[0001] Die Erfindung betrifft einen Trittkantenschutz für Treppenkanten zum Aufbringen von
Treppenauflagen zum Zwecke der Sanierung abgenutzer Treppen. Mit dem Trittkantenschutz
können aber auch Beton- und Steinstufen oder dergleichen belegt werden.
[0002] Die Erfindung bezweckt eine Weiterentwicklung des Trittkantenschutzes mittels eines
Profilstabes gemäß der österreichischen Gebrauchsmusteranmeldung 000 262 U1, deren
Profilstab nur für eine Treppenauflage einer bestimmten Stärke verwendbar ist. Demgegenüber
liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Trittkantenschutz anzugeben,
dessen Profilstab für unterschiedlich starke Treppenauflagen verwendbar ist.
[0003] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.
[0004] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
[0005] Der Grundgedanke der vorliegenden Erfindung besteht darin, daß der Trittkantenschutz
aus zwei Teilprofilstäben besteht, die durch eine besondere Konstruktion ineinander
schiebbar sind, so daß ihre beiden jeweils rechtwinklig zueinander stehenden Profilschenkel
zwischen sich einen einstellbaren Abstand lassen, der an die Stärke der jeweiligen
Treppenauflage anpaßbar ist. Einer der beiden Teilprofilstäbe, bevorzugt der im Einbauzustand
äußere, enthält im Winkel seiner beiden Profilschenkel einen schräg angesetzten mittigen
Schenkel, der vorzugsweise im Winkel von 45° zu den beiden Profilschenkeln verläuft
und der in eine entsprechend gerichtete U-förmige Ausnehmung zwischen zwei ebenso
schräg ausgerichteten Schenkeln des andere Teilprofilstabs eingeschoben wird. Dabei
bildet sich waagerecht und senkrecht zwischen den Profilschenkeln der beiden Teilprofilstäbe
bevorzugt der gleiche Abstand aus, in den vor dem Zusammensetzen der Teilprofilstäbe
die Treppenauflagen eingelegt werden. Die Profilschenkel des äußeren Teilprofilstabes
übergreifen dabei die Treppenauflage und halten diese auf der Treppenstufe fest.
[0006] Die Teilprofilstäbe bestehen vorzugsweise aus Aluminium, von denen bevorzugt nur
der in der Einbaulage äußere Teilprofilstab eloxiert ist. Die Erfindung ist jedoch
nicht auf dieses Material beschränkt, sondern die Profilstäbe können auch aus Messing,
Kunststoff oder weiteren geeigneten Materialien bestehen.
[0007] Nach dem Einbau sind auf der Treppenstufe nur noch die rechtwinklig zueinander ausgerichteten
Profilschenkel des äußeren Teilprofilstabs mit ihrem gerundeten Übergang sichtbar,
während der untere Teilprofilstab komplett durch den oberen Teilprofilstab und die
Treppenauflage verdeckt ist. Die Profilschenkel sind dabei nach außen leicht abgesetzt
und laufen gerundet aus. Der obere Teilprofilstab ist ohne eine Schraube befestigt
und lediglich durch Eingriff seines schräg angesetzten Schenkels in die U-förmige
Aussparung des anderen Teilprofilstabes gehalten, indem bevorzugt sowohl der schräge
Schenkel als auch die U-förmige Aussparung mit Verzahnungen versehen sind, die ineinander
eingreifen und eine sichere Befestigung des äußeren Teilprofilstabs an dem auf der
Treppe befestigten inneren Teilprofilstab gewährleisten. Dabei wird der Eingriff vorzugsweise
durch ein Schlagwerkzeug hervorgerufen. Es liegt natürlich im Rahmen der Erfindung,
daß der Eingriff zusätzlich durch einen Spezialkleber gesichert werden kann, was in
aller Regel jedoch nicht erforderlich ist.
[0008] Die vorliegende Erfindung sieht mit sehr einfachen Mitteln einen äußerst stabilen
Trittkantenschutz vor, der wegen seiner guten Festigkeitseigenschaften den einwirkenden
Biegemomenten und Vertikalkräften ohne nennenswerte dauerhafte Verformung standhält
und gleichzeitig eine sichere Befestigung der Tritt- und Setzstufenauflage mit minimalem
Arbeitsaufwand ermöglicht.
[0009] Weitere Merkmale, Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung einiger bevorzugter Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Sanierungseinrichtung.
Dabei zeigen:
- Fig. 1
- einen Querschnitt durch eine Ausführungsform der beiden Teilprofilstäbe;
- Fig. 1a
- eine vergrößerte Darstellung der Anordnung gemäß Fig. 1;
- Fig. 2
- einen Querschnitt durch den vorderen Randbereich der Trittstufe einer sanierten Holztreppe
mit einer möglichen Verkleidung der Vorderkante;
- Fig. 3
- einen Querschnitt durch den vorderen Randbereich einer Betonstufe mit Treppenauflagen
auf Tritt- und Setzstufe und
- Fig. 4
- einen Querschnitt durch den vorderen Randbereich einer Betonstufe mit verlängerten
Schenkeln 5,6 am Teilprofilstab 2 und 11 beim Teilprofilstab 1, wodurch auch stärkere
Treppenauflagen verwendbar sind.
[0010] Es wird zunächst auf die Figuren 1 und 1a Bezug genommen. Der auf der Grundkonstruktion
aufliegende sich über die gesamte Breite der Treppe erstreckende Teilprofilstab 2
besteht aus zwei rechtwinklig zueinander stehenden Profilschenkeln 2,3 sowie zwei
im Winkel von 45° vom Außeneck im gleichen Abstand angesetzte stärkere, nach außen
weisende Schenkel 5,6, wobei der Schenkel 6 bis zu einer bestimmten Tiefe von außen
eingeschlitzt ist, damit der innere verbleibende Steg die erforderliche Elastizität
hat, damit der Schenkel 11 des anderen Teilprofilstabes 1 unter Eingriff der weiter
unten beschriebenen Verzahnung problemlos einführbar ist.
[0011] Zwischen dem Schenkel 5 und dem geschlitzten Schenkel 6 befindet sich eine U-förmige
Ausnehmung 7 zur Aufnahme des Teilprofilstabes 1 mit seinem Schenkel 11, wie vorstehend
schon erwähnt ist. Das freie Ende der im Winkel von 45° angeordneten Schenkel 5, 6
verläuft parallel zu den beiden Auflageprofilschenkeln 2, 3. Die Innenseiten der beiden
Schenkel 5, 6 weisen im äußeren Bereich eine Verzahnung auf, vorzugsweise eine Z-Verzahnung
8, deren Form in Figur 1a besonders deutlich dargestellt ist. Die beiden Profilschenkel
2, 3 verjüngen sich leicht zu ihren Enden hin.
[0012] Der Teilprofilstab 1 besteht aus zwei rechtwinklig zueinander stehenden Profilschenkeln
9, 10 mit einem gerundeten Übergang 13, wobei die Außenseiten der beiden Profilschenkel
mit gerundetem Übergang zur Rutschsicherung an der Treppenkante durchgehend gerillt
sind. Am Inneneck der beiden Profilschenkel 9, 10 ist mittig der stärkere, nach innen
weisende Schenkel 11 angesetzt, der an seinem freien Ende parallel zu den beiden Profilschenkeln
9, 10 endet, wodurch ein rechtwinkliger V-förmiger Einschnitt 12 gebildet ist. Die
Außenseiten 14 des Schenkels 11 weisen durchgehend eine entgegengesetzte Verzahnung,
bevorzugt wiederum eine Z-Verzahnung auf, die entgegengesetzt der Z-Verzahnung 8 der
Innenseite der Schenkel 5, 6 ausgebildet ist. Die Enden der beiden Schenkel 9, 10
sind leicht abgesetzt und laufen gerundet aus.
[0013] Die beiden Teilprofilstäbe 1, 2 weisen -wie erwähnt- beide zwei rechtwinklig zueinander
stehende Profilschenkel auf, die durch das Einschieben des Schenkels 11 in die U-förmige
Ausnehmung der Schenkel 5, 6 waagerecht und senkrecht einen gleichen Abstand zwischen
sich haben, in den die Treppenauflagen 15, 16 eingelegt werden, wobei die beiden Profilschenkel
9, 10 die Treppenauflage 15, 16 übergreifen und diese auf der Treppenstufe festhalten.
[0014] In Figur 2 ist der vordere Trittkantenbereich einer ausgetretenen Holzstufe gezeigt,
bei der eine Trittstufe 20 über eine Nut-Federverbindung auf einer Setzstufe 21 aufliegt.
Die Trittstufe 20 ist im Bereich ihrer überstehenden Vorderkante abgenutzt.
[0015] In Figur 3 ist der vordere Trittkantenbereich einer Betonstufe gezeigt, auf welche
eine Treppenauflage für Tritt- und Setzstufe in Verbindung mit dem Trittkantenshcutz
aufgebracht ist.
[0016] Fig. 4 entspricht Fig. 3, hat jedoch eine stärkere Treppenauflage.
Auf den vorderen Randbereich der Trittstufe 20, 22 wird der Profilstab 2 aufgebracht,
der beispielsweise aufgeschraubt und/oder mit Spezialkleber aufgeklebt wird. Der durch
Abnutzung der Trittstufe 20 hervorgerufene Zwischenraum unter dem Profilstab 2 kann
beispielsweise durch PU-Schaum ausgefüllt werden. Auf die beiden Profilschenkel 2,
3 und die übrige Grundkonstruktion der Treppenstufe 20 und Vorderkante, oder 22 Tritt-
und Setzstufe wird die Treppenauflage 15, 16 aufgelegt und mit Spezialkleber aufgeklebt.
In die U-förmige Ausnehmung 7 des Teilprofilstabes 2 wird der Schenkel 11 des Teilprofilstabes
1 eingeschlagen und durch die entgegegengesetzte Z-Verzahnung 8, 14 festgehalten,
wobei zur besseren Haltbarkeit noch ein Spezialkleber verwendet werden kann. Die beiden
Profilschenkel 9, 10 übergreifen im Beispiel der Figur 2 die Treppenauflage 15, 16
bei 18, 19 und halten diese waagerecht und senkrecht fest.
[0017] Indem der Schenkel 11 des Teilprofilstabes 1 mehr oder weniger weit in die U-förmige
Ausnehmung 7 des Teilprofilstabes 7 eingeschoben wird, können verschieden starke Treppenauflagen
verwendet werden. Der Bereich der Verstellbarkeit kann beliebig gewählt werden, wie
auch Fig. 4 zeigt.
[0018] Nach fertigem Einbau auf der Treppe ist an der Treppenkante nur der Teilprofilstab
mit seinem gerillten Profilschenkel 9, 10 und dem gerundeten Übergang 13 ohne Schrauben
am Profilstab oder der Treppenauflage zu sehen. Der Teilprofilstab bildet den Trittkantenschutz
und mit seinen Rillen auch die Rutschsicherheit an der Treppenkante.
[0019] In Fig. 1a ist die entgegengesetzte Z-Verzahnung 14 und 18 der Teilprofilstäbe 1
und 2 deutlich dargestellt.
1. Trittkantenschutz für abgenutzte oder neue Holz-, Beton-, Steinstufen oder dergleichen
mit einem Profilstab zum Halten eines auf einer Stufe aufliegenden Trittflächenbelages,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Profilstab aus zwei Teilprofilstäben (1,2) besteht, wobei ein Teilprofilstab
(2) im wesentlichen aus rechtwinklig zueinander stehenden Schenkeln (2, 3) besteht,
welche auf die Grundkonstruktion (20, 22) der Treppenstufe aufgebracht und befestigt
werden, und zwei im Winkel von bevorzugt 45° zu den beiden Profilschenkel (2, 3) im
Bereich des Außenecks (4) angesetzte Schenkel (5, 6) aufweist, in deren U-förmigen
Zwischenraum (7) ein Schenkel (11) des anderen Teilprofilstabs (1) eingeschoben wird.
2. Trittkantenschutz nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Schenkel (5, 6) stärker sind als die Profilschenkel
(2, 3), wobei vorzugsweise einer der beiden Schenkel (6) von außen bis zu einer gewissen
Tiefe eingeschlitzt ist.
3. Trittkantenschutz nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß das äußere Ende der beiden Schenkel (5, 6) parallel zu
den beiden Profilschenkeln (2, 3) verläuft.
4. Trittkantenschutz nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Innenseite (8) der beiden Schenkel (5, 6) wenigstens
teilweise, vorzugsweise im äußeren Drittel, verzahnt ist, wobei der restliche Bereich
glatt und um die Verzahnung zurückversetzt ist.
5. Trittkantenschutz nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Schenkel (2, 3) nach außen verjüngt sind.
6. Trittkantenschutz nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß der Teilprofilstab (1) zwei rechtwinklig zueinander stehende
Schenkel (9, 10) aufweist, wobei der Übergang (13) zu den beiden Schenkeln (9, 10)
gerundet ist und zur Rutschsicherung auf der Treppe durchgehend gerillt ist, wobei
die Rillen im Grund und am Scheitel zum besseren Auswischen von Schmutz leicht gerundet
sind.
7. Trittkantenschutz nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der
Schenkel (11) im Inneneck des Teilprofilstabs (1) mittig angesetzt ist und parallel
zu den Schenkeln (9, 10) endet, wodurch ein rechtwinkliger, V-förmiger Einschnitt
gebildet ist.
8. Trittkantenschutz nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß der Schenkel (11) an den beiden Außenseiten durchgehend
eine entgegengesetzte Z-Verzahnung zu der Z-Verzahnung im äußeren Bereich der Innenseiten
(8) der beiden Schenkel (5, 6) aufweist, und daß der restliche Bereich (8a) der Innenseiten
der beiden Schenkel (5, 6) glatt und um die Verzahnung zurückversetzt ist.
9. Trittkantenschutz nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß der Teilprofilstab (2) auf die Grundkonstruktion der Treppenstufen
mit Spezialkleber aufgeklebt und/oder aufgeschraubt wird.
10. Trittkantenschutz nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß der Teilprofilstab (1) mit seinem Schenkel (11) in die
U-förmige Ausnehmung des Teilprofilstabes (2) eingeschoben wird und durch die Verzahnung
(8, 14) sowie eventuell zusätzlich durch Spezialkleber in jeder Position festgehalten
wird, womit verschieden starke Treppenauflagen verwendbar sind.