[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erzeugung eines Garnes aus mindestens zwei
Garnkomponenten, wobei die Garnkomponenten vor einer Sammelstufe in einer letzten
Behandlungsstufe gemeinsam zu einem Garn kompaktiert werden, sowie einer Anlage zum
Erzeugen eines Garnes aus mindestens zwei Garnkomponenten.
[0002] Aus der europäischen Patentanmeldung Nr. 0434 601 A1 ist ein Verfahren und eine Vorrichtung
zur Herstellung von ungezwirnten Garn aus mindestens zwei relativ zueinander konstant
angeordneten Fibrillenbündel bekannt, in welchen die Fibrillenbündel, hier Garnkomponenten
genannt, je separat vor dem Strecken je in einer Behandlungsstufe behandelt werden,
um nach dem Strecken gemeinsam texturiert zu werden. Nach allgemeinen Kenntnissen
wird das texturierte Garn anschliessend noch verwirbelt, um die durch das Texturieren
bauschige Art des Garnes zu einem weiterverarbeitbaren Garn zu bilden. Dabei besteht
die Behandlungsstufe vor dem Strecken aus einer Falschdrall- bzw. Verwirbelungsstufe,
um die einzelnen Fibrillen der Garnkomponenten zu kompaktieren, um dabei die Möglichkeit
zu erhalten, die Abstände zwischen den einzelnen Garnkomponenten möglichst klein zu
halten, ohne dass sich Randfibrillen der einzelnen Garnkomponenten verflechten und
dadurch zu Störungen oder mindestens zu einer Vermischung der Garnkomponenten führen
können.
[0003] Aus einer weiteren europäischen Patentschrift EP 485 871B1 ist ein Verfahren und
eine Vorrichtung bekannt, um ein texturiertes Mehrfarbengarn herzustellen, wobei die
einzelnen Farben für sich separat von je einem Spinnbalken her gesponnen und abgekühlt
werden, um anschliessend je separat über eine Beölung und anschliessend je separat
durch Verwirbelungsdüsen geführt zu werden. Dabei geschieht die Verwirbelung derart,
dass diese beim anschliessenden Verstrecken mindestens weitestgehend wieder aufgelöst
wird. Die Verwirbelung hat dabei den Zweck einer Kompaktierung der einzelnen Fibrillenbündel,
auch Garnkomponenten genannt, um nach Möglichkeit zu vermeiden, dass sich die einzelnen
Fibrillenbündel mit unterschiedlichen Farben ineinander verflechten, um dadurch die
Farbtrennung im Endgarn zu stören. Die gestreckten Fibrillenbündel werden unmittelbar
anschliessend gemeinsam in einer Texturierdüse texturiert, gekühlt und gemeinsam in
einer Verwirbelung verwirbelt, um anschliessend aufgespult zu werden. Die letztgenannte
Verwirbelung, ist eine kollektive Kompaktierung d.h. ein Zusammenheften der drei Teilfäden
um ein eigentliches zusammenhängendes, aufspulbares Garn zu erzeugen.
[0004] Aus der europäischen Patentanmeldung mit der Veröffentlichungsnr. EP 0 784 109 A2
kann entnommen werden, dass verschiedenartige Teilfäden beispielsweise verschiedenfarbige
oder verschieden anfärbbare Teilfäden entweder von Spinnbalken oder von Spulen angeliefert
werden und je vor einer Verstreckung zuerst beölt und anschliessend vorkompaktiert
werden, um nach der Verstreckung entweder gemeinsam in einer oder je für sich in einer
Texturiervorrichtung texturiert zu werden. Nach der Texturiervorrichtung wird der
aus der Texturiervorrichtung austretende Pfropfen gekühlt, wobei die Kühlung bereits
innerhalb der Texturiervorrichtung, gegen das Austrittsende der Texturiervorrichtung
hin, mindestens teilweise geschehen kann.
[0005] Nach der Kühlung des Pfropfens werden die Teilfäden je für sich in einer Nachkompaktierung
vorzugsweise verwirbelt um anschliessend gemeinsam d.h. zusammengefasst in einer Kollektivkompaktierung
nochmals verwirbelt zu werden, um aus den Teilfäden ein aufspulbares Garn zu bilden.
[0006] Dabei sind verschiedene Arten von Texturiervorrichtungen, sowie Vorrichtungen zur
Erzeugung eines entsprechenden Garnes gezeigt und beschrieben, auf welchen die Beschreibung
dieser Anmeldung bezogen wird, weshalb die EP 0 784 109 A2 als integrierender Bestandteil
dieser Anmeldung gilt.
[0007] Es besteht nun die Aufgabe dieser Erfindung die Führung der einzelnen Garnkomponenten
und die Behandlung dieser Garnkomponenten bis hin zur gemeinsamen Kompaktierstufe
der Garnkomponenten klar und vorgebbar zu führen, um den nach der gemeinsamen Kompaktierstufe
entstehenden Garncharakter beeinflussen zu können.
[0008] Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass verfahrensmässig mindestens
eine Garnkomponente mindestens eine an sich bekannte Behandlungsstufe durchläuft,
bevor diese Garnkomponente gemeinsam mit der weiteren oder den weiteren behandelten
oder nicht behandelten Garnkomponenten die letzte Behandlungsstufe durchläuft, um
anschliessend als Garn in der Sammelstufe gesammelt zu werden, während anlagemässig
mindestens zwei Behandlungsstufen für mindestens eine Garnkomponente vorhanden sind,
welche wahlweise benutzbar sind und mindestens eine Kompaktierstufe und eine Sammelstufe
für ein aus mindestens zwei Garnkomponenten bestehenden Garn vorgesehen ist.
[0009] Dabei kann es sich bei den Garnkomponenten um frisch gesponnene und verstreckte oder
von einer Spule abgezogene verstreckte Garnkomponenten handeln. Ebenfalls können die
Garnkomponenten bereits eine Vorkompaktierung in Form einer Verwirbelung oder einer
Falschdrehung erfahren haben.
[0010] Ebenfalls können die Garnkomponenten weitere und unterschiedliche Eigenschaften aufweisen,
sei es in Bezug auf die Art und / oder Struktur und / oder auf die Farbe der Garnkomponenten.
Wobei die Art sich auf Unterschiede im Titer oder in der Anzahl Fibrillen der Garnkomponenten
oder im Polymer oder in der Anfärbbarkeit oder im Querschnitt der Fibrillen oder den
Additiven in den Fibrillen und die Struktur sind auf Veränderungen bzw. Unterschiede
im kristallenen bzw. molekularen Aufbau bezieht.
[0011] Es besteht jedoch immer noch im Sinne der Erfindung die Möglichkeit, unbehandelte
Garnkomponenten mit behandelten Garnkomponenten in der gemeinsamen Kompaktierstufe
zu vereinen, um dadurch auf diese Weise den Garncharakter zu beeinflussen
[0012] Im weiteren kann als unbehandelte Garnkomponente auch ein Stapelgarn, sei es aus
synthetischen oder natürlichen Fasern gesponnen verstanden werden, welches vor der
Sammelstufe, d.h. dem Ausspulen des fertigen Garnes zusammen mit den anderen Garnkomponenten
kollektiv kompaktiert wird.
[0013] Dabei kann es sich bei der Behandlung der einzelnen Garnkomponenten um irgendein
an sich bekanntes Texturieren, irgendein an sich bekanntes Verwirbeln, irgendein an
sich bekanntes Falschdrallen oder sonst irgendein bekanntes Verfahren handeln, welches
in der Garnkomponente eine vorgenannte Art und / oder Strukturänderung und/oder eine
Formänderung der einzelnen Fibrillen der Garnkomponente hervorruft.
[0014] Da es sich bei den genannten Garnkomponenten, ausgenommen die erwähnten Stapelgarnkomponenten,
um bereits verstreckte Garnkomponenten handelt, können die einzelnen Garnkomponenten
in einer unmittelbar anschliessenden, auch,,on-line" genannten, erfindungsgemässen
Behandlung je separat einzeln beispielsweise texturiert und nach dem Texturieren gemeinsam
kompaktiert, vorzugsweise verwirbelt werden, um dadurch ein zum Aufspulen fertiges
Garn zu erzeugen.
[0015] Dabei können auch entweder gleichartige Texturierdüsen mit unterschiedlichen Gasdrücken
bzw. unterschiedlichen Temperaturen bzw. unterschiedlichen Gasmengen pro Zeiteinheit
beschickt werden oder es besteht zusätzlich die Möglichkeit für mindestens eine Garnkomponente
eine unterschiedliche Texturierdüse zu wählen, welche ebenfalls auf die vorgenannte
Art unterschiedlich betrieben werden kann.
[0016] Ebenfalls besteht die Möglichkeit, eine später mittels der Figuren beschriebene Fadenzugkraft
den einzelnen Garnkomponenten vor und / oder in der gemeinsamen Kompaktierung unterschiedlich
zu halten, um dadurch Variationen des Garncharakters nach der Kompaktierung zu erhalten.
[0017] Im weiteren kann eine später mittels der Figuren beschriebene Führung der einzelnen
Garnkomponenten in der Kompaktierung unterschiedlich gehalten werden, um auf diese
Weise den Einfluss der Kompaktierung auf die einzelne Garnkomponente unterschiedlich
und damit einen Einfluss auf das Garn nach der Kompaktierkomponente zu erhalten.
[0018] Eine weitere Variante besteht darin, dass mindestens eine behandelte Garnkomponente
mit mindestens einer unbehandelten Garnkomponente in der gemeinsamen Kompaktierstufe
zu einem Garn kombiniert wird, um dadurch den Charakter des Garnes nach der Kompaktierstufe
zu beeinflussen.
[0019] Grundsätzlich sei erwähnt, dass die Garnkomponenten voneinander separiert bis zur
Kollektivkompaktierstufe geführt werden, um dadurch möglichst viele Einflussmöglichkeiten
auf das Fertiggarn nach der Kollektivkompaktierung zu erhalten, um entweder das Verfahren
zu vereinfachen oder um den Charakter bzw. die Struktur des Fertiggarnes noch weiterhin
unterschiedlich zu erhalten, können auch innerhalb des Verfahrens Garnkomponenten
gemeinsam durch eine Behandlungsstufe geführt werden.
[0020] Die Erfindung ist weder auf die erwähnten Mittel zur Behandlung noch auf die erwähnten
Mittel zur Kompaktieren eingeschränkt, sondern es können irgendwelche Behandlungs-
bzw. Kompaktiermittel verwendet werden, um das Verfahren durchzuführen.
[0021] Die Erfindung ist deshalb nicht auf die gezeigten und beschriebenen Elemente eingeschränkt.
[0022] Die Erfindung ist anhand der Figuren 1 bis 20 beispielsweise und rein schematisch
gezeigt und im folgenden kurz beschrieben.
[0023] In Fig. 1 betrifft die mit einem 1 gekennzeichnete Reihe eine Garnkomponentenvorlage,
wobei jede Vorlage entweder eine von einem Spinnbalken herkommende, on-line verstreckte
oder eine von einer Spule herkommende, verstreckte Garnkomponente sein kann.
[0024] Mit der Zahl 2 ist eine Reihe von Behandlungsstufen gekennzeichnet, wobei wie aus
Fig. 1 ersichtlich, jede Garnkomponente eine eigene Behandlungsstufe aufweist.
[0025] Mit 3 ist eine gemeinsame Kompaktierstufe gekennzeichnet, welche wie aus Fig. 1 ersichtlich,
alle Garnkomponenten 5 bis 5.4 zusammengefasst behandelt, um diese anschliessend als
Garn 7 der Sammelstufe 4 weiterzugeben. Bei dieser Sammelstufe 4 handelt es sich um
eine Aufspulvorrichtung.
[0026] Mit der Fig. 2 soll gezeigt sein, dass die einzelnen Garnkomponenten keine oder mehr
als eine Behandlungsstufe durchfahren können, bevor die einzelnen Garnkomponenten
in der Kompaktierstufe 3 zusammen zu einem Garn 7.1 vereint werden.
[0027] Dabei ist das Garn 5 mittels einer Behandlungsstufe, das Garn 5.5 mittels zwei Behandlungsstufen
und das Garn 5.6 ohne Behandlungsstufen vorgesehen.
[0028] Im weiteren kann die Garnkomponente 5.6 entweder ein Multifilamentgarn oder auch
ein Stapelgarn sein oder irgendein anderes Nichtmultifilamentgarn.
[0029] Beim Multifilamentgarn kann es sich um ein bereits texturiertes oder sonst behandeltes
Garn handeln oder irgendein Garn von irgendwelcher Garncharakteristik, welches brauchbar
ist, um in einer Kompaktierstufe zusammen mit mindestens einer anderen Garnkomponente
kompaktiert zu werden.
[0030] Wenn es sich wie vorher erwähnt in Fig. 2 bei der Garnkomponente 5.6 als Variante
um eine weiter nicht zu behandelnde Garnvorlage handelt, welche mit anderen Garnkomponenten
kompaktiert werden kann, so handelt es sich in der Regel bei den Garnvorlagen 1 um
Garnkomponenten, welche zwar unter Umständen bereits vorkompaktiert, in der Regel
verstreckt, jedoch in der Regel nicht texturiert sind, so dass die erste Behandlungsstufe
2 für solche Garne das Texturieren ist.
[0031] Anschliessend kann für eine Garnkomponente, wie in Fig. 2 gezeigt, eine weitere Behandlungsstufe
2.1 vorgesehen sein, welche beispielsweise ein sogenanntes Nachkompaktieren ist, bevor
diese Garnkomponente mit den beiden anderen Garnkomponenten in der Kollektivkompaktierung
zu einem Garn 7 vereinigt wird.
[0032] Im weiteren besteht die Möglichkeit, die Kollektivkompaktierung zweifach oder mehrfach
durchzuführen, was in Fig. 2 mit dem, mit 3.1 bezeichneten gestrichelten Rechteck
dargestellt ist.
[0033] Dasselbe gilt, wenn es sich bei der Behandlungsstufe 2.1 um ein Nachkompaktieren
handelt, d.h. dass ein solches Nachkompaktieren ebenfalls zwei oder auch mehrfach
durchgeführt werden kann, was ebenfalls für das Kollektivkompaktieren 3.1 zutrifft.
[0034] Handelt es sich bei der Behandlungsstufe 2 um ein Texturieren, so können irgendwelche
bekannte Texturiervorrichtungen beziehungsweise Texturierverfahren verwendet werden.
Die Art und Weise des Verfahrens bzw. der Vorrichtung des Texturierens ist nicht Gegenstand
dieser Erfindung .
[0035] Dasselbe gilt, wenn es sich bei der Behandlungsstufe 2 oder 2.1 oder 3 bzw. 3.1 um
eine Verwirbelungsstufe handelt, so können irgendwelche an sich bekannte Verwirbelungsverfahren
bzw. Vorrichtungen verwendet werden, da solche Verfahren und Vorrichtungen nicht Gegenstand
dieser Erfindung sind.
[0036] Dasselbe gilt, wenn es sich bei den Behandlungsstufen 2 bzw. 2.1 bzw. 3 bzw. 3.1
um Falschdrallstufen handelt, so können irgendwelche an sich bekannte Falschdrallstufen
verwendet werden, da diese nicht Gegenstand dieser Erfindung sind.
[0037] Dasselbe gilt für Sammelstufen, d.h. es können an sich bekannte Aufwindvorrichtungen
oder andere hier nicht erwähnte Sammelstufen sein.
[0038] Ebenfalls steht es frei, die vorerwähnten Behandlungs- bzw. vorerwähnten kollektiven
Kompaktierstufen durch Variationen der Betriebsmittel beispielsweise bei Texturierdüsen
durch Variationen der Temperatur, der Menge (kg/h) und des Druckes des Behandlungsgases
unterschiedlich zu betreiben.
[0039] Die Fig. 3 zeigt ein Beispiel einer Verwirbelungsdüse, verwendet als Kompaktierstufe
3 bzw. 3.1. Diese Verwirbelungsdüse entspricht einer an sich bekannten Verwirbelungsdüse
der Firma Heberlein in Wattwil, Schweiz. Es versteht sich jedoch, dass es sich, wie
bereits früher erwähnt um irgendwelche Verwirbelungsdüse oder auch um eine Falschdralldüse
irgendeines Fabrikates handeln kann.
[0040] In Fig. 3 ist die Verwirbelungsdüse mit 6 und eine Durchtrittsöffnung mit 9 und das
eintretende Gas mit 8 gekennzeichnet.
[0041] In Laufrichtung der Garnkomponenten gesehen ist der Verwirbelungsdüse 6 ein Führungsring
11 vorgelagert, welcher der Führung der Garnkomponenten 5 bis 5.6 dient, um diese,
wie mit Fig. 4 gezeigt in unterschiedlicher Lage in der Durchtrittsöffnung 9 der Verwirbelungsdüse
6 zu führen, um dadurch unterschiedliche Verwirbelungswirkungen an den entsprechenden
Garnkomponenten 5 bis 5.6 zu erhalten. Hier sind beispielsweise 3 Garnkomponenten
gezeigt, wobei es sich grundsätzlich um mindestens zwei und ausserdem, um irgendwelche
früher erwähnte Garnkomponenten handeln kann.
[0042] Der Führungsring 11 kann wie mit den Verschieberichtungen 12 dargestellt verschoben
werden, um die Lagen der Garnkomponenten in der Durchtrittsöffnung zu verändern.
[0043] Im weiteren besteht die Möglichkeit, die Durchschnittsöffnung 16 des Führungsringes
entweder mit einer kreisrunden oder mit einer ovalen oder mit irgendeiner Form zu
versehen, um dadurch unterschiedliche Lagen der Garnkomponenten in der Durchtrittsöffnung
9 zu erhalten, vorausgesetzt, dass die dem Führungsring 11 vorgelagerten Führungsrollen
selbst nicht in ihrer Lage veränderbar sind, um die Lage der Garnkomponenten 5 bis
5.6 in der Durchtrittsöffnung 9 gemeinsam mit dem Führungsring 11 zu verändern.
[0044] Mit Klemmrollen 14, welche den Führungsrollen 13 gegenüber liegen und zusammen mit
diesen ein Klemmrollenpaar bilden können, soll dargestellt werden, dass in Kombination
mit einem nach der Verwirbelungsdüse 6 vorgesehenen Abzugswalzenpaar 15 die Spannung
in den Garnkomponenten 5 bis 5.6 unterschiedlich gehalten werden kann.
[0045] Dabei kann diese Fadenspannung in den einzelnen Garnkomponenten allein oder in Kombination
mit der unterschiedlichen Lage der Garnkomponenten zur Erreichung eines unterschiedlichen
Garncharakters des Garnes 7 zu erhalten.
[0046] Die Fig. 4 zeigt die Draufsicht der Verwirbelungsdüse 6 entsprechend den Linien I-I.
[0047] In Fig. 4 sind die Garnkomponenten 5 bis 5.6 mit einem Beispiel von 3 Garnkomponenten
dargestellt. Ebenso ist der Gaseintritt mit dem Gas 8 so dargestellt wie es im Zusammenhang
mit Verwirbelungsdüsen der vorgenannten Firma Heberlein dargestellt wird.
[0048] Die Figuren 5 bis 20 zeigen Variationen in der Verwendung der Behandlungsstufen zum
Behandeln von gleichen oder unterschiedlichen Garnkomponenten.
[0049] Die Behandlungsstufen sind bereits in der europäischen Patentanmeldung mit der Nummer
EP 0 784 109 A2 gezeigt und beschrieben, weshalb diese Schrift ein integrierender
Bestandteil dieser Anmeldung ist.
[0050] Die Figuren 5 bis 20 sind teilweise mit denselben Bezugszeichen versehen wie die
Figuren 1 und 2, welche zusammen mit den Figuren 3 und 4 bereits in der vorgängigen
schweizerischen Patentanmeldung mit der Nr. CH 0441/97 gezeigt und beschrieben sind.
[0051] Bei den mit 1 gekennzeichneten Quadrate handelt es sich entweder um Garnkomponentenvorlagen
aus Endlosfilamentbündel, welche entweder von einem Spinnbalken oder einer Spule herkommen
oder um eine Garnvorlage aus Stapelgarn, welche entweder aus Synthetik- oder Naturfasern
gesponnen sein kann.
[0052] Die mit 2 gekennzeichnenden Quadrate betreffen eine in der vorgenannten europäischen
Patentanmeldung EP 0 784 109 A2 gezeigte und beschriebene Vorkompaktierung, während
mit 2.1 eine Texturierbehandlungsstufe, mit 2.2 eine Nachkompaktierbehandlungsstufe
gekennzeichnet ist, welche je ebenfalls in der vorgenannten Euro-Anmeldung enthalten
sind.
[0053] Die in der vorgenannten europäischen Patentanmeldung gezeigten und beschriebenen
und dort mit einer 4 gekennzeichneten Streckzonen zwischen der Vorkompaktierbehandlungsstufe
und der Texturierbehandlungsstufe sowie die in der vorgenannten europäischen Patentanmeldung
mit 33, 34 und 35 gekennzeichneten Streckrollen sind hier der einfachheithalber nicht
eingezeichnet, wobei die letzteren entsprechend der Beschreibung der vorgenannten
europäischen Patentanmeldung fakultativ sind, wobei die mit 4 gekennzeichneten Streckzonen
für Garnkomponenten ab Spulen ebenfalls entfallen können.
[0054] Alle Behandlungsstufen können, wie bereits eingangs dieser Anmeldung erwähnt, vorgegeben
unterschiedlich betrieben werden, um dadurch Variationen im Garncharakter bzw. im
daraus hergestellten Flächengebilde, beispielsweise einem Teppich, zu erhalten.
[0055] Die Fig. 5 zeigt mit A1, dass ein Filamentbündel ab Spinnbalken in einer Vorkompaktierbehandlungsstufe
2 behandelt wird und gemeinsam mit einem Filamentbündel A2, welches von einer Spule
mit vorverstrecktem Filament stammt, in der Kollektivkompaktierbehandlungsstufe 3
kompaktiert und anschliessend als Garn 7 in einer Sammelstufe, beispielsweise einer
Aufwindvorrichtung, aufgewunden wird.
[0056] Anstelle eines Filamentbündels aus einer Spule mit vorverstrecktem Synthetikfilament
kann entweder ein Synthetik- oder ein Naturfaserstapelgarn zusammen mit dem Filamentbündel
des Spinnbalkens in der Kollektivkompaktierstufe 3 kompaktiert und als Garn 7 in der
Sammelstufe 4 aufgewunden werden.
[0057] Grundsätzlich werden die Garnkomponenten immer in der Kollektivkompaktierstufe 3
vor der Sammelstufe 4 zu einem Garn 7 zusammengefasst, weshalb in den die weiteren
Figuren betreffenden Beschreibung auf die Wiederholung dieser Funktionen verzichtet
wird.
[0058] Der Unterschied zwischen Fig. 6 und Fig. 5 besteht darin, dass das vom Spinnbalken
herkommende Filamentbündel A1 nach der Vorkompaktierstufe 2 noch eine Texturierstufe
2.1 durchläuft bevor dieses Filamentbündel mit der Garnkomponente der Spule A2 in
die Kollektivkompaktierstufe 3 geführt wird.
[0059] Die Fig. 7 zeigt dass das vom Spinnbalken herkommende Filamentbündel A1 gegenüber
dem Verfahren der Fig. 6 zusätzlich noch nach der Texturierstufe 2.1 in der Nachkompaktierstufe
2.2 nachkompaktiert wird, bevor dieses Filamentbündel mit der Garnkomponente der Spule
A2 in die Kollektivkompaktierstufe 3 gelangt.
[0060] Die Fig. 8 zeigt zwei je von einem Spinnbalken herkommende Filamentbündel A1, welche
je in der Vorkompaktierstufe 2 kompaktiert und anschliessend gemeinsam in der Kollektivkompaktierstufe
3 zu einem Garn 7 kompaktiert werden.
[0061] Die Fig. 9 zeigt zwei je von einem Spinnbalken herstammende Filamentbündel A1, wobei
das linke Filamentbündel, mit Blick auf die Fig. gesehen, durch eine Vorkompaktierstufe
2 und eine Texturierstufe 2.1 geführt wird, bevor dieses mit dem daneben liegenden
Filamentbündel, welches lediglich durch die Vorkompaktierstufe 2 geführt wird in der
Kollektivkompaktierstufe 3 zu einem Garn 7 zusammengeführt wird.
[0062] Die Fig. 10 zeigt, dass das linksseitige Filamentbündel A1 nach der Vorkompaktierstufe
2 und der Texturierstufe 2.1 noch durch eine Nachkompaktierstufe 2.2 geführt wird,
bevor dieses mit dem rechtsseitigen Filamentbündel A1, welches lediglich durch eine
Vorkompaktierstufe 2 geführt wurde in der Kollektivkompaktierstufe 3 zu einem Garn
7 kompaktiert wird.
[0063] Die. Fig. 11 zeigt gegenüber der Fig. 10 die Variante, dass das rechtsseitige Filamentbündel
A1 zusätzlich noch nach der Vorkompaktierstufe 2 durch die Texutrierstufe 2.1 geführt
wird, bevor die beiden Filamentbündel in der Kollektivkompaktierstufe 3 zu einem Garn
7 zusammengeführt werden.
[0064] Die Fig. 12 zeigt ein Filamentbündel oder Stapelgarn einer Spule A2, wobei das Stapelgarn
entweder als Synthetikfasern oder Naturfasern bestehen kann, welches mit zwei Filamentbündeln
der Fig. 8 oder 9 oder 10 oder 11 in der Kollektivkompaktierstufe 3 zu einem Garn
7 kompaktiert.
[0065] Die Fig. 13 zeigt drei je von einem Spinnbalken herstammende Filamentbündel A1, wobei
das rechtsseitige Filamentbündel alle Behandlungsstufen 2,2.1,2.2 vor der Kollektivkompaktierstufe
3 allein durchläuft, während das linksseitige und mittlere Filamentbündel nach der
Vorkompaktierstufe 2 und der Texturierstufe 2.1 gemeinsam durch die Nachkompaktierstufe
2.2 geführt werden, um anschliessend zusammen mit dem rechtsseitigen Filamentbündel
in der Kollektivstufe 3 zu einem Garn 7 kompaktiert zu werden.
[0066] Grundsätzlich soll unter
"rechtsseitiges Filamentbündel" dasjenige verstanden sein, welches mit Blick auf die
Figur rechts eines entsprechend mittleren oder entsprechend ,,linksseitigen Filamentbündel"
in der entsprechenden Figur gezeigt ist.
[0067] Die Fig. 14 zeigt als Variante zur Fig. 13, dass das linksseitige und mittlere Filamentbündel
nach der Vorkompaktierstufe 2 gemeinsam in der Stufe 2.1 texturiert und anschliessend
in der Stufe 2.2 nachkompaktiert wird, um mit dem rechtsseitigen Filamentbündel, welches
durch alle Behandlungsstufen 2 bis 2.2 geführt wird, in der Kollektivkompaktierstufe
3 zu einem Garn 7 kompaktiert zu werden.
[0068] Die Fig. 15 zeigt die Kombination eines Filamentbündels A2 aus entweder Synthetikfasern
oder Naturfasern, welches in der Kollektivkompaktierstufe 3 mit Filamentbündel der
Fig. 13 oder der Fig. 14 kollektiv kompaktiert wird, um ein Garn 7 zu erhalten.
[0069] Die Fig. 16 zeigt drei Filamentbündel A1 je ab einem Spinnbalken, wobei das rechtsseitige
Filamentbündel alle Behandlungsstufen 2 bis 2.2 allein durchläuft, während das mittlere
und linksseitige Filamentbündel gemeinsam in der Behandlungsstufe 2 vorkompaktiert
wird, um anschliessend als gemeinsam vorkompaktiertes Filamentbündel in der Stufe
2.1 texturiert, und in der Stufe 2.2 nachkompaktiert zu werden, bevor dieses gemeinsame
Filamentbündel mit dem rechtsseitigen Filamentbündel in der Kollektivkompaktierstufe
3 zu einem Garn 7 kompaktiert wird.
[0070] Die Fig. 17 zeigt vier, je von einem Spinnbalken herstammende Filamentbündel A1,
wobei die beiden rechtsseitigen Filamentbündel gemeinsam in der Stufe 2 vorkompaktiert
werden, um anschliessend als gemeinsames Filamentbündel durch die Texturierstufe 2.1
und anschliessend durch die Nachkompaktierstufe 2.2 geführt zu werden, bevor dieses
gemeinsame Filamentbündel mit den beiden linksseitigen Filamentbündel zu einem Garn
7 kollektiv kompaktiert werden. Dabei werden die beiden linksseitigen Filamentbündel
je für sich in der Stufe 2 vorkompaktiert, um gemeinsam in der Stufe 2.1 texturiert
und gemeinsam in der Stufe 2.2 nachkompaktiert zu werden, um als gemeinsames Bündel
wie vorerwähnt mit dem gemeinsamen rechtsseitigen Filamentbündel kollektiv in Stufe
3 kompaktiert zu werden.
[0071] Die Fig. 18 zeigt ebenfalls vier von je einem Spinnbalken herstammende Filamentbündel
A1, wobei das linksseitige Filamentbündel alle Stufen 2 bis 2.2 allein durchläuft,
bevor dieses mit einem aus den daneben liegenden Einzelfilamentbündel zu einem Dreifachfilamentbündel
zusammengefassten Filamentbündel in der Kollektivkompaktierstufe 3 zu einem Garn 7
kompaktiert wird. Dabei setzt sich das Dreifachfilamentbündel einerseits aus einem
Einfachfilamentbündel A1 und einem aus zwei Einzelfilamentbündel A1 zusammengefassten
Zweifachfilamentbündel zusammen, wobei das Einfachfilamentbündel für sich allein und
das Zweifachfilamentbündel gemeinsam durch je eine Vorkompaktierstufe 2 geführt wird,
um anschliessend gemeinsam durch die Texturierstufe 2.1 und anschliessend durch die
Nachkompaktierstufe 2.2 geführt zu werden, um anschliessend gemeinsam vor der Kollektivkompaktierung
3 in der Stufe 2.2 nachkompaktiert zu werden.
[0072] Die Fig. 19 zeigt rechtsseitig zwei Garne A2 von je einer Spule, wobei die eine Spule
ein Stapelgarn mit Synthetikfasern und die andere Spule A2 ein Stapelgarn mit Naturfasern
aufweisen kann oder beide Spulen weisen unterschiedliche Synthetikstapelgarne oder
unterschiedliche Naturstapelgarne auf. Dabei wird das zusammengefasste Stapelgarn
in der Kollektierstufe 3 entweder mit den Filamentbündel der Figuren 16 oder 17 oder
18 als zusammengefasstes Filamentbündel in der Kollektivkompaktierstufe 3 zu einem
Garn 7 kompaktiert wird.
[0073] Die Fig. 20 zeigt primär, dass eine weitere Kollektivkompaktierstufe 3.1 vorgesehen
ist, in welcher die Garnkomponenten 5, 5.1 und 5.2 zu einem Vorgarn 7.1 kompaktiert
werden, welches mit einem weiteren Vorgarn 7.2, zusammengefasst aus den Garnkomponenten
5.3 und 5.4, in der letzten Kompaktierstufe 3 zum Garn 7 kompaktiert wird, bevor dieses
auf der Sammelstufe 4, beispielsweise, aufgewunden wird.
[0074] Dabei soll mit den Quadraten der Behandlungsstufen, welche lediglich mit gestrichelten
Linien gezeigt sind, dargestellt werden, dass beispielsweise die einzelnen Garnkomponenten
der Figuren 8,9,10 und 11 in einer Kompaktierstufe 3.1 als Vorgarn 7.1 kompaktiert
werden, bevor dieses Vorgarn gemäss Fig. 12 mit der einzelnen Garnkomponente von der
Stufe A2 in der Kompaktierstufe 3 zum Garn 7 kompaktiert wird. Dasselbe gilt für die
Garnkomponenten der Figuren 13 und 14 oder der Figuren 16,17 und 18, welche je in
einer Kompaktierstufe 3.1 zu einem Garn 7.1 kompaktiert werden, bevor dieses Vorgarn
gemäss den Figuren 12,15 oder 19 mit der einzelnen Garnkomponente der Stufe A2 in
Fig. 12 oder 15 oder den beiden Garnkomponenten der beiden Stufen A2 in Fig. 19 zu
einem Garn 7 kompaktiert wird.
[0075] Im weiteren können, hier nicht gezeigte, weitere zusätzliche Kollektivkompaktierstufen
vorgesehen werden, so dass mehr als zwei Vorgarne gebildet werden können, welche zusammengefasst
in der letzten Kollektivkompaktierstufe zu einem Garn 7 kompaktiert werden.
[0076] Es ist ebenfalls möglich, andere, hier nicht gezeigte, Variationen der Vorgarne 7.1
bzw. 7.2 zu kombinieren. Dabei können diese Vorgarne sich wie in den vorangehenden
Beispielen der Figuren 1 bis 19 sich aus Endlosfilamentbündel und Stapelgarne zusammensetzen,
wobei auch bei den Filamentbündel oder den Stapelgarnen verschiedene Arten kombiniert
werden können.
[0077] Grundsätzlich ist in Fig. 20, wie in den Figuren 1 und 2 sowie 5 bis 19 die Behandlungsstufen
mit den Nummer 1, 2, 2.1, 2.2, 3 und 4 gekennzeichnet plus die neue Behandlungsstufe
3.1, welche wie vorerwähnt einfach oder mehrfach vorgesehen werden kann.
[0078] Im weiteren besteht für alle gezeigten Figuren, entsprechend der europäischen Patentanmeldung
EP 0 784 109 A2 eine Beölungsstufe zwischen den Stufen 1 und 2 für Garnkomponenten
vorzusehen, welche sich aus Fibrillenbündel zusammensetzen.
[0079] Im weiteren können die diversen Behandlungsstufen, wie gasdynamisches Falschdrallen,
Verwirbeln und gasdynamisches Texturieren, entsprechend den eingangs erwähnten Betriebsvarianten,
bezüglich variabler Parameter des Betriebsmediums vorerwähnter Behandlungsstufen,
wie Druck (bar), Menge (kg/h) und Temperatur (C°), betrieben werden, um den Garncharakter
des fertigen Garnes 7 zusätzlich zu beeinflussen.
[0080] Handelt es sich bei den Vorkompaktierstufen 2 anstelle eines gasdynamischen Falschdrallorganes,
um ein Scheibendrallorgan bzw. Friktionsdrallorgan, mittels welchem vorkompaktiert
werden kann, so sind die veränderbaren Betriebsparameter des Scheiben- bzw. Friktionsdrallorganes
Variationen der Drehzahl des Scheibendrallorganes oder Variationen der Oberflächenrauhigkeit
der einzelnen Scheiben oder der Scheibe des Drallorganes oder Umschlingungswinkel
des Filamentbündels an der Scheibe oder den Scheiben.
[0081] Entsprechend sind auch Mittel zur Variierung der genannten Parameter des Betriebsmediums,
nämlich Druckeinstell-, Mengeneinstell- und Temperatureinstellmittel oder Mittel zum
Verändern der genannten Betriebsparameter eines Scheiben- oder allgemein mechanischen
Falschdrallorgans.
[0082] Letztlich sollen die nicht mit ausgezogenen Linien gezeigten Quadrate darauf hinweisen,
dass weitere Kombinationsvariante im Sinne der Erfindung möglich sind, welche in den
Beispielen nicht enthalten sind, weshalb die Erfindung nicht auf die gezeigten Beispiele
eingeschränkt ist.
[0083] Weiter sollen die nicht mit ausgezogenen Linien gezeigten Quadrate darauf hinweisen,
dass die gezeigten Funktionen 2 bis 2.2 stecksatzartig vorgesehen sind, d.h. es können
dem gewünschten Garncharakter entsprechende Funktionen weggelassen oder zugefügt werden.
1. Verfahren zur Erzeugung eines Garnes aus mindestens zwei Garnkomponenten, welche vor
dem Aufwinden in einer Behandlungsstufe zusammen zum Garn kompaktiert werden,
dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Garnkomponente in mindestens einer vorangehenden
Behandlungsstufe ungleich dem anderen Garn oder den anderen Garnen behandelt wird
oder ungleicher Art ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlungsstufe oder
-stufen mindestens eine der folgenden Behandlungsstufen ist oder sind:
- irgendeine an sich bekannte Texturierstufe,
- irgendeine an sich bekannte Falschdrallstufe,
- irgendeine an sich bekannte Verwirbelungsstufe,
wobei die Falschdrallstufe oder -stufen und die Verwirbelungsstufe oder -stufen je
Kompaktierstufen sind.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass je Garnkomponente unterschiedliche
oder gleiche Texturierstufen bzw. unterschiedliche oder gleiche Falschdrallstufen
bzw. unterschiedliche oder gleiche Verwirbelungsstufen gewählt werden.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dass in Förderrichtung des Fertiggarnes mehr als
eine Kompaktierstufe nacheinander vorgesehen wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass vor der letzten kompaktierenden
Behandlungsstufe (3) mindestens eine weitere kompaktierende Behandlungsstufe (3.1)
vorgesehen ist, in welcher mindestens zwei Garnkomponenten gemeinsam zu einem Vorgarn
(7.1) kompaktiert werden, wobei das Vorgarn (7.1) gemeinsam mit einem weiteren Vorgarn
(7.2) in der letzten Kompaktierstufe (3) zum Garn (7) kompaktiert wird, wobei das
Vorgarn (7.1) sich aus mindestens einer Garnkomponente zusammensetzt.
6. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die
nacheinander vorgesehenen Kompaktierstufen unterschiedlicher Wirkungsweise sind.
7. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jede
Behandlungsstufe eine Stufe ist, in welcher die Garnkomponente eine bleibende Strukturänderung
und/oder eine Formänderung erfährt.
8. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens
eine Garnkomponente eine Fadenspannung in der Kompaktierstufe aufweist, welche von
der oder den anderen verschieden ist.
9. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens
eine Garnkomponente in der Kompaktierstufe eine von der Lage der anderen Garnkomponente
bzw. eine von den Lagen der anderen Garnkomponenten unterschiedliche Lage aufweist.
10. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Betriebsparameter des
Betriebsmediums der einzelnen Behandlungsstufen vorgegeben veränderbar sind, um dadurch
die Struktur und damit das Erscheinungsbild des entsprechenden Garnes bzw. des daraus
hergestellten Flächengebildes zu verändern.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei der Veränderung
der Betriebsparameter um die Veränderung mindestens eines der folgenden Parameters
des Betriebsmediums handelt, nämlich um
- den Druck (bar),
- die Menge (kg/h),
- die Temperatur (°C),
12. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei den Garnkomponenten
um mindestens ein Endlosfilamentbündel in Kombination mit mindestens einem weiteren
Endlosfilamentbündel oder einem Stapelfasergarn handelt.
13. Anlage zum Erzeugen eines Garnes aus mindestens zwei Garnkomponenten, dadurch gekennzeichnet,
dass mindestens zwei Behandlungsstufen für mindestens eine Garnkomponente vorhanden
sind, welche wahlweise benutzbar sind und mindestens eine der Behandlungsstufen eine
Kompaktierstufe ist.
14. Anlage gemäss Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlungsstufen mindestens
eine der folgenden Behandlungsvorrichtungen beinhalten:
- irgendeine an sich bekannte Texturiervorrichtung,
- irgendeine an sich bekannte Falschdrallvorrichtung,
- irgendeine an sich bekannte Verwirbelungsvorrichtung.
15. Anlage gemäss Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass pro Behandlungsstufe die Texturiervorrichtung
bzw. die Falschdrallvorrichtung, bzw. die Verwirbelungsvorrichtung voneinander verschieden
ist.
16. Anlage gemäss Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Kompaktierstufe mindestens
eine der folgenden Kompaktierstufen ist:
- irgendeine an sich bekannte Falschdrallvorrichtung,
- irgendeine an sich bekannte Verwirbelungsvorrichtung.
17. Anlage gemäss Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass in der Kompaktierstufe die
Falschdrallvorrichtung bzw. die Verwirbelungsvorrichtung pro Garnkomponente unterschiedlich
voneinander ist.
18. Anlage gemäss Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass im weiteren eine Sammelstufe
für das fertige Garn vorgesehen und die Sammelstufe vorzugsweise eine Aufspulvorrichtung
ist.
19. Anlage gemäss Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass an sich bekannte Mittel vorgesehen
sind, um Medien welche zum Betrieb der genannten Behandlungsstufen vorgesehen sind
je auf eine vorgegebene Art zu betreiben.
20. Anlage nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass es bei den genannten Medien
um ein Gas und bei genannten Mitteln um mindestens eines der folgenden Mitteln, nämlich
um
- ein Druckeinstellmittel,
- ein Mengeneinstellmittel,
- ein Temperatureinstellmittel,
handelt.
21. Anlage nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei den genannten Medien
um mechanische Kompaktiermittel handelt, vorzugsweise um ein Scheibendrallorgan, wobei
mindestens eines der folgenden Varianten für das Betreiben der Medien bzw. um das
Kompaktieren eines Garnbündels am Drallorgan vorzusehen ist, nämlich
- das Verändern der Drehzahl der Scheiben,
- das Verändern der Oberflächenrauhigkeit,
- das Verändern des Umschlingungswinkels des Filamentbündels an der einzelnen Scheibe.
22. Anlage nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Kompaktierstufe (2) eine
Verwirbelungsvorrichtung (6) ist, welcher, in Fadenlaufrichtung gesehen vorangehend,
ein derart in seiner Lage veränderbarer Führungsring (11) vorgesehen ist, um die Führung
der Garnkomponenten (5-5.6) in der Verwirbelungsvorrichtung (6) variabel zu gestalten,
und zwar derart, dass die Lage Garnkomponenten (5-5.6) in der Verwirbelungsvorrichtung
entsprechend variabel ist, um dadurch unterschiedliche Verwirbelungswirkungen an den
entsprechenden Garnkomponenten (5-5.6) zu erhalten.
23. Anlage nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungsring (11) eine Durchtrittsöffnung
(16) aufweist, welche entweder kreisrund oder oval ist oder irgendeine Form (oval
und letztere nicht gezeigt) aufweist, um dadurch unterschiedliche Lagen der Garnkomponenten
(5-5.6) in der Durchtrittsöffnung zu erhalten.
24. Anlage nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass vor der Kompaktierstufe (2),
pro Garnkomponente (5-5.6) ein Klemmrollenpaar (13,14) und nach der Kompaktierstufe
(2) ein Abzugswalzenpaar (15) vorgesehen ist und, dass die Spannung in den Garnkomponenten
(5-5.6) mittels entsprechenden, auf das Klemmrollenpaar (13,14) wirkenden, hier nicht
gezeigten Mitteln, gleich oder unterschiedlich gehalten werden kann.
25. Anlage nach Anspruch 22 und 24, dadurch gekennzeichnet, dass die genannten Mitteil
zur Veränderung der genannten Lage der Garnkomponenten (5-5.6) und die genannten Mittel
zur Veränderung der genannten Garnspannung in den Garnkomponenten (5-5.6) kombiniert
werden.