[0001] Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Lackieren von Gegenständen mit verschiedenen
Farben, die in kreisförmig geführten Farbleitungen, welche je einer Farbe zugeordnet
sind, zur Verfügung stehen, mit einer Spritzpistole, einer Farbzuführleitung, die
eine Lackiermittelverbindung zwischen der kreisförmig geführten Farbleitung und der
Spritzpistole bzw. deren Düse herstellt, und gegebenenfalls einem zwischen den kreisförmig
geführten Farbleitungen und der Farbzuführleitung vorgesehenen Farbwechsler, durch
den jeweils eine Farbleitung mit der Farbzuführleitung verbindbar ist, wobei ein Verdrängerkörper
zum Reinigen der Farbzuführleitung in Lackierflussrichtung der Farbzuführleitung bewegbar
ist und im Bereich des spritzpistolenseitigen Endes der Farbzuführleitung eine Zuführeinrichtung
für ein unter Überdruck stehendes strömbares Medium vorgesehen ist.
[0002] Beim Betreiben von Lackiereinrichtungen besteht seit jeher das Problem, dass einerseits
verschiedene Farben zum Einsatz kommen, so dass entweder voneinander getrennte Systeme
benutzt werden müssen, was jedoch aufwendig ist und daher üblicherweise nicht praktiziert
wird, oder es müssen die Komponenten bei einem Farbwechsel gereinigt werden. Wenn
eine Spritzpistole im letzteren Fall zum Spritzen mehrerer Farben verwendet wird,
so muss das gerade in der Farbzuführleitung befindliche Farbvolumen entweder verworfen
werden oder wie bei der aus der DE 44 23 643 A1 bekannten Lackiereinrichtung wenigstens
teilweise in die Farbleitung zurückgeführt werden. Hierfür wird die Farbrückführeinrichtung
in Form einer Pumpe verwendet. Das gleiche Problem tritt auf, wenn zwar kein Farbwechsel
durchgeführt werden soll, die Lackiereinrichtung oder eine zu einer bestimmten Farbart
gehörende Spritzpistole und Farbzuführleitung längere Zeit (bereits 4 - 5 Stunden)
nicht benutzt wurden, da hierdurch in der Farbzuführleitung bzw. in der Spritzpistole
eine Entmischung bzw. Sedimentation der Farbe stattfindet, so dass dieses Farbvolumen
für den Lackiervorgang unbrauchbar ist. In den kreisförmig geführten Farbleitungen
finden zwar während eines Stillstands der Anlage ebenfalls Sedimentations- bzw. Entmischungsvorgänge
der Farbe statt; die Farbe wird jedoch durch das Zirkulieren beim Betrieb der Lackiereinrichtung
wieder homogenisiert. Eine derartige Homogenisierung ist jedoch ij der stichleitungsartigen
Farbzuführleitung zur Spritzpistole nicht möglich.
[0003] Eine Lackiereinrichtung mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 ist aus
der US-Patentschrift 5,221,047 bekannt geworden. Der Verdrängerkörper wird zum Ausdrücken
der Farbe in der Farbzuführleitung in Lackierflußrichtung zu deren spritzpistolenseitigem
Ende bewegt, dort mittels einer Ausschleußeinrichtung aus der Farbzuführleitung entnommen
und über eine separate Leitung zu einer Einschleußeinrichtung zurückgeführt. Um diese
Zeit zu überbrücken, ist eine Mehrzahl von Verdrängerkörpern vorgesehen. Eine Rückführung
von in der Farbzuführleitung befindlicher Farbe zurück in die Farbleitung ist nicht
vorgesehen. Dies ist aber für sich genommen, aus der JP 07 171 451 A bekannt.
[0004] Aus der DE 42 23 054 A1 ist es bereits bekannt, Pulverleitungen mittels Druckluft
und mindestens eines elastisch komprimierbaren Reinigungskörpers, der durch die Pulverleitungen
hindurchgetrieben wird, zu reinigen.
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt ausgehend von der vorbekannten Lackiereinrichtungen
die Aufgabe zugrunde, die Farbrückführung von der stichleitungsartigen Farbzuführleitung
mit Verdrängerkörpern zurück zu einer jeweiligen kreisförmig geführten Farbleitung
noch effektiver zu gestalten.
[0006] Diese Aufgabe wird bei einer Lackiereinrichtung der genannten Art erfindungsgemäß
dadurch gelöst, dass die in der Farbzuführleitung sich befindende Farbe entgegen der
Lackierflussrichtung rückführbar ist und dass zum Unterstützen der Farbrückführung
in der Farbzuführleitung der flexible, nachgiebig verformbare Verdrängerkörper von
dem über die Zuführeinrichtung einströmbaren Medium in der Farbzuführleitung entgegen
der Lackierflussrichtung in Rückführrichtung bewegbar und beim anschließenden Spülen
der Farbzuführleitung wieder in Richtung zur Spritzpistole zurückbewegbar ist.
[0007] Es wird also erfindungsgemäß vorgeschlagen, die Farbrückführung durch Einleitung
eines strömbaren Mediums, bei dem es sich vorzugsweise um ein Gas, wie Druckluft,
oder aber auch um ein flüssiges Lösungsmittel handeln kann, zu unterstützen. Das flüssige
Medium wirkt dabei wie ein Stempeldruck auf die in der Zuführleitung stehende Farbe
und gewährleistet eine dreißig bis fünfzig Prozent effektivere Rückführung der Farbe.
Es wurde nämlich festgestellt, dass der allein von der bekannten Farbrückführeinrichtung
in Form einer Zahnradpumpe auf die Farbzuführleitung ausgeübte Ansaugdruck mit der
Entfernung von der Pumpe stark abnimmt und dass an den Wandungen der Leitung Farbe
haften bleibt, die nicht zurückgeführt wird, sondern bei einem anschließenden Spülvorgang
zusammen mit dem Spülmedium verworfen wird. Dadurch dass beim Rückführen von Farbe
das unter Überdruck stehende strömbare Medium in Rückführrichtung in die Farbzuführleitung
eingeleitet wird, konnten Farbrückgewinnungsraten von achtzig Prozent und darüber
erreicht werden.
[0008] Da die Zuführeinrichtung für das strömbare Medium eine T-Verbindung mit der Farbzuführung
bildet, ergibt sich wiederum eine an sich unerwünschte Stichleitung. Es wird daher
vorgeschlagen, dass die Zuführeinrichtung ein Ventil umfasst, welches auf seiner Farbseite
totraumfrei an die Farbzuführleitung anschließt.
[0009] Zum weiteren Unterstützen der Farbrückführung in der jeweiligen Farbzuführleitung
ist der flexible, nachgiebig verformbare Verdrängerkörper vorgesehen, der von dem
über die Zuführeinrichtung einströmenden Medium in der Farbzuführleitung in Rückführrichtung
bewegbar und beim anschließenden Spülen der Farbzuführleitung wieder in Richtung zur
Spritzpistole zurückbewegbar ist. Durch diese weitere erfindungsgemäße Maßnahme kann
die Rückgewinnungsrate auf 95 % und mehr gesteigert werden, da durch das Bewegen des
nachgiebigen Verdrängerkörpers in Rückführrichtung die Leitungsinnenwandung quasi
abgewischt wird. Der Durchmesser des Verdrängerkörpers entspricht im unverformten
Zustand im Wesentlichen dem Leitungsinnendurchmesser oder ist etwas größer als dieser.
Beim Zurückbewegen des Verdrängerkörpers in Richtung zur Spritzpistole wird dieser
Wischvorgang nochmals wiederholt.
[0010] Während eines Lackiervorgangs befindet sich der Verdrängerkörper in einer Ruhelage,
vorzugsweise in einer Formausnehmung in der Farbzuführleitung im Bereich des totraumfreien
Ventilanschlusses der Zuführleitung. Sobald das Ventil der Zuführeinrichtung für das
strömbare Medium geöffnet wird, wird der Verdrängerkörper aus der Formausnehmung unter
der Wirkung des unter Überdruck stehenden strömbaren Mediums in die lichte Querschnittsfläche
der Farbzuführleitung gedrückt und in Rückführrichtung bewegt.
[0011] Nach einer bevorzugten Ausführungsform ist in Farbrückführrichtung vor der Farbrückführeinrichtung
eine Stopeinrichtung für den Verdrängerkörper vorgesehen, welche eine Art Anschlag
bzw. Begrenzung für den Verdrängerkörper bildet. Die Stopeinrichtung ist in besonders
einfacher und daher vorteilhafter Weise vorzugsweise von einer Querschnittsverengung
in der Farbzuführleitung gebildet.
[0012] Nach einem weiteren bevorzugten Erfindungsgedanken ist im Bereich der Stopeinrichtung,
insbesondere in Rückführrichtung vor der Stopeinrichtung ein Sensor zum Erkennen des
Verdrängerkörpers vorgesehen. Dieser Sensor wirkt mit einer Steuerung der Lackieranlage
zusammen. Wenn der Sensor erkennt, dass der Verdrängerkörper in seiner Endlage im
Bereich der Stopeinrichtung angelangt ist, so ist der Rückführvorgang beendet und
ein Spülvorgang der Farbzuführleitung kann eingeleitet werden.
[0013] Das Erkennen des Verdrängerkörpers ist vorzugsweise berührungslos durchführbar, was
durch einen induktiv oder kapazitiv arbeitenden Sensor erreicht werden kann. Im ersten
Fall umfasst der Verdrängerkörper einen induktiv detektierbaren Signalkörper, wie
z.B. einen metallischen, insbesondere kugelförmigen Kern.
[0014] Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den beigefügten
Ansprüchen und der zeichnerischen Darstellung und nachfolgenden Beschreibung einer
bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Lackiereinrichtung. In der Zeichnung
zeigt:
- Figur 1
- eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Lackiereinrichtung mit einem
Farbversorgungsraum kommunizierenden Farbleitungen;
- Figur 2
- eine teilweise im Schnitt dargestellte Spritzpistole der erfindungsgemäßen Lackiereinrichtung.
[0015] Figur 1 zeigt in schematischer Darstellung eine Einrichtung zum Lackieren von Gegenständen
mit verschiedenen Farben. Die Farben werden über kreisförmig geführte Farbleitungen
2, die von einem lediglich angedeuteten Farbversorgungsraum 4 ausgehen und wieder
zu diesem zurückführen, zu der Lackiereinrichtung herangeführt. Die Lackiereinrichtung
umfasst einen Farbwechsler 6, der mit jeder der Farbleitungen 2 wahlweise verbindbar
ist. Vom Farbwechsler 6 ausgehend ist eine Farbzuführleitung 8 vorgesehen, welche
eine Lackiermittelverbindung zwischen dem Farbwechsler 6 und einer Sprühpistole 10
bzw. einer Düse 12 der Sprühpistole 10 herstellt. Desweiteren sind verschiedene Druckluftzuführungen
vorgesehen, wobei eine Druckluftleitung 14 in den Farbwechsler 6 mündet und eine weitere
Druckluftleitung 16 zur Spritzpistole 10 führt und die sogenannte Spritzluft zum Verdüsen
oder Verstäuben der Farbe im Sprühbetrieb der Spritzpistole 10 zuführt.
[0016] Desweiteren erstreckt sich eine Druckluftleitung 18 als Teil einer Zuführeinrichtung
20 für ein unter Überdruck stehendes strömbares Medium (Druckluft) zu der Farbzuführleitung
8 und mündet über ein Ventil 21 in der Farbzuführleitung 8.
[0017] Im Lackierbetrieb ist eines der Absperrventile zwischen einer jeweiligen Farbleitung
2 und dem Farbwechsler 6 geöffnet, so dass der in der kreisförmig geführten Farbleitung
herrschende Druck sich über den Farbwechsler 6 in die Zuführleitung 8 ausbreitet.
Da dieser Druck zum Betreiben der Spritzpistole hinreichend ist, braucht keine weitere
Pumpe eingesetzt zu werden und eine in der Farbzuführleitung vorgesehene Zahnradpumpe
22 wird über eine Bypassleitung 24 umgangen. In der Farbzuführleitung 8 ist der Zahnradpumpe
22 in Lackierflussrichtung nachfolgend ein pneumatisch ansteuerbarer Farbdruckregler
26 vorgesehen, der über ein elektrisch betätigtes 3/2-Wegeventil oder Proportionalventil
28 angesteuert wird und zum Konstanthalten eines vorgebbaren, auf die jeweils verwandte
Farbe abgestimmten Drucks dient. Der Farbdruckregler 26 ist ferner so ausgebildet,
dass er in zwei Durchflussrichtungen durchströmbar ist.
[0018] Im Lackierbetrieb wird also Farbe unter einem vorgebbaren Zuführdruck über die Zuführleitung
8 zur Spritzpistole 10 gefördert und dort mittels über die Druckluftleitung 16 herangeführter
Pressluft durch die Düse 12 zerstäubt.
[0019] Wenn ein Farbwechsel durchgeführt werden soll oder der Lackiervorgang längere Zeit
unterbrochen werden soll, wird die Spritzpistole 10 in eine Pistolenhalterung 30 eingehängt.
Die Pistolenhalterung 30 umfasst einen Endschalter 32, welcher an eine nicht dargestellte
Steuerung das Signal "Pistole in Halterung" meldet. In dieser Position ist die Spritzpistole
10 im Wirkungsbereich einer mit der Steuerung zusammenwirkenden Abzugsvorrichtung
34. Wenn die Steuerung das Signal "Pistole in Halterung" erhält, so wird die Bypassleitung
24 bei der Zahnradpumpe 22 geschlossen, und die Zahnradpumpe 22 wird als Farbrückführeinrichtung
36 so angetrieben, dass sie in Richtung auf den Farbwechsler 6 fördert. Nun wird über
ein Wegeventil 38 in der Druckluftleitung 18 Druckluft auf ein Ventil 21 gegeben.
Bei dem Ventil 21 handelt es sich um ein Membranventil, das bei Anliegen eines Drucks
über die Druckluftleitung 18 entgegen der Kraft einer Feder öffnet, so dass eine Druckmittelverbindung
zur Farbzuführleitung 8 hergestellt wird. Hierbei wird ein aus der Figur 2 ersichtlicher,
nachgiabig verformbarer Verdrängerkörper 40 von der Druckluft beaufschlagt und in
der Farbzuführleitung 8 in Rückführrichtung, d.h. in Richtung auf den Farbwechsler
6 bewegt. Der Verdrängerkörper 40 wirkt dabei gewissermaßen als Stempel und drückt
die in der Farbzuführleitung 8 stehende Farbsäule zur Ansaugseite der Zahnradpumpe
22. Die Zahnradpumpe 22 fördert die Farbe dann entgegen dem in den kreisförmigen Farbleitungen
2 anstehenden Druck in die jeweilige Farbleitung 2 zurück. Dabei gleitet der Verdrängerkörper
40 gegen die Innenseite der Farbzuführleitung 8 und putzt diese gewissermaßen aus.
Der Verdrängerkörper 40 schlägt schließlich gegen eine Stopeinrichtung 42 in Form
einer Verengung 44 in der Farbzuführleitung 8 an. Unmittelbar vor der Verengung 44
ist ein Sensor 46 zum Erkennen des Verdrängerkörpers 40 vorgesehen. Der Sensor 46
arbeitet induktiv und meldet, wenn er vom Verdrángerkörper 40 passiert wird, ein dementsprechendes
Signal an die Steuerung. Daraufhin wird der Rückführvorgang beendet. Nahezu die gesamte
Farbe, die sich zwischen dem Ventil 21 und dem Farbdruckregler 26 bzw. der Stopeinrichtung
42 für den Verdrängerkörper 40 befindet, wurde zur Wiederverwertung zurückgeführt.
Es wird nun durch abwechselndes Öffnen eines Ventils in einer noch nicht erwähnten
Lösungsmittelleitung 48 und in der eingangs erwähnten Druckluftleitung 14 ein Spülvorgang
eingeleitet. Das Gemisch aus Druckluft und Lösungsmittel wird in den Farbwechsler
6 eingeleitet und passiert in Lackierflussrichtung die Zahnradpumpe 22 über die Bypassleitung
24 und gelangt über den Farbdruckregler 26 zu der Stopeinrichtung 42 und beaufschlagt
und befördert den Verdrängerkörper 40 wieder zurück in Richtung auf die Spritzpistole
10. Beim Einleiten dieses Spülvorgangs wird über die zuvor erwähnte Abzugsvorrichtung
34 der Abzug der Spritzpistole 10 betätigt, so dass das Lösungsmittel/Luftgemisch
über die Düse 12 in die Pistolenhalterung 30 gelangen und von dort einer gesonderten
Entsorgung zugeführt werden kann. Nachdem der Verdrängerkörper 40 wieder die in Figur
2 dargestellte Lage eingenommen hat, ist der Spülvorgang beendet und es kann durch
Öffnen eines anderen Absperrventils eine andere Farbleitung 2 mit dem Farbwechsler
6 bzw. der Farbzuführleitung 8 verbunden werden.
[0020] Figur 2 zeigt die Spritzpistole 10, wobei die Zuführeinrichtung 20 für die Druckluft
geschnitten dargestellt ist. Die Druckluftleitung 18 mündet in eine Querbohrung 50,
die in einem metallischen Block 52 ausgebildet ist und mit einem Druckraum 54 des
Ventils 20 verbunden ist. Wenn das in Figur 1 dargestellte Wegeventil 38 geöffnet
wird, so steht Druckluft unter ca. 6 bis 8 bar im Druckraum 54 an. Hierdurch wird
eine umfangsseitig eingespannte Membran 56 entgegen einer Federvorspannung 58 ausgelenkt.
Hierdurch wird eine mit der Membran 56 verbundene Ventilnadel 60 von ihrem Dichtsitz
62 abgehoben, so dass eine Strömungsverbindung zwischen dem Druckraum 54 und der Farbzuführleitung
8 hergestellt wird. Der Dichtsitz 62 begrenzt eine Öffnung, die totraumfrei in einer
Formausnehmung 64 der Farbzuführleitung 8 mündet. Diese Formausnehmung 64 bildet zugleich
eine Ruheposition für den Verdrängerkörper 40. Wenn also - wie soeben beschrieben
- die Ventilnadel 60 vom Dichtsitz 62 abgehoben wird, so wird der Verdrängerkörper
40 aus der Formausnehmung 64 heraus in die Farbzuführleitung 8 gedrückt und wandert
darin bis zu der Stopeinrichtung 42, wobei der Verdrängerkörper 40 die in der Farbzuführleitung
8 befindliche Farbsäule zur Ansaugseite der Zahradpumpe 22 vor sich herschiebt.
[0021] Beim Spülen der Zuführleitung 8 ist das Wegeventil 38 und damit das Ventil 21 geschlossen.
Das Spülgemisch strömt dann an dem wieder in die Formausnehmung 64 gedrückten Verdrängerkörper
40 vorbei und entweicht durch die Düse 12 der Spritzpistole 10 in die Pistolenhalterung
30.
1. Einrichtung zum Lackieren von Gegenständen mit verschiedenen Farben, die in kreisförmig
geführten Farbleitungen (2), die je einer Farbe zugeordnet sind, zur Verfügung stehen,
mit einer Spritzpistole (10), einer Farbzuführleitung (8), die eine Lackiermittelverbindung
zwischen der kreisförmig geführten Farbleitung (2) und der Spritzpistole (10) herstellt,
wobei ein Verdrängerkörper (40) zum Reinigen der Farbzuführleitung (8) in Lackierflussrichtung
der Farbzuführleitung bewegbar ist und im Bereich des spritzpistolenseitigen Endes
der Farbzuführleitung (8) eine Zuführeinrichtung (20) für ein unter Überdruck stehendes
strömbares Medium vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die in der Farbzuführleitung (8) sich befindende Farbe entgegen der Lackierflussrichtung
rückführbar ist und dass zum Unterstützen der Farbrückführung in der Farbzuführleitung
(8) der flexible, nachgiebig verformbare Verdrängerkörper (40) von dem über die Zuführeinrichtung
(22, 36) einströmbaren Medium in der Farbzuführleitung (8) entgegen der Lackierflussrichtung
in Rückführrichtung bewegbar und beim anschließenden Spülen der Farbzuführleitung
(8) wieder in Richtung zur Spritzpistole (10) zurückbewegbar ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführeinrichtung (20)
ein Ventil (21) umfasst, welches auf der Farbseite im wesentlichen totraumfrei an
die Farbzuführleitung (8) anschließt.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Verdrängerkörper
(40) beim Lackieren in einer Formausnehmung (64) in der Farbzuführleitung (8) im Bereich
des totraumfreien Ventilanschlusses der Zuführleitung vorgesehen ist.
4. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
in Rückführrichtung vor der Farbrückführeinrichtung (22, 36) eine Stopeinrichtung
(42) für den Verdrängerkörper (40) vorgesehen ist.
5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Stopeinrichtung (42)
von einer Querschnittsverengung (44) in der Farbzuführleitung (8) gebildet ist.
6. Einrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Stopeinrichtung
(42) bzw. in Rückführrichtung vor der Stopeinrichtung (42) ein Sensor (46) zum Erkennen
des Verdrängerkörpers vorgesehen ist.
7. Einichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Erkennen des Verdrängerkörpers
(40) berührungslos durchführbar ist.
8. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor 46 induktiv oder
kapazitiv arbeitet.
9. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
der Verdrängerkörper (40) einen induktiv detektierbaren Signalkörper umfasst.