[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Aufnahme von mehreckigen Datenträgern
oder von in mehreckigen Gehäusen oder Hüllen angeordneten Datenträgern, die jeweils
zwischen zwei nach innen ragenden, mit Stütz-, Anlage- oder Anschlagflächen versehenen
Auslegern von Lagerteilen zwischen einer nach vorn und einer nach hinten geneigten
Schräglage verschwenkbar gelagert sind.
[0002] Es ist ein Behälter für die Aufnahme von Magnetbandkasetten bekannt (EP 0 162 999),
die ohne Hülle in die Aufnahme des Behälters eingesetzt werden. An den beiden Längsseiten
des Behälters sind Auflager im Abstand vom Behälterboden angeordnet, die seitliche
Führungen zur nahezu senkrechten Lagerung der Magnetbandkassetten aufweisen. Diese
seitlichen Führungen sind mit einer Engstelle versehen, die der Dicke der Magnetbandkassette
entspricht, so daß ein Kipplager durch diese Engstelle gebildet wird, um das die Magnetbandkassetten
nach vorn und nach hinten kippbar sind. Der Auflageboden ist dachförmig ausgebildet.
Das Auflager, das an beiden Behälterlängsseiten angeordnet ist, weist einen relativ
aufwendigen und materialintensiven Aufbau auf und ist auf den Behälter direkt abgestimmt.
Die seitlichen Führungen für die Magnetbandkassetten bilden nach oben offene Nuten,
die leicht verschmutzen können. Durch die hinterschnittene Form der Nuten ist ein
Reinigen problematisch.
[0003] Der Abstand der einzelnen Führunge zueinander ist groß, so daß sich eine zu geringe
Packungsdichte bzw. Aufnahmekapazität ergibt. Das durch die genannte Literaturstelle
bekannte Aufnahmesystem kann nicht flexibel genutzt und an andere Raumverhältnisse
angepaßt werden.
[0004] Die EP 0 235 140 zeigt und beschreibt eine Vorrichtung zur Aufnahme sowie für die
Zurschaustellung von CDs, Audio- oder Videokassetten bzw. deren Gehäuse in annähernd
senkrechter Lage, wobei eine Verschwenkbarkeit aus dieser senkrechten Lage nach vorn
oder nach hinten gegeben ist.
[0005] Die mit Aufnahmenuten für die Datenträger oder deren Gehäuse ausgestatteten Platten
können aus Aluminium, z.B. als stranggepreßte Bauteile gefertigt werden. Durch den
relativ großen Abstand der Nuten ergibt sich eine geringe Packungsdichte der eingelagerten
Datenträger, für die eine seitliche Begrenzung und Ausrichtung nicht vorgesehen ist.
Nachteilig bei der bekannten, mit Nuten versehenen Platte ist ihre große Bauhöhe und
die komplizierte Form der Nuten, durch die eine einfache Reinigung nicht möglich ist.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten
Art so zu gestalten, daß ihre Funktionsteile einen Bausatz bilden, der die Erstellung
abgewandelter Konstruktionen der Aufnahme ermöglicht, wobei jeweils eine hohe Packungsdichte
der Datenträger oder der Datenträgergehäuse angestrebt wird.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale der nebengeordneten Ansprüche
1 und 24 gelöst.
[0008] Hierdurch ergibt sich ein flexibles und komfortables Ablagesystem für Datenträger
oder für die Hüllen oder Gehäuse der Datenträger, das in einfacher Weise an vorgegebene
Fachlängen angepaßt werden kann.
[0009] Der Boden der im Querschnitt U-förmigen Aufnahme für die Datenträger oder deren Gehäuse
oder Hüllen ist als glatter Boden ausgebildet, der in einfacher Weise gereinigt werden
kann.
[0010] Zur Erzielung einer geringen Bauhöhe zur guten Handhabung und Recherchierbarkeit
sowie einer großen Packungsdichte bildet der Boden der Aufnahme das Auflager für die
mehreckigen Datenträger bzw. für die Datenträgergehäuse oder für die Datenträgerhüllen.
Die Ausleger der Lagerteile sind im Abstand von der Bodenfläche angeordnet, wobei
die mit Stütz- und Anlageflächen versehenen Ausleger prismenförmig ausgebildet sind.
[0011] Bei einer vorteihaften Ausführungsform der Aufnahme fällt die untere Spitze des prismenförmigen
Auslegers mit der benachbarten Ecke des gekippten Datenträgers oder des gekippten
Datenträgergehäuses zusammen oder nahezu zusammen.
[0012] Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen zu den nebengeordneten
Ansprüchen.
[0013] Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind in den Zeichnungen dargestellt
und werden im folgenden beschrieben.
[0014] Es zeigen:
- Figur 1
- ein Ausführungsbeispiel der Vorrichtung mit zwei eingesetzten Registerblättern in
perspektivischer Darstellung,
- Figur 2
- die Bauteile der Ausführung nach der Fig. 1 in demontiertem Zustand und in perspektivischer
Darstellung,
- Figur 3
- die Ausführung nach den Fig. 1 und 2, ausgerüstet mit fünf Lagerteilen, im Längsschnitt,
- Figur 3a
- einen Teilschnitt durch das U-förmige Profil der Aufnahme,
- Figur 4
- eine Lagerteilreihe im Aufriß,
- Figur 5
- den der Fig. 4 entsprechenden Grundriß,
- Figur 6
- einen Ausleger eines Lagerteils in vergrößertem Maßstab,
- Figur 7
- einen Ausleger und die zugehörige Grundplatte eines Lagerteils im Schnitt,
- Figur 8
- das U-förmige Profil der Aufnahme mit einem eingesetzten Lagerteil in der Ausführung
nach der Fig. 7,
- Figur 9
- zwei benachbarte Ausleger sowie die zugeordnete Bodenfläche in vergrößertem Maßstab,
- Figur 10
- eine Auslegerreihe mit zugeordneter Bodenfläche und mit eingesetzten Datenträgergehäusen,
- Figur 11 und 12
- weitere Ausführungsformen für den Aufbau des U-förmigen Querschnitts der Aufnahme
für Datenträger bzw. deren Verpackungen,
- Figur 13
- eine weitere Abwandlungsform im Aufriß und
- Figur 14
- den der Fig. 13 entsprechenden Grundriß,
- Figur 15
- ein weiteres Ausführungsbeispiel in perspektivischer Darstellung und
- Figur 16
- eine Lagerteilreihe nach Fig. 15 im Aufriß.
[0015] Die in den Fig. 1 und 2 dargestellte Vorrichtung 1 setzt sich aus einem U-förmigen
Basisprofil 2, aus Lagerteilen 3 und Endkappen 4 zusammen. Ferner sind in diesen Figuren
zwei Registerblätter 5 dargestellt.
[0016] Das Basisprofil 2, das den Grundkörper der Vorrichtung bildet, weist seitliche Schenkel
6 auf, die an der Innenseite mit hinterschnittenen Nuten 7 zur Aufnahme von Grundplatten
8 der Lagerteile 3 ausgerüstet sind.
[0017] Das Basisprofil 2 bildet auch die Grundplatte 2a der Vorrichtung 1.
[0018] Die Fig. 3 zeigt die Vorrichtung 1 im Längsschnitt mit Blick auf eine Reihe von Lagerteilen
3. Zwischen zwei benachbarten Lagerteilen 3 sind jeweils Datenträger bzw. deren Gehäuse
11 in gekippter Stellung aufgezeigt. Ferner ist in der Fig. 3 ein Registerblatt 5
in gekippter Lage dargestellt.
[0019] Jedes Lagerteil 3 besteht aus einer Grundplatte 8 und einem Ausleger 13.
[0020] Aus der Fig. 3 ist erkennbar, daß die Grundplatten 3 in der Nähe der Stirnseiten,
die sich quer zur Längsrichtung der seitlichen Schenkel 6 erstrecken, zu den Stirnseiten
geöffnete Rastausnehmungen 9 aufweisen. Die am Anfang und am Ende des Basisprofiles
2 angeordneten Grundplatten können somit zur Festlegung der Endkappen 4 verwendet
werden.
[0021] In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Endkappe 4 als ein Strangprofil
ausgebildet, das als Kopplungsstück einen Raststeg 10 aufweist, der pfeilförmig im
Querschnitt gestaltet ist. Dieser pfeilförmige Raststeg kann in die in der Kontur
entsprechende Rastausnehmung der zugeordneten Grundplatte 8 eingeführt werden. Der
Raststeg 10 ist endseitig um die Dicke der Wandung des seitlichen Schenkels 6 zurückgestanzt.
Die Endkappen 4 weisen eine Länge auf, die der Breite des Basisprofiles 2 entspricht.
Nach dem Einsetzen der Lagerteile 3 in die Nuten 7 der seitlichen Schenke 6 kann dann
das Basisprofil endseitig durch die Endkappen 4 verschlossen werden. Die Endkappen
4 werden somit form- und kraftschlüssig in den Rastausnehmungen 9 der Lagerteile 3
gehalten.
[0022] Die Fig. 4 zeigt fünf nebeneinander angeordnete Lagerteile, die als Baueinheit einstückig
gefertigt werden. Die Grundplatten 8 sind am Übergang zur nächsten Grundplatte mit
einer Sollbruchstelle versehen, so daß aus der Lagerteilreihe ein Lagerteil durch
Abbrechen vereinzelt werden kann. Hierdurch besteht in einfacher Weise die Möglichkeit,
eine Anpassung an die jeweils vorhandene Länge der Aufnahme vorzunehmen.
[0023] Es ergibt sich ferner die Möglichkeit, einzelne Lagerteile 3 auf eine größere Distanz
zu setzen und diese Distanz durch eine Distanzplatte 29 festzulegen. Hierdurch bietet
sich die Möglichkeit eine Doppelt- oder Dreifachkassette, die z.B. bei Musik-CDs vorhanden
sind, einlagern zu können.
[0024] Gemäß den Fig. 13 und 14 ist bei der Vorrichtung 1 auch die Möglichkeit gegeben,
einen breiteren Datenträger 28 bzw. desssen Gehäuse einzusetzen, wie er z.B. in Form
einer Mehrfachkassette bei CD-Rom-Musikdatenträgern üblich ist. In diesem Fall werden
zwei Lagerteile 3 bzw. deren Ausleger 13 mittels eines Distanzteiles 29 so weit auf
Distanz gesetzt, daß der Datenträger 28 eingelagert werden kann und in der Lagerposition
in beiden Richtungen, also nach vorn und nach hinten, schwenkbar ist. Aufgrund der
Breite von ca. 25 mm gegenüber der Breite der Normal-CD-Rom-Gehäuse von 10 mm werden
die Ausleger 13 mit einem Zusatzteil 30 zur Flächenverbreiterung ausgerüstet. Eine
Befestigungsfuß 31 des Zusatzteiles greift durch eine stirnseitige öffnung des Auslegers
in eine Ausnehmung 19 ein. An diesen angepaßten Bereich schließen sich dann die Lagerteile
3 wieder in normalem Abstand an.
[0025] Die Lagerteile 3 können einzeln ausgebildet und montiert werden. Es besteht auch
die Möglichkeit, Lagerteilgruppen einstückig zu fertigen und diese mit einzelnen Lagerteilen
zu kombinieren. Weiterhin ist die Möglichkeit gegeben, die Lagerteile, die einem seitlichen
Schenkel 6 des Basisprofils 2 zugeordnet werden, einstückig auszubilden.
[0026] Durch die zwischen den einzelnen Grundplatten der Lagerteile auch bei einstückiger
Fertigung einer Lagerteilreihe vorgesehenen Sollbruchstellen ist eine einfache Anpaßbarkeit
auf eine gewünschte Baulänge geben.
[0027] Nach den Fig. 4 und 5 bilden fünf Lagerteile 3 eine Montageeinheit. Diese Ausleger
13 eines jeden Lagerteils 3 sind mit der Grundplatte 8 einstückig und mit Stützflächen
14, 15 sowie mit Auflageflächen 16 und 17 versehen. Die Stützfläche 14 und die Auflagefläche
17 sind im Winkel β zur Senkrechten geneigt, während die Stützfläche 15 und die Auflagefläche
16 im Winkel α zur Senkrechten angeordneten sind.
[0028] Im vorliegenden Fall sind der Winkel α und der Winkel β gleich, da hinsichtlich dieses
Winkels zum Verschwenken der Datenträgergehäuse 11 beidseitig der gleiche Kippwinkel
gewählt ist. Die unterschiedliche Gestaltung der Winkel α und β macht es jedoch möglich,
unterschiedliche Kippwinkel der zu lagernden Datenträger bzw. Datenträgergehäuse zu
realisieren.
[0029] Der Ausleger 13 eines jeden Lagerteils weist gemäß der Darstellung in der Fig. 4
dadurch eine Prismenform auf, die nach unten nicht in einer Spitze sondern in eine
leichte Rundung ausläuft, während an der Oberseite eine deutliche Abflachung vorgesehen
ist, um die Bauhöhe auf das Notwendige zu begrenzen.
[0030] Die Ausleger 13 sind von der Grundplattenseite aus gesehen, mit einer Ausnehmung
18 ausgerüstet, die allein der Materialeinsparung dient. Die Ausleger 13 weisen ferner
eine Ausnehmung 19 auf, die zur freien Stirnfläche des Auslegers 13 geöffnet ist.
Die Ausnehmung 19 entspricht in ihrer Kontur der prismenförmigen Außenkontur des Auslegers
13, wie dies aus der Fig. 6 zu entnehmen ist.
[0031] Diese Ausnehmung 19 dient als Lagerausnehmung für das schwenkbare Festlegen jeweils
eines Registerblattes 5. Die Registerblätter 5 sind mit Lagerzapfen 20 ausgerüstet.
Diese Lagerzapfen sind nicht rund gestaltet sondern haben eine Längsausdehnung 21,
die der Innenanschlagfläche 22 der Ausnehmung 19 entspricht. Die Innenanschlagflächen
22 weisen zwangsläufig die gleiche Kippneigung auf wie die in die Aufnahme einzusetzenden
Datenträger bzw. Datenträgergehäuse, da die Fläche 22 zur Stützfläche 14 bzw. 15 parallel
verläuft. Somit kann jedem Lagerteil 3 ein Registerblatt 5 zugeordnet werden.
[0032] Die Fig. 7 zeigt das Lagerteil 3 im Schnitt, aus dem die Ausnehmung 19 sowie die
Ausnehmung 18 zu entnehmen sind. Ferner ist aus dieser Darstellung zu erkennen, daß
die Grundplate 8 der Ausbildung der Nut 7 der Basisprofils 2 angepaßt ist.
[0033] In vorteilhafter Weise weist die Grundplatte im oberen Bereich einen Wulstrand 24
auf, der formschlüssig in die bogenförmige Kontur 25 der Nut 7 eingesetzt werden kann.
Am unteren Längsrand ist die Grundplatte mit einer federnden Lippe ausgerüstet, die
eine Nockenleiste 27 des Basisprofils 2 untergreift. Diese Ausbildung der Grundplatte
8 machte es möglich, daß das Lagerteil 3 nicht nur in die hinterschnittene Nut 7 einzuschieben
ist, sondern daß einzelne Lagerteile als auch eine zusammengesetzte einstückige Baugruppe
von Lagerteilen in die Nut 7 an jeder Stelle einrasten können. Hierdurch wird eine
besonders günstige Montagemöglichkeit für die einzelnen Lagerteile oder für eine einstückige
Lagerteilreihe erreicht.
[0034] In der Fig. 8 ist das Basisprofil 2 im Querschnitt aufgezeigt und an einer Seite
mit eingebautem Lagerteil versehen. Auch aus dieser Darstellung ergibt sich, daß das
Lagerteil 3 oder eine Lagerteilgruppe nicht nur durch Einschieben in die Nut 7 sondern
auch durch Einklipsen bzw. Einrasten montierbar ist.
[0035] Die Fig. 9 zeigt den systematischen Aufbau von zwei prismenförmigen Auslegern 13
der Lagerteile 3, die nebeneinander im Abstand angeordnet sind. Sofern die Klappwinkel
α und β gleichgroß sind, können gegenüberliegend die gleichen Lagerteile 3 eingesetzt
werden.
[0036] Entscheidend für die Packungsdichte ist hierbei, daß die untere Spitze des prismenförmigen
Auslegers 13 mit der Ecke des gekippten Datenträgergehäuses 11 oder mit der Ecke des
gekippten Datenträgers nahezu in Übereinstimmung ist. Im Idealfall liegen zwei in
Gegenrichtung gekippte Datenträgergehäuse 11 in diesem Punkt annähernd zusammen, d.h.
die Distanz bewegt sich gegen null. Hieraus ergibt sich eine erfindungswesentliche
Beziehung für das Abstandsmaß h der theoretischen Spitze des Auslegers 13 in der Winkelfunktion

.
[0037] Das Maß H ist ein freiwählbares Maß, das abhängig von Festigkeiten des für die Lagerteile
3 vorgesehenen Materials ist. Daraus ergibt sich auch das Abstandsmaß A zwischen den
einzelnen Lagerteilen, das in der Fig. 10 dargestellt ist.
[0038] Durch die Fig. 9 wird deutliche, daß die Übereinstimmung der Prismenspitze des Auslegers
13 mit der Gehäuseecke das entscheidende Merkmal für eine hohe Packungsdichte ist.
[0039] Im Unterschied zu den bekannten Vorrichtungen weist diese erfindungsgemäße Konstruktion
den Vorteil auf, daß die Bodenplatte des Basisprofils 2 das Auflager für die Datenträgergehäuse
oder Datenträgerhüllen oder für den mehreckigen Datenträger bildet und daß Ausleger
13 der Lagerteile im Abstand von der Bodenfläche angeordnet sind, wobei die mit Stütz-
und Anlageflächen versehenen Ausleger 13 prismenförmig ausgebildet sind.
[0040] Aus den Fig. 11 und 12 ergibt sich, daß das Basisprofil auch dahingehend abgewandelt
werden kann, daß eine Bodenplatte 2a vorgesehen wird, die formschlüssig mit den Lagerteilen
3 und zwar mit den Grundplatten 8 der Lagerteile 3 verbunden ist.
[0041] Bei der Ausführungsform nach der Fig. 11 weisen die Grundplatten 8 im unteren Längsrandbereich
zwei Randleisten 32,33 auf, die eine hinterschnittene Verankerungsnut für eine Längsrandstreifen
34 der Bodenplatte 2a bilden.
[0042] Bei dem Ausführungsbeispiel nach der Fig. 12 sind die Grundplatten 8 am unteren Längsrand
mit nach innen und nach außen sich erstreckenden Stegen 35,36 ausgerüstet, die in
eine hinterschnittene Verankerungsnut 37 der Bodenplatte 2a eingreifen.
[0043] Auch bei diesen Ausführungsformen nach den Fig. 11 und 12, bei denen die Grundplatten
8 die seitlichen Schenke der im Querschnitt U-förmigen Aufnahme der Vorrichtung bilden,
besteht die Möglichkeit, zwischen zwei Lagerteilen oder zwischen zwei Lagerteilgruppen
Distanzplatten einzusetzen und die in den Grundplatten der Lagerteile 3 vorgesehenen
Rastausnehmungen zum Einsetzen von Kopplungsstücken zu verwenden, so daß sich zwischen
den einzelnen die seitlichen Schenkel bildenden Bauteilen ein Verbund ergibt.
[0044] Die Ausführungsform der Vorrichtung nach den Fig. 15 und 16 setzt sich aus zwei in
Abstand voneinander angeordneten Profilen 40 zusammen, die jeweils eine Bodenplatte
41, Stützstege 42 und Lagerteile 43 aufweisen. Diese einstückig miteinander verbundenen
Bauteile stellen Baueinheiten dar, die aus einem Strangpreßprofil abgetrennt werden.
Wie die Fig. 15 und 16 zeigen, sind die Profile 40 kammartig ausgebildet und werden
an den Längsrändern einer U-förmigen Aufnahme oder, wie in Fig. 15 dargestellt, an
den Längsrändern eines Faches eines Möbelkorpus angeordnet. Die Fig. 15 zeigt die
Seitenwände 44 des Faches. Die gestaltung des Raumes zwischen den Stützstegen 42 und
Lagerteilen 43 entspricht der Gestaltung des Raumes zwischen den Lagerteilen der übrigen
Ausführungsformen. Das Datenträgergehäuse 11 stützt sich an der Bodenplatte 41 ab.
Die Ausnehmung 19 der Lagerteile 43 kann den Lagerzapfen eines Registerblattes 5 aufnehmen.
Die Anlageflächen der Lagerteile entsprechen den Anlageflächen 14,15,16 und 17 der
Lagerteile nach der Fig. 4. Die Befestigung der Profile 40 am Möbelkorpus o.dgl. kann
mittels eines Klebers oder mittels Schrauben vorgenommen werden.
1. Vorrichtung zur Aufnahme von mehreckigen Datenträgern oder von in mehreckigen Gehäusen
oder Hüllen angeordneten Datenträgern, die jeweils zwischen zwei nach innen ragenden,
mit Stütz-, Anlage- oder Anschlagflächen versehenen Auslegern von Lagerteilen zwischen
einer nach vorn und einer nach hinten geneigten Schräglage verschwenkbar gelagert
sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahme einen U-förmigen, durch eine Bodenplatte (2a) und seitliche Schenkel
begrenzten Querschnitt aufweist, die Lagerteile (3) mit einer den Ausleger (13) tragenden
Grundplatte (8) ausgerüstet sind, und die Grundplatten (8) der Lagerteile (3) an den
seitlichen Schenkeln (6) festgelegt sind oder einstückig gefertigt oder untereinander
verbunden die seitlichen Schenkel teilweise oder vollständig bilden.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Aufnahmeraum im Boden-
und Seitenbereich durch ein U-förmiges Basisprofil (2) begrenzt ist, dessen seitliche
Schenkel (6) an der Innenseite vorgesehene, sich über die gesamte Schenkellänge erstreckende,
hinterschnittene Nuten (7) aufweisen, in die die Grundplatten (8) der Lagerteile (3)
einzeln oder untereinander verbunden oder gruppenweise verbunden eingeführt sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundplatten (8) der
Lagerteile (3) einer Längsseite der Aufnahme einstückig ausgeführt und zwischen den
einzelnen Grundplatten (8) Sollbruchstellen vorgesehen sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß in den Grundplatten
(3) in der Nähe der Stirnseiten die sich quer zur Längsrichtung der seitlichen Schenkel
(6) erstrecken, zu den Stirnseiten geöffnete Rastausnehmungen (9) vorgesehen sind
und die Rastausnehmungen (9) zweier benachbarter Grundplatten untereinander verbunden
sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Rastausnehmungen (9)
zweier benachbarter Grundplatten symmetrisch zu der Trennungslinie zwischen den Grundplatten
ausgebildet.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Rastausnehmungen pfeilförmig
ausgebildet sind.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß in die Rastausnehmungen
zweier benachbarter Grundplatten ein Kopplungsstück eingesetzt ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahme Endkappen (4)
aufweist, die an der Innenseite mit einem in eine Rastausnehmung der angrenzenden
Grundplatte einführbaren Kopplungsstück versehen sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Endkappen (4) aus einem
Strangprofil gefertigt sind und als Kopplungsstück einen Raststeg (10) aufweisen.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Raststeg (10) pfeilförmig
gestaltet und form- und kraftschlüssig in der zugeordneten Rastausnehmung der benachbarten
Grundplatte festlegbar ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Grundplatten
zweier benachbarter Lagerteile (3) oder zwischen Lagerteilgruppen Distanzplatten (29)
vorgesehen und an den Stirnseiten mit den Grundplatten verbunden sind.
12. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundplatten (8) einen
oberen Wulstrand (24) und eine untere federnde Lippe (26) aufweisen und die Lippe
(26) eine Nockenleiste (27) des U-förmigen Basisprofils (2) hintergreift, während
die hinterschnitte Nut (7) im oberen Bereich entsprechend der Kontur des Wulstrandes
(24) ausgeformt ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 11 und 12, dadurch gekennzeichnet, daß die zwischen den
Grundplatten der Lagerteile oder zwischen einzelnen Grundplatten eingesetzten Distanzplatten
einen oberen Wulstrand und eine untere federnde Lippe aufweisen.
14. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die im Querschnitt U-förmige
Aufnahme eine Bodenplatte (2a) aufweist, die im Längsrandbereich formschlüssig mit
den die seitlichen Schenkel bildenden Grundplatten (8) verbunden ist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundplatten (8) im
unteren Längsrandbereich zwei Randleisten (32,33) einer hinterschnittenen Verankerungsnut
für einen Längsrandstreifen (34) einer Bodenplatte (2a) aufweisen.
16. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundplatten (8) am
unteren Längsrand mit nach innen und nach außen sich erstreckenden Stegen (35,36)
ausgerüstet sind, die in eine hinterschnittene, am Längsrand vorgesehene Verankerungsnut
(37) der Bodenplatte eingreifen.
17. Vorrichtung zur Aufnahme vom mehreckigen Datenträgern oder von in mehreckigen Gehäusen
oder Hüllen angeordneten Datenträgern, die jeweils zwischen zwei nach innen ragenden,
mit Stütz-, Anlage- oder Anschlagflächen versehenen Auslegern von Lagerteilen zwischen
einer nach vorn und einer nach hinten geneigten Schräglage verschwenkbar gelagert
sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden der im Querschnitt U-förmigen Aufnahme
das Auflager für die Datenträgergehäuse oder Datenträgerhüllen oder für die mehreckigen
Datenträger bildet und daß die Ausleger (13) der Lagerteile im Abstand von der Bodenfläche
angeordnet sind und daß die mit Stütz- und Anlageflächen versehenen Ausleger prismenförmig
ausgebildet sind.
18. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die untere Spitze des prismenförmigen
Auslegers (13) mit der benachbarten Ecke des gekippten Datenträgers oder des gekippten
Datenträgergehäuses zusammenfällt oder nahezu zusammenfällt.
19. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß zwei in Gegenrichtung gekippte
Datenträger oder Datenträgerhäuse mit der unteren Spitze des prismenförmigen Auslegers
(13) mit den einander zugewandten Ecken der Datenträger oder der Datenträgergehäuse
zusammenfallen oder nahezu zusammenfallen.
20. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß das Abstandsmaß h der unteren
Spitze des prismenförmigen Auslegers von dem Boden der Aufnahme = oder ≤ D (Breite
des Datenträgergehäuses) und

(α = Winkel zwischen dem Boden des Datenträgergehäuses und dem Boden der Aufnahme)
(

).
21. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausleger an der
innen in dem Aufnahmeraum liegenden Stirnseite geöffnet sind und eine mit Anschlagflächen
ausgestattete Ausnehmung (19) aufweisen, in die ein Lagerzapfen (20) eines Registerblattes
(5) einführbar ist.
22. Vorrichtung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß in die Ausnehmung (19) ein
Befestigungsfuß (31) eines Zusatzteiles (30) zur Flächenverbreiterung eingreift.
23. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahme einen U-förmigen,
durch eine Bodenplatte und seitliche Schenkel begrenzten Querschnitt aufweist, die
Lagerteile (3) mit einer den Ausleger (13) tragenden Grundplatte (8) ausgerüstet sind
und die Grundplatten (8) der Lagerteile (3) an seitlichen Schenkeln (6) festgelegt
sind oder einstückig gefertigt oder untereinander verbunden, die seitlichen Schenkel
teilweise oder vollständig bilden.
24. Vorrichtung zur Aufnahme von mehreckigen Datenträgern oder von in mehreckigen Gehäusen
oder Hüllen angeordneten Datenträgern, die jeweils zwischen zwei nach innen ragenden,
mit Stütz-, Anlage- oder Anschlagflächen versehenen Lagerteilen zwischen einer nach
vorn und einer nach hinten geneigten Schräglage verschwenkbar gelagert sind, dadurch
gekennzeichnet, daß die Lagerteile (43) mit von einer Bodenplatte (41) ausgehenden
Stützstegen (42) einstückig sind.
25. Vorrichtung nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, daß die Baueinheit aus Lagerteilen
(43), Stützstegen (42) und Bodenplatte (41) aus einem Strangpreßprofil abgetrennt
ist.
26. Vorrichtung nach Anspruch 24 oder 25, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils zwei der
Baueinheiten aus Lagerteilen (43), Stützstegen (42) und einer Bodenplatte (41) an
den Längsrändern einer U-förmigen Aufnahme oder an den Längsrändern eines Faches eines
Möbelkorpus vorgesehen sind.