 5 (Rastermaß b x b) sowie der modulare Baustein 6 (Rastermaß
b x 2b) eingesetzt werden. Die Bausteine 5 sind mit Zwischenraum angeordnet und überdecken
die Stoßstellen der Bausteine 4 der untersten Lage. Baustein 6 wird als Eckstein eingesetzt
und überdeckt ebenfalls die Stoßstellen der darunter angeordneten Bausteine. Die Zwischenräume
dienen als seitliche Durchwachsöffnungen 8 für z. B. einen im Unterbau angepflanzten
Baum. Nach unten hin ist der Unterbau ohnehin vollständig geöffnet. Als oberste Lage
auf dem Unterbau sind Abschlußsteine 7 mit dem gleichen Rastermaß (b x 3b) wie die
in der untersten Lage verwendeten Bausteine 4 und auch deckungsgleich zur untersten
Lage angeordnet. Auf dem Unterbau liegt wie bereits erwähnt der Abdeckrost 2 (Rastermaß
16b x 16b) auf den Abschlußsteinen 7 auf. Die Bausteine 5 und 6 sind in den Figuren
2a - 2c bzw. 3a - 3c detailliert dargestellt. Der Baustein 6 besitzt zwei parallele
Reihen mit jeweils 4 äquidistant angeordenten Erhebungen 9 in Form von Kegelstümpfen
auf der Oberseite des Steins sowie deckungsgleich darunter angeordnete Vertiefungen
in Form von zylindrischen Ausnehmungen mit einer Fase 11. Die Kegelstümpfe 9 sowie
die zylindrischen Ausnehmungen 10 sind so dimensioniert, daß ein Kegelstumpf 9 satt
in eine Ausnehmung 10 paßt. Insgesamt handelt es sich also um eine Rasterung, die
sehr ähnlich dem bei Steckspielzeuge verwendeten "Legoprinzip" ist. Entsprechend diesem
Prinzip ist auch bei den verwendeten modularen Bausteinen die Rasterung der Kegelstümpfe
und zylindrischen Ausnehmungen bei allen Bausteinen die gleiche. Der in den Figuren
3a bis 3c dargestellt Baustein 5 (Rastermaß b x b) ist gerade halb so groß wie der
Baustein 6. Der Abschlußstein 7 (Fig. 4a bis 4c) weist auf der Unterseite die gleichen
zylindrischen Ausnehmungen 10 wie die übrigen modularen Bausteine 4, 5, 6 auf. Jedoch
unterscheidet sich die Oberseite des Steines für die Aufnahme des Abdeckrostes 2 bzw.
die Realisierung eines Überganges zu einer angrenzenden beispielsweise Pflastersteinauflage.
Hierzu umfaßt die Oberseite jedes Abschlußsteines z. B. zwei Kegelstümpfe 12, die
auf einem Absatz 13 angeordnet sind (vgl. hierzu Fig. 4a und 4c) und in entsprechende
Ausnehmungen (nicht gezeigt) des Abdeckrostes 2 eingreifen. Für den Fall, daß es sich
hierbei um längliche Ausnehmungen handelt, ist somit die Positionierung in eine Richtung,
nämlich entgegen der Längsachse der Ausnehmung, festgelegt. Um auch in der anderen
Richtung den Abdeckrost 2 sicher fixieren zu können, sind außerhalb des Absatzes 13
aber unmittelbar angrenzend zwei weitere Kegelstümpfe 14 vorgesehen, die den Absatz
13 bis zur Höhe der Kegelstümpfe 12 überragen. An den Kegelstümpfen 14 liegt die in
Fig. 4a angedeutete Außenkante 15 des Abdeckrostes 2 an und ist somit in eine Richtung
quer zur Längsachse des Abschlußsteines 7 fixiert.
[0030] Der Absatz 13 hat im wesentlichen die Aufgabe, den Abdeckrost 2 gegenüber der außen
liegenden Oberfläche des Abschlußsteines, das heißt gegenüber dem nicht vom Abdeckrost
2 übergriffenen Bereich, so hoch zu legen, daß problemlos eine Anschlußreihe zu einer
z. B. angrenzenden Pflastersteinauflage, die eine Mindesthöhe voraussetzt, verlegt
werden kann.
[0031] In den Figuren 5a und 5b ist eine weitere Möglichkeit der Gestaltung des Abschlußsteines
dargestellt. Dieser Abschlußstein 17 besitzt einen Absatz 18 in dem vom Abdeckrost
2 nicht übergriffenen Bereich, so daß bei eingelegtem Abdeckrost die Oberfläche des
Absatzes mit der Oberfläche des Rostes bündig ist. Neben der Nivellierung dient der
Absatz 18 als Anschlag für die Außenkante 15 des Rostes 2 und somit zu dessen Fixierung.
Für eine zusätzliche Verschiebesicherung der Position des Abdeckrostes 2 können, wie
in Fig. 5b gestrichelt eingezeichnet, noppenartige oder kegelstumpfartige Erhebungen
19 vorgesehen werden, die in entsprechende Ausnehmungen des Abdeckrostes eingreifen.
[0032] Um an einer Stoßstelle von zwei Abschlußsteinen 17 im Eckbereich des Unterbaus eine
vollständige Rahmenfläche zu erzeugen, ist im Ausführungsbeispiel ein Füllstein 20
vorgesehen. Die sichtbare Rahmenfläche des Abschlußsteines, also die Oberfläche des
Absatzes 18, kann zur Realisierung eines ansprechenden Gesamteindrucks je nach Wunsch
mit dem jeweiligen Vorsatz beispielsweise einer angrenzenden Pflastersteinauflage
21 ausgeführt werden.
[0033] In den Figuren 6a bis 6c ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
Diese Ausführungsform stimmt im wesentlichen mit der ersten Ausführungsform überein.
Allerdings sind in die Wandabschnitte des Unterbaus 1 senkrecht ins Unterbauinnere
zeigende Querstützen 22 eingefügt. Die Querstützen 22, die auch die Aufgabe von Abschottungen
übernehmen, dienen in erster Linie dazu, die Wandung des Unterbaus 1 gegen beispielsweise
Bodendruck von außen abzustützen. Dies ist insbesondere dann erforderlich, wenn bei
tiefer ausgeführten Baumquartieren der Bodendruck von außen ansteigt.
[0034] Die Querstützen 22 lassen sich besonders einfach mit dem modularen Baukastensystem
verwirklichen. Dazu wird beispielsweise ein Baustein 6 mit dem Rastermaß b x 2b an
die unterste Lage der Wandung des Unterbaus senkrecht angelegt. Der nun normalerweise
folgende Baustein 5 in der Wandung des Unterbaus wird durch einen Baustein 4 (Rastermaß
b x 3b) so ersetzt, daß er ins Innere des Unterbaus zeigt. Dies gilt auch für den
in der dritten Schicht folgenden Baustein.
[0035] Dadurch läßt sich die Querstütze auf einfache Weise mit dem übrigen Bausteinverband
der Unterbauwandung verbinden. Je nach Größe der aufzunehmenden Seitenkräfte können
die Zahl der Querstützen erhöht und/oder ihre Abmessungen entsprechend ausgelegt werden.
[0036] Darüber hinaus ist in Fig. 7 ein in einer Bodengrube 23 angeordneter erfindungsgemäßer
Unterbau 1 dargestellt. Wesentlich ist hierbei, daß der erfindungsgemäße Unterbau
kein Fundament oder dergleichen benötigt. Es ist vollkommen ausreichend, wenn eine
Bodengrube mit einer entsprechenden Nivellierung versehen wird. Vorliegend und nur
beispielhaft besteht die Nivellierung aus einer verdichteten Schotterschicht 24 mit
einem darauf angebrachten Feinplanum aus Sand. Bei dicht gelagerten Böden kann selbst
auf die Schotterschicht 24 verzichtet werden, so daß eine Sandschicht als Nivellment
ausreichend ist.
[0037] Weitere erfindungsgemaße Ausführungsbeispiele sind in den Fig. 8 und 9 sowie 11 und
12 dargestellt. Baumschutzroste rund oder rechteckig, gibt es in unterschiedlichen
Größen. Da sie im allgemeinen freitragend sind, brauchen sie nur eine Randauflage.
Um eine derartige Randauflage für beliebige Baumschutzrostgrößen und -formen (Durchmesser;
Breite/Länge) zu gewährleisten, reicht es aus, wenn für einen kreisrunden Rost oder
dessen Segmente für deren Fundamente bis zu 4 bogenförmige, in ihren Radien aufeinander
abgestimmte Verbindungselementtypen (modulare Bausteine) 320; 321; 322; 323 und 4
gerade, in ihrer Länge abgestimmte Verbindungselementtypen 330; 331; 332; 333 bereitgehalten
werden (Fig. 8). Ausgehend von einem Rastermaß zwischen Rostverschlüssen von z. B.
16 cm ergeben sich für die 4 bogenförmigen Verbindungselementtypen folgende aufeinander
abgestimmten Krümmungsradien: 48 cm, 96 cm, 160 cm und 224 cm, für die 4 geraden die
aufeinander abgestimmten unterschiedlichen Längen von Lochmitte von: 32 cm, 48 cm,
64 cm und 96 cm. Dabei wird die Länge der geraden und bogenförmigen Elemente durch
die Länge oder Breite der Einzelsegmente des Rostes bestimmt. Die Breite und Höhe
der Verbindungselemente werden nach Stabilitäts-, Herstellungs- und funktionellen
Gesichtspunkten gewählt, da mit einer möglichst einfachen Form eine Vielzahl von Gestaltungsmöglichkeiten
erfaßt werden soll.
[0038] Nach Fig. 9 werden entsprechend den Außenmaßen des Rostsegments 32.1 aus dem Fertigteilsatz
3 Verbindungselementtypen benötigt: 2 gerade unterschiedlich lange: 331; 332 und 1
bogenförmiges: 323, da nach Fig. 9 der innere Sektor von Fig. 8 wegen des dargestellten
großen Baumstammquerschnitts entfällt. Die kreisförmigen Teilsegmente beinhalten die
bogenförmigen Verbindungselemente 321; 322; 323, von denen im Beispielsfall wegen
der Randauflage aber nur Typ 323 benötigt wird, von den geraden Elementen die Bautypen
331 und 332. Selbstverständlich können alle Kreisbögen, bei rechtwinkligen Formen
die geraden Teile - je nach der gewünschten Rostgröße - mit den entsprechenden Verbindungselementen
als Randfundamente ausgestattet werden.
[0039] Mit Fig. 9, in der im Hinblick auf die Verbindungsmittel eine alternative Ausführungsform
zur Erfindung dargestellt ist, jedoch die Anordnung der Verbindungselemente (modulare
Bausteine) erfindungsgemäß übernommen werden kann, wird unmittelbar verdeutlicht,
zum einen, wie mittels Abstandshaltern 360 gewünschte und erforderliche Durchwachsöffnungen
380 für Baumwurzeln 31.1 ermöglicht werden, zum andern, wie gewährleistet werden kann,
daß die dargestellten Elemente 332; 333 bzw. 332.1; 333.1 an den Berührungsstellen
340 niveaugleich unmittelbar aneinander anschließen. Die Teile sind in ihren beiden
Endbereichen 341, welche Öffnungen 342 aufweisen, so geformt, daß in alternierender
Anordnung die "obere" Seite 334 des einen Verbindungselements 332 bzw. 332.1 an der
"unteren" Seite 335 des benachbarten Verbindungselements der Type 333 bzw. 333.1 überlappend
zur Anlage kommt; "obere" Seite kann im Wechsel auch "untere" Seite sein und umgekehrt.
In der Darstellung nach Fig. 10 ist jeweils 1 Abstandshalter 360 zwischen einer oberen
und einer unteren Reihe von Verbindungselementen angeordnet. Jeweils auf einer Bodenplatte
311 verankerte Verbindungspfosten 310, die bei der Erfindung nicht zum Einsatz kommen,
nehmen die Verbindungselemente über deren Öffnungen 342; 361 bei dieser alternativen
Ausführungsform auf.
[0040] Über die Endteile 310.1 der Verbindungspfosten 310 sind die Zusatzteile 370; 371
(siehe Fig. 12 a) - d)) flächenmäßig über ihre Ausnehmungen 375 arretierbar. Die Zusatzteile
können gleichzeitig als äußere Begrenzung für den Baumschutzrost 2 wie auch als Rand
für den Anschluß irgendwelcher Beläge 33 (Pflaster, Platten usw.) dienen.
[0041] Fig. 11 b) zeigt, wie auf gewachsenem Boden die Fundamentierung unter Beachtung des
Baumwurzelverlaufs 31.1 für ein Baumschutzrostsegment nach Fig. 11 a) vollzogen wird.
Die Fundamentierung wird von unten nach oben unter Berücksichtigung der Verbindungselemente
323/323.1 für den Bogen reihenweise vorgenommen. Durchwachsöffnungen 380 werden über
Abstandshalter 360 ermöglicht. Dort, wo sich keine Verbindungselemente 320 - 323;
330 - 333 überlappen, sind für einen bündigen Anschluß Abschlußelemente 350 vorgesehen.
Im Beispielsfall besteht die oberste Reihe aus im Querschnitt verstärkten Verbindungselementen
331.1; 332.1 und 323.1 als Auflageelemente.
[0042] Auch wenn insbesondere größere und damit schwerere Baumroste 2 aufgrund ihres Eigengewichts
fest aufliegen, ohne besonders gehaltert werden zu müssen, können sich Zusatzteile
370; 371 sowohl als äußere Begrenzung für den Baumschutzrost 2 als auch als Rand für
den Anschluß irgendwelcher Beläge 33, wie Pflaster, Platten usw., empfehlen. Das in
Fig. 12 a) dargestellte Zusatzteil 370 wird aus einem Flachstahlwinkelteil 370.1 mit
einem Vierkantrohr 370.2 gebildet, auf den der Rost 2 aufgelegt wird. Daß die Zusatzteile
die ganze Auflagefläche einnehmen, ist nicht erforderlich. Eine verbreiterte Auflagefläche
372 aus statischen Gründen kann beim Zusatzteil 370 aus Metall teilweise mit an den
Enden der Flachstahlwinkelteile 370.1 ausgeweiteten Rücksprüngen bis zur Kante des
Verbindungselementes erreicht werden (Fig. 12 b)). Das Flachstahlwinkelteil kann aber
auch so ausgebildet sein (Fig. 12 c)), daß es an der Auflageseite die ganze Breite
des Verbindungselements 330 einnimmt. Eine andere Ausführungsform, Zusatzteil 371,
ist als ein aus Beton 371.1 und Flachstahl 371.2 kombiniertes Winkelstück ausgebildet,
welches das darunterliegende Verbindungselement als Auflageelement in ganzer Breite
und Länge abdeckt und, wie vor beschrieben, arretiert ist (Fig. 12 d)). Fig. 12 e)
ist eine vergrößerte Darstellung der Seitenansicht von Fig. 12 a) und verdeutlicht
die bauliche Gestaltung, auch zur Arretierung.
[0043] Fig. 13 a) und b) zeigen die Verbindungspfosten 310 auf einer Bodenplatte 11 in Seitenansicht
und Draufsicht, wobei nach Fig. 13 b) zusätzlich ein senkrechter Dornfortsatz 312
vorgesehen ist, der mit zur Stabilisierung im Erdreich beiträgt.
[0044] Die Verbindungselemente bestehen vorzugsweise aus Beton, können nach den Erfordernissen
mit Stahl armiert sein oder auch als Auflageelemente einen größeren Querschnitt aufweisen.
[0045] Nach der erfindungsgemäßen Ausführungsform kann unter Verzicht auf den Verbindungspfosten
310 und damit unter Verzicht auf die Öffnungen 342, 351, 361 in den Elementen 320
- 323, 330 - 333 i.V.m. 341 sowie 350 und 360 eine verschiebesichere Verbindung auch
dadurch bewerkstelligt werden, daß die Bauteile selbst, die Verbindungselemente 320
- 323 und 330 - 333 nur in ihren Endbereichen 341, als vorzugsweise unmittelbar lösbare,
formschlüssige Betonformteile ausgeführt sind. Als geometrische Formen für einen solchen
Formenschluß kommen beispielsweise pyramidenförmige oder kegelstumpfförmige oder noppenförmige
oder kugelige oder sonstige Gestaltungen in Betracht, mit welchen in erster Linie
auch herstellungstechnisch und anwendungsgemäß einfache Steckverbindungen über ineinandergreifende
Flächen realisiert werden können, d. h. Flächen, welche mit einem Gegenstück passungsgleich
sind.
[0046] Entfällt der Verbindungspfosten 310, ist die Bodenplatte 311 in Abstimmung mit der
gewählten geometrischen Form in bzw. an den Elementen, z. B. korrespondierende pyramidenförmige
Erhebungen und Einprägungen, auszugestalten und kann dann insgesamt selbst, einschließlich
und in Abwandlung des vorstehend in Fig. 12 erörterten Zusatzteils, auch aus Beton
gefertigt werden, so daß sämtliche Bauteile des Fertigteilsatzes aus einem einzigen
Material bestehen. In diesem Fall wird also das Zusatzteil 370; 371, falls ein solches
als Randhalterung, um den Rost 2; 32.1 gegen Verschieben zu sichern, und/oder als
Auflagenerhöhung, um eine Höhendifferenz zu einem Pflasteranschluß zu überwinden,
erforderlich oder gewünscht wird, als Baueinheit insgesamt aus Beton gestaltet, beispielsweise
im Sinne der in Fig. 12 dargestellten Ausführungsform, wobei die Arretierung mit einer
auf die anderen Bauteile abgestimmten formschlüssigen Verbindung erfolgt.
[0047] Der in den Figuren 8, 9 und 11 a dargestellte und in der Beschreibung aufgezeigte
Baumrost ist aus der Patentanmeldung P 30 29 590.0-23 vorbekannt; in Kombination mit
dem Fertigteilsatz wird ein geeignetes, komplettes System bereitgestellt, mit welchem
unabhängig von der Rostform in ihrer flächigen Ausdehnung sowie unabhängig von der
Bodenbeschaffenheit / Bodentiefe / dem Wurzelverlauf und der Anordnung einheitliche,
der jeweiligen Situation angepaßte Lösungen ermöglicht werden.
1. Vorrichtung für die Anpflanzung von Bäumen und dergleichen, insbesondere in Verkehrsbereichen,
bestehend aus einem im Boden versenkbaren Unterbau (1) mit im wesentlichen senkrechter
Wandung und einer Abdeckeinheit (2) mit einer Aussparung für den Baumstamm, die auf
dem Unterbau (1) aufliegt, dadurch gekennzeichnet, daß der Unterbau aus modularen
Bausteinen (4, 5, 6, 7, 17) aufgebaut ist, die an der Ober- und Unterseite jeweils
passend ineinandergreifende Erhebungen (9) und Vertiefungen (10) aufweisen, so daß
auch ohne zusätzliche Bindemittel die Bausteine (4, 5, 6, 7, 17) verschiebesicher
zueinander angeordnet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die oberste Lage von modularen
Bausteinen (7, 17) des Unterbaus (1) Mittel (12, 14, 18) zur sicheren Positionierung
der Abdeckeinheit umfassen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel wenigstens eine
an der Oberseite eines Bausteins angordnete zapfen- oder kegelstumpfartige Erhebung
(14) umfassen, an die eine Außenkante (15) der Abdeckeinheit (2) anschlägt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel wenigstens
eine an der Oberseite eines Bausteins angeordnete zapfen- oder kegelstumpfartige Erhebung
(12) umfassen, die in eine entsprechende Ausnehmung der Abdeckeinheit 2 eingreifen.
5. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel wenigstens
einen an der Oberseite eines Bausteins ausgebildeten Absatz (18) umfassen, an den
eine Außenkante (15) der Abdeckeinheit anschlägt.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in
der Wandung des Unterbaus (1) wenigstens eine Ausnehmung (8) vorgesehen ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zur
Abstützung der Wandung des Unterbaus (1) wenigstens eine im wesentlichen senkrecht
von der Wandung ins Innere des Unterbaus abstehende Querstütze (22) vorgesehen ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Baustein der
Querstütze (22) in die Wandung des Unterbaus (1) eingreift.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere
Querstützen (22) vorhanden sind, die unterschiedliche Breiten und/oder Höhen aufweisen.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Unterbau (1) in der Draufsicht rechteckig, quadratisch oder rund ist.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß auf
einem Baustein (4, 5, 6) wenigstens zwei Erhebungen (9) und Vertiefungen (10) vorgesehen
sind.
12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
auf der Oberseite der Modulbaustein angeordneten Erhebungen (9) zapfen- und/oder kegelstumpfartig
sind und in dazu passende Löcher (10) auf der Unterseite der Bausteine eingreifen.
13. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Abdeckeinheit (2) ein Rost aus mehreren aneinanderfügbaren Rostabschnitten aus Gußeisen
oder kombiniertem Beton-Gußeisen-Werkstoff ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Abmessung der modularen
Bausteine (4, 5, 6, 7, 17) und die Abmessung verschiedener Roste (2) aufeinander abgestimmt
sind.
15. Fertigteilsatz zur variablen Gestaltung in Höhe/Tiefe/Breite/Länge/Querschnitt von
Auflagen- und/oder Trennvorrichtungen im Bauwesen, z. B. zur variabel gestaltbaren
Fundamentierung für Baumroste (2), bestehend aus bogenförmigen, in ihren Radien aufeinander
abgestimmten Verbindungselementen (320; 321; 322; 323;) und geraden, in ihrer Länge
abgestimmten Verbindungselementen (330; 331; 332; 333) für eine konzentrische oder
konzentrisch/rechteckförmige Verlegung, Abstandshaltern (360) für Durchwachsöffnungen
(380) entsprechend den Bedürfnissen vor Ort, anzuordnen zwischen den Teilen, Abschlußelementen
(350) bei nicht vollständiger kreisförmiger und/oder rechteckförmiger Verlegung zur
Bildung eines bündigen Abschlusses, Bodenplatten (311) sowie Zusatzteilen (370; 371),
welche gegebenenfalls über der oberen Reihe der Verbindungselemente (320 - 323; 330
- 333; 350) an den Nahtstellen mit der Möglichkeit der Arretierung angebracht werden
können, mit einer Anschlußseite (373) zum Rost (2) und einer Anschlußseite (374) zur
Flächenbefestigung (33), wobei die Bauteile zur verschiebesicheren Verbindung untereinander
als Formteile für eine unmittelbar lösbare, formschlüssige Verbindung ausgeführt sind,
wahlweise nach den Erfordernissen daraus ein Elementtyp oder mehrere oder alle vorgenannten
Elementtypen in unterschiedlicher Stückzahl aneinanderanschließend kombinierbar.
16. Fertigteilsatz nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß für beliebige Baumrostgrößen
und -formen die Fundamentierung in der Flächenausdehnung durch 4 bogenförmige Verbindungselementtypen
(320; 321; 322; 323) mit unterschiedlichem Krümmungsradius, bei einem Rastermaß zwischen
Rostverschlüssen von z. B. 16 cm: 48 cm, 96 cm, 160 cm und 224 cm, und 4 gerade Verbindungselementtypen
(330; 331; 332; 333) unterschiedlicher Länge, bei einem Rastermaß von z. B. 16 cm:
32 cm, 48 cm, 64 cm und 96 cm von Lochmitte zu Lochmitte gebildet wird.
17. Fertigteilsatz nach Anspruch 15 und/oder 16, dadurch gekennzeichnet, daß für den Formenschluß
solche geometrischen Formen vorgesehen sind, welche zu herstellungstechnisch kostengünstig
zu fertigenden und einfach zu installierenden Elementen (320 - 323, 330 - 333; 360;
350; 311, 370; 371) führen.
18. Fertigteilsatz nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Steckverbindung für
den Formenschluß pyramidenförmig oder kegelstumpfförmig oder noppenförmig oder kugelig
ist.
19. Fertigteilsatz nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 16 - 18, dadurch
gekennzeichnet, daß sämtliche Elemente (320 - 323, 330 - 333; 360; 350; 311; 370,
371), d. h. einschließlich der Zusatzteile, aus Beton bestehen.
20. Fertigteilsatz nach einem oderer mehreren der vorhergehenden Ansprüche 15 - 19 in
Verbindung mit Baumrosten nach der Patentanmeldung P 30 29 590.0-23 als funktionelle
Einheit zum Schutz von Bäumen.