[0001] Die Erfindung betrifft einen Stecker-Adapter zum Verbinden eines vierpoligen Steckverbinders
mit einem achtpoligen Steckverbinder nach RJ45 Norm, welcher Adapter ein Gehäuse aufweist,
das auf seiner einen Seite vier Kontakte und auf der anderen Seite acht Kontakte nach
RJ45 Norm enthält.
[0002] Es liegt im Trend des technischen Fortschrittes, Gebäudeverkabelungen in Zukunft
nicht mehr getrennt für Telefon, EDV-Anlagen, Videoanlagen, etc. zu erstellen, sondern
lediglich ein einziges Gebäudeverkabelungsnetz vorzusehen, über welches die Informationen
und Daten von allen in Frage kommenden Diensten übertragen werden. Ein Anfang dazu
ist mit ISDN (Integrated Service Digital Network) gemacht worden. Für Gebäudeverkabelungen
für die vorgenannten Zwecke werden üblicherweise abgeschirmte Kabel mit acht Adern
bzw. vier Adernpaaren mit je zwei verdrillten Adern vorgesehen. Pro Dienst werden
jedoch maximal vier Adern bzw. zwei Adernpaare benötigt. Die Anmelderin hat bereits
ein Steckersystem geschaffen und unter der Nummer 96810332.5 als Europäisches Patent
angemeldet, bei welchem an einer einzigen Steckdose nicht nur ein Dienst abgenommen
werden kann.
[0003] Die bekannten Dienste Ethernet (ETH), Token Ring (TR), Asynchronous Transfer Mode
(ATM) und Telefon (T+T) verwenden heute mehrheitlich RJ45 Steckverbinder. Da die genannten
Dienste unterschiedliche Kontaktbelegungen haben, müsste zum Anschliessen an das genannte
Steckersystem für jeden dieser Dienste ein spezieller Stecker-Adapter geschaffen werden.
Zwar könnte man versuchen, ein für alle der genannten Dienste verwendbares Übergangsstück
zu schaffen, welches aus zwei Steckverbindern und einem dazwischen angeordneten Kabelstück
besteht, wobei jeweils einer der vier Kontakte des einen Steckverbinders mit zwei
der acht Kontakte des anderen Steckverbinders verbunden ist. Ein solches Übergangsstück
ist jedoch unbrauchbar, weil in den nicht angeschlossenen Leitern reflektierte Signale
die Übertragung stören.
[0004] Es ist daher die Aufgabe der Erfindung, einen Stecker-Adapter zum Verbinden eines
vierpoligen Steckverbinders mit einem achtpoligen Steckverbinder nach RJ45 Norm zu
schaffen, welcher Adapter sich für alle der oben genannten Dienste eignet.
[0005] Gelöst wird diese Aufgabe durch einen Stecker-Adapter der eingangs genannten Art,
der dadurch gekennzeichnet ist, dass innerhalb des Gehäuses jeweils einer der vier
Kontakte der einen Seite mit zwei der acht Kontakte der anderen Seite verbunden ist.
[0006] Dadurch, dass die genannten Verbindungen innerhalb des Gehäuses, also auf einer sehr
kurzen Strecke verwirklicht sind, sind die Laufstrecken von allfälligen reflektierten
Signalen derart kurz, dass sich diese nicht negativ auf die Übertragungseigenschaften
der Verbindung auswirken können.
[0007] Wenn, wie in einer besonderen Ausführungsart des erfindungsgemässen Stecker-Adapters
vorgeschlagen, das Gehäuse aus zwei Gehäuseteilen besteht, wird die Montage des Stecker-Adapters
wesentlich vereinfacht.
[0008] Nach einer weiteren Ausführungsart kann wenigstens einer der Gehäuseteile zwecks
Abschirmung allseitig eine metallene Oberfläche aufweisen, um die Übertragungseigenschaften
der Steckverbindung weiter zu verbessern.
[0009] Die genannten Verbindungen innerhalb des Gehäuses werden nach einer weiteren Ausführungsart
der Erfindung in einfacher Weise realisiert, indem die Kontakte der ersten Seite mittels
einer gedruckten Schaltung mit den Kontakten der anderen Seite verbunden sind.
[0010] Damit jeder der eingangs erwähnten Dienste mittels eines einzigen Stecker-Adapters
an einer vierpoligen Gebäudeverkabelung angeschlossen werden kann, weist der erfindungsgemässe
Stecker-Adapter vorzugsweise folgende Verbindungen auf. Der erste Kontakt der vierpoligen
Seite ist mit dem ersten und dem vierten Kontakt der achtpoligen Seite verbunden,
der zweite Kontakt der vierpoligen Seite mit dem zweiten und dem fünften Kontakt der
achtpoligen Seite, der dritte Kontakt der vierpoligen Seite mit dem dritten und dem
siebenten Kontakt der achtpoligen Seite und der vierte Kontakt der vierpoligen Seite
mit dem sechsten und dem achten Kontakt der achtpoligen Seite.
[0011] Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnungen
detailliert beschrieben, wobei
Figur 1 schematisch zeigt, wie die einzelnen Kontakte miteinander verbunden sind und
Figur 2 einen erfindungsgemässen Stecker-Adapter in einer teilweise geschnittenen
Ansicht zeigt.
[0012] Das in Figur 1 dargestellte Verbindungsschema ist in drei Bereiche a, b, und c aufgeteilt,
wobei der Bereich a den vierpoligen Teil des Stecker-Adapters mit den Kontakten a1
bis a4 und der Bereich b den achtpoligen Teil des Stecker-Adapters mit den Kontakten
b1 bis b8 darstellt. Dazwischen befindet sich der Verbindungsbereich c mit folgenden
Verbindungen.
| a1 |
ist verbunden mit |
b1 und b4 |
| a2 |
ist verbunden mit |
b2 und b5 |
| a3 |
ist verbunden mit |
b3 und b7 |
| a4 |
ist verbunden mit |
b6 und b8 |
[0013] Dadurch ist der Stecker-Adapter für Dienste mit folgenden Kontaktbelegungen, jeweils
auf der Seite b, verwendbar:
| Ethernet (ETH) |
1, 2, 3, 6 |
| Token Ring (TR) |
4, 5, 3, 6 |
| Asynchronous Transfer Mode (ATM) |
1, 2, 7, 8 |
| Telefon (T+T) |
4, 5 |
[0014] In der Figur 2, welche einen erfindungsgemässen Stecker-Adapter in einer teilweise
geschnittenen Ansicht zeigt, sind wiederum die drei Bereiche a, b und c zu erkennen.
Der in der Figur links dargestellte Teil a weist vier Kontakte a1 bis a4 auf, die
gemäss der eingangs erwähnten Patentanmeldung angeordnet sind. Der rechte Teil b der
Figur stellt einen bekannten RJ45 Steckverbinder mit den Kontakten b1 bis b8 dar.
Dazwischen ist im Bereich c eine gedruckte Schaltung 20 angeordnet, auf welcher die
in Figur 1 schematisch dargestellten und oben beschriebenen Verbindungen in Form von
Leiterbahnen angeordnet sind. Die Kontakte sind von beiden Seiten in Bohrungen der
gedruckten Schaltung geführt und mit den Leiterbahnen verlötet. Der Gehäuseteil 30
der RJ45-Seite b besteht aus Kunststoff und kann mit einer (in der Figur nicht dargestellten)
metallenen Abschirmung ummantelt sein. Der Gehäuseteil 10 der vierpoligen Seite übergreift
die Kontakte a1 bis a4, die gedruckte Schaltung 20 und einen Teil des Gehäuseteils
30. Er kann ebenfalls aus Kunststoff hergestellt sein und als Abschirmung einen metallenen
Überzug enthalten, der beispielsweise durch ein bekanntes galvanisches Verfahren aufgebracht
wurde.
1. Stecker-Adapter zum Verbinden eines vierpoligen Steckverbinders mit einem achtpoligen
Steckverbinder nach RJ45 Norm, welcher Adapter ein Gehäuse (10, 30) aufweist, das
auf seiner einen Seite (a) vier Kontakte (a1 bis a4) und auf der anderen Seite (b)
acht Kontakte (b1 bis b8) nach RJ45 Norm enthält, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb
des Gehäuses jeweils einer der vier Kontakte der einen Seite mit zwei der acht Kontakte
der anderen Seite verbunden ist.
2. Stecker-Adapter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse aus zwei
Gehäuseteilen (10, 30) besteht.
3. Stecker-Adapter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens einer der
Gehäuseteile (19, 30) zwecks Abschirmung eine metallene Oberfläche aufweist.
4. Stecker-Adapter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die
Kontakte der ersten Seite mittels einer gedruckten Schaltung (20) mit den Kontakten
der anderen Seite verbunden sind.
5. Stecker-Adapter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der
erste Kontakt (a1) der ersten Seite mit dem ersten (b1) und dem vierten Kontakt (b4)
der anderen Seite, der zweite (a2) Kontakt der ersten Seite mit dem zweiten (b2) und
dem fünften Kontakt (b5) der anderen Seite, der dritte (a3) Kontakt der ersten Seite
mit dem dritten (b3) und dem siebenten Kontakt (b7) der anderen Seite und der vierte
Kontakt (a4) der ersten Seite mit dem sechsten (b6) und dem achten Kontakt (b8) der
anderen Seite verbunden ist.