Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft ein Fenster mit Belüftung und ein mehrkammriges Blendrahmenprofil
für Fenster oder Türen mit wenigstens einem - im Querschnitt gesehen - vertikal verlaufenden
Steg zur Bildung einer Innenkammer und einer Außenkammer.
Stand der Technik
[0002] Moderne Kunststoffenster weisen in der Regel eine so hohe Dichtigkeit auf, daß ein
regelmäßiges Lüften zur Vermeidung von Schimmelbildung in den Räumen notwendig ist.
Um einen regelmäßigen Luftaustausch zu erzwingen, ist bereits vorgeschlagen worden,
in den Anschlagdichtungen und/oder Mitteldichtungen der Profile entsprechende Perforierungen
vorzusehen. Aus der DE 30 05 800 A1 ist ein Flügelprofil bekannt, das auf der Wetterseite
und der Rauminnenseite jeweils Durchbrechungen aufweist, um eine dauernde Zwangsbelüftung
des Rahmens zu erreichen.
[0003] Nachteil dieser Lösungen ist es, daß die ausgetauschte Luftmenge nahezu ausschließlich
von der wetterabhängigen Druckdifferenz zwischen der Fensteraußenseite und der Fensterinnenseite
ist, so daß je nach Druckverhältnis entweder starke Zugerscheinungen und ein zu hoher
Wärmeverlust oder ein zu geringer Luftaustausch vorkommen können.
[0004] Aus der DE 25 46 113 A1 ist ein Fenster-System mit Lüftung zur Zwangsbelüftung von
Räumen bekannt, das einen vom Blendrahmenprofil getrennten Luftführungskanal aus im
Profil identischen, gleichartigen Profilteilen vorsieht. Derartige Systeme sind aufwendig
und in der Herstellung teuer.
Aufgabe
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Fenster mit Belüftung und ein Blendrahmenprofil
hierfür zur Verfügung zu stellen, das diese Nachteile nicht aufweist.
Darstellung der Erfindung
[0006] Die Erfindung löst diese Aufgabe durch ein Fenster mit Belüftung gemäß Anspruch 1
bzw. ein mehrkammriges Blendrahmenprofil hierfür gemäß Anspruch 2, bevorzugt in Verbindung
mit einem oder mehreren der Merkmale der Unteransprüche.
[0007] Nach der Erfindung ist eine im wesentlichen ungeteilte Innenkammer, d. h. dem Rauminneren
zugewandte Kammer, vorgesehen, um eine elektromechanisch angetriebene Belüftungseinheit
aufnehmen zu können. Auf diese Weise wird ein ggf. von der Raumfeuchtigkeit steuerbarer
zwangsweiser Austausch der Rauminnenluft mit der Außenluft erreicht, wobei dieser
weitgehend unabhängig von den Wetterbedingungen und der Druckdifferenz zwischen Fensteraußenseite
und Rauminnenseite ist. Das erfindungsgemäße Blendrahmenprofil weist bevorzugt eine
größere Breite als Höhe auf, bevorzugt beträgt das Verhältnis von Höhe zu Breite 1:1,2
bis 1:4, insbesondere etwa 1:1,5, wobei der Falzbereich bevorzugt etwa mittig am Profil
angeordnet ist.
[0008] Bevorzugt wird das erfindungsgemäße mehrkammrige Blendrahmenprofil mit einer Festverglasung
ausgestattet, es weist also keinen Flügelrahmen auf. Bei dem erfindungsgemäßen Fenster
erübrigt sich das Öffnen zu Lüftungszwecken.
[0009] Die mit einem Elektromotor betriebene Lüftung wird bevorzugt in einem oder beiden
seitlichen Blendrahmen-Holmen angeordnet und kann elektronisch gesteuert oder, z.B.
in Abhängigkeit von der Luftfeuchtigkeit im Rauminneren, geregelt werden.
Kurze Beschreibung der Zeichnung
[0010] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert,
es zeigt darin
- Fig. 1
- einen Querschnitt durch das erfindungsgemäße Fenster mit Belüftung
Beispiel
[0011] Das Fenster gemäß dem Ausführungsbeispiel ist in Figur 1 als Querschnitt durch eines
der beiden seitlichen Blendrahmenprofile dargestellt. Es weist eine Höhe von 120 mm
und eine Tiefe - im Querschnitt betrachtet eine Breite - von 170 mm auf. Das Blendrahmenprofil
1 ist aus thermoplastischem Kunststoff, z.B. PVC, extrudiert.
[0012] Der Steg 5 teilt das Blendrahmenprofil 1 im Bereich der Falzebene 4 in die Innenkammer
2 und mehrere Außenkammern 3, 3', 3".
[0013] Von wesentlicher Bedeutung ist die zur Raumseite 9 gerichtete große Innenkammer 2
zur Aufnahme des elektrisch angetriebenen Lüfters 6. Der Lüfter 6 saugt durch entsprechende
Durchbrüche in dem Steg 5 und dem weiteren Steg 5' sowie einer äußeren Durchbrechung
die Luft von der Wetterseite 8 an. Zur Wetterseite 8 ist die Öffnung im Profil 1 mit
einem Filter 11 versehen.
[0014] Das in Figur 1 dargestellt Fenster weist eine Festverglasung 10 auf, die lediglich
zur Reinigung geöffnet werden kann. Die gesamte Belüftung erfolgt über den ggf. geregelten
Lüfter 6, der in einer Öffnung 7 der Innenkammer 2 versenkt angeordnet ist.
1. Fenster mit Belüftung, mit
- einem Blendrahmenprofil (1) mit wenigstens einem - im Querschnitt gesehen - vertikal
verlaufenden Steg (5) zur Bildung einer Innenkammer (2) und wenigstens einer Außenkammer
(3, 3'3"),
- wobei die Innenkammer (2) im wesentlichen ungeteilt ausgebildet ist,
- wobei die Innenkammer (2) wenigstens einen Durchbruch als Ein- bzw. Austrittsöffnung
der Luft aufweist,
- und wobei der vertikal verlaufende Steg (5) sowie die Außenkammer (3) Durchbrüche
aufweisen zur Erzeugung eines durchgehenden Lüftungskanals,
- sowie einer elektromechanisch angetriebene Belüftungseinheit (6) in der Innenkammer
(2).
2. Mehrkammriges Blendrahmenprofil zur Herstellung eines Fensters mit Belüftung nach
Anspruch 1, mit wenigstens einem - im Querschnitt gesehen - vertikal verlaufenden
Steg zur Bildung einer Innenkammer und einer Außenkammer,
wobei
- die Innenkammer (2) im wesentlichen ungeteilt ausgebildet ist zur Aufnahme einer
elektromechanisch angetriebenen Belüftungseinheit (6),
- die Innenkammer (2) wenigstens einen Durchbruch aufweist als Ein- bzw. Austrittsöffnung
der Luft,
- der vertikal verlaufende Steg (5) sowie die Außenkammer Durchbrüche aufweisen zur
Erzeugung eines durchgehenden Lüftungskanals.
3. Mehrkammriges Blendrahmprofil nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch ein Verhältnis von Höhe zu Breite von 1 zu 1,2 bis 1 zu 4.
4. Mehrkammriges Blendrahmenprofil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein - im Querschnitt gesehen - vertikal verlaufender Steg (5) im Bereich
einer Falzebene (4) verläuft.
1. Window with ventilation, having
- a window frame profile (1) having at least one - as seen in cross section - vertically
running web (5), for forming an inner chamber (2) and at least one outer chamber (3,
3', 3''),
- the inner chamber (2) being essentially of non-divided design,
- the inner chamber (2) having at least one aperture as an inlet and outlet opening
for air,
- and the vertically running web (5) and the outer chamber (3) having apertures for
producing a continuous aeration duct,
- and also having an electromechanically driven ventilation unit (6) in the inner
chamber (2).
2. Multichambered window frame profile for producing a window with ventilation according
to Claim 1, having at least one - as seen in cross section - vertically running web,
for forming an inner chamber and an outer chamber,
- the inner chamber (2) being of essentially non-divided design in order to accommodate
an electromechanically driven ventilation unit (6),
- the inner chamber (2) having at least one aperture as an inlet and outlet opening
for air,
- the vertically running web (5) and the outer chamber having apertures for producing
a continuous aeration duct.
3. Multichambered window frame profile according to Claim 2, characterized by a ratio
of height to width of 1 to 1.2 to 1 to 4.
4. Multichambered window frame profile according to Claim 2, characterized in that at
least one - as seen in cross section - vertically running web (5) runs in the region
of a rebate plane (4).
1. Fenêtre avec ventilation, comprenant :
- un profilé pour encadrement (1) avec au moins une traverse s'étendant verticalement
(5) pour former une chambre interne (2) et au moins une chambre externe (3, 3', 3''),
- la chambre interne (2) étant essentiellement formée de manière non divisée,
- la chambre interne (2) présentant au moins un ajour servant d'ouverture d'entrée
ou de sortie pour l'air,
- et la traverse (5) s'étendant verticalement ainsi que la chambre externe (3) présentant
des ajours pour constituer un canal d'aération traversant,
- ainsi qu'une unité d'aération (6) entraînée électromécaniquement dans la chambre
interne (2).
2. Profilé pour encadrement à plusieurs chambres, pour la fabrication d'une fenêtre avec
aération selon la revendication 1, comprenant au moins une traverse s'étendant verticalement
- vue en coupe transversale - pour former une chambre interne et une chambre externe,
- la chambre interne (2) étant essentiellement formée de manière non divisée pour
recevoir une unité d'aération (6) entraînée électromécaniquement,
- la chambre interne (2) présentant au moins un ajour servant d'ouverture d'entrée
ou de sortie pour l'air,
- la traverse (5) s'étendant verticalement ainsi que la chambre externe présentant
des ajours pour constituer un canal d'aération traversant.
3. Profilé pour encadrement à plusieurs chambres selon la revendication 2, caractérisé
par un rapport de hauteur à largeur de 1 à 1,2 à 1 à 4.
4. Profilé pour encadrement à plusieurs chambres selon la revendication 2, caractérisé
en ce qu'au moins une traverse (5) s'étendant verticalement - vue en section transversale
- s'étend dans la zone d'un plan de joint.