Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einem Stecker für ein Zündkabel nach der Gattung des unabhängigen
Anspruchs. Es ist Stand der Technik, der Strombegrenzung dienende Vorwiderstände in
Zündleitungen, die die Zündelektrode eines Brenners versorgen, fliegend unterzubringen.
Aus Gründen der Überschlagssicherheit werden die Vorwiderstände gesondert isoliert.
Die Herstellung gestaltet sich entsprechend aufwendig.
Vorteile der Erfindung
[0002] Der erfindungsgemäße Stecker für ein Zündkabel zeichnet sich dadurch aus, daß ein
Widerstand innerhalb eines Gehäuses des Steckers angeordnet ist. Das Zündkabel versorgt
über diesen Widerstand eine Zündelektrode eines Brenners mit elektrischer Energie.
Fertigungsprozesse lassen sich rationeller gestalten, da das Steckergehäuse zugleich
dem Widerstand als Isolierung dient. Das vorzugsweise aus Polyamid gefertigte Gehäuse
des Steckers trägt bei Hochspannungen zur Überschlagssicherheit bei. Zu dem ist nur
noch ein Arbeitsgang erforderlich, Stecker und Widerstand mit dem Zündkabel zu kontaktieren.
[0003] In einer zweckmäßigen Weiterbildung ist vorgesehen, daß als Widerstand ein Drahtwiderstand
verwendet ist. Dadurch wird den besonderen Belastungsfällen, die Zündvorgänge mitsich
bringen, Rechnung getragen. Ein Drahtwiderstand ist relativ robust und belastbar.
[0004] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen aus weiteren abhängigen Ansprüchen ergeben sich
aus der Beschreibung.
Zeichnung
[0005] Es zeigen die Figuren 1, 2 und 3 unterschiedliche Ansichten eines Ausführungsbeispiels.
Beschreibung
[0006] Ein Zündkabel 10 ist einem Stecker 12 zugeführt. An dem Stecker 12 sind zwei Steckbuchsen
14 angebracht. Die Draufsicht auf Figur 1 vor dem Umspritzen der Widerstände 16 zeigt
Figur 2. Der Schnitt entlang der in Figur 1 gezeigten Punkte AA ist in Figur 3 dargestellt.
Ein Widerstand 16 ist in ein Gehäuse des Steckers 12 integriert. Er ist leitend mit
der Steckbuchse 14 verbunden.
[0007] Der Stecker 12 läßt sich an einen Transformator anschließen, der die netzgespeiste
Eingangsspannung in eine Hochspannung, beispielsweise 20 kV, umwandelt. Über die Steckbuchsen
14 wird die Hochspannung abgegriffen. Aus Gründen der Strombegrenzung und Entstörung
werden Widerstände 16 in Serie zu den jeweiligen Zündleitungen geschaltet. Sie müssen
robust und für hohe Spannungen ausgelegt sein. Hierfür eignen sich insbesondere aus
Mangandraht gewickelte Drahtwiderstände. Der Wert des Widerstandes 16 bewegt sich
in der Größenordnung von 2 kΩ.
[0008] Mit dem im Gehäuse des Steckers 12 angeordneten Widerstand 16 ist das Zündkabel 10
elektrisch leitend verbunden. Hiermit wird eine Zündelektrode eines Brenners versorgt,
die bei einem entsprechenden Zündimpuls einen Zündfunken erzeugt, der den Brennstoff
entflammt. Damit wird die Heizphase des Brenners gestartet. Gas- oder ölbefeuerte
Brenner werden auf diese Weise gezündet.
[0009] In einem ersten Arbeitsgang der Steckerfertigung wird der jeweilige Widerstand 16
mit einer Kontaktfeder und dem Zündkabel 10 vercrimpt und auf einen Kontaktträger
gesteckt, wie in Figur 2 gezeigt. Anschließend werden Kontaktträger und Widerstände
16 komplett mit einem Kunststoff, vorzugsweise Polyamid, umspritzt. In dem Ausführungsbeispiel
gemäß Figur 1 ist pro Leitung des Zündkabels 10 ein entsprechender Widerstand 16 vorgesehen.
Beide werden in einem einzigen Steckergehäuse integriert. Als alternative Verbindungstechnik
zwischen dem Widerstand 16 und der Leitung des Zündkabels 10 können beide miteinander
verlötet oder zusammen mit einer Hülse gecrimpt sein.
[0010] Die Leitungen des Zündkabels 10 werden mit einem Isolierschlauch versehen, der eine
Temparaturbeständigkeit bis mindestens 60 °C aufweist.
[0011] Zwar ist in dem Ausführungsbeispiel vorgesehen, daß der Stecker 12 das Zündkabel
10 mit dem Zündtransformator verbindet. Grundsätzlich ist es jedoch auch möglich,
die Widerstände 16 in einem Stecker 12 für die Kontaktierung des Zündkabels 10 mit
der Zündelektrode vorzusehen.
[0012] Außerdem können die Widerstände 16 als Entstörwiderstände verwendet werden. Aus Gründen
der elektromagnetischen Verträglichkeit ist es denkbar, den Stecker 12 zusätzlich
mit einer Metallummantelung abzuschirmen.
1. Stecker für ein Zündkabel (10), wobei das Zündkabel (10) über zumindest einen Widerstand
(16) eine Zündelektrode eines Brenners mit elektrischer Energie versorgt, dadurch
gekennzeichnet, daß der Widerstand (16) innerhalb eines Gehäuses eines Steckers (12)
angeordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Widerstand (16) ein Drahtwiderstand
verwendet ist.
3. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Widerstand (16) im Gehäuse des Steckers (12) mit Kunststoff umspritzt ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Widerstand (16) mit einer Kontaktfeder vercrimpt ist, die eine Steckbuchse (14) elektrisch
leitend verbindet.