[0001] Die Erfindung befaßt sich mit einer Wickelwelle zum Aufwickeln bandförmiger Materialien
auf Wickelkerne mit einer angetriebenen Kernwelle, Friktionselementen, welche die
Kernwelle in ringförmiger Anordnung umgeben, und radial wirkenden Spannelementen,
die in Betriebsstellung einen Reibschluß zwischen von der Kernwelle mitgenommenen
Reibelementen und den Friktionselementen herstellen, durch den unter Schlupf Drehmoment
von der Kernwelle auf die Friktionselemente übertragbar ist, wobei die Friktionselemente
nach außen beweglich sind, um im Betrieb eine drehstarre Verbindung zwischen den Friktionselementen
und dem Wickelkern herzustellen.
[0002] Beim Aufwickeln mehrerer Wickel bandförmiger Materialien (Polyester-, PP-, Metallfolien
u.a.) auf einer Wickelwelle werden mit Friktionselementen bestückte Kernwellen benötigt,
um die einzelnen Wickel kinematisch zu entkoppeln und um definierte Drehmomente aufbringen
zu können. Damit soll erreicht werden, daß alle Wickel, unabhängig von ihrer Jeweiligen
Bandbreite, mit spezifisch gleichen Bahnzügen belastet werden, um Faltenbildung und
Verspannung innerhalb der Schneidemaschine sowie die Zerstörung einzelner Materialbänder
zu vermeiden.
[0003] Es sind Lösungen bekannt, bei welchen Friktionselemente auf einer Welle axial eingespannt
und über Reibringe mitgenommen werden. Jedes einzelne Friktionselement trägt eine
Einrichtung zum Spannen der Wickelkerne. Diese Konstruktionen sind oft sehr aufwendig,
erfordern viel Raum und können bei kleinen Kerndurchmessern nur schwer realisiert
werden.
[0004] Die DE 40 09 849 zeigt eine der Konstruktionen, wobei jedem Friktionselement auch
eine aufwendige Andruckeinrichtung zugeordnet ist.
[0005] Um bei unterschiedlichen Wickelbreiten stets spezifisch gleiche Bahnzüge zu erhalten,
muß die Wickelwelle sehr dicht mit Friktionselementen bestückt sein. Breite Wickel
müssen dabei von mehreren Friktionselementen angetrieben werden, wobei die Mitnahme
des Wickelkerns über jede einzelne mechanische Spanneinrichtung der Friktionselemente
nicht sicher gewährleistet ist. Gewickelte Rollen, die über mehrere Friktionselemente
angetrieben werden, können oft nur schwer von den Spanneinrichtungen getrennt und
von der Wickelwelle genommen werden. In der DE 38 04 650 ist, um die Wickelkerne zu
spannen, jedes Friktionselement mit einem pneumatisch beaufschlagbaren Ringelement
versehen. Dies führt zu erheblichen Problemen mit der Luftversorgung. Außerdem kann
sich zwischen Ringelement und Wickelkern Abrieb bilden, falls bei nur teilweiser Überlappung
die Spannfläche nicht ausreicht, das Drehmoment zu übertragen.
[0006] Desweiteren sind Wickelwellen mit Friktionselementen bekannt, bei denen ein Druckelement
in der Welle mit einer Normalkraft in radialer Richtung beaufschlagt wird, um ein
Reibmoment zu erzeugen. Die DE 35 19 380 zeigt eine Lösung, bei der das Reibmoment
direkt zwischen Wickelkern und Klemmstück erzeugt wird. Durch die Gleitbewegung direkt
am Wickelkerninnendurchmesser benötigt der Wickelkern auch eine axiale Führung, z.
B. durch die dort beschriebene Anlagestufe. Da die Wickelkerne oft aus Pappe bestehen,
ist mit erheblichem Abrieb zu rechnen, der in vielen Fällen die Gebrauchstauglichkeit
des Wickelgutes zerstören kann. Ungünstig ist auch, daß die Klemmstücke exakt auf
die Kernlängen abgestimmt sein müssen. Eine Änderung der zu produzierenden Breiten
erfordert eine Umbestückung der Wickelwelle.
[0007] Eine andere Lösung beschreibt die europäische Patentanmeldung O 429 876. Die Einspannung
des Wickelkerns wird durch Klemmkörper bewirkt, die infolge der Drehbewegung der Kernwelle
sich auf einer exzentrisch verlaufenden Bahn bewegen und an den Kern gedrückt werden.
Die Höhe der radialen Anpreßkraft ist dabei von der Höhe des übertragenen Drehmoments
abhängig. Je nach Auslegung des Exzenters ist die Mitnahme nicht sicher gewährleistet,
oder es treten durch Selbsthemmung Schwierigkeiten beim Lösen des Wickels auf. Oftmals
sind diese Systeme auch nur für eine Drehrichtung verwendbar.
[0008] Eine weitere Ausführungsform mit radialen Friktionselementen ist in dem G 89 09 225.2
gezeigt. Auch hier wird der Wickelkern über Klemmkörper (Kugeln) mitgenommen. Die
Problematik der Drehmomentübertragung und der Entnahme der fertigen Rolle stellt sich
wie oben dar. Das System ist nur für eine Drehrichtung geeignet.
[0009] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine im Aufbau einfache Wickelwelle zu schaffen,
die zuverlässig eine schlupffreie Mitnahme des Wickelkerns mit einem bestimmten Drehmoment
gewährleistet.
[0010] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Wickelwelle der eingangs beschriebenen
Art gelöst, bei welcher die Spannelemente mittels der von ihnen aufgebrachten Radialkräfte
über die Reibelemente die Friktionselemente radial nach außen bewegen und in Anlage
an den Wickelkern bringen, und unter den in Betriebstellung wirkenden Radialkräften
der Spannelemente das durch die Reibpaarung Reibelement/Friktionselement übertragene
Drehmoment unter dem von der Paarung Friktionselement/Wickelkern übertragbaren Drehmoment
liegt, so daß zwischen Friktionselement und Wickelkern eine drehstarre Mitnahme erfolgt.
[0011] Der Vorteil der Erfindung liegt zunächst darin, daß mittels eines einzigen Spannvorgangs
sowohl die Drehmomentübertragung von der Kernwelle auf die Friktionselemente als auch
das Einspannen des Wickelkerns auf den Friktionselementen bewerkstelligt wird. Damit
wird gleichzeitig sichergestellt, daß alle Friktionselemente, die im Bereich eines
Wickelkerns liegen, an der Drehmomentübertragung teilnehmen und sich unabhängig von
der Länge der Wickelkerne spezifisch gleiche Bahnzüge ergeben. Die drehstarre Mitnahme
des Wickelkerns erfolgt nicht über Selbsthemmeffekte zwischen dem Wickelkern und relativ
in Drehrichtung zu diesem bewegten Mitnehmern, sondern einzig und allein durch das
Anpressen der Friktionselemente an den Wickelkern in radialer Richtung. Daher kann
es auch nicht zu einem Festklemmen des Wickelkerns kommen, welches das Abnehmen der
Wickelkerne nach abgeschlossenem Wickelvorgang von der Wickelwelle erschwert. Das
Einspannen des Wickelkerns erfordert auch keine zusätzlichen Spannmittel, die den
Aufbau der Wickelwelle erheblich verkomplizieren und verteuern würden.
[0012] Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Wickelwelle besteht darin, daß das von
der Kernwelle über die Reibelemente auf die Friktionselemente übertragbare Drehmoment
über die von den Spannelementen ausgeübten Radialkräfte unmittelbar steuerbar ist,
ohne daß man bei höheren Drehmomenten ein unkontrolliertes Verklemmen des Wickelkerns
befürchten müßte.
[0013] Die starre Mitnahme der Wickelwelle kann entweder durch Formschluß oder durch Kraftschluß
zwischen den Friktionselementen und dem Wickelkern bewirkt werden. Um über eine Reibpaarung
zwischen Friktionselementen und Wickelkern einen zur drehstarren Mitnahme ausreichenden
Kraftschluß zu erzeugen, ist es meist erforderlich, daß die Reibpaarung Friktionselement/Wickelkern
einen Reibkoeffizienten besitzt, der deutlich über dem der Reibpaarung Reibelement/Friktionselement
liegt. Unproblematisch ist dabei der Fall, daß man durch Erhöhung der Radialkräfte
das von der Kernwelle über die Reibelemente auf die Friktionselemente übertragene
Drehmoment erhöht. Eine Erhöhung der Radialkräfte erhöht nämlich gleichzeitig das
maximal übertragbare Drehmoment an beiden Reibpaarungen.
[0014] In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung bilden die in gleicher axialer Stellung
angeordneten Friktionselemente einen Friktionsring, der zweckmäßigerweise zwischen
sich mit der Kernwelle mitdrehenden Stützringen axial geführt ist. Hierdurch wird
ein axiales Wandern des Friktionsringes und des Wickelkerns vermieden.
[0015] Um das Abnehmen der Wickelkerne nach dem Wickeln zu erleichtern, ist eine elastische
Rückstellung des Friktionsrings aus der Betriebsstellung von Vorteil. Eine Möglichkeit
der elastischen Rückstellung besteht darin, daß der Friktionsring ohne oder mit einer
Trennfuge einstückig ist und aus elastischem Material besteht. Wenn der Friktionsring
aus wenigstens zwei weniger elastischen Teilringen besteht, sind diese vorzugsweise
durch elastische Rückstellmittel in Richtung ihrer Ruhestellung vorbelastet.
[0016] Die elastischen Rückstellmittel können beispielsweise aus einem elastischen Ring
bestehen, der in einer Umfangsnut die Teilringe umschlingt. Der elastische Ring kann
einen Teil der Reibfläche zwischen Friktionsring und Wickelkern bilden. Dabei macht
man sich zunutze, daß viele eigenelastische Materialien, wie z.B. Kautschuk, neben
guten und dauerhaften Elastizitätseigenschaften auch hohe Reibwerte besitzen.
[0017] Zur Verbesserung der Rückstellung ist es von Vorteil, wenn auch die Reibelemente
durch elastische Mittel in Richtung ihrer Ruhestellung vorbelastet sind. Diese elastischen
Mittel können z.B. Federbügel sein, die zwischen den Reibelementen und dem Stützring
vorgesehen und drehstarr mit letzterem verbunden sind. Eine unmittelbar auf die Reibelemente
ausgeübte Rückstellkraft hat den Vorteil, daß sie ohne Einfluß auf die Kräfteverhältnisse
in den beiden Reibpaarungen des Friktionsrings ist.
[0018] In weiterer bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß statt der
Federbügel zur Rückstellung der Reibelemente ein elastischer Ring in einer Umfangsnut
eines Rückstellrings verläuft, der in der Betriebsstellung nur auf die Reibelemente
eine radiale Rückstellkraft ausübt und beim Übergang in die Ruhestellung die geteilten
Friktionsringe radial nach innen mitnimmt. Eine derartige Lösung hat den Vorteil,
daß die separaten Rückstellmittel für die Friktionsringe entfallen können. Diese sind
mit dem Nachteil behaftet, daß sie die Normalkraft an der Reibpaarung Friktionselemente/Wickelkern
relativ zur Normalkraft an der Reibpaarung Reibelemente/Friktionselemente verringern.
Dieser Normalkraftunterschied bei auf die Friktionselemente wirkenden Rückstellmitteln
muß durch eine Erhöhung der Differenz der Reibungskoeffizienten der beiden Reibpaarungen
kompensiert werden. Der Rückstellring belastet in der Betriebsstellung hingegen nur
die Reibelemente radial nach innen. Dennoch ist sichergestellt, daß die Friktionselemente
beim Übergang von der Betriebsstelung in die Ruhestellung radial nach innen mitgenommen
werden. Vorzugsweise erreicht man dies dadurch, daß in der Betriebsstellung zwischen
dem Rückstellring und den geteilten Friktionsringen ein radiales Spiel besteht, das
kleiner als der Rücktellweg der Friktionsringe ist, wobei zweckmäßigerweise der Rückstellring
zwischen zwei paarweise betätigbaren Friktionsringen liegt.
[0019] In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist weiterhin vorgesehen, daß mehrere
Friktionsringe axial hintereinander auf der Wickelwelle angeordnet sind. Dies trägt
dem Umstand Rechnung, daß auf einer Wickelwelle meist mehrere Wickelkerne parallel
gewickelt werden sollen. Dabei ist es erforderlich, daß Drehzahlunterschiede benachbarter
Kerne, die von unterschiedlichen Wickeldurchmessern herrühren können, unabhängig voneinander
ausgleichbar sind. Außerdem sollen breite Wickelkerne über mehrere Friktionselemente
angetrieben werden, um zu verhindern, daß das auf die Bandbreite bezogene Wickelmoment
zu klein wird und das Band unter zu geringer Spannung aufgewickelt wird.
[0020] In weiterer bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Spannelemente
aus einer oder mehreren Druckkammern bestehen, die unter Druckbeaufschlagung in Betriebsstellung
eine radial nach außen gerichtete Kraft auf die Reibelemente ausüben. Eine derartige
Ausgestaltung der Spannelemente bietet den Vorteil, daß sich Druckluft oder Druckflüssigkeit
leicht in bekannter Weise in die z.B. hohlgebohrte Welle einleiten laßt. Über den
Druck der Luft bzw. Flüssigkeit läßt sich auch die auf die Friktionselemente ausgeübte
Radialkraft und somit das übertragbare Drehmoment leicht steuern.
[0021] In bevorzugter Weiterbildung der Spannelemente ist vorgesehen, daß mehrere über den
Umfang verteilte, sich in axialer Richtung erstreckende, elastische schlauchförmige
Druckkammern zwischen der Kernwelle und den Reibelementen angeordnet sind. Der Vorteil
einer derartigen Anordnung liegt darin, daß axial nebeneinanderliegende Friktionselemente
parallel über die elastischen Schläuche ansteuerbar sind, so daß keine separaten Spannelemente
für jeden Friktionsring erforderlich sind.
[0022] Die elastischen Druckkammern, die ggf. einzeln oder in Gruppen mit Druck zu beaufschlagen
sind, um eine abgestufte radiale Spannkraft zu erhalten, können beispielsweise in
axialen Nuten in der Kernwelle angeordnet sein und über radial in der Nut geführte
Druckelemente die radiale Spannkraft auf die zugeordneten ein- oder mehrteiligen Reibelemente
abgeben. Eine radiale Verdrehsicherung der Reibelemente in Bezug auf die Kernwelle
ist obligatorisch, z.B. indem die Druckelemente und die Reibelemente starr miteinander
verbunden oder die Reibelemente in radialen Vertiefungen in der Kernwelle gehalten
sind.
[0023] Eine besonders einfache Lösung, die mit nur einer elastischen Druckkammer auskommt,
sieht vor, daß die Welle als Hohlwelle ausgeführt ist und in ihrem Hohlraum die elastische
Druckkammer angeordnet ist, die in Betriebsstellung über in radialen Durchgangsöffnungen
in der Hohlwellenwand geführte Druckelemente die radiale Spannkraft auf die Reibelemente
ausübt. Auch die Fertigung der Welle wird bei einer derartigen Ausgestaltung erheblich
vereinfacht.
[0024] Bei einem sich über mehrere nebeneinanderliegende Friktionsringe erstreckenden Wickelkern
kann es vorkommen, daß der am Rande des Wickelkerns liegende Friktionsring nicht mehr
in eine definierte Anlage an die Innenseite des Wickelkerns gebracht werden kann.
In solchen Fallen ist es wünschenswert, den betreffenden Friktionsring stillzusetzen,
um zu verhindern, daß er bei dem Versuch, seine Betriebsstellung einzunehmen, die
Kante des Wickelkerns beschädigt. In noch weiterer bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung
ist deshalb vorgesehen, daß jeder Stützring gegen die Kernwelle in eine Stellung verdrehbar
ist, in welcher die zugehörigen Reibelemente auch bei aktivierten Spannelementen blockiert
sind. Dies kann z.B. mit Hilfe eines Stützrings geschehen, der auf seinem Innenumfang
eine der Anzahl der über den Umfang verteilten Druckelemente entsprechende Zahl von
Ausnehmungen besitzt, in welche Teile der Druckelemente zum Erreichen der Betriebsstellung
einführbar sind. Um ein relatives Verdrehen zwischen Stützring und Kernwelle im Betrieb
zu vermeiden, ist in bevorzugter Weiterbildung vorgesehen, daß sich zwischen den Ausnehmungen
im Stützring flache Nuten befinden, in welche Teile der Druckelemente in blockierter
Stellung einrasten. Zur Vereinfachung der Bedienung und besseren Übersicht ist es
zweckmäßig, wenn die äußere Umfangsfläche jedes Stützrings mit einer Markierung versehen
ist, welche die Relativstellung bezüglich der benachbarten Stützringe oder, wenn die
Markierung ein Loch ist, bezüglich der Kernwelle anzeigt.
[0025] Eine bevorzugte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß über die Länge der Wickelwelle
auf der Außenseite der Stützringe wenigstens zwei Führungsringe drehbar gelagert sind,
deren Außendurchmesser geringfügig kleiner als der Innendurchmesser der Wickelkerne,
jedoch größer als der maximale Außendurchmesser der Stützringe ist. Die Führungsringe
bieten den Vorteil, daß die Wickelkerne auch bei in Ruhestellung befindlichen Friktionselementen
bereits recht exakt auf der Wickelwelle zentriert werden können. Ansonsten kann es
vorkommen, daß beim Übergang in die Betriebsstellung nicht alle Friktionselemente
den gleichen radialen Weg zurücklegen, bevor sie sich gegen die Innenfläche des Wickelkerns
verspannen, was zu einem exzentrischen Aufspannen der Wickelkerne führen kann. Zweckmäßigerweise
ist zwischen zwei Friktionsringen jeweils ein Führungsring vorgesehen, wobei aus Platzgründen
zur Lagerung der Führungsringe Nadellager zweckmäßig sind.
[0026] Mögliche Ausführungsformen der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnungen
erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen axialen Halbschnitt mit Seitenansicht einer Friktionswickelwelle mit aufgespannter
Produktrolle mit Wickelkern;
- Fig. 2
- einen Querschnitt durch die Friktionswickelwelle mit Produktrolle in Ebene I-I in
Fig. 1;
- Fig. 3
- einen Querschnitt durch die Friktionswickelwelle in Ebene II-II in Fig. 1;
- Fig. 4
- einen Querschnitt einer Ausführungsform zur Arretierung eines Spannelements;
- Fig. 5
- einen vergrößerten Teilausschnitt in Friktionswellenlängsrichtung mit weiteren Ausführungsformen
eines Friktionsrings und eines Stützrings;
- Fig. 6
- einen Teilschnitt einer weiteren Ausführungsform eines Reib- und Druckelements;
- Fig. 7
- einen Teilschnitt einer weiteren Ausführungsform eines Druckelements mit reduzierter
Nuttiefe;
- Fig. 8
- einen Teilschnitt einer Ausführungsform zur Gestaltung der Nut des Druckelements und
der Druckkammer;
- Fig. 9
- eine weitere Ausführungsform der Druckkammer;
- Fig. 10
- einen Teilschnitt einer Friktionswickelwelle mit einer Druckkammer in Wellenmitte
und
- Fig. 11
- eine schematische Schrägansicht einer Längsschneidmaschine mit Friktionswickelwellen.
[0027] In Fig. 1 ist ein Abschnitt einer Friktionswickelwelle 10 voll bestückt mit Friktionsringen
12 dargestellt. Eine Produktrolle 14 besteht aus einem Wickelkern 16 und bahnförmigem
Wickelgut 18 und kann in beliebiger Position - je nach Schneideinteilung - auf der
Längsachse der Friktionswickelwelle 10 angeordnet sein. In dem gezeigten Beispiel
schließt die Rolle 14 auf der rechten Seite nicht mit der Grenze des dortigen Friktionsrings
12.1 ab.
[0028] Die Friktionswickelwelle 10 besitzt eine Kernwelle 20 und mehrere jeweils in eine
Nut 22 eingelegte, ausdehnbare, elastische Druckkammern 24 (Fig. 2). Diese elastischen
Druckkammern 24 wirken auf die Friktionsringe 12, indem die radialen Druckkräfte über
Druckelemente 26 auf Reibelemente 28 übertragen werden. Die Reibelemente 28 geben
diesen Radialdruck ihrerseits an die Friktionsringe 12 nach außen weiter und klemmen
den Wickelkern 16 fest. Die Friktionsringe 12 besitzen am Umfang wenigstens eine Teilungsfuge
30, damit sie bzw. im Beispielsfall die Teilringe 32 unter der Radialkraft nach außen
bewegbar sind.
[0029] Die Teilungsfuge 30 sollte schräg zur Stirnfläche der Reibelemente 28 verlaufen,
damit die Drehmomentübertragung von den Reibelementen 28 auf die Friktionsringe 12
möglichst ruckfrei erfolgt. Die Friktionsringe 12 werden durch weitere elastische
Ringe 34 (z.B. O-Ringe) am Außenumfang zusammengehalten. Damit kann auch die Reibung
zwischen Friktionsring 12 und Wickelkern 16 erhöht werden. Die Friktionsringe 12 sind
in Stützringen 36 axial geführt. Die Stützringe 36 sind drehbar mit der Kernwelle
20 verbunden. An den Stützringen 36 stützen sich elastische Elemente 38 (z.B. Federbügel)
ab (siehe auch Fig. 3), die beim Entspannen der Druckkammern 24 über die Reibelemente
die Druckelemente 26 zurückdrücken und die Luft aus den Druckkammern verdrängen. Vorzugsweise
sind die elastischen Elemente 38 einstückig mit den Reibelementen 28 ausgebildet.
Damit können die elastischen Ringe 34 die Friktionsringe 12 auf den minimalen Durchmesser
zusammendrücken und den Wickelkern 16 zum Be- und Entladen der Produktrolle 14 freigeben.
[0030] Die zur Rückstellung notwendige radiale Druckkraft kann auch allein durch die elastischen
Ringe 34 aufgebracht werden. Dabei ist allerdings ein Teil der Radialkraft nicht zur
Festklemmung des Wickelkerns 16 verfügbar, sondern wirkt nur zwischen den Reibelementen
28 und den Friktionsringen 12.
[0031] Die Stützringe 36 bewirken eine axiale Fixierung der Friktionsringe 12 und dienen
als Widerlager für die elastischen Elemente 38.
[0032] In der gezeichneten Position der Rolle 14 ergibt sich zwischen dem Friktionselement
12.1 und dem Wickelkern 16 eine zu geringe Überlappung . Es besteht die Gefahr, daß
die Drehmomentübertragung zwischen diesem Friktionselement 12.1 und dem Wickelkern
16 nicht sicher gewährleistet ist. Durch eine Relativbewegung könnte sich Wickelkernabrieb
bilden, der in der Anwendung des Wickelgutes 18 sehr störend sein kann. Um dies zu
verhindern, wurden die zum Friktionselement 12.1 gehörenden Stützringe 36 um einen
Winkelbetrag verdreht (siehe auch Fig. 3). Damit werden die Druckelemente 26 radial
festgelegt und können das Friktionselement 12 nicht nach außen gegen den Wickelkern
16 drücken. Das Spannelement ist damit abgeschaltet.
[0033] Um die Stellung der Stützringe 36 in Bezug auf die benachbarten Stützringe und damit
den Funktionszustand der Friktionselemente 12 erkennen zu können, sind alle Stützringe
36 mit einer Markierung 40 versehen.
[0034] Zur Vereinfachung können die Stützringe 36 benachbarter Friktionsringe 12 auch zu
einem Stützring 136 zusammengefaßt sein.
[0035] Die Friktionsringe 12, die außerhalb des vom Wickelkern 16 überlappten Bereichs positioniert
sind, müssen nicht abgeschaltet werden. Bei Beaufschlagung der Druckkammern 24 werden
die Druckelemente 26 gegen die Stützringe 36 gedrückt. Die Friktionsringe 12 erweitern
sich auf maximalen Durchmesser, werden aber nach Ablassen des Drucks in den Druckkammern
24 wieder auf minimalen Durchmesser zurückbewegt und geben den Weg zur Entnahme der
fertig gespulten Rolle 14 frei.
[0036] Eine Teilung der Friktionsringe 12 ist nicht notwendig, wenn die Ringe aus einem
ausreichend elastischen Material gefertigt sind, das ggf. auf der inneren Reibfläche
mit einem geeigneten Material beschichtet ist, das die Abstimmung der Reibwerte zwischen
Außen- und Innendurchmesser so festlegt, daß die notwendige Relativbewegung immer
am Innendurchmesser der Friktionsringe 12 und nicht zwischen Friktionsring 12 und
Wickelkern 16 erfolgt.
[0037] Fig. 2 zeigt einen Querschnitt in Ebene I-I in Figur 1. Die Reibelemente 28 sind
an beiden Enden radial zur Wellenmitte abgewinkelt, jede dieser Abwinkelungen 42 ragt
in eine Wellennut 44. Damit ergibt sich eine formschlüssige Drehmomentübertragung
von der Kernwelle 20 auf die Reibelemente 28. Die Reibelemente 28 können durch die
von den Druckkammern 24 ausgehenden Normalkräfte entsprechend den vorhandenen Reibwerten
zwischen den Reibelementen 28 und den Friktionsringen 12 Reibkräfte übertragen. Durch
die unterschiedlichen Innendurchmesser des Friktionsrings und des Wickelkerns und
durch Auswahl der Reibwerte (Materialien) kann Durchrutschen zwischen den Friktionsringen
12 und dem Wickelkern 16 vermieden werden.
[0038] Die axiale Führung der geteilten Friktionsringe 12 erfolgt über die Stützringe 36.
Die Stützringe 36 besitzen am Umfang in Achsrichtung verlaufende Ausnehmungen 46,
die einen Bewegungsraum für die Druckelemente 26 darstellen.
[0039] Fig. 3 zeigt einen Querschnitt in Ebene II-II in Figur 1. Die Stützringe 36 sind
etwa 60° relativ zu den Stützringen in Fig. 1 verdreht. Das Friktionselement 12 ist
abgeschaltet, wie unter Fig. 1 beschrieben. In dieser Abbildung sind die Federelemente
als Federbügel 38 gezeigt, die durch Bohrungen 48 im Stützring 36 gegen Drehen gesichert
sind. Es sind auch andere Federelemente (z.B. Gummiblöcke, Schraubenfedern, Ringfedern)
denkbar.
[0040] Fig. 4 zeigt eine Variante für die Stützringe 236 bei der am inneren Umfang der Stützringe
236 mindestens eine flache Nut 50 vorgesehen ist. Diese Nut 50 bewirkt, daß im abgeschalteten
Zustand das Druckelement 26 unter Druckbeaufschlagung in die Nut 50 eingreift und
ein unabsichtliches Verdrehen der Stützringe 236 und damit ein Einschalten des jeweiligen
Friktionselementes verhindert wird. Diese Rastfunktion könnte auch durch andere Einrichtungen
(z.B. eine Kugelraste) realisiert werden.
[0041] Fig. 5 zeigt eine Version, bei der die Friktionsringe 12 in mehrere Teile aufgelöst
sind. Die am Umfang geteilten Friktionsringe 112 werden nicht durch einen elastischen
Ring zusammengehalten. Der am Umfang geteilte, an den Reibelementen 28 anliegende
Ring 52 ist in Verbindung mit einem Federelement 54 so gestaltet, daß bei entspannter
Druckkammer 24 das gesamte Andrucksystem, bestehend aus den Druckelementen 26, den
Reibelementen 28 und den beiden geteilten Friktionsringen 112 so weit radial nach
innen gedrückt wird, daß der Außenumfang der Friktionsringe 112 nicht den äußeren
Umfang der Stützringe 36 überragt. Durch die Zuordnung der Rückstellfunktion an einen
separaten Rückstellring 52 wird sichergestellt, daß die zur Drehmomentübertragung
notwendige Normalkraft auch vollständig als Spannkraft an den Wickelkern 16 weitergegeben
wird, was eine sichere Fixierung des Wickelkerns 16 bewirkt. Das elastische Element
34 kann damit entfallen. Zur besseren Mitnahme des Wickelkerns 16 können die Friktionsringe
112 am Umfang 56 auch mit einem Material mit hohem Reibwert oder mit einer Profilierung
versehen sein.
[0042] In Fig. 5 sind die Stützringe 36 mit einer Ausnehmung 58 zur Aufnahme von Wälzkörpern
60 (z.B. Nadellager) und eines auf den Wickelkerninnendurchmesser abgestimmten Führungsrings
61 versehen. Das damit gebildete Radiallager bewirkt einen besseren Rundlauf der Produktrolle
14.
Fig. 6 zeigt eine Ausführungsform, bei der die Reibelemente und Druckelemente (Fig.
2) zu einem Bauteil 62 verbunden sind. Damit erfolgt die Drehmomentübertragung von
der Nut 22 auf das Bauteil 62 und weiter auf den Friktionsring 12. Die Nuten 44 können
damit entfallen.
[0043] Fig. 7 zeigt eine Ausführungsform, bei der das Druckelement 26 als U-förmiges Teil
126 ausgebildet ist. Die Druckkammer 24 ist in dieses Teil 126 eingelegt. Damit kann
die Nut 122 entsprechend weniger tief ausgeführt sein.
[0044] Fig. 8 zeigt eine Ausführungsform, bei der die Druckkammer 124 nicht in einer Nut,
sondern in einer Abflachung 64 untergebracht ist. Das Druckelement ist dort als Rohrsegment
226 ausgeführt. Die in dieser Abbildung nicht gezeigte Ausnehmung 46 in Stützring
36 muß entsprechend angepaßt werden.
[0045] Fig. 9 zeigt eine Ausführungsform, bei der sich die Druckkammer 224 annähernd über
den gesamten Bereich des Reibelements 28 erstreckt.
[0046] Fig. 10 zeigt eine Ausführungsform, bei der die Druckkammer als gemeinsame Kammer
324 in der Wellenmitte angeordnet ist. Die Übertragung der Druckkräfte auf die Reibelemente
nahme des Wickelkerns 16 können die Friktionsringe 112 am Umfang 56 auch mit einem
Material mit hohem Reibwert oder mit einer Profilierung versehen sein.
[0047] In Fig. 5 sind die Stützringe 36 mit einer Ausnehmung 58 zur Aufnahme von Wälzkörpern
60 (z.B. Nadellager) und eines auf den Wickelkerninnendurchmesser abgestimmten Führungsrings
61 versehen. Das damit gebildete Radiallager bewirkt einen besseren Rundlauf der Produktrolle
14.
Fig. 6 zeigt eine Ausführungsform, bei der die Reibelemente und Druckelemente (Fig.
2) zu einem Bauteil 62 verbunden sind. Damit erfolgt die Drehmomentübertragung von
der Nut 22 auf das Bauteil 62 und weiter auf den Friktionsring 12. Die Nuten 44 können
damit entfallen.
[0048] Fig. 7 zeigt eine Ausführungsform, bei der das Druckelement 26 als U-förmiges Teil
126 ausgebildet ist. Die Druckkammer 24 ist in dieses Teil 126 eingelegt. Damit kann
die Nut 122 entsprechend weniger tief ausgeführt sein.
[0049] Fig. 8 zeigt eine Ausführungsform, bei der die Druckkammer 124 nicht in einer Nut,
sondern in einer Abflachung 64 untergebracht ist. Das Druckelement ist dort als Rohrsegment
226 ausgeführt. Die in dieser Abbildung nicht gezeigte Ausnehmung 46 in Stützring
36 muß entsprechend angepaßt werden.
[0050] Fig. 9 zeigt eine Ausführungsform, bei der sich die Druckkammer 224 annähernd über
den gesamten Bereich des Reibelements 28 erstreckt.
[0051] Fig. 10 zeigt eine Ausführungsform, bei der die Druckkammer als gemeinsame Kammer
324 in der Wellenmitte angeordnet ist. Die Übertragung der Druckkräfte auf die Reibelemente
66 erfolgt durch das Druckstück 68. Werden beide Elemente miteinander verbunden, sind
keine weitere Nuten zur Drehmomentübertragung nötig.
[0052] Fig. 11 zeigt eine Längsschneidmaschine 70, bei welcher zwei Friktionswickelwellen
10 zum Wickeln der Produktrollen 14 vorgesehen sind. Das Wickelgut 18 wird mit Hilfe
eines sehr vereinfacht dargestellten Hauptantriebs 72 von einer Mutterrolle 74 abgewickelt
und mit konstanter Geschwindigkeit einer Schneideinheit 76 zugeführt. Diese schneidet
das Wickelgut 18 in schmale Bahnen, die abwechselnd auf Produktrollen 14 aufgewickelt
werden, die auf der oberen bzw. unteren Friktionswickelwelle 10 aufgespannt sind.
Ein Antrieb (nicht dargestellt) der beiden Friktions-Wickelwellen 10 sorgt dafür,
daß die Wickelgeschwindigkeit der Friktions-Wickelwelle stets höher ist als die Wickelgeschwindigkeit
der Produktrollen 14. Damit ergibt sich eine Relativbewegung zwischen den Friktionselementen
und den Reibelementen und damit der gewünschte Drehmomentaufbau für die einzelnen
Produktrollen. Durchmesserunterschiede können, ohne daß sich die Drehmomente unerwünscht
erhöhen, durch Wickelgeschwindigkeitsanpassung der Produktrollen ausgeglichen werden.
Der Betrag des Drehmoments für jede einzelne Produktrolle ergibt sich aus der der
Kernlänge entsprechenden Anzahl der im Eingriff befindlichen Friktionselemente.
[0053] Auf die Darstellung der Randbedingungen wie Lagerung und Antrieb der Friktionswickelwelle,
Zuführung des Druckmediums usw. wurde verzichtet, da dies dem Stand der Technik entspricht.
Es gibt auch Fälle, bei denen während des Wickelvorgangs das Druckniveau verändert
und damit eine Drehmomentveränderung vorgenommen wird.
[0054] In den beschriebenen Ausführungsformen sind die Funktionseinheiten Druckkammer, Druckelement,
Reibelement usw. immer dreifach am Wellenumfang angeordnet. Dies soll nur beispielhaft
und nicht zwingend für die Problemlösung sein. Ebenso ist die Anzahl der Friktionsringe
12 nicht festgelegt.
1. Wickelwelle zum Aufwickeln bandförmiger Materialien auf Wickelkerne (16) mit einer
angetriebenen Kernwelle (20), Friktionselementen (12; 112), welche die Kernwelle (20)
in ringförmiger Anordnung umgeben, und radial wirkenden Spannelementen (24; 124; 224),
die in Betriebsstellung einen Reibschluß zwischen von der Kernwelle (20) mitgenommenen
Reibelementen (28; 62; 66) und den Friktionselementen (12; 112) herstellen, durch
den unter Schlupf Drehmoment von der Kernwelle (20) auf die Friktionselemente (12,
112) übertragbar ist, wobei die Friktionselemente (12; 112) nach außen beweglich sind,
um im Betrieb eine drehstarre Verbindung zwischen den Friktionselementen (12, 112)
und dem Wickelkern (16) herzustellen, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannelemente (24; 124; 224) mittels der von ihnen aufgebrachten Radialkräfte
über die Reibelemente (28; 62; 66) die Friktionselemente (12; 112) in radialer Richtung
nach außen bewegen und in Anlage an den Wickelkern (16) bringen und daß unter den
in Betriebsstellung wirkenden Radialkräften der Spannelemente (24; 124; 224; 324)
das durch die Reibpaarung Reibelement/Friktionselement übertragene Drehmoment unter
dem von der Paarung Friktionselement/ Wickelkern übertragbaren Drehmoment liegt, so
daß zwischen Friktionselement (12; 112) und Wickelkern (16) eine drehstarre Mitnahme
erfolgt.
2. Wickelwelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in Eingriff befindliche Friktionselemente und der Wickelkern in Betriebsstellung
formschlüssig drehstarr miteinander verbunden sind.
3. Wickelwelle nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Friktionselemente (12; 112) zwischen sich mit der Kernwelle (20) mitdrehenden
Stützringen (36; 136; 236) axial geführt sind.
4. Wickelwelle nach einem der Ansprüche 1 ibs 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Reibelemente (28) in radialen Vertiefungen (44) in der Kernwelle (20) gegen
Verdrehen gesichert sind.
5. Wickelwelle nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Friktionselemente (12, 112) einen einstückigen geschlitzten Ring bilden,
der aus elastischem Material besteht.
6. Wickelwelle nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Friktionselemente (12; 112) durch elastische Rückstellmittel (34) in Richtung
ihrer Ruhestellung vorbelastet sind.
7. Wickelwelle nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Reibelemente (28; 62; 66) durch elastische Mittel (38; 52, 54) in Richtung
ihrer Ruhestellung vorbelastet sind.
8. Wickelwelle nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß ein elastischer Ring (54) in einer Umfangsnut eines Rückstellrings (52) verläuft,
der in der Betriebsstellung nur auf die Reibelemente (28; 62; 66) eine radiale Rückstellkraft
ausübt und beim Übergang in die Ruhestellung die Friktionselemente (112) radial nach
innen mitnimmt.
9. Wickelwelle nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannelemente (24; 124; 224; 324) aus einer oder mehreren Druckkammern bestehen,
die unter Druckbeaufschlagung mittels eines hindurchströmenden Druckfluids in Betriebsstellung
eine radial nach außen gerichtete Kraft auf die Reibelemente (28; 62; 66) ausüben,
wobei das strömende Druckfluid Reibungswärme ableitet.
10. Wickelwelle nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Teil der Stützringe (36; 136; 236) gegen die Kernwelle (20) in
eine Stellung verdrehbar ist, in welcher die zugehörigen Reibelemente (28; 62; 66)
auch bei aktivierten Spannelementen (24; 124; 224; 324) blockiert sind.
11. Wickelwelle nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil der Stützringe (136) auf der Kernwelle (20) festklemmbar ist.