[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von gefärbten flächigen Dekormaterialien.
[0002] Derartige Dekormaterialien haben ein großes Anwendungsgebiet und können beispielsweise
zur Verkleidung von Fassaden von Gebäuden, Fußböden, Decken, Wänden, Türen, Treppen,
Möbeln, Tischplatten und dergleichen verwendet werden. Dabei besteht insbesondere
im Bereich dekorativer Beschichtungs- oder Verkleidungsmaterialien ein fortwährender
Bedarf an neuartigen Farb- und Struktureffekten. Insbesondere besteht ein Bedarf an
Verfahren, mit denen unterschiedliche und individuell anpaßbare Farb- und Struktureffekte
erzielt werden können.
[0003] Im Stand der Technik sind verschiedene Verfahren sowohl zur Beschichtung von Oberflächen
als auch zur Herstellung derartiger Beschichtungen bekannt. Dabei wird durch Anordnung
verschiedener, meist transparenter Schichten versucht, optisch den Eindruck der Tiefenwirkung
einer dreidimensionalen Struktur nachzubilden.
[0004] Aus der EP 0 357 808 A1 ist ein Verfahren zur Beschichtung von flächigen Werkstoffen
unter Erzielung eines marmorierten Effektdekors durch Aufpressen einer mit Kunstharz
beschichteten Trägerbahn auf den zu beschichtenden Untergrund bekannt. Dabei enthält
die verwendete Trägerbahn ein plättchenförmiges Pigment, insbesondere aus Metallen
oder Metallegierungen. Die so hergestellte Beschichtung besteht aus zwei übereinanderliegenden
Schichten eines transparenten, thermoplastischen oder duroplastischen, unter Verpressungsbedingungen
gut fließfähigen Kunstharzes. Die hinsichtlich der Verwendung untere Schicht, die
Trägerbahn, enthält das plättchenförmige Pigment. Mit dieser Beschichtung wird lediglich
ein einfacher optischer Effekt erzeugt, insbesondere eine Beschichtung mit einem marmorierten
Effektdekor. Die Nachbildung der Tiefenwirkung einer dreidimensionalen Oberflächenstruktur
der Beschichtung ist nicht gegeben und aufgrund der Verpressung auch nicht realisierbar.
[0005] Aus der EP 0 249 156 A3 sind dekorative Oberflächenverkleidungen bekannt, die durch
Gießen einer härtbaren, transparenten, flüssigen Schicht gefertigt werden. Um einen
optischen dreidimensionalen Effekt zu erzielen, enthält die flüssige Schicht plattenförmige
Materialien, beispielsweise Perleffektpigmente oder Glimmer. Um den optisch dreidimensional
wirkenden Effekt zu verstärken, werden die plattenförmigen Materialien innerhalb der
transparenten Flüssigkeit mit Hilfe einer Düsenanordnung unter verschiedenen Winkeln
bezüglich der Oberfläche der zu fertigenden Schicht ausgerichtet. Das Ausbilden einer
den Eindruck der Tiefenwirkung einer dreidimensionalen Oberflächenstruktur aufweisenden
Beschichtung, die zusätzlich einen solchen optischen Effekt aufweist, ist mit dem
Verfahren nicht realisierbar.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt die
Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung von Dekormaterialien bereitzustellen, welche
sehr unterschiedliche und individuelle Farb- und Struktureffekte sowie die Tiefenwirkung
einer realen dreidimensionalen Struktur aufweisen. Darüber hinaus soll ein verfahrensgemäß
hergestelltes Dekorelement überaus einfach handhab- und verarbeitbar sein, insbesondere
hinsichtlich geltender Sicherheitsbestimmungen bei der Montage.
[0007] Zur technischen
Lösung dieser Aufgabe wird ein Verfahren zur Herstellung von gefärbten flächigen Dekormaterialien
vorgeschlagen, das dadurch gekennzeichnet ist, daß auf ein im wesentlichen transparentes
Substrat zumindest eine pigment- und/oder farbstoffhaltige aushärtbare Harzschicht
und anschließend ein Faserverbundmaterial aufgebracht wird, wobei in zumindest einer
der Harzschichten ein plättchenförmiges Effektpigment enthalten ist.
[0008] Mit der Erfindung wird ein Verfahren bereitgestellt, das eine überaus einfache Herstellung
von Dekormaterialien ermöglicht, die unterschiedliche und individuell vorgebbare Farb-
und Struktureffekte sowie die Tiefenwirkung einer realen dreidimensionalen Struktur
aufweisen. Durch die Verwendung eines Faserverbundmaterials wird das verfahrensgemäß
hergestellte Dekormaterial stabilisiert. Gleichzeitig wird sichergestellt, daß das
Dekormaterial ähnlich Sicherheitsgläsern bei Bruch keine Splitter bildet, so daß Verletzungen,
insbesondere bei der Montage von Fassadenelementen, beispielsweise über Kopf, weitestgehend
vermieden werden können. Dadurch können insbesondere Dekormaterialien mit einem Glassubstrat
entsprechend geltentenden Sicherheits- und Verarbeitungsbestimmungen überkopf verklemmt
werden, was bei den bisher gebräuchlichen Glasscheiben bzw. -platten aus Sicherheitsgründen
nur beschränkt zulässig ist. Desweiteren werden so beispielsweise die Festigkeit,
Zähigkeit und dergleichen vergrößert. Unter Faserverbundmaterial sollen im Sinne der
Erfindung neben Rovings, Geweben und Matten auch Vliese und Filze verstanden werden,
das heißt gemäß vorteilhaften Ausgestaltungen der Erfindung Nadelvliese bzw. -filze,
Gewebe, Rovings, Rovinggewebe und Matten, vorzugsweise aus Glasfasern, bzw. Kunstfasern.
[0009] Durch Auswahl, Verteilung und Kombination von Pigmenten und Farbstoffen können nahezu
beliebige Farbdekors hergestellt werden. Als Harze können im Prinzip alle Ein- oder
Mehrkomponentenharze eingesetzt werden, die durch thermische, durch Strahlenhärtung
oder sonstige Härtung verfestigt werden können und zumindest einige Zeit in einem
gieß- oder streichfähigen Zustand sind. Geeignete Harze sind zum Beispiel Polyester,
Epoxidharze oder Venylester, zum Beispiel auf Basis von Acrylaten und/oder Methacrylaten.
[0010] Gemäß einem vorteilhaften Vorschlag der Erfindung wird das Harz vor oder während
der Verarbeitung mit geeigneten Pigmenten und/oder Farbstoffen versetzt. Die Pigmente
und/oder Farbstoffe können dabei gleichmäßig in der Harzschicht verteilt werden, es
können aber auch durch ungleichmäßige Verteilung neben der Oberflächenstrukturen auch
Farbstrukturen dargestellt werden. Vorteilhafterweise kann die Harzschicht in einem
Arbeitsgang aufgebracht werden oder aber in mehreren Schritten, gegebenenfalls mit
einer Zwischenhärtung der jeweils aufgebrachten Schicht. Fall mehrere Harzschichten
aufgebracht werden, können diese gegebenenfalls unterschiedlich eingefärbt oder pigmentiert
werden. So kann zum Beispiel zunächst eine pigmentierte Harzschicht aufgebracht werden
und nachfolgend eine gefärbte Schicht.
[0011] Gemäß einem weiteren vorteilhaften Vorschlag der Erfindung wird in zumindest eine
der pigment- und/oder farbstoffhaltigen Harzschichten ein flächiges Muster eingelegt.
Dadurch lassen sich besonders dekorative Effekte erzielen, die neben gestalterischen
Aspekten darüber hinaus eine weitestgehende Individualisierung der Dekormaterialien
ermöglicht, beispielsweise durch individuelle Namen oder Logos. In vorteilhafter Weise
wird als plättchenförmiges Effektpigment ein mit Metalloxiden beschichtetes Glimmerpigment
verwendet. Durch Lichtbrechung und Mehrfachreflektion an den Phasengrenzen dieses
Mehrschichtpigments kommt es je nach Betrachtungswinkel zu Interferenzeffekten und
je nach Größe der Plättchen zu mehr oder weniger stark ausgeprägten Glanzeffekten.
Je nach Art und Dicke der Metalloxidbeschichtung, zum Beispiel farblose oder gefärbte
Metalloxide, kann neben oder anstelle der Interferenzfarbe auch eine mehr oder weniger
stark ausgeprägte Körperfarbe zum Effekt beitragen.
[0012] Der Anteil der Pigmente und/oder Farbstoffe in der Harzschicht hängt im wesentlichen
von dem gewünschten Effekt ab, liegt aber in der Regel im Bereich von etwa 1 Gew.-%
bis 20 Gew.-%. Die einzelnen Harzschichten haben in der Regel eine Dicke von etwa
0,5 mm bis etwa 2 mm, insbesondere von etwa 0,5 bis etwa 1,5 mm. Falls mehrere Schichten
aufgebracht werden, wird eine Gesamtdicke von etwa 2 mm bis 3 mm in der Regel nicht
überschritten. Dabei werden dem Anwender selbst durch das Verfahren keinerlei Grenzen
auferlegt.
[0013] Gemäß einem vorteilhaften Vorschlag der Erfindung wird auf die Harzschicht noch eine
Hintergrundschicht aufgebracht. Dabei können gemäß weiteren vorteilhaften Ausgestaltungen
der Erfindung als Hintergrundschicht Glasfaserlaminate, fertige Platten aus PE, Folien
und dergleichen oder eine beispielsweise durch Sprühen oder Streichen aufgebrachte
Farbschicht verwendet werden. Durch diese Hintergrundschicht läßt sich dem Dekormaterial
eine Farbe, ein Muster aber auch ein Logo, Schriftzüge und dergleichen hinterlegen.
Dadurch läßt sich das Maß der Gestaltungsmöglichkeiten erheblich erweitern.
[0014] In vorteilhafter Weise wird die Harzschicht vor dem Aufbringen des Faserverbundmaterials
oder der Hintergrundschicht ausgehärtet. Dadurch kann sichergestellt werden, daß das
Faserverbundmaterial oder die Hintergrundschicht gleichmäßig und eben aufgebracht
werden können und nicht teilweise verkippen oder in die Harzschicht eindringen. Es
ist jedoch ebenso möglich, daß eine Harzschicht zur Aufnahme des Faserverbundmaterials
oder der Hintergrundschicht aufgebracht wird, um so eine optimale Verbindung sicherzustellen.
[0015] In vorteilhafter Weise wird gemäß einem weiteren Vorschlag der Erfindung auf das
Faserverbundmaterial eine Klebeschicht aufgebracht. Dadurch kann die Verarbeitung
entsprechender Dekormaterialien überaus einfach erfolgen. Vorteilhafterweise können
dabei selbstklebende Klebeschichten verwendet werden.
[0016] In vorteilhafter Weise wird als Substrat ein zumindest auf der der Harzschicht zugewandten
Seite eine Oberflächenstruktur aufweisendes Material verwendet. Dabei kann das Substratmaterial
auf dieser Seite Erhöhungen und/oder Vertiefungen aufweisen, die sowohl gleichmäßig
als auch ungleichmäßig ausgebildet sein können. Durch diese der aufzubringenden Harzschicht
zugewandten Oberflächenstruktur ist eine reale Dreidimensionalität gegeben, die den
optischen Eindruck der Tiefenwirkung noch weiter verstärkt. Darüber hinaus wird eine
größere Oberfläche bereitgestellt, die eine größere Haftung zwischen dem Substrat
und der Harzschicht gewährleistet.
[0017] Gemäß einem weiteren vorteilhaften Vorschlag der Erfindung wird als Substrat Glas
verwendet, insbesondere Kristallspiegelglas. Ebenso können vorteilhafterweise Acrylglas
(Plexiglas) oder geeignete, im wesentlichen transparente Kunststoffe verwendet werden.
Damit lassen sich einerseits sehr glatte Oberflächen und andererseits durch Auswahl
entsprechender Strukturgläser auch strukturierte Oberflächen erzielen. Darüber hinaus
lassen sich chemisch neutrale Oberflächen, insbesondere für die Verwendung von Küchenarbeitsplatten,
Küchenfronten und dergleichen, herstellen. Überdies können so durch Abstimmung der
Materialien für die Harzschicht, die optionale Hintergrundschicht und das Faserverbundmaterial
transparente oder transluzente Dekormaterialien bereitstellen, die beispielsweise
für Fensterscheiben, Fahrstühle oder als Duschabtrennung verwendet werden können.
Zusätzlich lassen sich Oberflächen aus Glas besonders einfach reinigen, so daß entsprechende
Dekormaterialien praktisch nicht durch Reinigungsmittel und dergleichen angegriffen
und damit hinsichtlich ihrer optischen Wirkung und Farbgebung verändert werden.
[0018] Da die Dekormaterialien durch das Aufbringen des Faserverbundmaterials an Stabilität
gewinnen, kann gemäß einem besonders vorteilhaften Vorschlag der Erfindung sehr dünnes
Substratmaterial, insbesondere sehr dünnes Glas, verwendet werden. Dadurch können
Dekormaterialien mit einem äußerst geringen Gewicht hergestellt werden, die sich insbesondere
sehr viel einfacher verarbeiten lassen.
[0019] Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung
anhand der in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele. Dabei zeigen:
- Fig. 1
- den prinzipiellen Aufbau eines Dekormaterials gemäß der vorliegenden Erfindung;
- Fig. 2
- den prinzipiellen Aufbau eines alternativen Dekormaterials gemäß der vorliegenden
Erfindung;
- Fig. 3
- den prinzipiellen Aufbau eines weiteren alternativen Dekormaterials gemäß der vorliegenden
Erfindung;
- Fig. 4
- den prinzipiellen Aufbau eines weiteren alternativen Dekormaterials gemäß der vorliegenden
Erfindung und
- Fig. 5
- den prinzipiellen Aufbau eines weiteren alternativen Dekormaterials gemäß der vorliegenden
Erfindung.
[0020] Fig. 1 zeigt den prinzipiellen Aufbau eines verfahrensgemäß hergestellten Dekormaterials.
dabei ist auf einem im wesentlichen transparenten Substrat 1, vorzugsweise aus Glas,
zumindest eine ein plättchenförmiges Effektpigment enthaltende Harzschicht 2 aufgebracht.
Auf die Harzschicht 2 ist ihrerseits Faserverbundmaterial 3, beispielsweise ein Glasfasergewebe,
aufgebracht.
[0021] Fig. 2 zeigt den Aufbau eines alternativen Dekormaterials. Hier sind auf einem Substrat
1 mehrere plättchenförmige Effektpigmente enthaltende Harzschichten 2 aufgebracht.
Auf die Harzschichten 2 ist zusätzlich noch eine Hintergrundschicht 4, beispielsweise
eine Farbschicht, aufgebracht. Um die Stabilität des Dekormaterials zu vergrößern,
ist auch bei dieser Ausführungsform Faserverbundmaterial 3 aufgebracht.
[0022] Fig. 3 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel eines verfahrensgemäß hergestellten
Dekormaterials. Dabei ist auf das Faserverbundmaterial 3 des in Fig. 2 dargestellten
Dekormaterials zusätzlich eine Klebeschicht 5 aufgebracht, beispielsweise eine selbstklebende
Klebeschicht, die das Aufbringen des Dekormaterials vereinfacht.
[0023] In Fig. 4 ist mit 6 ein Kernmaterial bezeichnet, das mit Hilfe einer Klebeschicht
5 mit dem Faserverbundmaterial 3 verbunden ist. Das Kernmaterial kann beispielsweise
aus Holz, Metall, Kunststoff, Gips oder synthetischen Verbundmaterialien bestehen
und hat die Aufgabe, im jeweiligen zu fertigenden Produkt die für bestimmte Anwendungen
notwendigen Materialeigenschaften zu geben und kann je nach gewünschten Eigenschaften
praktisch beliebig ausgewählt werden. Insbesondere lassen sich so die funktionellen
Eigenschaften des Produktes beliebig gestalten, zum Beispiel in Richtung Feuerschutz
oder Wärme- bzw. Schalldämmung oder zur Einstellung von gewünschten Dicken oder Festigkeiten.
[0024] Falls das Kernmaterial 6 selbst nicht formbeständig ist oder aber, wie zum Beispiel
bei Holz, durch äußere Einflüsse, wie zum Beispiel Feuchtigkeitsaufnahme, sich verformen
kann, ist es zweckmäßig, das Kernmaterial 6 durch beidseitig aufgebrachte, hier nicht
dargestellte Laminierungsschichten zu stabilisieren.
[0025] Fig. 5 zeigt eine Ausführungsform, die symmetrisch aufgebaut ist, und beispielsweise
zum Aufbau von bereits dekorierten Trennwänden und dergleichen verwendet werden kann.
[0026] Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren lassen sich Dekormaterialien aller Art herstellen,
insbesondere Effektgläser, Fliesen und dergleichen. Neben ebenen Formen wie Platten
können aber auch durch Verwendung entsprechender Substrate 1 gewölbte oder sphärische
Formen hergestellt werden. Zum Einsatz kommen die Produkte insbesondere bei Wand-,
Decken- oder Möbelverkleidungen, aber auch zum Beispiel für Bodenbeläge, Duschabtrennungen,
Fahrstuhlauskleidungen und dergleichen, insbesondere da, wo es neben den dekorativen
Effekten auch auf die Unempfindlichkeit gegen mechanische, chemische oder sonstige
Einflüsse ankommt, beispielsweise in Küchen, an Schränken oder in Bädern.
[0027] Die Art des Aufbringens der einzelnen Schichten bzw. Materialien ist dem Fachmann
an sich geläufig. Insbesondere bei flüssigen Materialien kann dies zum Beispiel durch
Streichen, Rollen, Sprühen, Tauchen oder Gießen geschehen.
[0028] Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Dekormaterialien lassen sich
mit allen üblichen Verfahren, zum Beispiel Sägen, Schneider, Fräsen, Bohren und anderen
Formgebungsverfahren bearbeiten und können daher praktisch unbegrenzt vielseitig eingesetzt
werden.
Bezugszeichenliste
[0029]
- 1
- Substrat
- 2
- Harzschicht
- 3
- Faserverbundmaterial
- 4
- Hintergrundschicht
- 5
- Klebschicht
- 6
- Kernmaterial
1. Verfahren zur Herstellung von gefärbten flächigen Dekormaterialien,
dadurch gekennzeichnet,
daß auf ein im wesentlichen transparentes Substrat (1) zumindest eine pigment- und/oder
farbstoffhaltige aushärtbare Harzschicht (2) und anschließend ein Faserverbundmaterial
(3) aufgebracht wird, wobei in zumindest einer der Harzschichten (2) ein plättchenförmiges
Effektpigment enthalten ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, das auf die Harzschicht (2) noch
eine Hintergrundschicht (4) aufgebracht wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, das die Harzschicht (2)
vor dem Aufbringen des Faserverbundmaterials (3) oder der Hintergrundschicht (4) ausgehärtet
wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß auf das Faserverbundmaterial
(3) eine Klebeschicht (5) aufgebracht wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß in zumindest
eine der pigment- und/oder farbstoffhaltigen Harzschichten (2) ein flächiges Muster
eingelegt wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß als plättchenförmiges
Effektpigment ein mit Metalloxiden beschichtetes Glimmerpigment verwendet wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß als Substrat
(1) ein zumindest auf der der Harzschicht (2) zugewandten Seite eine Oberflächenstruktur
aufweisendes Material verwendet wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß als Substrat
(1) Glas verwendet wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß als Substrat
(1) Acrylglas verwendet wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß als Faserverbundmaterial
(3) ein Glasfasergewebe verwendet wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß als Hintergrundschicht
(4) eine Laminatschicht verwendet wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß als Hintergrundschicht
(4) eine Farbschicht verwendet wird.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Dekormaterial
transparent oder transluzent ausgebildt wird.
14. Dekormaterial, hergestellt nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bestehend aus
einem Substrat (1), auf dem zumindest eine pigment-und/oder farbstoffhaltige Harzschicht
(2), optional eine Hintergrundschicht (4) und ein Faserverbundmaterial (3) aufgebracht
sind, wobei in zumindest einer der Harzschichten (2) ein plättchenförmiges Effektpigment
enthalten ist.
15. Dekormaterial nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Substrat (1) auf der
der Harzschicht (2) zugewandten Seite eine Oberflächenstruktur aufweist.
16. Dekormaterial nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, daß das Substrat (1)
aus Glas ist.
17. Dekormaterial nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, daß das Substrat (1)
aus Acrylglas ist.
18. Dekormaterial nach einem der Ansprüche 14 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß das
Effektpigment ein mit Metalloxiden beschichtetes Glimmerpigment ist.
19. Dekormaterial nach einem der Ansprüche 14 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß das
Faserverbundmaterial (3) ein Glasfasergewebe ist.
20. Dekormaterial nach einem der Ansprüche 14 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß die
optionale Hintergrundschicht (4) ein Laminat ist.
21. Dekormaterial nach einem der Ansprüche 14 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß die
optionale Hintergrundschicht (4) eine Farbschicht ist.
22. Dekormaterial nach einem der Ansprüche 14 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß das
Dekormaterial transparent oder transluzent ist.