(19)
(11) EP 0 864 839 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
16.09.1998  Patentblatt  1998/38

(21) Anmeldenummer: 98103324.4

(22) Anmeldetag:  26.02.1998
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)6F28F 9/02
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL LT LV MK RO SI

(30) Priorität: 11.03.1997 DE 19709909
27.05.1997 DE 19722100

(71) Anmelder: Behr GmbH & Co.
D-70469 Stuttgart (DE)

(72) Erfinder:
  • Ghiani, Franco
    74321 Bietigheim-Bissingen (DE)

(74) Vertreter: Wilhelm, Peter, Dipl.-Ing. 
Wilhelm & Dauster Patentanwälte Hospitalstrasse 8
70174 Stuttgart
70174 Stuttgart (DE)

   


(54) Wärmeübertrager, insbesondere Ladeluftkühler, für ein Kraftfahrzeug


(57) Bekannte Wärmeübertrager weisen Kühlmittelkästen auf, die aufgrund der Begrenzung ihrer Ziehtiefe lediglich eingeschränkt strömungstechnischen Anforderungen entsprechen können.
Erfindungsgemäß ist jeder Strömungsmittelkasten aus wenigstens zwei Schalenelementen aufgebaut, die in einer Längsebene des Rippenrohrblockes dicht zusammengefügt sind.
Ladeluftkühler.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft einen Wärmeübertrager, insbesondere einen Ladeluftkühler, für ein Kraftfahrzeug, mit einem Rippen/Rohrblock, der zwischen zwei Strömungsmittelkästen angeordnet ist.

[0002] Aus der EP 0676608 A1 ist ein Wärmeübertrager in Form eines Fahrzeugkühlers bekannt, der einen Wellrippen/Flachrohrblock aufweist. Der Rippen/Rohrblock ist auf seinen gegenüberliegenden Stirnseiten mit jeweils einem Strömungsmittelkasten in Form eines Kühlmittelkastens versehen. Dazu sind die Flachrohre in einem Rohrboden gehalten, auf den das Kastenoberteil des jeweiligen Strömungsmittelkastens aufgesetzt ist. Das Kastenoberteil setzt sich zusammen aus einem U-förmig gebogenen Mittelteil sowie zwei an die Stirnenden des Mittelteiles anschließenden Endteilen. Eines der Endteile ist mit einem Anschlußstutzen für den Anschluß des Strömungsmittelkastens an den jeweiligen Kühlmittelkreislauf versehen.

[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, einen Wärmeübertrager der eingangs genannten Art zu schaffen, der eine vereinfachte und verbesserte Gestaltung der Strömungsmittelkästen ermöglicht.

[0004] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß jeder Strömungsmittelkasten aus wenigstens zwei Schalenelementen aufgebaut ist, die in einer Längsebene des Rippen/Rohrblockes dicht zusammengefügt sind. Bei einem Aufbau des Strömungsmittelkastens aus lediglich zwei Schalenelementen sind diese Schalenelemente vorzugsweise als Halbschalen aufgebaut. Dadurch, daß die Schalenelemente in einer Längsebene des Rippen/Rohrblockes zusammengefügt sind, muß jedes Schalenelement lediglich etwa die Hälfte der Tiefe des gesamten Strömungsmittelkastens aufweisen, so daß die Schalenelemente auch bei aufwendiger gestalteten, strömungsgünstigen Formen durch ein Tiefziehverfahren hergestellt werden können. Die Schalenelemente sind vorzugsweise entweder mechanisch durch Verkrallen, Vernieten oder Torken oder aber durch Punktschweißung miteinander verbunden. Durch entsprechende Lotbeschichtungen werden die Schalenelemente dann im Bereich ihrer Fügestellen durch Hartlöten dicht miteinander verbunden. Die Gestaltung jedes Strömungsmittelkastens aus wenigstens zwei Schalenelementen, insbesondere aus zwei Halbschalen, die in einer Längsebene des Rippen/Rohrblockes voneinander getrennt sind, gestattet somit aufgrund der vergleichsweise geringen Ziehtiefe jedes Schalenelementes eine strömungstechnische Anpassung an den jeweiligen Strömungsmitteldurchfluß. Als Strömungsmittel im Sinne der Erfindung werden sowohl gasförmige Medien wie insbesondere Ladeluft als auch flüssige, zu kühlende Medien wie Kühlmittel oder Wasser angesehen.

[0005] In Ausgestaltung der Erfindung, bei der die Strömungsmittelkästen mittels jeweils eines Anschlußstutzens an einen Strömungsmittelkreislauf angeschlossen sind, ist jeder Strömungsmittelkasten in einem Strömungsbereich des Strömungsmittels durch gekrümmte Wandungen mit großen Radien vom Anschlußstutzen ausgehend ballig gestaltet. Dadurch wird die Strömungsgeschwindigkeit des Strömungsmittels positiv beeinflußt. Insbesondere werden größere Turbulenzen in den Strömungsmittelkästen vermieden.

[0006] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung weisen beide Halbschalen jeweils einen entlang ihrer Fügeränder verlaufenden Fügeflansch auf, die im zusammengefügten Zustand der Halbschalen miteinander verbunden sind. Durch die Fügeflansche wird die Steifigkeit jedes Strömungsmittelkastens erhöht, da die Fügeflansche im zusammengefügten Zustand der Halbschalenelemente die Funktion einer Versteifungsrippe aufweisen.

[0007] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung sind die Halbschalen aus einer Aluminium-Legierung hergestellt. Da auch der Rippen/Rohrblock aus einer Aluminiumlegierung hergestellt ist, ist eine gute Wiederverwertbarkeit der einzelnen Teile des Wärmeübertragers gewährleistet.

[0008] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung weisen die Halbschalen Fügeflansche auf, die in Seitenbereichen des Strömungsmittelkastens relativ zu den Anschlußstutzen in der Fügeebene seitlich nach unten gezogen sind. Diese Ausgestaltung ist insbesondere vorteilhaft, falls der erfindungsgemäße Wärmeübertrager einen Rippen/Rohrblock aufweist, dessen Rohrenden gemäß der Lehre nach der DE 195 43 986 vom 25.11.1995 derart aufgeweitet sind, daß die benachbarten Rohrenden dicht und wabenartig aneinanderliegen, so daß ein zusätzlicher Rohrboden nicht mehr benötigt wird. Die Halbschalen sind somit direkt auf die Rohrenden aufsetzbar.

[0009] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung weist die dem Anschlußstutzen benachbarte Halbschale auf Höhe des Anschlußstutzens ein die Strömungsmittelströmung gleichmäßig zu beiden Seiten des Anschlußstutzens im Strömungsmittelkasten verteilendes Strömungsleitelement auf, das an der Innenwandung der Halbschale ausgeformt ist. Dadurch wird eine weiter verbesserte Verteilung der Strömungsmittelströmung erzielt, wobei das Strömungsleitelement vorteilhaft einstückiger Teil der Innenwandung der Halbschale ist. Vorzugsweise ist das Strömungsleitelement als Einschnürung der Wandung der Halbschale gestaltet.

[0010] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung weist jeder Strömungsmittelkasten wenigstens einen Abschlußrand auf, der blockförmig aufgeweitete und flächig aneinanderschließende Rohrenden des Rippen/Rohrblockes bündig abschließend übergreift. Die blockförmig aufgeweiteten und flächig aneinanderschließenden Rohrenden des Rippen/Rohrblockes sind gemäß der Lehre der DE 195 43 986 vom 25.11.1995 gestaltet. Durch den die Rohrenden übergreifenden Abschlußrand wird ein Rohrboden zur Festlegung des Strömungsmittelkastens nicht benötigt.

[0011] Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen sowie aus der nachfolgenden Beschreibung von bevorzugten Ausführungsbeispielen der Erfindung, die anhand der Zeichnungen dargestellt sind.
Fig. 1
zeigt eine Frontansicht eines oberen und eines unteren Teiles eines erfindungsgemäßen Wärmeübertragers in Form eines Ladeluftkühlers,
Fig. 2
den Ladeluftkühler nach Fig. 1 in einer Draufsicht,
Fig. 3
einen weiteren Ladeluftkühler ähnlich Fig. 1 und
Fig. 4
eine Draufsicht auf den Ladeluftkühler nach Fig. 3,
Fig. 5
eine Seitenansicht des Ladeluftkühlers nach den Fig. 1 und 2,
Fig. 6
eine Seitenansicht des Ladeluftkühlers nach den Fig. 3 und 4,
Fig. 7
in einer Frontansicht eine Halbschale eines als Strömungsmittelkasten dienenden Luftkastens des Ladeluftkühlers nach den Fig. 1 und 2,
Fig. 8
eine Draufsicht auf die Halbschale nach Fig. 7,
Fig. 9
eine Frontansicht der weiteren Halbschale des Luftkastens nach den Fig. 1 und 2, die das ergänzende Gegenstück zu der Halbschale nach den Fig. 7 und 8 bildet,
Fig. 10
eine Draufsicht auf die Halbschale nach Fig. 9,
Fig. 11
einen Schnitt durch die Halbschale nach den Fig. 7 und 8 oder durch die Halbschale nach den Fig. 9 und 10 entlang der Schnittlinie XI - XI in den Fig. 7 und 9,
Fig. 12
einen weiteren Schnitt durch die Halbschale nach den Fig. 7 und 8 oder die Halbschalen nach den Fig. 9 und 10 entlang einer Schnittlinie XII - XII in den Fig. 7 und 9,
Fig. 13
einen Schnitt durch die Halbschale nach den Fig. 9 und 10 entlang der Schnittlinie XIII - XIII in Fig. 9,
Fig. 14
einen Schnitt durch die Halbschale nach den Fig. 7 und 8 entlang der Schnittlinie XIV - XIV in Fig. 7,
Fig. 15
einen Horizontalschnitt durch die Halbschale nach den Fig. 7 und 8 entlang der Schnittlinie XV - XV in Fig. 7 und
Fig. 16
einen weiteren Horizontalschnitt durch die Halbschale nach den Fig. 9 und 10 entlang der Schnittlinie XVI - XVI in Fig. 9.


[0012] Ein Wärmeübertrager in Form eines Ladeluftkühlers 1 nach den Fig. 1, 2 und 5 weist einen Rippen/Rohrblock 2 auf, der aus einer Reihe von in einer Längsebene, die gleichzeitig die Zeichnungsebene nach Fig. 1 darstellt, in gleichmäßen Abständen nebeneinander angeordneten Flachrohren 5 sowie zwischen diesen positionierten Wellrippen 4 zusammengesetzt ist. Sowohl die Flachrohre 5 als auch die Wellrippen 4 sind jeweils aus einer Aluminiumlegierung hergestellt. Zu beiden Seiten ist der Rippen/Rohrblock 2 durch jeweils ein als Seitenteil dienendes Seitenprofil 7 abgeschlossen. Die Flachrohre 5 des Rippen/Rohrblockes 2 weisen an ihren gegenüberliegenden Stirnseiten Rohrenden 6 auf, die rechteckig ausgeweitet sind. Alle Rohrenden 6 sind in identischer Weise rechteckig aufgeweitet, wobei die Dimensionierung der Querschnitte der Rohrenden 6 so gestaltet ist, daß die jeweils benachbarten Rohrenden 6 jeweils mit einer längsseitigen Wandung bündig aneinanderliegen und gleichzeitig die jeweils kurzseitigen, gegenüberliegenden Wandungen in jeweils einer gemeinsamen Ebene miteinander fluchten. Alle Rohrenden 6 bilden somit einen über die Längsebene des Rippen/Rohrblockes 2 erstreckten, wabenartigen Paketblock. Die Rohrenden 6 des Rippen/Rohrblockes sind so gestaltet, wie es in der nichtvorveröffentlichten DE 195 43 986 beschrieben ist. Die an den gegenüberliegenden Seiten dieses Paketblockes aus den Rohrenden 6 liegenden endseitigen Rohrenden schließen bündig an einen Abschlußabschnitt der Seitenprofile 7 an. Jeder einstückig an dem Seitenprofil 7 angeformte Abschlußabschnitt ragt über die Rohrenden 6 zur Bildung eines seitlichen Abschlusses für einen nachfolgend näher beschriebenen Strömungsmittelkasten 3 hinaus ab. Die beschriebene Gestaltung der Rohrenden 6 ermöglicht den Einsatz von Kühlmittelkästen 3 ohne die zusätzliche Verwendung eines Rohrbodens, da die Rohrenden 6 bereits über die Länge des Strömungsmittelkastens 3 dicht aneinander anschließen. Denn durch das bündige und flächige Aneinanderliegen der Rohrenden 6, die wie auch der übrige Teil der Flachrohre 5 sowie der Wellrippen lotplattiert sind, werden diese in einem Lötofen durch die Verlötung dicht aneinandergefügt. Gleiches gilt auch für den Abschluß der kurzseitigen Wandungen der Rohrenden 6, die -wie nachfolgend näher beschrieben werden wird- bündig mit Abschlußrändern der Kühlmittelkästen 3 abschließen und durch entsprechende Hartlötung in einem Lötofen auch mit diesen Abschlußrändern dicht verbunden werden.

[0013] Jeder Strömungsmittelkasten, der beim dargestellten Ausführungsbeispiel als die Ladeluft sammelnder bzw. verteilender Luftkasten 3 ausgeführt ist, ist aus der gleichen Aluminiumlegierung wie die Flachrohre 5 und die Wellrippen 4 hergestellt. Jeder Luftkasten 3 weist zwei Halbschalen 12, 13 auf, die in einer Mittellängsebene des Rippen/Rohrblockes 2 voneinander getrennt sind. In dieser Mittellängsebene sind die beiden Halbschalen 12, 13 mittels jeweils eines Fügeflansches 11 miteinander verbunden, wobei sich die Fügeflansche 11 jeder Halbschale 12, 13 über die gesamte Breite des Luftkastens 3 durchgehend erstrecken. Im Bereich der Fügeflansche 11, die von der jeweiligen Halbschale 12, 13 längs der Mittellängsebene nach außen abragen, sind die beiden Halbschalen 12, 13 durch Punktschweißung oder durch mechanische Verbindungen wie Verkrallen, Vernieten oder Torken miteinander verbunden. Die im gefügten Zustand des Luftkastens 3 dicht aneinanderliegenden Fügeflansche 11 bilden gleichzeitig eine durchgehende Versteifungsrippe für jeden Luftkasten 3, die jedem Luftkasten 3 eine ausreichende Steifigkeit gewährt. Da auch die Halbschalen 12, 13 entsprechend lotplattiert sind, wird eine dichte Verbindung der Fügeflansche 11 und damit der Halbschale 12, 13 in der als Fügeebene dienenden Mittellängsebene in dem bereits beschriebenen Lötofen erzielt.

[0014] Beide Luftkästen 3 weisen jeweils einen Anschlußstutzen 8, 14 auf, dessen Strömungsachse rechtwinklig zu der Mittellängsebene von dem Luftkasten abragt. Beide Anschlußstutzen 8, 14 der Luftkästen 3 sind relativ zu einer Mitte des Rippen/Rohrblockes 2 versetzt angeordnet, wobei die Anschlußstutzen 8, 14 der gegenüberliegenden Luftkästen 3 um gleich Beträge, jedoch zu gegenüberliegenden Seiten von der Mitte versetzt sind. Da der eine Luftkasten 3 an einer Oberseite und der andere Luftkasten 3 an einer Unterseite des Rippen/Rohrblockes 2 angeordnet sind, sind die beiden Luftkästen 3 identisch gestaltet, wobei der Anschlußstutzen 8, 14 des oberen Luftkastens 3 von der Mitte aus nach rechts und der Anschlußstutzen 8, 14 des unteren Luftkastens 3 von der Mitte aus nach links versetzt ist. Jeder Anschlußstutzen 14, 8 besteht aus einem Anschlußstück 14 und einem Stutzenteil 8, der in das Anschlußstück 14 eingesetzt ist. Das Anschlußstück 14 ist einstückiger Teil der Halbschale 13 des Luftkastens 3. Wie insbesondere aus Fig. 5 erkennbar ist, ist eine dem Anschlußstutzen 8, 14 gegenüberliegende Wandung der anderen Halbschale 12 derart gewölbt gestaltet, daß sich eine sanfte Umlenkung des Strömungsmittelstromes, beim dargestellten Ausführungsbeispiel des Luftstromes, von der Strömungsachse des Anschlußstutzens 8, 14 zu den Flachrohren 5 des Rippen/Rohrblockes 2 hin oder umgekehrt ergibt. Der freie Querschnitt jedes Luftkastens 3 erweitert sich in der Mittellängsebene des Rippen/Rohrblockes 2 von den Rohrenden 6 des Rippen/Rohrblockes 2 ausgehend allmählich bis zum Anschlußstutzen 8, 14 hin, so daß sich auch bezüglich der Verteilung des Luftstromes relativ zum Anschlußstutzen 8, 14 ein gleichmäßiger Strömungsverlauf zwischen den einzelnen Rohrenden 6 und dem jeweiligen Anschlußstutzen 8, 14 ergibt. Um die Verteilung des Strömungsmittelstromes, beim dargestellten Ausführungsbeispiel des Luftstromes, weiter zu verbessern, weist die dem Anschlußstutzen 8, 14 gegenüberliegende Wandung der Halbschale 12 eine parallel zu den Flachrohren 5 und damit gemäß der Darstellung nach Fig. 1 vertikal verlaufende, rippenartige Einbuchtung 9 auf, die auf der Innenseite jedes Luftkastens 3 ein Strömungsleitelement bildet. Dieses Strömungsleitelement schafft eine verbesserte Umlenkung der Luftströmung zwischen Anschlußstutzen 8, 14 und dem Inneren des Luftkastens 3, so daß auch durch diese Maßnahme das Auftreten von Turbulenzen im Inneren des Luftkastens 3 reduziert wird. Auch der sich zum Anschlußstutzen 8, 14 hin -wie beschrieben-kontinuierlich erweiternde Strömungsraum jedes Luftkastens 3 trägt zur Reduzierung von Strömungsturbulenzen bei.

[0015] Der Luftkasten 3 ist an seinem zum Rippen/Rohrblock 2 gewandten Endbereich mit einem geradlinig und eben verlaufenden Abschlußrand 15 versehen, der sowohl an der Halbschale 12 als auch an der Halbschale 13 ausgebildet ist. Dieser Abschlußrand 15 übergreift die kurzseitigen Wandungen der Rohrenden 6 und schließt für eine dichte Verlötung bündig mit diesen ab. Die Abschlußabschnitte der Seitenprofile 7 des Rippen/Rohrblockes 2 sind zudem derart gestaltet, daß Seitenbereiche 10 des Luftkastens 3 bündig auf diese aufsteckbar sind (s. Fig. 1 und 5). Somit wird auch zu den Seitenbereichen 10 jedes Luftkastens 3 hin ein dichter Abschluß des Strömungsraumes erzielt.

[0016] Die beschriebene Gestaltung der Halbschalen 12, 13 der Luftkästen 3 des Ausführungsbeispiels nach den Fig. 1, 2 und 5 ist anhand der Fig. 7 bis 16 ergänzend dargestellt, wobei zu berücksichtigen ist, daß die Schnittdarstellungen der Halbschalen 12 und 13 nach den Fig. 13 bis 16 für die Halbschale 12 einerseits und die Halbschale 13 andererseits in unterschiedlichen Maßstäben dargestellt sind, so daß sich geringfügige Dimensionsunterschiede ergeben. Tatsächlich weisen die Halbschalen 12 und 13 jedoch entsprechend symmetrische Abmessungen auf, wie insbesondere anhand Fig. 5 erkennbar ist.

[0017] Der Wärmeübertrager in Form eines Ladeluftkühlers nach Fig. 3, 4 und 6 entspricht im wesentlichen dem Ladeluftkühler nach den Fig. 1, 2 und 5. Der Ladeluftkühler 1a weist einen Rippen/Rohrblock 2a auf, der identisch zu dem Rippen/Rohrblock 2 des Ladeluftkühlers 1 nach den Fig. 1, 2 und 5 gestaltet ist. Auch die Luftkästen 3a sind von ihrer strömungstechnischen Form her im wesentlichen gleich aufgebaut. Beim Ausführungsbeispiel nach den Fig. 3, 4 und 6 sind die Anschlußstutzen 8a, 14a des jeweiligen Luftkastens 3a jedoch zur gleichen Seite zur Mitte des Rippen/Rohrblockes 2a hin versetzt, bei der Darstellung nach Fig. 3 somit jeweils zur rechten Seite. Ein wesentlicher Unterschied der Luftkästen 3a relativ zu den Lufkästen 3 nach den Fig. 1, 2 und 5 ist es, daß die Fügeflansche 11a der beiden Halbschalen 12a und 13a bis in die Seitenbereiche 10a jedes Luftkastens 3a heruntergezogen sind, so daß sie mit den nicht näher bezeichneten Abschlußrändern der Halbschalen 12a und 13a abschließen. Die Halbschalen 12a und 13a schließen somit über ihre gesamte Außenkontur einschließlich der Seitenbereiche 10a mittels der Fügeflansche 11a dicht aneinander an. Die Fügeflansche 11a in den Seitenbereichen 10a übergreifen entsprechend kürzer gestaltete Abschlußabschnitte der als Seitenteile dienenden Seitenprofile 7a, wobei die Abschlußabschnitte mit den Stirnrändern der Rohrenden 6a abschließen.

[0018] Wie aus Fig. 6 erkennbar ist, sind an dem Seitenprofil 7a auf Höhe des Seitenbereiches 10a der Halbschale 12a, 13a zwei Stützschenkel 16a angeformt, die die zusammengefügten Fügeflansche 11a stützend zwischen sich aufnehmen. Dadurch wird eine Abstützung des Luftkastens 3a und damit der Halbschalen 12a, 13a relativ zu den Rohrenden 6a erzielt, wodurch die Luftkästen 3a relativ zu den Rohrenden 6a definiert positionierbar sind.

[0019] Die Anschlußstutzen 8a, 14a der beiden Luftkästen 3a sind gegenüber den Anschlußstutzen 8, 14 des Ausführungsbeispiels nach den Fig. 1, 2 und 5 geringfügig modifiziert, da insbesondere der Stutzenteil 8a gegenüber dem Stutzenteil 8 anders gestaltet ist. Der Stutzenteil 8a weist an seinem freien Stirnbereich einen gegenüber dem Durchmesser des Anschlußstückes 14a geringeren Durchmesser auf und ist zum Anschlußteil 14a mittels einer Abstufung entsprechend erweitert. Das Anschlußstück 14a ist gegenüber dem Anschlußstück 14 mit einer geringeren Tiefe ausgestattet.

[0020] Bei anderen Ausführungsbeispielen der Erfindung sind die Strömungsmittelkästen nicht aus lediglich zwei Halbschalen, sondern aus mehreren Schalenelementen zusammengesetzt, die sich in einer Mittellängsebene oder einer zu der Mittellängsebene parallelen Längsebene des Rippen/Rohrblockes miteinander verbinden. Zudem können diese Schalenelemente auch eine Unterteilung der Strömungsmittelkästen in ihrer Breite darstellen. Die strömungsgünstigen Gestaltungen der Strömungsmittelkästen, wie sie anhand der Fig. 1 bis 16 dargestellt sind, können gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung auch einteilig ausgeführt sein.


Ansprüche

1. Wärmeübertrager, insbesondere Ladeluftkühler, für ein Kraftfahrzeug, mit einem Rippen/Rohrblock, der zwischen zwei Strömungsmittelkästen angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Strömungsmittelkasten (3, 3a) aus wenigstens zwei Schalenelementen (12, 13) aufgebaut ist, die in einer Längsebene des Rippen/Rohrblockes (2, 2a) dicht zusammengefügt sind.
 
2. Wärmeübertrager nach Anspruch 1, wobei die Strömungsmittelkästen mittels jeweils eines Anschlußstutzens an einen Strömungsmittelkreislauf angeschlossen sind, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Strömungsmittelkasten (3, 3a) in einem Strömungsbereich des Strömungsmittels durch gekrümmte Wandungen mit großen Radien vom Anschlußstutzen (8, 14; 8a, 14a) ausgehend bauchig gestaltet ist.
 
3. Wärmeübertrager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Strömungsmittelkasten (3, 3a) aus zwei als Schalenelemente dienende Halbschalen (12, 13; 12a, 13a) zusammengesetzt ist.
 
4. Wärmeübertrager nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß beide Halbschalen (12, 13; 12a, 13a) jeweils einen entlang ihrer Fügeränder verlaufenden Fügeflansch (11, 11a) aufweisen, die im zusammengefügten Zustand der Halbschalen (12, 13; 12a, 13a) miteinander verbunden sind.
 
5. Wärmeübertrager nach Anspruch 2, durch gekennzeichnet, daß jeder Anschlußstutzen (14, 14a) rechtwinklig zu einer der Längsebene entsprechenden Fügeebene an einer der beiden Halbschalen (13, 13a) einstückig angeformt ist.
 
6. Wärmeübertrager nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Halbschalen (12, 13; 12a, 13a) aus einer Aluminiumlegierung hergestellt sind.
 
7. Wärmeübertrager nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Halbschalen (12a, 13a) Fügeflansche (11a) aufweisen, die in Seitenbereichen (10a) des Strömungsmittelkastens (3a) relativ zu dem Anschlußstutzen (8a, 14a) in der Fügeebene seitlich nach unten gezogen sind.
 
8. Wärmeübertrager nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Halbschalen (12, 13) in ihren Seitenbereichen (10) für den Anschluß von Seitenteilen des Wärmeübertragers zur Seite hin offene Profilabschnitte aufweisen.
 
9. Wärmeübertrager nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die dem Anschlußstutzen (8, 14) benachbarte Halbschale (12) auf Höhe des Anschlußstutzens (8, 14) ein die Strömungsmittelströmung gleichmäßig zu beiden Seiten des Anschlußstutzens (8, 14) im Strömungsmittelkasten (3) verteilendes Strömungsleitelement (9) aufweist, das an der Innenwandung der Halbschale (12) ausgeformt ist.
 
10. Wärmeübertrager nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Strömungsmittelkasten (3, 3a) wenigstens einen Abschlußrand (15) aufweist, der blockförmig aufgeweitete und flächig aneinanderschließende Rohrenden (6) des Rippen/Rohrblockes (2, 2a) bündig abschließend übergreift.
 




Zeichnung