[0001] Die Erfindung betrifft eine Putzvorrichtung, bestehend aus einem Putzgerät, das einen
mit einem Stiel fest verbundenen Mopkopf mit einem Putzmop aus saugfähigem Mopmaterial
aufweist, und einem an einem Eimer aufgesetzten Auspreßsieb, wobei eine Randleiste
des Mopkopfes beim Auspressen des Putzmops unter eine Halteschiene am Rand des Auspreßsiebs
greift, um ein Schwenklager für die Auspreßbewegung des Mopkopfes zu bilden.
[0002] Das Auspressen des Putzmops dient dazu, das nach dem Eintauchen des Putzmops in den
Eimer aufgesaugte überschüssige Putzwasser auszupressen. Hierzu wird der Mopkopf mit
seiner Randleiste unter die Halteschiene am Rand des Auspreßsiebs eingehakt und der
Mopkopf wird durch eine Schwenkbewegung des Stiels so geschwenkt, daß der Putzmop
zwischen der Unterseite des Mopkopfes und der Siebfläche zusammengedrückt wird. Bei
einer bekannten Putzvorrichtung dieser Gattung (US-PS 3 341 876) sind - ebenso wie
bei anderen bekannten Putzvorrichtungen - die Unterseite des Mopkopfes und die Siebfläche
eben ausgeführt. Dies führt dazu, daß bei der Schwenkbewegung des Mopkopfes keine
gleichmäßige Auspressung des Putzmops in allen Bereichen erfolgt. Außerdem ist eine
verhältnismäßig große Auslenkung des Stiels erforderlich, um die gewünschte Verschwenkung
des Mopkopfes zu erreichen.
[0003] Die feste Verbindung des Stiels mit einem mit ebener Unterfläche versehenen Mopkopf
hat zur Folge, daß für die Wischbewegung eine bestimmte Winkelstellung des Stiels
zu der zu wischenden Fläche vorgegeben ist. Dadurch wird die Handhabung des Putzgeräts
erschwert, weil der Benutzer seine Körperhaltung an diese vorgegebene Stielstellung
anpassen muß.
[0004] Um eine Parallelbewegung der ebenen Unterfläche des Mopkopfes relativ zu der ebenen
Siebfläche zu erreichen, ist es bekannt (GB 330 543), den Mopkopf gelenkig am Stiel
zu lagern und die unter die Halteschiene greifende Randleiste an einer Verlängerung
des Stiels vorzusehen. Die gelenkige Verbindung zwischen dem Stiel und dem Mopkopf
erschwert aber die Führung und das Andrücken des Putzmops beim Wischvorgang.
[0005] Bei einer anderen bekannten Putzvorrichtung (EP 0 122 675) ist der mit einer ebenen
Unterseite versehene Mopkopf über ein Kardangelenk mit dem Stiel verbunden, so daß
bei beliebiger Stielrichtung eine flächige, parallele Anordnung des Mopkopfes zu der
zu wischenden Fläche gewährleistet ist. Ein gezieltes Andrücken des Putzmops gegen
die zu wischende Fläche an einer Ecke oder Kante des Mopkopfes ist hierbei nicht möglich.
Das Auspreßsieb weist eine konvex gewölbte Siebfläche auf, an der der Mopkopf mittels
einer verhältnismäßig aufwendigen Führungseinrichtung abgewälzt werden kann, um das
Auspressen des Putzmops zu verbessern.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, bei einfachem konstruktivem Aufbau des Putzgeräts und
des Auspreßsiebs einerseits eine bequeme und wirksame Handhabung des Putzmops beim
Wischvorgang und andererseits eine wirksame Auspressung zu erreichen.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die den Putzmop tragende Unterseite
des Mopkopfes konvex gewölbt ist und daß die Siebfläche des Auspreßsiebes eine hieran
angepaßte konkave Wölbung aufweist.
[0008] Die konvexe Wölbung der den Putzmop tragenden Unterseite des Mopkopfes erleichtert
und verbessert die Handhabung des Putzgeräts beim Wischvorgang. Besonders vorteilhaft
ist, daß der Putzmop an die zu wischende Fläche in einem streifenförmigen Teilbereich
fest angedrückt wird, während infolge der Wölbung vor bzw. hinter diesem Anpreßbereich
ein größerer Abstand zwischen der Unterseite des Mopkopfes und der zu wischenden Fläche
besteht, so daß der Putzmop dort mit geringerer Anpreßkraft über die zu wischende
Fläche geführt wird. Dadurch ergibt sich eine hohe Schmutzaufnahmekapazität. Die erforderliche
Anpreßkraft ist jedoch verhältnismäßig gering. Diese Anpreßverhältnisse bleiben bei
unterschiedlichen Anstellwinkeln des Stiels im wesentlichen unverändert, so daß eine
bequeme Handhabung des Putzgeräts ermöglicht wird. Dies unterstützt die bei derartigen
Putzgeräten allgemein angestrebte Wirkung, bei geringem Reibungswiderstand eine hohe
Schmutzaufnahme zu erreichen.
[0009] Beim Auspreßvorgang schreitet die Auspreßwirkung bei der Schwenkbewegung des Mopkopfes
über die Breite des Mopkopfes fort. Dadurch ergibt sich eine gute Auspreßwirkung bei
verhältnismäßig geringer aufzuwendender Kraft.
[0010] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, daß die geraden
Mantellinien der Unterseite des Mopkopfes und der Siebfläche parallel zueinander und
zu der Lagerachse des durch die Halteschiene gebildeten Schwenklagers verlaufen. Damit
wird eine gleichmäßig Auspressung des gesamten Putzmops im Zuge der Schwenkbewegung
erreicht.
[0011] Vorzugsweise werden die Krümmungsradien der Unterseite des Mopkopfes und der Siebfläche
mit zunehmender Entfernung vom Schwenklager größer. Damit wird die fortschreitende
Auspreßwirkung bei der Schwenkung des Mopkopfes unterstützt, ohne daß hierbei eine
Erhöhung der aufzubringenden Kraft auftritt. Zugleich ist ein solcher Mopkopf, dessen
Krümmungsradius an seinem dem Griff abgekehrten Ende kleiner ist als am griffseitigen
Ende, für den Wischvorgang besonders gut handhabbar.
[0012] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen des Erfindungsgedankens sind Gegenstand weiterer
Unteransprüche.
[0013] Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung näher beschrieben, die in der
Zeichnung dargestellt sind. Es zeigt:
Fig. 1 ein Putzgerät zu Beginn des Auspreßvorgangs in einem Auspreßsieb, das in einem
Eimer aufgenommen ist, wobei das Putzgerät in einer Seitenansicht und das Auspreßsieb
und der Eimer im Schnitt dargestellt sind,
Fig. 2 das Putzgerät und das Auspreßsieb gemäß Fig. 1 in einem fortgeschrittenen Auspreßvorgang,
Fig. 3 das Putzgerät und das Auspreßsieb am Ende des Auspreßvorgangs,
Fig. 4 eine Draufsicht in Richtung des Pfeiles IV in Fig. 1, wobei das Putzgerät weggelassen
ist und
Fig. 5 in einer Darstellung ähnlich der Fig. 3 eine abgewandelte Ausführungsform des
Putzgeräts und des Auspreßsiebs, wobei der Putzmop und der Eimer weggelassen sind.
[0014] Die in den Fig. 1-4 dargestellte Putzvorrichtung besteht aus einem Putzgerät 1 und
einem Auspreßsieb 2, das am oberen Rand eines Eimers 3 aufgesetzt ist. Das Putzgerät
1 weist einen Mopkopf 4 auf, der mit einem Stiel 5 fest verbunden ist. An einer Unterseite
6 des Mopkopfes 4 ist ein Putzmop 7 angebracht, der aus saugfähigem Mopmaterial besteht,
beispielsweise Textilmaterial aus Fäden, Streifen oder Lappen. Stattdessen kann der
Putzmop 7 auch aus einem Schwamm oder einem anderen saugfähigen, verformbaren Körper
bestehen.
[0015] Die den Putzmop 7 tragende Unterseite 6 des Mopkopfes 4 ist konvex gewölbt und bildet
an ihrem dem Stiel 5 abgekehrten freien Ende eine sich quer zur Stielrichtung erstreckende
Randleiste 8.
[0016] Das auf den oberen Rand 9 des Eimers 3 aufgesetzte Auspreßsieb 2 weist eine konkav
gewölbte Siebfläche 10 auf. Der obere Rand des Auspreßsiebes 2 bildet an einem Ende
der Siebfläche 10 eine im Querschnitt nach unten gekrümmte Halteschiene 11, unter
die die Randleiste 8 des Mopkopfes 4 bei dem in den Fig. 1-3 dargestellten Auspreßvorgang
greift. Bei einer Schwenkbewegung des Stiels 5 in Richtung des Pfeiles 12 bildet die
Halteschiene 11 mit ihrer Unterseite ein Schwenklager 13, um das der Mopkopf 4 geschwenkt
wird. Wie man aus den Fig. 1-3 erkennt, die aufeinanderfolgende Stadien des Auspreßvorgangs
darstellen, wird der Putzmop 7 bei einer Schwenkung des Griffs 5 in Richtung des Pfeiles
12 zunehmend gegen die Siebfläche 10 gedrückt, deren konkave Wölbung der konvexen
Wölbung der Unterseite 6 des Mopkopfes 4 angepaßt ist. Die Unterfläche 6 und die Siebfläche
10 sind in der Weise komplimentär zueinander gestaltet, daß der Putzmop 7 am Ende
des Auspreßvorgangs (Fig. 3) in einem annähernd gleich breiten Preßspalt zwischen
diesen beiden Flächen aufgenommen ist.
[0017] Die Unterseite 6 des Mopkopfes 4 und die Siebfläche 10 werden durch Mantellinien
begrenzt, die gerade sind und parallel zueinander und zu der Lagerachse des Schwenklagers
13 verlaufen. Bei der Darstellung in den Fig. 1-3 verlaufen diese Mantellinien senkrecht
zur Zeichenebene.
[0018] Die Wölbungen der Unterseite 6 des Mopkopfes 4 und der Siebfläche 10 sind so gewählt,
daß deren Krümmungsradien in der Nachbarschaft des Schwenklagers 13 am kleinsten sind
und mit zunehmender Entfernung von diesem Schwenklager 13 größer werden.
[0019] Wie man insbesondere aus Fig. 4 erkennt, besteht die Siebfläche 10 aus Siebstäben
14 oder Rippen, die parallel zueinander und quer zu den genannten Mantellinien und
damit auch quer zu dem Schwenklager 13 verlaufen. Diese Siebstäbe 14 oder Rippen können
glatt ausgeführt sein, wie in den Fig. 1-4 dargestellt ist. Stattdessen ist es aber
auch möglich, die Unterseite 6 des Mopkopfes 4 und/oder die Siebfläche 10 mit quer
verlaufenden Rippen 15, 16 oder Noppen zu versehen, um die Auspreßwirkung auf den
dazwischen aufgenommenen Putzmop zu verstärken.
1. Putzvorrichtung, bestehend aus einem Putzgerät, das einen mit einem Stiel (5) fest
verbundenen Mopkopf (4) mit einem Putzmop (7) aus saugfähigem Mopmaterial aufweist,
und einem an einem Eimer (3) aufgesetzten Auspreßsieb (2), wobei eine Randleiste (8)
des Mopkopfes (4) beim Auspressen des Putzmops (7) unter eine Halteschiene (11) am
Rand des Auspreßsiebs (2) greift, um ein Schwenklager für die Auspreßbewegung des
Mopkopfes (4) zu bilden, dadurch gekennzeichnet, daß die den Putzmop (7) tragende
Unterseite (6) des Mopkopfes (4) konvex gewölbt ist und daß die Siebfläche (10) des
Auspreßsiebes (2) eine hieran angepaßte konkave Wölbung aufweist.
2. Putzvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die geraden Mantellinien
der Unterseite (6) des Mopkopfes (4) und der Siebfläche (10) parallel zueinander und
zu der Lagerachse des durch die Halteschiene (11) gebildeten Schwenklagers (13) verlaufen.
3. Putzvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Krümmungsradien der
Unterseite (6) des Mopkopfes (4) und der Siebfläche (10) mit zunehmender Entfernung
vom Schwenklager (13) größer werden.
4. Putzvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Siebfläche (10) aus
quer zu den Mantellinien und zu dem Schwenklager (13) verlaufenden, zueinander parallelen
Siebstäben (14) oder Rippen besteht.
5. Putzvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterseite (6) des
Mopkopfes (4) und/oder die Siebfläche (10) Rippen (15 bzw. 16) oder Noppen aufweist.