[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Gasbrenner mit einer Gaszuleitung, mit einer
Gasaustrittsdüse am Ende der Gaszuleitung, mit einer neben der Gasaustrittsdüse angeordneten
Luftzuführung und mit einem stromab der Gasaustrittsdüse angeordneten Brennerrohr,
wobei die Gasaustrittsdüse durch Betätigen eines mehrere Gasaustrittsdüsen aufweisenden
Düsenwechslers gegen eine Gasaustrittsdüse anderer Ausgestaltung auswechselbar ist.
Das Auswechseln der Gasaustrittsdüsen ist notwenig um bei wechselnden Gasarten eine
optimale Aufbereitung des brennfähigen Gas-Luft-Gemisches zu erzielen.
[0002] Ein Gasbrenner der eingangs beschriebenen Art ist aus der DE-AS 1 222 001 bekannt.
Hier werden die Gasaustrittsdüsen von Düsenkörpern gebildet, bei denen es sich um
einzeln hergestellte Teile handelt. Der Düsenwechsler weist mehrere nebeneinander
in einen Revolverkopf eingeschraubte Düsenkörper auf. Zum Austauschen der Düsenkörper
ist der Revolverkopf um eine vertikale Achse verdrehbar, wobei jeweils eine Gasaustrittsdüse
eines Düsenkörpers an das Ende der Gaszuleitung gelangt.
[0003] Die Erfindung betrifft im besonderen einen Gasbrenner der zur Verwendung in Reinraumlabors
vorgesehen ist. Ein solcher Gasbrenner wird auch als Laborbrenner bezeichnet. In Reinraumlabors
steht für die einzelnen Geräte typischerweise nur wenig Platz zur Verfügung. Daher
sollte ein Laborbrenner möglichst geringe äußere Abmessungen aufweisen. Die Verwendung
eines aus der DE-AS 1 222 001 bekannten Düsenwechslers in einem Laborbrenner, würde
eine unerwünscht große Bauhöhe ergeben.
[0004] Ein bekannter Laborbrenner ist das Produkt gasprofi 2 der Firma Wartewig Labor- und
Dentaltechnik, Göttingen. Die Gasaustrittsdüse wird hier von einem einzeln hergestellten
und in einen Grundkörper eingeschraubten Düsenkörper ausgebildet. Der Düsenkörper
kann ausgeschraubt und ausgewechselt werden, um die Gasaustrittsdüse an das jeweilige
Brenngas anzupassen. Dieser Vorgang ist jedoch relativ aufwendig. Der bekannte Gasbrenner
weist zwar bereits kompakte Abmessungen auf, es wäre aber eine weitere Verkleinerung
wünschenswert. Als die Bauhöhe nach unten begrenzender Faktor ist dabei zu berücksichtigen,
daß zur Aufbereitung des brennfähigen Gas-Luft-Gemisches eine Länge des Brennerrohrs
ab der Gasaustrittsdüse von mindestens 55 mm gegeben sein muß.
[0005] Aus der DE-PS 160 506 ist eine in einem Düsenkörper angeordnete Düsenplatte für einen
Bunsenbrenner bekannt. Die Düsenplatte weist beliebig viele Durchbrechungen auf. Die
Durchbrechungen einer Düsenplatte weisen jeweils den gleichen Durchmesser auf und
werden im eingebauten Zustand in ihrer Gesamtheit von dem Brenngas durchströmt. Die
in den Düsenkörper eingesetzte Düsenplatte kann durch eine mit Durchbrechungen anderer
Anzahl, anderer Anordnung und/oder anderen Durchmessers versehene Düsenplatte ausgewechselt
werden. Hierzu ist jedoch die vorangehende Entnahme der zunächst eingesetzten Düsenplatte
erforderlich. Die Bauhöhe des bekannten Bunsenbrenners ist nicht reduziert; das Brenngas
wird zu der Düsenplatte von unten zugeführt.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Gasbrenner mit einem Düsenwechsler
einfachen Aufbaus aufzuzeigen, wobei der Aufbau des Düsenwechslers eine besonders
niedrige Bauhöhe des Gasbrenners ermöglicht.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen Gasbrenner der eingangs beschriebenen
Art gelöst, bei dem der Düsenwechsler eine Düsenplatte mit geringer Dicke aufweist,
wobei in derselben Düsenplatte vorgesehene Durchbrechungen die Gasaustrittsdüsen anderer
Ausgestaltung ausbilden. Statt irgendwelcher Düsenkörper, die in einen Revolverkopf
eingeschraubt sind, weist der neue Gasbrenner eine Düsenplatte mit mehreren Durchbrechungen
auf, die unmittelbar die Gasaustrittsdüsen anderer Ausgestaltung ausbilden. Ein Auswechseln
der Düsenplatte zeichnet sich nicht nur durch eine extrem geringe Bauhöhe sondern
auch einen sehr einfachen Aufbau aus, der eine sehr kostengünstige Herstellung der
Düsenplatte und damit des gesamten Düsenwechslers erlaubt. Mit den Durchbrechungen
in der Düsenplatte werden vollwertige Gasaustrittsdüsen zur Verfügung gestellt, mit
denen eine allen Anforderungen genügende Aufbereitung eines Gas-Luft-Gemisches erzielt
wird.
[0008] Die Düsenplatte weist typischerweise eine Dicke von nicht mehr als 2 mm, vorzugsweise
von nicht mehr als 1 mm auf. Zur Ausbildung der Gasaustrittsdüsen durch Durchbrechungen
in der Düsenplatte reicht eine Dicke der Düsenplatte von unter 1 mm aus. Es ist aber
darauf zu achten, daß die Düsenplatte zum Auswechseln der Gasaustrittsdüsen leicht
betätigbar ist. Dazu kann eine größere Dicke sinnvoll sein.
[0009] Zum Auswechseln der Gasaustrittsdüsen kann die Düsenplatte um eine senkrecht zu ihrer
Haupterstreckungsebene verlaufende Schwenkachse schwenkbar gelagert sein. In diesem
Fall liegen die Gasaustrittsdüsen nebeneinander auf einem Kreisbogen um die Schwenkachse.
[0010] Es ist aber auch möglich, die Düsenplatte zum Auswechseln der Gasaustrittsdüsen in
einer in ihrer Haupterstreckungsebene verlaufenden Richtung verschiebbar zu lagern.
In diesem Fall liegen die die Gasaustrittsdüsen ausbildenden Durchbrechungen in der
Verschiebungsrichtung nebeneinander.
[0011] Zum Feststellen der Düsenplatte in bestimmten Schwenk- bzw. Schiebestellungen, die
jeweils der Betriebsstellung einer Gasaustrittsdüse entsprechen, kann eine Feststellschraube
vorgesehen sein. Dabei ist es bevorzugt, wenn die Feststellschraube zum formschlüssigen
Feststellen der Düsenplatte ausgebildet ist.
[0012] Die Anbindung der Düsenplatte an die Gaszuleitung erfolgt vorzugsweise in dem die
Düsenplatte stromauf an einer Anlagefläche anliegt, in der eine von einem auf die
Düsenplatte vorstehenden O-Ring radial begrenzte Gasübergabeöffnung vorgesehen ist.
Der O-Ring dichtet die Düsenplatte zu der angrenzenden Anlagefläche hin ab.
[0013] In einer Ausführungsform des Gasbrenners ist die Düsenplatte vertikal ausgerichtet,
wobei das Brennerrohr stromab hintereinander einen horizontalen und einen nach oben
führenden vertikalen Abschnitt aufweist. Durch die vertikal ausgerichtete Düsenplatte
strömt das Brenngas zunächst in horizontaler Richtung in den horizontalen Abschnitt
des Brennerrohrs ein und vermischt sich dabei mit von der Luftzufuhr kommender Luft.
Das entstehende Gas-Luft-Gemisch wird dann in den vertikalen Abschnitt des Brennerrohrs
überführt und damit nach oben umgelenkt. Die Bauhöhe des Gasbrenners kann bei dieser
Anordnung deutlich geringer sein als der Abstand zwischen der Gasaustrittsdüse und
der Oberkante des Brennerrohrs, da das Brennerrohr teilweise in horizontaler Richtung
verläuft und in soweit nicht in die Bauhöhe des Gasbrenners eingeht. Durch die geringen
Ausdehnungen der Düsenplatte senkrecht zu ihrer Haupterstreckungsebene wird aber gleichzeitig
keine übermäßige Baubreite des Gasbrenners erreicht.
[0014] Die Düsenplatte kann aber auch horizontal ausgerichtet sein, wobei stromauf jeder
Gasaustrittsdüse hintereinander eine im wesentlichen horizontal verlaufende Verbindungsleitung
und eine Gasaustrittsdüse vorgesehen sind und wobei in der Düsenplatte vorgesehene
Durchbrechungen die Gaseintrittsöffnungen ausbilden. In diesem Fall wird das Brenngas
zunächst über die Vorderseite der Düsenplatte durch die Gaseintrittsöffnung in die
Verbindungsleitung überführt, bevor es von dort durch die jeweilige Gasaustrittsdüse
ausströmen kann. Dies entspricht einem U-förmigen Weg des Brenngases unterhalb der
Vorderseite der Düsenplatte. Die Verbindungsleitung für den horizontalen Teil dieses
U-förmigen Wegs kann sehr dicht unter der Düsenplatte angeordnet sein, so daß die
Bauhöhe des Gasbrenners auch bei horizontal ausgerichteter Düsenplatte nur unwesentlich
über den Abstand von der Gasaustrittsdüse zu der Oberkante des Brennerrohrs hinausgeht.
[0015] Vorzugsweise ist die Düsenplatte einstückig mit einer Trägerplatte ausgebildet, in
der die Verbindungsleitungen ausbildende Kanäle vorgesehen sind. Die Baueinheit aus
Düsenplatte und Trägerplatte kann eine Gesamthöhe von weniger als 5 mm aufweisen.
Die Kanäle in der Trägerplatte können durch Bohrungen in dieses Bauteil direkt unterhalb
des Bereichs der Düsenplatte angebracht werden.
[0016] Unter dem Brennerrohr und seitlich neben der Düsenplatte kann eine Flüssigkeitsablauföffnung
vorgesehen sein. Auf diese Weise kann von oben in das Brennerrohr eingetretene Flüssigkeit
direkt nach unten aus dem Brennerrohr austreten und führt so nicht zu einer Funktionsbehinderung.
[0017] Die Erfindung wird im folgenden anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert
und beschrieben, dabei zeigt
- Figur 1
- die wesentlichen Bestandteile einer ersten Ausführungsform des Gasbrenner in einer
Seitenansicht,
- Figur 2
- die wesentlichen Bestandteile der Ausführungsform des Gasbrenners gemäß Figur 1 in
einem parallel zu der Seitenansicht gemäß Figur 1 verlaufenden Querschnitt,
- Figur 3
- die wesentlichen Bestandteile der Ausführungsform des Gasbrenners gemäß Figur 1 in
einer Ansicht von unten,
- Figur 4
- eine vergrößerte Draufsicht auf die Vorderseite der Düsenplatte des Gasbrenners in
der Ausführungsform gemäß Figur 1,
- Figur 5
- einen Querschnitt durch die Düsenplatte und einen mit dieser einstückig ausgebildeten
Zylinder des Gasbrenners in der Ausführungsform gemäß Figur 1,
- Figur 6
- die wesentlichen Bestandteile einer zweiten Ausführungsform des Gasbrenners in einem
Figur 2 entsprechenden Querschnitt,
- Figur 7
- eine vergrößerte Draufsicht auf die Vorderseite der Düsenplatte des Gasbrenners in
der Ausführungsform gemäß Figur 6 und
- Figur 8
- eine vergrößerte Draufsicht auf die Vorderseite der Düsenplatte des Gasbrenners in
einer gegenüber derjenigen der Figur 6 abgewandelten Ausführungsform.
[0018] In den Figuren 1 bis 3 ist ein Grundkörper 1 eines Gasbrenners wiedergegeben. Der
Grundkörper 1 weist eine mit einem Innengewinde versehene Gasanschlußbohrung 2 auf.
Die Gasanschlußbohrung 2 ist zur Verbindung mit einem Gasleitungsrohr vorgesehen.
In den Grundkörper 1 geht die Gasanschlußbohrung 2 in eine ebenfalls mit einem Innengewinde
versehene Ventillagerbohrung 3 über. Die Ventillagerbohrung 3 dient zur Lagerung eines
Ventils, mit der der Gasfluß eines über die Gasanschlußbohrung 2 in den Grundkörper
1 eintretenden Brenngases einstellbar ist. Durch die Ventillagerbohrung 3 hindurch
verläuft eine Querbohrung 4 in dem Grundkörper 1. Durch die Querbohrung 4 strömt das
Brenngas stromab dem nicht dargestellten Einstellventil zu einer Gasübergabeöffnung
5, bei der es sich um eine vertikal verlaufende Bohrung handelt. In dem rückwärtigen
Teil der Querbohrung 4 ist ein Verschluß 6 vorgesehen, bei dem es sich beispielsweise
um eine dicht eingeklebte Madenschraube handeln kann. Von der Gasübergabeöffnung 5
tritt das Brenngas in ein Bauteil 28 ein, das in den Figuren 3 und 4 separat dargestellt
ist. Im Zusammenhang mit diesen Figuren wird das Bauteil 28 näher beschrieben werden.
Aus dem Bauteil 28 tritt das Brenngas in Richtung eines Pfeils 8 nach oben aus und
saugt dabei über eine Luftzufuhröffnung 9 Luft mit in das über dem Bauteil 28 angeordnete
Brennerrohr 10 ein. Am oberen Ende des Brennerrohrs 10 wird das mit der Luft vollständig
vermischte Brenngas verbrannt. Die von dem Brenngas angesaugte Luftmenge wird durch
ein hier nicht dargestelltes Einstellventil festgelegt, mit der die Luftzufuhröffnung
9 teilweise oder ganz verschließbar ist. Das Bauteil 28 ist an dem Grundkörper 1 um
eine Schwenkachse 11 verschwenkbar gelagert. Zum vereinfachten Verschwenken ist das
Bauteil 28 mit einer geschlitzten Schraube 27 versehen. Um das Bauteil 28 in bestimmten
Schwenkstellungen zu fixieren, in denen sich die Gaszuleitung nach der Gasanschlußbohrung
2, der Ventillagerbohrung 3, der Querbohrung 4 und der Gasübergabeöffnung 5 in dem
Bauteil 28 fortsetzt, ist eine Feststellschraube 12 vorgesehen, die in eine Gewindebohrung
13 in dem Grundkörper eingreift. Die Feststellschraube 12 klemmt das Bauteil 28 nicht
nur auf eine Anlagefläche 14 an dem Grundkörper 1, sondern greift formschlüssig in
eine Ausnehmung 15 in dem Bauteil 28 ein, die genau der gewünschten Schwenkstellung
des Bauteils 28 um die Schwenkachse 11 entspricht. Wie aus Figur 3 zu sehen, ist eine
weitere Ausnehmung 16 vorgesehen, die einer weiteren Schwenkstellung des Bauteils
28 entspricht, weil in dem Bauteil 28 zwei alternative Fortsetzungen der Gaszuleitung
ausgebildet sind. Die Bauteil 28 ist direkt über einer Unterwandung 17 eines hier
nur ansatzweise dargestellten Gehäuses angeordnet. Hierdurch ergibt sich eine geringe
Bauhöhe des gesamten Gasbrenners. Diese Bauhöhe ist nur wenig größer als ein Abstand
18 zwischen der Oberseite des Bauteils 28 und der Oberkante des Brennerrohrs 10. Das
Brennerrohr 10 ist durch eine Bohrung 19 in dem Grundkörper 1 und einen sich anschließenden
Rohrabschnitt 29 ausgebildet. Dabei formt der nicht von dem Bauteil 28 nach unten
verschlossene Teil der Bohrung 19 eine Flüssigkeitsablauföffnung 20.
[0019] Das in den Figuren 3 und 4 vergrößert dargestellte Bauteil 28 setzt sich aus einer
Düsenplatte 7 und einer mit dieser einstückig ausgebildeten Trägerplatte 30 zusammen,
wobei die Trägerplatte 30 an der Rückseite der Düsenplatte 7 angeordnet ist. Die Düsenplatte
7 weist zwei Gaseintrittsöffnungen 21 auf, die jeweils über einen Kanal 22 in der
Trägerplatte 30 mit einer wieder als Durchbrechung in der Düsenplatte ausgebildeten
Gasaustrittsdüse 23 verbunden sind. Die Gasaustrittsdüsen 23 weisen eine unterschiedliche
Ausbildung, d. h. insbesondere einen unterschiedlichen Durchmesser auf und sind damit
auf unterschiedliche Arten von Brenngas abgestimmt. Da sich die Gaseintrittsöffnungen
21 in drehsymmetrischen Positionen bezüglich der Schwenkachse 11 befinden, kann durch
Verschwenken des Bauteils 28 ein Wechsel zwischen den Gasaustrittsdüsen 23 durchgeführt
werden. Die Gaseintrittsöffnungen 21, die Kanäle 22 und die Gasaustrittsdüsen 23 werden
zur Herstellung des Bauteils 28 jeweils als Bohrungen in einen Vollzylinder eingebracht.
Zusätzlich ist der rückwärtige Teil der Bohrungen für die Kanäle 22 jeweils durch
einen Verschluß 25 abzudichten. Die Abdichtung zwischen der Anlagefläche 14 des Grundkörpers
1 und der Vorderseite 26 der Düsenplatte 7 die Gasübergabeöffnung 5 in der Anlagefläche
14 radial begrenzenden O-Ring 24 (siehe Figur 2), der über die Anlagefläche 14 auf
die Vorderseite 26 der Düsenplatte 7 hin vorsteht bzw. von dieser zusammengedrückt
wird. Der O-Ring 24 behindert nicht das Verdrehen der Düsenplatte 7 nach Lösen der
Feststellschraube 12 gemäß Figuren 1 und 2. Die Düsenplatte 5 weist typischerweise
eine Höhe von weniger als 5 mm auf, woraus sich eine nur wenig über den Abstand 18
hinausgehende Bauhöhe des gesamten Gasbrenners ergibt.
[0020] Bei der in Figur 6 in einem Figur 2 entsprechenden Querschnitt dargestellten Ausführungsform
des Gasbrenners ist die Düsenplatte 7 nicht mit einer Trägerplatte 30 verbunden und
nicht horizontal sondern vertikal mit ihrer Haupterstreckungsebene ausgerichtet. So
ist die Gasübergabeöffnung 5 direkt am freien Ende der Querbohrung 4 vorgesehen, und
an die Gasübergabeöffnung 5 schließt sich direkt die jeweilige Gasaustrittsdüse 23
an. Dabei ist der Pfeil 8, in dessen Richtung das Brenngas aus der Gasaustrittsdüse
23 ausströmt horizontal orientiert und in einen horizontalen Abschnitt des Brennerrohrs
10 gerichtet. An diesen horizontalen Abschnitt des Brennerrohrs 10 schließen sich
stromab ein 90 °-Bogen und ein horizontaler Abschnitt des Brennerrohrs 10 an. Der
Abstand 18 von der Gasaustrittsdüse 23 bis zur Oberkante des Brennerrohrs 10 verläuft
daher nicht gradlinig, sondern abgewinkelt. Im Ergebnis kann die Bauhöhe des Gasbrenners
deutlich geringer sein als dieser Abstand 18. Die Düsenplatte 7 gemäß Figur 6 ist
um eine horizontal ausgerichtete Schwenkachse 11 verschwenkbar an dem Grundkörper
1 gelagert. Dabei sind die einzelnen Gasaustrittsdüsen 23 in Schwenkrichtung hintereinander
angeordnet. Dies geht näher aus Figur 7 hervor, die eine Draufsicht auf die Vorderseite
der Düsenplatte 7 zeigt. In der Düsenplatte 7 sind hier insgesamt 3 unterschiedliche
Gasaustrittsdüsen 23 zur wechselweisen Verwendung bei dem Gasbrenner vorgesehen. Eine
alternative Ausführungsform der Düsenplatte 7 ist in Figur 8 angedeutet. Hier ist
eine Düsenplatte 7 zur verschieblichen Lagerung an einem Grundkörper 1 eines Gasbrenners
dargestellt. Dabei sind zwei Gasaustrittsdüsen 23 in der Verschieberichtung der Düsenplatte
7 nebeneinander angeordnet. Die in Figur 6 dargestellte Ausführungsform des Gasbrenners
zeichnet sich durch eine besonders geringe Bauhöhe aus.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0021]
- 1
- - Grundkörper
- 2
- - Gasanschlußbohrung
- 3
- - Ventillagerbohrung
- 4
- - Querbohrung
- 5
- - Gasübergabeöffnung
- 6
- - Verschluß
- 7
- - Düsenplatte
- 8
- - Pfeil
- 9
- - Luftzufuhröffnung
- 10
- - Brennerrohr
- 11
- - Schwenkachse
- 12
- - Feststellschraube
- 13
- - Gewindebohrung
- 14
- - Anlagefläche
- 15
- - Ausnehmung
- 16
- - Ausnehmung
- 17
- - Unterwandung
- 18
- - Abstand
- 19
- - Bohrung
- 20
- - Flüssigkeitsablauföffnung
- 21
- - Gaseintrittsöffnung
- 22
- - Kanal
- 23
- - Gasaustrittsdüse
- 24
- - O-Ring
- 25
- - Verschluß
- 26
- - Vorderseite
- 27
- - geschlitzte Schraube
- 28
- - Bauteil
- 29
- - Rohrabschnitt
- 30
- - Trägerplatte
1. Gasbrenner mit einer Gaszuleitung, mit einer Gasaustrittsdüse am Ende der Gaszuleitung,
mit einer neben der Gasaustrittsdüse angeordneten Luftzuführung und mit einem stromab
der Gasaustrittsdüse angeordneten Brennerrohr, wobei die Gasaustrittsdüse durch Betätigen
eines mehrere Gasautrittdüsen aufweisenden Düsenwechslers gegen eine Gasaustrittsdüse
anderer Ausgestaltung auswechselbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Düsenwechsler eine Düsenplatte (7) mit geringer Dicke aufweist und daß in
derselben Düsenplatte (7) vorgesehene Durchbrechungen die Gasaustrittsdüsen (23) anderer
Ausgestaltung ausbilden.
2. Gasbrenner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Düsenplatte (7) eine Dicke von nicht mehr als 2 mm, vorzugsweise von nicht
mehr als 1 mm, aufweist.
3. Gasbrenner nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Düsenplatte (7) zum Auswechseln der Gasaustrittsdüsen (23) um eine senkrecht
zu ihrer Haupterstreckungsebene verlaufende Schwenkachse (11) schwenkbar gelagert
ist.
4. Gasbrenner nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Düsenplatte (7) zum Auswechseln der Gasaustrittsdüsen (23) in einer in ihrer
Haupterstreckungsebene verlaufenden Richtung verschiebbar gelagert ist.
5. Gasbrenner nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine Feststellschraube (12) zum formschlüssigen Feststellen der Düsenplatte
(7) in bestimmten Schwenk- bzw. Schiebestellungen vorgesehen ist.
6. Gasbrenner nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Düsenplatte (7) stromauf an einer Anlagefläche (14) anliegt in der eine
von einem auf die Düsenplatte (7) vorstehenden O-Ring (24) radial begrenzte Gasübergabeöffnung
(5) vorgesehen ist.
7. Gasbrenner nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Düsenplatte (7) vertikal ausgerichtet ist, wobei das Brennerrohr (10) stromab
hintereinander einen horizontalen und einen nach oben führenden vertikalen Abschnitt
aufweist.
8. Gasbrenner nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Düsenplatte (7) horizontal ausgerichtet ist, wobei stromauf jeder Gasaustrittsdüse
(23) hintereinander eine im wesentlichen horizontal verlaufende Verbindungsleitung
und eine Gaseintrittsöffnung (21) vorgesehen sind und wobei in der Düsenplatte (7)
vorgesehene Durchbrechungen die Gaseintrittsöffnungen (21) ausbilden.
9. Gasbrenner nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Düsenplatte (7) einstückig mit einer Trägerplatte (30) ausgebildet ist,
in der die Verbindungsleitungen ausbildende Kanäle (22) vorgesehen sind.
10. Gasbrenner nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß unter dem Brennerrohr (10) und seitlich neben der Düsenplatte (7) eine Flüssigkeitsablauföffnung
(20) vorgesehen ist.