[0001] Ein Tintenbehälter gemäss Oberbegriff des Anspruchs 1 ist aus der EP-A-606 047 bekannt.
Eine der dort gezeigten Ausführungsformen besteht aus einem Beutel aus einer thermoplastischen
Folie, welche an einem Ende einen elastomeren Stopfen zum Einstekken einer Hohlnadel
eines Verbindungsschlauches zu einem Plotter aufweist.
[0002] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Handhabung solcher Tintenbehälter
zu vereinfachen. Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale der Ansprüche
1 und 2 gelöst.
[0003] Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung erläutert.
Darin zeigt:
- Figur 1
- eine perspektivische Ansicht der Einzelteile des Behälters vor der Montage,
- Figur 2
- einen Querschnitt durch den Anschlussstutzen, und
- Figur 3
- einen Schnitt längs der Linie III-III in Figur 2.
[0004] Der Tintenbehälter nach Figuren 1 bis 3 besteht aus einer Flasche 1, einem Beutel
2, einem Saugkörper 3 und einem Deckel 4.
[0005] Die Flasche 1 ist eine geblasene, quaderförmige, dünnwandige Flasche, zum Beispiel
aus Polyester. Sie hat an beiden Seitenwänden 11 zwei Einschnürungen 12 zum Einsetzen
im Plotter und oben einen eingeschnürten Rand 13 zum Aufschnappen des Deckels 4. Der
Beutel 2 ist auf beiden axialen Enden als Standbeutel ausgebildet. Dazu ist in die
beiden Seitenwände 21 oben und unten je eine auf beiden Seiten konvex-bogenförmige
Einlage 22 eingeschweisst. Zwischen die eine Seitenwand 21 und die obere Einlage 22
ist ein thermoplastischer, rohrförmiger Stutzen 23 eingeschweisst. Der Stutzen 23
hat eine abgestufte Durchgangsbohrung 24 und oben eine Umfangsnut 25. In den oberen,
zylindrischen Abschnitt 26 der Bohrung 24 ist ein elastomerer, zylindrischer Stopfen
27 aus NBR mit einem Umfangswulst 28 abdichtend eingepresst. Der Stopfen 27 dient
zum Durchstecken einer im Plotter montierten Hohlnadel.
[0006] Der Saugkörper 3 besteht zum Beispiel aus Zellulose oder einem saugfähigen Schaumstoff
und ist in den Raum 14 zwischen der Einschnürung 12 und dem Rand 13 eingesetzt. Er
hat eine axiale Durchgangsöffnung 31 entsprechend der äusseren Kontur des Beutels
2. Der Deckel 4 ist mit Schnappelementen 41 auf den Rand 13 aufgeschnappt. Er hat
zwei gegenüberliegende, federnde Zungen 42 mit Haken 43, welche vor der Montage des
Deckels 4 in die Nut 25 eingeschnappt werden. Zwischen den Zungen 42 hat der Deckel
4 eine Durchgangsöffnung 44, welche zum Bohrungsabschnitt 26 koaxial ist. Benachbart
einer Ecke hat der Deckel 4 eine weitere Durchgangsbohrung 45 oder eine Dünnstelle
zum Durchstecken einer zweiten Hohlnadel des Plotters. Diese Hohlnadel wird beim Einsetzen
des Behälters in den Plotter in den Schaumkörper 3 eingesteckt. Dieser Schaumkörper
3 nimmt Abfalltinte auf, welche beim Spülen der Druckkopfdüsen anfällt.
[0007] Durch die beschriebene Ausbildung des Behälters wird eine einfache Handhabung beim
Transport und beim Einsetzen in den Plotter erreicht. Weil bei jedem neu eingesetzten
Behälter zugleich ein frischer, unverbrauchter Saugkörper 3 eingesetzt wird, ist die
Kapazität für die Aufnahme der Abfalltinte automatisch sichergestellt. Es ist kein
separater Aufnahmetank für Abfalltinte erforderlich, dessen Füllungsgrad überwacht
werden müsste. Die beidseitige Ausbildung des Beutels 2 als Standbeutel ergibt ein
hohes Fassungsvermögen, also eine optimale Platzausnützung. Der Behälter kann mechanische
Kodiermittel aufweisen, damit er nur in der vorgesehenen Lage und am vorgesehenen
Ort einsetzbar ist. Dazu können zum Beispiel die Einschnürungen 12 auf den beiden
Seiten unterschiedlich tief oder unterschiedlich breit sein oder die Grundrissform
des Deckels 4 kann unsymmetrisch sein.
1. Tintenbehälter für einen Tintenstrahl-Drucker oder -Plotter, umfassend einen Beutel
(2) aus einer thermoplastischen Folie (21) oder einer Verbundfolie, welcher am einen
Ende einen Stopfen (27) in einem Stutzen (23) zum Einstecken einer ersten Hohlnadel
des Druckers oder Plotters aufweist, wobei der Beutel (2) in einen Aussen-Behälter
(1) eingesetzt ist, der Stutzen (23) mit einem Deckel (4) des Behälters (1) verbunden
und durch eine erste Öffnung (44) des Deckels (4) zugänglich ist, unterhalb des Deckels
(4) in den Behälter (1) ein saugfähiger Körper (3) zur Aufnahme von Abfalltinte eingesetzt
ist, und wobei der Deckel (4) eine zweite Öffnung (45) zum Einführen einer zweiten
Hohlnadel aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Körper (3) zum Einstecken der
zweiten Hohlnadel ausgebildet ist, und dass der Deckel (4) unlösbar mit dem Behälter
(1) verbunden ist.
2. Tintenbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Beutel (2) an beiden
axialen Enden als Standbeutel ausgebildet ist.
3. Tintenbehälter nach Anspruch 2, wobei in beide Stirnenden der Seitenwände (21) des
Beutels (2) auf beiden Seiten konvex-bogenförmige Einlagen (22) eingeschweisst sind.
4. Tintenbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der Stopfen (27) aus einem
Elastomer, insbesondere aus NBR, besteht und in einem thermoplastischen Stutzen (23)
eingesetzt ist, der in den Beutel (2) eingeschweisst ist.
5. Tintenbehälter nach den Ansprüchen 3 und 4, wobei der Stutzen (23) zwischen die eine
Einlage (22) und die eine Seitenwand (21) eingeschweisst ist.
6. Tintenbehälter nach Anspruch 4 oder 5, wobei der Stutzen (23) in den Deckel (4) eingeschnappt
ist.
7. Tintenbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei der Deckel (4) auf den Behälter
(1) aufgeschnappt ist.
8. Tintenbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei der Behälter (1) eine geblasene
Flasche aus einem Thermoplast, vorzugsweise aus Polyester ist.
9. Tintenbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei der Behälter (1) oder der Deckel
(4) mechanische Kodiermittel aufweist, um ein korrektes Einsetzen in den Drucker oder
Plotter sicherzustellen.
10. Tintenbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei der Saugkörper (3) aus Zellulose
oder aus Schaumstoff besteht.