| (19) |
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(11) |
EP 0 865 602 B2 |
| (12) |
NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
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27.12.2006 Patentblatt 2006/52 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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28.11.2001 Patentblatt 2001/48 |
| (22) |
Anmeldetag: 12.12.1996 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP1996/005565 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 1997/021972 (19.06.1997 Gazette 1997/26) |
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| (54) |
VERFAHREN ZUR VOLLAUTOMATISCHEN ENTLÜFTUNG VON WÄRMEAUSTAUSCHERN
PROCESS FOR VENTING HEAT EXCHANGERS IN A FULLY AUTOMATIC MANNER
PROCEDE DE PURGE DE L'AIR ENTIEREMENT AUTOMATIQUE D'ECHANGEURS THERMIQUES
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE DK FR GB IT LI LU NL SE |
| (30) |
Priorität: |
12.12.1995 DE 19546276
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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23.09.1998 Patentblatt 1998/39 |
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Patentinhaber: Heinz Schilling KG |
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47906 Kempen (DE) |
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Erfinder: |
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- SCHILLING, Heinz
D-47906 Kempen (DE)
- SCHILLING, Michael
D-47906 Kempen (DE)
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| (74) |
Vertreter: COHAUSZ DAWIDOWICZ
HANNIG & SOZIEN |
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Schumannstrasse 97-99 40237 Düsseldorf 40237 Düsseldorf (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 1 601 197 DE-B- 1 776 252 US-A- 2 790 606
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DE-A- 3 325 230 GB-A- 2 175 685 US-A- 4 753 285
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- ASHRAE JOURNAL, Oktober 1968, NEW YORK US, Seiten 34-43, XP000670183 CARLSON: "hydronic
system flow balance"
- ASHRAE JOURNAL, November 1968, NEW YORK US, Seiten 45-51, XP002029313 CARLSON: "hydronic
systems:analysis and evaluation"
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[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur betriebssicheren Funktion von Wärmetauschem.
[0002] Zur Entlüftung der flüssigkeitsdurchströmten Bauteile und damit zur betriebssicheren
Funktion von Hochleistungs-Wärmeaustauschem, speziell bei Gegenströmern, werden bisher
Kreuzstromverschaltungen - als entlüftbare Fluidwege ausgeführt - verwendet oder es
werden nach Patent DE 33 25 230 separate Absperrorgane installiert.
[0003] Alle bekannten Konstruktionen, bei welchen sich die Fluidwege automatisch und damit
betriebssicher entlüften, haben den Nachteil, daß reine Gegenstromführungen nur bedingt
erreichbar sind und dadurch, trotz gleicher Fläche, nur eine geringere Rückwärmzahl
erzielbar ist
[0004] Die Ausführungen gemäß Patent DE 33 25 230 und auch EP 0177751 haben den Nachteil,
daß separate Absperrorgane zum ggf. notwendigen Entlüften vorgesehen werden müssen,
was einen erhöhten Herstellungs-, Montage-, Inbetriebnahme- und Bedienungsaufwand
erfordert.
[0005] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, die Auslegung, Dimensionierung und Betriebsweise
der flüssigkeitsdurchströmten Bauteile des Wärmeaustauschers so aufeinander abzustimmen,
daß eine vollautomatische Entlüftung der flüssiggeführten Bauteile erfolgt und damit
eine betriebssichere Funktion gewährleistet ist. Desweiteren soll der Herstellungs-,
Montage-, Inbetriebnahme- und Bedienungsaufwand reduziert werden.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch den kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1
gelöst.
[0007] Damit ist eine vollautomatische Entlüftung bei hoher Betriebssicherheit gewährleistet.
Der Aufwand für Herstellung, Montage, Betrieb und Bedienung ist besonders gering.
[0008] Vorteilhafte Ausgestattungen sind in den Unteransprüchen aufgeführt.
[0009] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im folgenden näher beschrieben.
[0010] Um z.B. einen Wärmeaustauscher nach Patent DE 33 25 230 mit 30 Rohrreihen und dementsprechend
30 Höhenversprüngen von jeweils 30 mm betriebssicher zu betreiben, müssen der innere
Durchmesser und die Länge der flüssigkeitsdurchströmten Bauteile, hier die Rohre,
derart ausgelegt werden, daß der Strömungsdruckverlust größer ist als 30 Höhenversprünge
x 30 mmWS entsprechend 900 mmWS ist.
[0011] Durch strömungstechnische Messungen ist ein spezifischer Faktor der flüssigkeitsdurchströmten
Bauteile zu ermitteln, bei welchem etwaige Luftpolster, die nicht allein aufgrund
des Strömungsdruckverlustes sich verringern, ausgetrieben werden.
[0012] Falls aufgrund zu großer Rohrinnendurchmesser diese 900 mmWS nicht erreicht werden,
kann z.B. der flüssige Massenstrom zeitweise erhöht werden, so daß durch eine höhere
Fließgeschwindigkeit höhere Strömungsdifferenzdrücke entstehen. Dazu muß ggf. die
Pumpe entsprechend ausgelegt sein oder mit einem Frequenzumformer wird der Pumpenmotor
kurzzeitig auf höhere Leistung gefahren. Oder Teilbereiche des Krelslaufsystems werden
mit einer Bypassschaltung kurzgeschlossen, so daß die Pumpenleistung nur auf den zu
entlüftenden Wärmeaustauscher wirkt. Vorteilhafterweise enthält die Zentrale Leittechnik/Gebäudelektechnik
einen Steuerungs-Programmteil, welches Intermittierend diese Fluidströmung einschaltet.
[0013] Die Vorrichtung zur betriebssicheren Funktion von Wärmeaustauschem weist mehrere
parallele flüssigkeitsdurchströmte Bauteile zur Wärmeübertragung zwischen flüssigen
und flüssig/gasförmigen Medien auf. Zur vollautomatischen Entlüftung der flüssigkeits
durchströmten Bauteile mit Höhenversprüngen, insbesondere bei gegenstrombedingter
hydraulischer Verschaltung, wird der Strömungsdifferenzdruck bei Einhaltung des prozeßbedingten
flüssigen Massenstromes um einen Faktor > 1.0 größer gewählt als die Summe der statischen
Drücke aus den durch die Höhenversprünge entstehenden Gas-/Flüssigkeitssäulen eines
jeden Strömungsweges. Die zur Wärmeübertragung konstruierten Strömungskanäle sind
gleichzeitig derart dimensioniert und ausgebildet, daß sich der für jedes flüssigkeitsdurchströmte
Bauteil notwendige o.g. Strömungsdifferenzdruck aufbaut.
[0014] Der notwendige Strömungsdifferenzdruck kann auch durch ein zeitweises Erhöhen der
flüssigen Massenströme erreicht werden, so daß etwaig angesammeite Gaspolster ausgetrieben
werden. Hierbei sind Anlagenbauteile wie z.B. Pumpen, Bypassschaltungen und Steuerungen
entsprechend dimensioniert und ausgelegt.
[0015] Der Faktor > 1.0 wird durch strömungstechnische Messungen für die flüssigkeitsdurchströmten
Bauteile unter Einbeziehung aller ggf. zusätzlichen Einflußgrößen wie z.B. Oberflächenzähigkeit,
Viskosität etc. ermittelt.
1. Verfahren zur betriebsicheren Funktion von Wärmetauschem mit mehreren parallelen flüssigkeitsdurchströmten
Bauteilen mit Höhenversprüngen, insbesondere mit gegenstrombedingten hydraulischen
Verschaltungen zur Wärmeübertragung zwischen flüssigen und flüssig/gasförmigen Medien,
dadurch gekennzeichnet, daß die flüssigkeitsdurchströmten Bauteile dadurch automatisch entlüftet werden, daß unter Einhaltung des prozeßbedingten flüssigen
Massenstromes und in Verbindung mit innerem Durchmesser, der Länge der flüssigkeitsdurchströmten
Bauteile und den Fluideigenschaften der sich ergebende Stömungsdifferenzdruck in jedem
Bauteil um einen Faktor > 1.0 großer eingestellt wird, als die Summe der statischen
Drücke aus den durch die Höhenversprünge entstehenden Gas/Flüssigkeitssäulen eines
jeden Strömungsweges.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Strömungsdifferenzdruck durch ein zeitweises Erhöhen der flüssigen Massenströme
erreicht wird und dazu die Anlagenbauteile wie Pumpen, Bypaßschaltungen, Luftabscheider
und Steuerungen entsprechend dimensioniert und ausgelegt werden.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Faktor > 1.0 durch strömungstechnische Messungen für die flüssigkeitsdurchströmten
Bauteile unter Einbeziehung aller gegebenenfalls zusätzlichen Einflußgrößen, wie Oberflächenrauhigkelt
und/oder Viskosität, ermittelt wird.
1. A method for the reliable operation of heat exchangers having a number of parallel
components vertically differring in level through which liquid flows, in particular
having hydraulic counterflow circuits for heat transfer between liquid and liquid/gaseous
media, characterised in that the components through which liquid flows are automatically vented by the feature
that, while maintaining the liquid mass flow conditioned by the process and in combination
with internal diameter, the length of the components through which liquid flows and
the fluid properties the resulting differential flow pressure in each component is
adjusted by a factor > 1.0 greater than the sum of the static pressures from the gas/liquid
columns of each flow path produced by the varying vertical heights.
2. A method according to claim 1, characterised in that the differential flow pressure is obtained by temporarily increasing the liquid mass
flow, while at the same time the installation components such as pumps, bypass connections,
air separators and and controls systems are correspondingly dimensioned and designed.
3. A method according to one of the claims 1 or 2, characterised in that the factor > 1.0, is determined by technical hydraulic measurements for the components
through which liquid flows, including all possible additional influencing values,
such as surface roughness and/or viscosity.
1. Procédé pour le fonctionnement de grande fiabilité d'échangeurs de chaleur avec plusieurs
composants parallèles traversés par un fluide avec des sauts en hauteur, en particulier
avec des couplages-hydrauliques conditionnés à contre-courant pour la transmission
de chaleur entre des milieux liquides et liquides/gazeux,
caractérisé en ce que les composants traversés par un fluide sont automatiquement désaérés par le fait
que, en respectant le flux massique fluide conditionné au processus et en liaison
avec le diamètre intérieur, la longueur des composants traversés par un fluide et
les propriétés du fluide, la pression différentielle de flux se produisant dans chaque
composant est réglée supérieure d'un facteur > 1,0, à la somme des pressions statiques
des colonnes gaz/liquide résultant des sauts en hauteur de chacun des trajets de flux.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que la pression différentielle de flux est atteinte par une augmentation temporaire des
flux massiques fluides et que, à cet effet, les composants d'installation tels que
pompes, couplages de dérivation, séparateurs d'air et commandes sont dimensionnés
et étudiés en correspondance.
3. Procédé selon la revendication 1 et 2,
caractérisé en ce que le facteur > 1,0 est déterminé par des mesures de technique d'écoulement pour les
composants traversés par un fluide en intégrant toutes les valeurs d'influence le
cas échéant supplémentaires telles que rugosité de surface et/ou viscosité.