[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Greifzange gemäß dem Oberbegriff von Anspruch
1.
[0002] Derartige Greifzangen, die für gewisse Anwendungen auch als Wasserpumpen- bzw. Armaturzangen
bezeichnet werden, haben allgemein zwei gelenkig verbundene Zangenschenkel, die im
unteren Bereich in Griffe auslaufen. Im oberen oder Kopf-Bereich weist jeder Schenkel
eine abgewinkelte, vorzugsweise gezahnte Greifbacke auf. Zu deren Anpassung an ein
zu greifendes oder zu spannendes Werkstück sind die Schenkel gegeneinander längs-
und winkelbeweglich.
[0003] Wichtig ist die Anordnung und Ausbildung des Gelenks. Verhältnismäßig einfach sind
aufgelegte Gleit- und Rillengleitgelenke zu realisieren; wenn aber bei harter Beanspruchung
große Scherkräfte und -momente auftreten, kann das zu Verschleiß, zu Klapperspiel
und sogar zum Bruch des vielfach nicht sehr starken Gelenkzapfens führen.
[0004] Letzterer findet bei durchgestecktem Gleitgelenk im oder am führenden Zangenschenkel
beiderseits Abstützung, was man schon vor Jahrzehnten auch mit Druckknopf-Schnellverstellung
kombiniert hat. Dabei muß die Zange meist weit geöffnet, d.h. beidhändig benutzt werden.
Durchsteck-Greifzangen gemäß DE 90 03 285 U1 haben eine Stellrolle, deren Innengewinde
mit einer rückseitigen Zahnung des geführten Schenkels schraubt, so daß am Werkstück
eine stufenlose Einstellung möglich ist. Auch das setzt in der Regel eine Zwei-Hand-Bedienung
voraus, wofür genügend Raum zur Verfügung stehen muß.
[0005] Es ist ein wichtiges Ziel der Erfindung, eine verbesserte Greifzange der eingangs
genannten Art zu schaffen, die auf einfache Weise und in großem Bereich verstellbar
ist. Angestrebt wird ferner eine solide Konstruktion mit verschleißarmem Gelenk, die
bei erhöhter Handhabungs-Sicherheit bequemen Gebrauch ermöglicht.
[0006] Hauptmerkmale der Erfindung sind in Anspruch 1 angegeben. Ausgestaltungen sind Gegenstand
der Ansprüche 2 bis 18.
[0007] Bei einer Greifzange mit zwei Zangenschenkeln, die in ihrem unteren Bereich jeweils
in einen Griff auslaufen und im oberen Bereich mit je einer abgewinkelten, vorzugsweise
gezahnten Greifbacke einstückig sind, mit einem durchgesteckten Gleitgelenk zur Verbindung
der Zangenschenkel derart, daß sich die Greifbacken in einstellbarem Abstand gegenüberstehen,
wobei ein führender Zangenschenkel eine Anzahl von Raststufen sowie in deren Bereich
eine Parallelaussparung hat, in der ein geführter Zangenschenkel gleitbeweglich und
mittels eines endseitig abgesetzten Bolzens an den Raststufen verrastbar ist, sieht
die Erfindung gemäß dem kennzeichnenden Teil von Anspruch 1 vor, daß das Gleitgelenk
eine Scheibe aufweist, die in einem Kopfbereich des geführten Zangenschenkels drehbar
gelagert ist, ihrerseits den Rastbolzen lagert und mit Führungsflächen an dem führenden
Zangenschenkel in der Parallelaussparung entlangbewegbar ist. Dieser verhältnismäßig
einfache Aufbau gewährleistet hohe mechanische Beanspruchbarkeit und Sicherheit. Außerdem
erzielt man eine schlanke, kompakte Form ohne seitliche Überstände, so daß man mit
der Zange auch an schwer zugänglichen Stellen gut hantieren kann. Durch die Scheibe
werden die wirkenden Kräfte bzw. Momente an einem großen Durchmesser aufgenommen,
was wesentlich zur Verschleißminderung beiträgt und eine Bruchgefahr praktisch ausschließt.
Günstig ist insbesondere laut Anspruch 2 eine solche Bemessung, daß der Durchmesser
der Gelenkscheibe größer ist als die Breite des führenden Zangenschenkels.
[0008] Eine vorteilhafte Führungs-Abstützung des geführten Zangenschenkels erzielt man gemäß
Anspruch 3, indem parallele, von der Gelenkscheibe quer abstehende Führungsflächen
an Gleitflächen des führenden Zangenschenkels anliegen. Das wird nach Anspruch 4 noch
dadurch unterstützt, daß die Führungsflächen der Gelenkscheibe den führenden Zangenschenkel
aus der Parallelaussparung heraus umgreifen.
[0009] Wichtig ist die Weiterbildung von Anspruch 5, wonach der führende Zangenschenkel
beiderseits der Parallelaussparung rückseitig mit jeweils fluchtenden Raststufen versehene
Gleitflächen hat, an denen Anflachungen von Enden des Rastbolzens kraftschlüssig anliegen.
Dies gestattet eine außerordentlich einfache Verrastung, wobei die Rastbolzen-Enden
an den Gleitflächen des führenden Zangenschenkels beiderseits angreifen und daher
eine zuverlässige Abstützung gewährleisten.
[0010] Eine sehr bequeme Bedienbarkeit erreicht man im Einklang mit Anspruch 6, wenn der
Rastbolzen an den Raststufen in wählbarer Position verrastbar ist, indem die Griffe
geöffnet werden, der geführte Zangenschenkel entgegen der Greifbacken-Schließrichtung
bewegt wird und die Griffe geschlossen werden. Nach Anspruch 7 ist eine Parallelverstellung
der Greifbacken von größerem oder maximalem Abstand herunter auf Greifmaß bei geschlossenen
Schenkeln möglich, indem der geführte Zangenschenkel unter Anlage eines Anschlagkörpers
an den mit Rasstufen versehenen Gleitflächen ohne Verschwenkung der Griffe in Schließrichtung
entlangbewegbar ist. Mithin erfolgt die Greifmaß-Einstellung nur an den Zangenschenkeln,
ohne daß eine manuelle Rasteinstellung im Gelenkbereich erforderlich wäre. Beispielsweise
zehn Raststufen sind bei einem maximalen Greifabstand von 50 mm ohne weiteres realisierbar.
[0011] Verschiedene Rastbolzen-Ausgestaltungen sind in den Ansprüchen 8 bis 15 angegeben.
So können seine Enden als längsgeteilte Halbzylinder ausgebildet sein, was für Fertigung
und Montage vorteilhaft ist. Günstig ist es ferner, wenn der Rastbolzen gemäß Anspruch
9 in der Gelenkscheibe exzentrisch gelagert ist, vorzugsweise nach Anspruch 10 derart,
daß die Drehachse des Rastbolzens in der durch die rückseitigen Gleitflächen des führenden
Zangenschenkels definierten Ebene liegt. Das ist eine platzsparende Anordnung, die
zugleich zu erleichterter Handhabung beiträgt.
[0012] Anspruch 11 sieht vor, daß der Rastbolzen federbelastet ist und einen zwischen Winkelanschlägen
der Gelenkscheibe begrenzt schwenkbaren, durch den geführten Zangenschenkel erfaßbaren
Mitnehmer aufweist. Dies ist ein beachtlicher Vorzug gegenüber herkömmlichen Greifzangen
mit starrem Rastbolzen, der das Öffnen und Schließen der Zange erschweren konnte.
Die Federung kann laut Anspruch 12 vorteilhaft so ausgebildet sein, daß eine an oder
in der Gelenkscheibe gehaltene Feder den Rastbolzen in Richtung zur Anlage des Mitnehmers
an einer unteren Winkelanschlag-Fläche der Gelenkscheibe belastet. Speziell kann gemäß
Anspruch 13 an dem Rastbolzen eine Druckfeder angreifen, bevorzugt über einen zusammen
mit ihr in einer Aussparung der Gelenkscheibe angeordneten Radialhebel. Die einfache
Fertigung und Montage wird ferner nach Anspruch 14 dadurch unterstützt, daß der Mitnehmer
ein z.B. stiftförmiges, mit dem Rastbolzen radialverbundenes Druckstück ist und daß
zwei Winkelanschläge von Flächen gebildet sind, die eine Ausnehmung an einer Flachstufe
der Gelenkscheibe begrenzen.
[0013] Zur formschlüssigen Verrastung trägt es vorteilhaft bei, wenn nach Anspruch 15 die
End-Anflachungen des Rastbolzens in ein unteres Eckteil auslaufen, das den rückseitigen
Gleitflächen am führenden Zangenschenkel formähnlich oder formgleich ist.
[0014] Noch eine andere Ausgestaltung der Erfindung besteht laut Anspruch 16 darin, daß
der geführte Zangenschenkel neben der Gelenkscheibe einen Anschlagkörper mit einer
dem Mitnehmer zugeordneten Nase, Andruckfläche o.dgl. hat. Insbesondere kann der Anschlagkörper
nach Anspruch 17 eine bei geschlossenen Griffen an den rückseitigen Gleitflächen des
führenden Zangenschenkels anliegende Fläche aufweisen, die einerseits zur Führung
beiträgt, andererseits aber als wirksamer Klemmschutz dient.
[0015] Eine andere Sicherheitsmaßnahme sieht Anspruch 18 vor, wonach der geführte Zangenschenkel
zur Gelenkentlastung beim Öffnen einen Sicherheitsanschlag hat, insbesondere auf der
Seite der unteren Greifbacke und gegenüber einem Anschlagkörper. Der führende Zangenschenkel
kommt beim weiten Öffnen der Greifzange an dem Sicherungsanschlag zur Anlage, so daß
dieser wirkende Kräfte bzw. Momente aufnimmt und die Gelenkscheibe in ihrer Lagerung
nicht verkantet werden kann.
[0016] Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus dem Wortlaut
der Ansprüche und der folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der
Zeichnung. Darin zeigen:
- Fig. 1
- eine Draufsicht einer erfindungsgemäßen Greifzange,
- Fig. 2
- eine Seitenansicht der Zange von Fig. 1,
- Fig. 3
- eine vergrößerte Teil-Ansicht einer geschlossenen Zange, im Lagerbereich teilweise
weggebrochen dargestellt,
- Fig. 4
- eine Seiten-Rückansicht der Zange von Fig. 3,
- Fig. 5
- eine Seiten-Stirnansicht der Zange von Fig. 3 und
- Fig. 6
- eine weiter vergrößerte Teil-Ansicht ähnlich Fig. 3, jedoch bei geöffneter Zange.
[0017] Die in Fig. 1 und 2 dargestellte Greifzange ist allgemein mit 10 bezeichnet. Sie
hat einen führenden Zangenschenkel F und einen geführten Zangenschenkel G, die in
einem Kopfbereich 18 über ein Gleitgelenk 20 miteinander schwenkbar verbunden sind.
Die Zangenschenkel F, G laufen am unteren Ende in Griffe 12 bzw. 13 aus; die oberen
Enden sind als Greifbacken 14, 15 gestaltet. Der führende Zangenschenkel F hat zum
Kopfbereich 18 hin eine Parallelaussparung 42, durch die der Kopfbereich des geführten
Zangenschenkels G durchgesteckt ist.
[0018] Das Gleitgelenk 20 weist eine Gelenkscheibe 22 von verhältnismäßig großem Durchmesser
D auf, die um eine Achse C drehbar im Kopfbereich des geführten Zangenschenkels gelagert
und mit Führungsflächen 23, 24 an dem führenden Zangenschenkel F in der Parallelaussparung
42 entlangbewegbar ist. Der Durchmesser D der Gelenkscheibe ist größer als die Breite
b des führenden Zangenschenkels F im Kopfbereich 18. Von der Gelenkscheibe 22 stehen
die Führungsflächen 23, 24 parallel so ab, daß sie den führenden Zangenschenkel F
aus der Parallelaussparung 42 heraus umgreifen und an dessen Gleitflächen 50, 54 führen.
[0019] Die rückseitigen Gleitflächen 50 sind mit Raststufen 52 versehen, in die ein Rastbolzen
30 eingreifen kann, der in der Gelenkscheibe 22 parallel zu der Achse C gelagert ist
und an seinen Enden 32 Anflachungen 34 aufweist (Fig. 3 und 6). Die Anflachungen 34
gehen am unteren Ende in einen Eckteil 35 über, dessen Form derjenigen der rückseitigen
Gleitflächen 50 des führenden Zangenschenkels F gleich oder zumindest ähnlich ist.
[0020] Einzelheiten des Aufbaues gehen aus den Fig. 3 bis 6 hervor. Man erkennt, daß die
Gelenkscheibe 22 mittig eine unsymmetrische Aussparung 26 hat, um einen mit dem Rastbolzen
30 fest verbundenen Radialhebel 36 sowie eine Druckfeder 38 aufzunehmen. Diese belastet
den Radialhebel 36 und damit den Rastbolzen 30, welcher in einem Lager 28 der Gelenkscheibe
22 gleitgelagert ist und nach außen einen Mitnehmer in Form eines Druckstücks 40 hat,
das bei geschlossenen Zangenschenkeln F, G an einem unteren Winkelanschlag 47 zur
Anlage kommt. Dieser ist an einer Flachstufe 62 als untere Begrenzung einer Ausnehmung
46 vorgesehen, die oben von einem weiteren Winkelanschlag 48 begrenzt wird. An letzterem
kommt der Mitnehmer 40 zur Anlage, wenn die Zange geöffnet wird, so daß ein Anschlagkörper
56 mit einer Andruckfläche 60 das Druckstück 40 hebt (Fig. 6), wodurch gleichzeitig
die Feder 38 von dem Radialhebel 36 zusammengedrückt wird. In dieser Position kann
der geführte Zangenschenkel G entlang den Gleitflächen 50, 54 des führenden Zangenschenkels
F auf und ab bewegt werden.
[0021] Der Anschlagkörper 56 hat ferner eine Gleitfläche 58, die dem Klemmschutz bei geschlossenen
Zangenschenkeln F, G dient (Fig. 3 und 6). Sie verhindert durch Anlage an den rückseitigen
Gleitflächen 50 des führenden Zangenschenkels F eine Finger-Klemmung. Diese Sicherheit
ist auch wirksam, wenn die Zange bei großem Greifmaß zwischen den Greifbacken 14,
15 geschlossen wird. Die Gleitfläche 58 des Anschlagkörpers 56 ermöglicht und unterstützt
ebenso wie der elastisch gelagerte Rastbolzen 30 eine Bewegung in Schließrichtung
S, wozu lediglich die Kraft der Druckfeder 38 zu überwinden ist. Da die Drehachse
P des Rastbolzens 30 in der Ebene liegt, welche durch die rückseitigen Gleitflächen
50 des führenden Zangenschenkels F definiert ist, führt der Rastbolzen bei dieser
Aufwärtsbewegung des geführten Zangenschenkels G von Stufe zu Stufe eine kleine Schwenkung
aus, bis durch Annäherung an das Greifmaß eines (nicht gezeichneten) Werkstücks die
letzte dafür mögliche Raststufe 52 erreicht ist.
[0022] Der geführte Zangenschenkel G hat ferner in dem der Greifbacke 14 zugewandten Teil
des Kopfbereichs 18 einen Sicherungsanschlag 64, welcher zur Gelenkentlastung in der
voll geöffneten Zangenposition dient (Fig. 6). Dann kommt der Sicherungsanschlag 64
an der vorderen Gleitfläche 54 des führenden Zangenschenkels F zur Anlage, so daß
eine weitere Spreizung nicht möglich ist.
[0023] Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt. Beispielsweise
kann eine an den Greifbacken 14, 15 vorgesehene Greifverzahnung 16 abweichend von
den Abbildungen gestaltet sein. Auch müssen die Anschlagkörper 56, 64 nicht unbedingt
die gezeichneten Formen aufweisen. Man erkennt aber, daß eine Greifzange 10 erfindungsgemäß
ein durchgestecktes Gleitgelenk zur Verbindung zweier Zangenschenkel derart hat, daß
sich Greifbacken 14, 15 in einstellbarem Abstand gegenüberstehen. Ein führender Zangenschenkel
F nimmt in einer Parallelaussparung 44 einen geführten Zangenschenkel G gleitbeweglich
auf. Eine Scheibe 22 des Gleitgelenks 20 ist in einem Kopfbereich 18 des geführten
Zangenschenkels G drehbar und lagert ihrerseits einen endseitig abgesetzten Rastbolzen
30; sie ist mit Führungsflächen 23, 24 an dem führenden Zangenschenkel F in der Parallelaussparung
42 entlangbewegbar. Der Durchmesser D der Gelenkscheibe 22 ist größer als die Breite
b des führenden Zangenschenkels F, der rückseitig Raststufen 52 und Gleitflächen 50
hat, an denen Anflachungen 34 halbzylindrischer Rastbolzen-Enden 32 kraftschlüssig
anliegen. Der federbelastete Rastbolzen 30 ist in der Gelenkscheibe 22 exzentrisch
so gelagert, daß seine Drehachse P in der durch die rückseitigen Gleitflächen 50 definierten
Ebene liegt, und er hat einen zwischen Winkelanschlägen 47, 48 der Gelenkscheibe 22
begrenzt schwenkbaren, durch den geführten Zangenschenkel G erfaßbaren Mitnehmer 40,
z.B. einen Radialstift. An dem Rastbolzen 30 greift über einen Radialhebel 36 in der
Gelenkscheibe 22 eine Druckfeder 38 an. Der geführte Zangenschenkel G hat neben der
Gelenkscheibe 22 einen Anschlagkörper 56 mit Andruckflächen 58, 60 sowie einen Sicherungsanschlag
64.
[0024] Sämtliche aus den Ansprüchen, der Beschreibung und der Zeichnung hervorgehenden Merkmale
und Vorteile, einschließlich konstruktiver Einzelheiten und räumlicher Anordnungen,
können sowohl für sich als auch in den verschiedensten Kombinationen erfindungswesentlich
sein.
Bezugszeichenliste
[0025]
- b
- Breite
- C
- Drehpunkt/Gelenkachse
- D
- Durchmesser
- F
- führender Zangenschenkel
- G
- geführter Zangenschenkel
- P
- Bolzenachse
- S
- Schließrichtung
- 10
- Greifzange
- 12,13
- Griffe
- 14,15
- Greifbacken
- 16
- Greifverzahnung
- 18
- Kopfbereich
- 20
- Gleitgelenk
- 22
- Gelenkscheibe
- 23,24
- Führungsflächen
- 26
- Aussparung
- 28
- Lager
- 30
- Rastbolzen
- 32
- Enden
- 34
- Anflachung
- 35
- Eckteil
- 36
- Radialhebel
- 38
- Druckfeder
- 40
- Mitnehmer/Druckstück
- 42
- Parallelaussparung
- 46
- Ausnehmung
- 47,48
- Winkelanschläge
- 50
- rückseitige Gleitflächen
- 52
- Raststufen
- 54
- vordere Gleitflächen
- 56
- Anschlagkörper
- 58
- (Gleit-)Fläche / Klemmschutz
- 60
- Andruckfläche
- 62
- Flachstufe
- 64
- Sicherungsanschlag
1. Greifzange (10) mit zwei Zangenschenkeln (F, G), die in ihrem unteren Bereich jeweils
in einen Griff (12, 13) auslaufen und im oberen Bereich (18) mit je einer abgewinkelten,
vorzugsweise gezahnten Greifbacke (14; 15) einstückig sind, mit einem durchgesteckten
Gleitgelenk (20) zur Verbindung der Zangenschenkel (F, G) derart, daß sich die Greifbacken
(12, 13) in einstellbarem Abstand gegenüberstehen, wobei ein führender Zangenschenkel
(F) eine Anzahl von Raststufen (52) sowie in deren Bereich eine Parallelaussparung
(44) hat, in der ein geführter Zangenschenkel (G) gleitbeweglich und mittels eines
endseitig abgesetzten Bolzens (30) an den Raststufen (52) verrastbar ist, dadurch
gekennzeichnet, daß das Gleitgelenk (20) eine Scheibe (22) aufweist, die in einem Kopfbereich (18)
des geführten Zangenschenkels (G) drehbar gelagert ist, ihrerseits den Rastbolzen
(30) lagert und mit Führungsflächen (23, 24) an dem führenden Zangenschenkel (F) in
der Parallelaussparung (42) entlangbewegbar ist.
2. Greifzange nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser (D) der Gelenkscheibe (22) größer ist als die Breite (b) des
führenden Zangenschenkels (F).
3. Greifzange nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß parallele, von der Gelenkscheibe (22) quer abstehende Führungsflächen (23, 24)
an Gleitflächen (50, 54) des führenden Zangenschenkels (F) anliegen.
4. Greifzange nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsflächen (23, 24) der Gelenkscheibe (22) den führenden Zangenschenkel
(F) aus der Parallelaussparung (42) heraus umgreifen.
5. Greifzange nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der führende Zangenschenkel (F) beiderseits der Parallelaussparung (42) rückseitig
mit jeweils fluchtenden Raststufen (52) versehene Gleitflächen (50) hat, an denen
Anflachungen (34) von Enden (32) des Rastbolzens (30) kraftschlüssig anliegen.
6. Greifzange nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Rastbolzen (30) an den Raststufen (52) in wählbarer Position verrastbar
ist, indem die Griffe (12,13) geöffnet werden, der geführte Zangenschenkel (G) entgegen
der Greifbacken-Schließrichtung (S) bewegt wird und die Griffe (12, 13) geschlossen
werden.
7. Greifzange wenigstens nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der geführte Zangenschenkel (G) unter Anlage eines Anschlagkörpers (56) an den
mit Raststufen (52) versehenen Gleitflächen (50) ohne Verschwenkung der Griffe (12,
13) in Schließrichtung (S) entlangbewegbar ist.
8. Greifzange nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Enden (32) des Rastbolzens (30) als längsgeteilte Halbzylinder ausgebildet
sind.
9. Greifzange nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Rastbolzen (30) in der Gelenkscheibe (22) exzentrisch gelagert ist.
10. Greifzange wenigstens nach den Ansprüchen 3 und 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehachse (P) des Rastbolzens (30) in der durch die rückseitigen Gleitflächen
(50) des führenden Zangenschenkels (F) definierten Ebene liegt.
11. Greifzange nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Rastbolzen (30) federbelastet ist und einen zwischen Winkelanschlägen (47,
48) der Gelenkscheibe (22) begrenzt schwenkbaren, durch den geführten Zangenschenkel
(G) erfaßbaren Mitnehmer (40) aufweist.
12. Greifzange nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß eine an oder in der Gelenkscheibe (22) gehaltene Feder (38) den Rastbolzen (30)
in Richtung zur Anlage des Mitnehmers (40) an einer unteren Winkelanschlag-Fläche
(47) der Gelenkscheibe (22) belastet.
13. Greifzange nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Rastbolzen (30) eine Druckfeder (38) angreift, bevorzugt über einen zusammen
mit ihr in einer Aussparung (26) der Gelenkscheibe (22) angeordneten Radialhebel (36).
14. Greifzange nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Mitnehmer ein z.B. stiftförmiges, mit dem Rastbolzen (30) radialverbundenes
Druckstück (40) ist und daß zwei Winkelanschläge von Flächen (47, 48) gebildet sind,
die eine Ausnehmung (46) an einer Flachstufe (62) der Gelenkscheibe (22) begrenzen.
15. Greifzange nach einem der Ansprüche 5 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die End-Anflachungen (34) des Rastbolzens (30) in ein unteres Eckteil (35) auslaufen,
das den rückseitigen Gleitflächen (50) am führenden Zangenschenkel (F) formähnlich
oder formgleich ist.
16. Greifzange nach einem der Ansprüche 11 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß der geführte Zangenschenkel (G) neben der Gelenkscheibe (22) einen Anschlagkörper
(56) mit einer dem Mitnehmer (40) zugeordneten Nase, Andruckfläche (60) o.dgl. hat.
17. Greifzange nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlagkörper (56) eine bei geschlossenen Griffen (12,13) an den rückseitigen
Gleitflächen (50) des führenden Zangenschenkels (F) anliegende Fläche (58) aufweist.
18. Greifzange nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß der geführte Zangenschenkel (G) zur Gelenk-Entlastung beim Öffnen einen Sicherungsanschlag
(64) hat, insbesondere auf der Seite der unteren Greifbacke (14) und gegenüber einem
Anschlagkörper (56).