[0001] Die Erfindung geht aus von einem gießbaren Pumpengehäuse nach dem Oberbegriff des
Anspruches 1.
[0002] Ein derartiges Pumpengehäuse für ein Motorpumpenaggregat ist in dem deutschen Gebrauchsmuster
DE-U-295 04 507.8 beschrieben. Dieses Gehäuse umfaßt zwei Hauptgehäuseteile, und zwar
ein äußeres Gehäuseteil und ein darin einsetzbares inneres Gehäuseteil mit dem zentralen
Saugstutzen und dem gehäusewandnahen Druckstutzen. Beide Gehäuseteile sind auf ihrer
Innenseite so geformt, daß sie den Hohlraum für die Aufnahme des Pumpenlaufrades und
den Spiralförderkanal, der sich zur Aufnahme des stetig größer werdenden Förderstromes
im wesentlichen axial erweitert, begrenzen. Diese beiden Gehäuseteile werden durch
Gießen hergestellt, wobei außer dem Hohlraum für das Pumpenlaufrad auch alle anderen
Hohlräume und Durchgänge der Gehäuseteile so konstruiert sind, daß beim Gießvorgang
keine verlorenen Gießkerne erforderlich sind. Nachteilig bei diesem Pumpengehäuse
ist jedoch, daß für jedes Gehäuseteil eine zweiteilige Gießform erforderlich ist,
wodurch aufgrund der doppelten Formkosten erhöhte Herstellungskosten für das Pumpengehäuse
gegeben sind. Weiterhin ist nachteilig, daß das innere Gehäuseteil ein Losteil ist,
so daß dieses Teil während des Transportes und der Lagerung des Aggregates, also vor
seinem Einbau, verloren gehen kann. Ferner ist der Materialverbrauch beim Gießen von
zwei Gehäuseteilen relativ hoch.
[0003] Ein ähnliches Pumpengehäuse für ein Motorpumpenaggregat ist in der EP-A-0 218 031
offenbart, das ebenfalls zwei Gehäuseteile aufweist. Das kesselseitige Gehäuseteil
Weist den Saug- und den Druckstutzen, den die beiden Stutzen verbindenden Spiralförderkanal
sowie den Hohlraum für das Pumpenlaufrad auf. Dieses Gehäuseteil, das ebenfalls ein
Losteil ist, ist außer auf seiner Kesselseite von dem zweiten Gehäuseteil vollständig
umgeben und sowohl mit dem Antriebsmotor als auch mit dem Heizungskessel verschraubt.
Des weiteren erweitert sich der Spiralförderkanal nicht nur in axialer Richtung, sondern
in hinterschneidender Form auch in radialer Richtung. Aus einer solchen radialen Ausdehnung
des Spiralförderkanals resultiert der Nachteil, daß zu seiner Herstellung sogenannte
verlorene Gießkerne erforderlich sind, die des weiteren umweltschonend entsorgt werden
müssen. Weiterhin sind auch in diesem Fall zwei Gießformen erforderlich, um das Gesamtgehäuse
mit entsprechend höherem Materialverbrauch herstellen zu können.
[0004] Die Aufgabe der Erfindung besteht in der Verbesserung eines einleitend angeführten
Gehäuses für ein Motorpumpenaggregat, wobei das Gehäuse keine verlierbaren Teile aufweist
und kostengünstiger hergestellt werden kann.
[0005] Die Lösung dieser Aufgabe ist in dem Anspruch 1 angegeben.
[0006] Das erfindungsgemäße Gehäuse besteht aus nur einem einzigen Gehäuseteil, hat also
kein Losteil, und ist so konstruiert, daß seine sämtlichen offenen Hohlräume und Durchgänge
keinerlei radiale Erweiterungen im Sinne von Hinterschneidungen aufweisen, so daß
das Gehäuse ohne verlorene Gießkerne und nur mit einer einzigen zweiteiligen Gießform
hergestellt werden kann. Alle erforderlichen Gießkerne können nach Beendigung des
Gießvorganges beim Öffnen der Gießform axial entfernt werden. Insgesamt ergibt sich
dadurch ein schnelleres und billigeres Herstellen der Gießform. Die kostengünstigere
Fertigung ist auch dadurch begründet, daß der Verbrauch an Gießmaterial geringer ist
im Vergleich zu dem Fall, wenn zwei Gießformen für zwei Gehäuseteile verwendet werden
müssen. Der geringere Materialverbrauch ist auch auf die einstückig eingeformte Querwand,
welche die beiden Stutzen des Pumpengehäuses trägt, zurückzuführen.
[0007] Eine vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Gehäuses besteht darin, daß
die Umfangswand des Gehäuses eine von der motorseitigen Gehäuseöffnung ausgehende
zylindrische oder sich leicht konisch verjüngende Innenwandfläche zur umfangsmäßigen
Begrenzung des Hohlraumes für das Pumpenlaufrad aufweist. Hierdurch ist der Hohlraum
für das Pumpenlaufrad auf einfache Weise herstellbar, und es kann das bereits auf
der Welle des Motors befestigte Pumpenlaufrad von der Motorseite des Gehäuses her
in das Gehäuse eingeführt werden.
[0008] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des Pumpengehäuses besteht darin, daß es
mehrere axiale Durchgangslöcher zur Aufnahme von Befestigungsschrauben aufweist, mit
denen das Gehäuse zwischen dem Motor und der Vorrichtung eingespannt wird, wenn das
Motorpumpenaggregat an einem Heizkessel als Vorrichtung mit extern gesteuerter Zwangsumwälzung
des Heizstromes montiert wird. Hierdurch ist das am Kessel montierte Gehäuse kraftentlastet
montiert, d. h. die vom Förderstrom auf das Gehäuse axial ausgeübten Kräfte werden
besser von diesem aufgenommen und auf die Befestigungsschrauben übergeleitet. Weiterhin
ist hierdurch auch eine bessere Flüssigkeitsabdichtung des Gehäuses sowohl zum Kessel
als auch zum Antriebsmotor hin erzielbar. Schließlich ist noch vorteilhaft, daß die
Befestigungsschrauben dazu dienen können, das Gehäuse während des Transportes und
der Lagerung des Motorpumpenaggregates unverlierbar am Gehäuse zu befestigen.
[0009] Die Erfindung ist nachstehend anhand eines in den anliegenden Zeichnungen dargestellten
Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1:
- ein Motorpumpenaggregat im Axialschnitt mit dem erfindungsgemäßen Pumpengehäuse nach
der Linie I-I in Fig. 2,
- Fig. 2:
- das Pumpengehäuse von der Rückseite in perspektivischer Ansicht und
- Fig. 3:
- das Pumpengehäuse von der Vorderseite in perspektivischer Ansicht.
[0010] Fig. 1 zeigt ein Motorpumpenaggregat 1 mit einer Kreiselpumpe 2 und einem elektrischen
Antriebsmotor 3, wobei das Laufrad 4 der Pumpe auf dem pumpenseitig herausragenden
Ende der Motorwelle 5 befestigt ist. Das Aggregat 1 ist dazu gedacht, an einer ebenen
Wandfläche 6 einer Vorrichtung mit extern gesteuerter Zwangsumwälzung eines Flüssigkeitsstromes
befestigt zu werden, z. B. an dem Heizkessel 8 einer Warmwasser-Heizungsanlage 7.
Der Kessel 8 ist nur teilweise dargestellt und hat u. a. einen zu der Pumpe 2 hinführenden
Zulaufkanal 9 und einen von der Pumpe abgehenden Rücklaufkanal 10.
[0011] Die Pumpe 2 umfaßt ein einteiliges, durch Gießen herstellbares Gehäuse 11 mit zwei
sich gegenüberliegenden Montageseiten 12a und 12b, mit denen es an dem Heizkessel
8 bzw. an dem Befestigungsflansch 13 des Motors 3 anliegt. Das Gehäuse selbst umfaßt
eine Umfangswand 14 und eine innere Querwand 15, wobei die Querwand den zentralen
Saugstutzen 16 und dazu achsparallel in Nähe der Gehäusewand 14 den Druckstutzen 17
der Pumpe 2 aufweist.
[0012] Motorseitig weist das Gehäuse 11 eine Öffnung 18 auf, von der aus sich ein Hohlraum
19 zur Aufnahme des Pumpenlaufrades 4 nach innen erstreckt. Der Durchmesser der Öffnung
18 und des Hohlraumes 19 ist so gewählt, daß das Gehäuse bequem über das bereits an
der Welle 5 montierte Pumpenlaufrad geschoben werden kann, wenn das Gehäuse montiert
wird. Im gezeigten Fall ist ausreichend Spiel zwischen dem Umfang des Pumpenlaufrades
und der Umfangsfläche 19a des Hohlraumes 19 vorgesehen, um dem aus dem Pumpenlaufrad
austretenden Förderstrom ausreichend Raum zu bieten, damit dieser in den üblichen
Förderkanal 20, der die beiden Pumpenstutzen 16 und 17 miteinander verbindet, eintreten
kann.
[0013] Im gezeigten Fall ist der Förderkanal 20 so ausgebildet, daß er sich ausschließlich
in axialer Richtung stetig erweitert, so daß er am Druckstutzen 17 seine größte Tiefe
aufweist. Alternativ kann er aber auch so ausgebildet sein, daß er sich nur in radialer
Richtung erweitert, um den in Ausströmrichtung größer werdenden Förderstrom aufzunehmen.
Auch ist es möglich, eine Kombination von axialer und radialer Erweiterung des Förderkanals
vorzusehen. Bei allen Ausführungsformen des Förderkanales ist es jedoch wichtig, daß
er hinterschneidungsfrei ausgebildet ist.
[0014] Die hinterschneidungsfreie Ausbildung gilt auch für den Hohlraum 19 zur Aufnahme
des Pumpenlaufrades 4, der, ausgehend von seiner motorseitigen Öffnung 18, entweder
zylindrisch oder sich konisch verjüngend ausgebildet sein kann. Hierdurch ist es möglich,
daß die für die Ausbildung des Hohlraumes 19 und des Förderkanales 20 vorgesehenen
Gießkerne zur Gießherstellung des Pumpengehäuses 11 nach dem Gießvorgang nur axial
aus dem gegossenen Gehäuse herausgezogen zu werden brauchen. Hieraus ergibt sich,
daß die Querwand 15 auch teilweise die Begrenzungsfläche 21 für den Förderkanal 20
bildet. Die übrige Begrenzungsfläche für den Förderkanal wird durch eine axiale Verlängerung
der inneren Umfangsfläche 19a des Hohlraumes 19 für das Pumpenlaufrad 4 gebildet.
[0015] Wie schon ausgeführt, erstreckt sich der Hohlraum 19 von der motorseitigen Öffnung
18 des Gehäuses 11. Zu Beginn des Hohlraumes 19 kann ein Rezess 22 vorgesehen sein,
in den ein Motorvorsprung hineinragt, um den Motor im Pumpengehäuse zu zentrieren,
wie es in Fig. 1 oben gezeigt ist. Der Rezess 22 hat nur geringfügige Ausmaße, so
daß die wesentliche zylindrische oder konische Form des Hohlraumes 19 erhalten bleibt.
[0016] Wie es am besten aus den Fig. 2 und 3 zu erkennen ist, ist die Umfangswand 14 des
einteiligen Pumpengehäuses 11 als Vierer-Polygon mit nach außen gewölbten Seiten ausgeführt.
Hierdurch entstehen vier Eckbereiche, die je ein axiales Durchgangsloch 23 aufweisen.
Durch diese Löcher werden Befestigungsschrauben 24 hindurchgeführt (Fig. 1), um das
Motorpumpenaggregat 1 an der Vorrichtung, im dargestellten Beispiel also an dem Kessel
8, zu befestigen.
[0017] In einigen Anwendungsfällen kann es ausreichen, daß nur zwei sich diametral gegenüberliegende
Durchgangslöcher 23 in dem Gehäuse 11 vorgesehen sind, um das Gehäuse zwischen dem
Motor 3 und dem Kessel 8 einzuspannen, weil geringere Kräfte von dem Gehäuse aufzunehmen
sind. In diesem Falle werden diejenigen Durchgangslöcher 23 ausgewählt, die in derselben
Gehäuseebene liegen wie der Saugstutzen 16 und der Druckstutzen 17 des Gehäuses 11.
Dies ist durch die Schnittlinie I-I in Fig. 2 verdeutlicht. Die beiden anderen sich
diametral gegenüberliegenden Befestigungslöcher 23 können dann als motorseitige Gewindesacklöcher
ausgebildet sein, so daß diese Löcher dazu dienen, nur den Motor 3 mit dem Gehäuse
11 zu verbinden. Selbstverständlich ist es auch möglich, daß mehr als vier Befestigungslöcher
23 vorgesehen sind, von denen ein Teil als Durchgangslöcher und die übrigen als Gewindesacklöcher
ausgebildet sind. In einer noch weiteren Ausführungsform kann das Pumpengehäuse 11
kesselseitig sowie motorseitig mit Befestigungsflanschen versehen sein, die in an
sich bekannter Weise Durchgangslöcher zur Befestigung des einteiligen Pumpengehäuses
sowohl am Kessel 8 als auch am Motor 3 aufweisen.
[0018] Wie es am besten aus Fig. 2 zu sehen ist, ist das Pumpengehäuse 11 auf der Rückseite
mit mehreren Versteifungsrippen 25 versehen, um den Saugstutzen 16 in seiner zentralen
Lage zu stabilisieren. Hierdurch entstehen auch auf der Rückseite des Pumpengehäuses
axial offene Hohlräume. Sämtliche Hohlräume des Pumpengehauses, also sowohl diejenigen,
die zur Motorseite hin offen sind, als auch diejenigen, die zur Kesselseite hin offen
sind, sind hinterschneidungsfrei ausgebildet, so daß nach dem Gießen des Pumpengehäuses
sämtliche Dauergießkerne zu ihrer Entfernung zu beiden Seiten des Gehäuses ausschließlich
axial herausgezogen werden.
1. Gießbares Pumpengehäuse für ein Motorpumpenaggregat zur Montage an einer ebenen Wandfläche
einer Vorrichtung mit extern gesteuerter Zwangsumwälzung eines Flüssigkeitsstromes,
wobei das Gehäuse motorseitig eine Öffnung aufweist sowie einen von dieser Öffnung
ausgehenden Hohlraum für ein drehbar kraftangetriebenes Pumpenlaufrad, einen zentralen
Saugstutzen, einen dazu achsparallelen Druckstutzen nahe der Gehäusewand, einen beide
Stutzen verbindenden, hinterschneidungsfreien Förderkanal und zwei sich gegenüberliegende
Montageseiten umfaßt, dadurch gekennzeichnet, daß das Pumpengehäuse (11) ein einstückiges
Gußbauteil mit einer Umfangswand (14) und einer inneren Querwand (15) ist, daß die
Querwand mit dem zentralen Saugstutzen (16) und dem gehäusewandnahen Druckstutzen
(17) versehen ist und teilweise die Begrenzungsfläche (21) für den Förderkanal (20)
zwischen den beiden Stutzen aufweist und daß alle zu den beiden sich gegenüberliegenden
Montageseiten (12a, 12b) offenen Hohlräume (19, 20) des Gehäuses (11) zum axialen
Entfernen aller Dauergießkerne nach dem Gießvorgang hinterschneidungsfrei ausgebildet
sind.
2. Gießbares Pumpengehäuse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Umfangswand
(14) des Pumpengehäuses (11) eine von der motorseitigen Gehäuseöffnung (18) ausgehende,
im wesentlichen zylindrische oder sich leicht konisch verjüngende Innenwandfläche
(19a) zur umfangsmäßigen Begrenzung des Hohlraumes (19) für das Pumpenlaufrad (4)
aufweist.
3. Gießbares Pumpengehäuse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Umfangswand
(14) des Pumpengehäuses (11) mehrere axiale Durchgangslöcher (23) zur Aufnahme von
Befestigungsschrauben (24) aufweist, mit denen das Gehäuse zwischen dem Motor (3)
und der Vorrichtung (8) einspannbar ist.
4. Gießbares Pumpengehäuse nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwei der Durchgangslöcher
(23) in derselben axialen Gehäuseebene vorgesehen sind, in welcher auch die beiden
Stutzen (16, 17) des Pumpengehäuses (11) liegen, und daß am Umfang des Pumpengehäuses
motorseitige Gewindesacklöcher zum Verbinden des Gehäuses (11) mit dem Motor (3) vorgesehen
sind.