[0001] Die Erfindung betrifft ein Rastmittel für Fenster- und/oder Türbeschläge gemäß dem
Oberbegriff von Anspruch 1.
[0002] Fenster und auch Türen sind vielfach mit Drehkipp-Beschlägen versehen, wobei ein
in einem Anschlagkörper axialfest-drehbar gelagerter Handgriff über ein Getriebe mit
einem innerhalb des Fenster- bzw. Türflügels angeordneten Drehkipp-Gestänge verbunden
ist. Durch Verschwenken des Handgriffs wird das Gestänge in eine gewünschte Funktionsstellung
gebracht, so daß der Fenster- bzw. Türflügel aufgeschwenkt, gekippt oder verschlossen
werden kann.
[0003] Um das Auffinden der Funktionsstellungen zu erleichtern, hat man zwischen dem Handgriff
und dem Anschlagkörper Rastmittel vorgesehen, die beim Erreichen einer erforderlichen
Stellung des Handgriffs bzw. des Drehkipp-Gestänges form- und/oder kraftschlüssig
in zugeordnete Rastvertiefungen eingreifen. Das zum Weiterdrehen des Handgriffs erforderliche
Drehmoment in einer solchen ausgezeichneten Stellung ist größer als außerhalb der
Funktionsstellungen, so daß letztere deutlich wahrnehmbar sind. Die Rastvertiefungen
sind meist axial und/oder umfangsseitig in einem am Handgriff ansetzenden Griffhals
oder in einer damit drehfest verbundenen Rastscheibe eingebracht. Die Rastmittel sind
gewöhnlich als Rastnasen, Rastvorsprünge, Rastkugeln o.dgl. ausgebildet und innerhalb
des Anschlagkörpers federnd gelagert, z. B. mit Schraubfedern oder Federstegen.
[0004] Fertigung und Montage solcher Fenster- bzw. Türbeschläge sind aufgrund der zahlreichen
Einzelteile oft aufwendig und teuer. Innerhalb des Anschlagkörpers müssen passende
Aussparungen vorgesehen sein, die jedem Rastmittel einschließlich der Federn eine
ausreichende Führung bieten und gleichzeitig die Federwirkung nicht behindern. Ein
weiterer Nachteil besteht darin, daß die Rastelemente außerhalb ihrer Rastvertiefungen
mit einer relativ hohen Kraft gegen den Griffhals oder die Rastscheibe gedrückt werden.
Es entstehen dadurch hohe Reibungskräfte zwischen den Rastelementen und dem Griffhals,
die das Verdrehen des Handgriffs erschweren und einen hohen Materialverschleiß durch
Abrieb zur Folge haben, namentlich wenn die Rastvertiefungen steile Flanken haben.
[0005] Es ist ein wichtiges Ziel der Erfindung, ein Rastmittel für Fenster- und/oder Türbeschläge
zu entwickeln, das bei leichter Drehbarkeit des Handgriffs und geringem Verschleiß
jede Funktionsstellung des Handgriffs bzw. des Drehkipp-Getriebes deutlich fühlbar
macht. Das Rastmittel soll universell einsetzbar und einfach zu handhaben, insbesondere
mit geringem Aufwand montierbar sein. Es soll ferner einfach aufgebaut und kostengünstig
herstellbar sein.
[0006] Hauptmerkmale der Erfindung sind im kennzeichnenden Teil von Anspruch 1 angegeben.
Weitere Ausgestaltungen sind Gegenstand der Ansprüche 2 bis 18.
[0007] Bei einem Rastmittel für Fenster- und/oder Türbeschläge mit wenigstens einem Rastelement,
das in wenigstens einer Funktionsstellung eines in einem Anschlagkörper axialfest-drehbar
gelagerten Handgriffs des Fenster- bzw. Türbeschlags kraft- und/oder formschlüssig
in eine Rastvertiefung eingreift und beim Verschwenken des Handgriffs aus der Funktionsstellung
entgegen einer ersten Federkraft aus der Rastvertiefung ausrastbar ist, sieht die
Erfindung laut Anspruch 1 vor, daß das bzw. jedes Rastelement in seiner Raststellung
von einer zusätzlichen Kraft und außerhalb seiner Raststellung von einer der ersten
Federkraft entgegengesetzten Kraft belastet ist. Die Kraft, mit der das Rastelement
aus der Rastvertiefung ausgelöst werden muß, ist somit deutlich größer als die Kraft,
mit der das Rastelement außerhalb der Funktionsstellungen des Handgriffs belastet
ist. Zum Verdrehen des Handgriffs aus einer Raststellung heraus muß im Vergleich zu
herkömmlichen Rastmitteln ein größeres Drehmoment aufgewendet werden, so daß jede
Rastposition und damit jede Funktionsstellung des Handgriffs deutlich spürbar ist.
Außerhalb der Raststellung wirkt die Gegenkraft der Federkraft allerdings entgegen,
so daß das Rastelement nur noch mit einer resultierenden Differenzkraft belastet ist.
Die Gleitreibung zwischen Handgriff und Rastelementen ist dadurch stark vermindert,
ebenso der durch die Reibungskräfte bedingte Verschleiß. Der Handgriff läßt sich mit
geringem Kraftaufwand leicht und bequem handhaben.
[0008] Gemäß Anspruch 2 ist die erste Federkraft senkrecht auf die Drehachse des Handgriffs
ausgerichtet. Ferner belastet die Zusatzkraft das Rastelement parallel und die Gegenkraft
das Rastmittel antiparallel zur ersten Federkraft. Die Kräfte ergänzen bzw. vermindern
sich mithin optimal, ohne daß Seiten-, Scher- oder sonstige Querkräfte auftreten.
[0009] Damit die auf das Rastelement einwirkende erste Federkraft nicht übermäßig erhöht
aber auch nicht vollständig aufgehoben wird, sieht Anspruch 3 vor, daß die Zusatzkraft
und die Gegenkraft kleiner sind als die erste Federkraft. In Raststellung der Rastelemente
wird die Federkraft vielmehr so weit erhöht, daß ein sicheres und deutlich wahrnehmbares
Einrasten der Rastelemente gewährleistet ist. Die Gegenkraft vermindert merklich die
Belastung des Rastelements außerhalb seiner Raststellung, ohne die Drehbewegung des
Handgriffs zu behindern.
[0010] Die Ausgestaltung von Anspruch 4 sieht vor, daß zur Erzeugung der Zusatzkräfte und
der Gegenkräfte Federstege vorgesehen sind. Diese lassen sich beispielsweise aus Kunststoff
einfach und präzise realisieren. Sie sind leicht zu handhaben und lagesicher in einem
Anschlagkörper einbringbar. Eine günstige Ausführungsform der Erfindung wird nach
Anspruch 5 dadurch erreicht, daß die Federstege Stegarme aufweisen, die symmetrisch
an den Rastelementen angreifen.
[0011] Anspruch 6 sorgt für eine optimale und zielgerichtete Kraftausübung bzw. -übertragung.
Danach sind die Stegarme in jeder Raststellung des Rastelements V-förmig zueinander
ausgerichtet, wobei jedes Rastelement zwischen zwei Stegarmen angeordnet ist, die
mit ihren einander zugewandten Enden an dem Rastelement angreifen und sich mit ihren
einander abgewandten Enden an dem Anschlagkörper abstützen. Indem die einander zugewandten
Enden, wie Anspruch 6 weiter vorsieht, in Raststellung des Rastelements dichter an
der Drehachse des Handgriffs liegen als die einander abgewandten Enden, werden die
Rastelemente innerhalb ihrer Raststellungen von der von den Stegarmen erzeugten Zusatzkraft
belastet. Diese ist aufgrund der symmetrischen Anordnung innerhalb des Anschlagkörpers
unmittelbar auf die Drehachse des Handgriffs gerichtet. Die Rastelemente rasten infolgedessen
stets sicher und zuverlässig in den Rastvertiefungen ein. Hebt man nun die Rastelemente
durch Griffdrehung aus ihren Rastvertiefungen aus, so werden die sich schräg an dem
Anschlagkörper abstützenden Stegarme gestaucht und es muß eine zusätzliche Kraft aufgewendet
werden. Bewegt man dabei das bzw. jedes Rastelement über die Ansatzpunkte der Stegarme
im Anschlagkörper hinaus, so klappt der zugeordnete Federsteg vollständig nach außen
um. Die Stegarme weisen nun von der Drehachse des Handgriffs weg und drücken das Rastelement
in die entgegengesetzte Richtung. Dieses wird folglich nur noch mit einer um die Gegenkraft
verminderten Kraft in Richtung der Drehachse belastet. Die Drehbewegung des Handgriffs
ist entlastet; Reibung und Verschleiß innerhalb des Anschlagkörpers sind stark vermindert.
[0012] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung geht aus Anspruch 7 hervor, wonach die Stegarme
gerade ausgebildet und an ihren Enden verjüngt sind. Die an dem Rastelement und an
dem Anschlagkörper angreifenden Arm-Enden wirken damit als Gelenke, die das Umklappen
der Stegarme erleichtert. Die Stegarme weisen zudem die gleiche Länge auf, was für
eine gleichmäßige Krafteinwirkung wichtig ist. Sie können ferner laut Anspruch 8 einen
Kniehebel bilden, der die Krafteinwirkung optimal unterstützt.
[0013] Die Erfindung sieht in Anspruch 9 ferner vor, daß zum Erzeugen der Federkraft Federstege
vorgesehen sind, die in Bezug zur Drehachse des Handgriffs einen konvexen Bogen bilden
und die Rastelemente mittig tragen. Solche leicht zu fertigenden Federelemente lassen
sich gut mit den vorgenannten Federstegen so kombinieren, daß die Rastelemente in
Raststellung von einer erhöhten Kraft und außerhalb ihrer Raststellungen von einer
verminderten Kraft belastet sind. Zweckmäßig werden die Federstege gemäß Anspruch
10 symmetrisch zur Drehachse des Handgriffs angeordnet; sie können laut Anspruch 11
in dem Anschlagkörper festlegbar sein, vorzugsweise hintereinander.
[0014] Anspruch 12 sieht ferner vor, daß die Federstege Doppelstege bilden, die ein Rastelement
gemeinsam tragen. Dies erleichtert die Fertigung, aber auch die Handhabung bei der
Montage. Zum Erzeugen der ersten Federkraft können nach Anspruch 13 alternativ auch
Schraubenfedern, Blattfedern o.dgl. vorgesehen sein.
[0015] Gemäß Anspruch 14 ist das Rastelement ein Raststift, der in einen an den Federstegen
bzw. dem Doppelsteg ausgebildeten Vorsprung, Käfig o.dgl. formschlüssig einsetzbar
ist.
[0016] Von besonderem Vorteil ist die Weiterbildung von Anspruch 15. Danach sind die Federstege
in einem in den Anschlagkörper formschlüssig einsetzbaren Rahmen integriert, der beispielsweise
rechteckig oder oval ausgebildet sein kann. Die Montage des Rastmittels ist hierdurch
erheblich vereinfacht. Anstatt sämtliche Rastelemente, Federn u.dgl. einzeln in den
Anschlagkörper einsetzen zu müssen, genügt erfindungsgemäß ein simpler Füge-Vorgang.
Anspruch 16 sieht zudem vor, daß der Rahmen und die Federstege einstückig sind. Das
Rastmittel kann einfach und kostengünstig z.B. als Spritzgießteil hergestellt werden.
[0017] Anspruch 17 sieht vor, daß in dem Rahmen eine Rastscheibe mit axial und/oder umfangsseitig
angeordneten Rastvertiefungen drehbar gelagert ist. Diese wird zweckmäßig drehfest
mit dem Handgriff gekoppelt, so daß die Raststellungen unmittelbar auf diesen übertragen
werden.
[0018] Gemäß Anspruch 18 ist die Umfangstiefe der Rastvertiefung etwa doppelt so groß wie
der Abstand, um den die Enden der Stegarme in bezug auf die Mittelachse der Raststifte
versetzt sind. Diese Bemessung gewährleistet eine besonders markante Verrastung mit
günstigen Kräfteverhältnissen. Gleichzeitig ist sichergestellt, daß der von den Stegarmen
gebildete Kniehebel vor dem Ausrasten der Raststifte stets rechtzeitig nach außen
umklappt, um die Gegenkraft zu erzeugen.
[0019] Wichtige Vorteile der Erfindung beruhen darauf, daß der Rahmen mit den Rastelementen
und den Federstegen eine kompakte Baugröße aufweist und universell in verschiedenen
Produktgruppen einsetzbar ist. Jeder Fenster- oder Türbeschlag, der mit einer entsprechenden
Ausnehmung im Anschlagkörper versehen ist, kann mit dem Rastmittel versehen werden,
ohne daß man weitere Veränderungen an den Beschlägen vornehmen müßte. Außerdem ist
die Montage erheblich vereinfacht. Federrahmen und Rastscheibe bilden folglich ein
Rastsystem, das vielfältig einsetzbar ist.
[0020] Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus dem Wortlaut
der Ansprüche sowie aus der folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand
der Zeichnungen. Es zeigen:
- Fig. 1a
- eine Draufsicht auf ein Rastmittel,
- Fig. 1b
- eine Längsschnittansicht des Rastmittels von Fig. 1a entlang der Linie Ib-Ib,
- Fig. 1c
- eine Druntersicht des Rastmittels von Fig. 1a,
- Fig. 1d
- eine Ausschnittsvergrößerung des Rastmittels aus Fig. 1c,
- Fig. 2a
- eine Draufsicht auf eine Rastscheibe,
- Fig. 2b
- eine Längsschnittansicht der Rastscheibe von Fig. 2a entlang der Linie IIb-IIb und
- Fig. 3
- ein Kräftediagramm.
[0021] Das in den Fig. 1a bis 1d allgemein mit 10 bezeichnete Rastmittel hat einen rechteckigen
Rahmen 12 mit abgerundeten Ecken 14 und gerade ausgebildeten Längs- bzw. Querseiten
16, 18 sowie zwei Rastelemente 20, die an Federstegen 22 federnd gelagert sind und
in zugeordnete Rastvertiefungen 62 einer Rastscheibe 60 eingreifen können (Fig. 2a,
2b). Letztere ist drehfest mit einem (nicht dargestellten) Handgriff verbunden, der
allgemein axialfest-drehbar in einem (nicht sichtbaren) Anschlagkörper eines (ebenfalls
nicht gezeigten) Fenster- oder Türbeschlags gelagert ist.
[0022] Die Federstege 22 sind innerhalb des Rahmens 12 gegenüberliegend angeordnet und entlang
den Querseiten 18 des Rahmens 12 konvex gewölbt (Fig. 1a, 1c). Sie stützen sich mit
ihren äußeren Enden 24 in den Ecken 14 der Querseiten 18 des Rahmens 12 ab und tragen
an ihren einander zugewandten Seiten jeweils mittig einen Vorsprung 26 zur Aufnahme
der Rastelemente 20. Diese können als Raststifte ausgebildet und hochkant in Sackbohrungen
28 der Federstege 22 so eingesetzt sein, daß sie mit einem Teil ihres Umfangs aus
den Vorsprüngen 26 herausragen. Man erkennt in Fig. 1a, daß die Raststifte 20 fluchtend
zur Längsachse L und symmetrisch zur Querachse Q des Rahmens 12 ausgerichtet sind.
Sie können daher gleichzeitig und gleichmäßig in den zugeordneten Rastvertiefungen
62 der Rastscheibe 60 einrasten.
[0023] Jeder Vorsprung 26 der Federstege 22 setzt sich seitlich mit zwei Stegarmen 33 fort,
die jeweils mit einander zugewandten Enden 34 an dem Vorsprung 26 und mit voneinander
abgewandten Enden 36 an den Längseiten 16 des Rahmens 12 festgelegt sind. Die Stegarme
33 können insgesamt gerade und symmetrisch zur Längsachse L des Rahmens 12 verlaufen.
Die einander zugewandten Enden 34 der Stegarme 33 setzen auf der Höhe der Mittelachsen
21 der Raststifte 20 an, während die an den Längsseiten 16 des Rahmens 12 festgelegten
Enden 36 der Stegarme 33 um einen Abstand A relativ zur Mittelachse 21 der Raststifte
nach außen versetzt sind. Die Umfangstiefe B der Rastvertiefung 62 ist etwa doppelt
so groß wie der Abstand A, um den die Enden 36 der Stegarme 33 in bezug auf die Mittelachse
21 der Raststifte 20 versetzt sind. Bevorzugt bilden die Stegarme 33 gemeinsam einen
zweiten Federsteg 32, der innerhalb des Rahmens 12 V-förmig angeordnet ist. Beide
Steghälften 33 schließen hierbei in bezug auf die Mittelachse 21 der Raststifte 20
einen stumpfen Winkel ein. Die Enden 34, 36 der Stegarme 33 können jeweils verjüngt
ausgebildet sein (Fig. 1d).
[0024] Zwischen den Stegarmen 33 ist der Rahmen 12 von einer flachen Platte 40 überspannt,
die an den oberen Kanten 17 der Längsseiten 16 ansetzt und mit ihren Seitenrändern
42 den Konturen der Stegarme 33 und den daran ansetzenden Vorsprüngen 26 folgt. Letztere
liegen daher, ebenso wie die äußeren Federstege 22 sowie die Stegarme 33, unterhalb
einer Aussparung 46 im Rahmen 12; sie können in Längsrichtung L des Rahmens 12 federnd
bewegt werden. Im Schnittpunkt der Längs- und Querachsen L, Q des Rahmens 12 weist
die Platte 40 eine runde Ausnehmung 43 mit einem Halsansatz 44 auf.
[0025] Der Rahmen 12, die Federstege 22, 32 mit den Vorsprüngen 26 sowie die Platte 40 sind
vorzugsweise einstückig aus einem elastischen Kunststoff gefertigt. Das Rastmittel
10 läßt sich somit einfach und kostengünstig als Spritzgußteil fertigen und zusammen
mit den in den Vorsprüngen 26 der Federstege 22, 32 eingesetzten, bevorzugt aus Metall
gefertigten Raststiften 20 in eine geeignete (nicht dargestellte) Ausnehmung eines
beliebigen Anschlagkörpers symmetrisch zur Drehachse D des Handgriffs formschlüssig
so einsetzen, daß der Schnittpunkt der Längs- und Querachsen L, Q des Rahmens 12 in
der Drehachse D des Handgriffs liegt. Da sich der Rahmen 12 mit seiner Längsachse
L dann zweckmäßig in Längsrichtung des Anschlagkörpers erstreckt, liegen die Rastelemente
20 ebenfalls symmetrisch zu beiden Seiten der Drehachse D des Handgriffs. Die Federstege
22, 32 stützen sich über den Rahmen 12 an dem Anschlagkörper ab, so daß stets eine
gute Kraftübertragung gewährleistet ist. Weil die Rastelemente 20 zu beiden Seiten
der Drehachse D sitzen, wird die Rastscheibe 60 gleichmäßig belastet.
[0026] Die in Fig. 2a und 2b mit 60 bezeichnete Rastscheibe ist ringförmig ausgebildet und
innerhalb des Rahmens 12, also innerhalb des Rastmittels 10 drehbar gelagert. Sie
weist umfangsseitig vier Rastvertiefungen 62 mit halbrundem Querschnitt in Abständen
von je 90° auf. Die Höhe des Ringkörpers 60 entspricht im wesentlichen der Axialausdehnung
der Raststifte 20. Ausnehmungen 64 entlang des inneren Umfangsrandes der Rastscheibe
60 dienen zu ihrer drehfesten Sicherung am Handgriff des Beschlags. Zwecks verbesserter
Führung besitzt die Rastscheibe 60 an ihrer Oberseite einen Hals 66, der formschlüssig-drehbar
in die Ausnehmung 43 der Platte 40 eingreift.
[0027] In den Funktionsstellungen des Handgriffs bzw. der Rastscheibe 60 liegen jeweils
zwei gegenüberliegende Rastvertiefungen 62 der Rastscheibe 60 auf der Längsachse des
Anschlagkörpers und damit auf der Längsachse L des Rastmittels 10. Die Raststifte
20 greifen formschlüssig in die gegenüberliegenden Rastvertiefungen 62 der Rastscheibe
ein. Der Durchmesser der Rastscheibe 60 bzw. die Abmessungen des Rahmens 12 und der
Federstege 22, 32 sind derart bemessen, daß letztere in Raststellung unter einer leichten
Vorspannung stehen. Dadurch üben sowohl die äußeren, gewölbten Federstege 22 als auch
die V-förmig angeordneten Stegarme 33 jeweils eine Kraft F1 bzw. F2 auf die Rastelemente
aus, die aufgrund der symmetrischen Anordnung der Stegarme 33 parallel wirken. Ein
an der Unterseite des Ringkörpers 60 angesetzter Kragen 68 verhindert ein versehentliches
Herausgleiten der Raststifte 20 aus den Vorsprunghalterungen 26 der Federstege 22,
32.
[0028] Dreht man an dem Handgriff, so gleiten die Raststifte 20 aus den Rastvertiefungen
62 heraus. Sie liegen nun zwischen den einzelnen Funktionsstellungen mit ihrem vollen
Durchmesser auf dem glatten Umfangsrand 61 der Rastscheibe 60 auf, wobei die seitlich
an den Raststiftaufnahmen 26 ansetzenden Stegarme 33 gegen die Längsseite 16 des Rahmens
12 gestaucht werden. Zudem gelangen die Raststifte 20 hinter die Ansatzpunkte 36 der
Stegarme 33 am Rahmen 12, wodurch die Federstege 32 in Richtung der Querseiten 18
des Rahmens 12 umklappen. Die verjüngt ausgebildeten Enden 34, 36 der Stegarme 33
wirken hierbei als Gelenke und erleichtern den Vorgang. Durch das Umklappen bzw. Stauchen
muß neben der Federkraft F1, die von den äußeren Federstegen 22 erzeugt wird, eine
zusätzliche Federkraft F2 aufgewendet werden, um den Handgriff zu verdrehen. Dessen
Funktionsstellungen sind auf diese Weise deutlich und präzise spürbar.
[0029] Da die Ansatzpunkte der äußeren Enden 36 der Stegarme 33 am Rahmen 12 derart gewählt
sind, daß die Raststifte 20 beim Drehen des Handgriffs über die Ansatzpunkte der Stegenden
36 hinausbewegt werden, üben die Federstege 33 nach dem Umklappen eine Gegenkraft
G auf die Rastelemente 20 aus, die der Kraft F1 der äußeren Federstege 22 entgegenwirkt.
Auf diese Weise werden die Raststifte 20 zwischen den einzelnen Raststellungen nur
noch mit einer Differenzkraft F1-G gegen den Umfangsrand 61 der Rastscheibe 60 gepreßt,
so daß sich der Handgriff leicht drehen läßt. Wenn die Raststifte 20 in die Vertiefungen
62 der Rastscheibe 60 einfallen, klappen die Stegarme 33 der inneren Federstege 32
in ihre Ausgangstellung zurück und legen den Handgriff gemeinsam mit den äußeren Federstegen
22 in der Funktionsstellung fest, die der gewählten Raststellung zugeordnet ist.
[0030] Der Rahmen 12 verleiht dem Rastmittel 10 die erforderliche innere mechanische Stabilität
und nimmt die Federkräfte F1, F2 und G der Stege 22, 32 auf. Das Anschlaggehäuse,
das fest an einem Fenster- oder Türflügel angebracht ist, nimmt die Drehmomente auf,
die bei der Bestätigung des Handgriffs wirken. Der von der Drehachse D des Handgriffs
aus gesehen äußere Steg 22 hat eine gewölbte Form; der innere Steg 32 besteht aus
zwei geradlinigen Steghälften 33, deren Enden 34, 36 dünner sind als der mittlere
Teil der Steghälften 33. Für die Aufnahme der Raststifte 20 ist jeweils ein Käfig
26 vorgesehen, der zugleich die Mitten des inneren und des äußeren Stegs miteinander
verbindet. Der Käfig 26 bildet mithin ein Koppelglied für die Federstege 22, 32, die
als Doppelsteg wirken.
[0031] Im folgenden werden die Kräfteverhältnisse erläutert, die in Fig. 3 schematisch veranschaulicht
sind. Dieses Kräftediagramm verdeutlicht das Zusammenwirken der Kräfte F1, F2 und
G, die beim Drehen des Handgriffs bzw. der Rastscheibe 60 aus einer Funktionsstellung
heraus auf das Rastelement 20 einwirken. Der in Fig. 3 mit B bezeichnete Weg entspricht
der Umfangstiefe B einer Rastvertiefung 62 (siehe Fig. 2a), d.h. beim Herausdrehen
der Rastscheibe 60 aus einer Funktionsstellung erhöht sich der Abstand des Rastelements
20 zur Querachse Q maximal um die Tiefe B der Umfangsvertiefung 62.
[0032] Auf das Rastelement 20 wirkt zunächst die Kraft F1 des äußeren Federstegs 22, die
beim Drehen der Rastscheibe 60 entsprechend der Federkonstanten des Federstegs 22
beispielsweise linear ansteigt (siehe Kurve F1 in Fig. 3). Erreicht der Raststift
20 seine Endlage auf dem Umfangsrand 61 der Rastscheibe 60, hat die Kraft F1 ihren
größten Wert erreicht. Da die Feder 22 beim weiteren Drehen der Rastscheibe 60 nicht
betätigt wird, bleibt die Kraft F1 zwischen den einzelnen Funktionsstellungen konstant
auf ihrem maximalen Wert.
[0033] Parallel zu der Kraft F1 wirkt eine zusätzliche Kraft F2 auf das Rastelement 20.
Diese wird von dem zweiten inneren Federsteg 32 erzeugt und wirkt zunächst parallel
zur ersten Kraft F1 in Richtung Drehachse D, da die in Bezug zur Längsseite 16 des
Rahmens 12 schräg angestellten Stegarme 33 beim Drehen der Rastscheibe 60 aus einer
Funktionsstellung heraus gestaucht werden. Die Zusatzkraft F2 steigt somit ebenfalls
leicht an, was jedoch zur besseren Übersicht im unteren Kurvenverlauf der Fig. 3 nicht
dargestellt ist. Hat das Rastelement 20 etwa die Hälfte der Strecke B zurückgelegt,
nämlich den Abstand A, um den die Enden 36 der Stegarme 33 in bezug auf die Mittelachse
21 der Raststifte 20 nach außen versetzt sind, gelangt der Raststift 20 über die Höhe
der Ansatzpunkte der Stegarme 33 an den Längseiten 16 des Rahmens 12 hinaus. Die Kraft
F2 verschwindet. Der Federsteg 32 klappt nach außen um und wirkt nun mit einer Gegenkraft
G, die der ersten Federkraft F1 entgegengesetzt ist, auf das Rastelement 20 ein. Die
Kräfte F2 und G können wie die Kurve in Fig. 3 andeutet vom Betrag her gleich groß
sein. Sie besitzen jedoch unterschiedliche Vorzeichen. Das Umklappen der Stegarme
33 kann auch etwas später erfolgen, beispielsweise im letzten Drittel des Federwegs
B. Hierzu wären lediglich die äußeren Ansatzpunkte 36 der Stege 33 entsprechend zu
verschieben. Wichtig ist, daß der Kniehebel 32, 33, sobald das Rastelement 20 auf
dem Umfangsrand 61 der Rastscheibe 60 aufsetzt, vollständig nach außen umgeklappt
ist und mit der Gegenkraft G der Federkraft F1 des Federstegs 25 entgegenwirkt.
[0034] Man erkennt nun am stärker ausgezogenen Kurvenverlauf der Summe der Kräfte (ΣF),
daß in einer Funktionsstellung die Kraft auf das Rastelement 20 durch die zusätzliche
Kraft F2 vergrößert ist. Diese bewirkt mithin eine deutliche Erhöhung des aufzuwendenden
Drehmoments für das Verdrehen des Handgriffs aus einer Funktionsstellung heraus. Sobald
man jedoch das Rastelement 20 mehr als zur Hälfte aus der zugeordneten Rastvertiefung
62 ausgehoben hat, klappt der Federsteg 32 um. Die weiterhin auf das Rastelement 20
einwirkende Kraft F1 wird nun um die Gegenkraft G reduziert, so daß das restliche
Ausheben des Rastelements 20 aus der Rastvertiefung 62 ohne großen Kraftaufwand leicht
zu bewirken ist. Außerhalb der Funktionsstellungen bleibt die Kraft F1 um die Gegenkraft
vermindert, so daß das Drehmoment für das Verdrehen der Rastscheibe 60 deutlich vermindert
ist. Beim Betätigen des Handgriffs sind also die Funktionsstellungen durch ein erhöhtes
Drehmoment besonders deutlich spürbar. Zwischen den Funktionsstellungen ist der Handgriff
hingegen leicht zu drehen, was die Handhabung insgesamt verbessert.
[0035] Praktisch vollzieht sich das so, daß beide Federstege 22, 32 in Richtung auf die
Drehachse D der Rastscheibe 60 gemeinsam eine Summenkraft F1+F2 erzeugen, die über
die Raststifte 20 senkrecht auf den Umfang 61 der Rastscheibe 60 wirkt. In einer ausgezeichneten
Stellung des Handgriffs bzw. der Rastscheibe 60 sitzen die Raststifte 20 in zwei gegenüberliegenden
Rastvertiefungen 62 der Rastscheibe 60. Dreht man die Rastscheibe 60 mittels des Handgriffs
aus einer Rastposition, so müssen die Raststifte 20 entgegen der Kraft F1+F2 der Doppelstege
22, 32 aus den Rastvertiefungen 62 angehoben werden. Man muß also ein erhöhtes Drehmoment
an der Rastscheibe 60 bzw. am Handgriff aufwenden, um ein Verdrehen zu bewirken. Bei
der Drehung der Rastscheibe 60 zwischen den ausgezeichneten Stellungen kommt es hingegen
nicht zu einer Bewegung der Paßstifte 20, so daß keine mechanische Arbeit entgegen
der Federkraft F1-G des Doppelstegs 22/32 zu verrichten ist. Vielmehr ist lediglich
ein Drehmoment aufzuwenden, um die - allerdings aufgrund der Steganordnung deutlich
verminderte - Reibungskraft zu überwinden, die zwischen den Raststiften 20 und der
Rastscheibe 60 entsteht.
[0036] Die an den Aufnahmekäfigen 26 angebundenen Enden 34 der Stegarme 33 liegen in einer
ausgezeichneten Stellung der Rastscheibe 60 näher an der Querachse Q des Handgriffs
als die an den Längsseiten 16 des Rahmens 12 angebundenen Stegenden 36. Dadurch erzeugen
die Stegarme 33 in diesen Stellungen jeweils eine Kraft F2 parallel zu den Kräften
F1 der äußeren Federstege 22 und erhöhen damit das zum Ausrasten der Paßstifte 20
erforderliche Drehmoment.
[0037] Außerhalb der ausgezeichneten Stellungen der Rastscheibe 60 sind die Paßstifte 20
und damit die beiden an die Aufnahmen 26 der Raststifte 20 angreifenden Enden 34 der
Steghälften 33 weiter von der Querachse Q der Rastscheibe 60 entfernt als die an den
umlaufenden Rahmen 12 angesetzten Stegenden 36. Aufgrund der Länge der Stegarme 33
klappen diese nach hinten um, wobei die dünner ausgebildeten Enden 34, 36 der Stegarme
33 als Gelenke wirken. Das Umklappen der Steghälften 33 hat die Wirkung eines Kniehebels,
wodurch die Stegarme 33 außerhalb der ausgezeichneten Stellungen jeweils eine Kraft
G antiparallel zu den Kräften F1 der äußeren Federstege 22 erzeugen. Dies hat zur
Folge, daß die resultierenden Differenzkräfte F1-G des Doppelstegs 22/32 auf die Raststifte
20 und damit auf die Rastscheibe 60 deutlich reduziert sind. Infolgedessen sind die
Reibungskräfte zwischen den Raststiften 20 und der Rastscheibe 60 erheblich kleiner,
so daß das zum Drehen des Handgriffs aufzuwendende Drehmoment spürbar geringer ist.
[0038] Insgesamt stellt das Rastmittel 10 mit seinem Rahmen 12, seinen federnd gelagerten
Raststiften 20 und der Rastscheibe 60 ein Rastsystem für Fenster- und Türbeschläge
dar, das universell einsetzbar und leicht zu handhaben ist. Es hat die Eigenschaft,
das Auffinden verschiedener ausgezeichneter Stellungen eines Handgriffs zu erleichtern,
indem in diesen Positionen das für das Verdrehen des Handgriffs aufzuwendende Drehmoment
deutlich größer ist als in den nicht ausgezeichneten Stellungen.
[0039] Die Erfindung ist nicht auf eine der vorbeschriebenen Ausführungsformen beschränkt,
sondern in vielfältiger Weise abwandelbar. So können die Rastelemente 20 als Kunststoffnasen
ausgebildet und mit den Federstegen 22 bzw. den Stegarmen 33 einstückig sein. Auch
eckige oder ovale Querschnitte der Rastnasen 20 bzw. der Rastvertiefungen 62 sind
möglich. Ersetzt man die Federstege 22 durch Schraubenfedern oder Blattfedern, so
ergeben sich weitere vorteilhafte Ausgestaltungen des Rastmittels 10, das durch einfaches
Anpassen von Ausnehmung und Rahmen 12 in die unterschiedlichsten Anschlagkörper einsetzbar
ist. Der Rahmen 12 stützt sich stets formschlüssig in der Ausnehmung ab; er kann z.
B. auch quadratisch oder oval geformt sein.
[0040] Man erkennt, daß ein Rastmittel 10 für Fenster- und/oder Türbeschläge erfindungsgemäß
wenigstens ein Rastelement 20 aufweist, das in wenigstens einer Funktionsstellung
eines Fenster- bzw. Türbeschlags kraft- und/oder formschlüssig in eine Rastvertiefung
62 einer Rastscheibe 60 eingreift und beim Verschwenken des Handgriffs aus der Funktionsstellung
entgegen einer senkrecht auf die Drehachse D des Handgriffs gerichteten Federkraft
F1 aus der Rastvertiefung 62 ausrastbar ist. Das bzw. jedes Rastelement 20 ist in
der Rastposition von einer zusätzlichen Kraft F2 und außerhalb seiner Raststellung
von einer der Federkraft F1 entgegengesetzten Kraft G belastet. Die Zusatzkraft F2
und die Gegenkraft G werden von V-förmigen Federstegen 32 erzeugt, die an den Rastelementen
20 symmetrisch mit Stegarmen 33 angreifen. Diese stützen sich mit ihren voneinander
zugewandten Enden 34 an dem Rastelement 20 und mit ihren einander abgewandten Enden
36 an dem Anschlagkörper ab. Zum Erzeugen der Federkraft F1 sind konvex gewölbte Federstege
22 vorgesehen, die zusammen mit den Stegen 32 einen Doppelsteg bilden und die Rastelemente
20 mittig tragen. Letztere sind bevorzugt als Raststifte ausgebildet und in geeigneten
Halterungen 26 gehalten.
[0041] Sämtliche aus den Ansprüchen, der Beschreibung und der Zeichnung hervorgehenden Merkmale
und Vorteile, einschließlich konstruktiver Einzelheiten, räumlicher Anordnungen und
Verfahrensschritten, können sowohl für sich als auch in den verschiedensten Kombinationen
erfindungswesentlich sein.
Bezugszeichenliste
[0042]
- A
- Abstand
- B
- Umfangstiefe
- D
- Drehachse
- F1
- Kraft
- F2
- Zusatzkraft
- G
- Gegenkraft
- L
- Längsachse
- Q
- Querachse
- S
- Schnittpunkt
- 10
- Rastmittel
- 12
- Rahmen
- 14
- Ecke
- 16
- Längsseite
- 17
- obere Kante
- 18
- Querseite
- 20
- Rastelement/Raststift
- 21
- Mittelachse
- 22
- Federsteg
- 24
- äußeres Ende
- 25
- Einsprung
- 26
- Vorsprung/Käfig
- 28
- Sackbohrung
- 32
- Federsteg
- 33
- Stegarm/Steghälfte
- 34
- Ende (zugewandt)
- 36
- Ende (abgewandt)
- 40
- Platte
- 42
- Seitenrand
- 43
- Ausnehmung (rund)
- 44
- Halsansatz
- 46
- Aussparung
- 60
- Rastscheibe/-buchse
- 61
- Umfangsrand
- 62
- Rastvertiefung
- 64
- Ausnehmung
- 66
- Hals
- 68
- Kragen
1. Rastmittel (10) für Fenster- und/oder Türbeschläge mit wenigstens einem Rastelement
(20), das in wenigstens einer Funktionsstellung eines in einem Anschlagkörper axialfest-drehbar
gelagerten Handgriffs des Fenster- bzw. Türbeschlags kraft- und/oder formschlüssig
in eine zugeordnete Rastvertiefung (62) eingreift und beim Verschwenken des Handgriffs
aus der Funktionsstellung entgegen einer ersten Federkraft (F1) aus der zugeordneten
Rastvertiefung (62) ausrastbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Rastelement (20) in seiner Raststellung von einer zusätzlichen Kraft (F2)
und außerhalb seiner Raststellung von einer der ersten Federkraft (F1) entgegengesetzten
Kraft (G) belastet ist.
2. Rastmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Federkraft (F1) senkrecht auf die Drehachse (D) des Handgriffs ausgerichtet
ist und daß die Zusatzkraft (F2) das Rastelement (20) parallel zur ersten Federkraft
(F1) und die Gegenkraft (G) das Rastmittel (20) antiparallel zur ersten Federkraft
(F1) belastet.
3. Rastmittel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusatzkraft (F2) und die Gegenkraft (G) kleiner sind als die erste Federkraft
(F1).
4. Rastmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzeugung der Zusatzkräfte (F2) und der Gegenkräfte (G) Federstege (32)
vorgesehen sind.
5. Rastmittel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der bzw. jeder Federsteg (32) zwei Stegarme (33) aufweist, die symmetrisch an
den Rastelementen (20) angreifen.
6. Rastmittel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Stegarme (33) in jeder Raststellung des Rastelements (20) V-förmig zueinander
ausgerichtet sind, wobei jedes Rastelement (20) zwischen den Stegarmen (33) angeordnet
ist, die mit einander zugewandten Enden (34) an dem Rastelement (20) angreifen und
sich mit voneinander abgewandten Enden (36) an dem Anschlagkörper abstützen und wobei
die einander zugewandten Enden (34) in Raststellung des Rastelements (20) dichter
an der Querachse (Q) des Rastmittels (10) liegen als die voneinander abgewandten Enden
(36).
7. Rastmittel nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Stegarme (33) gerade ausgebildet und an ihren Enden (34, 36) verjüngt sind
sowie die gleich Länge aufweisen.
8. Rastmittel nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Stegarme (33) mit dem Rastelement (20) einen Kniehebel bilden.
9. Rastmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß zum Erzeugen der Federkraft (F1) Federstege (22) vorgesehen sind, die in bezug
zur Drehachse (D) des Handgriffs einen konvexen Bogen bilden und die Rastelemente
(20) mittig tragen.
10. Rastmittel nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Federstege (22) symmetrisch zur Drehachse (D) des Handgriffs angeordnet
sind.
11. Rastmittel nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Federstege (22, 32) in dem Anschlagkörper festlegbar sind, vorzugsweise
hintereinander.
12. Rastmittel nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Federstege (22, 32) Doppelstege bilden, die zumindest ein Rastelement (20)
gemeinsam tragen.
13. Rastmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß zum Erzeugen der Federkraft (F1) Schraubenfedern, Blattfedern o.dgl. vorgesehen
sind.
14. Rastmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Rastelement (20) ein Raststift ist, der in einen an den Federstegen (22
und/oder 23) ausgebildeten Vorsprung (26), Käfig o.dgl. formschlüssig einsetzbar ist.
15. Rastmittel nach einem der Ansprüche 9 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Federstege (22, 32) in einem in den Anschlagkörper einsetzbaren Rahmen (12)
integriert sind.
16. Rastmittel nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen (12) und die Federstege (22, 32) einstückig sind.
17. Rastmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Rahmen (12) eine Rastscheibe (60) mit axial und/oder umfangsseitig angeordneten
Rastvertiefungen (62) drehbar gelagert ist.
18. Rastmittel nach einem der Ansprüche 5 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Umfangstiefe (B) der Rastvertiefung (62) etwa doppelt so groß ist wie der
Abstand (A), um den die Enden (34, 36) der Stegarme (33) in bezug auf die Mittelachse
(21) von Raststiften (20) versetzt sind.