[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Rolle zur Anbringung an einer Palette, um diese
zu einem Fahrgestell auszubilden, wobei die Radlagerachse der Rolle mit einem die
Form eines etwa waagrecht liegenden "U" aufweisenden Befestigungskörper verbunden
ist.
[0002] Es besteht oft das Bedürfnis, handelsübliche Paletten nicht nur mittels Staplern
zu transportieren, sondern auch dadurch, daß sie mittels Rollen bewegt werden können.
So ist dies z.B. dann erwünscht, wenn einzelne Teile einer Lieferung oder dergleichen
von einem Lager aus auf die Palette gelegt werden, wobei die Stellen der Lagerung
der Teile voneinander entfernt sind. Bisher hatte man dazu z.B. eigene Fahrgestelle
verwendet, das sind mit Rollen versehene Rahmen, auf die die Palette gelegt wird.
Derartige Fahrgestelle brauchen bei Nichtverwendung verhältnismäßig viel Platz, sind
in der Anschaffung teuer und müssen der Größe nach den verschiedenen Palettengrößen
angepaßt sein.
[0003] Aus der US-PS 4 576 391 ist eine Rolle gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1 bekannt,
bei der der etwa U-förmige Befestigungskörper mittels Hammerschlägen auf die Palette
aufgetrieben wird. Die Stärke der Palette bzw. die Stärke des den Befestigungskörper
tragenden Holmes muß dabei etwa der inneren Weite des "U" entsprechen, weil sonst
eine Halterung des Befestigungskörpers auf der Palette nicht möglich ist.
[0004] Die Erfindung hat es sich zum Ziel gesetzt, eine Rolle zu schaffen, die zur einfachen
Anbringung- insbesondere auch ohne Werkzeug- an verschieden starken Paletten bzw.
Holmen von Paletten geeignet ist. Erreicht wird dies dadurch, daß der Befestigungskörper
eine zur Radlagerachse hin weisende Befestigungsschraube aufweist. Bei einer erfindungsgemäßen
Rolle kann der etwa waagrecht liegende U-förmige Befestigungskörper mit der Hand einfach
von der Seite her auf einen Holm der Palette aufgeschoben und die Rolle mittels der
Schraube an diesem Holm befestigt werden. Nach Befestigung von im Normalfall vier
erfindungsgemäßen Rollen ist die Palette ein selbständiges Fahrgestell und kann leicht
verschoben werden. Bei Nichtgebrauch können die einzelnen Rollen ebenso leicht wieder
von der Palette abgenommen werden und benötigen dann wenig Platz.
[0005] Zweckmäßig ist der Befestigungskörper durch U-förmige Versteifungsrippen verstärkt.
[0006] Zur besseren Halterung an der Palette sind vorteilhaft an der inneren unteren Fläche
des "U" zahnartige Vorsprünge angeordnet.
[0007] Nachstehend ist die Erfindung anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispieles
näher beschrieben, ohne auf dieses Beispiel beschränkt zu sein. Dabei zeigt Fig. 1
in schaubildlicher Ansicht eine erfindungsgemäße Rolle und Fig. 2 zeigt die auf einem
Holm einer Palette angebrachte Rolle.
[0008] Gemäß den Zeichnungen ist ein Rad 1 auf einer Radlagerachse 2 gelagert, die in Haltern
3 abgestützt ist. Die Halter 3 sind mit einem Befestigungskörper 4 verbunden, der
die Form eines etwa waagrecht liegenden "U" aufweist. Zur Verstärkung des Befestigungskörpers
4 sind Versteifungsrippen 5 vorgesehen. Eine Rändelschraube 6 ist in den Befestigungskörper
4 einschraubbar.
[0009] Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, wird der Befestigungskörper 4 seitlich auf den Holm
7 einer Palette 8 aufgeschoben und mittels der Schraube 6 an diesem Holm 7 befestigt.
Werden vier solcher Rollen auf der Palette 8 angebracht, ist diese selbst fahrbar.
[0010] Zur besseren Halterung an der Palette 8 sind vorteilhaft an der inneren unteren Fläche
des "U" zahnartige Vorsprünge 9 angeordnet.
[0011] In der Zeichnung ist die erfindungsgemäße Rolle als Bockrolle ausgebildet. Um ein
Lenken der Palette 8 zu ermöglichen, werden jedoch zwei der angebrachten vier Rollen
als Lenkrollen auszubilden sein, sodaß eine leichte Kurvenfahrt der Palette 8 möglich
ist.
[0012] Im Rahmen der Erfindung sind zahlreiche Abänderungen möglich. So könnten die Versteifungsrippen
anders ausgebildet sein oder auch weggelassen werden. Statt einer Rändelschraube könnte
auch eine andere Ausbildung gewählt werden usw.. Die Erfindung kann sowohl bei Holzpaletten
als auch bei Paletten aus einem anderen Material, z.B. Kunststoff, angewendet werden.
1. Rolle zur Anbringung an einer Palette, um diese zu einem Fahrgestell auszubilden,
wobei die Radlagerachse (2) der Rolle mit einem die Form eines etwa waagrecht liegenden
"U" aufweisenden Befestigungskörper (4) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Befestigungskörper (4) eine zur Radlagerachse (2) hin weisende Befestigungsschraube
(6) aufweist.
2. Rolle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Befestigungskörper (4) durch U-förmige Versteifungsrippen (5) verstärkt
ist.
3. Rolle nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß an der inneren unteren Fläche des "U" (4) zahnartige Vorsprünge (9) angeordnet
sind.