(19)
(11) EP 0 860 831 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
26.08.1998  Patentblatt  1998/35

(21) Anmeldenummer: 98102764.2

(22) Anmeldetag:  18.02.1998
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)6G11B 33/04, G11B 23/023
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL LT LV MK RO SI

(30) Priorität: 24.02.1997 DE 19707091

(71) Anmelder: SCHÜCO International KG
33609 Bielefeld (DE)

(72) Erfinder:
  • Diekmann, Bernd, Dipl.-Ing.
    33790 Halle (DE)
  • Tönsmann, Armin, Dipl.-Ing.
    33818 Leopoldshöhe-Bexterhagen (DE)
  • Höcker, Eitel-Friedrich, Dipl.-Ing.
    33739 Bielefeld (DE)
  • Obst, Friedhelm
    33829 Borgholzhausen (DE)

(74) Vertreter: Stracke, Alexander, Dipl.-Ing. et al
Jöllenbecker Strasse 164
33613 Bielefeld
33613 Bielefeld (DE)

   


(54) Vorrichtung zur Aufnahme von mehreckigen Datenträgern oder von in mehreckigen Gehäusen oder Hüllen angeordneten Datenträgern


(57) Die Vorrichtung soll so gestaltet werden, daß ihre Funktionsteile einen Bausatz bilden, der die Erstellung abgewandelter Konstruktionen der Aufnahme ermöglicht, wobei jeweils eine hohe Packungsdichte der Datenträger oder der Datenträgergehäuse angestrebt wird.
Die Aufnahme für die Datenträger bzw. die Datenträgergehäuse weist einen U-förmigen durch eine Bodenplatte (2a) und seitliche Schenkel (6) begrenzten Querschnitt auf. Die Lagerteile (3) werden gebildet durch eine Grundplatte (8) und einen Ausleger (13). Diese Lagerteile (3) sind an den seitlichen Schenkeln (6) des Basisprofils festgelegt. Sie können einstückig gefertigt oder untereinander verbunden sein und können auch die seitlichen Schenkel teilweise oder vollständig bilden.
Zwischen den einzelnen Lagerteilen (3) sind Sollbruchstellen vorhanden. Diese ermöglichen auch bei einer Fertigung einer einstückigen Lagerteilreihe durch Vereinzelung einer oder mehrerer Lagerteile durch Abbrechen eine Anpassung der Lagerteilreihe an die gewünschte Gesamtlänge.
Die Vorrichtung wird zum Lagern von Datenträgern in Haushaltungen oder in Geschäften zur Präsentation der zu verkaufenden Datenträger verwendet.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Aufnahme von mehreckigen Datenträgern oder von in mehreckigen Gehäusen oder Hüllen angeordneten Datenträgern, die jeweils zwischen zwei nach innen ragenden, mit Stütz-, Anlage- oder Anschlagflächen versehenen Auslegern von Lagerteilen zwischen einer nach vorn und einer nach hinten geneigten Schräglage verschwenkbar gelagert sind.

[0002] Es ist ein Behälter für die Aufnahme von Magnetbandkasetten bekannt (EP 0 162 999), die ohne Hülle in die Aufnahme des Behälters eingesetzt werden. An den beiden Längsseiten des Behälters sind Auflager im Abstand vom Behälterboden angeordnet, die seitliche Führungen zur nahezu senkrechten Lagerung der Magnetbandkassetten aufweisen. Diese seitlichen Führungen sind mit einer Engstelle versehen, die der Dicke der Magnetbandkassette entspricht, so daß ein Kipplager durch diese Engstelle gebildet wird, um das die Magnetbandkassetten nach vorn und nach hinten kippbar sind. Der Auflageboden ist dachförmig ausgebildet. Das Auflager, das an beiden Behälterlängsseiten angeordnet ist, weist einen relativ aufwendigen und materialintensiven Aufbau auf und ist auf den Behälter direkt abgestimmt. Die seitlichen Führungen für die Magnetbandkassetten bilden nach oben offene Nuten, die leicht verschmutzen können. Durch die hinterschnittene Form der Nuten ist ein Reinigen problematisch.

[0003] Der Abstand der einzelnen Führunge zueinander ist groß, so daß sich eine zu geringe Packungsdichte bzw. Aufnahmekapazität ergibt. Das durch die genannte Literaturstelle bekannte Aufnahmesystem kann nicht flexibel genutzt und an andere Raumverhältnisse angepaßt werden.

[0004] Die EP 0 235 140 zeigt und beschreibt eine Vorrichtung zur Aufnahme sowie für die Zurschaustellung von CDs, Audio- oder Videokassetten bzw. deren Gehäuse in annähernd senkrechter Lage, wobei eine Verschwenkbarkeit aus dieser senkrechten Lage nach vorn oder nach hinten gegeben ist.

[0005] Die mit Aufnahmenuten für die Datenträger oder deren Gehäuse ausgestatteten Platten können aus Aluminium, z.B. als stranggepreßte Bauteile gefertigt werden. Durch den relativ großen Abstand der Nuten ergibt sich eine geringe Packungsdichte der eingelagerten Datenträger, für die eine seitliche Begrenzung und Ausrichtung nicht vorgesehen ist. Nachteilig bei der bekannten, mit Nuten versehenen Platte ist ihre große Bauhöhe und die komplizierte Form der Nuten, durch die eine einfache Reinigung nicht möglich ist.

[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art so zu gestalten, daß ihre Funktionsteile einen Bausatz bilden, der die Erstellung abgewandelter Konstruktionen der Aufnahme ermöglicht, wobei jeweils eine hohe Packungsdichte der Datenträger oder der Datenträgergehäuse angestrebt wird.

[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale der nebengeordneten Ansprüche 1 und 24 gelöst.

[0008] Hierdurch ergibt sich ein flexibles und komfortables Ablagesystem für Datenträger oder für die Hüllen oder Gehäuse der Datenträger, das in einfacher Weise an vorgegebene Fachlängen angepaßt werden kann.

[0009] Der Boden der im Querschnitt U-förmigen Aufnahme für die Datenträger oder deren Gehäuse oder Hüllen ist als glatter Boden ausgebildet, der in einfacher Weise gereinigt werden kann.

[0010] Zur Erzielung einer geringen Bauhöhe zur guten Handhabung und Recherchierbarkeit sowie einer großen Packungsdichte bildet der Boden der Aufnahme das Auflager für die mehreckigen Datenträger bzw. für die Datenträgergehäuse oder für die Datenträgerhüllen. Die Ausleger der Lagerteile sind im Abstand von der Bodenfläche angeordnet, wobei die mit Stütz- und Anlageflächen versehenen Ausleger prismenförmig ausgebildet sind.

[0011] Bei einer vorteihaften Ausführungsform der Aufnahme fällt die untere Spitze des prismenförmigen Auslegers mit der benachbarten Ecke des gekippten Datenträgers oder des gekippten Datenträgergehäuses zusammen oder nahezu zusammen.

[0012] Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen zu den nebengeordneten Ansprüchen.

[0013] Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden im folgenden beschrieben.

[0014] Es zeigen:
Figur 1
ein Ausführungsbeispiel der Vorrichtung mit zwei eingesetzten Registerblättern in perspektivischer Darstellung,
Figur 2
die Bauteile der Ausführung nach der Fig. 1 in demontiertem Zustand und in perspektivischer Darstellung,
Figur 3
die Ausführung nach den Fig. 1 und 2, ausgerüstet mit fünf Lagerteilen, im Längsschnitt,
Figur 3a
einen Teilschnitt durch das U-förmige Profil der Aufnahme,
Figur 4
eine Lagerteilreihe im Aufriß,
Figur 5
den der Fig. 4 entsprechenden Grundriß,
Figur 6
einen Ausleger eines Lagerteils in vergrößertem Maßstab,
Figur 7
einen Ausleger und die zugehörige Grundplatte eines Lagerteils im Schnitt,
Figur 8
das U-förmige Profil der Aufnahme mit einem eingesetzten Lagerteil in der Ausführung nach der Fig. 7,
Figur 9
zwei benachbarte Ausleger sowie die zugeordnete Bodenfläche in vergrößertem Maßstab,
Figur 10
eine Auslegerreihe mit zugeordneter Bodenfläche und mit eingesetzten Datenträgergehäusen,
Figur 11 und 12
weitere Ausführungsformen für den Aufbau des U-förmigen Querschnitts der Aufnahme für Datenträger bzw. deren Verpackungen,
Figur 13
eine weitere Abwandlungsform im Aufriß und
Figur 14
den der Fig. 13 entsprechenden Grundriß,
Figur 15
ein weiteres Ausführungsbeispiel in perspektivischer Darstellung und
Figur 16
eine Lagerteilreihe nach Fig. 15 im Aufriß.


[0015] Die in den Fig. 1 und 2 dargestellte Vorrichtung 1 setzt sich aus einem U-förmigen Basisprofil 2, aus Lagerteilen 3 und Endkappen 4 zusammen. Ferner sind in diesen Figuren zwei Registerblätter 5 dargestellt.

[0016] Das Basisprofil 2, das den Grundkörper der Vorrichtung bildet, weist seitliche Schenkel 6 auf, die an der Innenseite mit hinterschnittenen Nuten 7 zur Aufnahme von Grundplatten 8 der Lagerteile 3 ausgerüstet sind.

[0017] Das Basisprofil 2 bildet auch die Grundplatte 2a der Vorrichtung 1.

[0018] Die Fig. 3 zeigt die Vorrichtung 1 im Längsschnitt mit Blick auf eine Reihe von Lagerteilen 3. Zwischen zwei benachbarten Lagerteilen 3 sind jeweils Datenträger bzw. deren Gehäuse 11 in gekippter Stellung aufgezeigt. Ferner ist in der Fig. 3 ein Registerblatt 5 in gekippter Lage dargestellt.

[0019] Jedes Lagerteil 3 besteht aus einer Grundplatte 8 und einem Ausleger 13.

[0020] Aus der Fig. 3 ist erkennbar, daß die Grundplatten 3 in der Nähe der Stirnseiten, die sich quer zur Längsrichtung der seitlichen Schenkel 6 erstrecken, zu den Stirnseiten geöffnete Rastausnehmungen 9 aufweisen. Die am Anfang und am Ende des Basisprofiles 2 angeordneten Grundplatten können somit zur Festlegung der Endkappen 4 verwendet werden.

[0021] In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Endkappe 4 als ein Strangprofil ausgebildet, das als Kopplungsstück einen Raststeg 10 aufweist, der pfeilförmig im Querschnitt gestaltet ist. Dieser pfeilförmige Raststeg kann in die in der Kontur entsprechende Rastausnehmung der zugeordneten Grundplatte 8 eingeführt werden. Der Raststeg 10 ist endseitig um die Dicke der Wandung des seitlichen Schenkels 6 zurückgestanzt. Die Endkappen 4 weisen eine Länge auf, die der Breite des Basisprofiles 2 entspricht. Nach dem Einsetzen der Lagerteile 3 in die Nuten 7 der seitlichen Schenke 6 kann dann das Basisprofil endseitig durch die Endkappen 4 verschlossen werden. Die Endkappen 4 werden somit form- und kraftschlüssig in den Rastausnehmungen 9 der Lagerteile 3 gehalten.

[0022] Die Fig. 4 zeigt fünf nebeneinander angeordnete Lagerteile, die als Baueinheit einstückig gefertigt werden. Die Grundplatten 8 sind am Übergang zur nächsten Grundplatte mit einer Sollbruchstelle versehen, so daß aus der Lagerteilreihe ein Lagerteil durch Abbrechen vereinzelt werden kann. Hierdurch besteht in einfacher Weise die Möglichkeit, eine Anpassung an die jeweils vorhandene Länge der Aufnahme vorzunehmen.

[0023] Es ergibt sich ferner die Möglichkeit, einzelne Lagerteile 3 auf eine größere Distanz zu setzen und diese Distanz durch eine Distanzplatte 29 festzulegen. Hierdurch bietet sich die Möglichkeit eine Doppelt- oder Dreifachkassette, die z.B. bei Musik-CDs vorhanden sind, einlagern zu können.

[0024] Gemäß den Fig. 13 und 14 ist bei der Vorrichtung 1 auch die Möglichkeit gegeben, einen breiteren Datenträger 28 bzw. desssen Gehäuse einzusetzen, wie er z.B. in Form einer Mehrfachkassette bei CD-Rom-Musikdatenträgern üblich ist. In diesem Fall werden zwei Lagerteile 3 bzw. deren Ausleger 13 mittels eines Distanzteiles 29 so weit auf Distanz gesetzt, daß der Datenträger 28 eingelagert werden kann und in der Lagerposition in beiden Richtungen, also nach vorn und nach hinten, schwenkbar ist. Aufgrund der Breite von ca. 25 mm gegenüber der Breite der Normal-CD-Rom-Gehäuse von 10 mm werden die Ausleger 13 mit einem Zusatzteil 30 zur Flächenverbreiterung ausgerüstet. Eine Befestigungsfuß 31 des Zusatzteiles greift durch eine stirnseitige öffnung des Auslegers in eine Ausnehmung 19 ein. An diesen angepaßten Bereich schließen sich dann die Lagerteile 3 wieder in normalem Abstand an.

[0025] Die Lagerteile 3 können einzeln ausgebildet und montiert werden. Es besteht auch die Möglichkeit, Lagerteilgruppen einstückig zu fertigen und diese mit einzelnen Lagerteilen zu kombinieren. Weiterhin ist die Möglichkeit gegeben, die Lagerteile, die einem seitlichen Schenkel 6 des Basisprofils 2 zugeordnet werden, einstückig auszubilden.

[0026] Durch die zwischen den einzelnen Grundplatten der Lagerteile auch bei einstückiger Fertigung einer Lagerteilreihe vorgesehenen Sollbruchstellen ist eine einfache Anpaßbarkeit auf eine gewünschte Baulänge geben.

[0027] Nach den Fig. 4 und 5 bilden fünf Lagerteile 3 eine Montageeinheit. Diese Ausleger 13 eines jeden Lagerteils 3 sind mit der Grundplatte 8 einstückig und mit Stützflächen 14, 15 sowie mit Auflageflächen 16 und 17 versehen. Die Stützfläche 14 und die Auflagefläche 17 sind im Winkel β zur Senkrechten geneigt, während die Stützfläche 15 und die Auflagefläche 16 im Winkel α zur Senkrechten angeordneten sind.

[0028] Im vorliegenden Fall sind der Winkel α und der Winkel β gleich, da hinsichtlich dieses Winkels zum Verschwenken der Datenträgergehäuse 11 beidseitig der gleiche Kippwinkel gewählt ist. Die unterschiedliche Gestaltung der Winkel α und β macht es jedoch möglich, unterschiedliche Kippwinkel der zu lagernden Datenträger bzw. Datenträgergehäuse zu realisieren.

[0029] Der Ausleger 13 eines jeden Lagerteils weist gemäß der Darstellung in der Fig. 4 dadurch eine Prismenform auf, die nach unten nicht in einer Spitze sondern in eine leichte Rundung ausläuft, während an der Oberseite eine deutliche Abflachung vorgesehen ist, um die Bauhöhe auf das Notwendige zu begrenzen.

[0030] Die Ausleger 13 sind von der Grundplattenseite aus gesehen, mit einer Ausnehmung 18 ausgerüstet, die allein der Materialeinsparung dient. Die Ausleger 13 weisen ferner eine Ausnehmung 19 auf, die zur freien Stirnfläche des Auslegers 13 geöffnet ist. Die Ausnehmung 19 entspricht in ihrer Kontur der prismenförmigen Außenkontur des Auslegers 13, wie dies aus der Fig. 6 zu entnehmen ist.

[0031] Diese Ausnehmung 19 dient als Lagerausnehmung für das schwenkbare Festlegen jeweils eines Registerblattes 5. Die Registerblätter 5 sind mit Lagerzapfen 20 ausgerüstet. Diese Lagerzapfen sind nicht rund gestaltet sondern haben eine Längsausdehnung 21, die der Innenanschlagfläche 22 der Ausnehmung 19 entspricht. Die Innenanschlagflächen 22 weisen zwangsläufig die gleiche Kippneigung auf wie die in die Aufnahme einzusetzenden Datenträger bzw. Datenträgergehäuse, da die Fläche 22 zur Stützfläche 14 bzw. 15 parallel verläuft. Somit kann jedem Lagerteil 3 ein Registerblatt 5 zugeordnet werden.

[0032] Die Fig. 7 zeigt das Lagerteil 3 im Schnitt, aus dem die Ausnehmung 19 sowie die Ausnehmung 18 zu entnehmen sind. Ferner ist aus dieser Darstellung zu erkennen, daß die Grundplate 8 der Ausbildung der Nut 7 der Basisprofils 2 angepaßt ist.

[0033] In vorteilhafter Weise weist die Grundplatte im oberen Bereich einen Wulstrand 24 auf, der formschlüssig in die bogenförmige Kontur 25 der Nut 7 eingesetzt werden kann. Am unteren Längsrand ist die Grundplatte mit einer federnden Lippe ausgerüstet, die eine Nockenleiste 27 des Basisprofils 2 untergreift. Diese Ausbildung der Grundplatte 8 machte es möglich, daß das Lagerteil 3 nicht nur in die hinterschnittene Nut 7 einzuschieben ist, sondern daß einzelne Lagerteile als auch eine zusammengesetzte einstückige Baugruppe von Lagerteilen in die Nut 7 an jeder Stelle einrasten können. Hierdurch wird eine besonders günstige Montagemöglichkeit für die einzelnen Lagerteile oder für eine einstückige Lagerteilreihe erreicht.

[0034] In der Fig. 8 ist das Basisprofil 2 im Querschnitt aufgezeigt und an einer Seite mit eingebautem Lagerteil versehen. Auch aus dieser Darstellung ergibt sich, daß das Lagerteil 3 oder eine Lagerteilgruppe nicht nur durch Einschieben in die Nut 7 sondern auch durch Einklipsen bzw. Einrasten montierbar ist.

[0035] Die Fig. 9 zeigt den systematischen Aufbau von zwei prismenförmigen Auslegern 13 der Lagerteile 3, die nebeneinander im Abstand angeordnet sind. Sofern die Klappwinkel α und β gleichgroß sind, können gegenüberliegend die gleichen Lagerteile 3 eingesetzt werden.

[0036] Entscheidend für die Packungsdichte ist hierbei, daß die untere Spitze des prismenförmigen Auslegers 13 mit der Ecke des gekippten Datenträgergehäuses 11 oder mit der Ecke des gekippten Datenträgers nahezu in Übereinstimmung ist. Im Idealfall liegen zwei in Gegenrichtung gekippte Datenträgergehäuse 11 in diesem Punkt annähernd zusammen, d.h. die Distanz bewegt sich gegen null. Hieraus ergibt sich eine erfindungswesentliche Beziehung für das Abstandsmaß h der theoretischen Spitze des Auslegers 13 in der Winkelfunktion

.

[0037] Das Maß H ist ein freiwählbares Maß, das abhängig von Festigkeiten des für die Lagerteile 3 vorgesehenen Materials ist. Daraus ergibt sich auch das Abstandsmaß A zwischen den einzelnen Lagerteilen, das in der Fig. 10 dargestellt ist.

[0038] Durch die Fig. 9 wird deutliche, daß die Übereinstimmung der Prismenspitze des Auslegers 13 mit der Gehäuseecke das entscheidende Merkmal für eine hohe Packungsdichte ist.

[0039] Im Unterschied zu den bekannten Vorrichtungen weist diese erfindungsgemäße Konstruktion den Vorteil auf, daß die Bodenplatte des Basisprofils 2 das Auflager für die Datenträgergehäuse oder Datenträgerhüllen oder für den mehreckigen Datenträger bildet und daß Ausleger 13 der Lagerteile im Abstand von der Bodenfläche angeordnet sind, wobei die mit Stütz- und Anlageflächen versehenen Ausleger 13 prismenförmig ausgebildet sind.

[0040] Aus den Fig. 11 und 12 ergibt sich, daß das Basisprofil auch dahingehend abgewandelt werden kann, daß eine Bodenplatte 2a vorgesehen wird, die formschlüssig mit den Lagerteilen 3 und zwar mit den Grundplatten 8 der Lagerteile 3 verbunden ist.

[0041] Bei der Ausführungsform nach der Fig. 11 weisen die Grundplatten 8 im unteren Längsrandbereich zwei Randleisten 32,33 auf, die eine hinterschnittene Verankerungsnut für eine Längsrandstreifen 34 der Bodenplatte 2a bilden.

[0042] Bei dem Ausführungsbeispiel nach der Fig. 12 sind die Grundplatten 8 am unteren Längsrand mit nach innen und nach außen sich erstreckenden Stegen 35,36 ausgerüstet, die in eine hinterschnittene Verankerungsnut 37 der Bodenplatte 2a eingreifen.

[0043] Auch bei diesen Ausführungsformen nach den Fig. 11 und 12, bei denen die Grundplatten 8 die seitlichen Schenke der im Querschnitt U-förmigen Aufnahme der Vorrichtung bilden, besteht die Möglichkeit, zwischen zwei Lagerteilen oder zwischen zwei Lagerteilgruppen Distanzplatten einzusetzen und die in den Grundplatten der Lagerteile 3 vorgesehenen Rastausnehmungen zum Einsetzen von Kopplungsstücken zu verwenden, so daß sich zwischen den einzelnen die seitlichen Schenkel bildenden Bauteilen ein Verbund ergibt.

[0044] Die Ausführungsform der Vorrichtung nach den Fig. 15 und 16 setzt sich aus zwei in Abstand voneinander angeordneten Profilen 40 zusammen, die jeweils eine Bodenplatte 41, Stützstege 42 und Lagerteile 43 aufweisen. Diese einstückig miteinander verbundenen Bauteile stellen Baueinheiten dar, die aus einem Strangpreßprofil abgetrennt werden. Wie die Fig. 15 und 16 zeigen, sind die Profile 40 kammartig ausgebildet und werden an den Längsrändern einer U-förmigen Aufnahme oder, wie in Fig. 15 dargestellt, an den Längsrändern eines Faches eines Möbelkorpus angeordnet. Die Fig. 15 zeigt die Seitenwände 44 des Faches. Die gestaltung des Raumes zwischen den Stützstegen 42 und Lagerteilen 43 entspricht der Gestaltung des Raumes zwischen den Lagerteilen der übrigen Ausführungsformen. Das Datenträgergehäuse 11 stützt sich an der Bodenplatte 41 ab. Die Ausnehmung 19 der Lagerteile 43 kann den Lagerzapfen eines Registerblattes 5 aufnehmen. Die Anlageflächen der Lagerteile entsprechen den Anlageflächen 14,15,16 und 17 der Lagerteile nach der Fig. 4. Die Befestigung der Profile 40 am Möbelkorpus o.dgl. kann mittels eines Klebers oder mittels Schrauben vorgenommen werden.


Ansprüche

1. Vorrichtung zur Aufnahme von mehreckigen Datenträgern oder von in mehreckigen Gehäusen oder Hüllen angeordneten Datenträgern, die jeweils zwischen zwei nach innen ragenden, mit Stütz-, Anlage- oder Anschlagflächen versehenen Auslegern von Lagerteilen zwischen einer nach vorn und einer nach hinten geneigten Schräglage verschwenkbar gelagert sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahme einen U-förmigen, durch eine Bodenplatte (2a) und seitliche Schenkel begrenzten Querschnitt aufweist, die Lagerteile (3) mit einer den Ausleger (13) tragenden Grundplatte (8) ausgerüstet sind, und die Grundplatten (8) der Lagerteile (3) an den seitlichen Schenkeln (6) festgelegt sind oder einstückig gefertigt oder untereinander verbunden die seitlichen Schenkel teilweise oder vollständig bilden.
 
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Aufnahmeraum im Boden- und Seitenbereich durch ein U-förmiges Basisprofil (2) begrenzt ist, dessen seitliche Schenkel (6) an der Innenseite vorgesehene, sich über die gesamte Schenkellänge erstreckende, hinterschnittene Nuten (7) aufweisen, in die die Grundplatten (8) der Lagerteile (3) einzeln oder untereinander verbunden oder gruppenweise verbunden eingeführt sind.
 
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundplatten (8) der Lagerteile (3) einer Längsseite der Aufnahme einstückig ausgeführt und zwischen den einzelnen Grundplatten (8) Sollbruchstellen vorgesehen sind.
 
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß in den Grundplatten (3) in der Nähe der Stirnseiten die sich quer zur Längsrichtung der seitlichen Schenkel (6) erstrecken, zu den Stirnseiten geöffnete Rastausnehmungen (9) vorgesehen sind und die Rastausnehmungen (9) zweier benachbarter Grundplatten untereinander verbunden sind.
 
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Rastausnehmungen (9) zweier benachbarter Grundplatten symmetrisch zu der Trennungslinie zwischen den Grundplatten ausgebildet.
 
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Rastausnehmungen pfeilförmig ausgebildet sind.
 
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß in die Rastausnehmungen zweier benachbarter Grundplatten ein Kopplungsstück eingesetzt ist.
 
8. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahme Endkappen (4) aufweist, die an der Innenseite mit einem in eine Rastausnehmung der angrenzenden Grundplatte einführbaren Kopplungsstück versehen sind.
 
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Endkappen (4) aus einem Strangprofil gefertigt sind und als Kopplungsstück einen Raststeg (10) aufweisen.
 
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Raststeg (10) pfeilförmig gestaltet und form- und kraftschlüssig in der zugeordneten Rastausnehmung der benachbarten Grundplatte festlegbar ist.
 
11. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Grundplatten zweier benachbarter Lagerteile (3) oder zwischen Lagerteilgruppen Distanzplatten (29) vorgesehen und an den Stirnseiten mit den Grundplatten verbunden sind.
 
12. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundplatten (8) einen oberen Wulstrand (24) und eine untere federnde Lippe (26) aufweisen und die Lippe (26) eine Nockenleiste (27) des U-förmigen Basisprofils (2) hintergreift, während die hinterschnitte Nut (7) im oberen Bereich entsprechend der Kontur des Wulstrandes (24) ausgeformt ist.
 
13. Vorrichtung nach Anspruch 11 und 12, dadurch gekennzeichnet, daß die zwischen den Grundplatten der Lagerteile oder zwischen einzelnen Grundplatten eingesetzten Distanzplatten einen oberen Wulstrand und eine untere federnde Lippe aufweisen.
 
14. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die im Querschnitt U-förmige Aufnahme eine Bodenplatte (2a) aufweist, die im Längsrandbereich formschlüssig mit den die seitlichen Schenkel bildenden Grundplatten (8) verbunden ist.
 
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundplatten (8) im unteren Längsrandbereich zwei Randleisten (32,33) einer hinterschnittenen Verankerungsnut für einen Längsrandstreifen (34) einer Bodenplatte (2a) aufweisen.
 
16. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundplatten (8) am unteren Längsrand mit nach innen und nach außen sich erstreckenden Stegen (35,36) ausgerüstet sind, die in eine hinterschnittene, am Längsrand vorgesehene Verankerungsnut (37) der Bodenplatte eingreifen.
 
17. Vorrichtung zur Aufnahme vom mehreckigen Datenträgern oder von in mehreckigen Gehäusen oder Hüllen angeordneten Datenträgern, die jeweils zwischen zwei nach innen ragenden, mit Stütz-, Anlage- oder Anschlagflächen versehenen Auslegern von Lagerteilen zwischen einer nach vorn und einer nach hinten geneigten Schräglage verschwenkbar gelagert sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden der im Querschnitt U-förmigen Aufnahme das Auflager für die Datenträgergehäuse oder Datenträgerhüllen oder für die mehreckigen Datenträger bildet und daß die Ausleger (13) der Lagerteile im Abstand von der Bodenfläche angeordnet sind und daß die mit Stütz- und Anlageflächen versehenen Ausleger prismenförmig ausgebildet sind.
 
18. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die untere Spitze des prismenförmigen Auslegers (13) mit der benachbarten Ecke des gekippten Datenträgers oder des gekippten Datenträgergehäuses zusammenfällt oder nahezu zusammenfällt.
 
19. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß zwei in Gegenrichtung gekippte Datenträger oder Datenträgerhäuse mit der unteren Spitze des prismenförmigen Auslegers (13) mit den einander zugewandten Ecken der Datenträger oder der Datenträgergehäuse zusammenfallen oder nahezu zusammenfallen.
 
20. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß das Abstandsmaß h der unteren Spitze des prismenförmigen Auslegers von dem Boden der Aufnahme = oder ≤ D (Breite des Datenträgergehäuses) und

(α = Winkel zwischen dem Boden des Datenträgergehäuses und dem Boden der Aufnahme) (

).
 
21. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausleger an der innen in dem Aufnahmeraum liegenden Stirnseite geöffnet sind und eine mit Anschlagflächen ausgestattete Ausnehmung (19) aufweisen, in die ein Lagerzapfen (20) eines Registerblattes (5) einführbar ist.
 
22. Vorrichtung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß in die Ausnehmung (19) ein Befestigungsfuß (31) eines Zusatzteiles (30) zur Flächenverbreiterung eingreift.
 
23. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahme einen U-förmigen, durch eine Bodenplatte und seitliche Schenkel begrenzten Querschnitt aufweist, die Lagerteile (3) mit einer den Ausleger (13) tragenden Grundplatte (8) ausgerüstet sind und die Grundplatten (8) der Lagerteile (3) an seitlichen Schenkeln (6) festgelegt sind oder einstückig gefertigt oder untereinander verbunden, die seitlichen Schenkel teilweise oder vollständig bilden.
 
24. Vorrichtung zur Aufnahme von mehreckigen Datenträgern oder von in mehreckigen Gehäusen oder Hüllen angeordneten Datenträgern, die jeweils zwischen zwei nach innen ragenden, mit Stütz-, Anlage- oder Anschlagflächen versehenen Lagerteilen zwischen einer nach vorn und einer nach hinten geneigten Schräglage verschwenkbar gelagert sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerteile (43) mit von einer Bodenplatte (41) ausgehenden Stützstegen (42) einstückig sind.
 
25. Vorrichtung nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, daß die Baueinheit aus Lagerteilen (43), Stützstegen (42) und Bodenplatte (41) aus einem Strangpreßprofil abgetrennt ist.
 
26. Vorrichtung nach Anspruch 24 oder 25, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils zwei der Baueinheiten aus Lagerteilen (43), Stützstegen (42) und einer Bodenplatte (41) an den Längsrändern einer U-förmigen Aufnahme oder an den Längsrändern eines Faches eines Möbelkorpus vorgesehen sind.
 




Zeichnung































Recherchenbericht