[0001] Die Erfindung betrifft eine Verpackung gefüllt mit einzeln von Folie umhüllten rechteckigen
insbesondere quadratischen, flexiblen Scheiben eines leicht verderblichen Lebensmittels
wie Käse, Wurst, Soja, Sauce, Frucht, Gemüse, Sülze und ähnlichem.
Es ist bekannt einzeln mit Folie luftdicht verschlossene Käsescheiben waagerecht übereinander
zu legen, so daß sie einen Scheibenstapel bilden, der von einer Verpackungsfolie umhüllt
wird, die außen bedruckt ist, um Informationen über den Inhalt, den Hersteller usw.
zu gehen. Wird vom Verbraucher die äußere Verpackungsfolie aufgerissen, so ist sie
nicht mehr weiter verwendbar und wird in der Regel entsorgt.
[0002] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Verpackung für einzeln von Folie umhüllten, flexiblen
Lebensmittelscheiben zu schaffen, die nach ihrem Öffnen weiterhin zur Aufbewahrung
der Scheiben genutzt werden kann und hierbei eine leichte Entnahme der Scheiben von
Hand ermöglicht.
[0003] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß eine Mehrzahl von umhüllten
Scheiben aufrecht stehend als Stapel in einem nach oben offenen Behälter angeordnet
sind, wobei der Stapel von den vier senkrechten Außenwänden des Behälters umgeben
ist und die umhüllten Scheiben auf dem Behälterboden stehen.
[0004] Die in dem Behälter etwa senkrecht stehenden, einzeln verpackten Scheiben sind nach
dem Öffnen des Behälters leicht von Hand entnehmbar, da sie in ihrer senkrechten Lage
am oberen Rand besonders einfach von Hand greifbar sind und der Behälter insbesondere
das Behälterunterteil nach Entfernen einer Außenhülle weiterhin als Aufbewahrungsbox
der verbleibenden Scheiben dient bis die letzte entnommen ist.
[0005] Eine solche Verpackung ist nicht nur formschön, sondern bietet die Ware auch dem
Verbraucher vorteilhaft an. Ferner läßt sich eine solche Verpackung besonders leicht
maschinell füllen.
[0006] Besonders vorteilhaft ist es, wenn die umhüllten Scheiben mit dem Behälterboden einen
Winkel (α) von 60 bis 85 Grad insbesondere von 80 Grad bilden . Auch sollte der Boden
des Behälters eine gewellte Oberseite zum Fixieren der Scheiben aufweisen. Hierbei
kann die gewellte Oberseite von einem Abschnitt aus einem steifen Material insbesondere
aus Karton gebildet sein, der an der inneren Rückseite des Behälters in einem Winkel
(α) von 60 bis 85 Grad insbesondere von 80 Grad nach oben geführt ist.
[0007] Von Vorteil ist es, wenn die Behältervorder- und -rückseite in ihrer Breite nur wenig
größer sind als die Scheibenbreite. Auch sollte die Behältervorderseite eine geringere
Höhe aufweisen als die Behälterrückseite.
[0008] Von Vorteil ist es, wenn der Behälter als Schachtel insbesondere aus Karton gefertigt
ist.
[0009] Ein vorteilhaftes Verfahren zum Einbringen und Stapeln von Scheiben in Behälter besteht
darin, daß die Scheiben senkrecht zwischen zwei umlaufenden Transportriemen einzeln
nach unten transportiert werden und von oben in den Behälter gleiten, wobei eine Scheibe
nach der anderen sich auf die vorherige Scheibe legt und mindestens ein waagerechtes
Transportband die Behälter während des Stapelns weiter bewegt. Hierbei können die
Behälter und vorzugsweise die Scheiben durch Bürstenbänder und/oder Bürstenräder fixiert
und waagerecht vorwärts bewegt werden. Vorteilhafterweise werden. Vorteilhafterweise
werden nach dem Einbringen der letzten Scheibe in den Behälter das Transportband bzw.
die Transportbänder kurzzeitig beschleunigt, bis der nächste leere Behälter die Transportriemen
erreicht hat.
[0010] Ein Ausführungsbeispiel der Verpackung und einer Verpackungsanlage sind in den Zeichnungen
dargestellt und werden im folgenden näher beschrieben.
[0011] Es zeigen:
- Figur 1
- eine Seitenansicht einer von einer Folie allseitig umhüllten Scheibe,
- Figur 2
- eine Stirnansicht der Scheibe,
- Figur 3
- eine perspektivische Ansicht eines Behälters mit darin stehenden gestapelten Scheiben,
- Figur 4
- den Behälter nach Figur 3 in einer Seitenansicht, mit Umhüllungsfolie
- Figur 5
- einen Ausschnitt aus einer Verpackungsanlage während die letzte Scheibe von oben eingeführt
wird,
- Figur 6
- die Verpackungsanlage nach Figur 5 nach dem Vorschub von dem zuletzt gefüllten Behälter
zu einem neuen leeren Behälter,
- Figur 7
- einen senkrechten Schnitt durch die Anlage nach Figur 5 und 6.
[0012] Eine rechteckige insbesondere quadratische flexible und damit nicht starre Scheibe
1 von wenigen Millimetern Dicke beinhaltet ein leicht verderbliches Lebensmittel wie
Käse, Wurst, Soja, Sauce, Früchte, Gemüse, Sülze oder ähnliches und weist eine allseitig
umhüllende Kunststoffolie auf, die an den Scheibenrändern versiegelt ist und damit
dort Versiegelungsränder 2 bildet, so daß die Scheibe 1 sich in einen gasdichten Schlauchbeutel
besitzt, dessen Flächen dicht an den Lebensmittelaußenseiten anliegen.
[0013] Mehrere Scheiben 1 stehen senkrecht, einen Stapel bildend in einem nach oben offenen
Behälter (Schachtel) 3 insbesondere aus Karton. Der Behälter 3 weist eine senkrechte
Vorderseite 4, eine senkrechte Rückseite 5 und zwei senkrechte Seitenwände 7, 8 auf,
so daß die Wände 5 bis 8 den Scheibenstapel an vier Seiten umgeben. Hierbei besitzt
die Vorderseite 4 eine geringere Höhe als die Rückseite 5 und insbesondere die Seitenwände
7, 8, so daß die Scheiben von vorne leicht von Hand einzeln entnehmbar sind, nachdem
eine Behälterumhüllung 21 insbedondere aus Kunststofffolie entfert wurde. Diese Umhüllungsfolie
ermöglicht es den Behälterinhalt zu begasen.
[0014] Die Scheiben 1 stehen nicht absolut senkrecht im Innern des Behälters 3, sondern
in einer leicht schrägen Anordnung, wobei die Scheiben mit dem Behälterboden einen
Winkel α von 60 bis 85 Grad insbesondere von 80 Grad bilden. Damit der gewählte Winkel
eingehalten wird, befindet sich auf der Innenseite der Rückwand 5 eine Einlage 10
insbesondere aus Karton in Form einer schrägen Wand, die im selben Winkel α schräg
gestellt ist und an der die hinterste Scheibe 1 anliegt. Damit die Scheiben auf dem
Boden 9 nicht verrutschen, bildet der Boden 9 ein eine gewellte Oberseite 11, insbesondere
aus Karton, wobei jede Scheibe 1 mit ihrer Unterseite in einer zwischen zwei Rippen
befindliche Ausnehmung 12 einliegt. Die gewellte Oberseite 11 kann von einem Abschnitt
gebildet sein, der einstückig in die Einlage 10 übergeht.
[0015] In den Figuren 5 bis 7 ist ein Ausschnitt aus einer Anlage dargestellt, die die einzeln
umhüllten Scheiben 1 in die Behälter 3 füllt. Die Anlage weist eine untere Längsführung
13 auf, in der die Behälter 3 in Transportrichtung gleiten. Hierbei werden die Behälter
durch mit Bürsten versehene waagerechte Transportbänder 14 bewegt und auch die Scheibenstapel
werden durch waagerecht umlaufende Bürstenbänder 15 transportiert. Die Bänder 15 fixieren
zudem die Scheiben in der Packung und halten den Behälter 3 oben offen, um keine Störkanten
entstehen zu lassen. Funktion und Konstruktion dieser Bürstenbänder 14, 15 werden
hier nicht genauer beschrieben, da ihre Technik in der nicht vorveröffentlichten deutschen
Patentanmeldung P 196 04 926.1 ausführlich dargestellt ist.
[0016] Die Anlage weist zwei oberhalb der Behälter 3 angeordnete umlaufende Transportriemen
16, 17 auf, die einen senkrechten Transportspalt 18 bilden, durch den einzelne Scheiben
1 nach unten zu dem jeweils darunter befindlichen Behälter 3 geführt werden. Die Scheiben
gelangen kurz oberhalb des Behälters auf ein im Winkel leicht schräggestelltes Führungsblech
19 und gleiten über dieses Blech in den Behälter 3. Zwei seitliche Führungsbleche
20 (Figur 7) sorgen dafür, daß die Scheiben zusätzlich zu den Seiten hin geführt sind.
[0017] Die Scheiben 1 werden damit in senkrechter bzw. leicht schräger Stellung einzeln
in den jeweiligen Behälter 3 geführt, wobei von Scheibe zu Scheibe der bzw. die Behälter
um die Scheibenbreite vorwärts bewegt werden, so daß sich eine Scheibe nach der anderen
sich auf die vorherige legt und der Stapel innerhalb des Behälters gebildet wird.
Nach dem Einbringen der letzten Scheibe in den jeweiligen Behälter, wird die Vorschubbewegung
der Transportbänder 14, 15 kurzzeitig beschleunigt, bis der nächste leere Behälter
unterhalb der Transportriemen 16, 17 und dem Führungsblech 19 steht.
1. Verpackung gefüllt mit einzeln von Folie umhüllten rechteckigen insbesondere quadratischen
flexiblen Scheiben (1) eines leicht verderblichen Lebensmittels dadurch gekennzeichnet, daß eine Mehrzahl von umhüllten Scheiben (1) aufrecht stehend als Stapel in einem
nach oben offenen Behälter (3) angeordnet sind, wobei der Stapel von den vier senkrechten
Außenwänden (5-8) des Behälters umgeben ist und die umhüllten Scheiben auf dem Behälterboden
(9) stehen.
2. Verpackung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die umhüllten Scheiben (1) mit dem Behälterboden (9) einen Winkel ( ) von 60
bis 85 Grad insbesondere von 80 Grad bilden.
3. Verpackung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden (9) des Behälters (3) eine gewellte Oberseite (11) zum Fixieren der
Scheiben (1) aufweist.
4. Verpackung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die gewellte Oberseite (11) von einem Abschnitt (10) aus einem steifen Material
insbesondere Karton gebildet ist, der an der inneren Rückseite des Behälters in einem
Winkel ( ) von 60 bis 85 Grad insbesondere von 80 Grad nach oben geführt ist.
5. Verpackung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Behältervorder- und -rückseite (5,6) in ihrer Breite nur wenig größer sind
als die Scheibenbreite.
6. Verpackung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Behältervorderseite (6) eine geringere Höhe aufweist als die Behälterrückseite
(5).
7. Verpackung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (3) als Schachtel insbesondere aus Karton gefertigt ist.
8. Verfahren zum Einbringen und Stapeln von Scheiben (1) in Verpackungen (3) nach einem
der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheiben (1) senkrecht zwischen zwei umlaufenden Transportriemen (16,17)
einzeln nach unten transportiert werden und von oben in den Behälter (3) gleiten,
wobei eine Scheibe nach der anderen sich auf die vorherige Scheibe legt und mindestens
ein waagerechtes Transportband (14) die Behälter während des Stapelns weiter bewegt.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Behälter und vorzugsweise die Scheiben durch Bürstenbänder (14, 15) und/oder
Bürstenräder fixiert und waagerecht vorwärts bewegt werden.
10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Einbringen der letzten Scheibe (1) in den Behälter (3) das Transportband
bzw. die Transportbänder (14, 15) kurzzeitig beschleunigt werden bis der nächste leere
Behälter die Transportriemen (16, 17) erreicht hat.