[0001] Die Erfindung betrifft einen Wärmeübertrager, insbesondere einen Ladeluftkühler,
für ein Kraftfahrzeug, mit einem Rippen/Rohrblock, der zwischen zwei Strömungsmittelkästen
angeordnet ist.
[0002] Aus der EP 0676608 A1 ist ein Wärmeübertrager in Form eines Fahrzeugkühlers bekannt,
der einen Wellrippen/Flachrohrblock aufweist. Der Rippen/Rohrblock ist auf seinen
gegenüberliegenden Stirnseiten mit jeweils einem Strömungsmittelkasten in Form eines
Kühlmittelkastens versehen. Dazu sind die Flachrohre in einem Rohrboden gehalten,
auf den das Kastenoberteil des jeweiligen Strömungsmittelkastens aufgesetzt ist. Das
Kastenoberteil setzt sich zusammen aus einem U-förmig gebogenen Mittelteil sowie zwei
an die Stirnenden des Mittelteiles anschließenden Endteilen. Eines der Endteile ist
mit einem Anschlußstutzen für den Anschluß des Strömungsmittelkastens an den jeweiligen
Kühlmittelkreislauf versehen.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, einen Wärmeübertrager der eingangs genannten Art zu
schaffen, der eine vereinfachte und verbesserte Gestaltung der Strömungsmittelkästen
ermöglicht.
[0004] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß jeder Strömungsmittelkasten aus wenigstens
zwei Schalenelementen aufgebaut ist, die in einer Längsebene des Rippen/Rohrblockes
dicht zusammengefügt sind. Bei einem Aufbau des Strömungsmittelkastens aus lediglich
zwei Schalenelementen sind diese Schalenelemente vorzugsweise als Halbschalen aufgebaut.
Dadurch, daß die Schalenelemente in einer Längsebene des Rippen/Rohrblockes zusammengefügt
sind, muß jedes Schalenelement lediglich etwa die Hälfte der Tiefe des gesamten Strömungsmittelkastens
aufweisen, so daß die Schalenelemente auch bei aufwendiger gestalteten, strömungsgünstigen
Formen durch ein Tiefziehverfahren hergestellt werden können. Die Schalenelemente
sind vorzugsweise entweder mechanisch durch Verkrallen, Vernieten oder Torken oder
aber durch Punktschweißung miteinander verbunden. Durch entsprechende Lotbeschichtungen
werden die Schalenelemente dann im Bereich ihrer Fügestellen durch Hartlöten dicht
miteinander verbunden. Die Gestaltung jedes Strömungsmittelkastens aus wenigstens
zwei Schalenelementen, insbesondere aus zwei Halbschalen, die in einer Längsebene
des Rippen/Rohrblockes voneinander getrennt sind, gestattet somit aufgrund der vergleichsweise
geringen Ziehtiefe jedes Schalenelementes eine strömungstechnische Anpassung an den
jeweiligen Strömungsmitteldurchfluß. Als Strömungsmittel im Sinne der Erfindung werden
sowohl gasförmige Medien wie insbesondere Ladeluft als auch flüssige, zu kühlende
Medien wie Kühlmittel oder Wasser angesehen.
[0005] In Ausgestaltung der Erfindung, bei der die Strömungsmittelkästen mittels jeweils
eines Anschlußstutzens an einen Strömungsmittelkreislauf angeschlossen sind, ist jeder
Strömungsmittelkasten in einem Strömungsbereich des Strömungsmittels durch gekrümmte
Wandungen mit großen Radien vom Anschlußstutzen ausgehend ballig gestaltet. Dadurch
wird die Strömungsgeschwindigkeit des Strömungsmittels positiv beeinflußt. Insbesondere
werden größere Turbulenzen in den Strömungsmittelkästen vermieden.
[0006] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung weisen beide Halbschalen jeweils einen entlang
ihrer Fügeränder verlaufenden Fügeflansch auf, die im zusammengefügten Zustand der
Halbschalen miteinander verbunden sind. Durch die Fügeflansche wird die Steifigkeit
jedes Strömungsmittelkastens erhöht, da die Fügeflansche im zusammengefügten Zustand
der Halbschalenelemente die Funktion einer Versteifungsrippe aufweisen.
[0007] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung sind die Halbschalen aus einer Aluminium-Legierung
hergestellt. Da auch der Rippen/Rohrblock aus einer Aluminiumlegierung hergestellt
ist, ist eine gute Wiederverwertbarkeit der einzelnen Teile des Wärmeübertragers gewährleistet.
[0008] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung weisen die Halbschalen Fügeflansche auf,
die in Seitenbereichen des Strömungsmittelkastens relativ zu den Anschlußstutzen in
der Fügeebene seitlich nach unten gezogen sind. Diese Ausgestaltung ist insbesondere
vorteilhaft, falls der erfindungsgemäße Wärmeübertrager einen Rippen/Rohrblock aufweist,
dessen Rohrenden gemäß der Lehre nach der DE 195 43 986 vom 25.11.1995 derart aufgeweitet
sind, daß die benachbarten Rohrenden dicht und wabenartig aneinanderliegen, so daß
ein zusätzlicher Rohrboden nicht mehr benötigt wird. Die Halbschalen sind somit direkt
auf die Rohrenden aufsetzbar.
[0009] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung weist die dem Anschlußstutzen benachbarte
Halbschale auf Höhe des Anschlußstutzens ein die Strömungsmittelströmung gleichmäßig
zu beiden Seiten des Anschlußstutzens im Strömungsmittelkasten verteilendes Strömungsleitelement
auf, das an der Innenwandung der Halbschale ausgeformt ist. Dadurch wird eine weiter
verbesserte Verteilung der Strömungsmittelströmung erzielt, wobei das Strömungsleitelement
vorteilhaft einstückiger Teil der Innenwandung der Halbschale ist. Vorzugsweise ist
das Strömungsleitelement als Einschnürung der Wandung der Halbschale gestaltet.
[0010] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung weist jeder Strömungsmittelkasten wenigstens
einen Abschlußrand auf, der blockförmig aufgeweitete und flächig aneinanderschließende
Rohrenden des Rippen/Rohrblockes bündig abschließend übergreift. Die blockförmig aufgeweiteten
und flächig aneinanderschließenden Rohrenden des Rippen/Rohrblockes sind gemäß der
Lehre der DE 195 43 986 vom 25.11.1995 gestaltet. Durch den die Rohrenden übergreifenden
Abschlußrand wird ein Rohrboden zur Festlegung des Strömungsmittelkastens nicht benötigt.
[0011] Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen
sowie aus der nachfolgenden Beschreibung von bevorzugten Ausführungsbeispielen der
Erfindung, die anhand der Zeichnungen dargestellt sind.
- Fig. 1
- zeigt eine Frontansicht eines oberen und eines unteren Teiles eines erfindungsgemäßen
Wärmeübertragers in Form eines Ladeluftkühlers,
- Fig. 2
- den Ladeluftkühler nach Fig. 1 in einer Draufsicht,
- Fig. 3
- einen weiteren Ladeluftkühler ähnlich Fig. 1 und
- Fig. 4
- eine Draufsicht auf den Ladeluftkühler nach Fig. 3,
- Fig. 5
- eine Seitenansicht des Ladeluftkühlers nach den Fig. 1 und 2,
- Fig. 6
- eine Seitenansicht des Ladeluftkühlers nach den Fig. 3 und 4,
- Fig. 7
- in einer Frontansicht eine Halbschale eines als Strömungsmittelkasten dienenden Luftkastens
des Ladeluftkühlers nach den Fig. 1 und 2,
- Fig. 8
- eine Draufsicht auf die Halbschale nach Fig. 7,
- Fig. 9
- eine Frontansicht der weiteren Halbschale des Luftkastens nach den Fig. 1 und 2, die
das ergänzende Gegenstück zu der Halbschale nach den Fig. 7 und 8 bildet,
- Fig. 10
- eine Draufsicht auf die Halbschale nach Fig. 9,
- Fig. 11
- einen Schnitt durch die Halbschale nach den Fig. 7 und 8 oder durch die Halbschale
nach den Fig. 9 und 10 entlang der Schnittlinie XI - XI in den Fig. 7 und 9,
- Fig. 12
- einen weiteren Schnitt durch die Halbschale nach den Fig. 7 und 8 oder die Halbschalen
nach den Fig. 9 und 10 entlang einer Schnittlinie XII - XII in den Fig. 7 und 9,
- Fig. 13
- einen Schnitt durch die Halbschale nach den Fig. 9 und 10 entlang der Schnittlinie
XIII - XIII in Fig. 9,
- Fig. 14
- einen Schnitt durch die Halbschale nach den Fig. 7 und 8 entlang der Schnittlinie
XIV - XIV in Fig. 7,
- Fig. 15
- einen Horizontalschnitt durch die Halbschale nach den Fig. 7 und 8 entlang der Schnittlinie
XV - XV in Fig. 7 und
- Fig. 16
- einen weiteren Horizontalschnitt durch die Halbschale nach den Fig. 9 und 10 entlang
der Schnittlinie XVI - XVI in Fig. 9.
[0012] Ein Wärmeübertrager in Form eines Ladeluftkühlers 1 nach den Fig. 1, 2 und 5 weist
einen Rippen/Rohrblock 2 auf, der aus einer Reihe von in einer Längsebene, die gleichzeitig
die Zeichnungsebene nach Fig. 1 darstellt, in gleichmäßen Abständen nebeneinander
angeordneten Flachrohren 5 sowie zwischen diesen positionierten Wellrippen 4 zusammengesetzt
ist. Sowohl die Flachrohre 5 als auch die Wellrippen 4 sind jeweils aus einer Aluminiumlegierung
hergestellt. Zu beiden Seiten ist der Rippen/Rohrblock 2 durch jeweils ein als Seitenteil
dienendes Seitenprofil 7 abgeschlossen. Die Flachrohre 5 des Rippen/Rohrblockes 2
weisen an ihren gegenüberliegenden Stirnseiten Rohrenden 6 auf, die rechteckig ausgeweitet
sind. Alle Rohrenden 6 sind in identischer Weise rechteckig aufgeweitet, wobei die
Dimensionierung der Querschnitte der Rohrenden 6 so gestaltet ist, daß die jeweils
benachbarten Rohrenden 6 jeweils mit einer längsseitigen Wandung bündig aneinanderliegen
und gleichzeitig die jeweils kurzseitigen, gegenüberliegenden Wandungen in jeweils
einer gemeinsamen Ebene miteinander fluchten. Alle Rohrenden 6 bilden somit einen
über die Längsebene des Rippen/Rohrblockes 2 erstreckten, wabenartigen Paketblock.
Die Rohrenden 6 des Rippen/Rohrblockes sind so gestaltet, wie es in der nichtvorveröffentlichten
DE 195 43 986 beschrieben ist. Die an den gegenüberliegenden Seiten dieses Paketblockes
aus den Rohrenden 6 liegenden endseitigen Rohrenden schließen bündig an einen Abschlußabschnitt
der Seitenprofile 7 an. Jeder einstückig an dem Seitenprofil 7 angeformte Abschlußabschnitt
ragt über die Rohrenden 6 zur Bildung eines seitlichen Abschlusses für einen nachfolgend
näher beschriebenen Strömungsmittelkasten 3 hinaus ab. Die beschriebene Gestaltung
der Rohrenden 6 ermöglicht den Einsatz von Kühlmittelkästen 3 ohne die zusätzliche
Verwendung eines Rohrbodens, da die Rohrenden 6 bereits über die Länge des Strömungsmittelkastens
3 dicht aneinander anschließen. Denn durch das bündige und flächige Aneinanderliegen
der Rohrenden 6, die wie auch der übrige Teil der Flachrohre 5 sowie der Wellrippen
lotplattiert sind, werden diese in einem Lötofen durch die Verlötung dicht aneinandergefügt.
Gleiches gilt auch für den Abschluß der kurzseitigen Wandungen der Rohrenden 6, die
-wie nachfolgend näher beschrieben werden wird- bündig mit Abschlußrändern der Kühlmittelkästen
3 abschließen und durch entsprechende Hartlötung in einem Lötofen auch mit diesen
Abschlußrändern dicht verbunden werden.
[0013] Jeder Strömungsmittelkasten, der beim dargestellten Ausführungsbeispiel als die Ladeluft
sammelnder bzw. verteilender Luftkasten 3 ausgeführt ist, ist aus der gleichen Aluminiumlegierung
wie die Flachrohre 5 und die Wellrippen 4 hergestellt. Jeder Luftkasten 3 weist zwei
Halbschalen 12, 13 auf, die in einer Mittellängsebene des Rippen/Rohrblockes 2 voneinander
getrennt sind. In dieser Mittellängsebene sind die beiden Halbschalen 12, 13 mittels
jeweils eines Fügeflansches 11 miteinander verbunden, wobei sich die Fügeflansche
11 jeder Halbschale 12, 13 über die gesamte Breite des Luftkastens 3 durchgehend erstrecken.
Im Bereich der Fügeflansche 11, die von der jeweiligen Halbschale 12, 13 längs der
Mittellängsebene nach außen abragen, sind die beiden Halbschalen 12, 13 durch Punktschweißung
oder durch mechanische Verbindungen wie Verkrallen, Vernieten oder Torken miteinander
verbunden. Die im gefügten Zustand des Luftkastens 3 dicht aneinanderliegenden Fügeflansche
11 bilden gleichzeitig eine durchgehende Versteifungsrippe für jeden Luftkasten 3,
die jedem Luftkasten 3 eine ausreichende Steifigkeit gewährt. Da auch die Halbschalen
12, 13 entsprechend lotplattiert sind, wird eine dichte Verbindung der Fügeflansche
11 und damit der Halbschale 12, 13 in der als Fügeebene dienenden Mittellängsebene
in dem bereits beschriebenen Lötofen erzielt.
[0014] Beide Luftkästen 3 weisen jeweils einen Anschlußstutzen 8, 14 auf, dessen Strömungsachse
rechtwinklig zu der Mittellängsebene von dem Luftkasten abragt. Beide Anschlußstutzen
8, 14 der Luftkästen 3 sind relativ zu einer Mitte des Rippen/Rohrblockes 2 versetzt
angeordnet, wobei die Anschlußstutzen 8, 14 der gegenüberliegenden Luftkästen 3 um
gleich Beträge, jedoch zu gegenüberliegenden Seiten von der Mitte versetzt sind. Da
der eine Luftkasten 3 an einer Oberseite und der andere Luftkasten 3 an einer Unterseite
des Rippen/Rohrblockes 2 angeordnet sind, sind die beiden Luftkästen 3 identisch gestaltet,
wobei der Anschlußstutzen 8, 14 des oberen Luftkastens 3 von der Mitte aus nach rechts
und der Anschlußstutzen 8, 14 des unteren Luftkastens 3 von der Mitte aus nach links
versetzt ist. Jeder Anschlußstutzen 14, 8 besteht aus einem Anschlußstück 14 und einem
Stutzenteil 8, der in das Anschlußstück 14 eingesetzt ist. Das Anschlußstück 14 ist
einstückiger Teil der Halbschale 13 des Luftkastens 3. Wie insbesondere aus Fig. 5
erkennbar ist, ist eine dem Anschlußstutzen 8, 14 gegenüberliegende Wandung der anderen
Halbschale 12 derart gewölbt gestaltet, daß sich eine sanfte Umlenkung des Strömungsmittelstromes,
beim dargestellten Ausführungsbeispiel des Luftstromes, von der Strömungsachse des
Anschlußstutzens 8, 14 zu den Flachrohren 5 des Rippen/Rohrblockes 2 hin oder umgekehrt
ergibt. Der freie Querschnitt jedes Luftkastens 3 erweitert sich in der Mittellängsebene
des Rippen/Rohrblockes 2 von den Rohrenden 6 des Rippen/Rohrblockes 2 ausgehend allmählich
bis zum Anschlußstutzen 8, 14 hin, so daß sich auch bezüglich der Verteilung des Luftstromes
relativ zum Anschlußstutzen 8, 14 ein gleichmäßiger Strömungsverlauf zwischen den
einzelnen Rohrenden 6 und dem jeweiligen Anschlußstutzen 8, 14 ergibt. Um die Verteilung
des Strömungsmittelstromes, beim dargestellten Ausführungsbeispiel des Luftstromes,
weiter zu verbessern, weist die dem Anschlußstutzen 8, 14 gegenüberliegende Wandung
der Halbschale 12 eine parallel zu den Flachrohren 5 und damit gemäß der Darstellung
nach Fig. 1 vertikal verlaufende, rippenartige Einbuchtung 9 auf, die auf der Innenseite
jedes Luftkastens 3 ein Strömungsleitelement bildet. Dieses Strömungsleitelement schafft
eine verbesserte Umlenkung der Luftströmung zwischen Anschlußstutzen 8, 14 und dem
Inneren des Luftkastens 3, so daß auch durch diese Maßnahme das Auftreten von Turbulenzen
im Inneren des Luftkastens 3 reduziert wird. Auch der sich zum Anschlußstutzen 8,
14 hin -wie beschrieben-kontinuierlich erweiternde Strömungsraum jedes Luftkastens
3 trägt zur Reduzierung von Strömungsturbulenzen bei.
[0015] Der Luftkasten 3 ist an seinem zum Rippen/Rohrblock 2 gewandten Endbereich mit einem
geradlinig und eben verlaufenden Abschlußrand 15 versehen, der sowohl an der Halbschale
12 als auch an der Halbschale 13 ausgebildet ist. Dieser Abschlußrand 15 übergreift
die kurzseitigen Wandungen der Rohrenden 6 und schließt für eine dichte Verlötung
bündig mit diesen ab. Die Abschlußabschnitte der Seitenprofile 7 des Rippen/Rohrblockes
2 sind zudem derart gestaltet, daß Seitenbereiche 10 des Luftkastens 3 bündig auf
diese aufsteckbar sind (s. Fig. 1 und 5). Somit wird auch zu den Seitenbereichen 10
jedes Luftkastens 3 hin ein dichter Abschluß des Strömungsraumes erzielt.
[0016] Die beschriebene Gestaltung der Halbschalen 12, 13 der Luftkästen 3 des Ausführungsbeispiels
nach den Fig. 1, 2 und 5 ist anhand der Fig. 7 bis 16 ergänzend dargestellt, wobei
zu berücksichtigen ist, daß die Schnittdarstellungen der Halbschalen 12 und 13 nach
den Fig. 13 bis 16 für die Halbschale 12 einerseits und die Halbschale 13 andererseits
in unterschiedlichen Maßstäben dargestellt sind, so daß sich geringfügige Dimensionsunterschiede
ergeben. Tatsächlich weisen die Halbschalen 12 und 13 jedoch entsprechend symmetrische
Abmessungen auf, wie insbesondere anhand Fig. 5 erkennbar ist.
[0017] Der Wärmeübertrager in Form eines Ladeluftkühlers nach Fig. 3, 4 und 6 entspricht
im wesentlichen dem Ladeluftkühler nach den Fig. 1, 2 und 5. Der Ladeluftkühler 1a
weist einen Rippen/Rohrblock 2a auf, der identisch zu dem Rippen/Rohrblock 2 des Ladeluftkühlers
1 nach den Fig. 1, 2 und 5 gestaltet ist. Auch die Luftkästen 3a sind von ihrer strömungstechnischen
Form her im wesentlichen gleich aufgebaut. Beim Ausführungsbeispiel nach den Fig.
3, 4 und 6 sind die Anschlußstutzen 8a, 14a des jeweiligen Luftkastens 3a jedoch zur
gleichen Seite zur Mitte des Rippen/Rohrblockes 2a hin versetzt, bei der Darstellung
nach Fig. 3 somit jeweils zur rechten Seite. Ein wesentlicher Unterschied der Luftkästen
3a relativ zu den Lufkästen 3 nach den Fig. 1, 2 und 5 ist es, daß die Fügeflansche
11a der beiden Halbschalen 12a und 13a bis in die Seitenbereiche 10a jedes Luftkastens
3a heruntergezogen sind, so daß sie mit den nicht näher bezeichneten Abschlußrändern
der Halbschalen 12a und 13a abschließen. Die Halbschalen 12a und 13a schließen somit
über ihre gesamte Außenkontur einschließlich der Seitenbereiche 10a mittels der Fügeflansche
11a dicht aneinander an. Die Fügeflansche 11a in den Seitenbereichen 10a übergreifen
entsprechend kürzer gestaltete Abschlußabschnitte der als Seitenteile dienenden Seitenprofile
7a, wobei die Abschlußabschnitte mit den Stirnrändern der Rohrenden 6a abschließen.
[0018] Wie aus Fig. 6 erkennbar ist, sind an dem Seitenprofil 7a auf Höhe des Seitenbereiches
10a der Halbschale 12a, 13a zwei Stützschenkel 16a angeformt, die die zusammengefügten
Fügeflansche 11a stützend zwischen sich aufnehmen. Dadurch wird eine Abstützung des
Luftkastens 3a und damit der Halbschalen 12a, 13a relativ zu den Rohrenden 6a erzielt,
wodurch die Luftkästen 3a relativ zu den Rohrenden 6a definiert positionierbar sind.
[0019] Die Anschlußstutzen 8a, 14a der beiden Luftkästen 3a sind gegenüber den Anschlußstutzen
8, 14 des Ausführungsbeispiels nach den Fig. 1, 2 und 5 geringfügig modifiziert, da
insbesondere der Stutzenteil 8a gegenüber dem Stutzenteil 8 anders gestaltet ist.
Der Stutzenteil 8a weist an seinem freien Stirnbereich einen gegenüber dem Durchmesser
des Anschlußstückes 14a geringeren Durchmesser auf und ist zum Anschlußteil 14a mittels
einer Abstufung entsprechend erweitert. Das Anschlußstück 14a ist gegenüber dem Anschlußstück
14 mit einer geringeren Tiefe ausgestattet.
[0020] Bei anderen Ausführungsbeispielen der Erfindung sind die Strömungsmittelkästen nicht
aus lediglich zwei Halbschalen, sondern aus mehreren Schalenelementen zusammengesetzt,
die sich in einer Mittellängsebene oder einer zu der Mittellängsebene parallelen Längsebene
des Rippen/Rohrblockes miteinander verbinden. Zudem können diese Schalenelemente auch
eine Unterteilung der Strömungsmittelkästen in ihrer Breite darstellen. Die strömungsgünstigen
Gestaltungen der Strömungsmittelkästen, wie sie anhand der Fig. 1 bis 16 dargestellt
sind, können gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung auch einteilig ausgeführt
sein.
1. Wärmeübertrager, insbesondere Ladeluftkühler, für ein Kraftfahrzeug, mit einem Rippen/Rohrblock,
der zwischen zwei Strömungsmittelkästen angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß
jeder Strömungsmittelkasten (3, 3a) aus wenigstens zwei Schalenelementen (12, 13)
aufgebaut ist, die in einer Längsebene des Rippen/Rohrblockes (2, 2a) dicht zusammengefügt
sind.
2. Wärmeübertrager nach Anspruch 1, wobei die Strömungsmittelkästen mittels jeweils eines
Anschlußstutzens an einen Strömungsmittelkreislauf angeschlossen sind, dadurch gekennzeichnet,
daß jeder Strömungsmittelkasten (3, 3a) in einem Strömungsbereich des Strömungsmittels
durch gekrümmte Wandungen mit großen Radien vom Anschlußstutzen (8, 14; 8a, 14a) ausgehend
bauchig gestaltet ist.
3. Wärmeübertrager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Strömungsmittelkasten
(3, 3a) aus zwei als Schalenelemente dienende Halbschalen (12, 13; 12a, 13a) zusammengesetzt
ist.
4. Wärmeübertrager nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß beide Halbschalen (12,
13; 12a, 13a) jeweils einen entlang ihrer Fügeränder verlaufenden Fügeflansch (11,
11a) aufweisen, die im zusammengefügten Zustand der Halbschalen (12, 13; 12a, 13a)
miteinander verbunden sind.
5. Wärmeübertrager nach Anspruch 2, durch gekennzeichnet, daß jeder Anschlußstutzen (14,
14a) rechtwinklig zu einer der Längsebene entsprechenden Fügeebene an einer der beiden
Halbschalen (13, 13a) einstückig angeformt ist.
6. Wärmeübertrager nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Halbschalen (12, 13; 12a, 13a) aus einer Aluminiumlegierung hergestellt sind.
7. Wärmeübertrager nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Halbschalen (12a, 13a) Fügeflansche (11a) aufweisen, die in Seitenbereichen (10a)
des Strömungsmittelkastens (3a) relativ zu dem Anschlußstutzen (8a, 14a) in der Fügeebene
seitlich nach unten gezogen sind.
8. Wärmeübertrager nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Halbschalen (12, 13) in ihren Seitenbereichen (10) für den Anschluß von Seitenteilen
des Wärmeübertragers zur Seite hin offene Profilabschnitte aufweisen.
9. Wärmeübertrager nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die dem Anschlußstutzen (8, 14) benachbarte Halbschale (12) auf Höhe des Anschlußstutzens
(8, 14) ein die Strömungsmittelströmung gleichmäßig zu beiden Seiten des Anschlußstutzens
(8, 14) im Strömungsmittelkasten (3) verteilendes Strömungsleitelement (9) aufweist,
das an der Innenwandung der Halbschale (12) ausgeformt ist.
10. Wärmeübertrager nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß jeder Strömungsmittelkasten (3, 3a) wenigstens einen Abschlußrand (15) aufweist,
der blockförmig aufgeweitete und flächig aneinanderschließende Rohrenden (6) des Rippen/Rohrblockes
(2, 2a) bündig abschließend übergreift.