[0001] Die Erfindung betrifft in erster Linie ein Verfahren zum Simulieren eines Autorennens
mit elektromotorisch angetriebenen Spielfahrzeugen, deren Fahrgeschwindigkeiten auf
einer Rennbahn von jedem Spielpartner individuell gesteuert werden (Oberbegriff des
Patentanspruchs 1). Weiterhin betrifft die Erfindung eine Schaltungsanordnung zur
Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch 1.
[0002] Es ist schon mehrfach versucht worden, seit längerem bekannte Autorennspiele Zu modernisieren
und interessanter zu gestalten. Die Überlegungen gehen dabei auch in die Richtung
bisher mechanische Komponenten von Spielen durch elektrische Komponenten ersetzt.
Beispielsweise ist aus der den Gattungsbegriff des Patentanspruchs 1 belegenden DE-C1
43 19 757 für ein auf einer Rennbahn laufendes Spielfahrzeug eine sogenannte

Rennspielzeuganordnung

(elektrischer Rundenzähler) mit einem Photokoppler zur Messung der Rundenzeit und
dgl. bekannt. Im einzelnen sind ein Lichtempfänger (zum Empfangen des reflektierten
Lichts von einem Lichtemitter, wenn das Spielfahrzeug mit der daran angebrachten

Rennspielzeuganordnung

eine in einer "Renn"-Bahn geformte reflektierende Fläche passiert) und eine Zähl(er)vorrichtung
vorgesehen (welche zumindest die Zeit durch Empfangen des Ausgangssignals vom Photokoppler
mißt).
[0003] Bei einer Variante des elektrischen Runderzählers können die Daten der Zeitmessung
in einer Speichervorrichtung einer Fernbedienungs- oder -anzeigeeinheit mittels einer
Sender-/Empfängereinheit abgespeichert und die Daten nach Bedarf betrachtet bzw. ausgelesen
werden. Da hierbei nicht das Spielfahrzeug als solches betrachtet zu werden braucht,
kann als Anzeigevorrichtung eine große Anordnung benutzt werden, so daß die Daten
leicht auslesbar sind.
[0004] Weiterhin können gewünschte Daten, wie Zeit der schnellsten Runde, mittlere Rundenzeit
usw., durch Berechnung mittels einer Rechenvorrichtung anhand der in der Speichervorrichtung
abgespeicherten Daten ermittelt werden. Diese Daten können durch Anschließen eines
Druckers auf Papier festgehalten, d.h. ausgedruckt werden.
[0005] Um bei schienengeführten Spielfahrzeugen den durch die spielende Person beeinflußbaren
Spielablauf wirklichkeitsnaher zu gestalten, ist es aus der DE-A1 41 38 810 bekannt,
unterschiedliche Geräusche, abhängig von einer manuell einstellbaren Motorbetriebsspannung,
zu erzeugen. Hierzu wird zunächst ein erster Speicherinhalt mit einem ersten digital
gespeicherten Geräuschmuster bei Betätigung einer Spiel-Starttaste abgerufen. Dieses
erste Geräuschmuster bleibt dann solange aufrechterhalten, bis ein zweiter Speicherinhalt
bei erstmaliger Betätigung eines Motorbetriebsspannungs-Handreglers aufgerufen wird,
wobei ein erster Spannungsschwellwert überschritten wird. Schließlich wird ein dritter
Speicherinhalt angewählt und abgerufen, sobald ein weiterer Spannungsschwellwert unterschritten
wird. Nach Ablauf des dritten Speicherinhaltes, d.h. nachdem das im dritten Speicher
gespeicherte Geräuschmuster vollständig abgetastet ist, wird entweder automatisch
auf das Geräuschmuster des ersten Speichers zurückgeschaltet oder - wenn der erste
Spannungsschwellwert überschritten ist - wird der zweite Speicher angewählt und abgefragt.
[0006] Welcher Art die abgefragten Geräuschmuster sind, hängt letztlich von der Art der
Spielfahrzeuge ab. Beispielsweise ist es möglich, im ersten Speicher die typischen
Anlaß- und Leerlaufgeräusche eines Rennwagens zu speichern, im zweiten Speicher die
typischen Geräusch eines Rennwagenmotors beim Beschleunigen und Fahren mit Maximalgeschwindigkeit
und im dritten Speicher Bremsgeräusche abzulegen. Die entsprechenden Geräuschkulissen
werden dabei abhängig von der Betätigung des Handreglers (Motorbetriebsspannung) erzeugt.
[0007] Da bei Wettrennen die Betätigung des Handreglers in der Regel stoßweise und diskontinuierlich
vorgenommen wird, ist eine elektronische Steuerschaltung vorgesehen, durch die der
Abruf der Speicherinhalte (vor allem des zweiten Speichers) über einen Mindestabfragezeitraum
aufrechterhalten bleibt. Dadurch wird das Klangbild gegenüber der diskontinuierlichen
Betätigung des Handreglers beruhigt und noch wirklichkeitsnaher gestaltet.
[0008] Im einzelnen weist die Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens einen Geräuschgenerator
auf, der mehrere Speicher mit darin abgelegten unterschiedlichen Geräuschmustern enthält.
Ferner sind eine Auswahleinrichtung (zur gezielten Anwahl der Speicher abhängig von
vorgebbaren Betriebszuständen des Fahrzeugs) und eine Startbetätigungseinrichtung
(zur Anwahl des ersten Speichers) vorgesehen. Die Auswahleinrichtung ist nun so mit
einem Handregler (mit dem in an sich bekannter Weise die Fahrzeugbetriebsspannung
bzw. die Fahrzeuggeschwindigkeit geregelt werden kann) unmittelbar oder mittelbar
verbunden, daß die unterschiedlichen Speicher abhängig von den Handreglerausgangssignalen
angesteuert und abgefragt werden. Schließlich weist der Geräuschgenerator einen Verstärker
und eine Lautsprecherkombination auf, um die abgefragten Geräuschmuster zu Gehör bringen
zu können.
[0009] Bei einer weiteren Variante des Verfahrens zur Aktionssimulation wird während des
Ablaufs des ersten Speicherinhaltes ein Zeitglied gestartet, das über eine Umschaltvorrichtung
zwei Lampen ansteuert. Dadurch wird die akustische Startphase des Spielvorganges optisch
unterstützt und das Rennen kann bei Lampenumschaltung (von beispielsweise Rot auf
Grün) gestartet werden. Die Ablaufzeit des Zeitgliedes kann dabei einstellbar gemacht
werden, besonders interessant ist es aber, wenn ein Zufallsgenerator vorhanden ist,
da dann in der letzten Phase vor dem Start hohe Aufmerksamkeit und Reaktionsschnelligkeit
der Spielpartner gefordert ist. Falsche Reaktionen, die einen Frühstart nach sich
ziehen, werden bestraft indem die Motorbetriebsspannung desjenigen Fahrzeuges zeitlich
begrenzt unterbrochen oder zeitlich begrenzt gegenüber dem eingestellten Sollwert
reduziert wird, dessen Bedienungsperson falsch reagiert hat; hierzu ist eine Verzögerungsschaltung
vorgesehen, die bei Betätigung einer Motorbetriebspannungsvorrichtung vor Ende der
Ablaufzeit des Zeitglieds wirksam wird.
[0010] Das vorgenannte Verfahren und die entsprechend ausgestaltete Vorrichtung sind also
in besonderer Weise zur Verhinderung eines Frühstart ausgestaltet. Es ist keine Anregung
entnehmbar, den eigentlichen Rennverlauf in irgendeiner Weise zu beeinflussen, dies
obwohl der Kostenaufwand für die Startphase und für die Geräuschkulisse sehr hoch
ist.
[0011] Der Erfindung liegt gegenüber dem in der DE-C1 43 19 757 beschriebenen Verfahren
und Vorrichtung die Aufgabe zugrunde, ein solches Verfahren und eine Schaltungsanordnung
derart auszugestalten, daß im Spiel ein in der Wirklichkeit vorkommender Vorgang nachgeahmt
werden kann, so daß das Spiel interessanter gestaltet werden kann, einschließlich
der Simulation des Spielpartners.
[0012] Diese Aufgabe wird, ausgehend von einem Verfahren mit den Merkmalen im Oberbegriff
des Patentanspruchs 1, dadurch gelöst, daß alle Fahrzeuge nach Ablauf einer vorgebbaren
Nachlaufzeit blockiert werden, wenn ein zum Verlassen der Rennbahn führender Fahrfehler
bei einem der Fahrzeuge aufgetreten ist.
[0013] Das erfindungsgemäße Verfahren nach Patentanspruch 1 weist den Vorteil auf, daß zum
ersten Mal überhaupt ein gerechtes Austragen von Wettrennen und ein ordnungsgemäßer
Spielbetrieb ermöglicht wird. Weiterhin ist von Vorteil, daß das erfindungsgemäße
Verfahren dem aus der DE-A1 41 38 810 bekannten Verfahren nicht entgegensteht, sondern
dieses auf überraschend einfache Art und Weise verbessert. Zudem ist von Vorteil,
daß das erfindungsgemäße Verfahren sowohl bei bahnengeführten Fahrzeugen als auch
bei funkgesteuerten Fahrzeugen eingesetzt werden kann, wobei der tatsächliche Rennbetrieb
wirklichkeitsgetreuer nachempfunden, jeder Spielpartner sich voll auf sein Fahrzeug
konzentrieren kann und - insgesamt gesehen - das Spiel interessanter gestaltet wird.
Da nach dem Ablauf des Zeitbonus automatisch das Fahrzeug stehen bleibt, kann der
jeweilige Spielpartner nun beobachten, ob das Fahrzeug wieder an der Stelle der Rennbahn
eingesetzt wird, an der es die Rennbahn verlassen hat.
[0014] Erfindungsgemäß wird die obige Aufgabe, bei einer Schaltungsanordnung gemäß Patentanspruch
6, weiterhin dadurch gelöst, daß eine Steuereinrichtung vorgesehen ist, welche mindestens
das simulierte Rennen steuert und welche einen Fahrfehler-Detektor aufweist. Die erfindungsgemäße
Schaltungsanordnung weist den Vorteil auf, daß aus der DE-A1 41 38 810 bekannte Mittel
mitbenutzt werden können, so daß der zusätzliche Kostenaufwand gering ist. Weiterhin
wird eine programmgestütze Simulation - einschließlich des Spielpartners - möglich.
[0015] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung gemäß Patentanspruch 2, wird zum
Blockieren der Fahrzeuge die Stromversorgung der Elektromotoren unterbrochen. Diese
Ausgestaltung weist den Vorteil auf, daß der nicht vom Fahrfehler betroffene Spielpartner
mit gleicher Konzentration eine bestimmte Zeit weiterfahren kann und daß er nicht
- wie bisher - erst durch seinem Spielpartner auf dessen Fahrfehler aufmerksam gemacht
werden muß.
[0016] In Weiterbildung der Erfindung nach Patentanspruch 3, kann vom Benutzer zwischen
dem Rennmodus und einem Trainingsmodus, bei dem keine Blockade wirksam ist, umgeschaltet
werden. Dadurch wird es den Spielpartnern ermöglicht, zuerst im Rahmen einer Trainingsfahrt
die Rennbahn zu erkunden, wobei Fahrfehler des anderen Spielpartners dabei nicht stören
bzw. eigene Fahrfehler lediglich zum Verlassen der Rennbahn führen.
[0017] Gemäß Patentanspruch 4 können in Weiterbildung der Erfindung im Rennmodus die Fahrzeuge
nur starten, wenn alle Spielpartner ihren Fahrtgeber für die Fahrgeschwindigkeit betätigen.
Durch dieses Verfahren wird auf überraschend einfache Art und Weise zuverlässig ein
Fehlstart vermieden. Weiterhin kann, wie beim Gegenstand der DE-A1 41 38 810, der
einen Frühstart verursachende Spielpartner zusätzlich mit einer Strafzeit beaufschlagt
werden.
[0018] Schließlich ist gemäß dem Verfahren nach Patentanspruch 5 vorgesehen, daß nach Durchlaufen
einer vorgebbaren Rundenanzahl alle Fahrzeuge blockiert werden.
[0019] Hierdurch wird zuverlässig sichergestellt, daß auch bei knappem Rennverlauf der Sieger
eindeutig festgestellt werden kann.
[0020] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung steht bei auf der Rennbahn geführten Fahrzeugen
gemäß Patentanspruch 7, die in einem Gehäuse angeordnete Steueranordnung sowohl mit
einem Anschlußbahnstück der Rennbahn als auch mit den Fahrtgebern in Verbindung. Ist
ein separates Anschlußteil vorgesehen, kann das Bahnensystem der Rennbahn selbst unverändert
bleiben und in vorteilhafter Weise kann der Anschluß der Zusatzeinrichtung mit der
herkömmlichen Rennbahn auch durch Kinder erfolgen. Die Stecker und Buchsen des Anschlußteils
werden dabei durch entsprechende Formgebung verpolungssicher ausgestaltet.
[0021] Gemäß Patentanspruch 8 ist vorgesehen, daß die Steuereinrichtung ein Verzögerungsglied
zur Vorgabe der Nachlaufzeit aufweist. Im Vergleich zum Gegenstand gemäß der DE-A1
41 38 810 kann das Verzögerungsglied für beide Funktionen, nämlich Vorgabe der Strafzeit
und Vorgabe der Nachlaufzeit, benutzt werden. Infolge der räumlichen Zuordnung kann
die Verdrahtung zwischen Steuereinrichtung und Verzögerungsglied bereits werksseitig
vorgenommen werden.
[0022] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung nach Patentanspruch 9, ist mit der Steuereinrichtung
sowohl ein elektrischer Zähler zum Zählen der Rundenanzahl als auch eine Anzeigeeinrichtung
zur optischen und/oder akustischen Anzeige eines Fahrfehlers, der Rundenanzahl oder
der Nachlaufzeit verbunden. Durch eine entsprechend große Anzeigeeinrichtung, z.B.
LCD-Anzeige kann der Rennverlauf optisch signalisiert werden, in Kombination hiermit
kann eine akustische Untermalung vorgenommen werden.
[0023] Gemäß der Ausgestaltung nach Patentanspruch 10, weist die Steuereinrichtung eine
Schwellwertschalter-Funktion auf, welche die Betätigung der handelsüblichen Fahrtgeber
berücksichtigt. Hierdurch wird der Tatsache Rechnung getragen, daß die Geschwindigkeit
am Fahrtgeber nicht kontinuierlich, sondern meist durch eine schnelle und stoßweise
Betätigung erfolgt und daß in der Regel schon eine geringfügige Betätigung des Fahrtgebers
(Potentiometer) eine Ausgangsspannung in Höhe von 1/3 der maximalen Ausgangsspannung
bewirkt.
[0024] Zweckmäßigerweise ist gemäß Patentanspruch 11 vorgesehen, däß die Steueranordnung
nur bei gleichzeitigem Betätigen aller Fahrtgeber die Stromversorgung für die Elektromotoren
herstellt. Diese Ausgestaltung weist den Vorteil auf, däß ein Fehlstart zuverlässig
unterbunden wird.
[0025] In Weiterbildung der Erfindung weist gemäß Patentanspruch 12, das Anschlußbahnstück
mindestens zwei Führungsnuten mit parallel dazu verlaufend angeordneten Stromleitern
auf und im Bereich der Stromleiter ist ein Sensor zum Erkennen eines vorbeifahrenden
Fahrzeugs angeordnet, wobei als Fahrfehler-Detektor ein mit den Stromleitern verbundener
Stromsensor vorgesehen ist. Eine solche Anordnung ist kostengünstig aufzubauen, wobei
auf handelsübliche Bauelemente zurückgegriffen werden kann.
[0026] Vorzugsweise ist gemäß Patentanspruch 13 als Sensor ein Reedkontakt vorgesehen, wobei
der Reedkontakt mit einem Entprellglied zum Erzeugen nur eines Impulses beim Vorbeifahren
eines Fahrzeugs verbunden ist. Hierdurch wird eine exakte Rundenzählung auf kostengünstige
Art realisiert.
[0027] Eine zuverlässige Freigabe der Blockierung ist gemäß Patentanspruch 14 dadurch erreichbar,
daß jeweils mit einem der Stromleiter jeder Fahrbahn ein Relais verbunden ist, an
dessen Steueranschluß die Steuereinrichtung angeschlossen ist.
[0028] Zum kostengünstigen Aufbau mit diskreten, handelsüblichen Bauelementen ist gemäß
Patentanspruch 15 vorgesehen, daß mit dem Steueranschluß des Relais ein Schaltanschluß
eines Schalttransistors verbunden ist und daß an der Basis des Transistors ein RC-Glied
angeschlossen ist, welches die Größe der Nachlaufzeit bestimmt.
[0029] Als Alternative hierzu wird gemäß Patentanspruch 16 ein Mikroprozessors als Steuereinrichtung
benutzt, wobei der Mikroprozessor die weiteren Funktionen Anzeigensteuerung, Vorgabe
der Nachlaufzeit, Fahrfehler-Detektor, Zähler und Stoppuhr übernimmt. Hierdurch kann
auch nachträglich eine Anpassung beim Schaltungskonzept erfolgen oder eine zusätzliche
Steuerfunktion implementiert werden. In weiterer Ausgestaltung der Erfindung sind
in einem Speicherbereich des Mikroprozessors Datenwörter für Hörtone oder Anzeigen
abgespeichert, welche bei einem Fahrfehler oder beim Erreichen eines bestimmten Zählerstands
ausgelesen werden. Hierdurch kann jede Aktionssimulation akustisch und/oder optisch
untermalt werden. Schließlich ist gemäß der Ausgestaltung nach Patentanspruch 16 vorgesehen,
den Mikroprozessor als Recheneinrichtung zur Auswertung der schnellsten Runde und
Rennzeit insgesamt sowie zur Berechnung der reinen Fahrtzeit zu benutzen. Insbesondere
die Berechnung der reinen Fahrtzeit, d.h. ohne die Totzeiten für das Einsetzen der
Fahrzeuge und bis zum gleichzeitigen Start, ermöglicht einen objektiven Vergleich
und die Ermittlung einer Rangfolge der schnellsten Fahrer überhaupt.
[0030] In der Praxis hat es sich als besonders vorteilhaft herausgestellt, daß gemäß Patentanspruch
17 die Nachlaufzeit im Zeitraum zwischen 0 und 10 sec einstellbar ist. Diese Nachlaufzeit
wird im wesentlichen von der Länge der Rennstrecke bzw. von der Geschicklichkeit der
Spielpartner abhängen.
[0031] Um eine Fehlbedienung beim Verbinden der einzelnen Teile miteinander zu vermeiden,
weist gemäß Patentanspruch 18 die Schaltungsanordnung einen Verpolungsschutz auf.
[0032] Die Weiterbildung der Erfindung gemäß Patentanspruch 19 ist gekennzeichnet durch
die Benutzung des Mikroprozessors als programmgestützten Simulationsbaustein, in dessen
damit in Verbindung stehenden Simulations-Speicherbereich aus dem Streckenprofil der
Rennstrecke abgeleitete Daten, mindestens die zur jeweiligen Position auf der Rennstrecke
zugehörige maximal zulässige Fahrgeschwindigkeit des elektromotorisch angetriebenen
Spielfahrzeugs, als Leistungsdaten eines simulierbaren Wettkampfgegners abgespeichert
sind.
[0033] Diese Weiterbildung der Erfindung ermöglicht das Simulieren eines Autorennens mit
elektromotorisch angetriebenen Spielfahrzeugen, deren Fahrgeschwindigkeiten auf einer
Rennbahn von einem Spielpartner und dessen simuliertem Wettkampfgegner individuell
gesteuert wird.
[0034] Vorzugsweise ist gemäß Patentanspruch 20 vorgesehen, dass - beim Umschalten in den
Trainingsmodus - der aktivierte Simulationsbaustein bei einem vom Benutzer durchgeführten
Trainingslauf, die Leistungsdaten aus der vom Stromsensor ermittelten Ist-Stromstärke
für die Elektromotoren ableitet. Der Benutzer fährt dazu die Rennbahn von Startbeginn
ab und die bei einer fehlerfreien Fahrt zugehörigen Fahrgeschwindigkeiten bzw. Soll-Stromstärken
werden automatisch abgespeichert bzw. überschrieben. Alternativ hierzu können diese
Daten aus dem vom Benutzer über die Tastatur eingegebenen Streckenprofil mit zugehörigen
Fahrt- und/oder Bewegungsdaten ermittelt werden. Diese in den Simulationsbaustein
einlesbaren Daten können beispielsweise als Zahlencode oder im Strichcode (Bestellnummer)
auf jeder Verpackung oder der Rückseite des jeweiligen Bahnstücks angegeben werden.
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, diesen Wettkampfgegner aus verschiedenen Kategorien
von simulierbaren Wettkampfgegnern zusammenzusetzen/auszuwählen (z.B. werksseitige
Programmierung von Anfänger bis Profi), entsprechend verschiedenen Speicherbereichen
des Simulations-Speicherbereichs, oder diese Daten aus einer gespeicherten konstanten
Grund-Fahrgeschwindigkeit (d.h. keine zum Verlassen der Rennbahn führende Fahrgeschwindigkeit)
und abschnittsweiser Absenkung oder Erhöhung durch Betätigen des Fahrtgebers und/oder
der Tastatur zu errechnen.
[0035] Weitere Vorteile und Einzelheiten lassen sich der nachfolgenden Beschreibung einer
bevorzugten Ausführungsform der Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnung entnehmen.
In der Zeichnung zeigt:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung,
- Fig. 2
- das Blockschaltbild einer ersten Ausgestaltung und
- Fig. 3
- das Blockschaltbild einer zweiten Ausgestaltung der Schaltungsanordnung,
- Fig. 4
- Einzelheiten im Bereich von Anschlußteil und Anschlußschiene und
- Fig. 5
- das Ablaufdiagramm zur Durchführung des Verfahrens gemäß der Erfindung.
[0036] Fig. 1 zeigt in perspektivischer Ansicht - für den Anwendungsfall bei schienengeführten
Fahrzeugen - eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit in einem Gehäuse
G integrierten Transformator sowie einer Steuereinrichtung ST und mit einem Anschlußteil
AT. Mit dem Anschlußteil AT können handelsübliche Fahrtgeber F verbunden werden, zudem
ist das Anschlußteil AT mit der Steuereinrichtung ST (siehe Fig. 3) und einem Anschlußbahnstück
AS der Rennbahn verbunden. Bei dieser Ausgestaltung kann das Bahnensystem der Rennbahn
selbst unverändert bleiben. Kinder, welche in der Lage sind die einzelnen Teile der
Rennbahn - wie Streckengerade oder Kurvenschienen - zusammenfügen, können auch den
Anschluß der Zusatzeinrichtung mit der herkömmlichen Rennbahn vornehmen, da die Stecker
und Buchsen des Anschlußteils AT durch entsprechende Formgebung verpolungssicher ausgestaltet
sind.
[0037] Im einzelnen sind weiterhin im Gehäuse G eine Anzeigeeinrichtung A zur optischen
und/oder akustischen Anzeige eines Fahrfehlers, der Rundenanzahl oder der Nachlaufzeit
und ein Schalter S zur Umschaltung zwischen Trainingsmodus und Rennmodus angeordnet.
Das Anschlußbahnstück AS weist in an sich bekannter Weise Führungsnuten für die Fahrzeuge
und parallel dazu verlaufend angeordnete Stromleiter P, M auf.
[0038] Eine erste Ausfühungsform der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung wird anhand der
Fig. 2 näher beschrieben und erläutert. Diese Schaltungsanordnung ist jeweils entsprechend
der Anzahl der Spielpartner mehrfach vorhanden, wobei im folgenden von zwei Spielpartnern
ausgegangen wird.
[0039] Um sicherzustellen, daß im Rennmodus die Fahrzeuge nur Starten können, wenn die beiden
Spielpartner ihren Fahrtgeber F (Anschluß F in Fig. 2) gleichzeitig betätigen, wird
vorzugsweise die Masse geschaltet (Anschlüsse M und SM in Fig. 2). Hierzu sind zwei
über Kreuz verschaltete Relais R1 vorgesehen, welche jeweils einen Schalter S1 bzw.
S2 betätigen und mit dem Anschluß P (z.B. +13V) der Versorgungsgleichspannung verbunden
sind. Mit dem Steueranschluß des Relais R1 ist ein Schaltanschluß eines Schalttransistors
T verbunden. Weiterhin ist an der Basis des Transistors T ein RC-Glied angeschlossen,
welches die Größe der Nachlaufzeit bestimmt. Die Entladezeit des Kondensators C ist
über das Potentiometer R einstellbar, wobei mittels der Diode D1 die Stromflußrichtung
für die Entladung des Kondensators C sichergestellt ist. Die zwischen Anode der Diode
D1 und Masseanschluß des Kondensators C angeordnete Diode D2 legt, trotz variablem
Gleichspannungspotential in Abhängigkeit von der Betätigung der Fahrtgeber F, den
Kondensator C auf konstantes Spannungspotential. Beispielsweise liegt die Zenerspannung
der Diode D2 bei 5,1V, die Durchlaßspannung der Diode D1 bei 0,7V, so daß sich bei
Betätigung des Fahrtgebers F eine Gleichspannung von 5,8V am Kondensator C ergibt.
Weiterhin ist eine Schwellwertschalter-Funktion vorgesehen - in der Zeichnung durch
den Bereich 0 - 5 V symbolisiert - wodurch sichergestellt wird, daß erst ab einer
Mindestbetätigung des Fahrtgebers F der Schalttransistor T durchgeschaltet und der
Kondensator C aufgeladen wird. Die Größe des Stroms wird durch den zwischen Fahrtgeber
F und Anode der Diode D1 bzw. Kathode der Diode D2 liegenden Widerstand R1 bestimmt.
Die Ankopplung des RC-Glieds erfolgt über den Widerstand R2 an die Basis des Transistors
T. Die Widerstände und der Kondensator können wie folgt dimensioniert werden: R= 10
kΩ, R1= 100 Ω/0,5 W, R2= 10 kΩ und C= 100µF.
[0040] Die Funktionsweise dieser Schaltungsanordnung ist wie folgt: wird zum Gasgeben der
Fahrtgeber F betätigt und übersteigt die Spannung die Schwelle von beispielsweise
+ 5 V, so wird der Kondensator C aufgeladen, der Transistor T durchgeschaltet und
das Relais R1 zieht an; dadurch wird die Masse für den Spielpartner geschaltet. Wenn
dieser ebenfalls zum Gasgeben seinen Fahrtgeber F betätigt und die Spannung die Schwelle
von + 5 V übersteigt, so wird ebenfalls der Kondensator C aufgeladen, der Transistor
T durchgeschaltet und das Relais R1 zieht an; dadurch ist für beide Spielpartner die
Masse durchgeschaltet und beide Fahrzeuge können hinsichtlich der Fahrgeschwindigkeit
auf der Rennbahn individuell gesteuert werden. Im Falle eines Fahrfehlers (und keine
Betätigung des Fahrtgebers F mehr) sinkt die Spannung unter die Schwelle von + 5 V
ab, der Kondensator C wird entladen, der Schalttransistor T wieder gesperrt und das
Relais R1 öffnet die Schaltmasse.
[0041] Fig. 3 zeigt eine zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung,
wobei als Steuereinrichtung ein Mikroprozessor benutzt wird, welcher die weiteren
Funktionen Anzeigensteuerung, Vorgabe der Nachlaufzeit, Fahrfehler-Detektor, Zähler
und Stoppuhr übernimmt und im Gehäuse G angeordnet ist. Im einzelnen wird an den Anschluß
1 des Mikroprozessors die Schaltmasse Bahn 1, an Anschluß 2 die Schaltmasse Bahn 2,
an Anschluß 3 Plusspannung vom Fahrtregler Bahn 1, an Anschluß 4 Plusspannung vom
Fahrtregler Bahn 2, an Anschluß 5 positive Versorgungsgleichspannnung, an Anschluß
6 der Sensor Bahn 2 und an Anschluß 9 der Sensor Bahn 1 angeschlossen. Weiterhin sind
für jede Bahn eine Anzeigeeinrichtung A sowie entsprechende Tasten T1 bis T4 zum Setzen
des Zählers, Zur Umschaltung der Anzeige z.B. Zeitanzeige wie Gesamtzeit, schnellste
Runde und Rundenanzeige, Zur Umschaltung zwischen Trainingsmodus und Rennmodus oder
zum Einstellen der Nachlaufzeit im Zeitraum zwischen 0 und 10 sec vorgesehen. Schließlich
weist die Schaltungsanordnung einen Verpolungsschutz V auf. Wie in der Zeichnung dargestellt,
werden die Zählimpulse dem Anschluß Z zugeführt und an einem Anschlußklemmenpaar steht
die Versorgungsgleichspannung (0 bzw. 13V) zur Verfügung. Bei Benutzung eines entsprechenden
Mikroprozessors können alle Funktionen, bis auf das Relais R1, durch den Mikroprozessor
selbst realisiert werden.
[0042] Fig. 4 zeigt Einzelheiten im Bereich von Anschlußteil AT und Anschlußbahnstück AS.
Im Bereich der Stromleiter P oder M jeder Fahrbahn des Anschlußbahnstückes AS ist
ein Sensor SE zum Erkennen eines vorbeifahrenden Fahrzeugs angeordnet. Als Sensor
SE ist vorzugsweise ein Reedkontakt vorgesehen, wobei jedes der Fahrzeuge einen Dauermagnet
enthält. Als Alternative kann auch ein Optokoppler benutzt werden.
[0043] Um sicherzustellen, däß nicht mehrere Zählimpulse beim Vorbeifahren des Fahrzeugs
zum Zähler bzw. Zähleranschluß Z weitergegeben werden, ist mit einem Anschluß des
Sensor SE ein Entprellglied E verbunden. Als Entprellglied E ist vorzugsweise ein
RC-Glied vorgesehen, dessen Widerstandswert 10 MOhm für den Widerstand RA und dessen
Kapazität 22 nF für den Kondensator CA beträgt. In Serie zum RC-Glied ist eine Diode
DA angeordnet, welche in Sperrichtung betrieben wird und die Stromrichtung entsprechend
einprägt. An die Anode der Diode DA liegt der Anschluß 9 des Mikroprozessors; die
weiteren in Fig. 4 dargestellten Anschlüsse 1 bis 6 bzw. 9 sind bereits anhand der
Fig.3 erläutert worden. Weiterhin zeigt die Fig. 4 die entsprechende Verbindung zwischen
den zwei Fahrtgebern F und dem Anschlußbahnstück AS. Bei der in der Fig. 4 dargestellten
Ausführungsform des Fährtgebers F, weist dieser einen Widerstand auf, welcher bei

Kurzschluß

der Bahn (Fahrtgeber F nicht betätigt) bzw. dann

Kurzschluß

des Antriebsmotors der Fahrzeuge (für unmittelbaren Stop) den Kurzschlußstrom begrenzt.
[0044] Fig. 5 zeigt das Ablaufdiagramm Zur Durchführung des Verfahrens gemäß der Erfindung
mittels einer Mikroprozessorsteuerung in vereinfachter Form. An der Grenzstelle B
des Programmablaufplans, d.h. zu Beginn des Wettrennens, werden beispielsweise die
Rundenzahl sowie die Bonuszeit (Nachlaufzeit) eingegeben. In der im Programmablauf
nachfolgenden Verzweigung D1 wird geprüft, ob der Fahrtgeber F für das Fahrzeug 1
betätigt wurde; bei
Ja wird in der nachfolgenden Verzweigung D2 ebenfalls geprüft, ob der Fahrtgeber F für
das Fahrzeug 2 betätigt wurde. Wurde weder für das Fahrzeug 1 noch für das Fahrzeug
2 der Fahrtgeber F betätigt, d.h.
Nein bei D1 bzw. D2, so wird der Programmablauf an die Eingangsstelle der Verzweigung
D1 zurückgeführt (Ablauflinie über die Zusammenführung J1 und die nachfolgende Zusammenführung
J2). Für den Fall, daß beide Fahrtgeber F betätigt wurden, d.h.
JA an D1 und D2, wird die Fahrtfreigabe für beide Fahrzeuge erteilt (siehe Ablauflinie
zur Operation P1).
[0045] Durch den Mikroprozessor ST wird nachfolgend laufend geprüft, ob das Fahrzeug 2 die
Rennbahn verlassen haben oder nicht (siehe Verzweigung D3). Im Fall
Nein wird anschließend diese Prüfung für Fahrzeug 1 durchgeführt (siehe Verzweigung D4).
[0046] Hat auch Fahrzeug 1 die Rennbahn nicht verlassen wird nun für die Fahrzeuge 1 und
2 geprüft, ob die Fahrzeuge die Meßstelle passiert haben oder nicht (Siehe Verzweigung
D5 und D6). Für den Fall, däß keines der Fahrzeuge 1 oder 2 die Meßstelle passiert
hat, wird weiterhin die Fahrtfreigabe für beide Fahrzeuge aufrechterhalten (siehe
Ablauflinie über die Zusammenführung J3 und die nachfolgende Zusammenführung J4 auf
P1). Während des Rennbetriebs werden die Fahrzeuge fortlaufend die Meßstelle passieren
und die beiden Zähler werden hierbei jeweils um

1

im Zählerstand dekrementiert (siehe P51 und P 61). Nachfolgend wird jeweils überprüft,
ob der Zählerstand

0

erreicht wurde (siehe Verzweigung D51 und D61). Ist dies der Fall, d.h.
Ja bei der Verzweigung D51 oder D61, werden beide Fahrzeuge gestoppt (siehe Ablauflinie
von D51 oder D61 über J5 nach P3). Anschließend werden, beispielsweise vom Mikroprozessor,
Zur Auswertung des Rennverlaufs die schnellste Runde, die Rennzeit gesamt und die
reine Fahrzeit berechnet (siehe Grenzstelle E im Programmablaufplan).
[0047] Hat dagegen beispielsweise das Fahrzeug 2 die Rennstrecke verlassen (
Ja am Ausgang von D3), so wird die Fahrtfreigabe für Fahrzeug 2 gesperrt (siehe P31),
der Bonuszeittimer (Nachlaufzeit) für Fahrzeug 1 gestartet (siehe P32) und es wird
überprüft, ob Fahrzeug 1 die Meßstelle passiert oder nicht (siehe D31). In gleicher
Weise ist der Programmablauf für Fahrzeug 1 gestaltet; d.h. für den Fall, daß Fahrzeug
2 die Rennbahn verlassen hat (siehe
Ja am Ausgang D4 sowie Ablauflinie über P41, P42 und Eingang D41).
[0048] Passiert nun während der Bonuszeit (Nachlaufzeit) das Fahrzeug 1 die Meßstelle, dann
wird der Zählerstand für das Fahrzeug 1 um

1

dekrementiert (siehe P33) und nachfolgend überprüft, ob der Zählerstand

0

erreicht wurde (siehe D32), wenn
Nein wird anschließend überprüft, ob die Bonuszeit abgelaufen ist (siehe D33). Ist dies
der Fall, d.h.
Ja an der Verzweigung D33, wird die Fahrtfreigabe nun auch für Fahrzeug 1 gesperrt (siehe
P2) und beide Fahrzeuge können erst dann wieder Starten, wenn beide Fahrtgeber F gleichzeitig
betätigt werden (siehe Ablauflinie über Zusammenführung J8, Operation und Zusammenführung
J1). In gleicher Weise ist der Programmablauf für Fahrzeug 1 gestaltet; d.h. für den
Fall, daß Fahrzeug 2 die Rennbahn verlassen hat (siehe
Ja am Ausgang der Verzweigung D41 sowie Ablauflinie über Operation P43, Verzweigung
D42, Verzweigung D43 nach Zusammenführung J8).
[0049] Passiert nun während der Bonuszeit (Nachlaufzeit) das Fahrzeug 1 die Meßstelle nicht
d.h.
Nein bei der Verzweigung D31, dann wird nachfolgend überprüft, ob die Bonuszeit abgelaufen
ist oder nicht (siehe Ablauflinie von Verzweigung D31 über Zusammenführung J62 nach
Eingang Verzweigung D33). In gleicher Weise ist der Programmablauf für Fahrzeug 1
gestaltet; d.h. für den Fall, daß Fahrzeug 2 die Rennbahn verlassen hat (siehe
Nein am Ausgang D41 sowie Ablauflinie über Zusammenführung J62 nach Eingang Verzweigung
D43).
[0050] Für den Fall, dass die Bonuszeit nicht abgelaufen ist, d.h.
Nein am Ausgang der Verzweigung D33, wird nachfolgend überprüft, ob das Fahrzeug 1 die
Rennstrecke verlassen hat oder nicht (siehe Verzweigung D7). Ist dies der Fall, d.h.
Ja am Ausgang der Verzweigung D7, so wird der Bonustimer gestoppt und auf

0

zurückgesetzt sowie die Fahrtfreigabe gesperrt (siehe Ablauflinie von Operation P71
über Zusammenführung J8 nach Operation P2). In gleicher Weise ist der Programmablauf
für Fahrzeug 1 gestaltet; d.h. für den Fall, daß Fahrzeug 2 die Rennbahn verlassen
hat (siehe
Ja am Ausgang der Verzweigung D8 sowie Ablauflinie von Operation P81 über Zusammenführung
J8 nach Operation P2). Hat das Fahrzeug 1 die Rennstrecke nicht verlassen, d.h. Nein
am Ausgang der Verzweigung D7, wird weiterhin überprüft, ob das Fahrzeug 1 die Meßstelle
passiert oder nicht (siehe Ablauflinie von Verzweigung D7 über Zusammenführung J71
nach Eingang der Verzweigung D31). In gleicher Weise ist der Programmablauf für Fahrzeug
1 gestaltet; d.h. für den Fall, dass Fahrzeug 2 die Rennbahn verlassen hat (siehe
Ablauflinie von Verzweigung D8 über Zusammenführung J72 nach Eingang der Verzweigung
D41).
[0051] Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt; das
erfindungsgemäße Verfahren kann beispielsweise bei mehr als zwei Fahrzeugen unter
Beibehaltung der Programmablaufplan-Struktur und auch bei funkgesteuerten Fahrzeugen
eingesetzt werden. Die Steuereinrichtung, z.B. in Form eines Mikroprozessors, sowie
die Komponenten und Anzeigeeinrichtungen sind dabei in der Fernbedienungseinrichtung
angeordnet. Unabhängig vom Anwendungsfall weist das erfindungsgemäße Verfahren den
Vorteil auf, dass zum ersten Mal überhaupt ein gerechtes Austragen von Wettrennen
und ein ordnungsgemäßer Spielbetrieb, einschließlich Simulation des Spielpartners,
ermöglicht wird, der tatsächliche Rennbetrieb wirklichkeitsgetreuer nachempfunden,
jeder Spielpartner sich voll auf sein Fahrzeug konzentrieren kann und - insgesamt
gesehen - das Spiel interessanter gestaltet wird. Abgestuft je nach Preisklasse können
durch die Steuereinrichtung bzw. den Mikroprozessor alle oder nur ein Teil der im
einzelnen beschriebenen Funktionen realisiert werden. Weiterhin ist es unter Benutzung
eines Mikroprozessors auch als Recheneinrichtung möglich, den Rennverlauf anhand besonders
interessanter Daten, wie schnellste Runde, Rennzeit gesamt reine Fahrtzeit, usw. nachträglich
anzuzeigen, so daß die Spielpartner während des Wettrennens nicht in der Konzentration
gestört werden. Alle dargestellten und beschriebenen Ausführungsmöglichkeiten, sowie
ihre Kombination untereinander, sind erfindungswesentlich. Beispielsweise kann das
erfindungsgemäße Verfahren in Ergänzung zum aus der DE-A1 41 38 810 bekannten Verfahren
benutzt werden, der elektrische Rundenzähler z.B. in Form einer LCD-Anzeige oder der
Schalter zur Umschaltung zwischen Trainingsmodus oder Rennmodus kann im Anschlußteil
angeordnet werden, die Stoppuhr-Funktion wird im Fahrtgeber realisiert usw.
1. Verfahren zum Simulieren eines Autorennens mit elektromotorisch angetriebenen Spielfahrzeugen,
deren Fahrgeschwindigkeiten auf einer Rennbahn von jedem Spielpartner individuell
gesteuert werden, dadurch gekennzeichnet, dass alle Fahrzeuge nach Ablauf einer vorgebbaren Nachlaufzeit blockiert werden,
wenn ein zum Verlassen der Rennbahn führender Fahrfehler bei einem der Fahrzeuge aufgetreten
ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zum Blockieren der Fahrzeuge die Stromversorgung der Elektromotoren unterbrochen
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass vom Benutzer zwischen dem Rennmodus und einem Trainingsmodus, bei dem keine
Blockade wirksam ist, umgeschaltet werden kann.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass im Rennmodus die Fahrzeuge nur starten können, wenn alle Spielpartner ihren
Fahrtgeber (F) für die Fahrgeschwindigkeit betätigen.
5. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass nach Durchlaufen einer vorgebbaren Rundenanzahl alle Fahrzeuge blockiert werden.
6. Schaltungsanordnung Zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuereinrichtung (ST) vorgesehen ist, welche mindestens das simulierte
Rennen steuert und welche einen Fahrfehler-Detektor (D) aufweist.
7. Schaltungsanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass bei auf der Rennbahn geführten Fahrzeugen, die in einem Gehäuse (G) angeordnete
Steueranordnung (ST) sowohl mit einem Anschlußbahnstück (AS) der Rennbahn als auch
mit den Fahrtgebern (F) in Verbindung steht.
8. Schaltungsanordnung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (ST) ein Verzögerungsglied (V) zur Vorgabe der Nachlaufzeit
aufweist.
9. Schaltungsanordnung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass mit der Steuereinrichtung (ST) sowohl ein elektrischer Zähler (Z) zum Zählen
der Rundenanzähl als auch eine Anzeigeeinrichtung (A) zur optischen und/oder akustischen
Anzeige eines Fahrfehlers, der Rundenanzahl oder der Nachlaufzeit verbunden ist.
10. Schaltungsanordnung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (ST) eine von der Betätigung des Fahrtgebers (F) abhängige
Schwellwertschalter - Funktion aufweist.
11. Schaltungsanordnung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Steueranordnung (ST) nur bei gleichzeitigem Betätigen aller Fahrtgeber
(F) die Stromversorgung für die Elektromotoren herstellt.
12. Schaltungsanordnung nach einem oder mehreren der Ansprüche 6 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlußbahnstück (AS) mindestens zwei Führungsnuten mit parallel dazu
verlaufend angeordneten Stromleitern (P, M) aufweist, däß im Bereich der Stromleiter
(P, M) ein Sensor (SE) zum Erkennen eines vorbeifahrenden Fahrzeugs angeordnet ist
und däß als Fahrfehler-Detektor (D) ein mit den Stromleitern (P, M) verbundener Stromsensor
(D) vorgesehen ist.
13. Schaltungsanordnung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass als Sensor (SE) ein Reedkontakt vorgesehen ist und dass der Reedkontakt (SE)
mit einem Entprellglied (E) zum Erzeugen nur eines Impulses beim Vorbeifahren eines
Fahrzeugs verbunden ist.
14. Schaltungsanordnung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils mit einem der Stromleiter (M) jeder Fahrbahn ein Relais (R1) verbunden
ist, an dessen Steueranschluß die Steuereinrichtung (ST) angeschlossen ist.
15. Schaltungsanordnung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem Steueranschluß des Relais (R1) ein Schaltanschluß eines Schalttransistors
(T) verbunden ist und dass an der Basis des Transistors (T) ein RC-Glied (RC) angeschlossen
ist, welches die Größe der Nachlaufzeit bestimmt.
16. Schaltungsanordnung nach einem oder mehreren der Ansprüche 6 bis 15, gekennzeichnet durch die Benutzung eines Mikroprozessors als Steuereinrichtung (ST), wobei der Mikroprozessor
die weiteren Funktionen Anzeigensteuerung, Vorgabe der Nachlaufzeit, Fahrfehler-Detektor,
Zähler und Stoppuhr übernimmt und/oder als Recheneinrichtung zur Auswertung der schnellsten
Runde und Rennzeit insgesamt sowie zur Berechnung der reinen Fahrtzeit dient und dass
in einem Speicherbereich des Mikroprozessors (ST) oder in einem damit in Verbindung
stehenden Speicher, Datenwörter für Hörtone oder Anzeigen abgespeichert sind, welche
bei einem Fahrfehler oder beim Erreichen eines bestimmten Zählerstands ausgelesen
werden.
17. Schaltungsanordnung nach Anspruch 8 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Nachlaufzeit im Zeitraum zwischen 0 und 10 sec einstellbar ist.
18. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 6 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltungsanordnung einen Verpolungsschutz (V) aufweist.
19. Schaltungsanordnung nach Anspruch 16, gekennzeichnet durch die Benutzung des Mikroprozessors (ST) als programmgestützten Simulationsbaustein,
in dessen damit in Verbindung stehenden Simulations-Speicherbereich aus dem Streckenprofil
der Rennstrecke abgeleitete Daten, mindestens die zur jeweiligen Position auf der
Rennstrecke zugehörige maximal zulässige Fahrgeschwindigkeit des elektromotorisch
angetriebenen Spielfahrzeugs, als Leistungsdaten eines simulierbaren Wettkampfgegners
abgespeichert sind.
20. Schaltungsanordnung nach einem oder mehreren der Ansprüche 6 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass - beim Umschalten in den Trainingsmodus - der aktivierte Simulationsbaustein
(ST) bei einem vom Benutzer durchgeführten Trainingslauf, die Leistungsdaten aus der
vom Stromsensor (D) ermittelten Ist-Stromstärke für die Elektromotoren ableitet oder
diese aus dem vom Benutzer über die Tastatur (T1 bis T4) eingegebenen Streckenprofil
mit zugehörigen Fahrt- und/oder Bewegungsdaten ermittelt oder diese aus verschiedenen
Kategorien von simulierbaren Wettkampfgegnern entsprechenden Speicherbereichen des
Simulations-Speicherbereichs zusammensetzt oder diese aus einer gespeicherten konstanten
Grund-Fahrgeschwindigkeit und abschnittsweiser Abserkung oder Erhöhung durch Betätigen
des Fahrtgebers (F) und/oder der Tastatur (T1 bis T4) errechnet.