[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine lichtbandfähige Langfeldleuchte gemäß dem Oberbegriff
des Patentanspruches 1.
[0002] Beleuchtungseinrichtungen für großflächige Räume werden häufig in Form von Lichtbandsystemen
realisiert, bei denen eine Mehrzahl von Leuchten, häufig direkt aneinander gesetzt,
ein geradliniges, geschlossen erscheinendes Leuchtensystem bilden. In großflächigen
Räumen, wie Montage-, Fertigungs- oder Lagerhallen, aber auch Sportstätten werden
derartige Lichtbänder, auch in mehreren zueinander parallelen Reihen, bevorzugt in
Längsrichtung eines solchen Raumes angeordnet.
[0003] Aus EP-B1-0 486 714 sind beispielsweise Lichtbandsysteme der genannten Art bekannt.
Das tragende Konstruktionselement bei einem solchen Lichtbandsystem ist eine Tragschiene
von einer Länge, die mehrere Leuchteneinsätze aufnehmen kann. In der Tragschiene ist
üblicherweise zur elektrischen Versorgung der Lichtquellen eine Durchgangsverdrahtung
vorgesehen. Vielfach besitzen die Leuchteneinsätze einen Grundkörper mit einer im
wesentlichen flachen Tragplatte, die bei der Montage des Lichtbandes an der Tragschiene
angesetzt und daran mittels Drehverschlüssen festgelegt wird. Die Tragplatte dient
als Aufnahme für alle elektrischen, auch mechanischen Elemente einer Leuchte. Dabei
sind vorzugsweise alle diese Elemente, bis auf Lampenfassungen, auf der Oberseite
der Tragplatte vormontiert und so angeordnet, daß sie beim montierten Leuchteneinsatz
in den Querschnitt der Tragschiene eintauchen. Bei vielen bekannten Lichtbandsystemen
sind an dieser Tragplatte eines Leuchteneinsatzes einzeln dann ein Leuchtenreflektor,
ein Leuchtengehäuse samt Raster oder eine Leuchtenabdeckung lösbar zu befestigen.
Für die Befestigung werden häufig dieselben Drehverschlüsse verwendet, mit denen die
Tragplatte selbst an der Tragschiene festzulegen ist.
[0004] Dieser bekannte Aufbau von Lichtbandsystemen ermöglicht aufgrund seiner Modularität
eine außerordentliche Flexibilität in der Leuchtenanordnung und -auswahl, so daß mit
derartigen Lichtbandsystemen individuelle Beleuchtungsaufgaben in unterschiedlicher
Weise zu lösen sind. Dazu kommt, daß derartige Lichtbandsysteme wegen ihres modularen
Aufbaus auch an sich ändernde Anforderungen an die Raumbeleuchtung, z. B. bei einer
anderen Raumnutzung ohne weiteres anzupassen sind. Ein Nachteil dieses grundsätzlichen
Aufbaus bekannter Lichtbandsysteme mit einer Vielzahl von einzelnen Komponenten ist
der durch die an sich gewünschte Modularität bedingte relativ hohe Aufwand, der sich
in den Werkzeug-, Fertigungs- und Lagerkosten niederschlägt.
[0005] Wie sich aus DE-C1-43 42 657 ergibt, wurde dieser Nachteil auch bereits erkannt.
Daraus ist eine Leuchteneinheit für Lichtbandsysteme bekannt, deren Besonderheit darin
liegt, daß dort ein Leuchtmittel, insbesondere in Form einer oder mehrerer in einer
Leuchteneinheit angeordneter Leuchtstofflampen, nicht mehr an der Tragplatte des Leuchteneinsatzes
sondern über Lampenfassungen unmittelbar an der Tragschiene des Lichtbandsystemes
festgelegt ist. Somit wird bei dieser bekannten Leuchteneinheit für ein Lichtbandsystem
auf eine in die Öffnung der Tragschiene eingesetzte Tragplatte verzichtet, diese also
eingespart. Statt dessen dient die Reflektoreinheit des Leuchteneinsatzes unmittelbar
als Abdeckung der an sich in Richtung auf die beleuchtete Fläche hin offenen Tragschiene.
Um diese Vereinfachung des konstruktiven Aufbaus einer Leuchteneinheit für ein Lichtbandsystem
realisieren zu können, werden alle mechanischen und elektrischen Bauelemente einer
Leuchte einschließlich der Fassungen für das bzw. die Leuchtmittel unmittelbar in
den freien Querschnitt der Tragschiene eingesetzt und dort festgelegt. Die Reflektoranordnung,
mit der die Tragschiene auf ihrer in den Raum gerichteten Oberfläche abgedeckt wird,
muß dann so ausgebildet sein, daß die an der Tragschiene befestigten Fassungen durch
die Reflektoranordnung durchsteckbar sind bzw. daß an ihren Stirnkanten entsprechende
Freischnitte für die Aufnahme der Steckfassungen vorgesehen sind.
[0006] Bei dieser bekannten Lösung ist ein gewisser Nachteil im Hinblick auf Montage und
Wartungsfreundlichkeit in Kauf zu nehmen, um einen einfacheren und damit kostengünstigeren
Leuchtenaufbau zu erzielen. Unter diesem Gesichtspunkt der Kostengünstigkeit betrachtet,
kann aber die bekannte Lösung noch nicht voll befriedigen, weil der Wegfall nur einer
Tragplatte eine relativ geringe Kostensenkung im Vergleich zu den so in Kauf genommenen
Nachteilen einer geringeren Variationsbreite bedeutet.
[0007] Weiterhin sind auch lichtbandfähige Leuchten mit einem wannenförmigen, über Pendel
oder unmittelbar an einer Decke befestigbaren Leuchtengehäuse bekannt, das stirnseitige
Gehäusewandteile besitzt, die zur Bildung eines Lichtbandes direkt aneinandersetzbar
sind. Bei diesen Leuchten wird keine Tragschiene eingesetzt, statt dessen sind die
Gehäuse der einzelnen Leuchten entsprechend stabil und so ausgebildet, daß sie neben
den Leuchtmitteln und der sie umgebenden Reflektoranordnung auch die elektrischen
und mechanischen Bauteile aufnehmen sowie eine Durchgangsverdrahtung im Falle einer
Verwendung in einer Bandanordnung ermöglichen.
[0008] In US-A-3 599 911 ist ein Beispiel für eine derartige lichtbandfähige Leuchte beschrieben.
Bei dieser sind Stirnwandteile des Leuchtengehäuses als Blechstanzteile mit abgewinkelten
Rändern ausgebildet, über die sie am Leuchtengehäuse mittels Schrauben oder Nieten
befestigt sind. Um die Stirnwandteile gegenseitig verankern zu können, weisen diese
wechselseitig angeordnete Haken und Ösen auf. Zum Zusammenfügen von Stirnwandteilen
müssen sie zunächst, zueinander in Querrichtung versetzt, aneinander gesetzt werden,
damit die Haken in die entsprechenden Ösen eingeführt werden können. Zur Verriegelung
der Haken ist dann eine Querbewegung der zusammengefügten Stirnwandteile erforderlich.
Der Montagevorgang für ein Lichtband ist daher relativ aufwendig und erfordert ein
zusätzliches Justieren, um ein exaktes Fluchten der zusammengefügten Leuchten zu erreichen.
[0009] Aus EP-B-0 264 857 ist ferner eine lichtbandfähige Langfeldleuchte bekannt, bei der
an den Stirnwände des Leuchtengehäuses Abschlußplatten als Adapterelemente vorgesehen
sind, deren Außenseiten nach Art stapelbarer Elemente jeweils ineinander fügbare Steckrahmen
aufweisen. Somit können Langfeldleuchten durch einfaches Zusammenstecken der Außenseiten
dieser Abschlußplatten fluchtend aneinandergesetzt werden. Für den stirnseitigen Abschluß
einer einzelnen Leuchte oder das Ende eines Lichtbandes ist dann allerdings eine weitere
Endkappe erforderlich.
[0010] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, für eine lichtbandfähige Leuchte
der im Oberbegriff des Patentanspruches 1 genannten Art eine weitere Ausführungsform
zu schaffen, die in der Beschränkung auf rein funktionale Merkmale besonders kostengünstig
herzustellen ist, dabei jedoch zeitgemäße Lichttechnik in einer ansprechenden Leuchtengestaltung
bietet und zugleich mit einfachen Mitteln für den Monteur bequem und werkzeuglos auch
in einer Bandanordnung einzusetzen ist.
[0011] Bei einer lichtbandfähigen Leuchte der vorstehend genannten Art wird diese Aufgabe
erfindungsgemäß durch die im Kennzeichen des Patentanspruches 1 beschriebenen Merkmale
gelöst.
[0012] Im Vergleich zu eingangs genannten, relativ aufwendigen bekannten Lösungen für Lichtbandsysteme
mit in Tragschienen einsetzbaren Leuchteneinheiten hat die erfindungsgemäße Lösung
den großen Vorteil eines besonders einfachen konstruktiven Aufbaus. Sie ist sowohl
als Einzelleuchte als auch in einem Lichtband einsetzbar, ohne für die Lichtbandmontage
zusätzliche Bauteile zu benötigen. Sie bietet den Vorteil der Schienensysteme einer
deckenseitigen Anordnung der elektrischen und mechanischen Bauteile einer Leuchte
mit einer einfachen Durchgangsverdrahtung in einer Lichtbandanordnung. Dabei ist sie
in ihrem Aufbaukonzept im Vergleich zu konventionellen lichtbandfähigen Leuchten besonders
einfach. Eine Tragschiene wie bei bekannten Decken-/Schienensystemen wird auch bei
einer Bandanordnung nicht benötigt. Auch ein bei konventionellen lichtbandfähigen
Leuchten, die ohne eine eigene Tragschiene realisiert werden, dann für die Stabilität
der Leuchte beziehungsweise die Lichtbandanordnung sowie für Unterbringung der elektrischen
und mechanischen Bauteile üblicherweise eingesetztes Leuchtengehäuse ist bei dem erfindungsgemäßen
Leuchtenaufbau nicht vorgesehen. Diese konstruktiven Funktionen werden durch die Ausgestaltung
der Reflektoranordnung mit übernommen. Diese ist dabei so gestaltet, daß sie fertigungstechnisch
auch mit an sich bekannten Werkzeugen kostengünstig realisierbar ist. Damit ist die
Reflektoranordnung nicht nur ein lichttechnisches Formelement sondern zugleich ein
Konstruktionsteil, das an die Stelle eines eigenen Leuchtengehäuses tritt.
[0013] Dabei ist es von besonderem Vorteil, die Reflektoranordnung und die Tragschiene nicht
etwa nur zu einer Einheit zu vereinigen, sondern diese Leuchtenteile unmittelbar in
einem Stück aus einem dünnwandigen Flachmaterial durch entsprechende Verformung herzustellen.
Fertigungstechnisch ist eine solche Lösung mit in der Beleuchtungstechnik üblichen
Abkantwerkzeugen ohne weiteres und damit auch kostengünstig ohne großen Investitionsaufwand
realisierbar. Die Möglichkeit, diese Leuchte nicht nur als Einzelleuchte sondern auch
in einer Lichtbandanordnung einsetzen zu können, ist durch entsprechende Stirnwandteile
gegeben, die auf Umschlag ineinander steckbar sind. Damit ist eine werkzeuglose Bandmontage
ermöglicht, ohne dafür zusätzliche Verbindungselemente zu benötigen. Weitere Ausgestaltungen
und Vorteile ergeben sich aus Weiterbildungen der Erfindung, die in Unteransprüchen
bzw. in Ausführungsbeispielen beschrieben sind.
[0014] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im folgenden anhand der Zeichnung näher
erläutert. Dabei zeigt:
Figur 1 den prinzipiellen konstruktiven Aufbau einer erfindungsgemäß ausgebildete
Leuchte in einer dreidimensionalen Darstellung,
Figur 2 bis 4 je eine Ansicht eines Stirnwandteiles dieser Leuchte und
Figur 5 schematisch wie diese Stirnwandteile konturengenau aneinander setzbar sind.
[0015] In dem in Figur 1 dargestellten Ausführungsbeispiel einer lichtbandfähigen Leuchte
ist eine Reflektoranordnung 1 spiegelbildlich symmetrisch zu einer die Leuchtenlängsachse
enthaltenden vertikalen Mittelebene ausgebildet. Beispielhaft ist gezeigt, daß Seitenflächen
11 bzw. 12 der Reflektoranordnung 1 aus ebenen Teilflächen zusammengesetzt sind, ebenso
könnten diese Seitenflächen 11 bzw. 12 aber auch als Kegelschnittflächen ausgebildet
bzw. aus solchen Flächen zusammengesetzt sein. Dies besagt, daß es im vorliegenden
Fall dem Fachmann überlassen bleibt, welche Profilgestaltung er für diese Seitenflächen
11 bzw. 12 aus Gründen der Lichttechnik wählt.
[0016] Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Reflektoranordnung 1 besteht jedenfalls darin,
diese wenigstens in Teilflächen, gegebenenfalls aber auch vollständig mit einer kleinflächigen
Oberflächenstruktur zu versehen. Lichttechnisch bedeutet dies, daß die Flächen, beispielsweise
die Seitenflächen 11 bzw. 12 der Reflektoranordnung 1 von einer in ihrem Inneren angeordneten
Lampe abgegebenes Licht nicht nur gerichtet sondern auch streuend reflektieren. Mit
dieser Reflektorgestaltung ist somit auch eine gewisse Vergleichmäßigung des von der
Leuchte abgestrahlten Lichtstromes in seiner räumlichen Verteilung zu erreichen. Mechanisch
hat die Strukturierung der Oberfläche der Reflektoranordnung 1 den weiteren Vorteil,
daß damit deren Steifigkeit im Vergleich zu einer glatten Oberfläche wesentlich zu
erhöhen ist. Damit trägt eine derartige Strukturierung in einem beachtlichen Umfang
zu der Querstabilität der Leuchte bei, so daß in diesem Fall die Materialstärke der
Reflektoranordnung 1 ohne Stabilitätsverlust entsprechend dünner gewählt werden kann.
[0017] Die Reflektoranordnung 1 weist im Bereich einer Deckfläche 13, die der Lichtaustrittsöffnung
2 gegenüber liegt, ein Paar von vorstehenden Schenkeln 14 auf, die in einem vorgegebenen
Abstand untereinander zur vertikalen Mittelebene der Leuchte spiegelbildlich symmetrisch
angeordnet sind. Diese Schenkel 14 sind jeweils durch zweifaches Abkanten des bahnenförmigen,
dünnwandigen Materials der Reflektoranordnung 1 gebildet, wobei dieses Material vorzugsweise
aus einem der üblichen Reflektormaterialien für Leuchten ausgewählt ist. Die beiden
Schenkel 14 bilden somit zusammen mit der Deckfläche 13 der Reflektoranordnung 1 einen
dreiseitig geschlossenen, im wesentlichen U-förmig ausgebildeten Kanal, dessen Längsachse
in der Leuchtenmittelebene liegt und der von der Lichtaustrittsöffnung 2 abgewandt
nach oben offen ist. Der Innenraum dieses Kanals ist dafür vorgesehen, die elektrischen
und mechanischen Bauteile der Leuchte aufzunehmen, beispielsweise ein elektronisches
Vorschaltgerät als Betriebsgerät für die Lampe(n) der Leuchte, durch die Deckfläche
hindurchgesteckte Lampenfassungen sowie eine Leuchtenverdrahtung. Aus Gründen der
Übersichtlichkeit sind diese Einzelheiten in Figur 1 nicht dargestellt, da dem Fachmann
konstruktive Lösungen dafür, z. B. auch aus den einleitend diskutierten Decken-/Schienensystemen
bekannt sind.
[0018] Abschlußkappen an den Stirnflächen der Reflektoranordnung 1 sind als Stirnwandteile
3 konstruktiv so ausgebildet; daß die Leuchte lichtbandfähig wird. Im Querschnittsprofil
betrachtet, besitzen die Stirnwandteile 3 einen Mittelbereich 31, der den von den
Schenkeln 14 der Reflektoranordnung 1 gebildeten Kanal abschließt und sich nach unten
in Richtung der Lichtaustrittsöffnung 2 der Leuchte etwa dreieckförmig verjüngt und
dabei eine in Figur 1 nicht einsehbare Lampenfassung überdeckt. Der Querschnittskontur
der Reflektoranordnung 1 folgend, sind an diesen Mittelbereich 31 seitlich nach außen
weisende Finger 32 angesetzt.
[0019] In den Figuren 2 bis 4 ist je eine Ansicht der Außen- bzw. Innenseite sowie eine
Draufsicht des Stirnwandteiles 3- zur Verdeutlichung von Einzelheiten in einem etwas
größeren Maßstab - dargestellt. Randnah der Außenkontur folgend, ist auf der in Figur
3 dargestellten Innenseite des Stirnwandteiles 3 eine schmale Stecknut 33 zur Aufnahme
des Stirnprofiles der Reflektoranordnung 1 vorgesehen. Wegen der etwa maßstabgetreuen
Darstellung des Stirnwandteiles 3 ist diese Nut 33 in Figur 3 lediglich als eine etwas
dicker gezeichnete Linie erkennbar. Beim Zusammenbau der Leuchte wird die Stirnkante
der Reflektoranordnung 1 in diese Stecknut 33 eingeschoben und dort verrastet. Als
Rastmittel stehen dem Fachmann eine Reihe von Möglichkeiten zur Verfügung, beispielsweise
in Form von stirnparallelen Schlitzen in der Reflektoranordnung 1, denen entsprechende
Rastnasen im Stirnwandteil 3 entsprechen, so daß es dazu keiner näheren Erläuterung
bedarf und auf eine Detaildarstellung in der Zeichnung verzichtet ist. Weiterhin weist
die Innenseite des Stirnwandteiles 3 eine kreisabschnittförmige Ausnehmung 34 in ihrem
oberen Randbereich auf, deren Bedeutung als Aufnahme für einen Leuchtenhalter noch
zu erläutern sein wird.
[0020] In Figur 2 und insbesondere Figur 4 ist ferner zu erkennen, daß das auf der Außenseite
des Mittelbereiches 31 des Stirnwandteiles 3, der Leuchtenmittelebene parallel laufend
ein Nut-/Federprofil bestehend aus einer Mehrzahl von wechselseitig aufeinanderfolgenden
Nuten 35 bzw. Federn 36 vorgesehen ist. Dieses Profil besitzt ein definiertes Teilungsmaß,
d. h. die Nuten 35 bzw. Federn 36 weisen die gleiche Breite, darüber hinaus auch die
gleiche Tiefe auf. Im Gesamteindruck der Darstellungen in Figur 1 und 2 erscheint
dieses Nut-/Federprofil 35, 36 völlig gleichmäßig, so daß die Außenseite des Stirnwandteiles
3 in sich geschlossen wirkt. Bei genauerer Betrachtung, insbesondere von Figur 4,
wird aber ein asymmetrischer Versatz zur Leuchtenmittelebene deutlich, da das Nut-/Federprofil
am linken Rand des Mittelbereiches 31 eine Feder 36 aufweist, während es am rechten
Rand mit einer Randnut 35 abschließt.
[0021] Aus Figur 5 ist der Grund für diese asymmetrische Anordnung des Nut-/Federprofiles
35, 36 des Mittelbereiches zu erkennen. In dieser Darstellung sind zwei der identisch
ausgebildeten Stirnwandteile 3 einander gegenübergestellt, hieraus wird deutlich,
daß die Nut-/Federprofile 35, 36 zweier aneinander zu setzender Stirnwandteile 3,
ineinander gesteckt, ein konturengleiches Zusammenfügen der Stirnwandteile 3 ermöglichen,
ohne daß es dafür etwa eines Ausrichtens bedarf.
[0022] Die in Figur 3 dargestellte Ausnehmung 34 in Form eines kreisabschnittförmig angeschnittenen
Sackloches ist in diesem Ausführungsbeispiel dafür bestimmt, einen das leuchtenseitige
Endstück einer Leuchtenabhängung bildenden Leuchtenhalter 4 aufzunehmen. Dieser ist
in dieser Ausführungsform als eine kreisrunde Scheibe ausgebildet, die von der Innenseite
her in das Stirnwandteil 3 einsetzbar ist. In den Figuren 1 und 2 ist die Leuchtenabhängung
als drahtförmiges Pendel 5 beispielhaft dargestellt, statt dessen könnte aber ebenso
ein Rohrpendel verwendet werden. Die scheibenförmige Ausgestaltung des Leuchtenhalters
4 erlaubt, dessen relative Lage zum Stirnwandteil 3 etwa in einem Winkelbereich α
- siehe Figur 2 - zu verstellen. In Betriebslage kann daher für die Leuchte innerhalb
dieses Bereiches eine aus der Vertikalstellung geschwenkte Position gewählt werden,
sofern dies im Einzelfall die gewünschte Raumbeleuchtung erfordert. In Figur 2 ist
weiter schematisch angedeutet, daß die Relativposition des Leuchtenhalters 4 zum Stirnwandteil
3 mittels einer Madenschraube 6 kraftschlüssig fixiert ist. Auch dies ist nur beispielhaft
zu verstehen, denn es wäre auch ohne weiteres denkbar, die Verbindung von Leuchtenhalter
4 und Stirnwandteil 3 formschlüssig, beispielsweise durch eine Verzahnung auszugestalten.
Ferner können anstelle oder zusätzlich zu den beschriebenen Leuchtenhaltern auch Leuchtenabhängungen
eingesetzt werden, die z. B. in vorgegebenen Abständen an den Schenkeln 14 der Reflektoranordnung
1 in dafür vorgesehene Ausnehmungen eingeschnappt werden.
[0023] Figur 1 und 2 zeigen schließlich, daß in der aus dem Stirnwandteil 3 herausragenden
Randfläche des Leuchtenhalters 4 Kerben 41 vorgesehen sind. Diese dienen bei einer
Lichtbandanordnung der Leuchte als Aufnahmen für eine Durchgangsverdrahtung von Leuchte
zu Leuchte, die damit zugleich fixierbar ist.
1. Lichtbandfähige Langfeldleuchte mit einem wannenförmigen, über Pendel und/oder unmittelbar
an einer Decke befestigbaren Leuchtengehäuse, an dessen Stirnwänden Verbindungselemente
zum unmittelbaren Aneinanderreihen einzelner Langfeldleuchten zu einem Lichtband vorgesehen
sind, gekennzeichnet durch
eine einteilige, unmittelbar das Leuchtengehäuse bildende, bezüglich einer die Leuchtenlängsachse
enthaltenden vertikalen Leuchtenmittelebene spiegelbildlich symmetrisch ausgebildete
Reflektoranordnung (1), die von ihrer Lichtaustrittsöffnung (2) abgewandt ein Paar
von nach außen vorstehenden, zueinander beabstandeten Schenkeln (14) zur Aufnahme
von elektrischen und/oder mechanischen Leuchtenbauteilen aufweist und durch Verbindungselemente,
die jeweils als ein universelles, einteiliges Stirnwandteil (3) ausgebildet sind,
das auf einer der Reflektoranordnung zugekehrten Innenseite eine deren Profil entsprechende
Stecknut (33) aufweist und auf einer Außenseite ein Nut/Federprofil bestehend aus
einer Mehrzahl von zueinander sowie zur Leuchtenmittelebene parallelen, wechselseitig
aufeinanderfolgenden Nuten (35) und Federn (36) gleicher Breite besitzt, wobei dieses
Nut/Federprofil, asymmetrisch zur Leuchtenmittelebene liegend derart angeordnet ist,
daß die identisch ausgebildeten Stirnwandteile, paarweise und konturengleich fluchtend,
stirnseitig ineinander fügbar sind.
2. Langfeldleuchte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die nach außen vorstehenden Schenkel (14) der Reflektoranordnung (1) als doppelt
abgekröpfte Vorsprünge ausgebildet sind, die gemeinsam ein nach außen offenes, im
Querschnitt U-förmiges Profil bilden.
3. Langfeldleuchte nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Reflektoranordnung (1) aus einem dünnwandigen, bahnenförmigen reflektierenden
Material gefertigt ist, dessen Oberfläche zumindestens in Teilbereichen durch Oberflächenverformung
versteifend feinstrukturiert ist.
4. Langfeldleuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Stirnwandteile (3) als Spritzformteile ausgebildet sind.
5. Langfeldleuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß Rastmittel zum Sichern der Steckverbindung zwischen der Reflektoranordnung (1)
und den Stirnwandteilen (3) vorgesehen sind.
6. Langfeldleuchte nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Stirnwandteile (3) einen plattenförmigen zentralem Mittelbereich (31) aufweisen,
der das U-förmige Profil der vorstehenden Schenkel (14) der Reflektoranordnung (1)
umfaßt, der auf seiner von der Reflektoranordnung (1) abgekehrten Außenseite das Nut/Federprofil
(35, 36) trägt und an dem - im Querschnitt gesehen - gabelförmig nach außen abstehend
ein Paar von Fingern (32) zur Aufnahme der Stirnkanten der Reflektoranordnung angesetzt
ist.
7. Langfeldleuchte nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Stirnwandteile (3) auf ihrer der Reflektoranordnung (1)) zugekehrten Innenseite
im Bereich des U-förmigen Profiles der Schenkel (14) eine Ausnehmung (34) aufweisen
und daß jeweils in diese Ausnehmung einsetzbare, ein leuchtenseitiges Endstück einer
Leuchtenabhängung bildenden Leuchtenhalter (4) vorgesehen sind.
8. Langfeldleuchte nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Leuchtenhalter (4) als plattenförmige, im Querschnitt kreisförmig gestaltete
Scheiben ausgebildet sind.
9. Langfeldleuchte nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die der Aufnahme eines Leuchtenhalters (4) dienende Ausnehmung (34) in dem Stirnwandteil
(3) dessen Oberkante zugekehrt derart angeordnet ist, daß der darin eingesetzte Leuchtenhalter
über die Oberkante des Stirnwandteiles teilweise übersteht.
10. Langfeldleuchte nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß in dem aus der Oberseite des Stirnwandteiles (3) hervorstehenden Randbereich
des Leuchtenhalters (4) Kerben (41) vorgesehen sind, die bei einer Lichtbandanordnung
zur Aufnahme und Fixierung einer Durchgangsverdrahtung von Leuchte zu Leuchte dienen.