[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Prüfung auf korrekt angeschlossene
Lambda-Sonden bei einer Brennkraftmaschine mit einer oder mehreren Zylindergruppen,
die eine Motorsteuerung und mehrere Lambda-Sonden beinhaltet, wobei jeder Zylindergruppe
ein eigener Abgasstrang mit einem Abgaskatalysator und wenigstens einer Lambda-Sonde
mit daran angeschlossener Lambda-Regeleinheit zugeordnet ist. Brennkraftmaschinen
dieser Art werden häufig in Kraftfahrzeugen eingesetzt, wobei Lambda-Sonden je nach
Bedarf vor und/oder hinter dem jeweiligen Abgaskatalysator positioniert sind. Dabei
ist es bekannt, an die jeweilige Lambda-Sonde eine Lambda-Regeleinheit anzuschließen,
die eine Integratorstufe und üblicherweise auch eine hier nicht weiter interessierende
Proportionalstufe beinhaltet, siehe z.B. das Fachbuch J. Kasedorf, Steuerungselektronik
an Motor und Kraftübertragung, Vogel-Verlag, 1989, S. 164. Bei solchen Brennkraftmaschinen,
z.B. Ottomotoren mit Lambda-Stereoregelung oder -Quadroregelung, besteht die Gefahr
von falsch angeschlossenen Lambda-Sonden, wonach dann ein erkanntes Lambda-Sondensignal
der falschen Zylindergruppe zugeordnet wird und das Lambda-Regelsystem in Ungleichgewicht
geraten kann. Das Verfahren vom eingangs genannten Typ dient zur Erkennung solcher
Anschlußfehler.
[0002] Ein derartiges Verfahren ist in der Offenlegungsschrift DE 44 23 344 A1 beschrieben.
Das dortige Verfahren sieht vor, daß die Einspritzventile einer von zwei Zylinderreihen
eine mindestens der Reaktions- oder Umschaltzeit der Lambda-Sonden entsprechende Zeitdauer
abgeschaltet werden und das Lambda-Sondensignal derjenigen Lambda-Sonde, die der abgeschalteten
Zylinderreihe zugeordnet ist, am Ende der Abschaltzeit der Einspritzventile mit einem
vorgegebenen Schwellwert verglichen wird. Es wird dann auf einen seitenverkehrten
Anschluß der Lambda-Sonden geschlossen, wenn das Lambda-Sondensignal den Schwellwert
über- bzw. unterschreitet. Eine derartige Einspritzventilabschaltung stellt einen
signifikanten Eingriff in den Motorbetrieb dar, der dieses bekannte Verfahren aus
Sicherheitserwägungen nur bei stehendem Fahrzeug anwendbar erscheinen läßt.
[0003] Aus den Patentschriften DE 41 17 986 C2 und US 5.212.947 sind Verfahren zur Erkennung
des fehlerhaften Betriebs einer einzelnen Lambda-Sonde bei einer Brennkraftmaschine
bekannt, bei denen das Luft/Kraftstoff-Verhältnis eines der Brennkraftmaschine zugeführten
Luft/Kraftstoff-Gemischs unter Beibehaltung eines zündfähigen Gemischs verstellt wird
und anschließend das Signal der Lambda-Sonde daraufhin untersucht wird, ob es eine
zu der vorgenommenen Änderung des Luft/Kraftstoff-Verhältnisses gehörige, eine korrekte
Funktion der Lambda-Sonde anzeigende Reaktion zeigt. Die Änderung des Luft/Kraftstoff-Verhältnisses
erfolgt bei diesen bekannten Verfahren durch eine rechteckwellenförmige Variation
desselben bzw. durch alternierendes Umkehren eines Luft/Kraftstoff-Verhältniskorrekturkoeffizienten
um eine vorgebbare Amplitude.
[0004] Der Erfindung liegt als technisches Problem die Bereitstellung eines Verfahrens der
eingangs genannten Art zugrunde, das eine zuverlässige Prüfung auf korrekt angeschlossene
Lambda-Sonden ermöglicht, ohne den normalen Motorbetrieb merklich zu stören.
[0005] Die Erfindung löst dieses Problem durch die Bereitstellung eines Verfahrens mit den
Merkmalen des Anspruchs 1. Bei diesem Verfahren wird über die Motorsteuerung die Lambda-Regeleinheit
jeweils einer Zylindergruppe und damit die von dieser geregelte Zusammensetzung des
in die betreffenden Zylinder einzuspritzenden Kraftstoff/Luft-Gemischs unter Beibehaltung
der Einspritzung eines zündfähigen Gemischs zu Beginn einer mindestens die Reaktions-
oder Umschaltzeit der Lambda-Sonden beinhaltenden Verzögerungszeit gegenüber dem momentanen
Regelungszustand verstellt oder in ihrer Regelfunktion während der Verzögerungszeit
angehalten. Dabei erfolgt die Beeinflussung der Lambda-Regelung durch Verstellen bzw.
Anhalten einer Integratorstufe der Lambda-Regeleinheit während der vorgebbaren Verzögerungszeit.
Dadurch wird für die betreffende Zylindergruppe eine Beeinflussung des zugeführten
Kraftstoff/Luft-Gemischs, z.B. eine Anfettung oder Abmagerung desselben, bewirkt,
die einerseits so geringfügig ist, daß sie den normalen Motorbetrieb nicht wesentlich
stört, und andererseits ausreicht, eine Reaktion an der oder den dieser Zylindergruppe
zugeordneten Lambda-Sonden auszulösen.
[0006] Nach Ablauf einer für die Verstellung typischen Verzögerungszeit wird das Signal
der dieser jeweiligen Zylindergruppe zugedachten einen oder mehreren Lambda-Sonden
daraufhin untersucht, ob sie eine zu der vorgenommenen Manipulation der betreffenden
Integratorstufe gehörige Reaktion zeigen. Bei in Reihe vor bzw. hinter einem Abgaskatalysator
angeordneten Lambda-Sonden beinhaltet diese Reaktion bei korrekt angeschlossenen Sonden
Sondensignale, welche die vorgenommene Manipulation zeitlich versetzt wiederspiegeln,
d.h. zuerst an der vor dem Katalysator und später an der nach dem Katalysator positionierten
Sonde. Liegt die erwartete Reaktion vor, kann daraus geschlossen werden, daß die Lambda-Sonden
korrekt an diese Zylindergruppe angeschlossen sind. Bleibt eine derartige Sondensignalreaktion
aus, liegt ein verkehrtes Anschließen der Lambda-Sonden vor. Die Entscheidung kann
anhand geeignet vorgegebener Kurvencharakteristika oder auch Schwellwerte für das
jeweilige Lambda-Sondensignal erfolgen. Das Verfahren kann wegen des nur unmerklichen
Eingriffs in den Motorbetrieb im laufenden Fahrbetrieb mit typischen Diagnosezeiten
in der Größenordnung zwischen 0,1s und 180s beispielsweise gleichzeitig mit anderen,
bei fahrendem Fahrzeug vorzunehmenden Diagnosen durchgeführt werden. Dies erspart
ein extra für die Durchführung dieser Prüfung auf korrekt angeschlossene Lambda-Sonden
auszuführendes Warmlaufen des Motors bis zur Erreichung der Katalysator-Betriebstemperatur.
[0007] Bei einem nach Anspruch 2 weitergebildeten Verfahren werden jeweils die Integratorstufen
für zwei Zylindergruppen gleichzeitig beeinflußt, und zwar die eine in Richtung fetterem
und die andere in Richtung magererem Motorbetrieb. Dies ermöglicht eine erhöhte Diagnosesicherheit.
[0008] Ein nach Anspruch 3 weitergebildetes Verfahren eignet sich speziell dazu, den korrekten
Anschluß von mindestens zwei hintereinandergeschalteten Lambda-Sonden innerhalb einer
Zylndergruppe zu überprüfen. Diese Vorgehensweise eignet sich besonders auch im Kaltstart,
da Abgasoszillationen, d.h. Lambda-Wechsel, auch hinter dem noch kalten Abgaskatalysator
meßbar sind.
[0009] Eine vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung
beschrieben.
[0010] Die einzige Figur zeigt schematisch den Abgasstrang eines 12-Zylinder-Ottomotors
mit Lambda-Quadroregelung.
[0011] Der in der Figur dargestellte Abgasstrang eines 12-Zylinder-Ottomotors besitzt einen
herkömmlichen Aufbau, bei dem einer ersten Zylindergruppe 2a ein erster Abgasstrang
1a, einer zweiten Zylindergruppe 2b ein zweiter Abgasstrang 1b, einer dritten Zylindergruppe
2c ein dritter Abgasstrang 1c und einer vierten Zylindergruppe 2d ein vierter Abgasstrang
1d zugeordnet ist. Jede Zylindergruppe 2a bis 2d umfaßt drei Zylinder. In jedem Abgasstrang
1a bis 1d befindet sich ein Abgaskatalysator 3a bis 3d. In Abgasströmungsrichtung
vor jedem Abgaskatalysator 3a bis 3d ist eine Lambda-Sonde 4a bis 4d angeordnet. Außerdem
ist je eine weitere Lambda-Sonde 5a bis 5d hinter jedem Abgaskatalysator 3a bis 3d
positioniert. Der in Abgasströmungsrichtung nachfolgende Verlauf des Gesamtabgasstrangs
ist von üblicher und hier nicht weiter interessierender Art.
[0012] Die beiden Lambda-Sonden eines jeweiligen Abgasstrangs 1a bis 1d sind jeweils mit
einer zugeordneten Lambda-Regeleinheit 6 verbunden, von denen stellvertretend eine
in der Figur dargestellt ist und die jeweils eine in der Figur symbolisch gestrichelt
angedeutete Integratorstufe 7 sowie eine hier nicht weitere interessierende Proportionalstufe
beinhalten. Die Lambda-Regeleinheiten 6 sind ihrerseits an eine nicht gezeigte Motorsteuerung
angeschlossen. Die genannten Signalverbindungen zwischen Lambda-Sonden 4a bis 5d und
Lambda-Regeleinheiten 6 sowie zwischen letzteren und der Motorsteuerung sind herkömmlicher
Natur und daher in der Figur nur durch abgeschnittene Anschlußleitungsstücke symbolisiert.
[0013] Für die gezeigte Abgasanlage ist das nachfolgend näher beschriebene, erfindungsgemäße
Verfahren vorgesehen, mit dem erkannt werden kann, ob den verschiedenen Zylindergruppen
2a bis 2d die ihnen zugedachten Lambda-Sonden richtig zugeordnet sind. Zur Verfahrensdurchführung
dient ein herkömmliches, nicht gezeigtes Diagnosegerät, mit dem über die Motorsteuerung
die Integratorstufen 7 der Lambda-Regeleinheiten 6 gezielt beeinflußt werden können.
Dabei vermag das Verfahren die Verkabelung der Lambda-Sonden zu prüfen, ohne hierfür
eine Dekontaktierung derselben vornehmen zu müssen, die ihrerseits Fehlerquellen in
sich bergen könnte.
[0014] Das Verfahren startet damit, daß für eine erste der vier Zylindergruppen 2a bis 2d
durch entsprechende Eingabe am Diagnosegerät über die Motorsteuerung die dieser ausgewählten
Zylindergruppe zugeordnete Lambda-Regeleinheit 6 dahingehend angesprochen wird, daß
diese ihre Integratorstufe 7 oder die Gemischbildungseinheit für eine mindestens der
Reaktions- oder Umschaltzeit der Lambda-Sonden 4a bis 5d entsprechende Verzögerungszeit
verändert bzw. der Lambda-Sollwert oder der Lambda-Istwert verändert wird, und zwar
je nach Wunsch bzw. Bedarf entweder in in Richtung fettem Motorbetrieb oder in Richtung
magerem Motorbetrieb. Dementsprechend verschiebt sich für die ausgewählte Zylindergruppe
der Motorbetrieb temporär in Richtung fett bzw. mager. Das Verändern oder Anhalten
der Integratorstufe 7 bzw. der Gemischbildungseinheit kann beispielsweise am betreffenden
Endpunkt des Integrationsbereiches vor dem Umspringen zum anderen Integrationsbereich
erfolgen, d.h. am "fetten" Endpunkt von z.B. λ ≈ 0,9 oder am "mageren" Endpunkt von
z.B. λ ≈ 1,1. Der Lambdawert kann auch länger angehalten werden. Daraus resultiert
ein Ausbleiben von Schwingungen des Lambdawertes, d.h. ein annähernd ruhiges Sondenspannungssignal.
[0015] Am Ende einer Verzögerungszeit, deren Dauer typischerweise etwa 50ms oder mehr beträgt,
bestehend aus der Verstellzeit für die eventuelle Lambda-Sprungänderung, der Gaslaufzeit
und der Sondenreaktionszeit, werden die Signale aller Lambda-Sonden 4a bis 5d abgefragt.
Speziell wird das Signal derjenigen Lambda-Sonden, die der ausgewählten Zylindergruppe
zugedacht sind, daraufhin analysiert, ob es eine zu der vorgenommenen Manipulation
an der betreffenden Integratorstufe bzw. dem betreffenen Lambda-Sollwert oder -Istwert
und dem daraus resultierenden, temporär in Richtung fett bzw. mager verschobenen Betrieb
dieser Zylindergruppe entsprechende Reaktion zeigt. Zu diesem Zweck werden die Lambda-Sondensignale
geeignet ausgewertet, z.B. durch Vergleich mit vorgegebenen Schwellwerten bzw. Signalkurvencharakteristika.
Dies läßt sich sowohl für die Lambda-Sonde vor als auch für diejenige hinter dem jeweiligen
Abgaskatalysator überprüfen. Wenn das Signal derjenigen Lambda-Sonde bzw. -Sonden,
die der ausgewählten Zylindergruppe zugedacht sind, die beabsichtigte, richtige Reaktion
zeigt, bedeutet dies, daß die vorgenommene Zuordnung dieser Lambda-Sonde zur ausgewählten
Zylindergruppe richtig ist. Bleibt die richtige Reaktion des Signals der der ausgewählten
Zylindergruppe zugedachten Lambda-Sonde hingegen aus, was an einer Unter- bzw. Überschreitung
des betreffenden Schwellwertes bzw. durch Abweichen der Signalkuve von den erwarteten
Kurvencharakteristika festgestellt wird, liegt eine fehlerhafte Kontaktierung der
Lambda-Sonde für diese Zylindergruppe vor. Zweckmäßigerweise wird das erhaltene Resultat
durch wiederholte Durchführung dieses Prüfvorgangs verifiziert, bis eine ausreichende
Diagnosesicherheit gegeben ist.
[0016] Der geschilderte Prüfvorgang wird dann so lange mit den weiteren Zylindergruppen
wiederholt, bis die Zuordnung der verschiedenen Lambda-Sonden 4a bis 5d zu den unterschiedlichen
Zylindergruppen 2a bis 2d vollständig erkannt und ggf. richtiggestellt ist. Ein Prüfzyklus
dauert typischerweise zwischen etwa 0,1s und 180s und ist im normalen Fahrbetrieb
ausführbar, da der Motorbetrieb durch die schwache und je nach Applikation der Sondeneinbaulage
nur sehr kurzzeitige Anfettung bzw. Abmagerung des in die jeweils ausgewählte Zylindergruppe
eingespritzten Luft/Kraftstoffgemischs nicht wesentlich gestört wird. Der Motor braucht
daher nicht extra bei stehendem Fahrzeug betrieben werden bzw. bis zur Erreichung
der Betriebstemperatur für die Abgaskatalysatoren 3a bis 3d in Betrieb gehalten zu
werden. Vielmehr kann das Prüfverfahren gleichzeitig mit anderen, im laufenden Fahrbetrieb
erfolgenden Fahrzeugdiagnosen vorgenommen werden. Hierbei ist es unerheblich, ob der
Motor bzw. Katalysator betriebswarm sind. Lediglich die Lambda-Sonden müssen in Funktion
sein.
[0017] In einer vorteilhaften Variante des oben beschriebenen Verfahrens kann vorgesehen
sein, jeweils gleichzeitig mit dem Anhalten bzw. Verändern der Integratorstufe bzw.
der Gemischbildungseinheit der Lambda-Regeleinheit einer ersten ausgewählten Zylindergruppe
im einen, in Richtung fettem oder magerem Motorbetrieb integrierenden Bereich die
Integratorstufe der Lambda-Regeleinheit einer zweiten ausgewählten Zylindergruppe
im anderen, in Richtung magerem bzw. fettem Motorbetrieb integrierenden Bereich für
die ausreichend bemessene Verzögerungszeit anzuhalten bzw. zu verändern und danach
die Signale der diesen beiden Zylindergruppen zugedachten Lambda-Sonden miteinander
zu vergleichen. Die daraus resultierende Signaldifferenz variiert für den Fall korrekt
angeschlossener Lambda-Sonden gleichsinnig zur Veränderung, hingegen für den Fall
verkehrt angeschlossener Lambda-Sonden ersichtlich gegensinnig zur Lambda-Veränderung,
was die Zuverlässigkeit der Schwellwertabfrage und damit die Diagnosesicherheit erhöht.
[0018] Es versteht sich, daß das erfindungsgemäße Verfahren nicht nur für den speziell beschriebenen
Motortyp, sondern für alle Brennkraftmaschinen anwendbar ist, die mindestens zwei
hintereinandergeschaltete Lambda-Sonden und/oder zwei Zylindergruppen mit getrennten
Lambda-Regelkreisen aufweisen. Dabei läßt sich nicht nur die Verkabelung der dem jeweiligen
Abgaskatalysator vorgeschalteten Lambda-Sonde, sondern auch diejenige einer eventuell
hinter dem Abgaskatalysator positionierten Lambda-Sonde überprüfen. Voraussetzung
ist jeweils das Vorhandensein einer Motorsteuerung, welche die Möglichkeit der Realisierung
einer zum erfindungsgemäßen Prüfzweck anstoßbaren Verzögerungszeit bzw. Veränderung
der Lambda-Integration in Richtung fett und/oder mager getrennt für jeden der Lambda-Regelkreise
bietet.
1. Verfahren zur Prüfung auf korrekt angeschlossene Lambda-Sonden bei einer Brennkraftmaschine
mit einer oder mehreren Zylindergruppen (2a bis 2d), die eine Motorsteuerung und mehrere
Lambda-Sonden (4a bis 5d) beinhaltet, wobei jeder Zylindergruppe ein eigener Abgasstrang
(1a bis 1d) mit einem Abgaskatalysator (3a bis 3d) und wenigstens einer Lambda-Sonde
mit daran angeschlossener Lambda-Regeleinheit (6) zugeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
- über die Motorsteuerung die Lambda-Regeleinheit (6) jeweils einer Zylindergruppe
(2a bis 2d) unter Beibehaltung der Einspritzung eines zündfähigen Gemischs zu Beginn
einer mindestens die Reaktions- oder Umschaltzeit der Lambda-Sonden (4a bis 5d) beinhaltenden
Verzögerungszeit in ihrem momentanen Regelungszustand in Richtung fettem oder magerem
Motorbetrieb verstellt und/oder während der Verzögerungszeit in ihrer Regelungsfunktion
angehalten wird, indem eine Integratorstufe (7) der Lambda-Regeleinheit (6) jeweils
einer Zylindergruppe (2a bis 2d) in einem ihrer beiden, in Richtung fettem bzw. magerem
Motorbetrieb integrierenden Bereichen während der Verzögerungszeit verstellt bzw.
angehalten wird, und
- wenigstens das Signal der dieser jeweiligen Zylindergruppe zugedachten Lambda-Sonde
bzw. -Sonden spätestens am Ende der Verzögerungszeit daraufhin untersucht wird, ob
es eine zu der vorgenommenen Manipulation der Lambda-Regelung gehörige, ein korrektes
Anschließen dieser Lambda-Sonde bzw. -Sonden an die ausgewählte Zylindergruppe anzeigende
Reaktion zeigt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, weiter
dadurch gekennzeichnet, daß
gleichzeitig mit dem Anhalten der Integratorstufe der Lambda-Regeleinheit einer jeweils
ersten ausgewählten Zylindergruppe die Integratorstufe der Lambda-Regeleinheit einer
jeweils zweiten ausgewählten Zylindergruppe in ihrem zu demjenigen der anderen Integratorstufe
gegensinnig integrierenden Bereich für die entsprechende Verzögerungszeit angehalten
wird und die Signale der den jeweils ausgewählten beiden Zylindergruppen zugedachten
Lambda-Sonden am Ende der Verzögerungszeit daraufhin untersucht werden, ob ihre Signaldifferenz
eine zu den vorgenommenen Manipulationen an den beiden betreffenden Integratorstufen
gehörige, ein korrektes Anschließen der Lambda-Sonden an ihre zugedachten Zylindergruppen
anzeigende Reaktion zeigt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, weiter
dadurch gekennzeichnet, daß
nach einem Anhalten der Lambda-Regelung durch die Lambda-Regeleinheit das gleichbleibende
Signal einer vor einem Abgaskatalysator positionierten, ersten Lambda-Sonde mit dem
noch oszillierenden Signal einer hinter dem Abgaskatalysator für dieselbe Zylindergruppe
vorgesehenen, zweiten Lambda-Sonde verglichen wird, um den korrekten Anschluß der
beiden Lambda-Sonden zu überprüfen.