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EP 0 862 019 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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08.01.2003 Patentblatt 2003/02 |
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Anmeldetag: 28.02.1997 |
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Verfahren und Vorrichtung zur thermischen Behandlung von Flugstäuben aus Rostverbrennungsanlagen
Method and device for thermal treatment of fly ash from grate incinerators
Procédé et dispositif pour le traitement thermique des cendres volantes des incinérateurs
à grille
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Benannte Vertragsstaaten: |
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BE CH DE DK ES FI FR GB IT LI NL PT SE |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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02.09.1998 Patentblatt 1998/36 |
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Patentinhaber: Alstom |
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75116 Paris (FR) |
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Erfinder: |
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- Carcer, Bruno
500 Aarau (CH)
- Millard, John
8712 Stäfa (CH)
- Schmidt, Verena, Dr.
5410 Windisch (CH)
- Selinger, Adrian, Dr.
5442 Fislisbach (CH)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 359 209 WO-A-93/17280 DE-A- 3 915 992 DE-C- 4 333 510
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EP-A- 0 610 114 DE-A- 3 324 627 DE-B- 1 181 360
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der Abfallverbrennung. Sie betrifft ein
Verfahren und eine Vorrichtung zur thermischen Behandlung von Flugstäuben und gegebenenfalls
Feinaschen aus Rostverbrennungsanlagen.
Stand der Technik
[0002] Zur thermischen Behandlung von Abfall/Müll ist eine Vielzahl von Verfahren bekannt,
bei denen der Müll vergast, verschwelt oder verbrannt wird. Die dabei entstehenden
festen Reaktionsprodukte können in unterschiedlicher Weise, z. B. thermisch, weiterbehandelt
und die nicht mehr verwertbaren Produkte anschliessend deponiert werden. Dabei sollen
die zu deponierenden Flugaschemengen möglichst gering sein, weil diese einen hohen
Anteil an Schwermetallen aufweisen.
[0003] So ist beispielsweise aus DE 38 11 820 A1 ein Verfahren bekannt, bei dem Müll in
einem Pyrolysereaktor in Schwelgas und in im wesentlichen nicht-flüchtige Pyrolysereststoffe
umgewandelt wird. Das Schwelgas wird anschliessend einer separaten Nachbrennkammer
zugeführt, ebenso wie der Feinanteil (Schwelkoks und Feinstaub) der Reststoffe und
die in der Staubfilteranlage bzw. im Abhitzedampferzeuger anfallende Flugasche (Staub).
Der Flugstaub und die Feinanteile werden in dieser Hochtemperaturkammer verbrannt
und die festen Anteile aufgeschmolzen. Die schmelzflüssige Schlacke wird dann aus
der Brennkammer in einen Wasserbehälter geleitet, wo sie zu einem glasartigen Granulat
erstarrt.
[0004] Eine solche Lösung erfordert jedoch eine Aufbereitung des verschwelten Materials
und eine separate Nachbrennkammer, was sich in einem erhöhten Platzbedarf und in hohen
Kosten äussert.
[0005] Das trifft auch auf die in EP 0 446 888 B1 beschriebenen Verbrennungs-Schmelz-Anlage
zur Stadtmüllentsorgung zu. Dort ist dem Verbrennungsofen ein Schmelzofen zum Schmelzen
der Asche aus dem Verbrennungsofen nachgeschaltet, wobei die Asche über einen Trockenförderer
zum Schmelzofen transportiert wird. Über spezielle Düsen wird zusätzlich Filterstaub
aus dem Staubabscheider in den Schmelzofen eingebracht, so dass im Schmelzofen Asche
aus dem Verbrennungsofen und Flugstaub aus dem Staubabscheider gemeinsam geschmolzen
werden.
[0006] Eine weitere Möglichkeit, die Flugaschemenge zu reduzieren, besteht z. B. darin,
bei Müllverbrennungsanlagen dem Verbrennungsprozess Ascheschmelzanlagen Off-Line nachzuschalten.
Ein derartiges Verfahren ist in F.-G. Simon und K.-H. Andersson:"In-Rec-Verfahren-
Verwertung von Reststoffen aus der thermischen Abfallbehandlung", ABB Technik 9/1995,
S. 15-20, beschrieben. Die Feinfraktion der Rostasche wird bei diesem, AshArc-Prozess
genannten, Verfahren gemeinsam mit der Filterasche in einem Gleichstrom-Lichtbogenofen
geschmolzen. Durch die hohen Temperaturen werden organische Verbindungen sofort zersetzt.
Metallchloride werden abgedampft, und Schwermetallverbindungen werden zum Element
reduziert und sinken dann entweder in das Metallbad und bilden so eine Legierung,
oder sie verlassen den Ofen in gasförmigem Zustand. Das Abgas durchläuft eine Nachverbrennung
für CO und eine Schnellkühlung mit Wasser und viel Luft, um vor allem die Neubildung
von toxischen organischen Verbindungen zu verhindern. Abgedampfte Metallchloride resublimieren
und werden auf einem Schlauchfilter abgeschieden. Dieses Schwermetallkonzentrat lässt
sich verhütten.
[0007] Da der AshArc-Ofen für sehr grosse Durchsatzmengen konzipiert ist, ist es möglich,
die Feinfraktion der Rostasche (ca. 8% vom eingesetzten Abfall) zusammen mit der Filterasche
aus der Partikelabscheidung der Rauchgasreinigung (ca. 2,5% vom eingesetzten Abfall)
zu behandeln.
[0008] Nachteilig an diesem Stand der Technik ist, dass ein externes Ofenaggregat gebaut
werden muss, welches zu 100% fremdbeheizt ist. Ausserdem ist das dabei entstehende
glasartige Produkt nicht Bestandteil der Rostasche.
Darstellung der Erfindung
[0009] Die Erfindung versucht, alle diese Nachteile zu vermeiden. Ihr liegt die Aufgabe
zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung zur thermischen Behandlung von Flugstäuben
und gegebenenfalls Feinaschen aus Müllverbrennunganlagen zu entwickeln, mit denen
auf einfache Art und Weise und mit geringen Kosten ein Produkt erzeugt wird, welches
entweder der Rostasche zugeschlagen oder aber separat verwertet werden kann und somit
die verbleibende Flugaschemenge reduziert wird.
[0010] Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass bei einem Verfahren gemäss dem
Oberbegriff des Anspruchs 1 zumindestens ein Teil der Flugstäube in den Hochtemperaturbereich
des Verbrennungsofen dosiert zurückgeführt wird, wobei die Temperatur im besagten
Hochtemperaturbereich oberhalb der Schmelztemperatur bzw. Sintertemperatur der Flugstäube
liegt, und dass die Flugstäube im Hochtemperaturbereich des Verbrennungsofens ausreichend
lange verweilen, so dass sie zumindestens zum Teil verglast oder gesintert werden.
Diese Produkte können anschliessend der Rostasche zugeschlagen oder separat verwertet
werden.
[0011] Erfindungsgemäss wird dies bei einer Vorrichtung gemäss dem Oberbegriff des Anspruches
13 dadurch erreicht, dass sich die Ascheförderanlage bis nahe an den Hochtemperaturbereich
des Verbrennungsofens erstreckt, dass der Ascheförderanlage dort eine Dosiereinrichtung
zur Einbringung zumindestens eines Teils der rückgeführten Flugstäube in den Hochtemperaturbereich
des Verbrennungsofens nachgeschaltet ist und dass im Hochtemperaturbereich des Verbrennungsofens
Mittel zur Gewährleistung einer ausreichenden Verweilzeit der Asche angeordnet sind.
[0012] Die Vorteile der Erfindung bestehen unter anderem im Wegfall der separaten Hochtemperaturbrennkammer
bzw. des externen Ofenaggregates, die bisher zur Schmelzung der Flugasche notwendig
waren. Dadurch können Kosten gespart werden. Das Produkt kann der Rostasche zugeschlagen
werden, so dass die verbleibende Flugaschemenge mit hohem Schadstoffanteil im Vergleich
zum Stand der Technik verringert wird. Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht
darin, dass bestehende Anlagen problemlos nachgerüstet werden können.
[0013] Es ist besonders zweckmässig, wenn die gesamte Menge der Flugstäube in den Hochtemperaturbereich
des Verbrennungsofens zurückgeführt wird, weil auf diese Weise ein Produkt entsteht,
dass nicht als Sonderabfall deponiert werden muss.
[0014] Ferner ist es vorteilhaft, wenn im Falle einer nur teilweisen Rückführung der Flugstäube
in den Hochtemperaturbereich des Verbrennungsofens die Flugstäube nach dem Austrag
aus dem Kessel bzw. der Staubfilteranlage zunächst in eine schadstoffarme und eine
schadstoffreiche Fraktion getrennt werden und nur die schadstoffarme Fraktion der
Flugstäube in den Hochtemperaturbereich des Verbrennungsofens zurückgeführt wird,
weil dabei ein schadstoffarmes Produkt entsteht und die Risiken von Korrosionsproblemen
durch erhöhte Konzentrationen an Schwermetallen im Kesselbereich verringert werden.
[0015] Schliesslich werden mit Vorteil die Flugstäube nach dem Austrag aus dem Kessel bzw.
der Staubabscheideanlage mit der Feinfraktion (< 2 mm) der beispielsweise nach dem
DryEx/DryRec-Verfahren (trockener Ausstrag und trockene Sortierung) aufbereiteten
Rostasche gemischt und diese Mischung anschliessend in den Hochtemperaturbereich des
Verbrennungsofens zurückgeführt wird. Das hat den Vorteil, dass die schadstoffreiche
Fraktion der Rostasche gezielt behandelt werden kann. Gleichzeitig werden die Schmelzeigenschaften,
z. B. Viskosität, Schmelztemperatur, der flüssigen Schlacke verbessert, und es wird
eine trockene, jedoch kaum staubende Rostasche erzeugt.
[0016] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den weiteren Unteransprüchen
beschrieben.
Kurze Beschreibung der Zeichnung
[0017] In der Zeichnung sind mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
[0018] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer erfindungsgemässen Müllverbrennungsanlage nach
einem ersten Ausführungsbeispiel, bei welchem die Gesamtmenge der Flugstäube in die
Primärbrennkammer zurückgeführt wird;
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung einer erfindungsgemässen Müllverbrennungsanlage nach
einem zweiten Ausführungsbeispiel, bei welchem die Gesamtmenge der Flugstäube nach
Zwischenlagerung und Pelletiesierung in die Sekundärbrennkammer zurückgeführt wird;
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung einer erfindungsgemässen Müllverbrennungsanlage nach
einem dritten Ausführungsbeispiel, bei welchem nur ein Teil der Flugstäube in die
Primärbrennkammer zurückgeführt wird;
- Fig. 4
- eine schematische Darstellung einer erfindungsgemässen Müllverbrennungsanlage nach
einem vierten Ausführungsbeispiel, bei welchem die Flugstäube gemeinsam mit der Feinfraktion
der Rostasche in die Primärbrennkammer zurückgeführt werden;
- Fig. 5
- ein Detail des Hochtemperaturbereiches des Ofens mit einer speziellen Ausführungsform
eines Mittels zur Gewährleistung einer für die rückgeführten Flugstäube ausreichenden
Verweilzeit in diesem Bereich;
- Fig. 6
- eine schematische Darstellung einer erfindungsgemässen Müllverbrennungsanlage nach
einem fünften Ausführungsbeispiel, bei welchem die geschmolzene Asche separat von
der Rostasche ausgetragen wird.
[0019] Es sind nur die für das Verständnis der Erfindung wesentlichen Elemente gezeigt.
Die Strömungsrichtung der Arbeitsmittel ist mit Pfeilen bezeichnet.
Weg zur Ausführung der Erfindung
[0020] Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen und der Figuren 1
bis 6 näher erläutert.
[0021] Fig. 1 zeigt schematisch eine Müllverbrennungsanlage nach einem ersten Ausführungsbeispiel
der Erfindung.
[0022] Die Müllverbrennungsanlage besteht im wesentlichen aus einem Verbrennungsofen 1,
dem ein Kessel 2 und eine Staubabscheideanlage 3, z. B. ein Elektrofilter, nachgeschaltet
sind. Im Verbrennungsofen 1 ist ein Verbrennungsrost 4 angeordnet, auf dem der Müll
5, beispielsweise Hausmüll, unter Zufuhr von Primärluft 6 in der Primärbrennkammer
7 verbrannt wird. Die Verbrennung wird in der Sekundärbrennkammer 8 infolge Zufuhr
von Sekundärluft 9 weiter vervollständigt. Bei der Verbrennung des Hausmülls entstehen
Flugstäube 10, die mit dem Rauchgas 11 über die Primärbrennkammer 7, die Sekundärbrennkammer
8, den Strahlungszug 12 und die Berührungszüge 13 des Kessels 2 in den Kessel 2 und
in den Filter 3 verfrachtet werden. Die Flugstäube 10 (Kesselasche und Flugasche)
werden an den hier nicht dargestellten Kesselrohrwänden und den E-Filterplatten abgeschieden.
Nach einer Klopfung werden über hier ebenfalls nicht dargestellte Austragsvorrichtungen,
wie beispielsweise Zellradschleussen oder Doppelklappen, die Flugstäube 10 einer Ascheförderanlage
14, vorzugsweise einem Trogkettenförderer, einem pneumatischen Förderer oder einer
Förderschnecke, zugeführt. Erfindungsgemäss erstreckt sich die Ascheförderanlage 14
bis nahe an den Hochtemperaturbereich des Verbrennungsofens 1. Dort ist der Ascheförderanlage
14 eine Dosiereinrichtung 15, z. B. eine Stopfschnecke oder eine Kolbenpumpe, nachgeschaltet.
Die gesamten ausgetragenen Flugstäube 10 werden in diesem ersten Ausführungsbeispiel
der Erfindung über die Ascheförderanlage 14, gegebenenfalls unter Zugabe von Additiven
16, beispielsweise Wasser oder schmelzpunkterniedrigende Substanzen, der Dosiereinrichtung
15 zugeführt.
[0023] Über die Einrichtung 15 gelangen die gegebenenfalls mit Additiven 16 gemischten Flugstäube
10 dosiert in den Hochtemperaturbereich des Verbrennungsofens 1. Wurde der Asche (Flugstäube
10) vor der Rückführung in den Ofen 1 Wasser zugegeben, so wird der ohnehin schon
kühlende Effekt der rückgeführten Asche auf die umgebenden Feuerfeststeine des Verbrennungsofens
1 noch verstärkt. Damit wird ein Beitrag zur Korrosionsminderung geleistet. Wie in
Fig. 1 gut zu erkennen ist, wird der Flugstaub 10 bei diesem ersten Ausführungsbeispiel
in die Primärbrennkammer 7 zurückgeführt.
[0024] Selbstverständlich ist es in einem anderen Ausführungsbeispiel auch möglich, die
Flugstäube 10 in den Hochtemperaturbereich der Sekundärbrennkammer 8 zurückzuführen
(vgl. Fig. 2). Entscheidend ist, dass in diesem Bereich die Temperatur höher ist als
die Schmelztemperatur bzw. die Sintertemperatur der Flugstäube 10 bzw. des Gemisches
aus Flugstäuben 10 und Additiven 16, und dass die Verweilzeit der Flugstäube 10 bzw.
des Gemisches aus Flugstäuben 10 und Additiven 16 in diesem Hochtemperaturbereich
des Verbrennungsofens 2 so gross ist, dass eine Verglasung bzw. Sinterung zumindestens
eines Teils der Flugstäube 10 stattfindet. Besonders günstig ist es, wenn der gesamte
Anteil des zurückgeführten Produktes geschmolzen bzw. gesintert wird. Sollten die
Temperaturen nicht ausreichend sein, kann über Stützbrenner 17 (hier nicht dargestellt),
die mittels Öl-, Gas- oder Abfallbetrieb betrieben werden, eine zusätzliche Wärmemenge
zugeführt werden.
[0025] Im Hochtemperaturbereich des Verbrennungsofens 1 sind erfindungsgemäss Mittel 18
zur Gewährleistung einer ausreichenden Verweilzeit der Asche angeordnet. Diese Mittel
18 können beispielsweise Rinnen, Tiegel, Schikanen und oder Platten sein, aber auch
speziell geformte Feuerfeststeine.
[0026] Anschliessend werden die bei der Verglasung/Sinterung entstandenen Produkte der Rostasche
19 zugeschlagen, die entweder trocken oder über ein Wasserbad nass aus dem Verbrennungsofen
1 ausgetragen wird. Beim trockenen Austrag ist es wichtig, dass der Ascheaustrag einen
luftdichten Abschluss des Feuerraumes bildet, was bei herkömmlichen Anlagen durch
eine Wasserschleusse gewährleistet ist. Die Rostasche 19 wird dann über an sich bekannte
Verfahren, z. B. eine Trockensortierung, weiter aufbereitet.
[0027] Fig. 2 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel der Erfindung. Es unterscheidet sich
vom ersten Ausführungsbeispiel nur darin, dass die Flugstäube 10 nach ihrem Austrag
aus dem Kessel 2 und dem Filter 3 über die Ascheförderanlage 14 in einem Bunker 20
zwischengelagert, dann in eine Pelletiesierungsanlage 21 transportiert werden und
anschliessend die pelletisierten Flugstäube 10, gegebenenfalls wiederum mit Additiven
16 gemischt, in den Hochtemperaturbereich der Sekundärbrennkammer 8 dosiert eingebracht
werden. Die in Fig. 2 schematisch angedeutete externe Temperaturquelle 17 (Brenner,
Brennerlanze) kann der Sekundärbrennkammer 8 zusätzlich Wärmeenergie zuführen. Dadurch
wird in jedem Falle eine Temperatur gewährleistet, die oberhalb der Schmelz- oder
Sintertemperatur der Flugstäube 10 bzw. des Gemisches aus Flugstäuben 10 und Additiven
16 liegt, so dass das Ausschmelzen/Sintern der Asche unterstützt wird.
[0028] Bei dem in Fig. 3 dargestellten dritten Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nur
ein Teil der aus dem Kessel 2 und der Staubabscheideanlage 3 ausgetragenen Flugstäube
10 in den Hochtemperaturbereich der Primärbrennkammer 7 zurückgeführt. Vor der Einbringung
in die Brennkammer 7 gelangt der Flugstaub 10 in eine Trennkammer 22, in der die Flugstäube
10 in eine schadstoffarme Fraktion 10.1 und in eine schadstoffreiche Fraktion 10.2
getrennt werden. Nur die schadstoffarme Fraktion 10.1 wird über die Ascheförderanlage
14 und die Dosiereinrichtung 15 in den Hochtemperaturbereich des Verbrennungsofens
1 zurückgeführt und nach Verglasung der Rostasche 19 zugeschlagen.
[0029] In Fig. 4 ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch abgebildet, das sich
von dem in Fig. 1 beschriebenen ersten Ausführungsbeispiel nur dadurch unterscheidet,
dass die Flugstäube 10 nach Austrag aus dem Kessel 2 und dem Filter 3 gemeinsam mit
einer Fraktion der Rostasche 19.1, die kleiner 2 mm ist und in der Sortieranlage 23
vom Rest der Rostasche 19.2 getrennt wurde (z. B. bei ca. 2 mm Korngrösse), in den
Hochtemperaturbereich des Verbrennungsofens 1 zurückgeführt werden.
[0030] Fig. 5 zeigt eine mögliche Ausgestaltungsform der im Hochtemperaturbereich in der
Primärbrennkammer 7 bzw. in der Sekundärbrennkammer 8 angeordneten Mittel 18 zur Gewährleistung
einer ausreichenden Verweilzeit der Flugstäube 10. Der Stopfschnecke 15 ist hier eine
Rinne 18 nachgeschaltet, in der die Flugstäube 10 so lange unter Hochtemperaturbedingungen
verweilen können, dass sie zumindestens zum Teil aufschmelzen und verglasen bzw. versintern
und diese Produkte anschliessend der Rostasche 19 zugeschlagen werden können oder
aber separat verwertet werden.
[0031] Fig. 6 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel. Dort ist dem Feuerraum 7,8 ein Nachbrennraum
26 nachgeschaltet, der so gestaltet ist, dass die geschmolzene Asche 25 separat von
der Rostasche 19 ausgetragen werden kann. Wie bei den bereits oben beschriebenen Ausführungsbeispielen
können auch bei dieser Art der Ausführung ein Gemisch oder eine einzelne Fraktion
der Asche (Kesselasche, Filterasche, Feinfraktion der Rostasche) mit oder ohne Zusatz
von Additiven 16 in den Feuerraum 7,8 oder den Nachbrennraum 26 zurückgeführt werden.
[0032] Ein weiterer Vorteil dieser Ausführung besteht in der Möglichkeit, den Staub über
die Düsen für die Sekundärluft 9 und/oder Tertiärluft 24 in den heissen Bereich zurückzuführen.
Ausserdem kann mittels eines nicht konzentrischen Übergangs zwischen dem Feuerraum
und dem Nachbrennraum 26 und/oder durch tangentiale Eindüsung der Sekundärluft 9 oder
der Tertiärluft 24 in den Nachbrennraum 26 eine Vortex-Strömung im Nachbrennraum 26
erzeugt werden. Der Vortex führt zu einer besseren Abscheidung der Aschepartikel an
den Wänden des Nachbrennraumes 26. Die rückgeführte Asche, welche mittels der Sekundärluft
9 oder der Tertiärluft 24 in den Nachbrennraum 26 eingeführt wird, wird gegen die
Wände geschleudert, wo ein durch die sehr hohen Temperaturen bedingter Ascheschmelzfluss
entsteht. Die geschmolzene Asche 25 fliesst die Wände des Hochtemperaturnachbrennraumes
26 hinunter und wird über eine speziell dafür angebrachte Einrichtung 27 vom Nachbrennraum
26 entfernt.
Bezugszeichenliste
[0033]
- 1
- Verbrennungsofen
- 2
- Kessel
- 3
- Staubabscheider
- 4
- Verbrennungsrost
- 5
- Müll
- 6
- Primärluft
- 7
- Primärbrennkammer
- 8
- Sekundärbrennkammer
- 9
- Sekundärluft
- 10
- Flugstaub
(10.1 schadstoffarme Fraktion von Pos. 10)
(10.2 schadstoffreiche Fraktion von Pos 10)
- 11
- Rauchgas
- 12
- Strahlungszug von Pos. 2
- 13
- Berührungszug von Pos. 2
- 14
- Ascheförderanlage
- 15
- Dosiereinrichtung
- 16
- Additive
- 17
- Stützbrenner
- 18
- Mittel zur Gewährleistung einer ausreichenden Verweilzeit der Flugstäube
- 19
- Rostasche
(19.1 Fraktion 1 von Pos. 19)
(19.2 Fraktion 2 von Pos. 19)
- 20
- Bunker
- 21
- Pelletisierungsanlage
- 22
- Trennkammer
- 23
- Sortieranlage
- 24
- Tertiärluft
- 25
- geschmolzene Asche
- 26
- Nachbrennraum
- 27
- Einrichtung zum Austrag von Pos. 25 aus Pos. 26
1. Verfahren zur thermischen Behandlung von Flugstäuben (10) und gegebenenfalls Teilen
der Rostasche (19) aus Müllverbrennungsanlagen, bei denen der Müll auf einem Verbrennungsrost
(4) in einem Verbrennungsofen (1) verbrannt wird, wobei Rostasche (19) und Flugstäube
(10) enthaltendes Rauchgas (11) entstehen, die Rostasche (19) aus dem eine Primär-
(7) und eine Sekundärbrennkammer (8) aufweisenden Verbrennungsofen (1) abgezogen und
weiter aufbereitet wird und die sich in einem nachgeschalteten Kessel (2) und in einer
nachgeschalteten Staubfilteranlage (3) absetzenden Flugstäube (10) ausgetragen und
zumindestens ein Teil der Flugstäube (10) geschmolzen oder gesintert wird, dadurch gekennzeichnet, dass zumindestens ein Teil der Flugstäube (10) in den Hochtemperaturbereich des Verbrennungsofen
(1) dosiert zurückgeführt wird, wobei die Temperatur im besagten Hochtemperaturbereich
oberhalb der Schmelztemperatur bzw. Sintertemperatur der Flugstäube (10) liegt, und
dass der zumindestens eine Teil der Flugstäube (10) im Hochtemperaturbereich des Verbrennungsofens
(1) ausreichend lange verweilt, so dass er zumindestens zum Teil verglast oder gesintert
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die im Hochtemperaturbereich des Verbrennungsofens (1) verglasten oder gesinterten
Flugstäube (10) anschliessend der Rostasche (19) zugeschlagen werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die gesamten Menge der Flugstäube (10) in den Hochtemperaturbereich des Verbrennungsofens
(1) zurückgeführt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Flugstäube (10) in den Hochtemperaturbereich der Primärbrennkammer (7) zurückgeführt
werden.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Flugstäube (10) in den Hochtemperaturbereich der Sekundärbrennkammer (8) zurückgeführt
werden.
6. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass im Falle einer teilweisen Rückführung der Flugstäube (10) in den Hochtemperaturbereich
des Verbrennungsofens (2) die Flugstäube (10) nach dem Austrag aus dem Kessel (2)
bzw. der Staubfilteranlage (3) zunächst in eine schadstoffarme (10.1) und eine schadstoffreiche
Fraktion (10.2) getrennt werden und nur die schadstoffarme Fraktion (10.1) der Flugstäube
(10) in den Hochtemperaturbereich des Verbrennungsofens (1) zurückgeführt wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass dem Hochtemperaturbereich des Verbrennungsofens (1) zusätzlich Wärme über einen Stützbrenner
(17) zugeführt wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Flugstäube (10) nach dem Austrag aus dem Kessel (2) bzw. der Staubabscheideanlage
(3) mit einer Fraktion 19.1 der aufbereiteten Rostasche (19), vorzugsweise < 2 mm,
gemischt und diese Mischung anschliessend in den Hochtemperaturbereich des Verbrennungsofens
(1) zurückgeführt wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Flugstäube (10) nach dem Austrag aus dem Kessel (2) bzw. der Staubabscheideanlage
(3) mittels einer Ascheförderanlage (14) transportiert werden, wahlweise zwischengelagert,
pelletisiert und/oder befeuchtet werden und anschliessend über geeignete Mittel (18)
dosiert in den Hochtemperaturbereich des Verbrennungsofens (1) eingebracht werden.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass vor der Einbringung der Flugstäube (10) bzw. des Gemisches aus Flugstäuben (10) und
Feinanteil der Rostasche (19) in den Hochtemperaturbereich des Verbrennungsofens (1)
Additive (16), vorzugsweise Wasser und/oder schmelzpunktemiedrigende Substanzen, zugemischt
werden.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die in den Hochtemperaturbereich des Verbrennungsofens (1) zurückgeführte Asche mittels
Sekundär- und/oder Tertiärlufteindüsung in die Primärbrennkammer (7) oder den Nachbrennraum
(26) eingebracht wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass eine Vortex-Strömung der Rauchgase (11) im Nachbrennraum (26) erzeugt wird.
13. Vorrichtung zur thermischen Behandlung von Flugstäuben (10) und gegebenenfalls Teilen
der Rostasche (19) aus Müllverbrennungsanlagen, im wesentlichen bestehend aus einem
eine Primär- (7) und eine Sekundärbrennkammer (8) aufweisenden Verbrennungsofen (1)
mit einem Verbrennungsrost (4) und einer Austragsvorrichtung für Schlacke und Rostasche
(19), einem dem Verbrennungsofen (1) nachgeschalteten Kessel (2) mit Strahlungs- (12)
und Berührungszügen (13), und einer dem Kessel (2) nachgeschalteten Staubabscheideanlage
(3), wobei am Kessel (2) und an der Staubabscheideanlage (3) Austragsvorrichtungen
für die Flugstäube (10) angeordnet sind und besagte Austragsvorrichtungen einer Ascheförderanlage
(14) zugeordnet sind,
dadurch gekennzeichnet, dass
a) sich die Ascheförderanlage (14) bis nahe an den Hochtemperaturbereich des Verbrennungsofens
erstreckt,
b) der Ascheförderanlage (14) dort eine Dosiereinrichtung (15) zur Einbringung zumindestens
eines Teils der rückgeführten Flugstäube (10) in den Hochtemperaturbereich des Verbrennungsofens
(1) nachgeschaltet ist, und
c) im Hochtemperaturbereich des Verbrennungsofens (1) Mittel (18) zur Gewährleistung
einer ausreichenden Verweilzeit der Asche angeordnet sind.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass als Ascheförderanlage (14) ein Trogkettenförderer, ein pneumatischer Förderer oder
eine Förderschnecke eingesetzt werden.
15. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass als Dosiereinrichtung (15) eine Stopfschnecke oder eine Kolbenpumpe eingesetzt werden.
16. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass als Mittel (18) zur Gewährleistung einer ausreichenden Verweilzeit der Asche im Hochtemperaturbereich
des Verbrennungsofens (1) Rinnen, Tiegel, Schikanen und/oder Platten eingesetzt werden.
1. Method for the thermal treatment of fly dust (10) and, if appropriate, parts of the
grate ash (19) from rubbish incineration plants, in which the rubbish is burnt on
an incineration grate (4) in an incineration furnace (1), flue gas (11) which contains
grate ash (19) and fly dust (10) being obtained, the grate ash (19) is drawn off from
the incineration furnace (1) having a primary (7) and a secondary (8) combustion chamber
and is conditioned further, and the fly dust (10) settling in a following boiler (2)
and in a following dust filter system (3) is discharged and at least part of the fly
dust (10) is melted or sintered, characterized in that at least part of the fly dust (10) is returned into the high temperature region of
the incineration furnace (1) by metering, the temperature in said high temperature
region being above the melting temperature or sintering temperature of the fly dust
(10), and in that at least a part of the fly dust (10) dwells for a sufficiently long time in the high
temperature region of the incineration furnace (1), so that it is at least partially
vitrified or sintered.
2. Method according to Claim 1, characterized in that the fly dust (10) vitrified or sintered in the high temperature region of the incineration
furnace (1) is subsequently added to the grate ash (19).
3. Method according to Claim 1 or Claim 2, characterized in that the total quantity of fly dust (10) is returned into the high temperature region
of the incineration furnace (1).
4. Method according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the fly dust (10) is returned into the high temperature region of the primary combustion
chamber (7).
5. Method according to one of Claims 1 to 3, characterized in that. the fly dust (10) is returned into the high temperature region of the secondary
combustion chamber (8).
6. Method according to Claim 1 or 2, characterized in that, in the case of partial return of the fly dust (10) into the high temperature region
of the incineration furnace (2), the fly dust (10), after being discharged from the
boiler (2) or the dust filter system (3), is first separated into a low-pollutant
fraction (10.1) and a high-pollutant fraction (10.2) and only the low-pollutant fraction
(10.1) of the fly dust (10) is returned into the high temperature region of the incineration
furnace (1).
7. Method according to one of Claims 1 to 6, characterized in that heat is additionally supplied to the high temperature region of the incineration
furnace (1) via a supporting burner (17).
8. Method according to one of Claims 1 to 7, characterized in that the fly dust (10), after being discharged from the boiler (2) or the dust separation
system (3), is mixed with a fraction 19.1 of the conditioned grate ash (19), preferably
< 2 mm, and this mixture is subsequently returned into the high temperature region
of the incineration furnace (1).
9. Method according to one of Claims 1 to 8, characterized in that the fly dust (10), after being discharged from the boiler (2) or the dust separation
system (3), is transported by means of an ash conveying system (14), optionally being
intermediately stored, pelletized and/or moistened, and is subsequently introduced,
metered, into the high temperature region of the incineration furnace (1) via suitable
means (18).
10. Method according to one of Claims 1 to 9, characterized in that additives. (16), preferably water and/or substances lowering the melting point, are
admixed before the fly dust (10) or the mixture of fly dust (10) and the fine fraction
of grate ash (19) is introduced into the high temperature region of the incineration
furnace (1).
11. Method according to one of Claims 1 to 10, characterized in that the ash returned into the high temperature region of the incineration furnace (1)
is introduced into the primary combustion chamber (7) or the postcombustion space
(26) by means of the injection of secondary air and/or tertiary air.
12. Method according to one of Claims 1 to 11, characterized in that a vortex flow of the flue gases (11) is generated in the postcombustion space (26).
13. Apparatus for the thermal treatment of fly dust (10) and, if appropriate, parts of
the grate ash (19) from rubbish incineration plants, essentially consisting of an
incineration furnace (1) possessing a primary (7) and a secondary (8) combustion chamber
and having an incineration grate (4) and a discharge device for slag and grate ash
(19), a boiler (2) following the incineration furnace (1) and having radiation (12)
and contact (13) flues, and a dust separation system (3) following the boiler (2),
discharge devices for the fly dust (10) being arranged on the boiler (2) and on the
dust separation system (3), and said discharge devices being assigned to an ash conveying
system (14),
characterized in that
a) the ash conveying system (14) extends near to the high temperature region of the
incineration furnace,
b) the ash conveying system (14) is followed there by a metering means (15) for introducing
at least part of the returned fly dust (10) into the high temperature region of the
incineration furnace (1), and
c) means (18) for ensuring a sufficient dwell time of the ash are arranged in the
high temperature region of the incineration furnace (1).
14. Apparatus according to Claim 13, characterized in that a troughed chain conveyor, a pneumatic conveyor or a conveying worm is used as an
ash conveying system (14).
15. Apparatus according to Claim 13, characterized in that a packing worm or a piston pump is used as a metering means (15).
16. Apparatus according to Claim 13, characterized in that gutters, crucibles, baffles and/or plates are used as means (18) for ensuring a sufficient
dwell time of the ash in the high temperature region of the incineration furnace (1).
1. Procédé de traitement thermique de poussières volantes (10) et éventuellement de parties
des cendres de grille (19) d'installations d'incinération d'ordures, dans lesquelles
les ordures sont brûlées sur une grille d'incinération (4) dans un four d'incinération
(1), des cendres de grille (19) et des gaz de fumée (11) contenant des poussières
volantes (10) étant formés, les cendres de grille (19) étant extraites du four d'incinération
(1) présentant une chambre de combustion primaire (7) et une chambre de combustion
secondaire (8) et encore préparées et les poussières volantes (10) se déposant dans
une chaudière (2) montée en aval et dans une installation de filtration de poussière
(3) montée en aval étant déchargées et au moins une partie des poussières volantes
(10) étant fondue ou frittée, caractérisé en ce qu'au moins une partie des poussières volantes (10) est recyclée de manière dosée dans
la zone de hautes températures du four d'incinération (1), la température dans ladite
zone de hautes températures étant supérieure à la température de fusion ou selon le
cas à la température de frittage des poussières volantes (10), et en ce que la au moins une partie des cendres volantes (10) séjourne dans la zone de hautes
températures du four d'incinération (1) suffisamment longtemps pour être au moins
en partie vitrifiée ou frittée.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que les poussières volantes (10) vitrifiées ou frittées dans la zone de hautes températures
du four d'incinération (1) sont ajoutées ensuite aux cendres de grille (19).
3. Procédé selon la revendication 1 ou la revendication 2, caractérisé en ce que la quantité totale des poussières volantes (10) est recyclée dans la zone de hautes
températures du four d'incinération (1).
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les poussières volantes (10) sont recyclées dans la zone de hautes températures de
la chambre de combustion primaire (7).
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les poussières volantes (10) sont recyclées dans la zone de hautes températures de
la chambre de combustion secondaire (8).
6. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que, dans le cas d'un recyclage partiel des poussières volantes (10) dans la zone de
hautes températures du four d'incinération (2), les poussières volantes (10), après
décharge de la chaudière (2) ou selon le cas de l'installation de filtration de poussière
(3), sont tout d'abord séparées en une fraction pauvre en substances nocives (10.1)
et en une fraction riche en substances nocives (10.2) et seule la fraction pauvre
en substances nocives (10.1) des cendres volantes (10) est recyclée dans la zone de
hautes températures du four d'incinération (1).
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que de la chaleur supplémentaire est délivrée, via un brûleur d'appoint (17), dans la
zone de hautes températures du four d'incinération (1).
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que les poussières volantes (10), après leur décharge de la chaudière (2) ou de l'installation
de séparation de poussières (3), sont mélangées à une fraction 19.1 des cendres de
grille préparées (19), de préférence d'une granulométrie inférieure à 2 mm, et ce
mélange est ensuite recyclé dans la zone de hautes températures du four d'incinération
(1).
9. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que les poussières volantes (10), après leur décharge de la chaudière (2) ou de l'installation
de séparation de poussières (3), sont transportées au moyen d'une installation de
transport de cendres (14), au choix stockées de manière intermédiaire, pelletisées
et/ou humidifiées et, ensuite via des moyens appropriés (18), introduites de manière
dosée dans la zone de hautes températures du four d'incinération (1).
10. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que, avant introduction des poussières volantes (10) ou du mélange de poussières volantes
(10) et de la fraction fine des cendres de grille (19) dans la zone de hautes températures
du four d'incinération (1), des additifs (16), de préférence de l'eau et/ou des substances
abaissant le point de fusion, sont ajoutés.
11. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que les cendres recyclées dans la zone de hautes températures du four d'incinération
(1) sont introduites dans la chambre de combustion primaire (7) ou dans l'espace de
post-combustion (26) au moyen d'une injection d'air secondaire et/ou d'air tertiaire.
12. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que l'on produit un écoulement en tourbillon des gaz de fumée (11) dans l'espace de post-combustion
(26).
13. Dispositif de traitement thermique de poussières volantes (10) et le cas échéant de
parties des cendres de grille (19) provenant d'installations d'incinération d'ordures,
essentiellement constitué d'un four d'incinération (1) présentant une chambre de combustion
primaire (7) et une chambre de combustion secondaire (8) avec une grille d'incinération
(4) et d'un dispositif de décharge pour les scories et les cendres de grille (19),
d'une chaudière (2) disposée en aval du four d'incinération (1) avec des carneaux
de rayonnement (12) et de convection (13), et d'une installation de séparation de
poussières (3) montée en aval de la chaudière (2), des dispositifs de décharge pour
les poussières volantes (10) étant agencés sur la chaudière (2) et sur l'installation
de séparation de poussières (3) et lesdits dispositifs de décharge étant affectés
à une installation de transport de cendres (14),
caractérisé en ce que :
a) l'installation de transport de cendres (14) s'étend jusqu'à proximité de la zone
de hautes températures du four d'incinération,
b) en aval de l'installation de transport de cendres (14) est monté un dispositif
de dosage (15) pour introduire au moins une partie des cendres volantes recyclées
(10) dans la zone de hautes températures du four d'incinération (1), et
c) des moyens (18) sont agencés pour garantir un temps de séjour suffisant des cendres
dans la zone de hautes températures du four d'incinération (1).
14. Dispositif selon la revendication 13, caractérisé en ce qu'on utilise comme installation de transport de cendres (14) un convoyeur de transport
à chaînes porte-godets, un transporteur pneumatique ou un transporteur à vis sans
fin.
15. Dispositif selon la revendication 13, caractérisé en ce qu'on utilise comme dispositif de dosage (15) une vis sans fin à bourrage ou une pompe
à piston.
16. Dispositif selon la revendication 13, caractérisé en ce qu'on utilise comme moyens (18) pour garantir un temps de séjour suffisant des cendres
dans la zone de hautes températures du four d'incinération (1) des goulottes, des
creusets, des chicanes et/ou des plaques.