[0001] Die Erfindung betrifft eine Schallschutzeinlage für Montageschienen gemäss dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1.
[0002] In der Installations- und Haustechnik kommen vielfach Montageschienen zum Einsatz.
Die Montageschienen sind üblicherweise Blechprofile mit einem C-förmigen Profil und
bieten einer Vielzahl von Verbindungselementen eine Anbindungsmöglichkeit. Der Vorteil
von Montageschienen besteht darin, dass die Verbindungselemente überall entlang der
Längserstreckung der Montageschienen montiert werden können. Vielfach werden Schienensysteme
zusammengestellt, die beispielsweise von der Decke abhängen und als Auflager für Kabeltrassen,
Rohre und Lüftungskanäle dienen. Bei vielen Anwendungen von Montageschienen ist es
erforderlich, die Schiene und die daran befestigten oder darauf ruhenden Bauteile
voneinander Schall-zu-entkoppeln. Dies ist beispielsweise bei Rechtecklüftungskanälen
der Fall, die auf Systemen von Montageschienen ruhen. Ohne Schallisolierung würde
das Geräusch der in den Luftschächten angeordneten Ventilatoren übertragen und könnte
innerhalb eines Gebäudes zu einer Lärmbeeinträchtigung führen.
[0003] Die bislang zur Schallisolation bekannten Schallschutzgummis bestehen aus einem flexiblen
Material und weisen ein flaches Auflageteil auf, dessen Längsränder die Montageschiene
an den Seitenwänden übergreifen. Ein vom Auflageteil abragendes Fussteil ist in die
Öffnung der C-Profilschiene einsetzbar und hintergreift die die Öffnung berandenden
Längskanten der Montageschiene. An der Oberfläche des Auflageteils verlaufen in Längsrichtung
leistenartige Wülste parallel zueinander, die als Auflager für einen Lüftungskanal
dienen. Zwei der leistenartigen Wülste sind im Bereich des Längsrandes des Schallschutzgummis
angeordnet und stützen sich im montierten Zustand an den die Öffnung der Montageschiene
berandenden Längskanten ab. Die anderen leistenartigen Wülste liegen über der Öffnung
der C-Profilschiene. Alle leistenartigen Wülste weisen den gleichen Querschnitt auf
und besitzen die gleiche Höhe. Ein auf einer mit einem Schallschutzgummi bestückten
Montageschiene ruhender Lüftungskanal wird im wesentlichen nur von den beiden äusseren,
parallel zum Längsrand des Schallschutzgummis verlaufenden, leistenartigen Wülsten
unterstützt, da die über der Öffnung liegenden Wülste bei Belastung in das Innere
der C-Profilschiene ausweichen können. Bei der Montage wird der Lüftungskanal oftmals
axial hin- und hergeschoben. Da das Gewicht des Lüftungskanals im wesentlichen nur
auf den leistenartigen Wülsten an den Längsrändern des Schallschutzgummis ruht, kann
es bei der Querverschiebung des Lüftungskanals vorkommen, dass die Längsränder des
Schallschutzgummis in Schieberichtung eingerollt werden und der Schallschutzgummi
sich von der Montageschiene löst. Dies kann dazu führen, dass der Lüftungskanal ohne
Zwischenlage des Schallschutzgummis auf der Montageschiene ruht und die beabsichtigte
Schallentkopplung unwirksam wird.
[0004] Der bekannte Schallschutzgummi weist im Fussteil eine in Längsrichtung verlaufende
Bohrung auf, die einen etwa kleeblattförmigen Querschnitt aufweist. Durch die Bohrung
ist der Schallschutzgummi auf eine Gewindestange aufsteckbar. Diese Art der Schallisolation
kann beispielsweise bei stirnseitigen Anbindungen an die Montageschiene erforderlich
sein. Der Querschnitt der Bohrung erlaubt nur den Einsatz einer Gewindestange, deren
Durchmesser genau auf den Durchmesser der Bohrung abgestimmt ist. Dadurch ist der
Anwender in der Auswahl der stirnseitigen Anbindungselemente eingeschränkt.
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Schallschutzeinlage für Montageschienen
mit C-förmigem Profil dahingehend zu verbessern, dass auch bei einer Manipulation
eines sich auf der Schallschutzeinlage abstützenden Bauteils eine zuverlässige Schallentkopplung
gewährleistet bleibt. Insbesondere soll ein Einrollen der Längsränder der Schallschutzeinlage
und ein Lösen von der Montageschiene bei einem axialen Querverschieben des sich darauf
abstützenden Bauteils verhindert werden. Die Schallschutzeinlage soll einfach an der
Montageschiene montierbar sein. Sie soll platzsparend lagerbar und einfach in der
Anwendung sein.
[0006] Diese Aufgaben werden erfindungsgemäss durch eine Schallschutzeinlage gelöst, welche
die im kennzeichnenden Abschnitt des Patentanspruchs 1 angeführten Merkmale aufweist.
Die Schallschutzeinlage für Montageschienen, insbesondere für C-Profilschienen mit
im wesentlichen C-förmigem Querschnitt, besteht aus einem elastischen Material und
umfasst ein Auflageteil, das eine Unterseite und herabgezogene Längsränder aufweist
und an seiner Auflagefläche mit leistenartigen Wülsten ausgestattet ist, die parallel
zueinander in Längsrichtung des Auflageteils verlaufen. An das Auflageteil ist ein
Fussteil einstückig angeformt, das an seinen beiden Längsflanken je eine Schulter
aufweist, die der Unterseite des Auflageteils gegenüberliegen, wobei das Fussteil
im montierten Zustand innerhalb der C-Profilschiene angeordnet ist und die Schultern
die die Öffnung der Schiene berandenden Längskanten hintergreifen. Das Fussteil ist
mit einer in Längsrichtung verlaufenden Bohrung versehen. Eine Hüllfläche an die vom
Fussteil abgewandte Auflagefläche des Auflageteils ist konvex gewölbt, wobei die leistenartigen
Wülste an den Längsrändern des Auflageteils eine gringere Höhe aufweisen als der von
ihnen eingeschlossene Bereich.
[0007] Durch die erfindungsgemässe Aussenkontur der Auflagefläche des Auflageteils liegt
ein von der an der C-Profilschiene montierten Schallschutzeinlage unterstütztes Bauteil,
beispielsweise ein Recktecklüftungskanal, nicht bloss auf den leistenartigen Wülsten
am Längsrand sondern auch in den Bereichen dazwischen auf der Auflagefläche auf. Die
hochgewölbten Bereiche zwischen den leistenartigen Wülsten an den Längsrändern werden
durch die Gewichtskraft des Bauteils niedergedrückt und gegen die Längsränder der
C-Profilschiene gepresst. Die Gewichtskraft des Bauteils wird über die gesamte Auflagefläche
verteilt. Dadurch kann das Bauteil quer zur Längsrichtung der C-Profilschiene geschoben
werden, ohne dass sich die Längsränder der Schallschutzeinlage einrollen. Dadurch
wird ein unbeabsichtigtes Abziehen des Schallschutzgummis von der C-Profilschiene
durch die beim Verschieben des Bauteils auftretende Schubkraft verhindert.
[0008] Der vorteilhafte Effekt der erfindungsgemässen Ausbildung der Schallschutzeinlage
wird dadurch unterstützt, dass die Auflagefläche zu beiden Seiten der an den Längsrändern
verlaufenden leistenartigen Wülste schräg zu den herabgezogenen Längsrändern abfällt.
Auf diese Weise legen sich die Längsränder der Schallschutzeinlage beim Querverschieben
des Bauteils an die Seitenwände der C-Profilschiene an und wirken der Einrolltendenz
entgegen.
[0009] In einer vorteilhaften Ausführungsvariante der Erfindung besitzt die Hüllfläche im
Querschnitt etwa die Form einer Ellipsenhälfte. Dabei bildet die Axialprojektion der
Längsränder der Schallschutzeinlage die Hauptscheitel der Ellipse. Indem die Aussenkontur
der Auflagefläche zu einer Hüllkurve führt, deren Spur elliptisch ist, kann die Gewichtskraft
besonders gut verteilt werden.
[0010] Indem zwischen den leistenartigen Wülsten an den Längsrändern zwei weitere, parallel
zu diesen und zueinander verlaufende, leistenartige Wülste angeordnet sind, die durch
einen Materialsteg voneinander getrennt sind, dessen Höhe im wesentlichen der Höhe
der leistenartigen Wülste an den Längsrändern entspricht, wird der mittlere Bereich
der Anlagefläche des Schallschutzgummis bei Belastung gegen die die Öffnung berandenden
Längskanten der C-Profilschiene gepresst und verspannt. Dies wirkt bei einem Querverschieben
eines vom Schallschutzgummi unterstützen Bauteils einem ungewollten Abziehen des Schallschutzgummis
von der C-Profilschiene entgegen.
[0011] Indem die Längsflanken des Fussteils schräg zueinander verlaufen und von der Unterseite
des Auflageteils abgewandt sind, kann das Fussteil des Schallschutzgummis besser in
die Öffnung der C-Profilschiene eingeführt werden, bis es mit den Schultern die Längskanten
der Schiene hintergreift. Dabei erweist sich ein Fügewinkel, den die Längsflanken
des Fussteils miteinander einschliessen, von kleiner als 60° als vorteilhaft. Bei
den gewählten Fügewinkeln gleiten die schrägen Längsflanken über die abgerundeten
Blechkanten der die Öffnung berandenden Längskanten der C-Profilschiene.
[0012] In einer vorteihaften Variante der Erfindung weist der Querschnitt der Bohrung im
Fussteil im wesentlichen die Form eines Drei-Viertel-Kreises auf, und die Bohrung
ist an der dem Auflageteil abgewandten Seite des Fussteils von einem flexiblen Wandungsteil
berandet, das in die Bohrung gewölbt ist und nach aussen umstülpbar ist, wobei die
abgewandte Seite im Querschnitt eine im wesentlichen kreisbogenförmige Kontur aufweist.
Durch das ausstülpbare flexible Wandungsteil kann sich die Bohrung bei Bedarf an Gewindebolzen
unterschiedlicher Durchmesser anpassen. Falls es für eine stirnseitige schallentkoppelte
Anbindung erforderlich ist, einen Gewindebolzen von grösserem Durchmesser einzuschieben,
ist dies wegen der Flexibilität des Wandungsteils innerhalb vorbestimmter Durchmesser
leicht möglich.
[0013] In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ragen zwei in Längsrichtung verlaufende
Vorsprünge von der Wandung in die Bohrung, wobei die Bohrung zur Aufnahme von Bolzen
der Durchmesser M6 bis M10 ausgebildet ist. Bei Gewindebolzen mit kleinen Durchmessern
ist die Schallschutzeinlage an drei Anlagebereichen, die von den in Längsrichtung
verlaufenden Vorsprüngen und von dem in die Bohrung gewölbten flexiblen Wandungsteil
gebildet sind, gelagert. Bei den grössten möglichen Durchmessern werden die Vorsprünge
gegen die Bohrungswandung gepresst und wird das felxible Wandungsteil nach aussen
umgestülpt. Indem die Bohrung zur Aufnahme von Gewindebolzen der Durchmesser M6 bis
M10 ausgebildet ist, wird der üblicherweise für Anbindungen eingesetzte Durchmesserbereich
abgedeckt.
[0014] Als Material für die Schallschutzeinlage erweisen sich Elastomere als besonders geeignet.
Dabei können die Elastomere nach ihren speziellen schalldämmenden und elastischen
Eigenschaften ausgewählt werden. In einer Variante der Erfindung können das Auflageteil
und das Fussteil aus Elastomeren mit unterschiedlichen Eigenschaften bestehen. Beispielsweise
kann für das Auflageteil ein etwas härteres Material gewählt werden als für das Fussteil.
[0015] Um das Einrollen der Längsränder oder das Lösen der Schallschutzeinlage von der C-Profilschiene
noch weiter zu verunmöglichen erweist es sich als vorteilhaft, die Auflagefläche wenigstens
bereichsweise mit einer die Gleitfähigkeit des Bauteils unterstützenden Beschichtung
zu versehen. Diese Beschichtung ist mit Vorteil wenigstens auf den erhabenen Bereichen
der leistenförmigen Wülste auf dem Auflageteil vorgesehen. Sie kann aus einem härteren
Elastomer-Material bestehen oder ein Gleitlack oder dergleichen sein.
[0016] Im folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels, unter Bezugnahme
auf die Darstellungen, näher erläutert. Es zeigen in zum Teil schematischer Darstellung
und nicht massstabsgetreu:
- Fig. 1
- eine perspektivische Darstellung einer an einer C-Profilschiene montierten Schallschutzeinlage
des Stands der Technik;
- Fig. 2
- ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Schallschutzeinlage in perspektivischer
Darstellung;
- Fig. 3
- eine Stirnansicht der Schallschutzeinlage gemäss Fig. 2 vor der Montage in einer C-Profilschiene;
- Fig. 4
- eine Stirnansicht der in der C-Profilschiene montierten Schallschutzeinlage; und
- Fig. 5 und Fig. 6
- zwei Stirnansichten der Schallschutzeinlage gemäss Fig. 2 mit in der Längsbohrung
gehalterten Gewindebolzen unterschiedlicher Durchmesser.
[0017] Fig. 1 zeigt eine Schallschutzeinlage des Stands der Technik, die an einer C-Profilschiene
befestigt ist. Die Schallschutzeinlage ist gesamthaft mit dem Bezugszeichen 101 versehen,
die C-Profilschiene trägt gesamthaft das Bezugs- zeichen 115. Die Schallschutzeinlage
101 umfasst ein Auflageteil 102, das eine Unterseite 107 und herabgezogene Längsränder
103 aufweist. An seiner von der Profilschiene 115 abgewandten Auflagefläche ist das
Auflageteil 102 mit leistenartigen Wülsten 104, 106 ausgestattet, die parallel zueinander
in Längsrichtung des Auflageteils 102 verlaufen. Zwei der leistenartigen Wülste 104
sind an den Längsrändern des Auflageteils 102 angeordnet. Die andern beiden Wülste
106 befinden sich im von den randseitigen Wülsten 104 eingeschlossenen Bereich 105
des Auflageteils 102. Wie in Fig. 1 deutlich dargestellt ist, besitzen die leistenartigen
Wülste 104, 106 die gleiche Form und die gleiche Höhe. An das Auflageteil 102 ist
ein Fussteil 108 einstückig angeformt, dass an seinen beiden Längsflanken 109 je eine
Schulter 110 aufweist, die der Unterseite 107 des Auflageteils 102 gegenüberliegen.
Im montierten Zustand ist das Fussteil 108 der Schallschutzeinlage 101 innerhalb der
C-Profilschiene 115 angeordnet. Dabei hintergreifen die Schultern 110 die die Öffnung
118 der C-Profilschiene 115 berandenden Längskanten 117. Die herabgezogenen Längsränder
103 des Auflageteils 102 liegen an den Seitenwänden 116 der C-Profilschiene an. Das
Fussteil 108 ist mit einer in Längsrichtung verlaufenden, etwa kleeblattförmigen Bohrung
111 versehen, die zur Aufnahme eines Gewindebolzens vorgesehen ist.
[0018] Fig. 2 und Fig. 3 zeigen ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Schallschutzeinlage,
die gesamthaft mit dem Bezugszeichen 1 versehen ist. Sie umfasst ein Auflageteil 2
und ein einstückig angeformtes Fussteil 8. Das Auflageteil 2 weist herabgezogene Längsränder
3 auf. Seine Unterseite 7 ist dem Fussteil 8 zugewandt. Entlang der Längsränder 3
verlaufen an der dem Fussteil 8 abgewandten Seite des Auflageteils 2 zwei leistenartige
Wülste 4, die schräg zu den Längsrändern 3 abfallen. Im von den beiden Wülsten 4 eingeschlossenen
Mittenbereich 5 des Auflageteils 2 erheben sich zwei weitere leistenartige Wülste
6, die die beiden randnahen Wülste 4 überragen. Die beiden innen liegenden Wülste
6 sind von einem Materialsteg 61 getrennt dessen Höhe im wesentlichen der Höhe der
randnahen Wülste 4 entspricht. Insgesamt weist somit die mit den Wülsten 4, 6 ausgestattete
Auflagefläche des Auflageteils 2 eine konvex gekrümmte Hüllfläche H auf. Wie aus Fig.
3 ersichtlich, besitzt die Hüllfläche H eine Spur, die etwa die Form einer flachen
Ellipsenhälfte aufweist, wobei die Axialprojektion der Längsränder 3 die Hauptscheitel
der Ellipse darstellen.
[0019] Das Fussteil 8 besitzt schräg zueinander angeordnete Flanken 9, die der Unterseite
7 des Auflageteils 2 abgewandt sind. Der von den Flanken 9 eingeschlossene Flankenwinkel
ist mit a bezeichnet und ist kleiner als 60°. In den schräg verlaufenden Flanken 9
sind Schultern 10 vorgesehen, die der Unterseite 7 des Auflageteils 2 gegenüberliegen.
Zur Montage der Schallschutzeinlage 1 wird das Fussteil 8 durch die Öffnung 18 in
der Längsseite der C-Profilschiene 15 eingedrückt, bis es sich innerhalb der Schiene
15 befindet und die Schultern 10 die abgerundeten Längskanten 17 der C-Profilschiene
15, die die Öffnung 18 beranden, hintergreifen.
[0020] Wie aus Fig. 2 und Fig. 3 ersichtlich, weist das Fussteil 8 eine in Längsrichtung
verlaufende Bohrung 11 auf. Die Bohrung 11 ist an der dem Auflageteil 2 abgewandten
Seite von einem flexiblen Wandungsteil 12 berandet, das in die Bohrung 11 hinein gewölbt
ist. Von den dem Materialsteg 12 gegenüberliegenden Wandungen ragen in Längsrichtung
verlaufende Vorsprünge 13 in die Bohrung 11.
[0021] Fig. 4 zeigt eine an einer C-Profilschiene 15 montierte Schallschutzeinlage 1, die
von einem Bauteil 19 belastet wird. Die von dem Bauteil 19 ausgeübte Gewichtskraft
ist mit G bezeichnet. Durch die Gewichtskraft G wird der von den randnahen Wülsten
4 berandete Mittenbereich 5 in das Innere der C-Profilschiene 15 gedrückt. Es ist
unmittelbar ersichtlich, dass das Bauteil 19 von einem grossen Teil der Auflagefläche
der Schallschutzeinlage 1 unterstützt wird. Die Pfeile T deuten an, dass dabei das
Material der Schallschutzeinlage 1 gegen die die Öffnung der Schiene 15 berandenden
Längskanten 17 gepresst wird. Bei einer Querverschiebung des Bauteils 19, die durch
den Pfeil S angedeutet ist, wirkt der Anpressdruck des Materials gegen die Längskanten
17 der Schiene einem Ablösen der Schallschutzeinlage 1 entgegen.
[0022] Fig. 5 und Fig. 6 zeigen die erfindungsgemässe Schallschutzeinlage mit in der Bohrung
11 befindlichen Gewindebolzen 20 und 21. In Fig. 5 ist ein Gewindebolzen 20 mit kleinerem
Durchmesser, beispielsweise M6, in der Bohrung 11 gehalten. Der Gewindebolzen 20 wird
von den in Längsrichtung verlaufenden Vorsprüngen 13 und dem nach innen gewölbten
flexiblen Wandungsteil 12 gehalten. Fig. 6 zeigt die Verhältnisse mit einem Gewindebolzen
21, dessen Durchmesser dem grösstmöglichen, von der Bohrung 11 aufnehmbaren Durchmesser
entspricht. Die Vorsprünge 13 werden in die Wandung gepresst und das flexible Wandungsteil
12 wird nach aussen umgestülpt. Dadurch besitzt das Fussteil 8 eine etwa kreisbogenförmige
Aussenkontur. Das in Fig. 5 dargestellte Ausführungsbeispiel des Schallschutzgummis
1 weist darüber hinaus an der Auflagefläche des Auflageteils noch eine die Gleitfähigkeit
des Bauteils unterstützende Beschichtung 14 auf. Die Beschichtung kann an der gesamten
Auflagefläche vorgesehen sein. Sie kann aber auch, wie beispielsweise dargestellt,
nur an den erhabenen Bereichen der leistenförmigen Wülste angebracht sein.
1. Schallschutzeinlage für Montageschienen, insbesondere für C-Profilschienen (15) mit
im wesentlichen C-förmigem Querschnitt, umfassend ein Auflageteil (2), das eine Unterseite
(7) und herabgezogene Längsränder (3) aufweist und an seiner Auflagefläche im randnahen
Bereich mit leistenartigen Wülsten (4) ausgestattet ist, die parallel zueinander in
Längsrichtung des Auflageteils (2) verlaufen, und einem einstückig angeformten Fussteil
(8), das an seinen beiden Längsflanken (9) je eine Schulter (10) aufweist, die der
Unterseite (7) des Auflageteils (7) gegenüberliegen, wobei das Fussteil (8) im montierten
Zustand innerhalb der C-Profilschiene (15) angeordnet ist und mit einer in Längsrichtung
verlaufenden Bohrung (11) versehen ist, die Schultern (10) die die Öffnung (18) der
Schiene (15) berandenden Längsränder (17) hintergreifen und das Auflageteil (2) und
das Fussteil (8) aus einem elastischen Material bestehen, dadurch gekennzeichnet, dass eine Hüllfläche (H) an die Auflagefläche konvex gewölbt ist, wobei die leistenartigen
Wülste (4) an den Längsrändern (3) des Auflageteils (2) eine geringere Höhe aufweisen
als der von ihnen eingeschlossene Bereich (5).
2. Schallschutzeinlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflagefläche
zu beiden Seiten der im Randbereich verlaufenden leistenartigen Wülste (4) schräg
zu den herabgezogenen Längsrändern (3) abfällt.
3. Schallschutzeinlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Hüllfläche
im Querschnitt etwa die Form einer flachen Ellipsenhälfte aufweist, wobei die Axialprojektion
der Längsränder (3) die Hauptscheitel der Ellipse bilden.
4. Schallschutzeinlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass
zwischen den randnahen leistenartigen Wülsten (4) zwei weitere, parallel zu diesen
und zueinander verlaufende leistenartige Wülste (6) angeordnet sind, die durch einen
Materialsteg (61) voneinander getrennt sind, dessen Höhe im wesentlichen der Höhe
der leistenartigen Wülste (4) an den Längsrändern (3) entspricht.
5. Schallschutzeinlage nach Anspruch einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Längsflanken (9) des Fussteils (8) schräg zueinander verlaufen und von der
Unterseite (7) des Auflageteils (2) abgewandt sind.
6. Schallschutzeinlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsflanken
(9) des Fussteils (8) einen Fügewinkel (α) miteinander einschliessen, der kleiner
als 60° ist.
7. Schallschutzeinlage nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass der Querschnitt der Bohrung (11) im Fussteil (8) im wesentlichen die Form eines
Drei-Viertel-Kreises aufweist, wobei die Bohrung (11) an der dem Auflageteil (2) abgewandten
Seite des Fussteils (8) von einem flexiblen Wandungsteil (12) berandet ist, das in
die Bohrung (11) gewölbt ist und nach aussen umstülpbar ist, wobei die Aussenseite
(9, 12) des Fussteils (8) eine im wesentlichen kreisbogenförmige Kontur aufweist.
8. Schallschutzeinlage nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass zwei in Längsrichtung
verlaufende Vorsprünge (13) in die Bohrung (11) ragen, wobei die Bohrung (11) zur
Aufnahme von Bolzen der Durchmesser M6 bis M10 ausgebildet ist.
9. Schallschutzeinlage nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass sie aus einem Elastomer besteht.
10. Schallschutzeinlage nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Auflagefläche zumindest bereichsweise, insbesondere auf den erhabenen Bereiche
der leistenförmigen Wülste (4, 6), mit einer die Gleitfähigkeit eines aufliegenden
Bauteils unterstützenden Beschichtung (14) versehen ist.