[0001] Die Erfindung betrifft eine Rollenrotationsdruckmaschine für schnellen Produktionswechsel
mit mehreren Doppeldruckwerken, wobei jedes Doppeldruckwerk einen Form- und einen
Übertragungszylinder aufweisende Druckwerke enthält, deren Übertragungszylinder zum
beidseitigen Bedrucken einer Bahn im Gummi-Gummi-Prinzip gegeneinander anstellbar
sind.
[0002] In Fig. 9 ist eine bekannte Druckmaschine zum beidseitigen Bedrucken einer Bahn 9
mit jeweils 4 Farben, also zum Drucken von 4 + 4 Farben, gezeigt. Die Druckmaschine
enthält hierzu vier Doppeldtruckwerke 1 bis 4. Beim Produktionswechsel werden die
Doppeldruckwerke 1 bis 4 angehalten. Die Druckplatten werden bei stillstehender Maschine
gewechselt, ggf. muß bei Nichtvorhandensein von Plattenwechselhilfseinrichtungen sogar
die Bahn gekappt werden.Der Produktionswechsel ist mit Maschinenstillstand und entsprechenden
Verlustzeiten verbunden. Auch Anfahrmakulatur ist unvermeidlich. Es versteht sich,
daß die einzelnen Druckwerke der Doppeldruckwerke 1 bis 4 jeweils mit eigenen Antrieben
ausgestattet sein können.
[0003] Die EP 0644048 A2 zeigt eine Druckeinheit, bei der ein einen Form- und einen Übertragungszylinder
enthaltendes erstes Druckwerk wahlweise mit einem gleichartigen zweiten oder dritten
Druckwerk im Gummi-Gummi-Prinzip zusammenarbeitet. Die Druckwerke haben jeweils einen
eigenen Antriebsmotor. Ein Produktionswechsel ist zwar ohne Unterbrechung des Bahnlaufs
möglich, jedoch ist nur ein Druckbild auf einer Bahnseite wechselbar.
[0004] Die CH-PS 549 471 zeigt eine Rollenrotationsdruckmaschine mit nebeneinander angeordneten
Doppeldruckwerken, die im Gummi-Gummi-Prinzip arbeitend eine zwischen den Übertragungszylindern
hindurchgeführte Bahn bedruckt. Für einen Produktionswechsel sind einzelne Druckwerke
ab- und andere zuschaltbar. Die die Doppeldruckwerke im Druckbetrieb passierende Bahn
wird auch durch die voneinander weggestellten Übertragungszylinder der abgeschalteten
Doppeldruckwerke geführt. Die Übertragungszylinder sind in Hebeln gelagert, mit denen
sie zwecks Abstellung des Doppeldruckwerks um den jeweils zugehörigen Formzylinder
schwenkbar sind. Die Abschwenkung erfolgt gegen Federkraft mittels an den Zapfen der
Übertragungszylinder angreifender Kniehebel.
[0005] Ähnlich wahlweise betreibbare Doppeldruckwerke zeigt die DE 44 35 429 A1. Die Doppeldruckwerke
sind übereinander angeordnet und arbeiten mit einem in der Breite verstellbaren Rollenwechsler
und einem verstellbaren Falzapparat zusammen. Mit Hilfe der Verstellmöglichkeiten
können Druckproduktionen gewechselt werden.
[0006] Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Rollenrotationsdruckmaschine zu schaffen, die
einen schnellen Produktionswechsel ermöglicht.
[0007] Diese Aufgabe wird durch die unabhängigen Patentansprüche gelöst. Die Erfindung ermöglicht
für einen Produktionswechsel den gleichzeitigen Übergang auf ein anderes Druckbild
auf beiden Bahnseiten. Der Wechsel ist außerdem während des Bahnlaufs im Druckbetrieb
als sogenannter fliegender Plattenwechsel möglich. Dank der eigenen Antriebe der Druckwerke
eines Doppeldruckwerks und des fehlenden Zahneingriffs von deren Übertragungszylindern
sind letztere so weit voneinander abrückbar, daß eine Bahn unbeeinflußt zwischen ihnen
hindurch für den Fortdruck in anderen Doppeldtuckwerken geführt werden kann. Ein Kappen
und Neueinziehen der Bahn erübrigt sich deshalb. Insgesamt ist ein Produktionswechsel
somit sehr zeit- und makulatursparend. Je nach dem Ausbaugrad der Druckmaschine mit
abschaltbaren Doppeldruckwerken sind gleichzeitig beidseitig beispielsweise jeweils
vier Farben wechselbar, ist fliegend eine 4-Farbenproduktion beidseitig wechselbar.
[0008] Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus der Beschreibung.
[0009] Die Erfindung soll nachfolgend an einigen Ausführungsbeispielen näher erläutert werden.
In den zugehörigen Zeichnungen zeigt schematisch:
- Fig. 1a:
- zwei Doppeldruckwerke als Druckwerkkonfiguration einer Druckmaschine,
- Fig. 1b:
- die Druckwerkkonfiguration Fig. 1a nach einer Produktionsumstellung,
- Fig. 2a:
- fünf Doppeldruckwerke als Druckwerkkonfiguration einer Druckmaschine,
- Fig. 2b:
- die Druckwerkkonfiguration nach Fig. 2a nach einer Produktionsumstellung,
- Fig. 3a:
- acht Doppeldruckwerke als Druckwerkkonfiguration einer Druckmaschine,
- Fig. 3b:
- die Druckwerkkonfiguration nach Fig. 3a nach einer Produktionsumstellung
- Fig. 4a:
- eine weitere Variante zu Fig. 3a,
- Fig. 4b:
- die Druckwerkkonfiguration nach Fig. 4a nach einer Produktionsumstellung,
- Fig. 5:
- ausschnittsweise ein stehendes Doppeldruckwerk in der Ansicht (Ansicht V nach Figur
1b),
- Fig. 6:
- eine Druckeinheit mit liegenden Doppeldruckwerken,
- Fig. 7:
- die Ansicht VII nach Fig. 6,
- Fig. 8:
- ein Doppeldruckwerk mit fliegend gelagerten Druckwerkzylindern,
- Fig. 9:
- eine Druckwerkkonfiguration nach dem Stand der Technik.
[0010] Fig. 1a zeigt zwei Doppeldruckwerke 11, 12 als Druckwerkkonfiguration einer Druckmaschine.
Weitere Aggregate der Druckmaschine, wie Abrollung und Falzapparat, sind hier und
auch bei den folgenden Ausführungsbeispielen nicht gezeigt. Jedes Doppeldruckwerk
11, 12 enthält zwei Druckwerke 13, 14, die wiederum jeweils einen Form- 15, 16 und
Ubertragszylinder 17, 18 aufweisen. Die Druckwerke 13, 14 sind übereinander angeordnet
und bilden sogenannte I-Druckeinheiten zum beidseitigen Bedrucken einer horizontal
geführten Bahn 19. Die I-Druckeinheiten gleichen sich, weshalb bei diesem und folgenden
Ausführungsbeispielen Positionsziffern für die Einzelelemente zur Vereinfachung nur
einmalig am Doppeldruckwerk 11 angetragen wurden. Lediglich bei speziellen Ausgestaltungen
werden an beibehaltenen Positionsziffern Unterscheidungskennziffern .1, .2,..... angefügt.
[0011] In Fig. 1a ist das Doppeldruckwerk 11 abgeschaltet, d.h., die Form- und Übertragungszylinder
15 bis 18 stehen still. Außerdem sind die Übertragungszylinder 17, 18 derart voneinander
abgerückt, daß zwischen ihnen hindurch die Bahn 19 zum Doppeldruckwerk 12 geführt
und dort 1 + 1, also beidseitig einfarbig, bedruckt werden kann. Ein Abstand der beiden
Übertragungszylinder 17, 18 von ca. 20 mm ist ausreichend. Bei einer nur geringen
Neigung der Verbindungslinie der Mitten der gegeneinander angestellten Übertragungszylinder
gegenüber der Senkrechten, was bei einem nur kleinen Spalt des Spannkanals für das
Gummituch oder bei Benutzung einer Gummituchhülse möglich ist, kann dieser Abstandswert
auch etwas unterschritten werden bis auf beispielsweise ca. 10 mm. Das abgeschaltete
Doppeldruckwerk 11 steht auch während des Fortdrucks mit dem Doppeldruckwerk 12 für
einen Plattenwechsel sowohl am Formzylinder 15 als auch am Formzylinder 16 zur Verfügung.
[0012] Bei Fig. 1b wurde auf das Doppeldruckwerk 11 umgeschaltet, d.h., dieses wurde an-
und das Doppeldruckwerk 12 abgeschaltet. Dieses Umschalten ist bei Bahngeschwindigkeit
möglich. Es wird also ohne Anhalten der Bahn ein Produktionswechsel durchgeführt.
Bei dem abgeschalteten Doppeldruckwerk 12 wird die vom Doppeldruckwerk 11 1 + 1 bedruckte
Bahn zwischen den voneinander weggestellten Übertragungszylindern hindurchgeführt.
Nunmehr kann am Doppeldruckwerk 12 sowohl am oberen als auch am unteren Formzylinder
ein Plattenwechsel vorgenommen werden. Vorteilhaft ist hierzu jedem Druckwerk 13,
14 eine Plattenwechselvorrichtung 99, 100 zugeordnet. Derartige Plattenwechselvorrichtungen
sind dem Fachmann geläufig. Es kann sich z. B. um eine vollautomatische Plattenwechselvorrichtung
handeln, wie in DE 41 40 413 C2 gezeigt oder um eine halbautomatische Plattenwechselvorrichtung,
wie in DE 42 15 969 C2 gezeigt. Derartige Plattenwechselvorrichtungen können auch
bei den nachfolgend noch beschriebenen Druckeinheiten zur Anwendung kommen, vorausgesetzt,
deren Formzylinder sind mit einer endlichen Druckplatte belegt.Eine Druckplatte 101
ist symbolisch am Formzylinder 15 in Fig. 1a angegeben. Nach dem Plattenwechsel oder
auch ohne vorgenommenen Plattenwechsel ist wieder auf Drucken mit dem Doppeldruckwerk
12 umschaltbar. Mit den Plattenwechselvorrichtungen 99, 100 ist ein sehr schneller
Plattenwechsel möglich, so daß das Doppeldruckwerk 12 entsprechend schnell wieder
für einen ggf. gewünschten neuerlichen Wechsel bereit steht. Die Doppeldruckwerke
11, 12 wirken als beidseitige Eindruckwerke. Ihre Benutzung ist vor allem für Bücherdruck
angezeigt, wobei beide Doppeldruckwerke 11, 12 für den Druck der Farbe Schwarz vorgesehen
werden.
[0013] Gemäß den Fig. 2a und 2b enthält die Druckmaschine fünf abschaltbare Doppeldruckwerke
20 bis 24, wobei bei Fig. 2a das Doppeldruckwerk 20 abgeschaltet ist und die restlichen
Doppeldruckwerke 21 bis 24 die Bahn 25 4 + 4 bedrucken. Vorteilhaft druckt das Doppeldruckwerk
21 Schwarz, 22 Cyan, 23 Magenta und 24 Gelb. Das stillstehende Doppeldruckwerk 20
wird mit den Druckplatten für die nächstfolgende Produktion belegt.
[0014] In Fig. 2b ist die Druckmaschine umgeschaltet, d.h. das Doppeldruckwerk 21 ist abgeschaltet
und hierfür das Doppeldruckwerk 20 zugeschaltet, das die Farbe Schwarz druckt. Die
so 1 + 1 bedruckte Bahn 25 wird durch das abgeschaltete Doppeldruckwerk 21 lediglich
hindurchgeführt und dann nachfolgend von den Doppeldruckwerken 22, 23 und 24 mit den
Farben Cyan, Magenta und Gelb bedruckt, wobei die Bahn 25 schließlich wieder 4 + 4
bedruckt ist. Diese Druckwerkkonfiguration ist vorteilhaft für den Werbe- und Katalogdruck
einsetzbar, wobei die Doppeldruckwerke 20 und 21 als beidseitige Eindruckwerke fungieren
und beispielsweise zum Firmen-, Preis- bzw. Texteindruck genutzt werden. Der Druckwerkewechsel
ist, wie auch bei den Folgebeispielen, im Fortdruck, also fliegend, möglich.
[0015] Die Figuren 3a und 3b zeigen acht abschaltbare Doppeldruckwerke 26 bis 33 einer Druckmaschine.
In Fig. 3a sind die Doppeldruckwerke 26 bis 29 abgeschaltet, und die Druckwerke 30
bis 33 bedrucken eine Bahn 34 beidseitig mit der Farbfolge Schwarz, Cyan, Magenta
und Gelb, wobei die Bahn 34 zunächst durch die abgeschalteten Druckwerke 26 bis 29
hindurch zugeführt wurde. An den abgeschalteten Doppeldruckwerken 26 bis 29 können
sowohl an den oberen als auch den unteren Formzylindern die Druckformen für einen
Produktionswechsel gewechselt werden.
[0016] Bei einem Produktionswechsel werden die Doppeldruckwerke 26 bis 29 angeschaltet,
während die Doppeldruckwerke 30 bis 33 abgeschaltet werden. Nunmehr drucken die erstgenannten
Doppeldruckwerke 26 bis 29 die Farben Schwarz, Cyan, Magenta und Gelb beidseitig auf
die Bahn 34, wonach diese weiter durch die abgeschalteten Doppeldruckwerke 30 bis
33 geleitet wird. Die letztgenannten Druckwerke 30 bis 33 stehen nun für einen Druckformenwechsel
zur Verfügung. Die Druckwerke 26 bis 33 stellen also Wechseldruckwerke dar, mit denen
fliegend von einer beidseitigen 4-Farbenproduktion auf eine andere umstellbar ist.
Unter Nichtausnutzung der Produktionswechselmöglichkeit können mit der Anlage auch
zwei Bahnen jeweils 4 + 4 bedruckt werden.
[0017] Die Figuren 4a und 4b zeigen eine weitere Wechseldruckwerkversion einer Druckmaschine.
Diese enthält 8 abschaltbare Doppeldruckwerke 35 bis 42 für den 4 + 4-Druck einer
Bahn 43. Gemäß Fig. 4a sind die Doppeldruckwerke 35, 37, 39 und 41 angeschaltet und
bedrucken die Bahn 43 beidseitig 4farbig mit der Farbfolge Schwarz, Cyan, Magenta
und Gelb. Nach den genannten Doppeldruckwerken 35, 37, 39, 41 schließt sich in Bahnlaufrichtung
jeweils ein abgeschaltetes Doppeldruckwerk 36, 38, 40 und 42 an, durch die die Bahn
43 unberührt hindurchgeführt wird. Die abgeschalteten Druckwerke 36, 38, 40, 42 stehen
für einen Druckformenwechsel sowohl an den oberen als auch an den unteren Druckwerken
zur Verfügung.
[0018] Bei einem Produktionswechsel werden die Doppeldruckwerke 35, 37, 39, 41 ab- und die
Doppeldruckwerke 36, 38, 40, 42 angeschaltet. Diese Betriebsstellung zeigt Fig. 4b.
Nunmehr bedrucken die angeschalteten Doppeldruckwerke 36, 38, 40, 42 die Bahn 43 beidseitig
4farbig in der Farbfolge Schwarz, Cyan, Magenta und Gelb. Die abgeschalteten Doppeldruckwerke
35, 37, 39, 41 können für einen Produktionswechsel mit anderen Druckformen belegt
werden.
[0019] Nachfolgend sollen Antriebsvarianten für die Doppeldruckwerke sowie Wegstellmöglichkeiten
für deren Übertragungszylinder genannt werden. Fig. 5 zeigt das Doppeldruckwerk 11
in der Ansicht (Ansicht V nach Fig. 1b). Die Formzylinder 15, 16 und Übertragungszylinder
17, 18, sind mit ihren Zapfen 44 bis 51 in Druckwerkseitenwänden 52, 53 gelagert.
Dabei werden die Zapfen 48, 49 des Übertragungszylinders 17 von jeweils zwei Exzenterbuchsen
54 bis 57 aufgenommen. Jeweils zwei Exzenterbuchsen 54, 55 bzw. 56, 57 bilden einen
Doppelexzenter, mit dem sich durch gleichzeitiges Drehen der jeweils zwei Exzenterbuchsen
54, 55 bzw. 56, 57 eine etwa lineare, weite Verstellung des Übertragungszylinders
17 ermöglichen läßt. Die Abstellung soll weit weg vom Übertragungszylinder 18 und
weniger weit weg vom Formzylinder 15 erfolgen.
[0020] Hierzu wird die Abstellrichtung etwa senkrecht zur Verbindungslinie der Mitten des
Übertragungszylinders 17 und des Formzylinders 15 gelegt. (Dies entspricht z. B. etwa
der anfänglichen Abschwenkrichtung des Übertragungszylinders 18.1 in der nachfolgend
beschriebenen Figur 6). Die Zapfen 50, 51 des Übertragungszylinders 18 sind gleichermaßen
in Exzenterbuchsen 54.1 bis 57.1 gelagert, wodurch dieser Zylinder 18 eine gleichartige
Wegstellmöglichkeit bezüglich des Übertragungszylinders 17 und des Formzylinders 16
hat.
[0021] Die Exzenterbuchsen 56, 57 sind indirekt in der bedienseitigen (S1) Druckwerkseitenwand
52 gelagert, und zwar befinden sie sich in einer Hülse 58, die in entlang der Druckwerkseitenwand
52 bewegbaren Schiebern 59, 60 klemmbar ist. Analog dazu sind die Exzenterbuchsen
56.1, 57.1 des Übertragungszylinders 18 in einer Hülse 58.1 angeordnet, die mittels
Schiebern 59.1, 60.1 klemmbar ist. Beim Auseinanderbewegen der zusammengehörigen Schieber
59, 60 bzw. 59.1, 60.1 wird eine Öffnung 61 in der Druckwerkseitenwand freigelegt,
durch die Gummituchhülsen 62 der Übertragungszylinder 17, 18 wechselbar sind. Eine
Gummituchhülse 62 ist in Bereitstellungsposition für den Übertragungszylinder 17 dargestellt.
Für den Hülsenwechsel wird der Übertragungszylinder 17 mit nicht dargestellten, dem
Fachmann geläufigen, am Zapfen 48 angreifenden Mitteln in der Schwebe gehalten. Ähnliche
Mittel sind vorsehbar, wenn die Formzylinder 15, 16 mit hülsenförmigen Druckformen
arbeiten sollen. Auch ist es möglich, die Übertragungszylinder 17, 18 mit endlichen
Drucktüchern auszustatten, wobei dann die Hülsen 58, 58.1 und Schieber 59, 60, 59.1,
60.1 nicht vorhanden sind.
[0022] Jedes Druckwerk 13, 14 besitzt einen eigenen Antrieb, mit dem es im Fortdruck betrieben
und vor dem Zuschalten beim fliegenden Plattenwechsel zunächst auf die Bahngeschwindigkeit
beschleunigt wird. Im einzelnen wird der Übertragungszylinder 17 von einem Elektromotor
63 und der Übertragungszylinder 18 von einem Elektromotor 64 angetrieben. Die Statoren
der Elektromotoren 63, 64 werden vorteilhaft bei der Verstellbewegung der Übertragungszylinder
17, 18 mitgeführt und sind beispielsweise an der jeweiligen Exzenterbüchse 56, 56.1
befestigt. Die Zapfen 48, 50 der Übertragungszylinder 17, 18 tragen jeweils ein Stirnrad
65, 66, mit dem sie mit jeweils ein Stirnrad 67, 68 auf den Zapfen 44, 46 der Formzylinder
15, 16 in Eingriff stehen. Die Stirnräder 65, 66 sind derart negativ profilverschoben,
daß sie nicht miteinander kämmen. Die Stirnräder 67, 68 dagegen haben die erforderliche
entsprechende positive Profilverschiebung für die Antriebsverbindung mit den Stirnrädern
65, 66. Die Motoren 63, 64 können alternativ auch den Formzylindern 15, 16 zugeordnet
werden. Alternativ können auch alle Form- und Übertragungszylinder 15 bis 18 mit jeweils
einem eigenen Antriebsmotor ausgestattet werden, wobei dann sämtliche Stirnräder 65
bis 68 entfallen. Die zusätzliche Anordnung eines derartigen Elektromotors 69 wurde
strichpunktiert angedeutet. Eine gleichartige Motoranordnung wäre also auch am Formzylinder
15 vorzunehmen. Die Motoren 63, 64, 69 können auch an der sogenannten Antriebsseite
S2 vorgesehen werden. Bei entsprechender Auslegung der Exzenterbuchsen 54 bis 57 bzw.
54.1 bis 57.1 reicht auch nur die Verstellung eines Übertragungszylinders 17, 18 zu
deren Beabstandung.
[0023] Fig. 6 zeigt eine Druckeinheit, bei der 2 Doppeldruckwerke 70, 71 liegend angeordnet
sind. Sie bilden eine sogenannte H-Druckeinheit, wie sie beim Zeitungsdruck zur Anwendung
kommt. Jedes Druckwerk 13.1, 14.1, 13.2, 14.2 enthält einen Formzylinder 15.1, 16.1,
15.2, 16.2 und einen Übertragungszylinder 17.1, 18.1, 17.2, 18.2. Die Übertragungszylinder
17.1, 18.1 bzw. 17.2, 18.2 jedes Doppeldruckwerkes 70, 71 sind gegeneinander anstellbar,
wodurch eine zwischen ihnen hindurchgeführte Bahn 72 beidseitig bedruckbar ist.
[0024] Die Übertragungszylinder 17.1, 18.1 bzw. 17.2, 18.2 der Doppeldruckwerke 70, 71 sind
andererseits so weit von einander abstellbar, daß bei abgeschaltetem, d.h. stillstehendem
Druckwerk 13.1, 14.1, 13.2, 14.2 zwischen ihnen hindurch die Bahn 72 führbar ist,
die das andere Doppeldruckwerk 70, 71 und eventuelle weitere Doppeldruckwerke im Druckbetrieb
passiert. Im in Fig. 6 gezeigten Fall wird die Bahn 72 2 + 2 bedruckt. Die Übertragungszylinder
17.1, 18.1 sind aber in die strichpunktiert gezeichnete Stellung abschwenkbar. In
diesem Fall wird die vom Doppeldruckwerk 71 beidseitig einfarbig bedruckte Bahn 72
durch die abgestellten Übertragungszylinder 17.1, 18.1 hindurch zu einer weiteren
Druckeinheit geführt, wo sie mit weiteren Farben bedruckt werden kann. Am abgestellten
und abgeschalteten Doppeldruckwerk 70 können dabei bei beiden Formzylindern 15.1,
16.1 die Druckformen für einen späteren Produktionswechsel ausgetauscht werden. Beim
Produktionswechsel werden dann die Druckwerke 13.1, 14.1 mit ihren Antrieben hochgefahren
und gegeneinander angestellt, wobei sie nunmehr die mit Druckgeschwindigkeit laufende
Bahn 72 bedrucken. Danach können, wenn beide Doppeldruckwerke 70, 71 im Wechsel arbeiten
sollen, die Übertragungszylinder 17.2, 18.2 abgeschwenkt werden. Nunmehr kann an den
Formzylindern 15.2, 16.2 für einen späteren Produktionswechsel bei laufender Bahn
72 der Plattenaustausch vorgenommen werden. Der alternative zusätzliche Betrieb von
Doppeldruckwerken statt einem Wechselbetrieb mit anderen Doppeldruckwerken ist übrigens
auch bei den bereits vorher beschriebenen Ausführungsbeispielen möglich. Bei entsprechender
Auslegung der Hebel 77 bis 80 reicht auch nur die Verstellung eines Übertragungszylinders
17.1, 18.1 bzw. 17.2, 18.2 zu deren Beabstandung.
[0025] Für die übereinander angeordneten Doppeldruckwerke 70, 71 (Zeitungsdruck) ist es
ausreichend, bei dem abgeschalteten Doppeldruckwerk 70 die Übertragungszylinder 17.1,
18.1 auf einen Abstand von etwa 10 mm voneinander wegzustellen. Für die Abstellung
der Übertragungszylinder 17.1, 18.1 sind als weitere Ausführungsvariante gegenüber
Fig. 5 schwenkende Hebel vorgesehen, mit denen ebenfalls große Abstellwege erzielbar
sind. Im einzelnen lagern die Zapfen 73 bis 76 der Übertragungszylinder 17.1, 18.1
in Hebeln 77 bis 80, die schwenkbar an den Maschinenseitenwänden 81, 82 angeordnet
sind. Die Hebel 77 bis 80 sind exzentrisch mit einer Exzentrizität e zu den Formzylindern
15.1, 16.1 gelagert, wobei bei den erforderlichen Abstellbewegungen der Übertragungszylinder
17.1, 18.1 zueinander auch ausreichende Abstellwege zu den zugehörigen Formzylindern
15.1, 16.1 erzielt werden (Figur 6). Vorteilhaft erfolgt die schwenkbare Lagerung
der Hebel 77 bis 80 auf exzentrischen Flanschen von Lagerbüchsen 83 bis 86 für die
Zapfen 87 bis 90 der Formzylinder 15.1, 16.1.
[0026] Die Druckwerke 13.1 und 14.1 haben eigene Antriebe. Der Formzylinder 15.1 wird von
einem Elektromotor 91, der Formzylinder 16.1 von einem Elektromotor 92 angetrieben
(Fig. 7). Die Antriebe sind der Übersichtlichkeit halber in Fig. 6 nicht dargestellt.
Auf den Zapfen 87, 89 der Formzylinder 15.1, 16.1 ist jeweils ein Stirnrad 93, 94
angeordnet, das mit einem jeweiligen Stirnrad 95, 96 auf den Zapfen 73, 75 des zugehörigen
Übertragungszylinders 17.1, 18.1 kämmt. Die Stirnräder 93, 95 bzw. 94, 96 sind in
zwei Ebenen angeordnet, wodurch sich Profilverschiebungen (gegenüber der Variante
gemäß Fig. 5) erübrigen. Zur Gewährleistung der Verschwenkbarkeit der Übertragungszylinder
17.1, 18.1 werden deren Zapfen 73, 75 in Aussparungen 97, 98 durch die Druckwerksseitenwand
82 geführt. Diese Aussparungen 97, 98 können entfallen, wenn die Stirnräder 93 bis
96 neben den Hebeln 77 bis 80 zwischen den Druckwerkseitenwänden 81, 82 angeordnet
sind. Es sind auch die zu Fig. 5 genannten weiteren Antriebsvarianten möglich. Auch
können bei allen Ausführungsvarianten die Elektromotoren 63, 64, 69, 91, 92 auf der
Antriebsseite S2 plaziert sein, die Stirnräder 65 bis 68, 93 bis 96 auf der Bedienseite
S1angeordnet sein, ...... Das Doppeldruckwerk 71 gleicht im konstruktiven Aufbau dem
Doppeldruckwerk 70, es ist lediglich spiegelbildlich angeordnet. Es erübrigen sich
deshalb weitergehende Beschreibungen.
[0027] Fig. 8 zeigt ein Doppeldruckwerk 102 mit den Druckwerken 13.3 und 14.3, deren jeweilige
Formzylinder 15.3, 16.3 und 17.3, 18.3 fliegend in der Druckwerkseitenwand 53 gelagert
sind. Jeder der Form- und Übertragungszylinder 15.3 bis 18.3 wird von einem eigenen
Elektromotor 103 bis 106 angetrieben. Die Übertragungszylinder 17.3, 18.3 sind mit
ihren Zapfen 48, 50 jeweils mittels zweier Exzenterbuchsen 54, 55 bzw. 54.1, 55.1
in der Druckwerkseitenwand 53 gelagert. Ihre Abstellung erfolgt analog zur zu Fig.
5 beschriebenen Weise, so daß sich wiederholende Erklärungen erübrigen. Die Übertragungszylinder
17.3, 18.3 tragen Gummituchhülsen 62, die Formzylinder 15.3, 16.3 Druckformhülsen
107. Diese Hülsen 107, 62 sind leicht von den Form-und Übertragungszylindern 15.3
bis 18.3 abzieh- und wechselbar, da diese Zylinder 15.3 bis 18.3 dank ihrer fliegenden
Lagerung an einer Stirnseite frei zugänglich sind. Eine Gummituchhülse 62 und eine
Druckformhülse 107 sind in Fig. 8 in Bereitstellungsposition für den Wechsel dargestellt.
Nach dem Abschalten der Elektromotoren 103 bis 106 und Abrücken der Übertragungszylinder
17.3, 18.3 in die Abstellpositionen durch Betätigung der Exzenterbuchsen 54, 55, 54.1,
55.1 ist an den Form- und Übertragungszylindern 15.3 bis 18.3 der Hülsenwechsel möglich.
[0028] Die Elektromotoren 63, 64, 69, 91, 92, 103 bis 106 werden vorteilhaft im Rahmen der
Maschinensteuerung mittels einer Rechner-Motorregelung winkelgeregelt. Der Hochlauf
für eine bevorstehende Zuschaltung eines Doppeldruckwerkes 11, 12, 20 bis 24, 26 bis
33, 35 bis 43, 70, 71, 102 auf die erforderliche Geschwindigkeit kann auch mit dieser
Regelung gesteuert werden. Der Zuschaltvorgang und die Abschaltung der jeweiligen
Doppeldruckwerke 11, 12, 20 bis 24, 26 bis 33, 35 bis 43, 70, 71, 102 können von einem
Produktionsvorbereitungssystem oder von Hand ausgelöst werden.
Die Motoren haben neben der Brems-, Beschleunigungs- und Antriebsfunktion auch die
Aufgabe, die Druckwerke zum Plattenwechsel bzw. Farbwerk- und Gummituchwaschen anzutreiben.
[0029] Die Doppeldruckwerke 11, 12, 20 bis 24, 26 bis 33, 35 bis 43, 70, 71, 102 arbeiten
nach einem indirekten Druckverfahren, beispielsweise im Offsetdruck oder im indirekten
Tiefdruck. Farb- und ggf. Feuchtwerke wurden der Einfachheit halber nicht dargestellt.
1. Rollenrotationsdruckmaschine für schnellen Produktionswechsel mit mehreren Doppeldruckwerken
(11, 12, 20 bis 24, 26 bis 33, 35 bis 42, 70, 71, 102), wobei jedes Doppeldruckwerk
(11, 12, 20 bis 24, 26 bis 33, 35 bis 42, 70, 71, 102), einen Form- und einen Übertragungszylinder
(15, 15.1, 15.2, 15.3, 16, 16.1, 16.2, 16.3, 17, 17.1, 17.2, 17.3, 18, 18.1, 18.2,
18.3) aufweisende Druckwerke (13, 13.1, 13.2, 13.3, 14, 14.1, 14.2, 14.3) enthält,
deren Übertragungszylinder (17, 17.1, 17.2, 17.3, 18, 18.1, 18.2, 18.3) zum beidseitigen
Bedrucken einer Bahn (19, 25, 34, 43, 72) im Gummi-Gummi-Prinzip gegeneinander anstellbar
sind, und wobei jedes Druckwerk (13, 13.1, 13.2, 13.3, 14, 14.1, 14.2, 14.3) einen
eigenen Elektromotor (63, 64, 69, 91, 92, 103 bis 106) aufweist und die Übertragungszylinder
(17, 17.1, 17.2, 17.3, 18, 18.1, 18.2, 18.3) nicht in Antriebsverbindung stehen, wobei
mindestens ein Doppeldruckwerk (11, 12, 20 bis 24, 26 bis 33, 35 bis 42, 70, 71, 102)
abschaltbar und dessen Übertragungszylinder (17, 17.1, 17.2, 17.3, 18, 18.1, 18.2,
18.3) derart voneinander wegstellbar sind, daß zwischen ihnen (17, 17.1, 17.2, 17.3,
18, 18.1, 18.2, 18.3) hindurch die das bzw. die weiteren Doppeldruckwerke (11, 12,
20 bis 24, 26 bis 33, 35 bis 42, 70, 71, 102) im Druckbetrieb passierende Bahn (19,
25, 34, 43, 72) führbar ist, und daß bei dem abschaltbaren Doppeldruckwerk (13, 13.1,
13.2, 13.3, 14, 14.1, 14.2, 14.3) jeder Form- und Übertragungszylinder (15, 15.1,
15.2, 15.3, 16, 16.1, 16.2, 16.3, 17, 17.1, 17.2, 17.3, 18, 18.1, 18.2, 18.3) von
einem eigenen Elektromotor (103 bis 107) angetrieben wird oder die Form- und Übertragungszylinder
(15, 15.1, 15.2, 15.3, 16, 16.1, 16.2, 16.3, 17, 17.1, 17.2, 17.3, 18, 18.1, 18.2,
18.3) eines jeden Druckwerkes (13, 13.1, 13.2, 13.3, 14, 14.1, 14.2, 14.3) über Stirnräder
(65 bis 68, 93 bis 96) in Antriebsverbindung stehen und jeweils der Form- oder Übertragungszylinder
(15, 15.1, 15.2, 15.3, 16, 16.1, 16.2, 16.3, 17, 17.1, 17.2, 17.3, 18, 18.1, 18.2,
18.3) von einem eigenen Elektromotor (63, 64, 91, 92) angetrieben wird, wobei mindestens
ein Übertragungszylinder (17, 17.1, 17.2, 17.3, 18, 18.1, 18.2, 18.3) zur Verstellung
mit seinen Zapfen (48 bis 51, 73 bis 76) in Exzenterbuchsen (54 bis 57, 54.1 bis 57.1)
in den Druckwerkseitenwänden (52, 53) oder in Heben (77 bis 80) gelagert ist, die
schwenkbar an den Druckwerkseitenwänden (81, 82) angeordnet sind.
2. Rollenrotationsdruckmaschine für schnellen Produktionswechsel mit mehreren Doppeldruckwerken
(11, 12, 20 bis 24, 26 bis 33, 35 bis 42, 70, 71, 102) wobei jedes Doppeldruckwerk
(11, 12, 20 bis 24, 26 bis 33, 35 bis 42, 70, 71, 102) einen Form- und einen Übertragungszylinder
(15, 15.1, 15.2, 15.3, 16, 16.1, 16.2, 16.3, 17, 17.1, 17.2, 17.3, 18, 18.1, 18.2,
18.3) aufweisende Druckwerke (13, 13.1, 13.2, 13.3, 14, 14.1, 14.2, 14.3) enthält,
deren Übertragungszylinder (17, 17.1, 17.2, 17.3, 18, 18.1, 18.2, 18.3) zum beidseitigen
Bedrucken einer Bahn (19, 25, 34, 43, 72) im Gummi-Gummi-Prinzip gegeneinander anstellbar
sind, und wobei jedes Druckwerk (13, 13.1, 13.2, 13.3, 14, 14.1, 14.2, 14.3) einen
eigenen Elektromotor (63, 64, 69, 91, 92, 103 bis 106) aufweist und die Übertragungszylinder
(17, 17.1, 17.2, 17.3, 18, 18.1, 18.2, 18.3) nicht in Antriebsverbindung stehen, wobei
mindestens ein Doppeldruckwerk (11, 12, 20 bis 24, 26 bis 33, 35 bis 42, 70, 71, 102)
abschaltbar und dessen Übertragungszylinder (17, 17.1, 17.2, 17.3, 18, 18.1, 18.2,
18.3) derart voneinander wegstellbar sind, daß zwischen ihnen (17, 17.1, 17.2, 17.3,
18, 18.1, 18.2, 18.3) hindurch die das bzw. die weiteren Doppeldruckwerke (11, 12,
20 bis 24, 26 bis 33, 35 bis 42, 70, 71, 102) im Druckbetrieb passierende Bahn (19,
25, 34, 43, 72) führbar ist, und daß die Übertragungszylinder (17, 18) des abschaltbaren
Doppeldruckwerks (11) Gummituchhülsen (62) tragen, die durch eine freilegbare Öffnung
(61) einer Druckwerkseitenwand (52) wechselbar sind, und die Formzylinder (15, 16)
Druckplatten (101) tragen, die über eine Plattenwechselvorrichtung (99, 100) wechselbar
sind.
3. Rollenrotationsdruckmaschine für schnellen Produktionswechsel mit mehreren Doppeldruckwerken
(11, 12, 20 bis 24, 26 bis 33, 35 bis 42, 70, 71, 102) wobei jedes Doppeldruckwerk
(11, 12, 20 bis 24, 26 bis 33, 35 bis 42, 70, 71, 102) einen Form- und einen Übertragungszylinder
(15, 15.1, 15.2, 15.3, 16, 16.1, 16.2, 16.3, 17, 17.1, 17.2, 17.3, 18, 18.1, 18.2,
18.3) aufweisende Druckwerke (13, 13.1, 13.2, 13.3, 14, 14.1, 14.2, 14.3) enthält,
deren Übertragungszylinder (17, 17.1, 17.2, 17.3, 18, 18.1, 18.2, 18.3) zum beidseitigen
Bedrucken einer Bahn (19, 25, 34, 43, 72) im Gummi-Gummi-Prinzip gegeneinander anstellbar
sind, und wobei jedes Druckwerk (13, 13.1, 13.2, 13.3, 14, 14.1, 14.2, 14.3) einen
eigenen Elektromotor (63, 64, 69, 91, 92, 103 bis 106) aufweist und die Übertragungszylinder
(17, 17.1, 17.2, 17.3, 18, 18.1, 18.2, 18.3) nicht in Antriebsverbindung stehen, wobei
mindestens ein Doppeldruckwerk (11, 12, 20 bis 24, 26 bis 33, 35 bis 42, 70, 71, 102)
abschaltbar und dessen Übertragungszylinder (17, 17.1, 17.2, 17.3, 18, 18.1, 18.2,
18.3) derart voneinander wegstellbar sind, daß zwischen ihnen (17, 17.1, 17.2, 17.3,
18, 18.1, 18.2, 18.3) hindurch die das bzw. die weiteren Doppeldruckwerke (11, 12,
20 bis 24, 26 bis 33, 35 bis 42, 70, 71, 102) im Druckbetrieb passierende Bahn (19,
25, 34, 43, 72) führbar ist, und daß die Übertragungszylinder (17, 18) des abschaltbaren
Doppeldruckwerks (11) Gummituchhülsen (62) und die Formzylinder (15, 16) Druckformhülsen
(107) tragen, die allesamt durch eine freilegbare Öffnung einer Druckwerkseitenwand
(52) wechselbar sind.
4. Rollenrotationsdruckmaschine für schnellen Produktionswechsel mit mehreren Doppeldruckwerken
(11, 12, 20 bis 24, 26 bis 33, 35 bis 42, 70, 71, 102) wobei jedes Doppeldruckwerk
(11, 12, 20 bis 24, 26 bis 33, 35 bis 42, 70, 71, 102) einen Form- und einen Übertragungszylinder
(15, 15.1, 15.2, 15.3, 16, 16.1, 16.2, 16.3, 17, 17.1, 17.2, 17.3, 18, 18.1, 18.2,
18.3) aufweisende Druckwerke (13, 13.1, 13.2, 13.3, 14, 14.1, 14.2, 14.3) enthält,
deren Übertragungszylinder (17, 17.1, 17.2, 17.3, 18, 18.1, 18.2, 18.3) zum beidseitigen
Bedrucken einer Bahn (19, 25, 34, 43, 72) im Gummi-Gummi-Prinzip gegeneinander anstellbar
sind, und wobei jedes Druckwerk (13, 13.1, 13.2, 13.3, 14, 14.1, 14.2, 14.3) einen
eigenen Elektromotor (63, 64, 69, 91, 92, 103 bis 106) aufweist und die Übertragungszylinder
(17, 17.1, 17.2, 17.3, 18, 18.1, 18.2, 18.3) nicht in Antriebsverbindung stehen, wobei
mindestens ein Doppeldruckwerk (11, 12, 20 bis 24, 26 bis 33, 35 bis 42, 70, 71, 102)
abschaltbar und dessen Übertragungszylinder (17, 17.1, 17.2, 17.3, 18, 18.1, 18.2,
18.3) derart voneinander wegstellbar sind, daß zwischen ihnen (17, 17.1, 17.2, 17.3,
18, 18.1, 18.2, 18.3) hindurch die das bzw. die weiteren Doppeldruckwerke (11, 12,
20 bis 24, 26 bis 33, 35 bis 42, 70, 71, 102) im Druckbetrieb passierende Bahn (19,
25, 34, 43, 72) führbar ist, und daß die Übertragungszylinder (17.3, 18.3) des abschaltbaren
Doppeldruckwerks (102) Gummituchhülsen (62) und die Formzylinder (15.3, 16.3) Druckformhülsen
(107) tragen und daß die Form- und Übertragungszylinder (15.3 bis 18.3) fliegend in
einer Druckwerkseitenwand (53) gelagert sind.
5. Rollenrotationsdruckmaschine für schnellen Produktionswechsel mit mehreren Doppeldruckwerken
(11, 12, 20 bis 24, 26 bis 33, 35 bis 42, 70, 71, 102) wobei jedes Doppeldruckwerk
(11, 12, 20 bis 24, 26 bis 33, 35 bis 42, 70, 71, 102), einen Form- und einen Übertragungszylinder
(15, 15.1, 15.2, 15.3, 16, 16.1, 16.2, 16.3, 17, 17.1, 17.2, 17.3, 18, 18.1, 18.2,
18.3) aufweisende Druckwerke (13, 13.1, 13.2, 13.3, 14, 14.1, 14.2, 14.3) enthält,
deren Übertragungszylinder (17, 17.1, 17.2, 17.3, 18, 18.1, 18.2, 18.3) zum beidseitigen
Bedrucken einer Bahn (19, 25, 34, 43, 72) im Gummi-Gummi-Prinzip gegeneinander anstellbar
sind, und wobei jedes Druckwerk (13, 13.1, 13.2, 13.3, 14, 14.1, 14.2, 14.3) einen
eigenen Elektromotor (63, 64, 69, 91, 92, 103 bis 106) aufweist und die Übertragungszylinder
(17, 17.1, 17.2, 17.3, 18, 18.1, 18.2, 18.3) nicht in Antriebsverbindung stehen, wobei
mindestens ein Doppeldruckwerk (11, 12, 20 bis 24, 26 bis 33, 35 bis 42, 70, 71, 102)
abschaltbar und dessen Übertragungszylinder (17, 17.1, 17.2, 17.3, 18, 18.1, 18.2,
18.3) derart voneinander wegstellbar sind, daß zwischen ihnen (17, 17.1, 17.2, 17.3,
18, 18.1, 18.2, 18.3) hindurch die das bzw. die weiteren Doppeldruckwerke (11, 12,
20 bis 24, 26 bis 33, 35 bis 42, 70, 71, 102) im Druckbetrieb passierende Bahn (19,
25, 34, 43, 72) führbar ist, und daß bei dem abschaltbaren Doppeldruckwerk (13, 13.1,
13.2, 13.3, 14, 14.1, 14.2, 14.3) jeder Form- und Übertragungszylinder (15, 15.1,
15.2, 15.3, 16, 16.1, 16.2, 16.3, 17, 17.1, 17.2, 17.3, 18, 18.1, 18.2, 18.3) von
einem eigenen Elektromotor (103 bis 107) angetrieben wird oder die Form- und Übertragungszylinder
(15, 15.1, 15.2, 15.3, 16, 16.1, 16.2, 16.3, 17, 17.1, 17.2, 17.3, 18, 18.1, 18.2,
18.3) eines jeden Druckwerkes (13, 13.1, 13.2, 13.3, 14, 14.1, 14.2, 14.3) über Stirnräder
(65 bis 68, 93 bis 96) in Antriebsverbindung stehen und jeweils der Form- oder Übertragungszylinder
(15, 15.1, 15.2, 15.3, 16, 16.1, 16.2, 16.3, 17, 17.1, 17.2, 17.3, 18, 18.1, 18.2,
18.3) von einem eigenen Elektromotor (63, 64, 91, 92) angetrieben wird, wobei mindestens
ein Übertragungszylinder (17, 17.1, 17.2, 17.3, 18, 18.1, 18.2, 18.3) zur Verstellung
mit seinen Zapfen (48 bis 51, 73 bis 76) in Exzenterbuchsen (54 bis 57, 54.1 bis 57.1)
in den Druckwerkseitenwänden (52, 53) oder in Hebeln (77 bis 80) gelagert ist, die
schwenkbar an den Druckwerkseitenwänden (81, 82) angeordnet sind, und daß die Übertragungszylinder
(17, 18) des abschaltbaren Doppeldruckwerks (11) Gummituchhülsen (62) tragen, die
durch eine freilegbare Öffnung (61) einer Druckwerkseitenwand (52) wechselbar sind,
und die Formzylinder (15, 16) Druckplatten (101) tragen, die über eine Plattenwechselvorrichtung
(99, 100) wechselbar sind, oder die Formyzlinder (15, 16) statt Druckplatten (101)
Druckformhülsen (107) tragen, die durch eine freilegbare Öffnung einer Druckwerkseitenwand
(52) wechselbar sind, oder daß die Übertragungszylinder (17.3, 18.3) des abschaltbaren
Doppeldruckwerks (102) Gummituchhülsen (62) und die Formzylinder (15.3, 16.3) Druckformhülsen
(107) tragen und daß die Form- und Übertragungszylinder (15.3 bis 18.3) fliegend in
einer Druckwerkseitenwand (53) gelagert sind.