[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft die Verwendung von bleichaktivierenden Übergangsmetallkomplexverbindungen,
die in Käfigverbindungen eingeschlossen sind, zur Verstärkung der Bleichwirkung von
insbesondere anorganischen Persauerstoffverbindungen beim Bleichen von gefärbten Anschmutzungen
an Textilien und harten Oberflächen, und Wasch-, Desinfektions- sowie Reinigungsmittel
für harte Oberflächen, die in Käfigverbindungen eingeschlossene bleichaktivierende
Übergangsmetallkomplexe enthalten.
[0002] Anorganische Persauerstoffverbindungen, insbesondere Wasserstoffperoxid und feste
Persauerstoffverbindungen, die sich in Wasser unter Freisetzung von Wasserstoffperoxid
lösen, wie Natriumperborat und Natriumcarbonat-Perhydrat, werden seit langem als Oxidationsmittel
zu Desinfektions- und Bleichzwecken verwendet. Die Oxidationswirkung dieser Substanzen
hängt in verdünnten Lösungen stark von der Temperatur ab; so erzielt man beispielsweise
mit H
2O
2 oder Perborat in alkalischen Bleichflotten erst bei Temperaturen oberhalb von etwa
80 °C eine ausreichend schnelle Bleiche verschmutzter Textilien. Bei niedrigeren Temperaturen
kann die Oxidationswirkung der anorganischen Persauerstoffverbindungen durch Zusatz
sogenannter Bleichaktivatoren verbessert werden, für die zahlreiche Vorschläge, vor
allem aus den Stoffklassen der N- oder O-Acylverbindungen, beispielsweise mehrfach
acylierte Alkylendiamine, insbesondere Tetraacetylethylendiamin, acylierte Glykolurile,
insbesondere Tetraacetylglykoluril, N-acylierte Hydantoine, Hydrazide, Triazole, Hydrotriazine,
Urazole, Diketopiperazine, Sulfurylamide und Cyanurate, außerdem Carbonsäureanhydride,
insbesondere Phthalsäureanhydrid, Carbonsäureester, insbesondere Natrium-nonanoyloxybenzolsulfonat,
Natrium-isononanoyloxy-benzolsulfonat und acylierte Zuckerderivate, wie Pentaacetylglukose,
in der Literatur bekannt geworden sind. Durch Zusatz dieser Substanzen kann die Bleichwirkung
wäßriger Peroxidflotten so weit gesteigert werden, daß bereits bei Temperaturen um
60 °C im wesentlichen die gleichen Wirkungen wie mit der Peroxidflotte allein bei
95 °C eintreten.
[0003] Im Bemühen um energiesparende Wasch- und Bleichverfahren gewinnen in den letzten
Jahren Anwendungstemperaturen deutlich unterhalb 60 °C, insbesondere unterhalb 45
°C bis herunter zur Kaltwassertemperatur an Bedeutung.
[0004] Bei diesen niedrigen Temperaturen läßt die Wirkung der bisher bekannten Aktivatorverbindungen
in der Regel erkennbar nach. Es hat deshalb nicht an Bestrebungen gefehlt, für diesen
Temperaturbereich wirksamere bleichverstärkende Stoffe zu entwickeln, ohne daß bis
heute ein überzeugender Erfolg zu verzeichnen gewesen wäre. Ein Ansatzpunkt dazu ergibt
sich durch den Einsatz von katalytisch aktiven Übergangsmetallsalzen und -komplexen,
wie zum Beispiel in den europäischen Patentanmeldungen EP 392 592, EP 443 651, EP
458 397, EP 544 490 oder EP 549 271 vorgeschlagen, als sogenannte Bleichkatalysatoren.
Bei diesen besteht, vermutlich wegen der hohen Reaktivität der aus ihnen und der Persauerstoffverbindung
entstehenden oxidierenden Intermediate, die Gefahr der Farbveränderung gefärbter Textilien
und im Extremfall der oxidativen Textilschädigung. In der europäischen Patentanmeldung
EP 272 030 werden Cobalt(III)-Komplexe mit Ammoniak-Liganden, die außerdem beliebige
weitere ein-, zwei-, drei- und/oder vierzähnige Liganden aufweisen können, als Aktivatoren
für H
2O
2 zum Einsatz in Textilwasch- oder -bleichmitteln beschrieben. Die internationalen
Patentanmeldungen WO 96/23859, WO 96/23860 und WO 96/23861 betreffen den Einsatz entsprechender
Co(III)-Komplexe in Mitteln zum automatischen Reinigen von Geschirr. Aus der europäischen
Patentanmeldung EP 630 964 sind bestimmte Mangankomplexe bekannt, welche keinen ausgeprägten
Effekt hinsichtlich einer Bleichverstärkung von Persauerstoffverbindungen haben und
gefärbte Textilfasern nicht entfärben, aber die Bleiche von in Waschlaugen befindlichem,
von der Faser abgelöstem Schmutz oder Farbstoff bewirken können. Aus der deutschen
Patentanmeldung DE 44 16 438 sind Mangan-, Kupfer- und Cobalt-Komplexe bekannt, welche
Liganden aus einer Vielzahl von Stoffgruppen tragen können und als Bleich- und Oxidationskatalysatoren
verwendet werden sollen. Die internationale Patentanmeldung WO 95/30733 schlägt vor,
bestimmte ein- oder zweikernige Mangan-Komplex-Ionen auf die Oberfläche von porösem
Adsorptionsmaterial aufzubringen. In der internationalen Patentanmeldung WO 95/34629
ist vorgeschlagen worden, die von Knops-Gerrits et al. in Nature, Band 369 (1994),
Seiten 543 bis 546 beschriebenen in Zeolith eingeschlossenen Mn(II)-Bipyridylkomplexe
als Bleichkatalysatoren in Wasch- und Reinigungsmitteln zu verwenden.
[0005] Auch die vorliegende Erfindung hat die Verbesserung der Oxidations- und Bleichwirkung
anorganischer Persauerstoffverbindungen bei niedrigen Temperaturen unterhalb von 80
°C, insbesondere im Temperaturbereich von ca. 15 °C bis 55 °C, zum Ziel.
[0006] Es wurde nun gefunden, daß in die Hohlräume von Käfigverbindungen eingeschlossene
Übergangsmetallkomplexe einen deutlichen Beitrag zur Reinigungsleistung gegenüber
gefärbten Anschmutzungen zu leisten vermögen.
[0007] Gegenstände der Erfindung sind die Verwendung von in Hohlräumen von Käfigverbindungen
eingeschlossenen bleichaktivierenden Übergangsmetallkomplexen, die keine Mn(II)-bipyridylkomplexe
sind, als Aktivatoren für insbesondere anorganische Persauerstoffverbindungen, vorzugsweise
ausgewählt aus der Gruppe umfassend organische Persäuren, Wasserstoffperoxid und Wasserstoffperoxid-liefernde
Substanzen wie Percarbamid, Perborat und Percarbonat sowie deren Gemische, in Oxidations-,
Wasch-, Reinigungs- oder Desinfektionslösungen, und ihre Verwendung zum Bleichen von
Farbanschmutzungen beim Waschen von Textilien.
[0008] Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist die Verwendung von in Hohlräumen von Käfigverbindungen
eingeschlossenen bleichaktivierenden Übergangsmetallkomplexen, die keine Mn(II)-bipyridylkomplexe
sind, zum Bleichen von Farbanschmutzungen beim Reinigen harter Oberflächen oder zur
Desinfektion.
[0009] Zu den bevorzugten Käfigverbindungen, in welche die bleichverstärkenden Übergangsmetallkomplexe
eingeschlossen werden, gehören die Zeolithe vom Typ A, K, L, P-L, O, T, X, Y und Ω
sowie deren Mischungen, wobei die Auswahl der geeigneten Käfigverbindung sich nach
der Größe des einzuschließenden Übergangsmetallkomplexes richtet. Dabei ist maßgeblich,
daß im Rahmen der Herstellung der eingeschlossenen Komplexe sowohl das Übergangsmetallion
wie auch die für die Komplexbildung notwendigen Liganden in den Hohlraum der Käfigverbindung
gelangen können müssen, der sich bildende bleichverstärkende Komplex aber nicht mehr
durch die Öffnung des Hohlraums passen darf, damit ein stabiler Einschluß des Komplexes
gewährleistet ist. So besitzt z.B. Zeolith Y Hohlräume mit Durchmessern von ca. 1,3
nm, deren Öffnungen einen Durchmesser von 0,74 nm aufweisen. Unter einem stabilen
Einschluß soll dabei verstanden werden, daß unter Anwendungsbedingungen, das heißt
in der Wasch-, Reinigungs-, Spül- oder Desinfektionsflotte, keine die Bleichkatalyse
beeinflussenden Mengen an freiem Komplex nachweisbar sind. Die sich innerhalb der
Hohlräume von Käfigverbindungen bildenden und dann eingeschlossenen Übergangsmetallkomplexe
sind wesentlich stabiler und damit über einen längeren Zeitraum wirksam als die gleichen
Übergangsmetallkomplexe, die auf die Oberfläche von Trägermaterialien aufgebracht
worden sind, auch wenn es sich bei diesen Trägermaterialien um entsprechende Käfigverbindungen
handelt.
[0010] Erfindungsgemäß geeignete Übergangsmetallkomplexe werden vorzugsweise unter den Cobalt-,
Eisen-, Kupfer-, Titan-, Vanadium-, Mangan- und Rutheniumkomplexen sowie deren Gemischen
ausgewählt. Als Liganden in den erfindungsgemäß brauchbaren Übergangsmetallkomplexen
kommen übliche Substanzen sowohl anorganischer als auch organischer Natur in Frage.
Zu den organischen Liganden in derartigen Komplexen gehören neben Carboxylaten insbesondere
Verbindungen mit primären, sekundären und/oder tertiären Amin- und/oder Alkohol-Funktionen,
wie Pyridin, Pyridazin, Pyrimidin, Pyrazin, Imidazol, Pyrazol, Triazol, 2,2'-Bispyridylamin,
Tris-(2-pyridylmethyl)amin, 1,4,7-Triazacyclononan, 1,4,7-Trimethyl-1,4,7-triazacyclononan,
1,5,9-Trimethyl-1,5,9-triazacyclododecan, (Bis-((1-methylimidazol-2-yl)-methyl))-(2-pyridylmethyl)-amin,
N,N'-(Bis-(1-methylimidazol-2-yl)-methyl)-ethylendiamin, N-Bis-(2-benzimidazolylmethyl)-aminoethanol,
2,6-Bis-(bis-(2-benzimidazolylmethyl)aminomethyl)-4-methylphenol, N,N,N',N'-Tetrakis-(2-benzimidazolylmethyl)-2-hydroxy-1,3-diaminopropan,
2,6-Bis-(bis-(2-pyridylmethyl)aminomethyl)-4-methylphenol, 1,3-Bis-(bis-(2-benzimidazolylmethyl)aminomethyl)-benzol,
Sorbitol, Mannitol, Erythritol, Adonitol, Inositol, Lactose, und gegebenenfalls substituierte
Salene, Porphine und Porphyrine. Zu den anorganischen Neutralliganden gehören insbesondere
Ammoniak und Wasser. Insbesondere bei den Co(III)-Komplexen, in denen das Zentralatom
normalerweise mit der Koordinationszahl 6 vorliegt, ist die Anwesenheit von mindestens
1 Ammoniak-Liganden bevorzugt. Falls nicht sämtliche Koordinationsstellen des Übergangsmetallzentralatoms
durch Neutralliganden besetzt sind, enthält ein in eingeschlossener Form gemäß der
Erfindung zu verwendender Komplex weitere, vorzugsweise anionische und unter diesen
insbesondere ein- oder zweizähnige Liganden. Zu diesen gehören insbesondere die Halogenide
wie Fluorid, Chlorid, Bromid und Iodid, und die (NO
2)
--Gruppe. Unter einer (NO
2)
--Gruppe soll im vorliegenden Fall ein Nitro-Ligand, der über das Stickstoffatom an
das Übergangsmetall gebunden ist, oder ein Nitrito-Ligand, der über ein Sauerstoffatom
an das Übergangsmetall gebunden ist, verstanden werden. Die (NO
2)
--Gruppe kann an ein Übergangsmetall auch chelatbildend gebunden sein oder sie kann
zwei Übergangsmetallatome asymmetrisch oder µ
1-O-verbrücken. Außer den genannten Liganden können die im Aktivatorsystem gemäß der
Erfindung zu verwendenden Übergangsmetallkomplexe noch weitere, in der Regel einfacher
aufgebaute Liganden, insbesondere ein- oder mehrwertige Anionliganden, tragen. In
Frage kommen beispielsweise Nitrat, Actetat, Trifluoracetat, Formiat, Carbonat, Citrat,
Perchlorat sowie komplexe Anionen wie Hexafluorophosphat. Die Anionliganden sollen
für den Ladungsausgleich zwischen Übergangsmetall-Zentralatom und dem Ligandensystem
sorgen. Auch die Anwesenheit von Oxo-Liganden, Peroxo-Liganden und Imino-Liganden
ist möglich. Insbesondere derartige Liganden können auch verbrückend wirken, so daß
mehrkernige Komplexe entstehen. Im Falle verbrückter, zweikerniger Komplexe müssen
nicht beide Metallatome im Komplex gleich sein. Auch der Einsatz zweikerniger Komplexe,
in denen die beiden Übergangsmetallzentralatome unterschiedliche Oxidationszahlen
aufweisen, ist möglich.
[0011] Falls Anionliganden fehlen oder die Anwesenheit von Anionliganden nicht zum Ladungsausgleich
im Komplex führt, können in den gemäß der Erfindung in eingeschlossener Form zu verwendenden
Übergangsmetallkomplex-Verbindungen anionische Gegenionen anwesend sein, die den kationischen
Übergangsmetall-Komplex neutralisieren. Zu diesen anionischen Gegenionen gehören insbesondere
Nitrat, Hydroxid, Hexafluorophosphat, Sulfat, Chlorat, Perchlorat, die Halogenide
wie Chlorid oder die Anionen von Carbonsäuren wie Formiat, Acetat, Benzoat oder Citrat.
Der Ladungsausgleich kann aber auch zumindest anteilsweise durch die Käfigverbindung
erfolgen, wenn diese in der Lage ist, kationische Verbindungen einzuschließen. Zu
derartigen Käfigverbindungen, die im vorliegenden Zusammenhang die Rolle anionischer
Gegenionen übernehmen können, gehören insbesondere die Zeolithe.
[0012] Beispiele für erfindungsgemäß in eingeschlossener Form zu verwendende Übergangsmetallkomplex-Verbindungen
sind der Mn(IV)
2(µ-O)
3(1,4,7-trimethyl-1,4,7-triazacyclononan)-, Mn(IV)
4(µ-O)
6(1,4,7-trimethyl-1,4,7-triazacyclononan)-, [N,N'-Bis[(2-hydroxy-5-vinylphenyl)-methylen]-1,2-diaminocyclohexan]-mangan-(III)-,
[N,N'-Bis[(2-hydroxy-5-nitrophenyl)-methylen]-1,2-diaminocyclohexan]-mangan-(III)-,
[N,N'-Bis[(2-hydroxyphenyl)-methylen]-1,2-phenylendiamin]-mangan-(III)-, [N,N'-Bis[(2-hydroxyphenyl)-methylen]-1,2-diaminocyclohexan]-mangan-(III)-,
[N,N'-Bis[(2-hydroxyphenyl)-methylen]-1,2-diaminoethan]-mangan-(III)-, [N,N'-Bis[(2-hydroxy-5-sulfonatophenyl)-methylen]-1,2-diaminoethan]-mangan-(III)-,
Nitropentammin-cobalt(III)-, Nitritopentammin-cobalt(III)-, Hexammincobalt(III)-,
Chloropentammin-cobalt(III)-Komplex sowie der Peroxo-Komplex [(NH
3)
5Co-O-O-Co(NH
3)
5]Cl
4. Besonders bevorzugt ist der Einsatz von in Zeolith Y eingeschlossenem Mn(IV)
4(µ-O)
6(1,4,7-trimethyl-1,4,7-triazacyclononan)-Komplex und/oder Mn(IV)
2(µ-O)
3(1,4,7-trimethyl-1,4,7-triazacyclononan)-Komplex, der zum Beispiel wie in der Veröffentlichung
von D.E.DeVos, J.L. Meinertshagen und T. Bein in Angewandte Chem. Band 108 (1996),
Seiten 2355 bis 2357 angegeben erhältlich ist.
[0013] Die in Hohlräumen von Käfigverbindungen eingeschlossenen Übergangsmetallkomplexe
werden vorzugsweise zum Bleichen von Farbanschmutzungen beim Waschen von Textilien,
insbesondere in wäßriger, tensidhaltiger Flotte, verwendet. Die Formulierung "Bleichen
von Farbanschmutzungen" ist dabei in ihrer weitesten Bedeutung zu verstehen und umfaßt
sowohl das Bleichen von sich auf dem Textil befindendem Schmutz, das Bleichen von
in der Waschflotte befindlichem, vom Textil abgelösten Schmutz als auch das oxidative
Zerstören von sich in der Waschflotte befindenden Textilfarben, die sich unter den
Waschbedingungen von Textilien ablösen, bevor sie auf andersfarbige Textilien aufziehen
können.
[0014] Eine weitere bevorzugte Anwendungsform gemäß der Erfindung ist die Verwendung der
in Hohlräumen von Käfigverbindungen eingeschlossenen Übergangsmetallkomplexe, die
keine Mn(II)-bipyridylkomplexe sind, in Reinigungslösungen für harte Oberflächen,
beispielsweise für Geschirr, zum Bleichen von gefärbten Anschmutzungen. Auch dabei
wird unter dem Begriff der Bleiche sowohl das Bleichen von sich auf der harten Oberfläche
befindendem Schmutz, insbesondere Tee, als auch das Bleichen von in der Geschirrspülflotte
befindlichem, von der harten Oberfläche abgelösten Schmutz verstanden.
[0015] Dabei ist äußerst überraschend, daß in der Regel die Reinigungs- beziehungsweise
Bleichleistung von Mitteln, welche die in die Hohlräume eingeschlossene Übergangsmetallkomplexverbindung
enthalten, gegenüber an textilen oder harten Oberflächen befindlichem Schmutz nicht
signifikant geringer ist als bei Einsatz entsprechender Mittel, welche die freie Übergangsmetallkomplexverbindung
enthalten.
[0016] Weiterhin betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Reinigung von harten Oberflächen,
insbesondere von Geschirr unter Einsatz von in Hohlräumen von Käfigverbindungen eingeschlossenen
Übergangsmetallkomplexen, die keine Mn(II)-bipyridylkomplexe sind, in wäßriger, gegebenenfalls
weitere Reinigungsmittelbestandteile, insbesondere Oxidationsmittel auf Persauerstoffbasis,
enthaltender Lösung, sowie Wasch-, Desinfektions- und Reinigungsmittel für harte Oberflächen,
insbesondere Reinigungsmittel für Geschirr und unter diesen vorzugsweise solche für
den Einsatz in maschinellen Reinigungsverfahren, die in Hohlräumen von Käfigverbindungen
eingeschlossene Übergangsmetallkomplexe enthalten, welche keine Mn(II)-bipyridylkomplexe
sind.
[0017] Die erfindungsgemäße Verwendung besteht im wesentlichen darin, in Gegenwart einer
mit gefärbten Anschmutzungen verunreinigten Oberfläche Bedingungen zu schaffen, unter
denen ein peroxidisches Oxidationsmittel und die in Hohlräumen von Käfigverbindungen
eingeschlossenen Übergangsmetallkomplexe miteinander reagieren können, mit dem Ziel,
stärker oxidierend wirkende Folgeprodukte zu erhalten. Solche Bedingungen liegen insbesondere
dann vor, wenn die Reaktionspartner in wäßriger Lösung aufeinander treffen. Dies kann
durch separate Zugabe der Persauerstoffverbindung und des in Hohlräumen von Käfigverbindungen
eingeschlossenen Übergangsmetallkomplexes zu einer gegebenenfalls reinigungsmittelhaltigen
Lösung geschehen. Besonders vorteilhaft wird das erfindungsgemäße Verfahren jedoch
unter Verwendung eines erfindungsgemäßen Reinigungsmittels für harte Oberflächen,
das in Hohlräumen von Käfigverbindungen eingeschlossenen Übergangsmetallkomplex und
gegebenenfalls ein persauerstoffhaltiges Oxidationsmittel enthält, durchgeführt. Die
Persauerstoffverbindung kann auch separat, in Substanz oder als vorzugsweise wäßrige
Lösung oder Suspension, zur Lösung zugegeben werden, wenn ein peroxidfreies Reinigungsmittel
verwendet wird.
[0018] Je nach Verwendungszweck können die Bedingungen weit variiert werden. So kommen neben
rein wäßrigen Lösungen auch Mischungen aus Wasser und geeigneten organischen Lösungsmitteln
als Reaktionsmedium in Frage. Die Einsatzmengen an Persauerstoffverbindungen werden
im allgemeinen so gewählt, daß in den Lösungen zwischen 10 ppm und 10 % Aktivsauerstoff,
vorzugsweise zwischen 50 ppm und 5 000 ppm Aktivsauerstoff vorhanden sind. Auch die
verwendete Menge an in Hohlräumen von Käfigverbindungen eingeschlossenem bleichverstärkendem
Übergangsmetallkomplex hängt vom Anwendungszweck ab. Je nach gewünschtem Aktivierungsgrad
wird er in solchen Mengen eingesetzt, daß 10
-5 Mol bis 2,5 · 10
-2 Mol, vorzugsweise 10
-4 Mol bis 2, · 10
-2 Mol Übergangsmetall pro Mol Persauerstoffverbindung verwendet werden, doch können
in besonderen Fällen diese Grenzen auch über- oder unterschritten werden.
[0019] In erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmitteln sind vorzugsweise 0,0001 Gew.-%
bis 10 Gew.-%, insbesondere 0,01 Gew.-% bis 0,5 Gew.-% in Hohlräumen von Käfigverbindungen
eingeschlossene bleichaktivierende Übergangsmetallkomplexe enthalten, wobei sich diese
Gewichtsangaben hier und wenn sonst nichts anderes angegeben ist auf die Summe aus
Käfigverbindung und darin eingeschlossenem Komplex beziehen. Die erfindungsgemäßen
Mittel, die als Granulate, pulver- oder tablettenförmige Feststoffe, als sonstige
Formkörper, homogene Lösungen oder Suspensionen vorliegen können, können außer dem
genannten eingeschlossenen Übergangsmetallkomplex im Prinzip alle bekannten und in
derartigen Mitteln üblichen Inhaltsstoffe enthalten. Die erfindungsgemäßen Mittel
können insbesondere Buildersubstanzen, oberflächenaktive Tenside, Persauerstoffverbindungen,
wassermischbare organische Lösungsmittel, Sequestrierungsmittel, Elektrolyte, pH-Regulatoren
und weitere Hilfsstoffe, wie Silberkorrosionsinhibitoren, Schaumregulatoren, zusätzliche
Persauerstoff-Aktivatoren sowie Farb- und Duftstoffe enthalten.
[0020] Ein erfindungsgemäßes Reinigungsmittel für harte Oberflächen kann darüber hinaus
abrasiv wirkende Bestandteile, insbesondere aus der Gruppe umfassend Quarzmehle, Holzmehle,
Kunststoffmehle, Kreiden und Mikroglaskugeln sowie deren Gemische, enthalten. Abrasivstoffe
sind in den erfindungsgemäßen Reinigungsmitteln vorzugsweise nicht über 20 Gew.-%,
insbesondere von 5 Gew.-% bis 15 Gew.-%, enthalten.
[0021] Ein weiterer Erfindungsgegenstand ist ein Mittel zum maschinellen Reinigen von Geschirr,
enthaltend 15 Gew.-% bis 65 Gew.-%, insbesondere 20 Gew.-% bis 60 Gew.-% wasserlösliche
Builderkomponente, 5 Gew.-% bis 25 Gew.-%, insbesondere 8 Gew.-% bis 17 Gew.-% Bleichmittel
auf Sauerstoffbasis, jeweils bezogen auf das gesamte Mittel, das 0,01 Gew.-% bis 10
Gew.-% in Hohlräumen von Käfigverbindungen eingeschlossenen bleichaktivierenden Übergangsmetallkomplex
enthält. Ein derartiges Mittel ist insbesondere niederalkalisch, das heißt seine 1-gewichtsprozentige
Lösung weist einen pH-Wert von 8 bis 11,5, vorzugsweise 9 bis 11 auf.
[0022] Als wasserlösliche Builderkomponenten in erfindungsgemäßen Reinigungsmitteln kommen
prinzipiell alle in Mitteln für die maschinelle Reinigung von Geschirr üblicherweise
eingesetzten Builder in Frage, zum Beispiel Alkaliphosphate, die in Form ihrer alkalischen,
neutralen oder sauren Natrium- oder Kaliumsalze vorliegen können. Beispiele hierfür
sind Trinatriumphosphat, Tetranatriumdiphosphat, Dinatriumdihydrogendiphosphat, Pentanatriumtriphosphat,
sogenanntes Natriumhexametaphosphat sowie die entsprechenden Kaliumsalze beziehungsweise
Gemische aus Natrium- und Kaliumsalzen. Ihre Mengen können im Bereich von bis zu etwa
60 Gew.-%, insbesondere 5 Gew.-% bis 20 Gew.-%, bezogen auf das gesamte Mittel liegen.
Weitere mögliche wasserlösliche Builderkomponenten sind neben Polyphosphonaten und
Phosphonatalkylcarboxylaten zum Beispiel organische Polymere nativen oder synthetischen
Ursprungs vom Typ der Polycarboxylate, die insbesondere in Hartwasserregionen als
Co-Builder wirken. In Betracht kommen beispielsweise Polyacrylsäuren und Copolymere
aus Maleinsäureanhydrid und Acrylsäure sowie die Natriumsalze dieser Polymersäuren.
Handelsübliche Produkte sind zum Beispiel Sokalan® CP 5, CP 10 und PA 30 der Firma
BASF. Zu den als Co-Builder brauchbaren Polymeren nativen Ursprungs gehören beispielsweise
oxidierte Stärke, wie zum Beispiel aus der internationalen Patentanmeldung WO 94/05762
bekannt, und Polyaminosäuren wie Polyglutaminsäure oder Polyasparaginsäure. Weitere
mögliche Builderkomponenten sind natürlich vorkommende Hydroxycarbonsäuren wie zum
Beispiel Mono-, Dihydroxybernsteinsäure, α-Hydroxypropionsäure und Gluconsäure. Zu
den bevorzugten Builderkomponenten gehören die Salze der Citronensäure, insbesondere
Natriumcitrat. Als Natriumcitrat kommen wasserfreies Trinatriumcitrat und vorzugsweise
Trinatriumcitratdihydrat in Betracht. Trinatriumcitratdihydrat kann als fein- oder
grobkristallines Pulver eingesetzt werden. In Abhängigkeit vom letztlich in den erfindungsgemäßen
Mitteln eingestellten pH-Wert können auch die zu den genannten Co-Builder-Salzen korrespondierenden
Säuren vorliegen.
[0023] Zu den in erfindungsgemäßen Mitteln enthaltenen Enzymen gehören Proteasen, Amylasen,
Pullulanasen, Cutinasen und/oder Lipasen, beispielsweise Proteasen wie BLAP®, Optimase®,
Opticlean®, Maxacal®, Maxapem®, Durazym®, Purafect® OxP, Esperase® und/oder Savinase®,
Amylasen wie Termamyl®, Amylase-LT®, Maxamyl®, Duramyl® und/oder Lipasen wie Lipolase®,
Lipomax®, Lumafast® und/oder Lipozym®. Die verwendeten Enzyme können, wie zum Beispiel
in den internationalen Patentanmeldungen WO 92/11347 oder WO 94/23005 beschrieben,
an Trägerstoffen adsorbiert und/oder in Hüllsubstanzen eingebettet sein, um sie gegen
vorzeitige Inaktivierung zu schützen. Sie sind in den erfindungsgemäßen Reinigungsmitteln
vorzugsweise in Mengen bis zu 10 Gew.-%, insbesondere von 0,05 Gew.-% bis 5 Gew.-%,
enthalten, wobei besonders bevorzugt gegen oxidativen Abbau stabilisierte Enzyme,
wie zum Beispiel aus den internationalen Patentanmeldungen WO 94/02597, WO 94/02618,
WO 94/18314, WO 94/23053 oder WO 95/07350, bekannt, eingesetzt werden.
[0024] Zusätzlich zu dem in Hohlräumen von Käfigverbindungen eingeschlossenen bleichaktivierenden
Übergangsmetallkomplex können übliche als Bleichaktivatoren bekannte Übergangsmetallkomplexe
in nicht eingeschlossener Form und/oder konventionelle Bleichaktivatoren, das heißt
Verbindungen, die unter Perhydrolysebedingungen gegebenenfalls substituierte Perbenzoesäure
und/oder Peroxocarbonsäuren mit 1 bis 10 C-Atomen, insbesondere 2 bis 4 C-Atomen ergeben,
eingesetzt werden. Geeignet sind die eingangs zitierten üblichen Bleichaktivatoren,
die O- und/oder N-Acylgruppen der genannten C-Atomzahl und/oder gegebenenfalls substituierte
Benzoylgruppen tragen. Bevorzugt sind mehrfach acylierte Alkylendiamine, insbesondere
Tetraacetylethylendiamin (TAED), acylierte Glykolurile, insbesondere Tetraacetylglykoluril
(TAGU), acylierte Triazinderivate, insbesondere 1,5-Diacetyl-2,4-dioxohexahydro-1,3,5-triazin
(DADHT), acylierte Phenylsulfonate, insbesondere Nonanoyl- oder Isononanoyloxybenzolsulfonat,
acylierte mehrwertige Alkohole, insbesondere Triacetin, Ethylenglykoldiacetat und
2,5-Diacetoxy-2,5-dihydrofuran sowie acetyliertes Sorbit und Mannit, und acylierte
Zuckerderivate, insbesondere Pentaacetylglukose (PAG), Pentaacetylfruktose, Tetraacetylxylose
und Octaacetyllactose sowie acetyliertes, gegebenenfalls N-alkyliertes Glucamin und
Gluconolacton. Auch die aus der deutschen Patentanmeldung DE 44 43 177 bekannten Kombinationen
konventioneller Bleichaktivatoren können eingesetzt werden. In einer bevorzugten Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Verwendung wird gleichzeitig mit auch eine derartige unter Perhydrolysebedingungen
Peroxocarbonsäure abspaltende Verbindung verwendet. In einer bevorzugten Ausführungsform
erfindungsgemäßer Mittel sind zusätzlich zu dem 1 Gew.-% bis 10 Gew.-%, insbesondere
2 Gew.-% bis 6 Gew.-% an derartiger unter Perhydrolysebedingungen Peroxocarbonsäure
abspaltender Verbindung anwesend. Das Gewichtsverhältnis von unter Perhydrolysebedingungen
Peroxocarbonsäure abspaltender Verbindung zu Übergangsmetallkomplex (ohne Käfigverbindung)
liegt vorzugsweise im Bereich von 1 000 000:1 bis 1:1, wobei es in Reinigungsmitteln
für harte Oberflächen vorzugsweise im Bereich von 8 000:1 bis 1:1, insbesondere von
1 000:1 bis 10:1 und in Waschmitteln zur Anwendung in der Textilwäsche vorzugsweise
im Bereich von 1 000 000:1 bis 500:1, insbesondere von 500 000:1 bis 1 000:1 liegt.
[0025] Als Bleichmittel auf Sauerstoffbasis kommen neben Perphosphaten, Persilikaten und
Persulfaten in erster Linie Alkaliperboratmono- beziehungsweise -tetrahydrat und/oder
Alkalipercarbonat in Betracht, wobei Natrium das bevorzugte Alkalimetall ist. Der
Einsatz von Natriumpercarbonat hat insbesondere in Reinigungsmitteln für Geschirr
Vorteile, da es sich besonders günstig auf das Korrosionsverhalten an Gläsern auswirkt.
Das Bleichmittel auf Sauerstoffbasis ist deshalb vorzugsweise ein Alkalipercarbonat,
insbesondere Natriumpercarbonat. Zusätzlich oder insbesondere alternativ können auch
bekannte Peroxycarbonsäuren, zum Beispiel Dodecandipersäure oder Phthalimidopercarbonsäuren,
die gegebenenfalls am Aromaten substituiert sein können, enthalten sein. Überdies
kann auch der Zusatz geringer Mengen bekannter Bleichmittelstabilisatoren wie beispielsweise
von Phosphonaten, Boraten beziehungsweise Metaboraten und Metasilikaten sowie Magnesiumsalzen
wie Magnesiumsulfat zweckdienlich sein.
[0026] Vorzugsweise enthalten erfindungsgemäße maschinelle Geschirreinigungsmittel die üblichen
Alkaliträger wie zum Beispiel Alkalisilikate, Alkalicarbonate und/oder Alkalihydrogencarbonate.
Zu den üblicherweise eingesetzten Alkaliträgern zählen Carbonate, Hydrogencarbonate
und Alkalisilikate mit einem Molverhältnis SiO
2/M
2O (M = Alkaliatom) von 1 : 1 bis 2,5 : 1. Alkalisilikate können dabei in Mengen von
bis zu 40 Gew.-%, insbesondere 3 Gew.-% bis 30 Gew.-%, bezogen auf das gesamte Mittel,
enthalten sein. Das in den erfindungsgemäßen Mitteln bevorzugt eingesetzte Alkaliträgersystem
ist ein Gemisch aus Carbonat und Hydrogencarbonat, vorzugsweise Natriumcarbonat und
-hydrogencarbonat, das in einer Menge von bis zu 50 Gew.-%, vorzugsweise 5 Gew.-%
bis 40 Gew.-%, enthalten sein kann.
[0027] In einer weiteren Ausführungsform erfindungsgemäßer Mittel sind 20 Gew.-% bis 60
Gew.-% wasserlöslicher organischer Builder, insbesondere Alkalicitrat, 3 Gew.-% bis
20 Gew.-% Alkalicarbonat und 3 Gew.-% bis 40 Gew.-% Alkalidisilikat enthalten.
[0028] Den erfindungsgemäßen Mitteln können gegebenenfalls auch Tenside, insbesondere Aniontenside,
zwitterionische Tenside und vorzugsweise schwach schäumende nichtionische Tenside
zugesetzt werden, die der besseren Ablösung fetthaltiger Anschmutzungen, als Netzmittel
und gegebenenfalls im Rahmen der Herstellung der Reinigungsmittel als Granulierhilfsmittel
dienen. Ihre Menge kann bis zu 20 Gew.-%, insbesondere bis zu 10 Gew.-% betragen und
liegt vorzugsweise im Bereich von 0,5 Gew.-% bis 5 Gew.-%. Üblicherweise werden insbesondere
in Reinigungsmitteln für den Einsatz in maschinellen Geschirrspülverfahren extrem
schaumarme Verbindungen eingesetzt. Hierzu zählen vorzugsweise C
12-C
18-Alkylpolyethylenglykol-polypropylenglykolether mit jeweils bei zu 8 Mol Ethylenoxid-
und Propylenoxideinheiten im Molekül. Man kann aber auch andere bekannt schaumarme
nichtionische Tenside verwenden, wie zum Beispiel C
12-C
18-Alkylpolyethylenglykol-polybutylenglykolether mit jeweils bis zu 8 Mol Ethylenoxid-
und Butylenoxideinheiten im Molekül, endgruppenverschlossene Alkylpolyalkylenglykolmischether
sowie die zwar schäumenden, aber ökologisch attraktiven C
8-C
14-Alkylpolyglucoside mit einem Polymerisierungsgrad von etwa 1 bis 4 (z. B. APG® 225
und APG® 600 der Firma Henkel) und/oder C
12-C
14-Alkylpolyethylenglykole mit 3 bis 8 Ethylenoxideinheiten im Molekül. Ebenfalls geeignet
sind Tenside aus der Familie der Glucamide wie zum Beispiel Alkyl-N-Methyl-Glucamide,
in denen der Alkylteil bevorzugt aus einem Fettalkohol mit der C-Kettenlänge C
6-C
14 stammt. Es ist teilweise vorteilhaft, wenn die beschriebenen Tenside als Gemische
eingesetzt werden, zum Beispiel die Kombination Alkylpolyglykosid mit Fettalkoholethoxylaten
oder Glucamid mit Alkylpolyglykosiden. Auch die Anwesenheit von Aminoxiden, Betainen
und ethoxlierten Alkylaminen ist möglich.
[0029] Um einen Silberkorrosionsschutz zu bewirken, können in erfindungsgemäßen Reinigungsmitteln
für Geschirr Silberkorrosionsinhibitoren eingesetzt werden. Bevorzugte Silberkorrosionsschutzmittel
sind organische Sulfide wie Cystin und Cystein, zwei- oder dreiwertige Phenole, gegebenenfalls
alkyl- oder arylsubstituierte Triazole wie Benzotriazol, Isocyanursäure, Mangan-,
Titan-, Zirkonium-, Hafnium-, Vanadium- oder Cersalze und/oder -komplexe, in denen
die genannten Metalle je nach Metall in einer der Oxidationsstufen II, III, IV, V
oder VI vorliegen.
[0030] Sofern die Reinigungsmittel, zum Beispiel bei Anwesenheit von Aniontensiden, bei
der Anwendung zu stark schäumen, können ihnen noch bis zu 6 Gew.-%, vorzugsweise etwa
0,5 Gew.-% bis 4 Gew.-% einer schaumdrückenden Verbindung, vorzugsweise aus der Gruppe
der Silikonöle, Gemische aus Silikonöl und hydrophobierter Kieselsäure, Paraffine,
Paraffin-Alkohol-Kombinationen, hydrophobierter Kieselsäure, der Bisfettsäureamide,
und sonstiger weiterer bekannter im Handel erhältliche Entschäumer zugesetzt werden.
Weitere fakultative Inhaltsstoffe in den erfindungsgemäßen Mitteln sind zum Beispiel
Parfümöle.
[0031] Zu den in den erfindungsgemäßen Mitteln, insbesondere wenn sie in flüssiger oder
pastöser Form vorliegen, verwendbaren organischen Lösungsmitteln gehören Alkohole
mit 1 bis 4 C-Atomen, insbesondere Methanol, Ethanol, Isopropanol und tert.-Butanol,
Diole mit 2 bis 4 C-Atomen, insbesondere Ethylenglykol und Propylenglykol, sowie deren
Gemische und die aus den genannten Verbindungsklassen ableitbaren Ether. Derartige
wassermischbare Lösungsmittel sind in den erfindungsgemäßen Reinigungsmitteln vorzugsweise
nicht über 20 Gew.-%, insbesondere von 1 Gew.-% bis 15 Gew.-%, vorhanden.
[0032] Zur Einstellung eines gewünschten, sich durch die Mischung der übrigen Komponenten
nicht von selbst ergebenden pH-Werts können die erfindungsgemäßen Mittel System- und
umweltverträgliche Säuren, insbesondere Citronensäure, Essigsäure, Weinsäure, Äpfelsäure,
Milchsäure, Glykolsäure, Bernsteinsäure, Glutarsäure und/oder Adipinsäure, aber auch
Mineralsäuren, insbesondere Schwefelsäure oder Alkalihydrogensulfate, oder Basen,
insbesondere Ammonium- oder Alkalihydroxide, enthalten. Derartige pH-Regulatoren sind
in den erfindungsgemäßen Mitteln vorzugsweise nicht über 10 Gew.-%, insbesondere von
0,5 Gew.-% bis 6 Gew.-%, enthalten.
[0033] In einer bevorzugten Ausführungsform erfindungsgemäßer Mittel für die maschinelle
Reinigung von Geschirr enthalten diese 50 Gew.-% bis 60 Gew.-% Natriumphosphat, 15
Gew.-% bis 25 Gew.-% Natriumcarbonat oder dessen Abmischung mit polymerem Polycarboxylat,
5 Gew.-% bis 15 Gew.-% Natriumperborat oder -percarbonat, 0,5 Gew.-% bis 5 Gew.-%
unter Perhydrolysebedingungen Peroxocarbonsäure freisetzenden Bleichaktivator, 0,5
Gew.-% bis 7,5 Gew.-% Tensid, 2 Gew.-% bis 10 Gew.-% Natriumsilikat und 0,1 Gew.-%
bis 0,75 Gew.-% Silberkorrosionsschutzmittel, insbesondere Benzotriazol.
[0034] Erfindungsgemäße Reinigungsmittel in Form wäßriger oder sonstige übliche Lösungsmittel
enthaltender Lösungen werden besonders vorteilhaft durch einfaches Mischen der Inhaltsstoffe,
die in Substanz oder als Lösung in einen automatischen Mischer gegeben werden können,
hergestellt.
[0035] Die erfindungsgemäßen Mittel liegen vorzugsweise als pulverförmige, granulare oder
tablettenförmige Präparate vor, die in an sich bekannter Weise, beispielsweise durch
Mischen, Granulieren, Walzenkompaktieren und/oder durch Sprühtrocknung der thermisch
belastbaren Komponenten und Zumischen der empfindlicheren Komponenten, zu denen insbesondere
Enzyme, Bleichmittel und der Bleichkatalysator zu rechnen sind, hergestellt werden
können. Zur Herstellung erfindungsgemäßer Mittel mit erhöhtem Schüttgewicht, insbesondere
im Bereich von 650 g/l bis 950 g/l, ist ein aus der europäischen Patentschrift EP
486 592 bekanntes, einen Extrusionschritt aufweisendes Verfahren bevorzugt.
[0036] Zur Herstellung von erfindungsgemäßen Reinigungsmitteln in Tablettenform geht man
vorzugsweise derart vor, daß man alle Bestandteile in einem Mischer miteinander vermischt
und das Gemisch mittels herkömmlicher Tablettenpressen, beispielsweise Exzenterpressen
oder Rundläuferpressen, mit Preßdrucken im Bereich von 200 · 10
5 Pa bis 1 500 · 10
5 Pa verpresst. Man erhält so problemlos bruchfeste und dennoch unter Anwendungsbedingungen
ausreichend schnell lösliche Tabletten mit Biegefestigkeiten von normalerweise über
150 N. Vorzugsweise weist eine derart hergestellte Tablette ein Gewicht von 15 g bis
40 g, insbesondere von 20 g bis 30 g auf, bei einem Durchmesser von 35 mm bis 40 mm.
[0037] Die Herstellung erfindungsgemäßer Mittel in Form von nicht staubenden, lagerstabil
rieselfähigen Pulvern und/oder Granulaten mit hohen Schüttdichten im Bereich von 800
bis 1000 g/l kann zum Beispiel auch dadurch erfolgen, daß man in einer ersten Verfahrensteilstufe
die Builder-Komponenten mit wenigstens einem Anteil flüssiger Mischungskomponenten
unter Erhöhung der Schüttdichte dieses Vorgemisches vermischt und nachfolgend - gewünschtenfalls
nach einer Zwischentrocknung - die weiteren Bestandteile des Mittels, darunter den
Bleichkatalysator, mit dem so gewonnenen Vorgemisch vereinigt.
[0038] Erfindungsgemäße Mittel zur Reinigung von Geschirr können sowohl in Haushaltsgeschirrspülmaschinen
wie in gewerblichen Spülmaschinen eingesetzt werden. Die Zugabe erfolgt von Hand oder
mittels geeigneter Dosiervorrichtungen. Die Anwendungskonzentrationen in der Reinigungsflotte
betragen in der Regel etwa 1 bis 8 g/l, vorzugsweise 2 bis 5 g/l.
[0039] Ein maschinelles Spülprogramm wird im allgemeinen durch einige auf den Reinigungsgang
folgende Zwischenspülgänge mit klarem Wasser und einem Klarspülgang mit einem gebräuchlichem
Klarspülmittel ergänzt und beendet. Nach dem Trocknen erhält man beim Einsatz erfindungsgemäßer
Mittel ein völlig sauberes und in hygienischer Hinsicht einwandfreies Geschirr.
Beispiele
Beispiel 1
[0040] In einer Losung, die 2,5 mg Morin in 99,5 ml vollentsalztem Wassser enthielt, wurden
98 mg Natriumperborat-Monohydrat gelöst. Der pH-Wert wurde auf 9,5 eingestellt und
mit Hilfe eines pH-Stat-Gerätes während der gesamten nachfolgenden Meßdauer bei diesem
Wert gehalten. Ebenso wurde die Temperatur konstant bei 20 °C gehalten. 0,5 ml einer
wäßrigen Zusammensetzung, die den zu testenden Bleichkatalysator in einer Konzentration
von 50 ppm bezogen auf Übergangsmetall (Mn) enthielt, wurden zugesetzt. Über einen
Zeitraum von 30 Minuten wurde minütlich die Extinktion E der Lösung bei 400 nm gemessen.
In der nachfolgenden Tabelle sind die Werte für die prozentuale Entfärbung D(t), berechnet
nach

, angegeben.
[0041] Getestet wurden der in Zeolith Y eingeschlossene Mn(IV)
2(µ-O)
3(1,4,7-trimethyl-1,4,7-triazacyclononan)-Komplex im Sinne der Erfindung (
E1) und dessen Abmischung mit N,N,N',N'-Tetraacetyl-ethylendiamin (TAED) (
E2, TAED-Konzentration 3 Gew.-%). Außerdem wurde der herkömmliche Bleichaktivator N,N,N',N'-Tetraacetyl-ethylendiamin
(TAED) unter ansonsten gleichen Bedingungen, aber in einer Konzentration von 6 Gew.-%,
ebenfalls gestestet (
V1).
Tabelle 1
| Prozentuale Entfärbung in Abhängigkeit der Zeit |
| Substanz |
5 Minuten |
15 Minuten |
30 Minuten |
| E1 |
55 |
85 |
88 |
| E2 |
92 |
94 |
95 |
| V1 |
23 |
66 |
84 |
[0042] Man erkennt, daß durch die erfindungsgemäßen Verwendungen (
E1 und
E2) eine signifikant bessere Bleichwirkung erreicht werden kann als durch den konventionellen
Bleichaktivator TAED in wesentlich höherer Konzentration (
V1).
Beispiel 2
[0043] Zur Herstellung eines eingeschlossenen Cobalt-Ammin-Komplexes (
E3) wurden in 1 l deionisiertem Wasser 10 g Zeolith Y aufgeschlämmt und mit 238,5 mg
CoCl
2-Hexahydrat in 250 ml Wasser versetzt. Nach ca. 2-stündigem Rühren wurde der Feststoff
abfiltriert und getrocknet, in einem Quarzreaktor im Stickstoffstrom dehydratisiert
und 2-4 Stunden mit trockenem Ammoniak und trockener Luft behandelt. Die Analyse der
entstandenen Käfigverbindung ergab ein Atomverhältnis von Co zu N von 1:5,04.
[0044] Wenn man die bleichverstärkende Wirkung der so hergestellten Substanz wie in Beispiel
1 angegeben testete, erhielt man Ergebnisse, die sich von denen des bekannt wirksamen
Komplexes [Co(NH
3)
5Cl]Cl
2 nicht signifikant unterschieden.
[0045] Daß der gebildete Co-Komplex tatsächlich in der Käfigverbindung immobilisiert vorlag,
konnte in einfacher Weise durch Zugabe der Substanz
E3 zu Wasser überprüft werden, wobei die für die farbintensiven Co-Amminkomplexe typische
Färbung der wäßrigen Phase nicht zu beobachten war.
Beispiel 3
[0046] Ein Reinigungsmittel (
V2) für die maschinelle Reinigung von Geschirr, enthaltend 45 Gew.-Teile Natriumcitrat,
5 Gew.-Teile Natriumcarbonat, 31 Gew.-Teile Natriumhydrogencarbonat, jeweils 1 Gew.-Teil
Protease- und Amylase-Granulat, 2 Gew.-Teile nichtionisches Tensid sowie 10 Gew.-Teile
Natriumperborat und 4 Gew.-Teile N,N,N'N'-Tetraacetylethylendiamin (TAED), ein Mittel
gemäß der Erfindung (
M1), das ansonsten wie
V2 zusammengesetzt war, aber zusätzlich 25 ppm, bezogen auf Mn, des eingeschlossenen
Mn-Komplexes
E1 enthielt, ein Vergleichsmittel (
V3), das statt dessen 50 ppm, bezogen auf Mn, an nicht eingeschlossenem Mn(IV)
2(µ-O)
3(1,4,7-trimethyl-1,4,7-triazacyclononan)-di-hexafluorophosphat enthielt, und ein weiteres
erfindungsgemäßes Mittel (
M2), das statt dessen 25 ppm, bezogen auf Co, des eingeschlossenen Co-Komplexes
E3 enthielt, wurde wie nachfolgend angegeben getestet:
[0047] Zur Herstellung standardisierter Teebeläge wurden Teetassen in eine 70 °C warme Teelösung
25 mal eingelaucht. Anschließend wurde jeweils etwas der Teelösung in jede Teetasse
gegeben und die Tasse im Trockenschrank getrocknet. Jeweils eine Tasse wurde bei 50
°C 30 Minuten in 3 Liter einer gerührten (Blattrührer, 80 Umdrehungen pro Minute)
wäßrigen Lösung (Wasserhärte 14 °dH, Konzentration 3 g/l) des zu testenden Mittels
gehängt und die Belagsentfernung anschließend visuell auf einer Skala von 0 (= unverändert
sehr starker Belag) bis 10 (= kein Belag) benotet. Die in der nachfolgenden Tabelle
2 angegebene Note der erfindungsgemäßen Mittel (
M1 und
M2) liegt signifikant besser als der Wert für das Vergleichsprodukt
V2. Insbesondere weicht die Bleichleistung von
M1 nicht von der Note des Mittels mit dem entsprechenden freien Komplex (
V3) ab.
Tabelle 2
| Noten für die Belagsentfernung |
| Mittel |
Note |
| M1 |
10 |
| M2 |
10 |
| V2 |
4 |
| V3 |
10 |
[0048] Man erkennt, daß durch den erfindungsgemäßen Wirkstoff eine signifikant bessere Bleichwirkung
erreicht werden kann als durch den konventionellen Bleichaktivator TAED alleine. Im
wesentlichen gleiche Ergebnisse wurden erhalten, wenn man das Natriumperborat durch
Natriumpercarbonat ersetzte.
1. Verwendung von in Hohlräumen von Käfigverbindungen eingeschlossenen bleichaktivierenden
Übergangsmetallkomplexen, die keine Mn(II)-bipyridylkomplexe sind, als Aktivatoren
für insbesondere anorganische Persauerstoffverbindungen in Oxidations-, Wasch-, Reinigungs-
oder Desinfektionslösungen.
2. Verwendung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zu aktivierende Persauerstoffverbindung
aus der Gruppe umfassend organische Persäuren, Wasserstoffperoxid, und Wasserstoffperoxid-liefernde
Substanzen wie Percarbamid, Perborat und Percarbonat sowie deren Gemische ausgewählt
wird.
3. Verwendung von in Hohlräumen von Käfigverbindungen eingeschlossenen bleichaktivierenden
Übergangsmetallkomplexen, die keine Mn(II)-bipyridylkomplexe sind, zum Bleichen von
Farbanschmutzungen beim Waschen von Textilien.
4. Verwendung von in Hohlräumen von Käfigverbindungen eingeschlossenen bleichaktivierenden
Übergangsmetallkomplexen, die keine Mn(II)-bipyridylkomplexe sind, zum Bleichen von
Farbanschmutzungen beim Reinigen harter Oberflächen oder zur Desinfektion.
5. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Übergangsmetallkomplexe
unter den Cobalt-, Eisen-, Kupfer-, Titan-, Vanadium-, Mangan- und Rutheniumkomplexen
sowie deren Gemischen ausgewählt werden.
6. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Käfigverbindungen,
in welche die bleichverstärkenden Übergangsmetallkomplexe eingeschlossen werden, aus
den Zeolithen vom Typ A, K, L, P-L, O, T, X, Y und Ω sowie deren Mischungen ausgewählt
werden.
7. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der in Hohlräumen
von Käfigverbindungen eingeschlossene bleichaktivierende Übergangsmetallkomplex ein
in Zeolith Y eingeschlossener Mn(IV)2(µ-O)3(1,4,7-trimethyl-1,4,7-triazacyclononan)-Komplex und/oder Mn(IV)4(µ-O)6(1,4,7-trimethyl-1,4,7-triazacyclononan)-Komplex ist.
8. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß man gleichzeitig
mit dem Übergangsmetallkomplex auch eine unter Perhydrolysebedingungen Peroxocarbonsäure
abspaltende Verbindung verwendet.
9. Verwendung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewichtsverhältnis von
unter Perhydrolysebedingungen Peroxocarbonsäure abspaltender Verbindung zu Übergangsmetallkomplex
im Bereich von 1 000 000:1 bis 1:1.
10. Verfahren zur Reinigung von harten Oberflächen, insbesondere von Geschirr, dadurch
gekennzeichnet, daß man in Hohlräumen von Käfigverbindungen eingeschlossene Übergangsmetallkomplexe,
die keine Mn(II)-bipyridylkomplexe sind, in wäßriger, gegebenenfalls weitere Reinigungsmittelbestandteile,
insbesondere Oxidationsmittel auf Persauerstoffbasis, enthaltender Lösung einsetzt.
11. Wasch-, Desinfektions- oder Reinigungsmittel für harte Oberflächen, dadurch gekennzeichnet,
daß es in Hohlräumen von Käfigverbindungen eingeschlossene Übergangsmetallkomplexe
enthält, welche keine Mn(II)-bipyridylkomplexe sind.
12. Reinigungsmittel für Geschirr, insbesondere für den Einsatz in maschinellen Reinigungsverfahren,
dadurch gekennzeichnet, daß es in Hohlräumen von Käfigverbindungen eingeschlossene
Übergangsmetallkomplexe enthält, welche keine Mn(II)-bipyridylkomplexe sind.
13. Mittel nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß es 0,0001 Gew.-% bis
10 Gew.-%, insbesondere 0,01 Gew.-% bis 0,5 Gew.-% in Hohlräumen von Käfigverbindungen
eingeschlossenen Übergangsmetallkomplex enthält.
14. Mittel nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß es 15 Gew.-% bis 65 Gew.-%, insbesondere
20 Gew.-% bis 60 Gew.-% wasserlösliche Builderkomponente, 5 Gew.-% bis 25 Gew.-%,
insbesondere 8 Gew.-% bis 17 Gew.-% Bleichmittel auf Sauerstoffbasis, und 0,01 Gew.-%
bis 10 Gew.-% in Hohlräumen von Käfigverbindungen eingeschlossenen bleichaktivierenden
Übergangsmetallkomplex enthält.
15. Mittel nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich
zu den in Hohlräumen von Käfigverbindungen eingeschlossenen Übergangsmetallkomplexen
1 Gew.-% bis 10 Gew.-%, insbesondere 2 Gew.-% bis 6 Gew.-% unter Perhydrolysebedingungen
Peroxocarbonsäure abspaltende Verbindung anwesend ist.
16. Mittel nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewichtsverhältnis von unter
Perhydrolysebedingungen Peroxocarbonsäure abspaltender Verbindung zu Übergangsmetallkomplex
im Bereich von 8 000:1 bis 1:1, insbesondere von 1 000:1 bis 10:1 liegt.
17. Mittel nach einem der Ansprüche 12 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß es 50 Gew.-%
bis 60 Gew.-% Natriumphosphat, 15 Gew.-% bis 25 Gew.-% Natriumcarbonat oder dessen
Abmischung mit polymerem Polycarboxylat, 5 Gew.-% bis 15 Gew.-% Natriumperborat oder
-percarbonat, 0,5 Gew.-% bis 5 Gew.-% unter Perhydrolysebedingungen Peroxocarbonsäure
freisetzenden Bleichaktivator, 0,5 Gew.-% bis 7,5 Gew.-% Tensid, 2 Gew.-% bis 10 Gew.-%
Natriumsilikat und 0,1 Gew.-% bis 0,75 Gew.-% Silberkorrosionsschutzmittel, insbesondere
Benzotriazol, enthält.
18. Waschmittel nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich zu den in Hohlräumen
von Käfigverbindungen eingeschlossenen Übergangsmetallkomplexen 1 Gew.-% bis 10 Gew.-%,
insbesondere 2 Gew.-% bis 6 Gew.-% unter Perhydrolysebedingungen Peroxocarbonsäure
abspaltende Verbindung anwesend ist.
19. Mittel nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewichtsverhältnis von unter
Perhydrolysebedingungen Peroxocarbonsäure abspaltender Verbindung zu Übergangsmetallkomplex
im Bereich von 1 000 000:1 bis 500:1, insbesondere von 500 000:1 bis 1 000:1 liegt.