[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Vereinzeln gestapelter Druckereiprodukte
gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Eine Einrichtung dieser Art ist aus der EP-A-0 628 505 bekannt. Sie weist an einem
kontinuierlich drehenden Rotor mittels je eines Schwenkarmes verankerte Saugköpfe
auf. Die Schwenkarme sind mittels eines dem Drehantrieb des Rotors überlagerten Schwenkantriebs
hinsichtlich ihrer Schwenklage so angetrieben, dass sie in die Übernahmestelle in
Schubbetrieb einfahren und diese in Schleppbetrieb verlassen. Im Umkehrpunkt saugen
sich die Saugköpfe am Rand des jeweils äussersten Produkts eines Stapels an. Durch
ihre Kippbewegung im Umkehrpunkt wird der erfasste Produkterand von dem benachbarten
Druckereiprodukt eindeutig und sicher getrennt. In Verbindung mit einer Abtransportvorrichtung
mit nacheinanderfolgend umlaufenden Greifern wird der Rand der Druckereiprodukte durch
die während des Umlaufs verschwenkten Saugköpfe in die Greifer hineingelegt.
[0003] Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die gattungsgemässe Einrichtung derart
weiterzubilden, dass sie zum Separieren von einen Bund aufweisenden, mehrblättrigen,
insbesondere vielblättrigen, Druckereiprodukten besonders gut geeignet ist.
[0004] Diese Aufgabe wird mit einer Einrichtung gelöst, die die Merkmale des Anspruchs 1
aufweist. Erfindungsgemäss wird das jeweils zu separierende Druckereiprodukt am Bund
mittels eines Haken-Greiferelements erfasst und mit dem dem Bund gegenüberliegenden
Rand an einem Anschlag in Anlage gehalten. Die Relativbewegung des Haken-Greiferelements
zum Anschlag führt zu einem Aufbiegen des zu separierenden Druckereiprodukts vom Bund
her in Richtung vom Stapel weg. Gesteuerte Greifer einer Abtransportvorrichtung können
die separierten Druckereiprodukte vom freiliegenden Bund her problemlos für den Wegtransport
ergreifen. Das als Haken-Greiferelement ausgebildete Halteelement ist besonders einfach
aufgebaut. Es können mehrblättrige, gefaltete Druckereiprodukte verarbeitet werden,
wobei dabei der Falz den Bund bildet, an dem das Haken-Greiferelement angreift. Es
können auch entlang einem Rand miteinander beispielsweise durch Klammer- oder Klebheften
zu einem Druckereiprodukt verbundene Blätter verarbeitet werden, wobei der Rand, an
dem die Blätter miteinander verbunden sind, den Bund bildet, an dem das Haken-Greiferelement
angreift. Weil das Haken-Greiferelement mit seinem Auslegerarm am Bund des äussersten
Druckereiprodukts zur Anlage kommt und dann am Produkt gleitend geführt ist, ist ein
sicheres Erfassen des Bundes mittels des Hakenmauls gewährleistet.
[0005] Eine besonders bevorzugte Ausbildungsform der erfindungsgemässen Einrichtung ist
im Anspruch 2 angegeben. Zusätzlich zu einer äusserst einfachen Ausbildung des Haken-Greiferelements
ist auf einfache Art und Weise sichergestellt, dass das Haken-Greiferelement mit Kraft
am Druckereiprodukt in Anlage gehalten ist, bis das Hakenmaul den Bund erfasst hat.
[0006] Bei einer bevorzugten Ausbildungsform der erfindungsgemässen Einrichtung nach Anspruch
3 nimmt das Haken-Greiferelement im Übernahmeabschnitt und diesem nachfolgend bis
zur Übergabe des zu separierenden Druckereiprodukts eine optimale Lage ein, um ein
sicheres Erfassen sowie nachfolgendes Halten des Druckereiprodukts sicherzustellen.
[0007] Eine besonders einfache Ausbildung des Schwenkantriebs der erfindungsgemässen Einrichtung
ist im Anspruch 4 definiert.
[0008] Eine weitere besonders bevorzugte Ausbildungsform der erfindungsgemässen Einrichtung
ist im Anspruch 5 definiert. Sie bietet die Möglichkeit, das Separieren zu unterbrechen,
ohne dass die Antriebsanordnung stillgesetzt werden muss. Da die Bewegung des Haken-Greiferelements
mit der Abtransportvorrichtung synchronisiert ist, bietet dies die Möglichkeit, das
Übergeben von Druckereiprodukten an die Abtransportvorrichtung zu unterbrechen, obwohl
diese weiterhin angetrieben ist.
[0009] Weitere, besonders bevorzugte Ausbildungsformen der erfindungsgemässen Einrichtung
sind in den weiteren abhängigen Ansprüchen definiert.
[0010] Die Erfindung wird nun anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert. Es zeigen rein schematisch:
- Fig. 1
- in Ansicht eine erfindungsgemässe Einrichtung mit einer Stapelauflage, einer Abtransportvorrichtung
und einem dazwischen angeordneten Separierer;
- Fig. 2
- in Ansicht den in der Fig. 1 gezeigten Separierer zu unterschiedlichen Zeitpunkten
beim Separieren eines Druckereiprodukts vom Stapel;
- Fig. 3
- ebenfalls in Ansicht den in den Fig. 1 und 2 gezeigten Separerer mit einem Schwenkantrieb
für die Haken-Greiferelemente sowie einer Steuereinrichtung zum Verschwenken der Haken-Greiferelemente
in eine Ruhelage; und
- Fig. 4
- in Draufsicht und teilweise geschnitten entlang der in der Fig. 3 mit IV bezeichneten
Schnittlinie den Separierer sowie die Abtransportvorrichtung.
[0011] Bei der in der Fig. 1 gezeigten Einrichtung ist eine Stapelauflage 10 durch einen
in Förderrichtung F umlaufend angetriebenen Bandförderer 12 gebildet, der derart höhenverstellbar
ist, dass jeweils ein äusserstes Druckereiprodukt 14 eines auf der Stapelauflage 10
aufliegenden Stapels 16 sich an einem vorbestimmten Ort befindet. In Förderrichtung
F gesehen, stromabwärts des Stapels 16 ist ein ortsfester Anschlag 18 angeordnet,
an dem die den Stapel 16 bildenden, einen Bund 20 aufweisenden Druckereiprodukte 14'
mit ihrem dem Bund 20 gegenüberliegenden offenen Rand 22 anliegen.
[0012] Oberhalb der Stapelauflage 10 ist ein Separierer 24 angeordnet. Er weist, wie dies
auch aus Fig. 2 hervorgeht, drei als Haken-Greiferelemente 26 ausgebildete Halteelemente
28 auf, die entlang einer kreisförmigen Umlaufbahn 30 in Umlaufrichtung U umlaufend
angetrieben sind. Die Umlaufbahn 30 verläuft in einer Umlaufebene, die rechtwinklig
zum Stapel 16 und somit rechtwinklig zur Stapelauflage 10 und parallel zur Förderrichtung
F verläuft. Die Haken-Greiferelemente 26 sind aus einem Abschnitt eines Federstahlbandes
gebildet, der an einem seiner Enden hakenförmig gebogen ist. Mit dem von dieser Biegung
entfernten Endbereich, ist der Abschnitt in einem Schaft 34 befestigt, derart, dass
er einen selbstfedernden Auslegerarm 36 bildet, an dessen freiem Ende auf der der
Stapelauflage 10 zugewandten Seite das durch die Biegung erzeugte Hakenmaul 38 angeordnet
ist. Die den drei Haken-Greiferelementen 26 zugeordneten Schäfte 34 sind an einem
in Umlaufrichtung U, beispielsweise über einen mit einem Motor verbundenen Zahnriemen
39 kontinuierlich angetriebenen Rotor 40 frei drehbar gelagert und mittels eines dem
Umlaufantrieb überlagerten Schwenkantriebs 42, der weiter unten zu beschreiben sein
wird, in einer zu sich parallelen Lage gehalten. Der Rotor 40 und der Schwenkantrieb
42 bilden eine Antriebsanordnung 44 für die Haken-Greiferelemente 26.
[0013] In einem unterhalb der Achse 40' des Rotors 40 sich befindenden Bereich ihrer Umlaufbahn
30 durchlaufen die Haken-Greiferelemente 26 einen Übernahmeabschnitt 46. In diesem
Übernahmeabschnitt 46 gesehen, ist der Schaft 34 bezüglich des Hakenmauls 38 vorlaufend
und ist der Auslegerarm 36 bezüglich des Schafts 34 in einer nach hinten und schräg
nach unten verlaufenden Arbeitslage 48 angeordnet. Der Auslegerarm 36 schliesst mit
einer Horizontalen einen Winkel α ein, der vorzugsweise zwischen 10 und 70°, insbesondere
zwischen 25 und 60°, in besonders bevorzugter Weise etwa 40° beträgt.
[0014] Bezüglich der Umlaufbahn 30 ist das äusserste Druckereiprodukt 14 des Stapels 16
jeweils derart angeordnet, dass jeweils ein Haken-Greiferelement 26 mit seinem Auslegerarm
36 am Bund 20 dieses Druckereiprodukts 14 beim Durchlaufen des Übernahmeabschnitts
46 zur Anlage kommt. Dabei befindet sich der betreffende Schaft 34 ungefähr vertikal
unterhalb der Achse 40' des Rotors 40, so dass das betreffende Haken-Greiferelement
26 mit einer Hauptkomponente in Richtung zum Anschlag 18 (Fig. 1) bewegt wird. Im
Zuge der Weiterbewegung ist der Auslegerarm 36 am Bund 20 des äussersten Druckereiprodukts
14 gleitend geführt und wird dabei durch die Gegenkraft des Stapels 16 blattfederartig
gebogen, so dass er mit einer bestimmten Kraft gegen das Druckereiprodukt 14 drückt;
siehe in Fig. 2 die strichpunktiert angedeutete und mit 26' bezeichnete Lage des Haken-Greiferelements.
Dies stellt das sichere Fassen des äussersten Druckereiprodukts 14 am Bund 20 mittels
des Hakenmauls 38 sicher, wie dies mit dem mit ausgezogenen Linien gezeigten Haken-Greiferelement
26 am Ende des Übernahmeabschnitts 46 angedeutet ist. Vom Übernahmeabschnitt 46 bis
zu einem Übergabeabschnitt 50 für die separierten Druckereiprodukte 14 werden die
Haken-Greiferelemente 26 entlang der Umlaufbahn 30 in einer Richtung R bewegt, die
eine zum Anschlag 18 hin zeigende Horizontalkomponente H und eine in vertikaler Richtung
nach oben vom Stapel 16 weg zeigende Komponente V aufweist. Diese Bewegung des betreffenden
Schafts 34 führt dazu, dass das mittels des Hakenmauls 38 gehaltene äusserste Druckereiprodukt
14 mit dem Bund 20 voraus vom Stapel 16 separiert wird, indem es mit dem an den Bund
20 angrenzenden Randbereich 20' in Richtung gegen oben gebogen wird, ein Weichen in
Richtung H aber mittels des Anschlags 18 verhindert wird.
[0015] Wie dies aus der Fig. 1 ebenfalls hervorgeht, ist oberhalb der Stapelauflage 10 eine
Abtransportvorrichtung 52 angeordnet. Sie weist ein in bekannter Art und Weise in
einem Führungskanal 54 geführtes und um ein Umlenkrad 56 umgelenktes endloses Zugorgan
58 auf, an dem mit konstantem Abstand hintereinander gesteuerte Greifer 60 angeordnet
sind. Die Greifer 60 bewegen sich entlang einer Bewegungsbahn 61 in einer Ebene, die
parallel zur Umlaufbahn 30 verläuft. Die in Schliessrichtung mittels einer nicht gezeigten
Feder vorgespannten Greiferbacken 62, 62' sind um eine Greiferachse 60' schwenkbar,
die rechtwinklig zu dieser Ebene verläuft. An jeder der Greiferbacken 62, 62' ist
ein Hebel 64, 64' befestigt, der an seinem freien Ende eine Rolle 66 trägt. Seitlich
neben dem Umlenkrad 56 sind zwei Kulissen 68, 68' ortsfest angeordnet, die dazu bestimmt
sind, mit den den Hebeln 64 bzw. 64' zugeordneten Rollen 66 zusammenzuwirken, um die
Greiferbacken 62, 62' bei der Umlenkung um das Umlenkrad 56 und im darauffolgenden
Abschnitt des Führungskanals 54 in eine gewünschte Lage zu verschwenken bzw. in der
betreffenden Schwenklage zu halten. Bevor die Greifer 60 jeweils den Übergabeabschnitt
50 erreichen, werden sie durch gegensinnige Bewegung der Greiferbacken 62, 62' in
Offenstellung verbracht und derart verschwenkt, dass das Greifermaul 69 im wesentlichen
in Richtung gegen unten zeigt, so dass das jeweils mittels des Separierers 24 vom
Stapel 16 separierte äusserste Druckereiprodukt 14 mit seinem Bund 20 voraus zwischen
die Greiferbacken 62, 62' in das geöffnete Greifermaul 69 eingeführt werden kann.
Am stromabwärts gelegenen Ende des Übernahmeabschnitts 46 werden die Greifer 60 durch
Verschwenken der Greiferbacken 62, 62' aufeinander zu geschlossen, um das betreffende
Druckereiprodukt 14 vom Greifer 60 gehalten, weg zu transportieren.
[0016] Wie dies aus den Fig. 3 und 4 erkennbar ist, weist der Schwenkantrieb 42 ein feststehendes
Sonnenrad 70 auf, das zur Rotorachse 40' koaxial angeordnet ist. Auf den auf einem
Kreis um die Rotorachse 40' gleichmässig verteilt angeordneten Schäften 34 ist je
ein Antriebsrad 72 frei drehbar gelagert. Pro Antriebsrad 72 ist am Rotor 40 ein Planetenrad
74 gelagert, das einerseits mit dem betreffenden Antriebsrad 72 und andererseits mit
dem Sonnenrad 70 kämmt. Da der Durchmesser der Antriebsräder 72 gleich dem Durchmesser
des Sonnenrades 70 ist, drehen sich die Antriebsräder 72 beim Drehen des Rotors 40
in Umlaufrichtung U dieser Richtung entgegen, derart, dass sie ihre Schwenklage unverändert
beibehalten.
[0017] Auf jedem der Schäfte 34 sitzt drehfest ein zweiarmiger Anschlaghebel 76, der mittels
einer Zugfeder 78 mit einem Arm in Anlage an einem Gegenanschlag 80 gehalten ist.
Dieser Gegenanschlag 80 ist am betreffenden Antriebsrad 72 fest angeordnet. Am dem
Gegenanschlag 80 entgegengesetzten Ende des Anschlaghebels 76 ist an diesem eine Steuerrolle
82 frei drehbar gelagert. An einem Maschinengestell 84, an dem der Rotor 40 drehbar
gelagert ist, ist weiter ein doppelarmiger Steuerhebel 86 einer Steuereinrichtung
88 schwenkbar angeordnet. Dieser ist mittels eines ebenfalls am Maschinengestell 84
abgestützten schnellschaltenden Zylinder-Kolbenaggregats 90 aus einer strichpunktiert
angedeuteten Passivstellung 90' in eine mit ausgezogenen Linien angedeutete Aktivstellung
90'' verschwenkbar. Der vom Zylinder-Kolbenaggregat 90 entfernte Hebelarm 86' des
doppelarmig ausgebildeten Steuerhebels 86 ist auf seiner oberen, der Rotorachse 40'
zugewandten Seite, kulissenartig ausgebildet. In Passivstellung 90' befindet sich
der Steuerhebel 86 ausserhalb der Bewegungsbahn der Steuerrollen 82. Ist allerdings
der Steuerhebel 86 in Aktivstellung 90'' verschwenkt, laufen die Steuerrollen 82 von
oben auf den Hebelarm 86' auf, wodurch der Anschlaghebel 76 und zusammen mit diesem
die Haken-Greiferelemente 26 entgegen der Kraft der Zugfeder 78 im Gegenuhrzeigersinn
verschwenkt werden. Dies geschieht bevor die Haken-Greiferelemente 26 in den Übernahmeabschnitt
46 einlaufen und wird beim Durchlaufen des Übernahmeabschnitts 46 beibehalten. In
Aktivstellung 90'' des Steuerhebels 86 nimmt das den Übernahmeabschnitt 46 durchlaufende
Haken-Greiferelement 26 eine annähernd horizontale Ruhelage 48' ein, wodurch sichergestellt
wird, dass das Hakenmaul 38 sich oberhalb des Bundes 20 des äussersten Druckereiprodukts
14 mit Abstand vorbeibewegt. Dadurch wird das äusserste Druckereiprodukt 14 von diesem
Haken-Greiferelement 26 nicht vom Stapel 16 separiert. Etwa beim Erreichen des Übergabeabschnitts
50 läuft die dem betreffenden Haken-Greiferelement 26 zugeordnete Steuerrolle 82 vom
Hebelarm 86' ab, wodurch das Haken-Greiferelement 26 unter der Kraft der Zugfeder
78 wieder zurück in die Arbeitslage 48 verschwenkt wird.
[0018] Der Abstand zwischen aufeinanderfolgenden Schäften 34 und der Steuerhebel 86 sind
derart aufeinander abgestimmt ausgebildet, dass sich immer nur eine Steuerrolle 82
im Bereich des Hebelarms 86' befindet und somit der Steuerhebel 86 von einer Stellung
in die andere umgestellt werden kann, während sich keine der Steuerrollen 82 in dessen
Bereich befindet.
[0019] Die Bewegungsbahn 61 der Greifer 60 verläuft in Richtung rechtwinklig zur Förderrichtung
F gesehen mittig zwischen den Seitenkanten 92 des Stapels 16, wie dies in der Fig.
4 angedeutet ist. Die Umlaufbahn 30 der Haken-Greiferelemente 26 verläuft bezüglich
jener in Richtung zur Antriebsanordnung 44 hin seitlich versetzt, wobei aber der Abstand
zwischen den Haken-Greiferelementen 26 und Greifern 60 mit Vorteil möglichst gering
gehalten werden sollte. Um dies zu ermöglichen, ist der Führungskanal 54 für das Zugorgan
58 auf der bezüglich der Bewegungsbahn der Greifer 60 der Umlaufbahn 30 gegenüberliegenden
Seite angeordnet.
[0020] Wie Fig. 1 zeigt ist dem Bandförderer 12 in Förderrichtung F ein ebenfalls als Bandförderer
ausgebildeter Zuförderer 94 vorgeschaltet, wobei dieser und der Bandförderer 12 kniegelenkartig
miteinander verbunden sind. Oberhalb des Zuförderers 94 ist ein umlaufendes Andrückband
96 angeordnet, das zusammen mit diesem im Bereich der Gelenkverbindung mit dem Bandförderer
12 einen Förderspalt für die zugeführten Druckereiprodukte 14' bildet. Diese werden
auf dem Zuförderer 94 in einer Schuppenformation S liegend in Förderrichtung F transportiert,
wobei in der Schuppenformation S jedes Druckereiprodukt 14' auf dem nachlaufenden
aufliegt und der Bund 20 bezüglich des gegenüberliegenden Randes 22 nachlaufend ist.
Die Druckereiprodukte 14' werden somit mit dem offenen Rand 22 voraus, den Stapel
16 von unten speisend, in Förderrichtung F transportiert, bis sie am Anschlag 18 anstehen.
Das Zusammenwirken des Andrückbandes 96 mit dem Zuförderer 94 und Bandförderer 12
stellt sicher, dass dabei die Druckereiprodukte 14' bis zum Anschlag 18 gefördert
werden.
[0021] Der Bandförderer 12 ist mit seinem dem Zuförderer 94 abgewandten Ende um eine Horizontalachse
verschwenkbar gelagert. In bekannter Art und Weise ist die Schwenklage des Bandförderers
12 derart einstellbar, dass sich das äusserste Druckereiprodukt 14 des Stapels 16
jeweils auf einer vorbestimmten Höhe mit dem Bund 20 beim Übernahmeabschnitt 46 befindet.
Sind gefaltete Druckereiprodukte 14' zu verarbeiten, hat die Höhenverstellung durch
Verschwenken der Stapelauflage 10 den Vorteil, dass die grössere Dicke der Druckereiprodukte
beim Bund 22 gegenüber der Dicke beim Rand 22 automatisch ausgeglichen wird, so dass
jeweils unabhängig von der Stapelhöhe das äusserste Druckereiprodukt 14 ungefähr eine
horizontale Lage einnimmt.
[0022] Im Mittel werden der Stapelauflage 10 gleichviel Druckereiprodukte 14' zugeführt,
wie vom Stapel 16 Druckereiprodukte 14 separiert werden. Der Stapel übernimmt aber
eine Pufferfunktion, so dass kurzzeitig Unterschiede in der Zuführung und im Separieren
aufgenommen werden können.
[0023] Ist grundsätzlich bei jedem Durchlaufen eines Haken-Greiferelements 26 durch den
Übernahmeabschnitt 46 ein Druckereiprodukt 14 zu separieren, kann auf die Steuereinrichtung
88 verzichtet werden. In diesem Fall werden die Antriebsräder 72 drehfest mit dem
betreffenden Schaft 34 verbunden. Der Anschlaghebel 76, die Zugfeder 78 und der Gegenanschlag
80 sind in diesem Fall auch nicht notwendig.
[0024] Es ist auch denkbar, die Haken-Greiferelemente 26 mit biegesteifen Auslegerarmen
auszubilden. In diesem Fall kann die Zugfeder 78 die Funktion übernehmen, die Haken-Greiferelemente
26 gegen das zu separierende äusserste Druckereiprodukt 14 zu drängen. Dies kann aber,
werden nicht geeignete Dämpfungsmassnahmen getroffen, zu einem unruhigeren Lauf der
Einrichtung führen. In diesem Zusammenhang sei der Vollständigkeit halber erwähnt,
dass bei der in den Figuren gezeigten Ausbildungsform das von der Zugfeder 78 aufgebrachte
Drehmoment grösser ist als jenes des Haken-Greiferelements 26. Dadurch bleibt bei
in Passivstellung 90' verschwenktem Steuerhebel 86 der Anschlaghebel 76 immer am Gegenanschlag
78 in Anlage, was zum ruhigen Lauf der Einrichtung beiträgt.
[0025] Es ist denkbar, die Haken-Greiferelemente 26 mittels eines entsprechend ausgebildeten
Schwenkantriebs in geeigneter Art und Weise zu verschwenken.
[0026] Das Haken-Greiferelement 26 kann an seinem hakenmaulseitigen Ende mit beispielsweise
nadelartigen Spitzen versehen sein, die dazu bestimmt sind, in den Bund 20 des jeweils
zu separierenden Druckereiprodukts 14 einzustechen. Weiter kann das Hakenmaul 38 entsprechend
der Form des Bundes 20 der zu verarbeitenden Druckereiprodukte 14 unterschiedlich
ausgebildet sein.
1. Einrichtung zum Vereinzeln gestapelter Druckereiprodukte mit einem mittels einer Antriebsanordnung
(44) entlang einer geschlossenen Bewegungsbahn (30) in einer zum Stapel (16) rechtwinkligen
Ebene umlaufend angetriebenen Halteelement (28), das in einem Uebernahmeabschnitt
(46) der Bewegungsbahn (30) am äussersten Druckereiprodukt (14) angreift um dies zwecks
Uebergabe an eine Abtransportvorrichtung (52) vom Stapel (16) zu separieren, dadurch
gekennzeichnet, dass die Einrichtung zum Separieren von einen Bund (20) aufweisenden,
mehrblättrigen Druckereiprodukten (14,14') bestimmt ist und einen Anschlag (18) zum
Abstützen des äussersten Druckereiprodukts (14) an einem dem Bund (20) gegenüberliegenden
Rand (22) aufweist, dass das Halteelement (28) als Haken-Greiferelement (26) mit einem
Auslegerarm (36) und einem an dessen freiem Ende angeordneten Hakenmaul (38) ausgebildet
ist, und die Antriebsanordnung (44) das Haken-Greiferelement (26) derart bewegt, dass
es im Uebernahmeabschnitt (46) mit dem Auslegerarm (36) am Bund (20) des äussersten
Druckereiprodukts (14) zur Anlage kommt und dann in Richtung zum Anschlag (18) gleitend
am äussersten Druckereiprodukt (14) geführt ist bis das Hakenmaul (38) den Bund (20)
erfasst hat, und dass es vom Uebernahmeabschnitt (46) bis zur Uebergabe (50) eine
Bewegungsrichtung (R) mit einer Komponente (H) auf den Anschlag (18) zu und einer
Komponente (V) vom Stapel (16) weg aufweist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Haken-Greiferelement
(26) selbstfedernd ausgebildet ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2. dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsanordnung
(44) einen Rotor (40), an dem das Haken-Greiferelement (26) gelagert ist, und einen
dem Umlaufantrieb überlagerten Schwenkantrieb (42) aufweist, der das Haken-Greiferelment
(26) im Uebernahmeabschnitt (46) und von diesem bis zur Uebergabe (50) in einer, bezüglich
der Umlaufrichtung (U), nach hinten und schräg nach unten gerichteten Lage (48) hält.
4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwenkantrieb (42)
ein zur Rotorachse (40') koaxiales, feststehendes Sonnenrad (70), ein mit den Haken-Greiferelement
(26) verbundenes Antriebsrad (72) und ein am Rotor (40) frei drehbar gelagertes, mit
dem Sonnenrad (70) und dem Antriebsrad (72) kämmendes Planetenrad (74) aufweist, und
vorzugsweise das Sonnenrad (70) und das Antriebsrad (72) gleichen Durchmesser aufweisen.
5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch eine Steuereinrichtung
(88), die in aktiviertem Zustand dazu bestimmt ist, das Haken-Greiferelement (24)
von einer Arbeitslage (48) in eine Ruhelage (48') zu verbringen in der es beim Durchlaufen
des Übernahmeabschnitts (46) am äussersten Druckereiprodukt (14), ohne dieses zu erfassen,
vorbeibewegt wird.
6. Einrichtung nach Anspruch 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Haken-Greiferelement
(26) an einem im Rotor (40) frei drehbar gelagerten einen Anschlaghebel (76) aufweisenden
Schaft (34) befestigt ist, der Anschlaghebel (76) mittels einer Feder (78) an einem
die Arbeitslage (48) des Haken-Greiferelements (26) bestimmenden, gegebenenfalls am
Antriebsrad (72) angeordneten Gegenanschlag (80) des Schwenkantriebs (42) in Anlage
gehalten ist, und die Steuereinrichtung (88) ein vorzugsweise hebelartig ausgebildetes
Steuerelement (86) aufweist, das im aktivierten Zustand (90'') im Uebernahmeabschnitt
(50) auf den Schaft (34), vorzugsweise über den Anschlaghebel (76) einwirkt, um den
Anschlaghebel (76) entgegen der Federwirkung (78) von Gegenanschlag (80) weg und dabei
das Haken-Greiferelement (26) in die Ruhelage (48') zu verschwenken.
7. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, gekennzeichnet durch eine Anzahl im
Umlaufrichtung (U) hintereinander angeordneten Haken-Greiferelementen (26).
8. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Abtransportvorrichtung
(52) eine Vielzahl an einem in sich geschlossenen Zugorgan (58) im Abstand hintereinander
angeordnete gesteuerte Greifer (60) aufweist, die Bewegungsbahn (61) der im Uebergabeabschnitt
(50) mit dem Greifermaul (69) im wesentlichen nach unten gerichteten Greifer (60)
oberhalb einer Stapelauflage (10) verläuft und inbezug auf die Umlaufbahn (30) des
Haken-Greiferelements (26) seitlich versetzt ist, und dass die Greifer (60) auf der
der Umlaufbahn (30) zugewandten Seite des Zugorgans (58) angeordnet sind.
9. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine Stapelauflage
(10) durch einen den Stapel (16) unten speisenden Förderer (12) gebildet ist, und
der Förderer (10) in Abhängigkeit von der Zuführung von Druckereiprodukten (14') zum
Stapel (16) und der fortschreitenden Vereinzelung höhenverstellbar ist, sodass das
jeweils äusserste Druckereiprodukt (14) sich beim Uebernahmebereich (46) befindet.