(19)
(11) EP 0 865 992 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
23.09.1998  Patentblatt  1998/39

(21) Anmeldenummer: 98890040.3

(22) Anmeldetag:  17.02.1998
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)6B65D 19/42
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL LT LV MK RO SI

(30) Priorität: 27.02.1997 AT 127/97 U

(71) Anmelder: Ameisbichler, Rudolf
3150 Wilhelmsburg (AT)

(72) Erfinder:
  • Ameisbichler, Rudolf
    3150 Wilhelmsburg (AT)

(74) Vertreter: Rippel, Andreas, Dipl.-Ing. 
Patentanwalt Dipl.-Ing. Rippel Kommandit-Partnerschaft Maxingstrasse 34
1130 Wien
1130 Wien (AT)

   


(54) Rolle zur Anbringung an einer Palette


(57) Um eine Palette zu einem Fahrgestell auszubilden, wird eine Rolle zur Anbringung an der Palette vorgesehen. Die Radlagerachse (2) der Rolle ist hiezu mit einem die Form eines etwa waagrecht liegenden ,,U" aufweisenden Befestigungskörper (4) verbunden, der eine zur Radlagerachse (2) hin weisende Befestigungsschraube (6) aufweist.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Rolle zur Anbringung an einer Palette, um diese zu einem Fahrgestell auszubilden, wobei die Radlagerachse der Rolle mit einem die Form eines etwa waagrecht liegenden "U" aufweisenden Befestigungskörper verbunden ist.

[0002] Es besteht oft das Bedürfnis, handelsübliche Paletten nicht nur mittels Staplern zu transportieren, sondern auch dadurch, daß sie mittels Rollen bewegt werden können. So ist dies z.B. dann erwünscht, wenn einzelne Teile einer Lieferung oder dergleichen von einem Lager aus auf die Palette gelegt werden, wobei die Stellen der Lagerung der Teile voneinander entfernt sind. Bisher hatte man dazu z.B. eigene Fahrgestelle verwendet, das sind mit Rollen versehene Rahmen, auf die die Palette gelegt wird. Derartige Fahrgestelle brauchen bei Nichtverwendung verhältnismäßig viel Platz, sind in der Anschaffung teuer und müssen der Größe nach den verschiedenen Palettengrößen angepaßt sein.

[0003] Aus der US-PS 4 576 391 ist eine Rolle gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1 bekannt, bei der der etwa U-förmige Befestigungskörper mittels Hammerschlägen auf die Palette aufgetrieben wird. Die Stärke der Palette bzw. die Stärke des den Befestigungskörper tragenden Holmes muß dabei etwa der inneren Weite des "U" entsprechen, weil sonst eine Halterung des Befestigungskörpers auf der Palette nicht möglich ist.

[0004] Die Erfindung hat es sich zum Ziel gesetzt, eine Rolle zu schaffen, die zur einfachen Anbringung- insbesondere auch ohne Werkzeug- an verschieden starken Paletten bzw. Holmen von Paletten geeignet ist. Erreicht wird dies dadurch, daß der Befestigungskörper eine zur Radlagerachse hin weisende Befestigungsschraube aufweist. Bei einer erfindungsgemäßen Rolle kann der etwa waagrecht liegende U-förmige Befestigungskörper mit der Hand einfach von der Seite her auf einen Holm der Palette aufgeschoben und die Rolle mittels der Schraube an diesem Holm befestigt werden. Nach Befestigung von im Normalfall vier erfindungsgemäßen Rollen ist die Palette ein selbständiges Fahrgestell und kann leicht verschoben werden. Bei Nichtgebrauch können die einzelnen Rollen ebenso leicht wieder von der Palette abgenommen werden und benötigen dann wenig Platz.

[0005] Zweckmäßig ist der Befestigungskörper durch U-förmige Versteifungsrippen verstärkt.

[0006] Zur besseren Halterung an der Palette sind vorteilhaft an der inneren unteren Fläche des "U" zahnartige Vorsprünge angeordnet.

[0007] Nachstehend ist die Erfindung anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispieles näher beschrieben, ohne auf dieses Beispiel beschränkt zu sein. Dabei zeigt Fig. 1 in schaubildlicher Ansicht eine erfindungsgemäße Rolle und Fig. 2 zeigt die auf einem Holm einer Palette angebrachte Rolle.

[0008] Gemäß den Zeichnungen ist ein Rad 1 auf einer Radlagerachse 2 gelagert, die in Haltern 3 abgestützt ist. Die Halter 3 sind mit einem Befestigungskörper 4 verbunden, der die Form eines etwa waagrecht liegenden "U" aufweist. Zur Verstärkung des Befestigungskörpers 4 sind Versteifungsrippen 5 vorgesehen. Eine Rändelschraube 6 ist in den Befestigungskörper 4 einschraubbar.

[0009] Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, wird der Befestigungskörper 4 seitlich auf den Holm 7 einer Palette 8 aufgeschoben und mittels der Schraube 6 an diesem Holm 7 befestigt. Werden vier solcher Rollen auf der Palette 8 angebracht, ist diese selbst fahrbar.

[0010] Zur besseren Halterung an der Palette 8 sind vorteilhaft an der inneren unteren Fläche des "U" zahnartige Vorsprünge 9 angeordnet.

[0011] In der Zeichnung ist die erfindungsgemäße Rolle als Bockrolle ausgebildet. Um ein Lenken der Palette 8 zu ermöglichen, werden jedoch zwei der angebrachten vier Rollen als Lenkrollen auszubilden sein, sodaß eine leichte Kurvenfahrt der Palette 8 möglich ist.

[0012] Im Rahmen der Erfindung sind zahlreiche Abänderungen möglich. So könnten die Versteifungsrippen anders ausgebildet sein oder auch weggelassen werden. Statt einer Rändelschraube könnte auch eine andere Ausbildung gewählt werden usw.. Die Erfindung kann sowohl bei Holzpaletten als auch bei Paletten aus einem anderen Material, z.B. Kunststoff, angewendet werden.


Ansprüche

1. Rolle zur Anbringung an einer Palette, um diese zu einem Fahrgestell auszubilden, wobei die Radlagerachse (2) der Rolle mit einem die Form eines etwa waagrecht liegenden "U" aufweisenden Befestigungskörper (4) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Befestigungskörper (4) eine zur Radlagerachse (2) hin weisende Befestigungsschraube (6) aufweist.
 
2. Rolle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Befestigungskörper (4) durch U-förmige Versteifungsrippen (5) verstärkt ist.
 
3. Rolle nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß an der inneren unteren Fläche des "U" (4) zahnartige Vorsprünge (9) angeordnet sind.
 




Zeichnung