[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft zunächst eine Steckbuchse und im weiteren Sinne
eine mit einer erfindungsmäßigen Steckbuchse versehene Kontaktfeder sowie einen mit
einer Kontaktfeder mit erfindungsmäßiger Steckbuchse versehenen elektrischen Steckverbinder.
[0002] Steckbuchsen als Elemente der Elektrotechnik sind beispielsweise bekannt aus
BROCKHAUS,
Naturwissenschaften und Technik
, Band A-EK, F.A. Brockhaus-Wiesbaden 1983, S. 183, ISBN 3-7653-0357-7.
[0003] Bei nachfolgend kurz als Buchsen bezeichneten Steckbuchsen besteht zunächst das Problem,
den nachfolgend als Kontaktstift bezeichneten Steckerstift in die Buchse einführen
zu müssen. Nach dem Einstecken des Kontaktstifts in die Buchse besteht das Problem,
daß der Kontaktstift einerseits gut und dauerhaft, also möglichst unverrückbar, in
der Buchse gehalten sein muß, die Haltekräfte jedoch so bemessen sein müssen, daß
der Kontaktstift jederzeit auch wieder aus der Buchse herausziehbar ist. Schließlich
muß die Buchse noch so beschaffen sein, daß der Kontakt zwischen Kontaktstift und
Buchse nicht durch ein mehrfaches Einführen und Entfernen des Kontaktstifts aus der
Buchse sich verschlechtern darf.
[0004] Aus der EP-A-0 701 299 ist eine zur Aufnahme von sowohl zylindrischen Kontaktstiften
als auch flachen Kontaktsteckern geeignete Steckbuchse bekannt. Bei dieser Steckbuchse
flankieren bei eingestecktem Kontaktstift bzw. Kontaktstecker zwei Kontaktflächen
den Kontaktstift bzw. Kontaktstecker. Soweit die bekannte Steckbuchse zur Aufnahme
zylindrischer Kontaktstifte dient, ist eine der Kontaktflächen als Führungsfläche
und die andere Kontaktfläche als Reibfläche ausgestaltet. Die Führungsfläche ist hierbei
mit Vorsprüngen zur formschlüssigen Führung des Kontaktstifts versehen, während die
Reibfläche den Kontaktstift reibschlüssig in der Buchse fixiert.
[0005] Bei dieser bekannten Steckbuchse ist nachteilig, daß sie die Einführung des Kontaktstifts
grundsätzlich in nur eine Steckrichtung ermöglicht. Diese Möglichkeit der Steckbarkeit
in nur eine Richtung, verringert die Gebrauchsflexibilität der bekannten Steckbuchsen
erheblich. Ist die Steckbuchse nämlich an einem prismatischen Teil vorgesehen, kann
es beispielsweise erwünscht sein, dieses Teil sowohl in vertikaler als auch in horizontaler
Anordnung einzubauen. Bei Verwendung der bekannten Steckbuchse müssen in diesem Fall
zwei separate Steckbuchsentypen vorgesehen sein, um beide Montageorientierungen zu
ermöglichen.
[0006] Ausgehend von den geschilderten Nachteilen liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
eine einfach aufgebaute, funktionssichere Steckbuchse mit verschiedenen Steckrichtungen
zu schaffen. Diese Aufgabe ist durch die Merkmalskombination des Anspruches 1 in vorteilhafter
und erfinderischer Weise gelöst.
[0007] Nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sind in der Buchse zwei Kontaktflächen vorgesehen,
welche den Kontaktstift zwischen sich aufnehmen. Eine der beiden Kontaktflächen ist
als Führungsfläche wirksam. Hierfür sind auf der Führungsfläche Vorsprünge vorgesehen,
welche mit dem Kontaktstift eine formschlüssige Führung ausbilden. Da der Kontaktstift
beim Einführen in die Buchse in der Führung geführt ist, ist ein leichtes Einstecken
bzw. Herausziehen des Kontaktstifts aus der Buchse gewährleistet.
[0008] Zur Fixierung des eingeschobenen Kontaktstifts in seiner Einschubstellung ist die
zweite Kontaktfläche als Reibfläche ausgebildet. Hierzu trägt sie ebenfalls Vorsprünge,
welche mit dem Kontaktstift jedoch einen Reibschluß ausbilden. Dieser Reibschluß ist
so gestaltet, daß die auf den Kontaktstift wirkenden Haltekräfte leicht durch die
Handkraft beim Einschieben des Kontaktstifts überwunden werden können. Ein Verkanten
des Kontaktstifts beim Einschieben ist durch die formschlüssige Führung auf der als
Führungsfläche wirksamen anderen Kontaktfläche wirksam verhindert.
[0009] Nach dem kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 bilden die Vorsprünge zusätzlich auf
jeder Kontaktfläche ein aus der Ebene der Kontaktfläche vorspringendes Relief. Beide
Reliefs sind identisch ausgebildet. Dies ist fertigungstechnisch günstig, weil beide
Reliefs prinzipiell mit ein- und demselben Werkzeug herstellbar sind. Dies senkt die
Werkzeugkosten.
[0010] Die vorzugsweise einander parallel gegenüberstehenden Kontaktflächen sind bezüglich
einer gedachten, beide Kontaktflächenebenen senkrecht durchdringenden Schwenkachse
gegeneinander verschwenkt. Der Verschwenkungswinkel ist hierbei echt größer als 0°
und echt kleiner als 180°. Die Mittellängsachsen der von den Relief-Vorsprüngen gebildeten
Führungen verlaufen also in unterschiedliche Richtungen. Durch diesen unterschiedlichen
Richtungsverlauf der Führungen auf den beiden Kontaktflächen ist auch jede dieser
Richtungen als Einsteckrichtung für den Stecker nutzbar. Es ist evident, daß je Einsteckrichtung
nur die Vorsprünge eines Reliefs einer Kontaktfläche als formschlüssige Führung mit
dem Kontaktstift zusammenwirken können mit der Folge, daß die jeweils andere Führung
inaktiv ist. Infolge der verschwenkten Stellung der Kontaktflächen gegeneinander bilden
die Vorsprünge des Reliefs der jeweils inaktiven Führung mit dem Kontaktstift einen
Reibschluß. Mit der Erfindung ist es folglich möglich, eine Buchse so zu gestalten,
daß mit einer Buchse zwei Steckrichtungen realisierbar sind, wobei jeweils eine Kontaktfläche
als Führungsfläche und die nicht als Führungsfläche wirksame Kontaktfläche als Reibfläche
wirksam sind. Die Reliefs auf den Kontaktflächen haben somit eine erfinderische Doppelfunktion.
[0011] Die rückbezogenen Ansprüche betreffen teilweise für sich selbst erfinderische und
teilweise zweckmäßige Weiterbildungen der im Anspruch 1 beanspruchten Erfindung.
[0012] Nach der Lehre des Anspruchs 2 sind die Reliefs und damit die beiden Kontaktflächen
um die gedachte Schwenkachse mit einem Versatz von 90° gegeneinander verschwenkt.
Die beiden mit der Buchse realisierbaren Steckrichtungen verlaufen exakt senkrecht
zueinander. Bezogen auf ein gedachtes, rechteckiges Buchsengehäuse bedeutet dies,
daß der Kontaktstift in der einen Steckrichtung von der Gehäuserückseite in Richtung
auf die Gehäusevorderseite bzw. von der Gehäusevorderseite in Richtung auf die Gehäuserückseite
eingeschoben werden kann, während er in der anderen Steckrichtung von der Gehäuseunterseite
in Richtung auf die Gehäuseoberseite bzw. von der Gehäuseoberseite in Richtung auf
die Gehäuseunterseite eingeschoben werden kann. Dies bedeutet, daß bei einer entsprechenden
Anzahl von Öffnungen das gedachte Gehäuse von jeder seiner Seiten her mittels eines
Kontaktstifts kontaktierbar ist.
[0013] Mittels der erfindungsmäßigen Buchse ist es also möglich, ein Standardgehäuse für
ein elektrisches Anschlußteil vorzukonfektionieren, welches in zahlreichen Relativstellungen
an einem entsprechenden, mit einem Kontaktstift versehenen elektrischen Bauteil angeschlossen
werden kann. Eine Vielzahl von Einbaustellungen des mit der erfindungsmäßigen Buchse
versehenen Teils gegenüber dem entsprechenden, mit dem Kontaktstift versehenen Teil
sind also auf konstruktiv sehr einfachem Weg realisierbar.
[0014] Anspruch 3 betrifft eine konstruktiv einfache und dadurch kostengünstig herstellbare
Geometrie des Reliefs. Das Relief ist hierbei als V- bzw. U-förmige Führungsnut ausgestaltet,
wobei die Stirnseiten der beiden Nutschenkel aus der Ebene der Kontaktfläche vorspringen
und so als Vorsprünge im Sinne der Erfindung wirksam sind. Das so gestaltete Relief
bewirkt, daß der in Mittellängsrichtung der Führungsnut eingeführte Kontaktstift mit
der Nut eine offene Bahnführung ausbildet, während die Stirnseiten der Nutschenkel
der inaktiven Nut auf der anderen Kontaktfläche nach Art zweier paralleler Bremsrippen
in Richtung auf den Kontaktstift vorstehen und so den Kontaktstift reibschlüssig halten.
Infolge der Reibung des Kontaktstifts an den Stirnseiten der Nutschenkel der inaktiven
Führungsnut wird der Kontaktstift beim Einstecken selbsttätig von Verschmutzungen
bzw. Korrosionsrückständen gereinigt, so daß stets ein guter elektrischer Kontakt
zwischen Kontaktstift und Buchse gewährleistet ist.
[0015] Besonders vorteilhaft ist die Verwendung von Blech als Buchsenmaterial nach Anspruch
4, in welches die vorzugsweise als Führungsnuten ausgebildeten Reliefs einfach als
Sicken eingeformt werden können. Außerdem können so beide Kontaktflächen federnd ausgebildet
werden zur Verbesserung sowohl des mechanischen als auch des elektrischen Kontakts
mit dem eingeschobenen Kontaktstift. Besonders kostengünstig herstellbar ist die Buchse
mit Hilfe eines Stanzbiegeverfahrens, wie es in Anspruch 5 angegeben ist. Hierbei
kann das gesamte für die Buchse erforderliche Material aus einer Blechtafel ausgestanzt
werden und anschließend durch entsprechendes Umformen in die gewünschte Geometrie
gebracht werden.
[0016] Zur Verbesserung der lösungsgemäßen Eigenschaften der Buchse ist es vorteilhaft,
als zusätzliche Führung eine in ihrer Querschnittsform an die Geometrie des Kontaktstifts
angepaßte Einführöffnung vorzusehen, wie in Anspruch 6 beansprucht. Der Kontaktstift
ist beim Einführen dann zunächst in der als Führungsauge wirksamen Einführöffnung
geführt. Die Einführöffnung ergänzt die vorbeschriebene offene Bahnführung zu einer
teilweise geschlossenen Bahnführung. Das Einführen des Kontaktstifts ist auf diese
Weise zusätzlich erleichtert. Insbesondere ist ein Verkanten des Kontaktstifts in
der Buchse und damit ein ungewünschtes Ausleiern der Buchse zusätzlich verhindert.
Außerdem ist die Schnittstelle zwischen Kontaktstift und Buchse mittels der Einführöffnung
zusätzlich abgesichert, was ungewollte Spannungsüberschläge oder Kriechströme zusätzlich
verhindert.
[0017] Die Ansprüche 7 und 8 betreffen stringente Weiterbildungen der in Anspruch 5 erwähnten
Stanzbiegetechnik. Hierbei sind die Einführöffnungen neben den Kontaktflächen in Blechlaschen
einfach eingestanzt. Im Fertigungsendzustand der Buchse ist der Bereich mit der eingestanzten
Einführöffnung dann einfach gegenüber der benachbarten Kontaktfläche rechtwinklig
abgebogen. Die Anordnung einer Einführöffnung neben der bezogen auf diese Einführöffnung
als Reibfläche wirksamen Kontaktfläche ist platzsparend, weil die Führungsnut sehr
nah an der Einführöffnung angebracht werden kann. Durch einfaches Biegen der einzelnen
Bereiche der Blechtafel können die Einführöffnungen und Führungsnuten in die gewünschte
Relativstellung zueinander umgeformt werden. Diese Herstellung ist einfach automatisierbar
und damit kostengünstig.
[0018] Anspruch 10 betrifft die synergistische Wirkung der vorbeschriebenen Einzelmerkmale.
Nach der Lehre des Anspruchs 10 weist die dort beanspruchte Ausführungsform der erfindungsmäßigen
Buchse zwei an die Außengeometrie des jeweiligen Kontaktstifts angepaßte Einführöffnungen
auf. Mit jeder Einführöffnung wirken jeweils eine Führungsfläche und eine gegenüberliegende
Reibfläche zusammen. Mit der dort beanspruchten Steckbuchse ist es also möglich, in
zwei rechtwinklig zueinander stehenden Einsteckrichtungen das mit der Buchse versehene
elektrische Bauteil zu kontaktieren.
[0019] Anspruch 11 betrifft eine weitere Ausführungsform der Steckbuchse mit einem oder
mehreren zusätzlichen, an mindestens eine Blechlasche angeformten Kontaktelementen.
Ein solches Kontaktelement kann beispielsweise ein Lötpin sein, zum Anschluß des mit
der Buchse versehenen Geräts an eine Leiterplatte oder ein anderes Gerät. Das zusätzliche
Kontaktelement dient dann gewissermaßen als Primäranschluß. Die noch verbliebenen,
ungenutzten erfindungsmäßigen Buchsen können als Sekundäranschlüsse beispielsweise
zur Parallelschaltung oder zur Brückung mehrerer mit den erfindungsmäßigen Buchsen
versehener Geräte dienen. Hierbei können die einzelnen Geräte unterschiedlich zueinander
orientiert sein, was infolge der Variabilität der erfindungsmäßigen Steckbuchse einfach
möglich ist.
[0020] Die Ansprüche 12 und 13 betreffen eine an sich aus der am 02. Oktober 1996 veröffentlichten
europäischen Patentanmeldung mit der Veröffentlichungsnummer EP-A-0 735 616 bekannte
Kontakffeder für einen elektrischen Steckverbinder. Diese am 01. April 1996 angemeldete
europäische Patentanmeldung mit der Anmeldenummer 96 105 169.5 geht auf die hiesige
Anmelderin zurück. Die in den Ansprüchen 12 und 13 beanspruchte Kontaktfeder gleicht
in ihrem Aufbau hinsichtlich ihres Anschlußendes der aus der europäischen Patentanmeldung
bekannten Kontaktfeder. Bei der Kontaktfeder nach Anspruch 12 ist im Gegensatz zur
genannten europäischen Patentanmeldung die hier beanspruchte Buchse als Buchsenkontakt
am Kontaktende zum direkten Steckanschluß wirksam. Nach Anspruch 13 dient das aus
Anspruch 11 bekannte zusätzliche Kontaktelement als Anschluß am Kontaktende der Kontaktfeder,
während die Steckbuchse bzw. die Steckbuchsen lediglich zur Aufnahme zusätzlicher
Kontaktstücke, beispielsweise eines zusätzlichen Brückungskontakts in Form eines Kontaktkamms,
dient.
[0021] Die Ansprüche 14 und 15 betreffen schließlich den gesamten, aus der vorerwähnten
europäischen Patentanmeldung an sich bekannten elektrischen Steckverbinder. Nach Anspruch
14 dient die erfindungsmäßige Steckbuchse der hiesigen Erfindung beim bekannten Steckverbinder
als Kontaktende, um den Steckverbinder mittels der in der europäischen Patentanmeldung
vorbeschriebenen direkten Stecktechnik auf einer Leiterplatte steckend fixieren zu
können.
[0022] Nach der Lehre des Anspruchs 15 dient wiederum das in Anspruch 11 beanspruchte zusätzliche
Kontaktelement als Lötpin zur Steckverbinderfixierung mittels direkter Stecktechnik
auf der Leiterplatte. Die erfindungsmäßige Steckbuchse dient bei dieser Ausführungsform
wiederum zur Aufnahme weiterer Kontaktstücke, beispielsweise einer Zinke eines Kontaktkamms.
Mit Hilfe eines Kontaktkamms lassen sich mehrere Steckverbinderkontakte miteinander
brücken. Diese Brückung ist beispielsweise erforderlich, um mehrere Schutzleiterkontakte
miteinander zu verbinden, weil eine elektrische Verbindung von Schutzleiterkontakten
über Leiterzüge einer Leiterplatte aus sicherheitstechnischen Gründen nicht möglich
bzw. durch entsprechende Normen untersagt ist. Auch ist es natürlich möglich, mehrere
Kontakte eines Steckverbinders mit Hilfe eines Kontaktkamms parallel zu schalten bzw.
in Serie zu schalten Auch ist es möglich durch das Vorhandensein zweier senkrecht
zueinander stehender Buchsenkontakte verschiedene Buchsen unabhängig voneinander zu
Drücken, also eine Mischbestückung durch unterschiedliche Brückungen vorzusehen.
[0023] Die miteinander fluchtenden Öffnungen in der Isoliergehäuseunterseite und der Isoliergehäuseoberseite
nach Anspruch 16 erlauben es, durch den Steckverbinder bzw. das Steckverbindergehäuse
einen langen, als Kontaktmast bezeichneten Kontaktstift hindurchzustecken. Auf diese
Weise ist es möglich, mehrere Steckverbinder übereinander nach Art eines Verteilers
anzuordnen oder mehrere mit Platinen bzw. Leiterplatten verbundene Steckverbinder
so zu verbinden, daß eine Mehrfachverbindung von Leiterplatten entsteht. Hierbei können
die Leiterplatten selbst auf den Kontaktmast aufgesteckt sein bzw. der Kontaktmast
durch auf den Leiterplatten fixierte Steckverbinder hindurchgesteckt sein.
[0024] Anspruch 17 betrifft schließlich die Verwendung des Steckverbinders auf einer Leiterplatte
als Schnittstelle zur Schaffung einer Mutter-Tochter-Platinenverbindung. Mit der Erfindung
ist es also möglich, mehrere Platinen miteinander zu verbinden. Schließlich ist es
bei vielen Ausführungsformen vorteilhaft, daß eine Einführöffnung für die Buchse nicht
benötigt ist, so daß ein Kontaktelement eines Prüfgerätes eingeführt werden kann,
so daß die an sich überflüssige Öffnung als Prüföffnung nutzbar ist.
[0025] Anhand der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele ist die Erfindung
näher beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine geschnittene Seitenansicht einer Kontaktfeder mit erfindungsmäßiger Steckbuchse
und gestrichelt gezeichnet zwei Möglichkeiten zur Einführung jeweils eines Kontaktstifts,
- Fig. 2
- den Schnitt II-II in Fig. 1,
- Fig. 3
- den Schnitt III-III in Fig. 1,
- Fig. 4
- eine Seitenansicht einer Kontaktfeder ohne zusätzliches Kontaktelement,
- Fig. 5
- eine Draufsicht auf die Rückseite der Kontaktfeder gemäß Pfeil V in Fig. 4,
- Fig. 6
- eine Seitenansicht einer Kontaktfeder mit einem nach unten abgebogenen zusätzlichen
Kontaktelement,
- Fig. 7
- eine Draufsicht auf die Rückseite der Kontaktfeder gemäß Pfeil VII in Fig. 6,
- Fig. 8
- eine Seitenansicht einer Kontaktfeder mit einem nach hinten abstehenden zusätzlichen
Kontaktelement,
- Fig. 9
- eine Ansicht auf die Unterseite der Kontaktfeder gemäß Pfeil IX in Fig. 8,
- Fig. 10
- eine Seitenansicht einer in ein Steckverbindergehäuse eingesetzten Kontaktfeder gemäß
Fig. 4,
- Fig. 11
- einen aus drei Steckverbindergehäusen gemäß Fig. 10 zusammengesetzten Verteiler,
- Fig. 12
- eine Seitenansicht einer in ein Steckverbindergehäuse eingesetzten Kontaktfeder gemäß
Fig. 6,
- Fig. 13
- eine Seitenansicht einer in ein Steckverbindergehäuse eingesetzten Kontaktfeder gemäß
Fig. 8,
- Fig. 14
- eine Schnittdarstellung eines Steckverbinders gemäß Fig. 11 mit einem senkrecht zum
zusätzlichen Kontaktelement verlaufenden Kontaktkamm zum Zwecke der Brückung,
- Fig. 15
- eine Schnittdarstellung eines Steckverbinders gemäß Fig. 12 mit einem parallel zum
zusätzlichen Kontaktelement verlaufenden Kontaktkamm zum Zwecke der Brückung,
- Fig. 16
- einen auf einer Mutterplatine angebrachten Steckverbinder gemäß Fig. 12 mit senkrecht
dazu angebrachter Tochterplatine,
- Fig. 17
- einen auf einer Tochterplatine angebrachten Steckverbinder gemäß Fig. 12 mit einer
senkrecht dazu angebrachten Mutterplatine,
- Fig. 18
- einen auf einer Mutterplatine angebrachten Steckverbinder gemäß Fig. 12 mit einer
parallel zur Mutterplatine angebrachten Tochterplatine,
- Fig. 19
- einen auf einer Tochterplatine angebrachten Steckverbinder gemäß Fig. 12 mit einer
senkrecht dazu angebrachten Mutterplatine mit einem zwischen Steckverbinder und Mutterplatine
wirksamen Kontaktwinkel,
- Fig. 20
- einen auf einer Mutterplatine angebrachten Steckverbinder gemäß Fig. 12 mit senkrecht
dazu angebrachter Tochterplatine und mit einem zwischen Tochterplatine und Steckverbinder
wirksamen Kontaktwinkel,
- Fig. 21
- einen auf einer Mutterplatine angebrachten Steckverbinder gemäß Fig. 12 mit parallel
dazu angebrachter Tochterplatine und mit einem Kontaktwinkel zwischen Tochterplatine
und Steckverbinder,
- Fig. 22
- eine aus drei Platinen bestehende Mehrfachverbindung mit zwei Steckverbindern gemäß
Fig. 12
- Fig. 23
- einen auf einer Mutterplatine angebrachten Steckverbinder gemäß Fig. 13 mit einer
senkrecht dazu verlaufenden, am Steckverbinder angeschlossenen Tochterplatine
- Fig. 24
- zwei Blech-Stanzzuschnitte der Kontaktfedern gemäß Fig. 6 bzw. Fig. 8 vor dem Biegen.
[0026] Die Funktionsweise der erfindungsmäßigen Steckbuchse ist erläutert anhand der aus
der oben erwähnten europäischen Patentanmeldung mit der Veröffentlichungsnummer 0
735 616 bekannten Kontaktfeder bzw. des aus der europäischen Patentanmeldung bekannten
Steckverbinders. Die Kontaktfeder 1 weist auch bei den hiesigen Ausführungsbeispielen
ein Anschlußende 2 und eine Kontaktende 3 auf. Im Bereich des Anschlußendes 2 ist
ein nicht dargestellter Leiter in Einführrichtung 4 in die Kontaktfeder 1 einführbar
und mit dieser kontaktierbar. Der nicht dargestellte Leiter ist bei dieser Ausführungsform
zwischen dem Federdach 5 und dem Anschlußende 2 der Kontaktfeder 1 gehalten. Schließlich
dient der zwischen dem Anschlußende 2 und dem Kontaktende 3 ausgebogene Fixierlappen
6 zur Fixierung der Kontaktfeder 1 in einem Steckverbindergehäuse. Hinsichtlich weiterer
konstruktiver Einzelheiten der Kontaktfeder 1 bzw. der Einbringung der Kontaktfeder
1 in ein Steckverbindergehäuse sei ausdrücklich auf den Inhalt der vorerwähnten europäischen
Patentanmeldung mit der Veröffentlichungsnummer 0 735 616 verwiesen. Die gesamte Offenbarung
der europäischen Patentanmeldung soll auch ausdrücklich für die hiesige Anmeldung
gelten. Es wird also auf die Offenbarung der europäischen Patentanmeldung ausdrücklich
Bezug genommen, soweit die Lehre der hiesigen Erfindung der dortigen Offenbarung nicht
ausdrücklich entgegensteht.
[0027] In Fig. 1 ist der Kontaktstift 7 jeweils strichpunktiert dargestellt. Dadurch soll
zum Ausdruck kommen, daß der Kontaktstift 7 sowohl durch eine auf der Unterseite 8
der Kontaktfeder 1 angeordnete Bodenöffnung 9 als auch durch eine an der Feder-Rückseite
10 angebrachte Rückenöffnung 11 in den Buchsenbereich 12 der Kontaktfeder 1 einführbar
ist.
[0028] Der in Fig. 2 nicht dargestellte Kontaktstift 7 ist von der Rückseite 10 her durch
die als Einführöffnung wirksame Rückenöffnung 11 in die Buchse einführbar. In den
Buchsenhohlraum 13 ragen hinein die Blechlaschen 14, 14'. In jede der Blechlaschen
14 ist eine im Querschnitt U-förmige Führungsnut 15 eingeformt. Die Stirnseiten 16
der Nutschenkel 17,17' dienen hierbei als Vorsprünge im Sinne der Erfindung. Der Kontaktstift
7 ist in der Führungsnut 15 von den Nutschenkeln 17,17' geführt. Bezogen auf eine
gedachte, zu beiden Blechlaschen senkrecht verlaufende Schwenkachse 18 sind die Blechlaschen
14,14' gegeneinander um 90° verschwenkt. Während die Führungsnut 15 der in Fig. 2
rechts abgebildeten Blechlasche 14 in waagrechter Einschubrichtung 19 verläuft, verläuft
die entsprechende Führungsnut 15 der in Fig. 2 links dargestellten Blechlasche in
senkrechter Einschubrichtung 20. Die Führungsnuten 15 der beiden Blechlaschen 14,14'
verlaufen folglich rechtwinklig zueinander. Die Stirnseiten 16 der Führungsnut 15
der in Fig. 2 links dargestellten Blechlasche 14 verlaufen folglich rechtwinklig zur
Mittellängsachse 21 des in Fig. 2 in waagrechter Einschubrichtung 19 eingeschobenen
Kontaktstifts 7 und sind somit als Bremsrippen wirksam. Die Stirnseiten 16 der Führungsnut
15 der in Fig. 2 links dargestellten Blechlasche 14' bilden zusammen mit dem Kontaktstift
7 einen Reibschluß aus zur Steckfixierung des Kontaktstifts 7 im Buchsenhohlraum 13.
[0029] Entsprechend sind die Funktionen der Blechlaschen 14,14' in der Darstellung der Fig.
3 gegenüber der Darstellung in Fig. 2 vertauscht. In der Darstellung der Fig. 3 entspricht
die im oberen Bereich der Figur abgebildete Blechlasche 14' der in Fig. 2 links abgebildeten
Blechlasche 14'. Entsprechend ist die im unteren Teil der Fig. 3 abgebildete Blechlasche
14 identisch mit der im rechten Teil der Fig. 2 abgebildeten Blechlasche 14. Da in
Fig. 3 der dort abgebildete Kontaktstift 7 in senkrechter Einschubrichtung 20 in den
Buchsenhohlraum 13 eingeschoben ist, also die Mittellängsachse 21 des Kontaktstifts
7 dort in senkrechter Einschubrichtung 20 verläuft, ist bei dieser Ausführungsform
die in die im oberen Teil der Figur abgebildete Blechlasche 14' eingeformte Führungsnut
15 mit ihren Nutschenkeln 17,17' als Führungsnut 15 wirksam, während die Stirnseiten
16 der gegenüberliegenden, an der im unteren Bereich der Fig. 3 dargestellten Blechlasche
14 als Bremsrippen zur Ausbildung eines Formschlusses mit dem Kontaktstift 7 dienen.
[0030] Jede der Führungsnuten 15 hat also eine Doppelfunktion. Verlaufen die Mittellängsachse
21 des Kontaktstifts 7 und die Führungsnut 15 in derselben Einschubrichtung, bilden
der Zylindermantel des Kontaktstifts 7 und die Führungsnut 15 eine formschlüssige
offene Bahnführung miteinander aus. Entsprechend verlaufen die Mittellängsachse 21
des Kontaktstifts 7 und die andere Führungsnut 15 senkrecht zueinander, was dazu führt,
daß die Stirnseiten 16 der Nutschenke 17,17' der senkrecht zur Mittellängsachse 21
des Kontaktstifts 7 verlaufenden Führungsnut 15 als Bremsrippen wirksam sind. In diesem
Fall bilden die Führungsnut 15 und der Zylindermantel des Kontaktstifts 7 einen Reibschluß
zur Halterung des Kontaktstifts 7 in seiner Einschubstellung im Buchsenhohlraum 13
aus. Die Führungsnuten 15 und insbesondere die Stirnseiten 16 ihrer Nutschenkel 17,17'
haben nach der Erfindung folglich eine Doppelfunktion.
[0031] Aus den Fig. 4 und Fig. 5 ist erkennbar, daß von der Blechlasche 14' ein Teilbereich
rechtwinklig ausgebogen ist zur Bildung einer Rückseite 10. In die Rückseite 10 ist
die Rückenöffnung 11 eingeformt. Da die Kontaktfeder 1 aus Blech besteht, ist die
Rückenöffnung 11 einfach in das Blechteil eingestanzt und hinterher gegenüber der
Blechlasche 14 um 90° abgebogen. In Fig. 4 ist weiterhin erkennbar die in waagrechter
Einschubrichtung 19 verlaufende Führungsnut 15.
[0032] Die in den Fig. 6 und 7 dargestellte Kontaktfeder 1' ist hinsichtlich ihres Anschlußendes
2 und des Buchsenhohlraums 13 identisch mit der vorbeschriebenen Kontaktfeder 1 gemäß
Fig. 4 aufgebaut. Sie unterscheidet sich lediglich dadurch, daß an die Unterseite
8 als zusätzliches Kontaktelement der rechtwinklig aus der Unterseite 8 nach unten
weisende Lötpin 22 angeformt ist. Der Lötpin 22 weist also in die senkrechte Einschubrichtung
20. Fig. 6 und 7 betreffen also eine Bauform der Kontaktfeder 1', welche besonders
dafür geeignet ist, mit ihrer Unterseite 8 auf ein anzuschließendes Teil aufgesetzt
zu werden.
[0033] Besteht das Bedürfnis, die Kontaktfeder 1' auf ihrer Rückseite 10 mittels eines Lötpins
22 auf ein weiteres Teil kontaktierend aufzusetzen, eignet sich hierfür die in den
Fig. 8 und 9 dargestellte Ausführungsform der Kontaktfeder 1''. Bei der Kontaktfeder
1'' weist der Lötpin 22' in waagrechter Einschubrichtung 19 parallel zur Unterseite
8 verlaufend aus der Rückseite 10 heraus.
[0034] Fig. 10 zeigt schließlich die in ein Isoliergehäuse 23 eingebaute Ausführungsform
der Kontaktfeder 1 gemäß Fig. 4. Die Kontaktfeder 1 ist mit Hilfe des Fixierlappens
6 im Isoliergehäuse 23 ortsfest fixiert. Das Isoliergehäuse 23 weist ein Leiterauge
24 auf, durch welches ein in den Zeichnungen nicht dargestellter Leiter in das Isoliergehäuse
23 eingeschoben werden kann zur Kontaktierung mit dem Anschlußende 2 der Kontaktfeder
1. Zur Kontaktierung des Steckverbinders kann der Steckverbinder mit Hilfe der Isoliergehäuseunterseite
25 auf eine ebenfalls in Fig. 10 nicht dargestellte Leiterplatte aufgesetzt werden.
In die Isoliergehäuseunterseite 25 kann dann ein in senkrechter Einschubrichtung 20
weisender Kontaktstift 7 durch die Gehäusebodenöffnung 26 in den Buchsenhohlraum 13
eingeschoben werden. Analog dazu kann durch die in der Gehäuserückseite 27 vorgesehene
Gehäuserückenöffnung 28 ein Kontaktstift 7 in waagrechter Einschubrichtung 19 in den
Buchsenhohlraum 13 eingeschoben werden. Ebensogut ist es jedoch auch möglich, im Isoliergehäuse
23 des Steckverbinders lediglich entweder eine Gehäusebodenöffnung 26 oder eine Gehäuserückenöffnung
28 vorzusehen. Damit ist die Einschubrichtung 19,20 für den Kontaktstift 7 von vornherein
fest definiert. Auf diese Weise kann nach Art einer Kodierung verhindert werden, daß
das Isoliergehäuse 23 des Steckverbinders in einer falschen Orientierung, beispielsweise
auf eine Leiterplatte aufgesetzt wird. Vorteilhaft ist hierbei, daß dieselbe Ausführungsform
der Kontaktfeder 1 sowohl für die waagrechte Einschubrichtung 19 als auch für die
senkrechte Einschubrichtung 20 verwendet werden kann. Ist nämlich die Gehäusebodenöffnung
26 bzw. die Gehäuserückenöffnung 28 veschlossen, ist auch die entsprechend zugeordnete
Bodenöffnung 9 bzw. Rückenöffnung 11 der Kontaktfeder 1 deaktiviert. Schließlich ist
es auch möglich, auf der Gehäuseoberseite 29 eine Gehäusedeckelöffnung 30 zum Einschieben
eines Kontaktstifts 7 von der Gehäuseoberseite 29 her in senkrechter Einschubrichtung
20 vorzusehen.
[0035] Fig. 11 zeigt einen aus drei in senkrechter Einschubrichtung 20 übereinander angeordneten
Isoliergehäusen 23 bestehenden Verteiler 31. Zur Anordnung übereinander steht jeweils
aus der Isoliergehäuseunterseite 25 eines jeden Isoliergehäuses 23 ein Standfuß 32
hinaus. Bei der Anordnung der Isoliergehäuse 23 übereinander steht jeweils auf der
Gehäuseoberseite 29 des darunter angeordneten Isoliergehäuses 23 der Standfuß 32 des
jeweils darüber angeordneten Isoliergehäuses 23 auf. Zur Kontaktierung und Lagefixierung
im Buchsenbereich durchsetzt der Kontaktmast 33 sämtliche übereinander angeordneten
Isoliergehäuse 23 bzw. die Buchsenhohlräume 13 der in den Isoliergehäusen 23 einliegenden
Kontaktfedern 1. Der Kontaktmast 33 ersetzt folglich die Kontaktstifte 7 bei den Ausführungsformen
gemäß Fig. 1 bis Fig. 10. Der Kontaktmast 33 ist vorzugsweise einstückig ausgestaltet
und durchsetzt eben mehrere Steckverbinder. Auf diese Weise ist das potential des
untersten bzw. obersten Steckverbinders vervielfacht. Anstelle nur eines Leiterauges
24 stehen beim Ausführungsbeispiel drei Leiteraugen 24 desselben Potentials zur Verfügung.
Der Kontaktmast 33 durchsetzt hierbei jedes Isoliergehäuse 23 sowohl in seiner Gehäusebodenöffnung
26 als auch in seiner Gehäusedeckelöffnung 30 in senkrechter Einschubrichtung 20.
[0036] Fig. 12 zeigt wiederum ein Isoliergehäuse 23 mit einer mit einem in senkrechter Einschubrichtung
20 weisenden Lötpin 22 versehenen Kontaktfeder 1'. Mit Hilfe des Lötpins 22 ist das
Isoliergehäuse 23 mit seiner Isoliergehäuseunterseite 25 auf ein Bauteil, beispielsweise
eine Leiterplatte aufsetzbar. Ist ein Aufsetzen des Isoliergehäuses 23 mit der Gehäuserückseite
27 erwünscht, ist dies mit dem in Fig. 12 dargestellten Steckverbinder möglich. Bei
dem in Fig. 12 dargestellten Steckverbinder ist in das Isoliergehäuse 23 diejenige
Ausführungsform der Kontaktfeder 1'' integriert, bei welcher der Lötpin 22' in waagrecher
Einschubrichtung 19 aus der Gehäuserückseite 27 hinaussteht.
[0037] In Fig. 14 ist die in Fig. 12 dargestellte Ausführungsform des Steckverbinders nochmals
dargestellt. Sie zeigt zusätzlich zu den in Fig. 12 dargestellten Einzelheiten den
durch die Gehäuserückenöffnung 28 von der Gehäuserückseite 27 her in den Buchsenhohlraum
13 eingebrachten Kontaktkamm 34. Der Kontaktkamm 34 dient zur Brückung mehrerer von
Kontaktfedern 1' gebildeten Kontakten im Steckverbinder. Da der Leiterplattensteckverbinder
gemäß Fig. 14 mit der Isoliergehäuseunterseite 25 im Montageendzustand auf einer in
Fig. 14 nicht dargestellten Leiterplatte aufsitzt, mit welcher der Steckverbinder
mittels des in senkrechter Einschubrichtung 20 weisenden Lötpins 22 verbunden ist,
ist der Kontaktkamm 34 auch bei auf die Leiterplatte aufgesetztem Steckverbinder frei
montierbar und demontierbar. Ist im Gegensatz dazu erwünscht, die Demontierbarkeit
des Kontaktkamms 34 bei montiertem Steckverbinder aufzuheben, wird der Kontaktkamm
34 einfach von der Gehäuseseite 25,27,29 her in den Buchsenhohlraum 13 eingebracht,
mit welchem der Steckverbinder auf der Leiterplatte aufsitzt. Dies zeigt Fig. 15.
Dort ist nämlich das Isoliergehäuse 23 des Steckverbinders mittels des in waagrecher
Einschubrichtung 19 weisenden Lötpins 22' mit der Leiterplatte verbunden. Der Steckverbinder
liegt also mit seiner Gehäuserückseite 27 auf der nicht dargestellten Leiterplatte
auf. Da der Kontaktkamm 34 wiederum durch die Gehäuserückenöffnung 28 in den Buchsenhohlraum
13 eingebracht ist, ist der Kontaktkamm 34 gewissermaßen durch die an die Gehäuserückseite
27 angrenzende Leiterplatte verschlossen.
[0038] Mittels des Kontaktkamms 34 ist es möglich, sämtliche Buchsenkontakte eines Steckverbinders
entweder von der Gehäuserückenöffnung 28 oder von der Gehäusebodenöffnung 26 oder
auch von der Gehäusedeckelöffnung 30 her miteinander zu brücken. Selbstverständlich
ist es auch möglich, mehrere, ausgewählte Buchsenkontakte miteinander zu brücken.
Auch ist eine sogenannte Mischbestückung bei der Brückung möglich, bei welcher nämlich
ausgewählte Kontakte mit einer ersten Brückung von der Gehäuserückenöffnung 28 her
gebrückt sind und andere Kontakte wiederum mit einer zweiten Brückung von der Gehäusedeckelöffnung
30 bzw. der Gehäusebodenöffnung 26 her gebrückt sind. Selbstverständlich ist es ebenso
möglich, sowohl gebrückte als auch ungebrückte Kontakte in einem Steckverbinder zusammenzufassen.
[0039] Ein weiteres breites Anwendungsfeld der Erfindung zeigen die Fig. 16 bis 23, nämlich
die Verbindung mehrerer Platinen bzw. Leiterplatten miteinander. Fig. 16 zeigt eine
typische

Mutter-Tochter-Platinenverbindung

. In Fig. 16 erstreckt sich in waagrechter Einschubrichtung 19 eine erste Leiterplatte,
nämlich die Mutterplatine 35. Auf der Mutterplatine 35 steht mit seinem Standfuß 32
das Isoliergehäuse 23 des Steckverbinders. Der Steckverbinder entspricht in seinem
Aufbau dem in Fig. 12 dargestellten Steckverbinder. Der Lötpin 22 weist also in die
senkrechte Einschubrichtung 20. Der Lötpin 22 ist in die Leiterplattenbohrung 36 eingesteckt
und mit ihr verlötet. Der Lötpin 22 bildet also den kontaktmäßigen Anschluß des Steckverbinders
an die Mutterplatine 35. Zur kontaktmäßigen Verbindung der Mutterplatine 35 mit der
zweiten Leiterplatte, der Tochterplatine 37 dient beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig.
16 die Gehäuserückenöffnung 28. Beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 16 steht die Tochterplatine
37 senkrecht auf der Mutterplatine 35. Die Tochterplatine 37 erstreckt sich also in
senkrechter Einschubrichtung 20. Die Tochterplatine 37 ist ihrerseits von einer Einstecköffnung
38 durchbrochen. In die Einstecköffnung 38 eingesteckt und - wenn gewünscht - mit
ihr verlötet ist der Kontaktstift 7. Der Kontaktstift 7 greift zur mechanischen und
elektrischen Kopplung der Tochterplatine 37 durch die Gehäuserückenöffnung 28 in den
Buchsenbereich 12 der Kontaktfeder 1' ein. Die Verbindung zwischen Kontaktstift 7
und der Buchse erfolgt wie im Zusammenhang mit den Fig. 1 bis Fig. 10 beschrieben.
Zwischen der Tochterplatine 37 und der Gehäuserückseite 27 liegt noch der zur Stabilisierung
der Steckverbindung dienende Distanzring 39 ein. Am Beispiel der Fig. 16 ist auch
gut erkennbar, daß die jeweils nicht vom Kontaktstift 7 bzw. Kontaktmast 33 versperrte
Gehäuseöffnung 26,28,30 - im Falle der Fig. 16 die Gehäusedeckelöffnung 30 - als Prüföffnung
genutzt werden kann. Durch die Gehäusedeckelöffnung 30 kann einfach ein Kontaktelement
eines Prüfgerätes zu Prüfzwecken eingeführt werden.
[0040] Das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 17 zeigt gewissermaßen die kinematische Umkehrung
der Mutter-Tochter-Platinenverbindung gemäß Fig. 16. Beim Ausführungsbeispiel gemäß
Fig. 17 erstrecken sich wiederum die Tochterplatine 37 in senkrechter Einschubrichtung
20 und rechtwinklig dazu die Mutterplatine 35 in waagrechter Einschubrichtung 19.
Bei dieser Ausführungsform ist jedoch das Isoliergehäuse 23 mit seinem Standfuß 32
auf die Tochterplatine 37 aufgestellt. Der Lötpin 22 durchgreift eine Leiterplattenbohrung
36' in der Tochterplatine 37. Der Steckverbinder dient beim Ausführungsbeispiel gemäß
Fig. 17 also als Tochterplatinensteckverbinder. Folglich ist der Kontaktstift 7 in
einer Einstecköffnung 38' in der Mutterplatine fixiert. Entsprechend durchgreift der
mit einem Distanzring 39 versehene Kontaktstift 7 die Gehäuserückenöffnung 28 des
dann senkrecht stehenden Steckverbinders. Bei der Mutter-Tochter-Platinenverbindung
kann also der Steckverbinder sowohl auf der Mutterplatine 35 als auch auf der Tochterplatine
37 angeordnet sein, ohne daß dies die Funktionalität des Steckverbinders einschränkt.
Wiederum ist die Gehäusedeckelöffnung 30 beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 17 nutzbar
für Prüfzwecke.
[0041] Die Fig. 18 bis 21 zeigen wiederum eine Kontaktfeder gemäß Fig. 6 bzw. den Steckverbinder
gemäß Fig. 12, jedoch mit unterschiedlicher Belegung der Öffnungen 26,28,30 der Buchse
einerseits und unterschiedlichen Orientierungen der Mutterplatine 35 und der Tochterplatine
37 zueinander andererseits. Fig. 18 zeigt eine parallele Mutter-Tochter-Platinenverbindung.
Die in der Zeichnung unten angeordnete Mutterplatine 35 verläuft ebenso wie die in
der Zeichnung darüber angeordnete Tochterplatine 37 bei zwischengeschaltetem Steckverbinder
in waagrechter Einschubrichtung 19. Im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 18 trägt die
Mutterplatine 35 den Steckverbinder. Der Steckverbinder steht also mit seinem Standfuß
32 auf der Mutterplatine 35 und ist mit seinem Lötpin 22 in der die Mutterplatine
35 durchsetzenden Leiterplattenbohrung 36 verlötet. Die Tochterplatine 37 ist ihrerseits
wiederum in der Einstecköffnung 38 durchgriffen vom Kontaktstift 7. Die Tochterplatine
37 ruht unter Zwischenschaltung des Distanzringes 39 auf der Gehäuseoberseite 29 des
Isoliergehäuses 23. Der Kontaktstift 7 greift durch die Gehäusedeckelöffnung 30 dabei
in die Buchse ein. Beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 18 ist die Gehäuserückenöffnung
28 folglich freigelassen. Ebenso gut wäre es natürlich möglich, den Steckverbinder
auf der Tochterplatine 37 vorzusehen und die Mutterplatine 35 entsprechend mit dem
Kontaktstift 7 durch die Gehäusedeckelöffnung 30 mit dem Steckverbinder zu verbinden.
In der Darstellung der Fig. 18 müßte hierfür nur das Isoliergehäuse 23 des Steckverbinders
gedreht werden.
[0042] Fig. 19 zeigt eine Anordnung von Mutter- und Tochterplatine gemäß Fig. 17. Hierbei
erfolgt jedoch die Kontaktierung mittels eines winkelförmigen Kontaktstiftes, nämlich
mittels des Kontaktwinkels 40. Der Kontaktwinkel 40 greift hierbei wieder in eine
Einstecköffnung 38' in der Mutterplatine 35 ein, während der Steckverbinder mit seinem
Standfuß 32 auf der Tochterplatine 37 aufsteht und mittels des Lötpins 22 die Tochterplatine
37 in ihrer Leiterplattenbohrung 36' durchgreift. Im Unterschied zum Ausführungsbeispiel
gemäß Fig. 17 ist beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 19 die Gehäuserückenöffnung
28 außer Funktion und zugleich von der Mutterplatine 35 völlig verschlossen. Die Gehäusebodenöffnung
26 ist entsprechend von der Tochterplatine 37 verschlossen. In die Gehäusedeckelöffnung
30 ist ein Schenkel des Kontaktwinkels 40 unter Zwischenlage eines Distanzringes 39
eingeschoben zur Kontaktierung der Mutterplatine 35 mit der Tochterplatine 37.
[0043] Weitere Ausführungsbeispiele mit einem Kontaktwinkel 40 zeigen die Fig. 20 und 21.
In Fig. 20 verlaufen die Mutterplatine 35 in waagrechter Einschubrichtung 19 und senkrecht
dazu die Tochterplatine 37 in senkrechter Einschubrichtung 20. Der Steckverbinder
ist im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 20 mit der Mutterplatine 35 verbunden. Der Kontaktwinkel
40 ist durch die Gehäusedeckelöffnung 30 in den Buchsenbereich 12 eingeführt, so daß
die Gehäuserückenöffnung 28 freigelassen ist, beispielsweise zu Prüfzwecken. Die Tochterplatine
37 ist am Kontaktwinkel 40 zusätzlich fixiert mittels eines Fixierrings 41.
[0044] Fig. 21 zeigt wiederum die Mutterplatinen-Steckverbinderkombination gemäß Fig. 20,
jedoch mit parallel zur Mutterplatine 35 verlaufender Tochterplatine 37. Beide Platinen
verlaufen hierbei in waagrechter Einschubrichtung 19. Die Kopplung erfolgt durch die
Gehäuserückenöffnung 28 mittels des Kontaktwinkels 40, so daß die Gehäusedeckelöffnung
30 freigelassen ist. Wiederum ist die Tochterplatine 37 mittels eines Fixierrings
41 auf den Kontaktwinkel 40 befestigt. Zur zusätzlichen Stabilisierung der Verbindung
ist ein zweiter Fixierring 41' im Bereich der Gehäuserückenöffnung 28 angeordnet.
[0045] Mittels der Erfindung lassen sich also alle erdenkbaren Mutter-Tochter-Platinenverbindungen
realisieren, wobei die Platinen 35,37 jeweils vertikal bzw. jeweils horizontal oder
auch rechtwinklig zueinander verlaufen können. Es sind auch Mischformen der vorgenannten
Ausführungsbeispiele denkbar.
[0046] Eine weitere Ausführungsform zeigt Fig. 22. Hierbei wird dasselbe Prinzip angewandt
wie beim Verbinder gemäß Fig. 11. Auch beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 22 durchsetzt
ein Kontaktmast 33 mehrere Isoliergehäuse 23 von Steckverbindern. Im Unterschied zum
Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 11 handelt es sich jedoch um eine Mehrfachverbindung
von Platinen 42. Im Ausführungsbeispiel der Fig. 22 sind die untere und die mittlere
Platine 42 jeweils nach Art einer Mutterplatine ausgebildet. Sie tragen hierfür analog
den Ausführungsbeispielen in Fig. 16,18,20 und 21 jeweils ein Isoliergehäuse 23. Das
Isoliergehäuse 23 steht dabei mit seinem Standfuß 32 auf der Platine 42 auf. Die Verbindung
zwischen Steckverbinder und Platine 42 erfolgt wiederum durch verlöten eines Lötpins
22 in einer Leiterplattenbohrung 36. Die Gehäuserücköffnungen 28 sind jeweils freigelassen.
Der Kontaktmast 33 durchsetzt die Isoliergehäuse 23 jeweils in ihren Gehäusebodenöffnungen
26 bzw. Gehäusedeckelöffnungen 30. Die jeweils aufgesattelte Platine 42 ruht auf einem
Distanzring 39 zwischen Leiterplatte 42 und Gehäuseoberseite 29. Im Ausführungsbeispiel
weiter erkennbar ist die abgewandelte Platine 42'. Die Platine 42' weist lediglich
eine Einstecköffnung 38 auf. Die Einstecköffnung der Platine 42' ist einfach auf den
Kontaktmast 33 aufgesteckt. Hier erfolgt also eine direkte Steckverbindung zwischen
Kontaktmast 33 und der Platine 42', während bei den beiden unteren Platinen 42 ein
indirektes Stecken bzw. Kontaktieren erfolgt mittels der im jeweiligen Isoliergehäuse
23 angeordneten Buchse.
[0047] Fig. 23 zeigt exemplarisch das gleiche Ausführungsbeispiel wie Fig. 16. Allerdings
ist im Gegensatz zum Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 16 im Ausführungsbeispiel gemäß
Fig. 23 eine Kontaktfeder gemäß Fig. 8 bzw. ein Steckverbinder gemäß Fig. 15 verwendet.
Im Gegensatz zu den in den Fig. 16 bis 22 gezeigten Ausführungsbeispielen erstreckt
sich der Lötpin 22' bei diesem Ausführungsbeispiel parallel zur Gehäuseoberseite 29
bzw. zur Gehäuseunterseite 25. Der Lötpin 22' ist in der Leiterplattenbohrung 36 der
sich in waagrechter Einschubrichtung 19 erstreckende Mutterplatine 35 verlötet. Der
sich im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 23 in waagrechter Einschubrichtung 19 erstreckende
Kontaktstift 7 durchgreift die Tochterplatine 37 in der Einstecköffnung 38 und ist
durch die Gehäusedeckelöffnung 30 unter Zwischenlage des Distanzringes 39 in die Buchse
im Isoliergehäuse 23 eingeführt. Die Gehäuserückenöffnung 28 ist bei dieser Ausführungsform
von der Mutterplatine 35 verschlossen. Als Prüföffnung wirksam ist bei diesem Ausführungsbeispiel
die Gehäusebodenöffnung 26.
[0048] Es ist evident, daß mit der im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 23 verwendeten Kontaktfeder
gemäß Fig. 8 bzw. dem entsprechenden Steckverbinder gemäß Fig. 13 mutatis mutandis
die gleichen Mutter-Tochter-Platinenverbindungen realisierbar sind, wie in den Fig.
16,17,18,19,20,21 und 22. Hier müssen nur jeweils der Kontaktstift bzw. der Kontaktwinkel
und der Lötpin 22 in ihrer Orientierung geändert oder ausgetauscht werden. Betrachtet
man beispielsweise das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 16, dann wäre der Lötpin 22'
mit der Tochterplatine 37 zu verbinden und der Kontaktstift 7 entsprechend mit der
Mutterplatine 35 zu koppeln. Es lassen sich so also auch die Einzelmerkmale der beschriebenen
Ausführungsbeispiele der Erfindung untereinander kombinieren.
[0049] Fig. 24 zeigt schließlich die Abwicklung des Blechstanzteils zur Fertigung der Kontaktfeder
1',1''. Aus der Blechtafel 52 ist das Stanzmuster 53 für die Kontaktfeder 1', 1''
ausgestanzt. Die einzelnen Stanzmuster 53 sind hierbei an den Streifen 54 angeformt.
Die Streifen 54 werden zur Fertigung in Fertigungsrichtung 55 bewegt. Zur Bewegung
der Streifen 54 in Fertigungsrichtung 55 sind Förderlöcher 56 vorgesehen, in welche
Dornen eines Förderers zur Bewegung der Streifen 54 in Fertigungsrichtung 55 eingreifen
können.
[0050] Die Stanzmuster 53 weisen auf die später abzubiegenden Anschlußenden 2 der Kontaktfedern
1',1'' sowie den gegebenenfalls abzubiegenden Lötpin 22,22'. Des Weiteren ist erkennbar
die Blechlasche 14 mit der in sie eingesickten Führungsnut 15 und der die spätere
Bodenöffnung 9 bildenden Einführöffnung. Zur Herstellung der Kontaktfeder 1',1'' wird
die Blechlasche 14 einfach um die Biegekante 57 aus der Zeichnungsebene der Fig. 15
nach oben geklappt.
[0051] Des weiteren erkennbar ist die weitere Blechlasche 14' mit der ihr zugeordneten Führungsnut
15 und der die spätere Rückenöffnung 11 bildenden Einführöffnung. Zur Herstellung
der Kontaktfeder 1',1'' wird die Blechlasche 14' um die Längsbiegekante 58 aus der
Zeichnungsebene der Fig. 15 nach oben herausgebogen. Zusätzlich wird der die spätere
Rückenöffnung 11 aufweisende Bereich der Blechlasche 14' noch um die Querbiegekante
59 aus der Zeichnungsebene der Fig. 15 nach oben geklappt. Infolge der Verformung
der Blechlasche 14' um die Längsbiegekante 58 und der zusätzlichen Verformung des
Bereichs mit der späteren Rückenöffnung 11 und die Querbiegekante 59 steht die Rückenöffnung
11 später mit ihrer Öffnungsebene senkrecht sowohl zu der der Blechlasche 14' zugeordneten
Führungsnut 15 als auch zur Ebene der Bodenöffnung 9.
[0052] Schließlich wird das Federdach 5 noch um die Federdachbiegekante 60 aus der Zeichnungsebene
der Fig. 15 herausgebogen. Infolge der Biegung um 90° entlang der Längsbiegekante
58 verläuft die Ebene des Federdachs 5 im Fertigungsendzustand der Konaktfeder 1',
1'' parallel zur Unterseite 8.
[0053] Der Lötpin 22,22' wird entweder in seiner Orientierung so belassen wie im Stanzmuster
53. Soll der Lötpin jedoch aus der Unterseite 8 senkrecht nach unten weisen, wird
der Lötpin 22' um die Lötpinbiegekante 61 nach unten, also in die Zeichnungsebene
der Fig. 15 hinein von der Unterseite 8 weggebogen. Zur Fertigung einer Kontaktfeder
1 ohne zusätzliches Kontaktelement wird der Lötpin 22,22' einfach weggeschnitten bzw.
weggestanzt. Vor dem Biegeumformen wird das Stanzmuster 53 entlang der Trennlinien
62 vom Streifen 54 durch einen Stanzschnitt getrennt. Vorteil der vorbeschriebenen
Stanzbiegetechnik ist deren einfache Automatisierbarkeit, was eine kostengünstige
Herstellung der Kontaktfeder 1,1',1'' nach sich zieht.
Bezugszeichenliste
[0054]
- 1,1',1''
- Kontaktfeder
- 2
- Anschlußende
- 3
- Kontaktende
- 4
- Einführrichtung
- 5
- Federdach
- 6
- Fixierlappen
- 7
- Kontaktstift
- 8
- Unterseite
- 9
- Bodenöffnung
- 10
- Rückseite
- 11
- Rückenöffnung
- 12
- Buchsenbereich
- 13
- Buchsenhohlraum
- 14,14'
- Blechlasche
- 15
- Führungsnut
- 16
- Stirnseite
- 17,17'
- Nutschenkel
- 18
- gedachte Schwenkachse
- 19
- waagrechte Einschubrichtung
- 20
- senkrechte Einschubrichtung
- 21
- Mittellängsachse
- 22,22'
- Lötpin
- 23
- Isoliergehäuse
- 24
- Leiterauge
- 25
- Isoliergehäuseunterseite
- 26
- Gehäusebodenöffnung
- 27
- Gehäuserückseite
- 28
- Gehäuserückenöffnung
- 29
- Gehäuseoberseite
- 30
- Gehäusedeckelöffnung
- 31
- Verteiler
- 32
- Standfuß
- 33
- Kontaktmast
- 34
- Kontaktkamm
- 35
- Mutterplatine
- 36,36'
- Leiterplattenbohrung
- 37
- Tochterplatine
- 38,38'
- Einstecköffnung
- 39
- Distanzring
- 40
- Kontaktwinkel
- 41
- Fixierung
- 42
- Platine
- 52
- Blechtafel
- 53
- Stanzmuster
- 54
- Streifen
- 55
- Fertigungsrichtung
- 56
- Förderloch
- 57
- Biegekante
- 58
- Längsbiegekante
- 59
- Querbiegekante
- 60
- Federdachbiegekante
- 61
- Lötpinbiegekante
- 62
- Trennlinie
1. Steckbuchse mit zwei Kontaktflächen (14,14') zur Aufnahme eines Kontaktstifts (7),
- deren eine Kontaktfläche (14) eine Führungsfläche ist mit Vorsprüngen (16) zur formschlüssigen
Führung des Kontaktstifts (7) beim Einschieben in die Buchse und
- deren zweite Kontaktfläche (14') eine Reibfläche ist mit Vorsprüngen (16) zur reibschlüssigen
Fixierung des Kontaktstifts (7) in seiner Einschubstellung in der Buchse,
dadurch gekennzeichnet,
- daß von den Vorsprüngen (16) gebildete Reliefs auf beiden Kontaktflächen (14,14')
identisch sind und
- daß die beiden Kontaktflächen (14,14') in einem Winkel im Bereich größer als 0°
und kleiner als 180° gegeneinander verschwenkt sind.
2. Buchse nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Reliefs in einem Winkel von 90° gegeneinander verschwenkt sind.
3. Buchse nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch
eine zur Geometrie des Kontaktstifts (7) komplementär ausgebildete Führungsnut (15)
als Relief mit den Stirnseiten (16) der Nutschenkel (17,17') als Vorsprüngen.
4. Buchse nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß beide Kontaktflächen Blechlaschen (14,14') mit eingeformten Sicken als Führungsnuten
(15) sind.
5. Buchse nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Blechlaschen (14,14') aus einer Blechtafel mittels eines Stanzbiegeverfahrens
hergestellt sind.
6. Buchse nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch
eine Einführöffnung (9,11) mit einem an die Querschnittsform des Kontaktstifts (7)
angepaßten Öffnungsquerschnitt.
7. Buchse nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß in die Blechlaschen (14,14') neben den Kontaktflächen jeweils eine Einführöffnung
(9,11) eingestanzt ist.
8. Buchse nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß im Fertigungsendzustand der Buchse die Kontaktfläche gegenüber der in die Blechlasche
(14,14') neben sich eingestanzte Einführöffnung (9,11) rechtwinklig abgebogen ist.
9. Buchse nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Einschubrichtung der auf der Kontaktfläche ausgebildeten Führung (15) rechtwinklig
zur Einführrichtung der auf der Blechlasche benachbarten Einführöffnung (9,11) verläuft.
10. Buchse nach den Ansprüchen 2 und 9,
dadurch gekennzeichnet,
- daß die Einführöffnungen (9,11) im Fertigungsendzustand der Buchse rechtwinklig
zueinander stehen,
- daß das auf der Kontaktfläche der zur jeweils anderen Einführöffnung (9,11) gehörenden
Blechlasche (14,14') ausgebildete Relief als Führung (15) für den Kontaktstift (7)
wirksam ist und
- daß das auf derselben Blechlasche (14,14') wie die Einführöffnung (9,11) ausgebildete
Relief als Reibfläche wirksam ist.
11. Buchse nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch
an mindestens eine Blechlasche (14,14') angeformt eines oder mehrere zusätzliche Kontaktelemente
(22,22').
12. Kontaktfeder (1) zum Anschluß eines Leiters mit wenigstens einer Steckbuchse nach
einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Steckbuchse der Buchsenkontakt einer direkten Steckverbindung der Kontaktfeder
(1) mit einem elektrischen Bauelement ist.
13. Kontaktfeder zum Anschluß eines Leiters mit wenigstens einer Steckbuchse nach Anspruch
11,
dadurch gekennzeichnet,
- daß das zusätzliche Kontaktelement (22,22') der Steck- bzw. Lötpin einer direkten
Steckverbindung der Kontaktfeder (1,1',1'') mit einem elektrischen Bauelement ist
und
- daß die Steckbuchse eine Kontaktbuchse für die kontaktierende Aufnahme einer Zinke
eines Kontaktkamms (34) ist.
14. Elektrischer Steckverbinder mit einem Isoliergehäuse (23) und einer der Anzahl seiner
elektrischen Anschlüsse entsprechenden Anzahl von Kontaktfedern (1) nach Anspruch
12,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Steckbuchse als Kontaktende (3) der jeweiligen Kontaktfeder (1,1',1'') wirksam
ist.
15. Elektrischer Steckverbinder mit einem Isoliergehäuse (23) und einer der Anzahl seiner
elektrischen Anschlüsse entsprechenden Anzahl von Kontaktfedern (1) nach Anspruch
13,
dadurch gekennzeichnet,
- daß der Steckverbinder mittels der als Steck- bzw. Lötpin wirksamen Kontaktelemente
(22,22') direkt auf einer Leiterplatte (35,37) steckmontiert ist und
- daß zwei oder mehrere der Steckbuchsen jeweils eine Zinke eines Kontaktkamms (34)
aufnehmen zur Brückung mehrerer Anschlüsse des Steckverbinders miteinander.
16. Elektrischer Steckverbinder nach Anspruch 14 oder Anspruch 15,
gekennzeichnet durch
eine Gehäusebodenöffnung (26) in der Isoliergehäuseunterseite (25) und eine der Gehäusebodenöffnung
(26) in senkrechter Einschubrichtung (20) gegenüberliegende und fluchtende Gehäusedeckelöffnung
(30) in der Gehäuseoberseite (29).
17. Elektrischer Steckverbinder nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche
dadurch gekennzeichnet,
- daß der Steckverbinder mittels der als Steck- bzw. Lötpin wirksamen Kontaktelemente
(22,22') direkt auf einer ersten Leiterplatte, nämlich der Mutterplatine (35), steckfixiert
ist und
- daß in eine oder mehrere Steckbuchsen ein auf einer zweiten Leiterplatte, nämlich
der Tochterplatine (37), fixierter Kontaktstift (7) oder Kontaktmast (33) oder Kontaktwinkel
(40) eingesteckt ist zur kontaktierenden Verbindung beider Leiterplatten (35,37) miteinander.